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Adam von Bartsch (1757–1821). Leben und Werk des Wiener Kunsthistorikers und Kupferstechers unter besonderer Berücksichtigung seiner Graphik nach Handzeichnungen. Rieger, Rudolf. 2013. inkl. DVD. 1264 S. 1307 z. T. fb. Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 199,00. CHF 270,00 ISBN: 978-3-86568-701-2 Michael Imhof
Adam von Bartsch gilt als „Ahnvater“ der modernen Graphikforschung, formulierte er doch nicht nur grundlegende Überlegungen zur Systematisierung von Druckgraphik, sondern schuf mit seinem 21-bändigen „Le Peintre Graveur“ (1803–1821) ein fundamentales Korpuswerk, das bis heute den Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit graphischer Kunst von den Anfangen bis ins 18. Jahrhundert darstellt. Kaum bekannt ist hingegen, dass Bartsch auch künstlerisch tätig war und mit einem OEuvre von fast 600 Blatt zu den innovativsten Graphikern seiner Zeit gehörte, dessen herausragende Stellung in der Graphik um 1800 noch nicht dargestellt wurde. Neben Porträts und Illustrationsgraphik widmete er sich vor allem der Reproduktion von Handzeichnungen alter Meister und schuf auf diesem Gebiet zahlreiche Blatter, die teils einzeln, teils als Folgen verlegt wurden. Der Werkkatalog unterzieht erstmalig alle Arbeiten Bartschs einer Sichtung und Beurteilung. Begleitet wird er von einer biographischen Studie und einer Analyse des graphischen Schaffens sowie einer nach Ländern gegliederten, in dieser Form noch nicht unternommenen Darstellung zur Reproduktionsgraphik nach Zeichnungen im 18. und 19. Jahrhundert, vor deren Hintergrund Bartschs Stellung erst deutlich konturiert werden kann. Neben der Würdigung Bartschs als herausragendem Vertreter eines durch die Aufklärung geprägten neuen Wissenschaftler- und Künstlertypus liefert die Publikation somit einen grundlegenden Beitrag zur Graphikgeschichte jener Zeit im europäischen Kontext.
Gartendenkmale in Berlin. Parkanlagen und Stadtplätze. Hrsg.: Landesdenkmalamt Berlin. 2013. 576 S., 1188 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 49,95. CHF 66,90 ISBN: 978-3-86568-422-6 Michael Imhof
Wie kaum eine andere Großstadt im deutschsprachigen Raum ist Berlin noch immer durch ein reiches Gartenerbe geprägt. Eine besondere Rolle spielen dabei die zahlreichen öffentlichen Parkanlagen. Das vorliegende Gattungsinventar publiziert erstmals vollständig die 178 erfassten und unter Schutz gestellten öffentlichen Grünanlagen und dokumentiert ihre Entstehungsgeschichte, ihre Bedeutung und die gartendenkmalpflegerischen Maßnahmen der letzten 35 Jahre. Zahlreiche farbige Fotos, historische Aufnahmen sowie Pläne oder Ansichten illustrieren mit beschreibenden Texten die gartenkünstlerische Entwicklung der Freiflächen in Berlin. Die Spanne reicht von ehemaligen Dorfangern aus dem Mittelalter über Gutsparks, Kirchplätze, Alleen, Botanische Anlagen, Sportanlagen, Ehrenmale, Stadtplätze, Schloss- und Volksparks bis hin zu Grünzügen und Boulevards. Umfangreiche bibliographische Angaben und ein Personenregister komplettieren das Inventar. Die Ordnung nach Bezirken und Ortsteilen ermöglicht einen guten Überblick im Stadtgebiet. Somit wird die Publikation zu einem Gewinn und unerlässlichen Nachschlagewerk für alle Liebhaber Berliner Grünanlagen, für Garten- und Kunsthistoriker, für Denkmalpfleger und Städteplaner.
Bildwerke nördlich der Alpen 1050 bis 1380. Kritischer Bestandskatalog der Berliner Skulpturensammlung. Kunz, Tobias. Hrsg.: Staatlichen Museen Berlin Preußischer Kulturbesitz. 2013. Leineneinband mit Schutzumschlag. 560 S., 634 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 69,00 ISBN: 978-3-86568-926-9 Michael Imhof
Durch ihre spezielle Geschichte sind die nordalpinen mittelalterlichen Bestände der enzyklopädisch angelegten Berliner Skulpturensammlung aus dem Bewusstsein der Wissenschaft geraten. Selbst epochale Schlüsselwerke sind oft nicht bekannt. Gründe sind die Veraltung des letzten Bestandskatalogs von 1930, die Trennung der Sammlung bis 1990 und die jahrelange Verbannung wichtiger Skulpturen in die Depots. Der vorliegende wissenschaftliche Katalog macht diesen wichtigen Teilbestand der in ihrer breiten topographischen Streuung und hohen Qualität einzigartigen Sammlung der Wissenschaft und breiten Öffentlichkeit gleichermaßen wieder zugänglich. Er umfasst die frühen nordalpinen Bildwerke aus Stein, Holz, Stuck, Ton und Metall bis zum Beginn des Weichen Stils um 1380 – inklusive der Verluste insgesamt 168 Einträge. Neben der kunsthistorischen Bearbeitung ist jedes noch erhaltene Stück durch die Restauratoren des Museums intensiv auf technologische Befunde untersucht worden.
Der Deutsche Orden und Thüringen. Aspekte einer 800-jährigen Geschichte. Hrsg.: Müller, Thomas T. 2013. 144 S. 100 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-928-3 Michael Imhof
Im 13. Jahrhundert gegründet, erstreckte sich die Ballei Thüringen des Deutschen Ordens von Mühlhausen bis nach Eger über mehrere Bistumsgrenzen hinweg. Dabei war sie nie ein geschlossenes Herrschaftsgebilde, sondern stellte einen Verwaltungsbezirk dieser 1190 von deutschen Kreuzfahrern in Akkon gegründeten geistlichen Vereinigung dar. Fast 200 Jahre nach der Auflösung des Ordens in seiner ursprünglichen Form 1809 ist dieser heute als Träger mehrerer Einrichtungen der Altenpflege in das Land seiner Patronin, der hl. Elisabeth, zurückgekehrt. In diesem Sammelband widmen sich die Autoren in elf Beitragen ganz unterschiedlichen Aspekten der 800-jährigen Beziehungen zwischen dem Deutschen Orden und Thüringen. Darstellungen zur Geschichte des Gesamtordens sowie seiner Ballei wechseln sich ab mit Arbeiten über prominente Mitglieder und ausgewählte Niederlassungen. Das Buch zeigt an einzelnen Beispielen anschaulich die Rolle des Ritterordens und seiner Protagonisten im Kontext der Thüringer Landesgeschichte auf.
Blick auf die Sammlung. DĂĽsseldorfer Malerschule in der Dr. Axe-Stiftung. Kunstkabinett der Dr. Axe-Stiftung,Kronenburg/Eifel | 27.4.2013 bis 21.4.2014 www.axe-stiftung.de. Hrsg.: Mai, Ekkehard. 2013. 280 S. 30 x 24 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 53,90 ISBN: 978-3-86568-919-1 Michael Imhof
Nach Ausstellungen zu einzelnen Themen und Gattungen der Düsseldorfer Malerschule wird mit diesem Katalog ein erster Überblick über die Sammlung der Dr. Axe-Stiftung gegeben. In einer Auswahl von rund 135 Bildern spiegelt sich die Breite und Vielfalt der Düsseldorfer Malerei von den Anfängen in der Spätromantik bis zur Freilichtmalerei um die Jahrhundertwende. Die Spanne reicht u. a. von C. F. Sohn und E. Bendemann über C. F. Lessing und J. W. Schirmer, Chr. Köhler und E. Leutze bis zu E. von Gebhardt, E. Dücker und M. Clarenbach. Neben der Historien-, Genre- und Landschaftsmalerei fügen sich Porträts und Stillleben ins Bild.
Burgen und Befestigungen in der Eifel. Von der Antike bis ins 20. Jahrhundert. Hrsg.: Wagener, Olaf. 2013. 258 S., 165 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-925-2 Michael Imhof
Der vorliegende Tagungsband vereint die Beiträge der achten Tagung des „Freundeskreises Bleidenberg e.V.“ in Oberfell 2012. Der Bogen spannt sich von antiken Befestigungen über mittelalterliche Burgen bis hin zur Ordensburg Vogelsang und zum Westwall. Die antike Befestigung auf dem Katzenberg, die Virneburg, Burg Neublankenheim, die Eltzer Fehde aber auch unbekannte Objekte wie Burghäuser werden vorgestellt. Historiker, Kunsthistoriker, Bauforscher und Archäologen geben hier einen spannenden Einblick in die Erforschung der Befestigungen der bedeutenden Landschaft der Eifel.
Baustelle Gotik. Das Freiburger Münster. Hrsg.: Städtischen Museen Freiburg. 2013. 228 S., 250 Abb. 28 x 24 cm. Pb. EUR 29,80. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-880-4 Michael Imhof
Die Baukunst des Mittelalters versetzt uns heute immer wieder in Staunen. Mit der Vollendung des Chors des Freiburger Münsters im Jahr 1513 erlebte die Gotik am Oberrhein einen letzten glanzvollen Höhepunkt. Wie damals herausragende architektonische Meisterwerke geschaffen werden konnten, wird anlässlich des 500. Jubiläums der Chorweihe in einer Ausstellung von Augustinermuseum und Münsterbauverein Freiburg und im begleitenden Katalog gezeigt. Mittelalterliches Bauen in allen Facetten – von der Planung über die Organisation bis hin zur technischen Realisierung und Finanzierung – wird hier erfahrbar. Beeindruckende Exponate aus den Städtischen Sammlungen und der Freiburger Münsterbauhütte, ergänzt durch bedeutende Leihgaben auswärtiger Museen, Bauhütten und Archive werden präsentiert. Den Ausgangspunkt bildet die Ausstellungshalle im Augustinermuseum, wo eine spannende Vielfalt an Objekten die Bautechnik des Mittelalters, Finanzierung, Planung, Organisation und Liturgie veranschaulicht. Auch die Dauerausstellung, die einen großen Teil des Münsterschatzes, der Skulpturen und Glasgemälde beherbergt, wird einbezogen. Im Museum für Stadtgeschichte wird die Rezeption des Münsters vom 16. Jahrhundert bis heute vorgestellt. Am und im Chor des Münsters informieren großformatige Tafeln über Erhaltung und Pflege des bedeutenden Bauwerks.
Géricault [Théodore]. Meisterwerke im Großformat. Imhof, Michael. 2013. 96 S., 80 Abb. 37 x 29 cm. Gb. EUR 29,99. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-957-3 Michael Imhof
Theodore Gericault (1791–1824) gehört trotz seines frühen Todes mit nur 32 Jahren zu den bedeutendsten und innovativsten Malern Frankreichs im 19. Jahrhundert. Von seiner Begabung zeugen nicht nur das großformatige Gemälde „Das Floß der Medusa“ im Pariser Louvre, sondern auch seine zahlreichen Pferdedarstellungen. Diese führte er im Zusammenhang mit Reiter- und Soldatenszenen, aber auch als Pferdeporträts und als Stall- und Alltagsbild in allen Techniken aus. Gericault war in der Auswahl seiner Motive und Formate oft revolutionär. Das gilt insbesondere für zeitgenössische Themen wie „Das Floß der Medusa“, das er im Format von Historienbildern umsetzte, und die Bilder psychisch Kranker, den sogenannten „Irrenporträts“, für die er als erster Maler das traditionelle Porträtformat wählte. Zudem hielt er sich bei der künstlerischen Umsetzung von Pferderennen im Gegensatz zu seinen zeitgenössischen Malerkollegen strenger an die Wiedergabe der Natur. Innovativ zeigte er sich auch in der neuen Vervielfältigungstechnik der Lithographie, die er als einer der ersten Künstler zur Perfektion führte. Trotz seiner Bedeutung fehlt bislang ein deutschsprachiges Buch, das mit hochwertigen Fotos die Qualität des Künstlers würdigt. Der vorliegende Band wird diese Lücke schließen.
Die Glassammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums. 16.–19. Jahrhundert. Hrsg.: Herzog Anton Ulrich-Museum, Braunschweig. 2013. 256 S., 161 meist fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 39,95. CHF 53,90 ISBN: 978-3-86568-935-1 Michael Imhof
Die Glassammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums ist eine der bedeutendsten Sammlungen dieser Art in Norddeutschland und zahlt etwa 130 Objekte. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Hohlglasproduktion des 18. Jahrhunderts. Die Bestände reichen von norditalienischen Gefäßen des 16. Jahrhunderts bis zu Glasern des 19. Jahrhunderts, hauptsachlich aus dem brandenburgischen, sächsischen, böhmischen und schlesischen Raum. Vor allem sind geschnittene Hohlglaser aus den welfischen Glashütten Lauenstein und Schorborn vertreten. Als Sonderbestand ist die 15 Exponate umfassende Gruppe der Relieftäfelchen aus dem 17. Jahrhundert zu nennen. Der Katalog stellt die Objekte der Sammlung detailliert in Wort und Bild vor
GegenLicht. GĂĽnther Grohs Neue Glasmalerei. Hrsg.: BrĂĽlls, Holger. 2013. 256 S. 300 Abb. 29 x 25 cm. Hardcover mit Schutzumschlag. EUR 39,95. ISBN: 978-3-86568-954-2 Michael Imhof
Günter Grohs (* 1958) hat einen unverkennbar eigenen Stil architekturbezogener Glasgestaltung entwickelt und ist seit geraumer Zeit einer der gefragtesten Glasmaler der Gegenwart in Deutschland. Grohs stellt sich den unterschiedlichsten Aufgaben und tritt dabei über das klassische sakrale Gestaltungsfeld der Glasmalerei hinaus. In seinen Arbeiten verbindet sich eine meist zurückhaltende Farbigkeit mit raffiniertem Einsatz der lichtbrechenden Materialqualitäten des Glases. Innovativ sind seine Gestaltungen mit Sandstrahltechnik, Gleiches gilt für den Gebrauch thermisch verformter Glaser. In den jüngsten Arbeiten hingegen kommt eine Farbdramatik zum Vorschein, die von der experimentellen Auseinandersetzung mit expressionistischer Glasmalerei des frühen 20. Jahrhunderts inspiriert ist. Das Buch bietet eine repräsentative Werkübersicht mit ca. 300 großformatigen Abbildungen. Es enthalt ein Interview mit dem Künstler, ein vollständiges Werkverzeichnis, zahlreiche bislang noch nicht veröffentlichte Arbeiten und unbekannte Entwurfe sowie Einzelbeitrage namhafter Fachleute aus Kunstgeschichte, Architektur und Denkmalpflege. Die Publikation richtet sich an Künstler, Architekten, Auftraggeber, Bauherrn und Denkmalpfleger ebenso wie an alle Leserinnen und Leser, die an Fragen zeitgenössischer Kunst und Architektur interessiert sind.
Die Herrenhäuser Gärten in Hannover. Ellrich, Hartmut. 2013. 128 S., 200 Abb. 22 x 12 cm. Pb. EUR 9,95. CHF 14,90 ISBN: 978-3-86568-938-2 Michael Imhof
Pünktlich zum 375. Jubiläum Herrenhausens 2013 legt der Historiker Hartmut Ellrich mit dem vorliegenden Band ein Buch vor, das sich der wechselvollen Geschichte der welfischen Sommerresidenz widmet. 1638 begann Herzog Georg von Calenberg im einstigen Dorf Höringhausen mit dem Erwerb von Bauernhöfen, um ein Vorwerk anzulegen – die Geburtsstunde des weltberühmten Ensembles aus Schloss und Großem Garten. Dessen Entstehung und Ausgestaltung verbindet sich mit dem Le Nôtre-Schüler Martin Charbonnier, der dem Garten zwischen 1696 und 1714 unter der Leitung Sophies von der Pfalz, Kurfürstin von Braunschweig-Lüneburg, die heute noch bekannte Struktur verlieh. Mit dem Wiederaufbau des kriegszerstörten Schlosses bis 2013 erhielt die wertvolle barocke Gartenanlage ihren axialen Bezugspunkt in Gestalt des von Georg Ludwig Friedrich Laves klassizistisch überformten Schlosses zurück.
Faszination Nofretete. Bernhard Hoetger und Ägypten. Niedersächsisches Landesmuseum Hannover | 26.4. bis 25.8.2013www.nlmh.de. Hrsg.: Lembke, Katja. 2013. 208 S. 172 fb. Abb, 66 Foto(s),sw. 26 x 21 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-927-6 Michael Imhof
Am 6. Dezember 2012 jährte sich die Entdeckung der Büste der Nofretete zum 100. Mal. Zwar wurde sie erst viele Jahre später der Öffentlichkeit vorgestellt, doch die sensationellen Funde aus der Königsstadt Amarna inspirierten Künstler und Schriftsteller unmittelbar. Auch der expressionistische Künstler Bernhard Hoetger geriet damals in den Bann der Kunst der Alten Ägypter und so begann in seinem Schaffen eine mehrjährige ägyptische Phase. Originale aus dem Ägyptischen Museum Berlin und Abgüsse aus der Berliner Gipsformerei ermöglichen erstmals eine Gegenüberstellung von expressiven Werken der Amarnazeit um 1350 v. Chr. mit Hoetgers Kunst und veranschaulichen die Trag-weite eines archäologischen Sensationsfundes für die zeitgenössische Kunst des Expressionismus. Auch Hoetgers Projekt einer ägyptisierenden Idealstadt, das nie verwirklicht wurde, wird in diesem Band anhand von Entw urfsskizzen, Plänen, Modellen und einem Film, der über einen QR-Code aufzurufen ist, vor Augen geführt.
Das historische Kassel. Wietzorek, Paul. 2013. 160 S., 250 meist fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-907-8 Michael Imhof
Kassel, einst glanzvolle Residenzstadt der Landgrafen und späteren Kurfürsten von Hessen, ist mit seiner mittelalterlichen Altstadt, seiner hugenottischen Stadterweiterung aus barocker Zeit und seinen bürgerlichen Wohnbauten und Villen in historisierenden Formen im britischen Luftangriff im Oktober 1943 untergegangen. Der vorliegende Band stellt das einstige Erscheinungsbild der Stadt vor und veranschaulicht die ungeheuren Kriegszerstörungen. Nach einem Überblick über die Geschichte der Stadt widmet sich die Publikation anhand zahlreicher historischer Aufnahmen vor allem dem Erscheinungsbild Kassels zwischen Zweitem Kaiserreich und Zweitem Weltkrieg.
Facetten des Realismus. Käthe Kollwitz und ihre Zeit. Hrsg.: Haberland, Irene; Matuschek, Beate; Stadt Kelkheim/TS. 2013. 64 S. 36 fb. Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 9,95. CHF 14,90 ISBN: 978-3-86568-909-2 Michael Imhof
Die Graphikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867–1945) zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern/Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre vorbehaltlose Beobachtung der sozialen Wirklichkeit rückt den Menschen in den Mittelpunkt der künstlerischen Aufmerksamkeit. Zeit ihres Lebens dokumentierte sie soziale Ungerechtigkeiten, das Schicksal vieler Frauen und schuf zugleich zahlreiche, nahezu intim wirkende Momentaufnahmen von Kindern. Sie schilderte die Realität aus nächster Nähe, unmittelbar, direkt und einfühlsam. Sonderausstellung und Begleitbroschüre zeigen rund 40 Graphiken aus dem Besitz des Käthe Kollwitz Museums in Köln, die einen repräsentativen Querschnitt durch das graphische Werk der Künstlerin vermitteln.
Kosmos der Niederländer. Die Schenkung Christoph Müller für Schwerin. Hrsg.: Seelig, Gero; Hrsg.: Staatliches Museum Schwerin. 2013. 336 S. 175 fb. Abb. 28 x 21 cm. Br. EUR 39,95. CHF 53,90 ISBN: 978-3-86568-958-0 Michael Imhof
Die Sammlung Christoph Müller ist hinsichtlich ihrer Themen, Gattungen und Künstlernamen vielfaltig und umfänglich angelegt, und sie stellt eine ideale Ergänzung für das Staatliche Museum Schwerin dar, handelt es sich doch ausschließlich um niederländische Werke des 16. bis 18. Jahrhunderts. Müller hat seine Sammlung über 25 Jahre hinweg aufgebaut und sich über diesen langen Zeitraum eine bemerkenswerte Kennerschaft und ein ausgezeichnetes Urteilsvermögen angeeignet, so dass die Werke durchweg von hoher bis höchster Qualität sind. In der Ausstellung und im begleitenden Katalog werden erstmals alle Gemälde vorgestellt.
Faltertanz und Hundefest. Ernst Kreidolf und die Tiere. Hrsg.: Verein und Stiftung Ernst Kreidolf. 2013. 192 S., 150 Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 19,95. CHF 28,50 ISBN: 978-3-86568-893-4 Michael Imhof
Ernst Kreidolf (1863–1956) ist in der Schweiz, aber auch in Deutschland, wo er mehr als dreißig Jahre lang lebte und arbeitete, als Bilderbuchkünstler bis heute unvergessen. Mit seinem an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erschienenen „Blumen-Märchen“ (1898), „Die schlafenden Bäume“ (1901) und „Wiesenzwerge“ (1902) setzte er neue, wegweisende Maßtäbe in der Bilderbuchgestaltung. Aber auch später entstandene Werke, unter anderem „Sommervogel“ (1908), „Alpenblumenmärchen“ (1922), „Ein Wintermärchen“ (1924), „Lenzgesind“ (1926), „Das Hundefest“ (1928) und „Grashüpfer“ (1931), in denen personifizierte Pflanzen, Tiere oder Fabelwesen die Hauptrolle spielen, zählen zu den lebendigen Bilderbuchklassikern. Ernst Kreidolfs Bilder und Texte entführen in die Welt des Märchens und des Traums. Dabei spielen Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle. Der Künstler, der am Ufer des Bodensees auf dem Hof der Großeltern aufwuchs, war mit Flora und Fauna von Kindheit an eng vertraut. Alles, was kriecht, fliegt und läuft, fand seine liebevolle Aufmerksamkeit, vom kleinen Käfer bis zum Elefanten. Unter den Insekten schätzte Kreidolf besonders Grashüpfer und Schmetterlinge, daneben spielen Katzen und Hunde in seinem Werk eine wichtige Rolle. Die „Vermenschlichung“ dieser Lebewesen variierte er in anspruchsvollen Formen und Spielarten, virtuos und einfach zugleich. Anlässlich von Ernst Kreidolfs 150. Geburtstag zeigen das Kunstmuseum Bern und die Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz die Ausstellung „Faltertanz und Hundefest. Ernst Kreidolf und die Tiere“. Die Ausstellung und der begleitende Katalog präsentieren Kreidolfs bekannte Schöpfungen, aber auch selten bzw. noch nie gezeigte Werke zum Thema Tier.
KĂĽnstlerin sein!. Maria von Heider-Schweinitz, Emy Roeder, Ottilie W. Roederstein. Hrsg.: Groskinsky, Manfred; Museum Giersch, Frankfurt am Main. 2013. 240 S., 212 fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-946-7 Michael Imhof
Eine Künstlerexistenz als weiblicher Lebensentwurf war noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kaum vorstellbar. Dennoch gab es Frauen, die sich als Künstlerinnen durchsetzten. Ausstellung und begleitender Katalog stellen drei bedeutende Künstlerinnen der Rhein-Main-Region vor: die Malerinnen Maria von Heider-Schweinitz und Ottilie W. Roederstein sowie die Bildhauerin Emy Roeder. Mit jeweils ganz eigenen künstlerischen Bild- und Formensprachen kämpften die drei Frauen für eine gleichberechtigte Wahrnehmung im Kunstbetrieb. Leben und Werk der drei Frauen – im Buch detailliert vorgestellt – verdeutlichen somit exemplarisch das Spannungsfeld zwischenindividuellem Lebensweg und künstlerischer Positionierung in einem von Männern beherrschten Gebiet. In ihrer Vorreiterrolle veranschaulichen sie außerdem den zunehmenden Einfluss von Frauen als Künstlerinnen, Lehrerinnen und Händlerinnen auf die Kunst- und Kulturszene der Rhein-Main-Region.
Bilder ohne Auftraggeber. Der deutsche Kunsthandel im 15. und frĂĽhen 16. Jahrhundert. 2013. 352 S., 280 Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-86568-627-5 Michael Imhof
Der deutsche Kunsthandel ist im Unterschied zum Auftraggebermarkt noch wenig erforscht. Dieses Desiderat zu beheben und gleichzeitig das in Qualität und Bandbreite komplexe Sortiment der frei kursierenden Marktbilder aufzuzeigen, ist Ziel der Untersuchung. Einerseits beleuchtet die Studie die Strategien der Akteure des Kunsthandels, neben Kaufleuten oder Abenteurern auch namenhafte Maler und Bildhauer, etwa Albrecht Dürer oder Veit Stoss. Andererseits werden die Orte und Modalitäten des Kunsthandels in Städten wie Lübeck, Nürnberg oder Leipzig und an Wallfahrtsorten wie Einsiedeln ermittelt. Besondere Beachtung findet die Frankfurter Messe, die das früheste Beispiel des Messehandels mit Kunst liefert. Abschließend wird den mobilen Marktbildern als bislang wenig beachtete Transferkategorie im künstlerischen Austauschprozess nachgegangen.
Ars Nova - FrĂĽhe Kupferstiche aus Italien.Hrsg.: Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. 2013. 280 S., 400 Abb. 30 x 23 cm. Gb. EUR 29,95. CHF 40,90 ISBN: 978-3-86568-914-6 Michael Imhof
Katalog der italienischen Kupferstiche von den Anfängen bis um 1530 in der Sammlung des Dresdener Kupferstich-Kabinetts. zugleich Katalog zur Sonderausstellung „Zeitenwende. Frühe Druckgraphik aus Italien und den Niederlanden“Kupferstich-Kabinett, Dresden | 11. Oktober 2013 bis 20. Januar 2014.
Die Druckgraphik des 15. und frühen 16. Jahrhunderts zählt zu den reizvollsten Gebieten des Mediums. Werke aus dieser Phase sind im Dresdener Kupferstich-Kabinett in großer Fülle vorhanden. Mit dem vorliegenden Buch liegt nun für die italienischen Kupferstiche bis um 1530 erstmals ein Bestandskatalog vor. Unter den weit über 200 Blättern finden sich Werke einflussreicher Künstlerpersönlichkeiten wie Andrea Mantegna und Antonio Pollaiuolo ebenso wie Arbeiten des international agierenden Hofkünstlers Jacopo de’ Barbari. Vertreten ist auch Giulio Campagnola, der dem Kupferstich neue Ausdrucksmittel erschloss. Neben bekannten Blättern sind seltene oder einmalige Drucke zu entdecken, so etwa von Marcello Fogolino, dessen schmales druckgraphisches OEuvre durch seine unkonventionelle Bildsprache auffällt.
zugleich Katalog zur Sonderausstellung
„Zeitenwende. Frühe Druckgraphik aus Italien und den Niederlanden“
Kupferstich-Kabinett, Dresden | 11. Oktober 2013 bis 20. Januar 2014
Die Ausstattung des Lateranbaptisterismus unter Urban VIII.. Bierbaum, Kirsten Lee. 2013. 368 S. 271 auch fb. Abb. 30 x 22 cm. Gb. EUR 59,95. CHF 73,95 ISBN: 978-3-86568-835-4 Michael Imhof
Das frühchristliche Baptisterium des Lateran ist berühmt als Stiftung Kaiser Konstantins des Großen und erster Taufort der römischen Christenheit – die barocke Ausmalung aber hat bisher kaum wissenschaftliche Beachtung gefunden. 1624 hatte Papst Urban VIII. hochkarätige Künstler wie Gianlorenzo Bernini und Andrea Sacchi für das ehrgeizige Restaurierungsprojekt engagiert, das insgesamt 25 Jahre in Anspruch nahm. Das komplexe visuelle Programm sollte eine der wichtigsten Legitimationstraditionen des Papsttums bekräftigen: die legendarische Erzählung der hier durch Papst Silvester vollzogenen Taufe Konstantins. In einer interdisziplinaren Analyse geht die vorliegende Arbeit der Entwicklung dieses konstantinischen Gründungsmythos ebenso auf den Grund wie seiner künstlerischen und liturgischen Wiederbelebung im 16. Und 17. Jahrhundert. Als erste umfassende Monographie zur barocken Bau- und Ausstattungsgeschichte des Lateranbaptisteriums entwickelt die Autorin überdies eine innovative These zum Ausstattungsprogramm, in dem sich einst der frühchristliche Raum, die erzählenden Malereien und die Taufliturgie zu einem Gesamterlebnis konstantinischer Vergangenheit verbanden.
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