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Kulturelle Transfers zwischen Großbritannien und dem Kontinent, 1680–1938. Schriftenreihe des Erlanger Instituts für Kunstgeschichte (6); Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (171). Strunck, Christina. 2019. 160 S. 74 fb. Abb., 12 Abb. 28 x 22 cm. Dtsch.; Engl. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0882-1 Michael Imhof
Gerade vor dem Hintergrund der Brexit-Debatten besitzt die Frage nach den historischen Verbindungen zwischen britischen und kontinentaleuropäischen Traditionen besondere Aktualität. Dieser Band versammelt Studien, die den künstlerischen Austauschbeziehungen zwischen „Insel“ und „Kontinent“ über einen Zeitraum von rund 300 Jahren nachspüren und damit die Kontinuität der wechselseitigen Faszination aufzeigen. Die Ausstattung von Windsor Castle durch den aus Italien stammenden Hofmaler Antonio Verrio (ab 1680) und die vom italienischen Barock inspirierten Planungen für ein Frauencollege in Cambridge (1958–1968) bilden die chronologischen Eckpunkte, zwischen denen personelle und ideelle Transfers am Beispiel von Werken der Malerei, Skulptur, Architektur und Gartenkunst behandelt werden. Die Rekonstruktion lebhafter transnationaler Forschungsdebatten lässt zudem die Auswirkungen des länderübergreifenden Dialogs auf die Geschichte der Kunstgeschichte anschaulich werden.
Wege in die Moderne zwischen den beiden Weltkriegen. Katalog einer Ausstellung im Winckelmann-Museum vom 7. Dezember 2019 bis 21. Dezember 2020. Hrsg.: Winckelmann-Gesellschaft. 2019. 96 S. 118 fb. Abb. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0959-0 Michael Imhof
Das Bauhaus-Jubiläum 2019 neigt sich dem Ende zu, und ganz zum Schluss nimmt das Winckelmann-Museum den Faden auf, um weitere Perspektiven aufzuschnüren, die in der Zeit zwischen 1919 und 1933 in Deutschland den Weg in die Moderne wiesen. Das Bauhaus war gewiss das erfolgreichste Laboratorium der Moderne, aber es war nicht das einzige. Hierfür stehen exemplarisch drei Persönlichkeiten: Erwin Hahs (1887-1970), Walter Wilhelm (1898-1970) und Hermann Klumpp (1902-1987), der als Bauhausschüler den als „entartet" verfemten Kunstbestand seines Freundes Lyonel Feininger bewahrte und die 1986 in Quedlinburg eröffnete Lyonel-Feininger-Galerie initiierte.
Außerdem gibt es überraschende Bezüge zu Stendal: Zum einen arbeitete Erwin Hahs, als „entarteter" Künstler diffamiert, von 1942 bis 1945 als Kunstlehrer am Winckelmann-Gymnasium in Stendal. Noch in den letzten Kriegsmonaten entstand hier sein Hauptwerk, das „Große Requiem". Zum zweiten wurden in Stendal seit Ende der 1920er Jahre Stahlrohrmöbel für Bauhaus-Designer wie Marcel Breuer produziert. Präsentiert werden Möbel aus der heutigen „Bauhaus-Collection" der Firma „L. & C. STENDAL". Sie stehen für den einschlägigen Erfolg, den das Bauhaus mit seinem modernen Design bis heute hat.
Coming and Going. Galerie der Stadt Lüdenscheid 8. November 2019 bis 29. März 2020. Hrsg.: Conzen, Susanne; Trox, Eckhard. Paul Wieghardt. 2019. 160 S. 14 Abb., 113 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0885-2 Michael Imhof
Einer der vielversprechendsten Nachlässe, die der Städtischen Galerie Lüdenscheid in den letzten Jahren übereignet wurden, sind die malerischen und zeichnerischen Arbeiten Paul Wieghardts. Sein Lebensmittelpunkt, das Zentrum seiner Tätigkeit lag mit Beginn des Zweiten Weltkrieges in den USA, genauer in Chicago, als Künstler und Lehrer an der School of the Art Institute of Chicago (SAIC) und am Illinois Institute of Technology (IIT). Dort verstarb der 1897 in Lüdenscheid geborene Künstler 1969. Die Stationen seiner Ausbildung, seine wichtigsten Aufenthaltsorte und deren jeweilige einflussreiche künstlerische Szene sind für ihn Inspiration und Ansporn zu einer stringenten künstlerischen Entwicklung, welche sein umfangreiches Werk widerspiegelt. Es ist der komplexe Schritt aus der figürlichen Determination der Malerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts hin zur vergeistigten Farb-Raum-Vision in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Brueghel. Ein Meisterwerk restauriert. Hrsg.: Herzog Anton Ulrich-Museum, Kunstmuseum des Landes Niedersachsen; Beitr.: Gatenbröcker, Silke;Kaul, Hildegard; Müller, Jürgen; Pilz, Marcus; Überarbeitet von Babin, Sarah. 2019. 128 S. 82 fb. Abb.,. 24 x 17 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0903-3 Michael Imhof
Katalog zur Ausstellung im Herzog Anton Ulrich-Museum Braunschweig Kunstmuseum des Landes Niedersachsen 07.11.2019 bis 17.05.2020
Fast 200 Jahre lang schlummerte im Depot des Herzog Anton Ulrich-Museums ein kleiner Schatz: ein Gemälde von Pieter Brueghel d. J. (1564/65–1637/38). Allerdings war das Gemälde schwer beschädigt. Zahlreiche Fehlstellen, eine starke Vergilbung und andere Schäden führten dazu, dass das Werk nie ausgestellt werden konnte.
Erst im Jahr 2017 konnte dank der Förderung der Ernst von Siemens Kunststiftung endlich mit der umfangreichen Restaurierung begonnen werden. Nach mehr als 2 Jahren intensiver Arbeit wird das Museum nun erstmals den „neuen Brueghel“ der (Kunst-)Welt präsentieren. Anlass genug, das wiedergewonnene Werk aus der prominenten flämischen Künstler-Dynastie Brueg(h)el und die aufwändige Restaurierung mit einer Sonderausstellung zu feiern!
Neben der Dokumentation der Restaurierung bietet der Band eine kunsthistorische Einführung in das komplexe Gemälde und sucht eine Brücke zu schlagen zwischen dem Werk des berühmten Vaters und dem des Sohnes.
VDR Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut Heft 2/2019. Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut (Heft 2/2019). Hrsg.: Verband der Restauratoren (VDR) e. V. 2019. 128 S. 156 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 34,90. CHF 40,10 ISBN: 978-3-7319-0920-0 Michael Imhof
Die Fachzeitschrift des Verbandes der Restauratoren (VDR), die „Beiträge zur Erhaltung von Kunst- und Kulturgut“, repräsentiert die Vielfalt der Restaurierungsfachgebiete und berücksichtigt darüber hinaus restaurierungsgeschichtliche und kunsthistorische Fragestellungen. Die von Restauratoren der verschiedensten Fachrichtungen verfassten Beiträge wenden sich an Fachleute aus der Restaurierung und den benachbarten Disziplinen, aber auch an interessierte Kenner.
Inhalt: Abnahme von Wandmalerei, Elfenbein, Textilforschung, Sammlungsumzug, Ethnologische Objekte
freiburg.archäologie. Hrsg.: Jenisch, Bertram; Kalchthaler, Peter; Oelze, Hans. 2019. 248 S. 249 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0897-5 Michael Imhof
Der Katalog vereint die Inhalte der in drei Freiburger Museen stattfindenden Ausstellungen zum Thema „Archäologie“:
Das Augustinermuseum widmet sich unter der Überschrift „900 Jahre Leben in der Stadt“ den Ergebnissen der Stadtarchäologie von der Stadtgründung 1091 bis in die Neuzeit.
Das Museum für Stadtgeschichte präsentiert unter dem Motto „200 Jahre Forschen in der Stadt“ die Forschungsgeschichte Freiburgs, deren prägenden Forscherpersönlichkeiten und stellt die Arbeitsmethoden von Archäologie und Bauforschung dar.
Schließlich zeigt das Archäologische Museum Colombischlössle mit dem Ausstellungsteil „Leben vor der Stadt“, die Geschichte vor der Stadtgründung sowie die intensive Verflechtung Freiburgs mit seinem Umland vor den Toren der Stadt.
Entwurf und Planung spätgotischer Gewölbe und ihrer Einzelteile. Steinerne Ranken, wunderbare Maschinen. Alonso, Maria Aranda; Kobe, Alexander; Sierra, Maria José Ventas. Hrsg.: Wendland, David. 2019. 288 S. 48 Abb., sw, 398 fb. Abb. 31 x 24 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0608-7 Michael Imhof
Im Laufe des 15. und 16. Jahrhunderts hat die Herausforderung, steinerne Deckenkonstruktionen zu entwickeln, zu immer komplexeren Lösungen geführt. Hinsichtlich ihrer Struktur und ihres Entwurfs äußerst anspruchsvoll, zählen diese ambitionierten, oft gewagten Konstruktionen zu den großen Meisterwerken der Architektur.
Ausgehend von der Analyse der gebauten Objekte wird mit den Mitteln von „Reverse Engineering“ und praktischen Experimenten, sowie anhand der Interpretation von Traktaten und zeitgenössischen Architekturzeichnungen untersucht, wie spätgotische Gewölbe entworfen und geplant wurden, wie der Informationsfluss vom Entwurf zum Bau bewerkstelligt wurde, und welche geometrischen Konzepte und Vorstellungen von der Mechanik zugrunde gelegen haben. Dies eröffnet Einblicke in Organisation und Kommunikationsprozesse auf den Baustellen, in die Wissenskultur und Wissensvermittlung, und in die Gestaltung der Architektur im späten Mittelalter und der Frühen Neuzeit.
Das Buch stellt ein neues, vollständiges Bild der Planung spätgotischer Gewölbe vom Gesamtkonzept bis zum Anreißen und Fertigen der einzelnen Bauteile zur Diskussion.
Über die Arbeit in einem europäischen Forschungsprojekt berichten David Wendland, María José Ventas Sierra, Alexander Kobe und María Aranda Alonso.
Götter und Helden. Mythologische Malerei im Barock und von Michael Ramsauer. Heinze, Anna. Hrsg.: Niedersächsisches Landesmuseum Oldenburg. 2019. 160 S. 111 fb. Abb. 27 x 22 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0899-9 Michael Imhof
Liebe, Leid, Verrat, Macht – die Mythen und Historien der Antike erzählen von menschlichen Grundthemen und werden seit Jahrhunderten immer wieder aufs Neue von der Malerei aufgegriffen. In der Zeit des Barock fanden die Maler eine neue Bildsprache für die antiken Themen, die darauf abzielte, in ihrem Pathos, ihrem Illusionismus und ihrem effektvollen Spiel mit Licht, Schatten und Bewegung unmittelbar Emotionen bei den Betrachtenden auszulösen. Auf die affektive Wirkung beim Publikum zielen auch die Gemälde des zeitgenössischen Künstlers Michael Ramsauer, der die antiken Geschichten immer wieder zum zentralen Thema seiner Gemälde macht. Im Aufeinandertreffen von Barock und zeitgenössischer Kunst werden die jeweiligen künstlerischen Strategien ebenso deutlich wie das kreative Potenzial der Mythen, die die Künstler seit jeher zu neuen Bildschöpfungen inspirieren.
Schützen, Pflegen und Erhalten. Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (55). Hrsg.: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, Landeskonservator Prof. Dr. Thomas Drachenberg. Entwicklungen in der präventiven Konservierung. 2019. 120 S. 104 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-0900-2 Michael Imhof
Beiträge des 13. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 15. November 2019 in der James-Simon-Galerie, Staatliche Museen zu Berlin
Mit Beiträgen von Lutz Baumann, Stefan Becker, Thomas Drachenberg,
Wulf Eckermann, Ellen Egel, Manfred Eisbein, Daniel Fitzenreiter, Peter Giere et al., Undine Köhler, Simon Kunz, Bill Landsberger, Thomas Löther, Martin Mach, Christiane Pfitzner, Stefan Röhrs, Sandra Schorbach, Andreas Schulze, Stefan Simon et al.
Vom Rhein nach Italien. Auf den Spuren der Grand Tour im 19. Jahrhundert. von der Bank, Matthias; Fanton, Giulia; Haberland, Irene; Lange, Sigrid; Laute, Sandra; Perse, Marcell. Hrsg.: Lange, Sigrid; von der Bank, Matthias. 2019. 128 S. 113 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-0934-7 Michael Imhof
Rom war über Jahrhunderte hinweg Traum und Ziel unzähliger Reisender. Mit der zunehmenden Technisierung des Reisens im 19. Jahrhundert konnten immer mehr Menschen sich diesen Traum verwirklichen. Sie folgten den Spuren der Grand Tour, die seit dem späten 16. Jahrhundert Adelige unternommen hatten, um Länder und Sprachen, aber auch Kunst und Kultur kennenzulernen. Das antike Rom wurde ebenso besucht wie Museen und Kirchen; man erholte sich in der Campagna. Die faszinierende Landschaft und das südliche Licht lockten zahlreiche Künstler aus dem Rheinland nach Italien und inspirierten sie zu neuen Bildern. Sie prägten ein Italienbild, das bis heute nachwirkt und eine Sehnsuchtslandschaft jenseits politischer Realitäten zeigt.
Der Wetzlarer Dom / The Wetzlar Cathedral. Sichtbares und Verborgenes / Visible and Hidden. Wegmann, JĂĽrgen. Fotos von Agel, Michael. Engl.; Dtsch. 2019. 248 S. 177 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0894-4 Michael Imhof
Der Wetzlarer Dom begrüßt mit seinen beiden romanischen und gotischen Kirchtürmen schon von weitem die Besucher der Stadt. Über 1100 Jahre lang lässt sich die Geschichte dieses Gotteshauses zurückverfolgen. Prägend dabei ist seine rund 5 Jahrhunderte andauernde Geschichte als eine der ältesten Simultankirchen Deutschlands. Sichtbares, aber auch verborgene Ecken werden in dem Bildband durch den Sucher einer Leica-Camera betrachtet. Die kurze Abhandlung über die Geschichte in deutscher und in englischer Sprache trägt dem immer größeren Besucherstrom Rechnung.
Max Beckmann – Gute Freunde. Die Sammlung Classen. Hrsg.: Faber, Verena; Städtischen Museen Freiburg, Museum für Neue Kunst. 2019. 152 S. 133 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 24,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-7319-0859-3 Michael Imhof
Als Maler wie als Grafiker zählt Max Beckmann (1884–1950) zu den großen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Beckmanns produktivste druckgrafische Phase setzt 1915 in Frankfurt am Main ein, wo er nach einem Nervenzusammenbruch im Kriegsdienst einen persönlichen wie künstlerischen Neuanfang sucht. Die Druckgrafik wird ihm in dieser Phase zu einem „sehr guten Freund“, wie er seinem Verleger Reinhard Piper schreibt.
Neben Buchillustrationen entstehen Grafiken und Mappenwerke zur Themenwelt von Stadt- und Nachtleben, Varieté und Jahrmarkt. Seine Faszination für die Großstadt und ihre sozialen Realitäten macht den Künstler zum Zeitzeugen einer divergenten Epoche zwischen Kriegskatastrophe und Glanz der Zwanziger Jahre. Die Grafik der frühen Frankfurter Jahre bildet den Schwerpunkt des Beckmann-Konvoluts des Sammlerehepaars Dr. Wolfgang und Christa Classen. In den figurenstarken, erzählerischen Blättern der Sammlung Classen erfasst Beckmann Zeitgeschehen und Gesellschaftsleben und zeigt sich als subtiler Porträtist seines persönlichen Umfelds, von Künstler- und Literatenfreunden sowie wichtigen Förderern seiner Druckgrafik. Katalog und Ausstellung spüren diesen Weggefährten, den „guten Freunden“ Beckmanns, nach. Werkbetrachtungen des Autors, Schauspielers und Beckmann-Liebhabers Hanns Zischler ergänzen den Band.
Georg Heck 1897–1982. Retrospektive. Hrsg.: Wartenberg, Susanne; Museum Giersch der Goethe-Universität. 2019. 256 S. 245 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0892-0 Michael Imhof
Der Frankfurter Georg Heck (1897–1982) gehört zu den vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Vor dem Hintergrund einer wechselvollen Biografie, die die Erlebnisse zweier Weltkriege und Gefangenschaften umfasste, entwickelte er ein Werk von großer Eigenständigkeit. Zunächst Schüler von Max Beckmann, dann als „entartet“ verfemt, gelangte Heck in seinem Nachkriegswerk zu einer beeindruckenden Gestaltungskraft zwischen Abstraktion und Figuration. Insbesondere im Medium des Holzschnittes schuf er kraftvolle Meisterwerke. Georg Heck war Mitglied der Darmstädter und der Frankfurter Sezession sowie des Frankfurter Kreises.
Der umfangreiche, reich bebilderte Ausstellungskatalog untersucht anhand von wissenschaftlichen Textbeiträgen Biografie und Werk des vergessenen Künstlers und stellt sein beeindruckendes Schaffen in seinen Bezügen vor.
RĂĽdiger Safranski / Christoph Brech / Barbara Klemm. Von Korrespondenzen und Zeitschichten. Hrsg.: Stiegemann, Christoph; Erzbistum Paderborn. 2019. 80 S. 17 Abb. 17 x 12 cm. Kt. EUR 11,50. CHF 11,90 ISBN: 978-3-7319-0936-1 Michael Imhof
In der Einzelausstellung MORE than ROME setzte sich der Foto- und Videokünstler Christoph Brech 2017/18 mit Objekten des Diözesanmuseums Paderborn auseinander. Rund 50 seiner Arbeiten trafen dabei mit ausgewählten Werken unterschiedlicher Gattungen der Sammlung (Skulpturen, Gemälde, Grafiken und Arbeiten der Goldschmiedekunst) zusammen. Die Ausstellung führte eine Zusammenarbeit fort, die sich bei der Vorbereitung und Durchführung der Sonderausstellung WUNDER ROMs im Blick des Nordens im Jahre 2017 intensiviert hatte und bot kunstvoll gestaltete Einblicke in einen spannungsreichen Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und jahrhundertealten Museumsbeständen.
Der Leda Code. Ein Meisterwerk voller Rätsel. Lange, Justus; Weißmann, Carina A. E. Hrsg.: Museumslandschaft Hessen Kassel. 2019. 128 S. 67 fb. Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 19,95. CHF 20,60 ISBN: 978-3-7319-0915-6 Michael Imhof
Anlässlich des 500. Todestages von Leonardo da Vinci, dem großen Künstler, Ingenieur und Wissenschaftler, widmet die Gemäldegalerie Alte Meister Kassel einem ihrer wichtigsten Werke eine Sonderausstellung: Leda mit ihren Kindern, von Leonardo entworfen und von seinem Schüler Giampietrino vollendet.
Als das Gemälde 1756 von Landgraf Wilhelm VIII. angekauft wurde, löste es in Kassel eine regelrechte Leonardo-Euphorie aus. Johann Wolfgang von Goethe brach vor dem Bild in Jubel aus, die Kurfürstin von Hessen-Kassel kopierte es begeistert und die Brüder Riepenhausen inspirierte es zu neuen Werken. Bis in Thomas Manns Lotte in Weimar hinterließ dieses Meisterwerk seine Spuren und wurde zugleich Objekt der Begierde der Mächtigen, von Napoleon bis Hermann Göring.
Die Ausstellung spĂĽrt diesem Werk nach, seinem Entstehen aus dem Geist Leonardos und der Geschichte seiner zahlreichen Besitzer ebenso wie seinen prominenten Verehrern.
Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth und die Erlanger Universität – Künste und Wissenschaft im Dialog. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (170); Schriftenreihe des Erlanger Instituts für Kunstgeschichte (7). Hrsg.: Strunck, Christina. Dtsch; Engl. 2019. 352 S. 158 fb. Abb.,. 28 x 22 cm. Kt. EUR 59,00. CHF 60,65 ISBN: 978-3-7319-0898-2 Michael Imhof
Wilhelmine von Bayreuth (1709–1758), auch bekannt als „Lieblingsschwester Friedrichs des Großen“, unterhielt ein weit gespanntes Netzwerk internationaler Kontakte und prägte das Markgraftum Brandenburg-Bayreuth durch ihre vielfältigen kulturellen Initiativen nachhaltig – nicht zuletzt als Mitbegründerin der Universität Erlangen. Der vorliegende Band untersucht den Austausch mit bildenden Künstlern, Musikern, Sammlern und Gelehrten sowohl am Bayreuther „Musenhof“ als auch auf der Italienreise des Markgrafenpaars in den Jahren 1754/55. Durch die inhaltliche Fokussierung auf die Universitätsgründung, die Kunstpatronage und die Bibliothek der Markgräfin sowie durch die Konzentration auf die internationale Vernetzung des Bayreuther Hofes unter besonderer Berücksichtigung der königlichen Geschwister Wilhelmines gewährt dieser Sammelband zahlreiche neue Einblicke in die von der Markgräfin initiierten kulturellen Transferprozesse.
Inside Rembrandt 1606-1669. Hrsg.: Sevcik, Anja K. 316 S. 316 fb. Abb. 29 x 24 cm. Kt. Imhof Verlag, Petersberg 2019. EUR 39,95. CHF 41,10 ISBN: 978-3-7319-0908-8 Michael Imhof
„Das Wunder unserer Zeit“ nannte Gabriel Bucelinus um 1664 den Ausnahmekünstler Rembrandt van Rijn. Inmitten der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte der Niederlande im 17. Jahrhundert entwickelte er mit Talent und Ehrgeiz eine neuartige Bildsprache – im Wettstreit mit den großen Meistern der Vergangenheit, im kreativen Austausch mit seinen Künstlerkollegen und mit enormer Strahlkraft, die bis heute anhält.
Die Ausstellung Inside Rembrandt 1606–1669 begibt sich anhand ausgewählter Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphiken von Rembrandt und seinem Umkreis auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Kunst. Was bewegte ihn, wie entwickelte er im Verlauf seiner Karriere Themen und Stil, wie wurde er zu einem Markenzeichen und warum zieht er die Menschen bis heute in seinen Bann?
In reich bebilderten Essays und Einträgen zu mehr als 100 Exponaten geht der Katalog diesen Fragen nach.
Im Mittelpunkt steht Rembrandts Gelehrter von 1634 aus der Prager Nationalgalerie. Darin gipfelt seine Ambition, die Darstellung des Menschen zum Historienbild zu adeln. Einem Bühnendrama vergleichbar, verlieh er seinen Menschenbildern tragische wie komödiantische Aspekte, monologische und dialogische Züge – unendlicher Stoff für großes Theater, Komödie und Tragödie. Vorhang auf!
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Caspar Scheuren. Die Druckgrafik. Vomm, Wolfgang. Hrsg.: LVR-LandesMuseum Bonn; Dr. Axe-Stiftung, Bonn. 2019. 296 S. 576 fb. Abb.,. 30 x 24 cm. Kt. EUR 49,95. CHF 51,40 ISBN: 978-3-7319-0791-6 Michael Imhof
Caspar Scheuren (Aachen 1810–1887 Düsseldorf) erhielt seine erste künstlerische Unterweisung von seinem Vater, dann 1829–1834 an der Düsseldorfer Akademie, wo ihn vor allem die Landschaftsmalerei von J. W. Schirmer und C. F. Lessing beeindruckte. Entstanden zunächst gefühlvoll-verträumte Landschaften, in denen sich unmittelbare Naturbeobachtung mit romantischer Tradition zu einem eigenen Stil verbanden, erfreuten sich insbesondere seine seit Ende der 1840er Jahre in großer Zahl entstehenden Druckgrafiken größter Beliebtheit. Wie kaum ein anderer Vertreter der Düsseldorfer Schule verstand es Scheuren, für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Gelegenheiten komplexe grafische Lösungen zu erfinden. Seine Fantasie war schier unerschöpflich. Sie brachte Buchillustrationen, Diplome, Urkunden, Werbedrucksachen und vor allem die in ihrer Zeit berühmten, als Farblithografien gedruckten Rhein-Alben hervor. In ihnen vereinigen sich Arabeske, Geschichte und Landschaft zu einer kunstvollen Einheit, die schließlich zu einem Synonym der Düsseldorfer Spätromantik wurde.
Die KĂĽnstlerfamilie Verflassen zwischen Barock und Biedermeier. Vom Beruf zur Berufung. von der Bank, Matthias; Schneider, Adolf T. 2019. 272 S. 49 Abb., 511 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0921-7 Michael Imhof
Mit Katalog und Ausstellung Vom Beruf zur Berufung – Die Künstlerfamilie Verflassen zwischen Barock und Biedermeier präsentiert das Mittelrhein-Museum Koblenz in Kooperation mit dem Heimatarchiv Schneider, Vallendar das umfassende und vielschichtige Werk einer Familie, die über mehrere Generationen im 18. und 19. Jahrhundert alle Gattungen von Malerei und Grafik mit ihrem Schaffen bereicherte. Zunächst im Taunus und am Mittelrhein beheimatet, erstreckte sich ihr Wirkungskreis später über München und Wien bis hin nach Rom.
Franz Erhard Walther. Leere Flächen – Empty Surfaces. 1961-1962. Hrsg.: Krüger, Anne Simone. Engl.; Dtsch. 2019. 96 S. 49 fb. Abb. 23 x 23 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-0826-5 Michael Imhof
Wann ist ein Bild ein Bild? Bereits Ende der 50er Jahre stellt Franz Erhard Walther, der 2017 mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig geehrt wurde, die Idee davon, was ein Bild sein kann, vom Kopf auf die Füße – mit einem Hauch von Nichts, oder vielmehr einer ganzen Werkgruppe, den Leeren Flächen, wobei diese Flächen sich als ganz und gar nicht leer erweisen. Im Gegenteil: Sie weisen minimale Spuren auf, die wiederum voller Potenzial für Projektionen des Betrachters als Schöpfer innerer Bilder stecken. So steht Franz Erhard Walthers Ausspruch „Die Bilder sind im Kopf“ programmatisch für diese Leeren Flächen – Bild ist hier nicht mehr nur materielle Substanz. Stattdessen fordert das Werk einen aktiven Betrachter, der ihm seine Einbildungskraft hinzufügt. So wird der Betrachter zu einer wesentlichen Komponente des Werkes, die Bilder vervollständigen sich erst in seinem Kopf.
Es ist ein fĂĽr die Kunstgeschichte äuĂźerst glĂĽcklicher Zufall, dass die in diesem Katalog erstmalig reproduzierten Arbeiten, die als verschollen galten, nun nach mehreren Jahrzehnten wiedergefunden wurden. In ihrer Entstehungszeit unverstanden und abgelehnt, leiten diese frĂĽhen Arbeiten einen Paradigmenwechsel ein, der zu einem späteren Zeitpunkt in dem berĂĽhmten 1. Werksatz mĂĽnden wird, mit welchem Franz Erhard Walther 1969 durch eine Ausstellung im Museum of Modern Art in New York international bekannt wird.
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