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Imhof Verlag

 
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Otto Ralfs, Käte Ralfs, Junge Kunst. Avantgardeförderung in der Provinz. Holzgang, Gilbert. 2026. 160 fb. Abb. 56 sw. Abb. 29 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1604-8 Michael Imhof
Otto Ralfs förderte Maler wie Wassily Kandinsky und Paul Klee, als sie noch kaum bekannt waren. Mit seiner Frau Käte Ralfs und anderen Kunstliebhabern gründete er 1924 die Gesellschaft der Freunde junger Kunst. Im Braunschweiger Schloss veranstalteten sie zwischen 1925 und 1933 viele Ausstellungen. Die Künstler reisten an, bis die Nationalsozialisten diese wegweisende Kulturarbeit verhinderten. Otto Ralfs verlor seine Klee- und Kandinsky-Sammlung im Zweiten Weltkrieg. Aber er gab nicht auf! Von 1947 an führte er in Braunschweig eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Er zeigte Werke von Anna Dräger-Mühlenpfordt und Ida Kerkovius, Willi Baumeister, Fritz Winter und vielen anderen und pflegte internationale Kontakte. Anhand von Briefen, Tagebüchern und Gästebüchern schildert die Biografie den großartigen Einsatz von Otto und Käte Ralfs für Malerinnen und Maler der Bauhaus-Ära und der Fünfziger Jahre. Berichtet wird auch, wie Wissenschaftler und Journalisten auf das Aufkommen der ungegenständlichen Malerei reagierten. Neueste Vorkommnisse im Kunstmarkt und den Landesparlamenten werden ebenfalls behandelt.
Edvard Munch. Selbstporträt beim Wein 1906 im Kontext von Leben und Schaffen. Schubert, Dietrich. 2026. 124. S. 84 fb. Abb. 29 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1620-8 Michael Imhof
Unter den europäischen Expressionisten, die vor dem großen Krieg 1914/18 ihr Werk entfalteten, kommt dem Norweger Edvard Munch eine Sattelstellung zu. Seine Radierungen, Lithographien und Holzschnitte gaben wohl noch stärkere Impulse auf jüngere Künstler als seine Ölstudien und Gemälde. Zu denken ist dabei an die Architekturstudenten in Dresden, die sich 1905 zu einer Gruppe vereinten, die sie im Anschluss an Friedrich Nietzsches Texte im berühmten Buch „Also sprach Zarathustra“ mit dem Begriff BRÜCKE tauften.
Durch die negativen Kritiken, welche Munch in seiner Heimat hinnehmen musste, und die Spannungen innerhalb der Christiania-Bohème begann er zunehmend nach Frankreich, Nizza und Paris, wo er bei der Gruppe der „Unabhängigen“ seine Werke zeigte, und nach Deutschland zu reisen und auszustellen. In Berlin führte 1892 seine Ausstellung im Verein Berliner Künstler wegen des Skandals, den seine Gemälde auslösten, sogar zur Gründung der „Berliner Secession“. Durch die Kontakte mit Harry Graf Kessler in Weimar, dem Augenarzt Dr. Linde in Lübeck, dem Hamburger Juristen Gustav Schiefler, der ein erstes Verzeichnis seiner Radierungen bis 1907 erstellte, und dem Fabrikanten Herbert Esche in Chemnitz erhielt das Schaffen Munchs kreative Impulse. Eine desaströse Beziehung zu der reichen bürgerlichen Tulla Larssen, die mit einem Revolver hantierte, erschütterte den sensiblen Maler nachhaltig, verstärkte seine Melancholie, ließ ihn zu viel Alkohol trinken, so dass er zwischen 1903 und 1907 in eine gravierende Krise geriet. In diesen Jahren suchte er Erholung in Thüringen, und zwar in Elgersburg, in Weimar und in Bad Kösen/Saale. Trotz seiner Situation malte er intensiv Menschen, Landschaften und zahlreiche Selbstporträts, so auch das herausragende als einsamer Weintrinker im Sommer 1906. Dieses monologische Werk steht hier im Zentrum der Erörterungen; Munch stellte es zwar aus, so besonders 1912 in Köln in der Sonderbund-Ausstellung, die ihn neben Vincent van Gogh als Vorreiter des Expressionismus feierte, verkaufte es jedoch nicht.
Die Bamberger Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. Lebensbilder und Werke. Studien zur Bamberger Bistumsgeschichte (11). Nehr, Harald. Hrsg.: Hölscher, Andreas. 2026. 672. S. 122 sw, Abb,, 170 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1587-4 Michael Imhof
Für den Orgelbau war das 19. Jahrhundert eine Zeit bedeutender Umbrüche. In den Lebensschicksalen der Bamberger Orgelbauer spiegelt sich diese wechselhafte Epoche wider: Das vorliegende Buch erzählt von vorgeblichen Tausendsassas, von schier kometenhaften Aufstiegen, aber auch von existenziellen Nöten und persönlichen Tragödien.
Der Band bietet erstmalig eine vollständige Übersicht aller nachgewiesenen Orgeln der Bamberger Meister dieser Zeit. Er stellt auch die architektonischen, konstruktiven und klanglichen Besonderheiten ihrer Instrumente heraus. Zahlreiche Abbildungen lassen die Epoche für das Auge lebendig werden: Enthalten sind viele bislang unveröffentlichte Gehäuseentwürfe, historische Fotos nicht mehr vorhandener Orgeln sowie Farbaufnahmen aller heute bekannten erhaltenen Instrumente der Bamberger Orgelbauer des 19. Jahrhunderts.
Mit Ergebnissen aus über 15 Jahren Recherche schließt der Band von Dr. Harald Nehr eine Lücke in der Forschung zur süddeutschen Orgelkultur. Der heimatgeschichtlich interessierten Leserschaft eröffnet das Buch Wege, den bislang wenig beachteten historischen Schätzen in fränkischen Kirchen nachzuspüren. Denn mancherorts ist der Bamberger Orgelklang des 19. Jahrhunderts heute noch erlebbar.
Protestanten unterwegs nach Jerusalem in der frühen Neuzeit. Peregrinatio protestantica. Schriftenreihe der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung (51). Hrsg.: Kühne, Hartmut; Schäfer, Carolin. 2026. 288. S. 7 sw, Abb,, 81 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1606-2 Michael Imhof
Der vorliegende Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die durch die Publikation einer Handschrift des hallischen Apothekers Wolfgang Holtzwirth (1522?1572) angeregt wurde. In diesem Manuskript berichtet Holtzwirth über seine ersten drei Lebensjahrzehnte und insbesondere über seine Reise in das Heilige Land im Jahr 1546. Durch seine Erfahrungen stellt er nicht nur eine bemerkenswerte Figur im mitteldeutschen Panorama der Reformationszeit dar, sondern gilt auch als der erste Protestant überhaupt, der nach Jerusalem reiste. Damit läutete er gewissermaßen eine Welle von protestantischen Jerusalem-„Pilgerfahrten“ ein.
Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich mehrere Beiträge dieses Bandes mit protestantischen Jerusalemreisenden des 16. und 17. Jahrhunderts, wobei unterschiedliche Milieus wie adlige oder bürgerliche Gruppen und auch verschiedene Quellengattungen wie Reiseberichte, Leichenpredigten oder auch Inschriften und Grabmonumente in den Blick genommen werden. Ebenso werden die „Souvenirs“ solcher Heilig-Land-Fahrten und deren Funktion in frühneuzeitlichen Sammlungskontexten behandelt. Mit den hier vorliegenden Beiträgen wird so ein neuer Blick auf eine bisher weithin verborgene Seite des frühen Protestantismus eröffnet, in dem es seit der Mitte des 16. Jahrhunderts allen konfessionellen Vorbehalten zum Trotz ein reges Interesse daran gab, das Heilige Land kennenzulernen oder gar zu besuchen.
Beiträge zum Umfeld der Familie Holtzwirth in der Stadt Halle, zu seinem Prager Reisegefährten Ulrich Prefát und zur Provenienz und Überlieferung der im Schlossmuseum Sondershausen verwahrten Handschrift ergänzen das Themenfeld. Der Band bietet damit neue Einsichten nicht nur für jene, die sich für das Thema Reisen, Pilger und Kulturkontakte in der frühen Neuzeit interessieren, sondern auch für alle, die sich mit der Stadtgeschichte Halles und der Kultur des frühneuzeitlichen Protestantismus beschäftigen.
Vier machen Blau. Feininger - Kandinsky - Jawlensky ? Klee. Hrsg.: Philipsen, Christian; Rösch, Adina Christine. 2026. 144. S. 118 fb. Abb. 27 x 23 cm. EUR 29,00. CHF 33,40 ISBN: 978-3-7319-1589-8 Michael Imhof
VIER MACHEN BLAU | Feininger · Jawlensky · Kandinsky · Klee, eine Ausstellung des Museums Lyonel Feininger, rückt eine Künstlergemeinschaft ins Licht, deren Suche nach einer eigenen Bildsprache die Moderne unver¬wechselbar geprägt hat. Kandinsky mit seinen farbigen Klangräumen, Klee mit seinen leisen, poetischen Linien, Feininger mit seinen kristallinen Stadtvisionen und Jawlensky mit jenen meditativ glühenden Köpfen, die das Innere eines Menschen sichtbar machen – ihre Werke treten hier in ein Gespräch, das persönliche Temperamente ebenso zeigt wie gemeinsame geistige Horizonte. Im Mittelpunkt steht Galka E. Scheyer, deren unerschütterliche Leidenschaft die vier verband, die ihre Ausstellungen organisierte, Netzwerke knüpfte und die Blaue Vier überhaupt erst zu einer internationalen Stimme machte. Ihre Energie zeigt, wie Kunst zu einem beweglichen Gefüge aus Vertrauen, Ideen und gegenseitiger Inspiration wird.
Der Drache aus dem Wassertropfen. Bleile, Ralf. 2026. 5 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1612-3 Michael Imhof
„Da es nichts anderes zu hören gab, hörte er auf sein Herz.“ Vom eisigen Drachenberg aus verfolgt ein kleiner Drache das zerstörerische Treiben seiner Eltern. Als Einsamkeit und Finsternis ihn bedrohen, bricht er auf ins grüne Tal. Gemeinsam mit Freunden, die er dort findet, und angetrieben von seiner außergewöhnlichen Kraft verwandelt er Hass und Angst in Freundschaft und Vertrauen. Fast klingt es wie ein Traum, doch manchmal geschehen Wunder.
For your eyes only. Miniaturen der Romantik. Hrsg.: Zorn, Sabine; Pappe, Bernd. 2026. 2 sw, Abb., 186 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 29,90. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1562-1 Michael Imhof
Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle vom 6. Februar bis 7. Juni 2026
FOR YOUR EYES ONLY. Miniaturen der Romantik widmet sich erstmals umfassend der Hamburger Miniaturmalerei von ihrer Blüte um 1800 bis in die 1840er Jahre. Die nur wenige Zentimeter großen Bildnisse, in Aquarell und Gouache auf feinem Elfenbein ausgeführt, waren für ein einziges weiteres Paar Augen bestimmt. Vor der Erfindung der Fotografie boten sie die einzige Möglichkeit, das Abbild eines nahestehenden Menschen bei sich zutragen – oft direkt am Herzen. Die Popularität dieser Gattung in Hamburg gründet im wirtschaftlichen Aufschwung der Zeit, im wachsenden Kunstinteresse des Bürgertums und in einer lebendigen Porträtkultur. International bekannte Miniaturisten wie Domenico Bossi oder Pierre-Louis Bouvier lebten und arbeiteten einige Zeit in der Hansestadt, die selbst herausragende Künstlerinnen und Künstler wie unter anderem Heinrich Jacob Aldenrath, Friedrich Carl Gröger sowie Ferdinand und Caroline Stelzner hervorbrachte. Das Buch erscheint anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle.
Fremde in der Reichsstadt. 12. Tagung des Mühlhäuser Arbeitskreises für Reichsstadtgeschichte Mühlhausen 3. bis 5. März 2025. Hrsg.: Hübner, Klara; Hrsg.: Speich, Heinrich; Hrsg.: Mühlhäuser Arbeitskreis für Reichsstadtgeschichte. Studien zur Reichstadtgeschichte (13). 2026. 72 fb. Abb., 3 sw, Abb., . 24 x 17 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1607-9 Michael Imhof
Die Beschäftigung mit dem Fremden ist eine Frage der eigenen Identität. In den Reichsstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit wurden Fremdheit und Identität situativ und gruppenbezogen zugeschrieben.
Im vorliegenden 13. Band der Studien zur Reichsstadtgeschichte werden Fallbeispiele zum Umgang mit Fremdem und Fremden vorgestellt, welche ein differenziertes Bild von Zuschreibungen, Selbst- und Außenwahrnehmungen und ihren spezifischen (reichs-)städtischen Bedingungen zeigen. Überblick, Beispiele und Paradigmen von Fremdheit werden methodisch breit gefasst, um Abweichungen zu anderen Städten fassen zu können.
Die Stadt Münster: Ausgrabungen an der Königsstraße. Austermann, Mathias; Holtfester, Ulrich; Jakobi, Holger; Kalis, Arie J.; Meurers-Balke, Jutta; Nolde, Nadine; Pohlmann, Alfred; Zerl, Tanja. Hrsg.: LWL-Denkmalpflege; Hrsg.: Landschafts- und Baukultur in Westfalen; Hrsg.: LWL-Archäologie für Westfalen. Denkmalpflege und Forschung in Westfalen (55). 2026. 173 fb. Abb., 34 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,95. CHF 68,90 ISBN: 978-3-7319-1596-6 Michael Imhof
Die aus zahlreichen Städten bekannten Königsstraßen hatten in karolingischer Zeit als überregionale Heerstraßen vor allem militärische Bedeutung und dienten in Westfalen als fränkische Anmarschwege während der Sachsenkriege. Im Mittelalter standen sie unter obrigkeitlicher Aufsicht, im Hochmittelalter unter dem Schutz der deutschen Könige.
Dank umfangreicher Untersuchungen der Stadtarchäologie Münster in den Jahren 2005 bis 2007 konnte die wechselvolle Geschichte der Königsstraße 48 bis 58 in Münster bis in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Aus dieser Zeit stammt mit einem Kastenbrunnen der älteste sicher datierbare Befund der Ausgrabungen mit einer dendrochronologischen Datierung »um 1085«.
Die Untersuchungen an der Königsstraße sind ein beinahe mustergültiges Beispiel dafür, welchen Erkenntnisgewinn eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bringen kann. Die Ergebnisse aus Archäologie, Archäozoologie und Archäobotanik lassen den Wandel auf den innerstädtischen Parzellen von noch landwirtschaftlich geprägten Anwesen bis zur städtischen Bebauung in der Neuzeit nachvollziehen.
Burg, Schloss, Fränkische Krone. 800 Jahre Veste Coburg / Coburger Landesstiftung (Hg.) / 23 x 28 cm, 488 S. 334 fb. u. 39 SW-Abb. Geb. EUR 45,00 ISBN: 978-3-7319-1551-5 Michael Imhof
Burg, Schloss, Fränkische Krone: 800 Jahre Veste Coburg. Jahrbuch der Coburger Landesstiftung 2024, Band 68.
Als groß dimensionierte Burg und Residenz der Grafen von Henneberg, als kursächsisches Bergschloss und Luther-Veste, als ernestinische Landesfestung im Dreißigjährigen Krieg und als spektakuläres Bauobjekt der Burgenrenaissance zählt die Veste Coburg zu den bedeutenden deutschen Baudenkmalen. Urkunden erwähnen den Namen Koburk seit dem 11. Jahrhundert, doch eine steinerne Burg auf dem Coburger Festungsberg wird erst 1225 erwähnt. In diese Zeit fallen auch die – kürzlich identifizierten – baulichen Anfänge der heutigen Anlage. Das 800jährige Jubiläum bot Anlass zu neuen Forschungen, die im vorliegenden Band präsentiert werden. Die Beiträge führen von der Besiedelung des Festungsbergs in der Vor- und Frühgeschichte bis zu den jüngeren denkmalpflege­rischen Maßnahmen. Die bauliche Entwicklung der Anlage und die jeweiligen Beweggründe der Bauherren und Architekten werden hier teils erheblich präziser als bislang, teils grundlegend neu dargestellt.
Focus 1600. Tagungsband der Aschaffenburger Symposien 2021 und 2023 zur Architektur und Bildenden Kunst des Manierismus. Hrsg.: Schauerte, Thomas; Müller, Matthias. 2025. 256 S. 168 fb. Abb., 4 Abb. 28 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1575-1 Michael Imhof
Manierismus – so bezeichnet die Kulturgeschichte die Epoche zwischen Renaissance und Barock von etwa 1520 bis 1650, und es gibt kaum einen Lebensbereich, den er mit seiner Vermischung aller Stile, seiner Ambivalenz und Rätselhaftigkeit nicht erfasst hätte. Dazu liegt nun ein Aufsatzband mit 18 Texten und einer Einführung vor, der so vielfältig und international ist, wie die Epoche, von der er handelt. Er fasst die Vorträge der beiden Symposien unter dem Titel „Focus 1600“ zusammen, die 2021 und 2023 im Schloss Johannisburg in Aschaffenburg stattgefunden haben. Dieser Tagungsort ist kein Zufall, denn der gewaltige Komplex gilt als eines der architektonischen Hauptwerke der Epoche – und steht zugleich in scharfem stilistischen Kontrast zur gleichzeitigen Jesuitenkirche gegenüber. Tagungen und Tagungsband entstanden in Kooperation mit den Kunsthistorischen Instituten der Universitäten Bonn und Mainz. Die Reihe wird fortgesetzt.
Ein Lustgarten voller Bücher. Die Alvenslebensche Bibliothek auf Schloss Hundisburg. Hrsg.: KULTUR-Landschaft Haldensleben Hundisburg e.V. 2025. 304 S. 13 Abb.233 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1536-2 Michael Imhof
Nach mehr als 60 Jahren Auslagerung ist die Alvenslebensche ¬Bibliothek 2012 in ihre Ursprungsregion in der Mitte Deutschlands zurückgekehrt. Begründet durch Joachim I. von Alvensleben (1514–1588) gehört sie zu den bedeutenden Renaissance-Bibliotheken des Landes. Sie bewahrt noch heute über 13.000 Titel, die meisten davon aus der Reformationszeit. Die Geschichte der Bibliothek, ihre verschiedenen Aufbewahrungsorte und ihre Be¬stände werden hier erstmals im Zusammenhang vorgestellt.
Bauernhäuser vom Main zur Donau. Bilderreise in eine verschwundene Welt von Konrad Bedal. Schriften und Kataloge des Fränkischen Freilandmuseums (104). Bedal, Konrad. Hrsg.: May, Herbert. 2025. 328 S. 434 fb. Abb., 11 sw. Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1594-2 Michael Imhof
Dieses Buch ist als eine fiktive Bilderreise durch die Dörfer Bayerns nördlich der Donau, von Aschaffenburg bis Passau, im Zeitraum von 1950 bis 2000 gedacht – eine Zusammenstellung schöner und ausdrucksvoller Farbfotografien von historischen Gebäuden, die man landläufig als „Bauernhäuser‘‘ versteht, ungeachtet aller Ungenauigkeit dieser Bezeichnung.
Der konkrete Auslöser dafür war die Bereitstellung von rund 3.600 Farbdias im Mittelformat 6 x 6 cm für das staatliche Internetportal „bavarikon“. Sie sind alle im Zeitraum zwischen 1970 und 2000 entstanden, also im vordigitalen Zeitalter der Fotografie. Ergänzend wurden eigene Kleinbild-Farbdias der Zeit vor 1970 sowie vom Vater das Autors, Karl Bedal (1914–1999) aus der Zeit zwischen 1954 und 1960 einbezogen. Die allermeisten Fotos betreffen inzwischen verschwundene, abgebrochene Bauernhäuser und ihre Nebengebäude, die eine ländlich-dörfliche Welt zeigen, die noch nicht völlig geprägt ist von motorisierter Mobilität und von glatt gebügelter, abgezirkelter Umgebung. Dass sich in den Fotos aus der Zeit vor der Jahrtausendwende aber keine heile Welt spiegelt, sondern eine im Umbruch oder sogar in Zerstörung, wird an den vielen heruntergekommenen, oft leer stehenden, verfallenden Häusern deutlich, die nur im Bild malerisch erscheinen.
Ländliches Bauen in Brandenburg. Forschungsgeschichte und Bauernhofaufmaße bis 1945. Hrsg.: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum; Drachenberg, Thomas; Sonstige Bearbeitung von Cante, Marcus; Freckmann, Klaus; von Sonnleitner, Andrea. 2025. 176 S. 73 sw. Abb., 126 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1585-0 Michael Imhof
Vorgestellt wird eine Sammlung von großenteils 1936 bis 1940 entstandenen Aufmaßzeichnungen brandenburgischer Bauernhäuser und Hofanlagen, die ohne erläuternde Angaben 1964 veröffentlicht wurden. Neben der Darstellung der Entstehungsumstände und einer Verortung der mittlerweile zum Teil zerstörten Gebäude wird den Hausgeschichten nachgegangen. Historische und aktuelle Fotoaufnahmen ergänzen die gezeichneten -Informationen. Die Untersuchungen sind eingebettet in einen Überblick zur Geschichte der ländlichen Hausforschung in Brandenburg bis zum Ende des Ersten Weltkriegs.
Die Klosterkirche Corvey. Bauuntersuchung und Baugeschichte des Westbaus. Krüger, Kristina; Barthold, Peter; Eissing, Thomas; Peter, Claus. 2025. 900 S. 29,5 x 23 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-1558-4 Michael Imhof
Mit dem dreibändigen Werk „Die Klosterkirche Corvey. Bauuntersuchung und Baugeschichte des Westbaus“ legen Kristina Krüger, Peter Barthold, Thomas Eißing und Claus Peter eine umfassende bauhistorische und denkmalpflegerische Untersuchung eines der bedeutendsten Baudenkmäler Europas vor. Der karolingische Westbau der ehemaligen Reichsabtei Corvey an der Weser zählt seit 2014 zum UNESCO-Welterbe und gilt als einzigartiges Zeugnis frühmittelalterlicher Architektur und Herrschaftsrepräsentation.
Die Publikation fasst die Ergebnisse jahrelanger Forschungen und Bauuntersuchungen zusammen, die im Rahmen von Projekten der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen sowie der LWL-Archäologie für Westfalen durchgeführt wurden. Die Autorinnen und Autoren beleuchten die Entstehung, Entwicklung und Restaurierungsgeschichte des Westwerks und ordnen die Befunde in den Kontext der europäischen Architekturgeschichte ein. Auf über 900 Seiten mit 1.064 Abbildungen – verteilt auf zwei reich bebilderte Textbände und einen separaten Band mit Planbeilagen – eröffnet sich ein neues Verständnis für die Baugestalt, Funktion und Bedeutung des Corveyer Westbaus. Die Kombination aus archäologischer Forschung, Bauforschung, kunsthistorischer Analyse und denkmalpflegerischer Dokumentation macht das Werk zu einem grundlegenden Referenzwerk für die Mittelalterarchitektur und die Erforschung karolingischer Kultur. Das aufwendig gestaltete Werk erscheint als Band 43.1.2 der renommierten Reihe „Denkmalpflege und Forschung in Westfalen“.
Bis zum 31. Januar 2026 ist das Werk zum Einführungspreis von 99,00 € erhältlich (danach 128,00 €).
Kurt Peter Pankok. Mythen · Träume · Fantasien. Sernetz, Friedrich. 2025. 144 S. 129 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 22,00. CHF 25,30 ISBN: 978-3-7319-1576-8 Michael Imhof
Kurt Peter Pankok (1933–2016) schuf in über 50 Jahren durch die Verwendung jeglicher Art von Textilien, seien es Stoffreste, aufgetrennte Kleider oder Mäntel, ungewöhnliche Kunstwerke. Pankok war Werbeleiter einer Fabrik für elektrische Haushaltsartikel. Berufsbedingt interessierten ihn daher die elektronischen Bauteile oder Kabel, die er bei vielen Arbeiten in das jeweilige Bild integrierte. Zudem stellte er die Schönheit des nackten weiblichen Körpers in unendlich vielen Variationen mit den verschiedensten Techniken dar. Vorliegendes Buch ist die erste Übersicht zum Werk des Künstlers.
Tanz wird Kunst: 1892?1933. Teil 2: Höhepunkte. Tanze Dein Leben / Tanze Dich selbst. Hrsg.: Gutbrod, Helga. Deutsch. 2025. 160 S. 26 sw. Abb., 165 fb. Abb. 26 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1465-5 Michael Imhof
Um 1900 befreite der neue künstlerische Tanz den Körper nicht nur vom Korsett und jeglicher gesellschaftlichen Konvention. Er suchte vor allem kreative Antworten auf die stark veränderte Lebenswirklichkeit der Moderne und wurde subjektiv, emotional und frei. Insbesondere erhob er den Anspruch, eine eigenständige Kunstgattung zu sein: Tanz wurde Kunst. Mit dem Leitspruch von Mary Wigman „Tanze Dein Leben – Tanze Dich selbst“ rücken nach den Anfängen des künstlerischen Tanzes nun die Höhepunkte und damit die 1920er-Jahre in den Blick. Tanz beschäftigte sich mit grundlegenden menschlichen Schicksalsfragen, war sozialkritisch, politisch oder religiös-spirituell. Der Solotanz wurde zusehends durch Gruppeninszenierungen abgelöst. Das neue Körpergefühl und die Idee vom „neuen Menschen“ spiegeln sich in Fotografie, Film, Grafik, Malerei sowie Bildhauerei durch eine radikal moderne Formensprache. Zwischen Tanz und bildender Kunst eröffneten sich nicht nur Synergien, sondern ein intensiver, sich gegenseitig befruchtender Dialog.
Stadt Xanten, Band 2 | St. Viktor, Baugeschichte und Stiftsbauten. Die Bau- und Kunstdenkmäler von Nordrhein-Westfalen. Schiffler, Rainer; Hoffmann, Godehard. Hrsg.: LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland; Pufke, Andrea. 2025. 480 S. 108 sw. Abb., 338 fb. Abb. 25,5 x 21 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-1529-4 Michael Imhof
Seit dem Mittelalter prägt der St. Viktor-Dom die Silhouette der Stadt Xanten schon von Weitem. Die zwei romanischen Türme mit ihren gotischen Helmen zählen zu den eindrucksvollsten Westbauten der rheinischen Spätromanik, der auch die herausragende Kirchenlandschaft in Köln und der Limburger Dom zuzuordnen sind. Des Weiteren gibt es spezielle baugeschichtliche Verbindungen zu Kirchen in Lüttich und Maastricht. Nicht minder beeindruckend ist das gotische Langhaus mit seinem basilikal überhöhten Mittelschiff, dessen reich verziertes Südportal die vom Markt kommenden Besucher empfängt. Der fünfschiffige Bau nahm seinen Anfang 1263 mit einem feingliedrigen Staffelchor – mithin nur 15 Jahre nach der Grundsteinlegung zum Kölner Dom. Kölnischer Einfluss auf die Architektur von St. Viktor ist ebenso spürbar wie solcher von der Trierer Liebfrauenkirche. Aber auch vom Oberrhein und aus den Niederlanden wurden von den großenteils namentlich bekannten Baumeister neueste Bauformen aufgenommen. Nach den wegweisenden Publikationen von Stephan Beissel und Walter Bader wird hier nun eine vollständig überarbeitete Baugeschichte von St. Viktor vorgelegt, die auf den in Xanten reichhaltig überlieferten Archivalien basiert. Dazu gehört die Darstellung der Vorgängerbauten, die auf römische Grabbauten zurückgingen. Hiermit wird die gut erforschte Geschichte des Xantener Kanonikerstiftes um die Baugeschichte der Stiftskirche ergänzt.
Der auf der Nordseite des Domes gelegene Kreuzgang ist von den Stiftsbauten umgeben: Kapitelsaal, Stiftsschule, Kellnerei und Stiftsbibliothek. Deren Baugeschichte wird ebenso erläutert wie die Ausstattung, zu der zahlreiche Epitaphien an den Wänden des Kreuzganges gehören. Ebenso wird die Ausstattung des spätromanischen Westbaus bis hin zu den Glocken mit zahlreichen neuen Abbildungen dargestellt.
Die reiche Ausstattung von Langhaus und Chor, zu der mehrere bedeutende Flügelaltäre gehören, wird in dem nachfolgenden Band 3 dieser fundamentalen Inventarreihe eigens gewürdigt.
Schriftenreihe der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte, Band 5. Schriftenreihe der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte (5). Hrsg.: Holzer, Stefan M.; Rauhut, Christoph; Bastgen, Michael; Sieder, Mike; Kuban, Sabine; Gesellschaft für Bautechnikgeschichte. Positionen und Perspektiven. 2025. 320 S. 24 x 16,5 cm. EUR 39,80. CHF 45,80 ISBN: 978-3-7319-1546-1 Michael Imhof
Die Sechste Jahrestagung der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte fiel mit dem 10-jährigen Jubiläum der Gründung der Gesellschaft 2013 in Berlin zusammen.
Zur Würdigung dieses Ereignisses erfolgte eine Reihe von Positionsbestimmungen zur Bautechnikgeschichte durch unterschiedlichste Referentinnen und Referenten aus der Gesellschaft und deren Umfeld. Der Band versammelt die Vorträge der Sechsten Jahrestagung der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte wie auch Berichte zu laufenden Projekten und Forschungsvorhaben.
Nikolaj Petrovi - Bogdanoff-Belsky. (1868-1945). Raab, Dagmar. 2025. 160 S. 29,7 x 21 cm. EUR 69,00. CHF 79,40 ISBN: 978-3-7319-1545-4 Michael Imhof
Das Buch ist die erste wichtige Publikation in deutscher Sprache zu dem bedeutenden russisch-lettischen Maler. Nikolaj P. Bogdanoff-Belsky stieg im zaristischen Russland aus ärmsten Verhältnissen zu einem hochgeachteten Porträtisten und Genremaler auf, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts begann, impressionistische Elemente in seine Arbeiten zu integrieren. Nach der Oktoberrevolution emigrierte er nach Lettland und gewann auch dort schnell große Anerkennung.
Das vorliegende Buch gibt einen Einblick in Leben und Werk Bogdanoff-Belskys, zeigt seine künstlerische Entwicklung und Vielseitigkeit als Porträtist und impressionistischer Landschaftsmaler. Über allem aber stehen seine Kinderporträts und die gemalten Erzählungen über die fantasievolle Welt der Kinder.
 
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