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Der Braunschweiger Burglöwe. Deutungen und Geschichte des Monuments. Walz, Alfred. 2024. 192. S. 21 x 14,8 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1375-7 Michael Imhof
Der Braunschweiger Burglöwe gilt als eines der herausragendsten Kunstwerke des europĂ€ischen Hochmittelalters. Geschaffen wurde das Standbild zu Beginn des letzten Drittels des 12. Jahrhunderts als „stellvertretendes Bildnis Herzog Heinrichs des Löwen“. Die vorliegende populĂ€rwissenschaftliche Monografie bietet im ersten Hauptteil einen Überblick ĂŒber die unterschiedlichen Deutungen des Monuments. Im zweiten Hauptteil werden wesentliche Gesichtspunkte seiner rund 850-jĂ€hrigen Geschichte erörtert.
Die 142 in den Text eingebundenen Abbildungen schließen sich zu einem reichhaltigen Kosmos unterschiedlicher Darstellungsformen und -konventionen zusammen, der den Zeitraum vom FrĂŒhmittelalter bis zur Jetztzeit umspannt. Darin eingebettet sind etwa 60 Darstellungen des Burglöwen, die die Bronzefigur und ihren Sockel mit einer mehr oder weniger großen Genauigkeit bzw. Ungenauigkeit wiedergeben.
Der Codex Coburgensis. ArchÀologische Antikenzeichnungen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. CYRIACUS. Studien zur Rezeption der Antike (17). Wrede, Henning. Hrsg.: Kunze, Max; Nesselrath, Arnold; Strauch, Timo. 2024. 744. S. 303 fb. Abb., 274 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-1240-8 Michael Imhof
Der Codex Coburgensis umfasst knapp 300 Zeichnungen eines unbekannten und daher als „Meister des Codex Coburgensis“ benannten KĂŒnstlers des mittleren 16. Jahrhunderts nach antiken Skulpturen Roms. Bis auf wenige Statuen sind Reliefs und besonders Sarkophagreliefs wiedergegeben. Das thematisch heute völlig verwirrte Konvolut in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ist ĂŒber Maße, BeschĂ€digungen und Kopien der Zeichnungen auf ein grĂ¶ĂŸeres Album von rekonstruierbarer Form und Gliederung zurĂŒckzufĂŒhren.
Dessen Ziel lag bei der systematischen RĂŒckgewinnung der antiken Religion und ihrer Kulte, was eine Auseinandersetzung mit der griechisch-römischen Mythenikonographie einschloss. Ihm diente die in ihrer Zeit einzigartige Treue der ĂŒberaus qualitĂ€tvollen Zeichnungen. Der Organisator ist sehr wahrscheinlich Antoine Morillon (ca. 1520–1556) aus Löwen gewesen. Mit Sicherheit beteiligt war der bedeutende Altertumswissenschaftler Stephanus Pighius (1520–1604) aus Kampen. Ihr Auftraggeber ist Antoine Perrenot de Granvelle gewesen, von dem das Album wahrscheinlich zu Hans Jakob Fugger und Albrecht V. gelangte. Das Album der Renaissance ist als „erstes systematisches ArchĂ€ologiebuch“ bezeichnet worden. Um 1870 war der Codex Ausgangspunkt fĂŒr das Corpus der antiken Sarkophagreliefs und gleichzeitig Nukleus fĂŒr die archĂ€ologische und kunsthistorische Erforschung aller alten Antikenzeichnungen.
Detmolder BĂŒrgerhĂ€user. Zur Baugeschichte einer kleinen Residenzstadt vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Sonderveröffentlichung des Naturwissenschaftlichen und historischen Vereins fĂŒr das Land Lippe e.V. (97). Sprenger, Michael. Hrsg.: Naturwissenschaftlicher und Historischer Verein fĂŒr das Land Lippe e.V. 2024. 352. S. 305 fb. Abb., 101 Abb. 29 x 21 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1219-4 Michael Imhof
Dieses Buch ist das Ergebnis einer rund 35-jĂ€hrigen freiberuflichen ForschungstĂ€tigkeit des Verfassers zu Detmolder BĂŒrgerhĂ€usern, zumeist im Vorfeld von Sanierungen. Geschildert wird das bĂŒrgerliche Baugeschehen in der lippischen Residenzstadt Detmold vom Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1547 bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts. Das soziale Spektrum reicht von den barocken ReihenhĂ€usern der Detmolder Neustadt, die von wohlhabenden Hofbeamten bewohnt wurden, ĂŒber die traditionellen DielenhĂ€user der Kaufleute und Handwerker bis zu den bescheidenen HĂ€usern „hinter der Mauer“, in denen Tagelöhner, Witwen und Ă€rmere Leute lebten.
In einem umfangreichen Katalogteil werden 25 untersuchte und dendrochronologisch datierte HĂ€user in Bestands- und Rekonstruktionszeichnungen dokumentiert.
... halbes Jahrhundert Hofmaler in Fulda. Ausstellung im Vonderau Museum in Fulda 20.12.2023 bis 25.02.2024. Stasch, Gregor K. Johann Andreas Herrlein (1723-1796). 2023. 160. S. 161 fb. Abb. 26 x 21 cm. EUR 25,00. CHF 28,80 ISBN: 978-3-7319-1412-9 Michael Imhof
Der vor 300 Jahren am 10. Oktober 1723 in MĂŒnnerstadt geborene Johann Andreas Herrlein gehört neben Hans Brosamer (um 1500–1554) zu den bedeutendsten im Stift Fulda tĂ€tigen Hofmalern. Als 23-jĂ€hriger trat er in die Werkstatt seines Schwiegervaters Emanuel Wohlhaubter (1683–1756) ein und blieb bis zum Tod 1796 im Dienst der Fuldaer FĂŒrstĂ€bte, konnte aber seit den 1760er Jahren gleichzeitig auf dem Frankfurter Bildermarkt seine Werke erfolgreich vermarkten. Das JubilĂ€um gibt den Anlass, dem Werk des Hofmalers eine Ausstellung im Vonderau Museum Fulda zu veranstalten. Das vorliegende Buch ist der dazugehörige Katalog.
Das Maß ist die Wissenschaft. Gedenkschrift fĂŒr Hans Joachim Schalles. GrĂŒĂŸinger, Ralf; Schmitz, Dirk. 2024. 208. S. 29,7 x 21,5 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1383-2 Michael Imhof
Die moderne ArchĂ€ologie hat viele Facetten. Das zeigt einmal mehr die Gedenkschrift fĂŒr Hans-Joachim Schalles, den Xantener Wissenschaftler und langjĂ€hrigen Museumsleiter.
ArchĂ€ologinnen und ArchĂ€ologen, die dem Verstorbenen eng verbunden waren, prĂ€sentieren eine rĂ€tselhafte Minerva, ausgewĂ€hlte Funde aus Ausgrabungen auf dem Gebiet der Colonia Ulpia Traiana (Xanten) und den jĂŒngst entdeckten Zierbeschlag einer römischen Schwertscheide aus den Niederlanden. Welche Funktion hatte ein geheimnisvoller Tunnel in der römischen Stadtmauer von Köln und was verbirgt sich hinter einer kleinen Gruppe römischer GrĂ€ber nördlich der Colonia? Wir erfahren Wissenswertes ĂŒber die AnfĂ€nge der Xantener Antikensammlung, Überraschendes zum Inhalt des mittelalterlichen Viktorschreins im Xantener Dom und lernen archĂ€ologische Ferienkurse kennen, die ArchĂ€ologen fĂŒr Lehrer im Deutschen Kaiserreich ausrichteten.
Die Gedenkschrift, die sich der ArchÀologie der römischen Provinz Niedergermanien, der Rezeptionsgeschichte und Bodendenkmalpflege widmet, ist ein Spiegelbild der vielfÀltigen Forschungsinteressen von Hans-Joachim Schalles.
Sinn und Sinnlichkeit in der Kunst. Festschrift fĂŒr Roland Kanz. Hrsg.: Boeßenecker, Helen; Mayer, Gernot; Alberth, Wolfgang. 2023. 156. S. 5 Abb., 65 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1308-5 Michael Imhof
Der vorliegende Band widmet sich dem vieldiskutierten Themenfeld Sinn und Sinnlichkeit in der Kunst. Aus unterschiedlichen methodischen Perspektiven und in einem breiten thematischen und gattungsĂŒbergreifenden Spektrum, das von mittelalterlicher Wandmalerei bis zu den digitalen Bildkulturen reicht, gehen die BeitrĂ€ge der Frage nach Sinn und Sinnhaftigkeit, den Sinnen und sinnlicher Wahrnehmung nach. Gewidmet ist der Band Roland Kanz, seit 2002 Lehrstuhlinhaber fĂŒr Allgemeine Kunstgeschichte an der UniversitĂ€t Bonn, der Fragen nach Ă€sthetischer Wahrnehmung und Geschmacksbildung, der Allianz der Sinne und den sinnlichen Dimensionen von Kunstwerken mit Nachdruck verfolgt.
Steinzeugen / Niemi Swiadkowie. Fotografien mittelalterlicher Architektur zwischen Stettin, Danzig und Königsberg / Fotografie architektury sredniowiecznej miyadzy Szczecinem, Gdanskiem i Królewcem. Hrsg.: Herrmann, Christofer. Deutsch; Polnisch. 2024. 64. S. 52 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 12,80. CHF 14,70 ISBN: 978-3-7319-1400-6 Michael Imhof
Historische Bauwerke sind eindrucksvolle steinerne Zeugen der Vergangenheit. Die Ereignisse und Begebenheiten der zurĂŒckliegenden Jahrhunderte haben unterschiedlichste Spuren und Zeichen auf der materiellen OberflĂ€che der BaudenkmĂ€ler hinterlassen. Dies zeigt sich auch eindrucksvoll in der Landschaft der historischen Gebiete von Hinterpommern, Neumark, Ost- und Westpreußen (dem mittelalterlichen Deutschordensland). Der Katalog STEINZEUGEN des Kunsthistorikers Christofer Herrmann zeigt die Schönheit und PrĂ€senz der GemĂ€uer vergangener Epochen aus verschiedenen Perspektiven.
Alte Meister que(e)r gelesen. Ausstellung in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, bis 24. MÀrz 2024, Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel (71). Lange, Justus; Rotter, Malena. Hrsg.: Hessen Kassel Heritage. 2023. 192 S. 5 Abb., 92 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1373-3 Michael Imhof
Die Ausstellung und der gleichnamige Begleitband stellen den historisch gewachsenen SammlungsbestĂ€nden Fragen aus aktuellen gesellschaftlichen Diskursen gegenĂŒber: Welche alternativen LebensentwĂŒrfe, SexualitĂ€ten, Körper- und GeschlechterverstĂ€ndnisse zeichnen sich in den Werken der Alten Meister ab, die wir heute im Begriff „queer“ summieren wĂŒrden? Und wo lassen sich die modernen Betrachterinnen und Betrachter vielleicht auch durch die eigene Sozialisierung leiten?
Eine Auswahl unterschiedlicher Objekte von der Antike bis ca. 1800 soll in bewusst offener Perspektive sowohl Bildthemen jenseits der Norm als auch das Potenzial konventioneller Motive in Bezug auf queere Lesarten hinterfragen. Der Band greift sowohl Objekte der Ausstellung heraus und widmet sich ihnen im Detail, spannt aber auch den Bogen zur zeitgenössischen queeren Lebenswelt in Kassel. Die unterschiedlichen Arten der BeitrĂ€ge von Katalogtexten bis zu Interviews soll der Vielschichtigkeit der Thematik gerecht werden und öffnet den Raum fĂŒr eigene Erkundungen der Mehrdeutigkeit der historischen Bildsprache.
Zur Fröligkeit componirt. Jahrbuch der Coburger Landesstiftung (66). Hrsg.: Coburger Landesstiftung. Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck. 2023. 384 S. 44 Abb., 168 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 45,00. CHF 51,80 ISBN: 978-3-7319-1396-2 Michael Imhof
Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck (um 1579–1639) war einer der produktivsten deutschen Komponisten in der ersten HĂ€lfte des 17. Jahrhunderts und prĂ€gte maßgeblich die deutschsprachige Liedkultur. Zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten, zĂ€hlen seine vielfĂ€ltigen geistlichen und weltlichen, vokalen und instrumentalen Kompositionen heute lĂ€ngst wieder zum Standardrepertoire Alter Musik. Eine umfassende WĂŒrdigung seines Schaffens steht indes noch aus. Der vorliegende Band bietet hierzu AnsĂ€tze.
Einleitende Fragen widmen sich der Entwicklung der mitteldeutschen Hofkantoreien im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert, den spezifischen Interessen von Francks Dienstherrn Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg und der in Teilen ungeklĂ€rten Biographie Melchior Francks. Im Zentrum der BeitrĂ€ge stehen Francks Werk und musikalische Entwicklung, dabei speziell auch seine zahlreichen Gelegenheitskompositionen, mit denen er sein weit gefĂ€chertes Netzwerk Adeliger und wohlhabender BĂŒrger pflegte. Betrachtet werden zudem Francks Wiederentdeckung seit dem spĂ€ten 19. Jahrhundert sowie die Herausforderungen historischer AuffĂŒhrungspraxis.
Weitere BeitrĂ€ge des Jahrbuchs widmen sich dem eindrucksvollen, großenteils auf Johann Casimir zurĂŒckgehenden Bestand an Harnischen in den Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie der gemeinschaftlichen HerrschaftsreprĂ€sentation der FĂŒrstenbrĂŒder Johann Casimir und Johann Ernst.
Linien aus Ostasien. Japanische und chinesische Kunst auf Papier. Hrsg.: Pollack, Susanne; Thomsen, Hans Bjarne; Graphische Sammlung ETH ZĂŒrich. 2023. 176 S. 2 Abb., 149 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1301-6 Michael Imhof
Japanische und chinesische Farbholzschnitte gehören zu jenen Bildern, die Ă€sthetisch unmittelbar anziehend sind. Um sich von den filigranen Linien, den schattenlosen flĂ€chigen Mustern oder den kĂŒhnen Bildausschnitten sofort hinreißen zu lassen, muss man kein profundes Hintergrundwissen mitbringen. Und doch, wer mehr weiß, wird noch viel mehr sehen.
In dem Buch werden anhand des so hochkarĂ€tig wie vielfĂ€ltigen Ostasiatika-Bestandes der Graphischen Sammlung ETH ZĂŒrich interessierte Laien mit auf eine Entdeckungsreise genommen. Die LektĂŒre soll dazu befĂ€higen, von einem lediglich faszinierten zu einem wissenden Betrachter zu werden, der wiederkehrende Merkmale sicher erkennt und einordnen kann.
Das Buch ist das Ergebnis einer ertragreichen Zusammenarbeit zwischen der Graphischen Sammlung ETH ZĂŒrich und dem Lehrstuhl fĂŒr Ostasiatische Kunstgeschichte der UniversitĂ€t ZĂŒrich.
Die LukasbrĂŒder in Wien. Akademiestudium, Mittelalterrezeption, Maltechnik. Hrsg.: Reinkowski-HĂ€fner, Eva; Hrsg.: Bastek, Alexander. 2023. 176 S. 21 Abb., 136 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1320-7 Michael Imhof
Die AufsĂ€tze in diesem Band geben neue Einsichten in die bereits vielmals besprochene Zeit der LukasbrĂŒder an der Wiener Akademie und die kĂŒnstlerische Entfaltung der jungen AkademieschĂŒler Johann Friedrich Overbeck, Franz Pforr, Josef Wintergerst, Ludwig Vogel, Josef Sutter und Konrad Hottinger. Das sind zugleich die AnfĂ€nge einer romantischen Malerei, die sich explizit religiösen und patriotischen Themen zuwandte und zwar im Rekurs auf die Malerei der alten Meister, insbesondere DĂŒrers und Raffaels. Es lohnt sich, die ersten Schritte dieser KĂŒnstlergruppe noch einmal nĂ€her zu betrachten, da ihre Konzepte und Bildideen die Malerei des gesamten 19. Jahrhundert prĂ€gten.
Nicht nur die Wiederentdeckung alter Maltechniken, sondern auch die BeschĂ€ftigung mit der Geschichte der Kunst und das gemeinsame Zeichnen machen die LukasbrĂŒder exemplarisch fĂŒr das Werden der Romantik. In Wien erprobten die LukasbrĂŒder Verfahren des kollektiven Arbeitens und der produktiven Auseinandersetzung mit Religion und Geschichte.
Michael Thimann macht deutlich, dass die KĂŒnstler an der romantischen Wiederentdeckung des Mittelalters partizipierten, wie sie sich auch in den Schriften Friedrich Schlegels offenbart. Erstmals wird nun eingehend untersucht, wie sich diese ideengeschichtliche Wende auch materiell in der Werkpraxis und Maltechnik der LukasbrĂŒder niederschlug. Eva Reinkowski-HĂ€fner konnte im von der DFG geförderten Projekt „Kunsttechnologische Forschungen zur Staffeleimalerei der Nazarener“ nachweisen, dass sich die Orientierung an der Malerei der „alten Maler“ auch auf die Maltechnik und Materialverwendung der jungen SchĂŒler auswirkte, wobei sie bereits in den ersten AnfĂ€ngen eine kĂŒnstlerische und maltechnische IndividualitĂ€t ausbildeten.
Pommern ? Land am Meer. Katalog zur Landesgeschichtlichen Dauerausstellung des Pommerschen Landesmuseums, Greifswald. Hrsg.: Dehnert, Gunter; KrĂŒger, Joachim; Pommersches Landesmuseum, Greifswald. 2023. 280 S. 238 fb. Abb., 2 Abb. 26 x 22 cm. EUR 24,90. CHF 28,60 ISBN: 978-3-7319-1395-5 Michael Imhof
Die Stiftung Pommersches Landesmuseum wurde 1996 gegrĂŒndet. Erst nach der Wiedervereinigung war es möglich geworden, das Museum in Greifswald und damit in Pommern selbst zu realisieren. Im Jahr 2005 ĂŒbergab man die gesamte, aus sechs HĂ€usern und vier Außenanlagen bestehende Einrichtung der Öffentlichkeit. Etappenweise folgten die einzelnen Abteilungen der landesgeschichtlichen Dauerausstellung, ÂŹzuletzt im April 2021 die „Geschichte Pommerns im 20. Jahrhundert“ als neuester Teil.
Der vorliegende Ausstellungskatalog wirft in kurzen Essays Schlaglichter auf die Epochen der pommerschen Geschichte mit ihren zahlreichen BrĂŒchen und KontinuitĂ€ten vom Ende der letzten Eiszeit bis zum Beitritt Polens zum Schengen-Raum 2007. Herausragende Exponate werden ausfĂŒhrlich in Wort und Bild vorgestellt.
Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. TĂ€tigkeitsbericht 2022. Hrsg.: Weniger, Matthias; Fuhrmeister, Christian; Korn, Julia Maria; Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. 2023. 160 S. 92 fb. Abb., 4 Abb. 24 x 17 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-1376-4 Michael Imhof
Im 2015 gegrĂŒndeten Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern arbeiten aktuell an die 30 staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen aus dem gesamten Freistaat zusammen.
In dem Band geben sie einen Überblick ĂŒber ihre AktivitĂ€ten im Jahr 2022. FĂŒr die aktuelle Ausgabe wurden Struktur und Gestaltung ĂŒberarbeitet.
Leonhard Christoph Sturm. Theorie und Praxis der Architektur im frĂŒhen 18. Jahrhundert. Hrsg.: Zalewski, Paul; von Engelberg, Meinrad. 2023. 240 S. 84 fb. Abb., 24 Abb. 29 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1327-6 Michael Imhof
Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) ist heute vor allem als einer der einflussreichsten deutschen Architekturtheoretiker seiner Zeit bekannt.
Die von Sturm und seinem ‚geistigen Vater‘ Nicolaus Goldmann entwickelten Ideen gelten als das umfangreichste Konzept einer Architekturtheorie im deutschsprachigen Raum – als eine den italienischen und französischen Werken ebenbĂŒrtige Architekturlehre.
Sturm war aber noch viel mehr und anderes: Mathematikprofessor und streitbarer theologischer Laie, Reisender, vielgelesener Verfasser von LehrbĂŒchern und zuletzt auch praktizierender Architekt.
Um dieser vielschichtigen, widersprĂŒchlichen und bis heute in ihrer Bedeutung umstrittenen Figur gerecht zu werden, versammelt der Band BeitrĂ€ge von 15 Autorinnen und AutoÂŹren aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz, die Leonhard Christoph Sturms Leben und Werk mithilfe ganz unterschiedlicher Perspektiven und Fragestellungen in den Blick nehmen.
Die Zusammenschau der vielseitigen Untersuchungen, der 82 meist farbigen Abbildungen und der prÀsentierten Quellenfunde bietet ein neues, differenziertes Bild von einem der interessantesten Protagonisten der Barockzeit in Norddeutschland.
Geschichte - Deutung - Wirkung. Schriftenreihe der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz (12). Hrsg.: von Welck, Karin; Ranft, Andreas. Das Cranach-Triegel-Retabel im Westchor des Naumburger Doms. 2023. 192 S. 7 Abb., 140 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1359-7 Michael Imhof
Der Naumburger Dom wurde 2018 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingeschrieben. Ausschlaggebend war die Feststellung, dass es sich bei den Arbeiten des Naumburger Meisters, der die Kathedrale um das Jahr 1250 mit dem Westchor vollendete, um ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft handelt. Der Westchor mit seinem berĂŒhmten Skulpturenzyklus stand von Beginn an unter dem Patrozinium der heiligen Gottesmutter Maria, der auch sein Hauptaltar gewidmet war. Der Naumburger Bischof Johannes von Schönberg († 1517) bestimmte den Westchor zu seiner Grabkapelle und stattete in diesem Zusammenhang den Marienaltar mit einem neuen großen Retabel aus, das bei Lucas Cranach d. Ä. in Wittenberg in Auftrag gegeben wurde. WĂ€hrend eines Bildersturms im Jahr 1541 wurde es seines zentralen Marienbildes beraubt, wĂ€hrend die beiden FlĂŒgel in den folgenden Jahrhunderten im gegenĂŒberliegenden Ostchor Aufstellung fanden. Im Auftrag der Vereinigten Domstifter schuf der bekannte Leipziger Maler Michael Triegel ein neues Mittelbild mit Maria und Jesuskind. Harmonisch zusammengefĂŒhrt mit den originalen FlĂŒgeln von Lucas Cranach wurde das Retabel im Juli 2022 seiner liturgischen Nutzung ĂŒbergeben. Die Aufstellung des Cranach-Triegel-Retabels fĂŒhrte deutschlandweit zu einer Debatte ĂŒber die Frage der Bedingungen eines lebendigen Welterbes im 21. Jahrhundert.
Das Depot der Zukunft. Das Zentrale Kunstdepot der StĂ€dtischen Museen Freiburg. Hrsg.: DĂŒrrenberger, Edgar; Götzmann, Jutta; von Stockhausen, Tilmann; Stadt Freiburg. 2023. 160 S. 109 fb. Abb., 10 Abb. 28 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1329-0 Michael Imhof
Im Mai 2012 wurde das Zentrale Kunstdepot der StĂ€dtischen Museen Freiburg in Betrieb genommen. Errichtet unter den Vorgaben von Passivhaus-, Plus-Energie- und Null-EmissionsgebĂ€ude-Standard, sollte es aus der Perspektive der energetischen Effizienz, der ökologischen Nachhaltigkeit und der prĂ€ventiven Konservierung weit in die Zukunft weisen. Diese Zukunft ist nun auf ganz andere Art, schneller und krisenhafter als erwartet, eingetreten. Durch den Lockdown in der Pandemie stieg die Nachfrage nach digitalem Zugang zu Kultur und nach digitaler PrĂ€senz deutlich an. Die FunktionalitĂ€ten und die effiziente Infrastruktur des Depots ermöglichte es den Museen, dem gerecht zu werden. Auch die Verknappung und Verteuerung fossiler EnergietrĂ€ger sowie die wachsende Kritik an ihrer Nutzung wurden bei der Planung schon vorausgesehen und berĂŒcksichtigt. Vor allem aber bot und bietet das Zentrale Kunstdepot die bisher nie dagewesene Möglichkeit, den Sammlungsbestand der StĂ€dtischen Museen Freiburg von Grund auf neu zu sichten und einer Bilanz zu unterziehen.
BeitrĂ€ge zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Areals als jĂŒdisches Kulturerbe. Kleine Schriften der Bet Tfila (5). Hrsg.: BrĂ€mer, Andreas; Fauerbach, Ulrike. Die Große Synagoge am Bornplatz in Hamburg. 2023. 114 S. 38 fb. Abb., 42 Abb. 26 x 21 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1351-1 Michael Imhof
Am Bornplatz im Hamburger Grindelviertel war 1906 die Große Synagoge eingeweiht worden, in der die orthodoxen jĂŒdischen GlĂ€ubigen der Elbmetropole bis zur Reichspogromnacht im November 1938 ihr gemeinschaftliches Gebet verrichteten. 1939 wurde der GebĂ€udekomplex zwangsweise abgerissen. Der Sammelband befasst sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Platzes (heute Joseph-Carlebach-Platz), der seit 1988 die Aufgabe eines zentralen Gedenkorts zur Erinnerung an die Verfolgung jĂŒdischer Hamburgerinnen und Hamburger wĂ€hrend des Nationalsozialismus erfĂŒllt, auf dem in den kommenden Jahren aber erneut ein neues Gotteshaus entstehen wird, das den Mitgliedern der hiesigen JĂŒdischen Gemeinde als religiöser Lebensmittelpunkt dienen soll. Die vorliegende Publikation prĂ€sentiert Texte, die unterschiedliche Aspekte der Architekturgeschichte dieses Areals beleuchten, aber auch die derzeitigen Planungen zur Wiederbebauung aufgreifen.
BeitrĂ€ge des 16. Konservierungswissenschaftliche Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 17. November 2023 im Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes fĂŒr Denkmalpflege und ArchĂ€ologischen Landesmuseums (66). Hrsg.: Brandenburgisches Landesamt fĂŒr Denkmalpflege und ArchĂ€ologisches Landesmuseum. Energiebedarf und Kulturguterhalt. Deutsch; Englisch. 2023. 112 S. 86 fb. Abb., 3 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1356-6 Michael Imhof
Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die BeitrĂ€ge des 16. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums Berlin-Brandenburg zum Thema „Wie wenig ist genug - Energiebedarf und Kulturguterhalt“.
In der Politik und der Öffentlichkeit werden die Themen Klimawandel und Denkmalpflege oft gegeneinander ausgespielt. Dabei wird die intensivere Energieerzeugung durch erneuerbare Ressourcen gegen die Erhaltung und Wahrnehmung von Kulturlandschaften gesetzt. Die BeitrĂ€ge in dieser Publikation nehmen die „andere Seite der Medaille“ in den Blick – den Energiebedarf von Museen und genutzten denkmalgeschĂŒtzten GebĂ€uden mit ihren besonderen Anforderungen an das Umgebungsklima wertvollen Kulturgutes.
Um den ökologischen Fußabdruck einer Kulturinstitution zu messen, ist es wichtig, eine Klimabilanz zu erstellen. Wie passen die Rahmenvorgaben fĂŒr einen „klimaneutralen GebĂ€udebestand“, „energetische Sanierung“ und energieeffiziente Temperierung zu den Erhaltungsbedingungen von Kunst- und Kulturgut und zur Erhaltung von prĂ€gender Substanz der GebĂ€udehĂŒlle?
Die Diskussion dieser Fragen wird durch praxisnahe BeitrĂ€ge von Experten aus Restaurierung, Architektur, Naturwissenschaften, Bauphysik und Bauingenieur-wesen angeregt. Dabei wird deutlich, dass eine Differenzierung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen zur Erhaltung der jeweiligen Objekte bzw. raumspezifischen Nutzungsanforderungen fĂŒr die Regulierung des Umgebungs-klimas eine wesentliche Reduzierung des eingesetzten Energieaufwandes bedeuten kann. Dies kann z.B. durch verĂ€nderte Anforderungen an das bauphysikalische Verhalten von GebĂ€uden und GebĂ€udeteilen oder Anpassung der Anforderungen an die Regulierung kleinerer Bereiche erfolgen.
Galka Scheyer. Ein Leben fĂŒr Kunst und KreativitĂ€t. Hrsg.: Holzgang, Gilbert. 2023. 352 S. 275 fb. Abb., 15 Abb. 30 x 24 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1366-5 Michael Imhof
Feininger, Jawlensky, Kandinsky, Klee – diese Maler der Klassischen Moderne verdanken Emmy Esther Scheyer (1889–1945) viel. Selbst eine begabte Malerin, entflammt sie geradezu fĂŒr die Kunst von Jawlensky, der sie Galka nennt. 1924 grĂŒndet sie mit ihm und seinen Bauhauskollegen die „Blaue Vier“, um sie in Amerika mit Ausstellungen und VortrĂ€gen bekannt zu machen. „Es ist lebensbejahend, PlĂ€ne zu machen, wird es dann nichts, kommt was anderes. Aber Luftschlösser retten vor dem Untergang, der Mutlosigkeit heißt und SĂŒnde ist“, schreibt die „Ministerin“ ihren „vier blauen Königen“. Außerdem verhilft sie Kindern und Jugendlichen zur eigenen KreativitĂ€t. Ihr filmreifes Leben endet in Hollywood.
Mit 300 Abbildungen, Briefen, Ausschnitten aus TagebĂŒchern und Aussagen von Zeitgenossen zeichnet Gilbert Holzgang das PortrĂ€t der leidenschaftlichen Pionierin, Kunstvermittlerin und Netzwerkerin. FĂŒr seine Forschungen und TheaterstĂŒcke wurde er mit dem niedersĂ€chsischen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
On the Verge of Nothing. Franz Erhard Walther. Hrsg.: Jehn, Elisabeth Anna. Deutsch; Englisch. 2023. 48 S. 24 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-1394-8 Michael Imhof
In den frĂŒhen 1960er Jahren wird anhand einer Reihe innovativer KunstentwĂŒrfe Franz Erhard Walthers neues KunstverstĂ€ndnis deutlich. Die Werke zeichnen sich durch eine radikale Leere aus. Ausgehend von einem GesprĂ€ch mit Franz Erhard Walther zeigt die Publikation auf, wie prĂ€gend das Abwesende fĂŒr eben dieses neue KunstverstĂ€ndnis ist. Es ist ein Drahtseilakt an der Grenze zum Nichts.
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