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Landschaftszeichnungen / Landscape Drawings. Veröffentlichungen der Albertina (49); Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (184). Gnann, Achim. Rembrandt. Deutsch; Englisch. 2021. 368 S. 311 fb. Abb. 30,0 x 24,0 cm. EUR 79,00. CHF 91,00 ISBN: 978-3-7319-0962-0 Michael Imhof
Zu den faszinierendsten Themen in Rembrandts Werk gehören seine ungefähr 260 erhaltenen Landschaftszeichnungen. Auf seinen Streifzügen durch Amsterdam hielt er Viertel, Kanäle, Häuser am Stadtwall, die Bollwerke mit ihren malerischen Windmühlen oder einzelne markante Gebäude fest. Immer wieder zog es ihn in die Umgebung, und so wanderte er entlang der Amstel oder auf dem Kadijk und dem Diemerdijk, um das Charakteristische der Gegend mit Feder und Pinsel oder schwarzer Kreide rasch zu notieren. Besonders zogen ihn Bauerngehöfte mit ihren angrenzenden Heuschobern und Baumgruppen in Bann, denen er bei wechselnden Lichtverhältnissen und Wetterlagen ein jeweils ganz unterschiedliches Aussehen verlieh. In manchen seiner Landschaftsstudien kommen mehr innere Vorstellungen zum Ausdruck, dann wieder sucht der Künstler, mit großer Detailtreue den Reichtum und die Schönheit der Naturformen einzufangen, und in den späten Zeichnungen lösen sich die Einzelheiten in einer von Licht und Luft durchtränkten Atmosphäre auf.

One of the most fascinating aspects of Rembrandt’s oeuvre are his landscape drawings, around 260 of which have survived. Wandering through the city of Amsterdam, he depicted neighbourhoods, canals, houses along the city wall and bulwarks with picturesque windmills as well as distinctive individual buildings. Again and again he ventured into the surrounding landscape along the Amstel River or on the Kadijk and Diemerdijk, capturing characteristic scenes in quick sketches with pen and brush or black chalk. He was especially drawn to farmsteads with their neighbouring haystacks and groups of trees, depicting them in very different ways under changing conditions of light and weather. While some of his landscape studies are more expressive of an inner vision, in others the artist seeks to render the richness and beauty of natural forms with great attention to detail. In the late drawings, individual features dissolve into an atmosphere suffused with light and air.
Romanische Kapitelle und ihre ornamental-figĂĽrliche Vieldeutigkeit. Knecht, Johannes Vincent. Deutsch. 2021. 208 S. 23 fb. Abb., 205 sw. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0968-2 Michael Imhof
Das menschliche Sehen ist geneigt, ungegenständliche Formangebote zur Anschauung von Augen und Gesicht zu ergänzen. Derartig changierende dynamische Wahrnehmungen, in denen der Betrachter zugleich zum Betrachteten wird, sind augenblicklich evident, zugleich aber flüchtig und unverbindlich. Entsprechend schwierig erscheint ihre fotografische Darlegung und argumentative ›Feststellung‹.
Während der künstlerische Umgang mit Wandelformen zum bekannten Repertoire der Moderne gehört, ist er als Bildstrategie des Mittelalters bisher nicht allgemein beschrieben worden. Auf Basis einer breiten Auswahl vermeintlich vegetabiler Kapitelle der europäischen Romanik kann die vorliegende Arbeit zeigen, dass der spielerische Übergang vom Ornament zur Figürlichkeit zu den grundlegenden und weit verbreiteten Gestaltungskonzepten des Hochmittelalters gehört. Dabei gelingt der Nachweis, dass es sich bei den ambivalenten Wahrnehmungseffekten keineswegs um ¬beliebige ¬Assoziationen heutiger Beobachter, sondern um den so experimentierfreudigen wie planvoll kalkulierten Vorsatz der Bildkünstler selbst handelt.
Der Augsburger Bildhauer Gregor Erhart. Ingenious Magister. Teget-Welz, Manuel. Deutsch. 2021. 384 S. 30,0 x 24,0 cm. EUR 89,00. CHF 102,00 ISBN: 978-3-7319-0709-1 Michael Imhof
Die reich bebilderte Künstlermonografie ist dem Leben und Werk Gregor Erharts gewidmet, der 1494 von Ulm nach Augsburg übersiedelte und dort zu einem der führenden Bildhauer der Dürerzeit avancierte. Zusammen mit seinem Schwager Adolf Daucher fertigte Erhart bis 1498 den Frühmessaltar für St. Ulrich und Afra sowie im Anschluss unter weiterer Beteiligung Hans Holbeins d. Ä. den Hochaltar für das Zisterzienserkloster Kaisheim. In den 1510er Jahren schuf Erhart mit dem Eichstätter Willibalddenkmal und der Pariser Maria Magdalena Schlüsselwerke der süddeutschen Renaissanceskulptur. Zu seinen prominenten Kunden zählten Kaiser Maximilian I. und der Augsburger Handelsherr Melchior Stuntz. Die Arbeiten Erharts wurden bis nach Tirol exportiert. Die Studie behandelt zudem weitere Bildhauer aus dem Kreis um Erhart, darunter Hans Daucher, Loy Hering und Sebastian Loscher.
Made on Föhr. Fotografien aus dem Artist-in-Residence-Programm. Hrsg.: Wolff-Thomsen, Ulrike. Deutsch; Englisch. 2021. 136 S. 25 x 21 cm. EUR 19,90. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1042-8 Michael Imhof
Seit 2010 lädt das Museum Kunst der Westküste internationale Künstler*innen, deren bisheriges Werk eine Verbindung zum Museumsprofil aufweist, als „Artists in Residence“ nach Alkersum auf die Insel Föhr ein. Made on Föhr. Fotografie aus dem Artist-in-Residence-Programm bildet nun den Auftakt zu einer neuen, das „Artist-in-Residence“-Programm begleitenden Ausstellungsreihe.
Die Gruppenschau zeigt eine Auswahl von überwiegend erstmals öffentlich gezeigten Fotoarbeiten, die ihren Fokus auf das Thema Landschaft richten. In der Wahrnehmung der Nordseeinsel, der inhaltlichen Konzeption und künstlerischen Herangehensweise erweisen sich Nicole Ahland (*1970), Elina Brotherus (*1972) sowie Thomas Wrede (*1963) dabei als vollkommen eigenständig und zugleich gewohnt stringent mit Blick auf ihr jeweiliges bisheriges Schaffen.
Die räumliche Distanz zum gewohnten Leben, die landschaftlichen Besonderheiten der Insel, die Aufgeschlossenheit der Insulaner*innen und die Schaffensfreiheit, die dem Programm innewohnt, lässt die Künstler*innen neue Wege einschlagen.

Made on Föhr marks the start of a new series of exhibitions and publications at the Museum Kunst der Westküste. The series will present art created in the context of numerous German and international artists’ stays on the island. Nicole Ahland, Elina Brotherus and Thomas Wrede perceived the nature on Föhr in very different ways. Their photographic works enable us to experience the island’s natural cosmos in a sensual manner and invite us to engage in an intimate dialogue. However, not everything is what it appears: some scenes reveal themselves to be deceptions, nearly perfect illusions that test our powers of perception. Moreover, in the context of photographic self-presentation, the North Frisian landscape is placed in a new light as a setting for bizarre poses.
Siedlungen in Nordrhein-Westfalen. RHEINSCHIENE. Hrsg.: Pufke, Dr. Andrea; Bearbeitung von Buschmann, Walter; Hasche, Katja; Kierdorf, Alexander; Lepsky, Sabine; NuĂźbaum, Norbert; Walter, Kerstin. Deutsch. 2021. 1552 S. 876 fb. Abb. , 365 Abb. 25,5 x 18,3 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-0966-8 Michael Imhof
Siedlungen in Nordrhein-Westfalen sind ein überaus wichtiger und charakteristischer Bestandteil der Industrie-, Sozial-, Architektur- und Stadtbaugeschichte des Landes. Siedlungen waren und sind Teil einer sozialen Infrastruktur, die einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Industrieentwicklung vermitteln. In der Öffentlichkeit werden sie als attraktive Orte der Geschichte wahrgenommen.
Seit etwa 40 Jahren befasst sich die Denkmalpflege mit dieser Architekturgattung. Das auf mehrere Bände angelegte Gattungsinventar stellt mit diesem ersten Band „Rheinschiene“ eine umfassende Inventarisation denkmalwerter Werkssiedlungen und Wohnanlagen der Öffentlichkeit und dem Fachpublikum nach einem einheitlichen und qualitativ hochstehenden Bearbeitungsstandard vor. Neben detaillierten bauhistorischen Analysen der einzelnen Siedlungen werden auch die historischen Zusammenhänge und Bedeutungsdimensionen der Siedlungen erläutert. Erstmals wurde auch der Siedlungsbau nach 1945 systematisch bearbeitet und hierfür hauptsächlich Siedlungen und Wohnanlagen betrachtet, die bereits in der zeitgenössischen Fachpresse Beachtung fanden.
reSTART. Vollrad Kutscher, Hubert Machnik, Dieter Reifarth. Hrsg.: Kulturamt Wiesbaden K.d.ö.R.Deutsch. 2021. 144 S. 110 fb. Abb. , 15 Abb. 24,0 x 24,0 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1101-2 Michael Imhof
Unter dem Motto reSTART zeigt die Kunsthalle Wiesbaden in einer umfassenden Ausstellung künstlerische Neuinterpretationen früher Porträtarbeiten von Vollrad Kutscher: „Der Weisse Traum“ sowie „Einatmen – Ausatmen, Porträtinstallation Norbert Klassen“.
Parallel dazu wird im Museum Wiesbaden die aktuelle Videoinstallation „ARS MUNDI 2020 – Ach, Och und Aerosole“ als beeindruckendes Bild-Ton-Schauspiel von Vollrad Kutscher, Hubert Machnik und Dieter Reifarth in Szene gesetzt.
Johann Joachim Winckelmann.ein europäisches Rezeptionsphänomen / fenomeno europeo della ricezione. CYRIACUS. Studien zur Rezeption der Antike (15). Hrsg.: Dally, Ortwin; Gazzetti, Maria; Nesselrath, Arnold. Deutsch. 2021. 200 S. 39 fb. Abb. , 28 Abb. 29,7 x 21,0 cm. EUR 42,00. CHF 48,30 ISBN: 978-3-7319-1115-9 Michael Imhof
Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) gilt als Begründer der modernen Archäologie und Kunstgeschichte. 2017 haben sich sein Geburtstag zum 300. Mal und 2018 sein Todesjahr zum 250. Mal gejährt. Sein Wirken ist untrennbar mit der „Ewigen Stadt“ verbunden, vor allem hat er mit seinen Schriften Europa als kulturelle Ressource aus dem gemeinsamen Erbe der Antike greifbar gemacht. In seiner Auseinandersetzung mit der englischen und französischen Aufklärung und Kunsttheorie und im unmittelbaren Dialog mit den römischen Monumenten hat sich seine Wirkung über ganz Europa bis nach Russland entfaltet und immer wieder den Austausch mit dem jeweiligen kulturellen und aktuellen Rahmen herausgefordert.
Das Museum Casa di Goethe, das Deutsche Archäologische Institut Rom und der Census of Antique Works of Art and Architecture Known in the Renaissance an der Humboldt-Universität zu Berlin haben 2017/18 in Rom eine Vortragsreihe mit namhaften Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem gesamten europäischen Raum veranstaltet, die in diesem Band publiziert wird, um die Prägung der Kultur in ganz Europa durch Winckelmann aufzuzeigen und auf den Fortbestand seines Beitrages aufmerksam zu machen.
Barockkirchen in Fulda und im Fuldaer Land. mit dem Geisaer Amt, Dermbach, Hammelburg und HĂĽnfelder Land. Imhof, Michael; Preusler, Burghard; Stasch, Gregor. Deutsch. 14.12.2020. 496 S. 49 Abbildungen, schwarz-weiĂź, 848 Abbildungen, farbig. 30,0 x 24,0 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-0805-0 Michael Imhof
Das Fuldaer Land wird durch seine zahlreichen Barockkirchen mit den zumeist markanten Zwiebeltürmen geprägt. Das vorliegende Buch behandelt monografisch alle Kirchen, die zwischen ca. 1600 und ca. 1810 im Fuldaer Land erbaut und umgebaut wurden. Dabei umfasst das Gebiet das alte Hochstift Fulda mit dem Geisaer Amt, Dermbach, Hammelburg und Hünfelder Land sowie den alten Landkreis Fulda. Berücksichtigt werden dabei sowohl die katholischen als auch evangelischen Kirchen sowie die größeren Kapellen. Das Buch umfasst daher einen Überblick, der vieles „Unbekannte“ zu entdecken gibt. Der Leser wird erstaunt sein, welche Qualität und Vielfalt das Fuldaer Land zu bieten hat.
Ausführlich behandelte Kirchen aus folgenden Orten: Almendorf, Alsberg, Bad Salzschlirf, Bad Soden-Salmünster, Batten, Batten-stein, Bieberstein, Bimbach, Blankenau, Borsch, Bremen bei Geisa, Brückenau, Brunnhartshausen, Burghaun, Buttlar, Dammersbach, Dermbach, Diedorf , Dietges, Eichenzell, Eiterfeld, Empfertshausen, Flieden, Frankenbrunn, Fulda, Fulda-Johannesberg, Fulda-Neuenberg, Gersfeld, Großenlüder, Großentaft, Grüsselbach, Habel, Hammelburg, Hammelburg-Altstadt, Haselstein, Hauswurz, Herbstein, Herolz, Hetzlos, Hilders, Holzkirchen, Hosenfeld, Hundsfeld, Johannesberg, Johannisberg im Rheingau, Jossa, Kämmerzell, Kleinheiligkreuz, Kleinsassen, Körnbach, Kothen, Kranlucken, Lahrbach, Langenberg, Lüdermünd, Lütterz, Marbach, Mackenzell, Maria Ehrenberg, Michelsrombach, Mittelrode, Neidhartshausen, Neuenberg, Neuswarts, Oberbimbach, Oberleichtersbach, Pfaffenhausen, Petersberg, Poppenhausen, Rasdorf, Reulbach, Römershag, Salmünster, Simmershausen, Schleid, Schloss Fasanerie, Schlotzau, Schmalnau, Spahl, Soisdorf, Tann, Ufhausen, Unteralba, Unterbimbach, Volkersberg, Weidenau, Wickers, Wiesenthal, Zell, Zella
Bastianino - Das lebende Kreuz von Ferrara. Die Restaurierung eines vergessenen Altarbildes aus dem 16. Jahrhundert. Hrsg.: Stiftung PreuĂźische Kulturbesitz. Deutsch. 12.2020. ca 120 S. 28,0 x 22,0 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1003-9 Michael Imhof
Das knapp drei Meter hohe Altarbild mit der Allegorie des neuen und alten Glaubens wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von dem Spätmanieristen Sebastiano Filippi, gen. Bastianino (ca. 1528/32–1602) für die Konventskirche Santa Caterina Martire in Ferrara geschaffen. Nach der Auflösung des Klosters Ende des 18. Jahrhunderts widerfuhr dem Werk ein wechselvolles Schicksal, es gelangte schließlich in den Besitz der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach über 100 Jahren der Lagerung ermöglichte die Ernst von Siemens Kunststiftung die technologische Untersuchung und Restaurierung der Tafel in der Berliner Gemäldegalerie. Die ab November 2020 gezeigte Sonderausstellung ist ein Projekt der Staatlichen Museen zu Berlin und der Humboldt-Universität. Sie wird das wiederentdeckte, bislang einzige Werk Filippis in einer öffentlichen Sammlung in Deutschland im Kontext der Malerei aus Ferrara präsentieren.
Der Katalogband bietet, neben der Dokumentation der Untersuchungsergebnisse und durchgeführten Maßnahmen, Erläuterungen zur ungewöhnlichen Ikonografie und zur Geschichte des Bildes wie auch zur Malerei in der Emilia Romagna der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.
Sich kreuzende Parallelen. Agostino Carracci, Hendrick Goltzius. Hrsg.: Graphische Sammlung ETH ZĂĽrich; Pollack, Susanne; Vitali, Samuel. Deutsch. 2020. 304 S. 289 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0970-5 Michael Imhof
Agostino Carracci und Hendrick Goltzius waren die tonangebenden Kupferstecher des späten 16. Jahrhunderts – der eine nördlich, der andere südlich der Alpen. Sie haben nicht nur in technischer Hinsicht Revolutionäres geleistet, sondern auch mit der Auswahl und Gestaltung ihrer Bildinhalte das Medium des Kupferstichs nachhaltig geprägt.
Während es schon zahlreiche Publikationen jeweils zu Goltzius wie zu Carracci gibt, wird die eigentlich naheliegende Gegenüberstellung der beiden großen Figuren des Kupferstichs um 1600 hier erstmalig unternommen. In vier ausführlichen Essays sowie Katalogtexten zu allen ausgestellten Stichen werden die verblüffenden Parallelen in Leben und Werk der beiden Meister aufgezeigt, ihre künstlerische Entwicklung vergleichend analysiert und die Augen der Leser für die Raffinesse ihrer virtuosen Sticheltechnik geschärft.
Geschichten zwischen Orient und Okzident. Stadtmuseum Dresden, Museen der Stadt Dresden Städtisches Industriemuseum Chemnitz: Dezember 2020 bis 28. März 2021. Hrsg.: Starke, Holger; Redaktion John, Uwe. Tabakrausch an der Elbe. Deutsch. 04.12.2020. 216 S. 245 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1011-4 Michael Imhof
Die Kulturpflanze Tabak gelangte im Gefolge der kolonialen Eroberung Amerikas nach Europa. Zunächst als Rauch-, Kau- und Schnupftabak konsumiert, setzte sich um 1900 das der industriellen und urbanen Moderne entsprechende Produkt durch – die Zigarette. Dresden war Deutschlands Zigarettenhauptstadt. Hier konzentrierten sich Fabriken, ¬Orienttabakhandel, Fachverlage und Industrieverbände. Die Stadt galt als innovativer Standort für Maschinentechnik, Reklamekunst und Tabakforschung. Tausende von Marken aus zeitweise über einhundert Fabriken fanden Kunden aus nah und fern.
Mit Dresden eng verbunden ist zugleich ein Kulturwandel, der mit der Lebensreform einsetzte und bis in die Gegenwart fĂĽhrt. Am GrĂĽndungsort des Deutschen Hygiene-Museums und dem Sitz des Bundes deutscher Tabakgegner gelang der frĂĽheste Nachweis der Wirkungen des Tabakkonsums auf den menschlichen Organismus.
Eine spannungsreiche und widerspruchsvolle Kulturgeschichte zwischen Orient und ¬Okzident, die der reich illustrierte Band erstmals nachzeichnet.
Tierfabeln von Aesop bis La Fontaine in Gemäldeserien seit 1600. Wepler, Lisanne. Deutsch. 12.2020. ca 288 S. 30,0 x 24,0 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1044-2 Michael Imhof
Fabeln gehören zur Weltliteratur; man kennt sie aus Büchern von der Frühen Neuzeit bis heute. Kaum ein anderes literarisches Genre wurde über die Jahrhunderte hinweg so oft und so vielfältig künstlerisch bearbeitet wie das Fabelbuch. Doch nicht nur im Buchformat können die Tiere „ansprechend“ ihre moralischen Lektionen erteilen. Fabeln malte man auch auf großformatige Leinwände, sogar als Serien für ganze Raumausstattungen. Diese werden hier anhand von Fallbeispielen aus dem 17.–20. Jahrhundert beleuchtet. Zusammen mit den illustrierten Fabelbüchern gibt das Buch einen ersten Überblick über eine besondere Form der erzählerischen Tiermalerei.
Waffenkunde und Living History. Jahrbuch der Coburger Landesstiftung (63). Hrsg.: Coburger Landesstiftung. Hieb- und Stichfest. Deutsch. 08.12.2020. 488 S. 324 Abbildungen, farbig, 40 Abbildungen, schwarz-weiĂź. 28,0 x 23,0 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1027-5 Michael Imhof
Alfred Geibig leitete von 1989 bis 2019 die Abteilung für Historische Waffen in den Kunstsammlungen der Veste Coburg. In bemerkenswerter Pionierleistung erschloss er die bedeutende, zuvor nur in Ansätzen fachlich bearbeitete Coburger Waffensammlung und verhalf ihr durch viele Ausstellungen, Publikationen und Veranstaltungen zu internationaler Bekanntheit. Mit dem Veranstaltungsformat „Zeitreise auf der Veste Coburg“ gelang ihm eine öffentlichkeitswirksame Verbindung von historischer Forschung und publikumsnaher Präsentation.
Die Beiträge der Festschrift für Alfred Geibig halten Rückschau auf mehr als drei Jahrzehnte Waffenkunde und Museumsarbeit, geben Einblick in aktuelle Forschungen und zeigen jüngere Entwicklungen der Living History-Szene auf.
Europäische Köpfe in Mainz. Die Direktoren des Instituts für Europäische Geschichte. Hrsg.: Dingel, Irene; Paulmann, Johannes. Deutsch. 2020. 224 S. 19 Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1071-8 Michael Imhof
Europäische Geschichte wird in Mainz erforscht – und zwar seit 70 Jahren, am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG). Seine »Köpfe«, die Direktoren, setzten je eigene Schwerpunkte in ihrem Bemühen, den Gründungsauftrag des Instituts umzusetzen: historische Forschung zu den Grundlagen Europas zu betreiben und damit das Zusammenwachsen Europas zu befördern. Aus Anlass des 70. Jubiläums des IEG werden hier biographische Skizzen seiner verschiedenen Direktoren versammelt, sodass nicht nur deren Charaktere, sondern auch ihre unterschiedlichen Zugänge zur europäischen Geschichte greifbar werden.
Denkmale in Sachsen, Stadt Freiberg, Band IV. Altstadt. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland (4). Hoffmann, Yves; Richter, Uwe. Hrsg.: Freiberger Altertumsverein e.V.; Landesamt fĂĽr Denkmalpflege Sachsen. Deutsch. 2020. 640 S. 87 Abb., 1019 fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1018-3 Michael Imhof
Im vorliegenden Band erfolgt die beschreibende, bildliche und kartographische Darstellung der Denkmale in der Freiberger Altstadt. Von 2002 bis 2004 sind bereits drei Bände mit Beiträgen zur Denkmaltopographie erschienen. Darin wird die Stadt-, Bau- und Kunstgeschichte Freibergs untersucht.
Freiberg entstand als älteste und bedeutendste Bergstadt Obersachsens im ausgehenden 12. Jahrhundert und war im Mittelalter das größte urbane Zentrum der Mark Meißen. Nach dem letzten Stadtbrand im Jahre 1484 wurde eine noch heute zu großen Teilen erhaltene, vor allem von spätgotischen und renaissancezeitlichen Bauwerken geprägte Altstadt errichtet. Diese verfügt über mehr als 530 Einzeldenkmale. Neben den Bürgerhäusern sind vor allem das Rathaus, das Schloss Freudenstein, erhebliche Teile der Stadtbefestigung und drei Pfarrkirchen zu nennen. Herausragendes Einzeldenkmal ist aufgrund seiner zum Teil international bedeutsamen Kunstschätze der Dom mit der Kurfürstlichen Begräbniskapelle.
Herkunft unbekannt? / Origin Unknown?. Provenienzforschung in der Sammlung Lemmers-Danforth / Provenance Research on the Lemmers-Danforth Collection. Felbinger, Dr. Udo. Hrsg.: Magistrat der Stadt Wetzlar. Deutsch; Englisch. 2020. 128 S. 20 Abb., 75 fb. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-1048-0 Michael Imhof
Drei Jahre lang wurden die Provenienzen der in einem Zeitraum von über 50 Jahren entstandenen Sammlung Lemmers-Danforth in Wetzlar untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse der umfangreichen Recherchen im In- und Ausland werden in dieser Publikation vorgestellt. Die Herkunft von Mobiliar, Uhren, Textilien, Keramik, Silber, Gemälden und Reliefs aus Kontexten der NS-Verfolgung wird an 19 Beispielen aus der Praxis der Provenienzforschung vorgestellt. Neu ausgewertete und bislang unbekannte Quellen erzählen von den früheren Eigentümern, ihrem Schicksal unter der NS-Herrschaft und der Suche nach ihren Familien.
August Macke. Paradies! Paradies?. Hrsg.: Zieglgänsberger, Roman; Museum Wiesbaden. Deutsch. 2020. 192 S. 5 Abb., 155 fb. Abb. 26,5 x 22,0 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1008-4 Michael Imhof
August Macke (1887–1914) – einer der bedeutendsten Expressionisten am Beginn der Moderne – fiel bereits kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Nach dem Krieg wurde von seiner Frau Elisabeth, um einem schnellen Vergessen sogleich entgegenzuwirken, aus dem Nachlass des Künstlers eine „Gedächtnis-Ausstellung“ organisiert, die im Herbst 1920 auch im Museum Wiesbaden gastierte.
Im Katalog, der zum Anlass dieses Jubiläums erscheint, wird die stilistische Entwicklung des Künstlers in all seiner Vielfältigkeit nachvollziehbar. Ausgehend vom Impressionismus trug er durch die Vermittlung des Fauvismus und Futurismus von Paris nach Deutschland und seine Zugehörigkeit zum 1911 in München gegründeten „Blauen Reiter“ um Wassily Kandinsky und Franz Marc einen entscheidenden Beitrag zum künstlerischen Aufbruch nach der Jahrhundertwende bei. Nach seiner Rückkehr von München nach Bonn wirkte Macke äußerst fruchtbar auf die im Rheinland ansässige junge expressionistische Kunstszene. Inhaltlich wird neben der künstlerischen Entwicklung Mackes Paradies-Vision vorgestellt. Der Künstler, der selbst von seiner Malerei sagte, „bei mir ist Arbeiten ein Durchfreuen der Natur“, zeigt den Menschen in seinen optimistischen Bildern stets in absoluter Harmonie mit der Welt.
Museum Wiesbaden: 30. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021
Adelige Repräsentation im Hochbarock in familiärer Konkurrenz. Stuttgarter Schlösser (2). Bidlingmaier, Rolf. Altes Schloss und Neues Schloss in Oettingen. Deutsch. 2020. 128 S. 98 fb. Abb., 10 Abb. 28 x 22 cm. EUR 22,95. CHF 26,40 ISBN: 978-3-7319-1083-1 Michael Imhof
In Oettingen gab es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Alten Schloss der Linie Oettingen-Oettingen und dem Neuen Schloss der Linie Oettingen-Spielberg zwei Schlösser, die vom gleichen Architekten errichtet wurden und ganz ähnliche Bauformen zeigten. Sie waren Prestigeobjekte adeliger Repräsentation und entstanden in den 1670er und 1680er Jahren, einer Blütezeit des Barock, deren Bauten die Stadt Oettingen bis heute mitprägen. Der Band arbeitet heraus, wie es zu diesen spektakulären Schlossbauten kam, wer die ausführenden Künstler waren und zeigt die enge Verknüpfung der Schlossbauten mit der Erhebung der Grafen von Oettingen in den Reichsfürstenstand auf.
Natur im Portrait. Rudolf Schramm-Zittau und die Tiermalerei. Bielmeier, Katrin. Hrsg.: Städtische Museen Zittau. Deutsch. 2020. 96 S. 2 Abb., 96 fb. Abb. 28,0 x 21,0 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-0427-4 Michael Imhof
Rudolf Schramm-Zittau, 1874 als Max Rudolph Schramm in Zittau geboren, gehörte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den bedeutenden deutschen Spätimpressionisten. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts benannte er sich nach seiner Heimatstadt.
Nach dem Studium an den Kunstakademien Dresden, Karlsruhe und München, dort vor allem bei Heinrich von Zügel, wurde er schnell als „Geflügelspezialist“ wahrgenommen, wandte sich jedoch nicht ausschließlich der Tiermalerei zu. 1934 folgte er einem Ruf an die Dresdner Kunstakademie als Professor für Tier-, Figuren- und Landschaftsmalerei. Nach dem Ausscheiden aus dem Lehramt 1945 zog er sich nach Ehrwald/Tirol zurück und verstarb dort 1950.
Seit den späten 1890er Jahren stellte er regelmäßig auf Kunstausstellungen weltweit aus und erhielt für seine Bilder zahlreiche Preise. Zur Zeit der Weimarer Republik und des NS-Regimes gehörte Schramm-Zittau zu den gefragten Künstlern in Deutschland. Ehemals berühmt und umworben, geriet Schramm-Zittau nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit.
Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden Sammlungen rund um den Globus. Die Städtischen Museen Zittau besitzen eine Reihe herausragender Gemälde. Der Katalog erscheint anlässlich der ersten großen Schramm-Zittau-Ausstellung seit seinem Tod.
Zeugen der Landschaftsgeschichte im Siebengebirge. Teil 2: Der Ofenkaulberg. Kulturlandschaftspflege im Rheinland (4). Hrsg.: Landschaftsverband Rheinland, Fachbereich Regionale Kulturarbeit, Abteilung Kulturlandschaftspflege. Deutsch. 2020. 288 S. 357 fb. Abb., 400 Abb. 29,7 x 21,0 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1088-6 Michael Imhof
„Wendet man sich gegen Mittag, so gelangt man zu einem merkwürdigen Vorgebirge“
Das Zitat des Mineralogen Karl Wilhelm Nose bezieht sich auf den Ofenkaulberg im Siebengebirge mit seinen zahlreichen Spuren und Relikten früherer Nutzungen. Während rundum seit der Mitte des 19. Jahrhunderts der Tourismus immer stärker eine „romantisch“ geformte Landschaft einforderte, bestimmten am Ofenkaulberg noch lange traditionelle land- und forstwirtschaftliche Nutzungen das Bild. Mehr noch: Unbehelligt von erbitterten Diskussionen um den landschaftsverschandelnden Steinabbau, die andernorts zu Schließungen von Steinbrüchen führten, konnte am Ofenkaulberg bis in die 1930er Jahre Trachyttuff für den Backofenbau gewonnen werden. Das war möglich, weil die Steinbrüche unterirdisch betrieben wurden. Diese versteckte Lage führte dazu, dass während des Zweiten Weltkriegs in den Stollen eine Rüstungsproduktion untergebracht wurde. Reste des zugehörigen Zwangsarbeitslagers finden sich auf dem Bergrücken.
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