Und wenn alles besser wäre ?. Eine Geschichte der Nürnberger Utopien. Hrsg.: Eser, Thomas; Schmidt, Alexander; Schneider, Anne Sophie. 2026. 160 S. 20 sw. Abb., 113 fb. Abb. 33 x 23 cm. EUR 20,00. CHF 23,00. ISBN: 978-3-7319-1634-5 Michael Imhof
Was wäre, wenn alles besser wäre? Seit Thomas Morus 1516 seine berühmte Insel Utopia erfand – einen „Nicht-Ort“ zwischen Gesellschaftskritik, Hoffnung und Satire –, begleiten utopische Entwürfe die Geschichte Nürnbergs.
Der Katalog zur Ausstellung „Und wenn alles besser wäre… Eine Geschichte der Nürnberger Utopien“ verfolgt diese Spuren über fünf Jahrhunderte hinweg. Essays, Objektgeschichten und künstlerische Beiträge erzählen von Sehnsüchten nach Freiheit, Gleichheit und Glück, von idealen Städten und grenzenlosem Fortschritt, aber auch von den Schattenseiten utopischen Denkens. Jede Zeit entwirft ihre eigenen Bilder einer besseren Zukunft – und ringt zugleich mit deren Grenzen.
Nürnberg ist ein Ort solcher Gedankenexperimente und regt an, darüber nachzudenken, wie wir künftig leben wollen: Folgen wir dem Bestehenden, oder gestalten wir das, was noch nicht ist?
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.Gábor Bándi (1939?2003). The fourth colour. Auber, Anne; Katalin Vera, Benedek; Mathias F., Hans. Hrsg.: Hans, Mathias F.; Kriesel, Tilman. Deutsch; Englisch. 2026. 192 S. 142 fb. Abb., 10 sw. Abb. 32 x 27,7 cm. EUR 24,95. CHF 28,70. ISBN: 978-3-7319-1621-5 Michael Imhof
Der aus Ungarn stammende und 2003 verstorbene Künstler Gábor Bándi lebte einige Jahre in Hamburg. Aus dieser Zeit stammen die Werke, die in dieser Publikation von der Galerie Hans zusammengetragen wurden. Gábor Bándi schuf einen einzigartigen Kosmos einer ausdrucksstarken Welt voller Farbe. Um die Bedeutung seines Werkes zu erfassen, muss man darin eintauchen.
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Coburg | Gotha | 1826. Begleitbuch zum 200. Jubiläum des Doppelherzogtums. Hrsg.: Coburger Landesstiftung.2026. 392 S. 5 sw. Abb., 308 fb. Abb. 28 x 22,8 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1632-1 Michael Imhof
Vor 200 Jahren entstand mit Sachsen-Coburg und Gotha ein Doppelherzogtum, dessen regierende Dynastie bald europäische Prominenz erlangen sollte. Persönlichkeiten wie Queen Victoria und Prinz Albert oder Leopold, der erste König der Belgier, sind bis heute bekannt. Der Begründer des Doppelherzogtums, Ernst I., steht jedoch meist im Schatten seiner berühmten Verwandten. Dieser Band rückt den ehrgeizigen Herzog ins Zentrum, der in bewegten Zeiten durch diplomatisches Geschick und dynastische Weitsicht die Grundlagen für den Aufstieg seiner Dynastie legte. Neben Ernsts Wirken als Politiker, Bauherr und Sammler beleuchtet das Buch auch die oft übersehenen Akteure hinter den Kulissen – jene Menschen, die Verwaltung und Sammlungen prägten. Ein facettenreicher Blick auf die Entstehung eines Doppelstaates, seine Herausforderungen und die Grundlagen eines „ernestinischen Zeitalters“, das Coburg und Gotha zu Zentren europäischer Geschichte machte und das bis heute auf die Kulturlandschaften beiderseits des Thüringer Walds nachwirkt. |
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.Die Marienkirche in Danzig. Der Bau und seine Ausstattung im europäischen Kontext. Hrsg.: Weilandt, Gerhard; Torbus, Tomasz. Deutsch; Englisch. 2026. 520 S. 449 fb. Abb., 16 sw. Abb. 29 x 23 cm. EUR 69,00. CHF 79,40. ISBN: 978-3-7319-1554-6 Michael Imhof
Vor mehr als achtzig Jahren erschien die letzte umfassende Monografie zur Danziger Marienkirche. Es war daher an der Zeit, die umfangreichen neuen Erkenntnisse der polnischen und der deutschsprachigen Forschung zu präsentieren. So entstand mit dem vorliegenden Band das bislang umfassendste Werk zum Thema. Nach den massiven Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs ist die 1502 vollendete Marienkirche eine der letzten monumentalen Stadtkirchen im Hanseraum, die ihre historische Ausstattung zu großen Teilen bewahrt hat. Die Bandbreite der untersuchten Kunstwerke reicht vom Mittelalter bis zum Barock, als der riesige Bau zu einem Schatzhaus aller bildenden Künste avancierte, geschmückt mit Wandmalereien und angefüllt mit Gemälden und Skulpturen aus dem Ordensland Preußen und dem Königreich Polen, aber auch dem gesamten Heiligen Römischen Reich. Hinzu kamen englische, böhmische und niederländische Importwerke, darunter das berühmte Jüngste Gericht von Hans Memling. Auch kostbare Stoffe aus Italien und dem Mongolenreich wurden umgearbeitet und dem Kirchenschatz einverleibt. Im 19. Jahrhundert entdeckte man diese Schätze nach langer Vergessenheit wieder neu. Sie zeugen bis heute von den globalen Beziehungen der reichen Bürger, ja geradezu von einer „Transferkultur“ in der Glanzzeit der Hansestadt Danzig.
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.Horas und Aschenberg. Facetten eines Fuldaer Stadtteils im Wandel der Zeit. Hrsg.: Bohl (?), Susanne; Glaser, Marita; Unter Mitarbeit von Kiel, Michael.2026. 256 S. 212 fb. Abb. 24 x 16,8 cm. EUR 24,95. CHF 28,70. ISBN: 978-3-7319-1501-0 Michael Imhof
Das erste Buch über Horas und den Aschenberg“, so kann man diese Ortschronik tatsächlich nennen, denn es ist das erste Mal, dass die Geschichte des Dorfes und späteren Fuldaer Stadtteils Horas mit dem Aschenberg weitestgehend erforscht und verfasst wurde.
Von Funden aus der Steinzeit über Geologie und Urbarmachung, auf dem Weg des hl. Bonifatius bis hin zum modernen Stadtteil mit seinen „Wolkenkratzern“, begibt sich der Leser auf eine informative und teils humorige Reise. Ergänzt durch eine große Anzahl an Bildern wird die Stadtregion in verschiedenen Themenbereichen mit all ihren Facetten und ihrer Geschichte vorgestellt.
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.Kunstsammlung Carlo & Karin Giersch. Freude am Sammeln. Hrsg.: Stiftung Giersch, Frankfurt am Main; Beitr.: Caesar, Claudia; Großkinsky, Manfred; Gerhard, Kölsch. 2026. 624 S. 460 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 59,00. CHF 67,90. ISBN: 978-3-7319-1572-0 Michael Imhof
Das Frankfurter Unternehmerehepaar Carlo und Karin Giersch, Stifter des Museum Giersch der Goethe-Universität, trug in 40 Jahren eine beachtliche Sammlung an Malerei, Bildhauerei und Papierarbeiten zusammen. Auf die Kunst der Kulturlandschaft Frankfurt/RheinMain des späten 18. bis mittleren 20. Jahrhunderts fokussiert, spiegelt „Freude am Sammeln“ mit 415 Werken eine stilistisch vielfältige Vorliebe für Landschafts- und Genremotive. Einen Schwerpunkt bilden die Initiatoren der Kronberger Malerkolonie – Anton Burger, Jakob Fürchtegott Dielmann und Philipp Rumpf –, einen kleineren ein Konvolut der Vorläufergeneration um die Künstlerfamilie Schütz. Ein personell breites Spektrum bietet die Kunstszene in den Jahrzehnten um 1900: Während Otto Scholderer und Adolf Schreyer in die Heimat zurückkehrten, zogen Philipp Franck, August Gaul und Fritz Klimsch nach Berlin oder ließen sich Ferdinand Brütt, Hans Thoma und Wilhelm Trübner für gewisse Zeit in der Region nieder. Zur lebendigen Historie der Frankfurter Kunstszene trugen zudem weniger bekannte auswärtige Kollegen mit Ausstellungen und topographischen Motiven bei. Der Katalog stellt jeden Künstler und dessen Werke monographisch vor und schließt zahlreiche Forschungslücken der Kunstgeschichte der Kulturlandschaft Frankfurt/RheinMain. |
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Schaufensterfiguren / Mannequins 1850?1950. Modelle - Hersteller - Marken / Models - Manufacturers - Marks. Knapp, Wolfgang. Englisch;2026. 240 S. 243 fb. Abb., 15 sw. Abb. 32 x 22 cm. EUR 34,95. CHF 40,20. ISBN: 978-3-7319-1584-3 Michael Imhof
Historische Schaufensterfiguren sind faszinierende Zeugnisse des Zeitgeists an der Schnittstelle von Kunst, Handwerk und Industrie. In ihnen bündeln sich Schönheitsideale, Modeströmungen und Werbestrategien. Längst haben Museen, der Kunsthandel und Sammler den kulturhistorischen Wert und die ästhetische Ausstrahlung dieser Objekte entdeckt. Diese Publikation präsentiert zeittypische Figuren und Archivalien der bedeutendsten deutschen und französischen Hersteller von 1850 bis 1950 sowie Objekte und Dokumente aus noch älteren Epochen. Ihr Schwerpunkt liegt auf den 1920er und 1930er Jahren, einer Blütezeit der Schaufensterkunst, in der Künstler wie Rudolf Belling, Karl Schenker, Paul Scheurich und Gerhard Schliepstein ikonische Modelle schufen.
Ein unverzichtbares Standardwerk für alle, die sich für Modegeschichte, Design, Kunstgewerbe und die Kultur der Warenpräsentation begeistern.
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.ROKOKO under construction. The Making of Schloss Augustusburg. Hrsg.: UNESCO-Welterbestätte; Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl; Redaktion Benedikt, Bauer; Xenia, Schürmann. Englisch;2026. 280 S. 83 fb. Abb., 13 sw. Abb. 28 x 20,8 cm. EUR 34,95. CHF 40,20. ISBN: 978-3-7319-1549-2 Michael Imhof
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Die Kirche in Heiligenkirchen. karolingisch - romanisch - gotisch. Kleinmanns, Joachim. Hrsg.: Heimatverein Heiligenkirchen e.V. 2026. 120. S. 141 fb. Abb., 19 sw. Abb. 29,7 x 21,2 cm. EUR 22,00. CHF 25,30 ISBN: 978-3-7319-1624-6 Michael Imhof
Die eindrucksvolle kleine Dorfkirche von Heiligenkirchen bei Detmold hat eine lange Geschichte, die in der Karolingerzeit beginnt. Der Bauhistoriker Joachim Kleinmanns hat die Ergebnisse einer archäologischen Untersuchung der 1960er Jahre, neue dendrochronologische Ergebnisse, eigene Bauuntersuchungen sowie zahllose Schrift- und Bildquellen ausgewertet. Alle Bauphasen vom Beginn um 800 über den romanischen Neubau, die Erweiterungen der Hoch- und Spätgotik, eine adelige Gruft der Barockzeit und die Restaurierungen vom Historismus bis in die Gegenwart werden erstmals umfassend präsentiert. 160 farbige Abbildungen, Zeichnungen, Fotos und Pläne illustrieren den Text und stellen das Bauwerk von den Anfängen bis in die Gegenwart dar.
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Das Rätsel MAKÈ. Philosophie der Malerei - Farbe und Form. Hrsg.: Maslakova-Clauberg, Dr. Natalia. Deutsch. 2026. 144. S. 39 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 21,70. CHF 25,00 ISBN: 978-3-7319-1628-4 Michael Imhof
Das Buch behandelt Leben und Werk der aus der kasachischen Republik (Sowjetunion) stammenden Künstlerin MAKÈ (1959–1993), die 1991 in die USA zog und Bilder schuf, die den Geist der Umbruchzeit und ihre persönlichen Erfahrungen einfängt. Es handelt sich um eine faszinierende, farbenfrohe und philosophische Malerei, die im neoexpressionistischen und symbolistischen Stil ausgeführt ist. Sie enthält eine Botschaft in Farben und Formen. |
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Rembrandt 1632. Entstehung einer Marke / Creation of a Brand. Hrsg.: Lange, Justus; Hessen Kassel Heritage; Timo, Trümper; Friedenstein Stiftung Gotha. Englisch; Deutsch. 2026. 288. S. 173 fb. Abb., 11 sw. Abb. 27 x 22 cm. EUR 39,95. CHF 45,90. ISBN: 978-3-7319-1569-0 Michael Imhof
Obwohl Rembrandt zu den meisterforschten Künstlern des 17. Jahrhunderts zählt, bleiben manche Aspekte seines Schaffens im Dunkeln. Dies gilt auch für die Zeit um 1632, die sowohl stilistisch als auch biografisch von entscheidender Bedeutung und von tiefgreifenden Umbrüchen geprägt war: Rembrandt wechselte von Leiden nach Amsterdam, trat dort in die Werkstatt von van Uylenburgh ein, erschloss sich durch bedeutende Auftragsarbeiten neue Käuferkreise und erlangte zunehmende Bekanntheit.
Der Ausstellungskatalog wirft einen konzentrierten Blick auf Werke von 1632 und untersucht, wie Rembrandts Œuvre sich bis zu diesem Jahr entwickelt hat. Er nimmt Varianten und Kopien in den Fokus, um verschiedene Stilmerkmale, Werkstattverfahren und die Funktion einzelner Gemälde genauer untersuchen zu können. Die einzelnen Beiträge spannen den Bogen von den sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Amsterdam der 1630er-Jahre über die Entwicklung der Porträtmalerei und vergleichende Analysen von Selbstbildnissen bis hin zu Rembrandts Historien, Tronies und seinem grafischen Werk dieser Zeit. So entsteht ein vielschichtiges Panorama, das die künstlerische Produktion Rembrandts in ihren stilistischen, materiellen und kulturellen Dimensionen differenziert erfahrbar macht.
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Altmeister-Gemälde erworben für das Kunstmuseum Basel 2008-2024. Ein Erinnerungsbuch. Brinkmann, Bodo. 2026. 224 S. 205 fb. Abb., 2 sw. Abb. 29 x 24 cm. EUR 34,00. CHF 39,10 ISBN: 978-3-7319-1595-9 Michael Imhof
Gemälde von Lucas Cranach d. Ä., Angelika Kauffmann, der Malerfamilie Holbein, Caspar Wolf, Salomon de Bray und vielen mehr, aber auch Glasmalereien, kamen in den fast zwei Jahrzehnten der Amtszeit Bodo Brinkmanns ans Kunstmuseum Basel. Als Konservator betreute er die Sammlung Alter Meister, entdeckte Schätze im Depot und begleitete Neuzugänge und Dauerleihgaben mit Glück und Geschick. Er schildert in diesem Band, wie es bei den Erwerbungen – vor allem grosszügigen Schenkungen – zuging, und eröffnet damit spannende Einblicke hinter die Kulissen des Museumsbetriebs. Das sind bei weitem nicht nur Anekdoten; das ist sorgfältig dokumentierte und dabei durchaus unterhaltsam präsentierte Kunst- und Sammlungsgeschichte. Mit gründlichen Analysen und grossformatigen Abbildungen gibt dieses Kompendium den neuen Altmeister-Gemälden im Kunst¬museum Basel den kunsthistorischen Stellenwert, den sie verdienen. |
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Danzigs spätmittelalterliche Paramente im 20. Jahrhundert. Erinnerung, Konservierung, Überlieferung. Hrsg.: Samerski, Stefan; In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 2026. 152 S. 20 sw. Abb., 100 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1602-4 Michael Imhof
Aus der Danziger Marienkirche sind uns spätmittelalterliche Textilien überliefert, die qualitativ und quantitativ zu den bedeutendsten der Welt gehören. Sie spiegeln den Glanz der hanseatischen Blütezeit wider und waren seit dem 19. Jahrhundert Exponent der kulturellen Identität der Weichselstadt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Paramentenschatz im großen Stil zerstreut. Zusammen mit der modernen Konservierung der Textilien und einzelnen Vergleichsbeispielen in anderen Museen soll das bewegte Schicksal des geteilten Bestandes von verschiedenen Wissenschafts¬disziplinen beleuchtet und in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Gerade die Geschichte des Danziger Paramentenschatzes bietet einen fundierten Diskussionsbeitrag für einen angemessenen Umgang mit dem eigenen Kulturgut.
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Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt. Band 87· 2026. Sladeczek, Martin. Herausgegeben von Verein für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e.V. 2026. 12 sw. Abb., 47 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 20,00. CHF 23,00 ISBN: 978-3-7319-1614-7 Michael Imhof
Die Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt erscheinen seit 1865 und gehören zu den renommierten Fachzeitschriften in Thüringen mit überregionaler Ausstrahlung. Schwerpunkte sind die Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Denkmalpflege und Kultur der Stadt Erfurt und ihres ehemaligen Landgebietes. Der aktuelle Band bietet neben Rezensionen, einem archäologischen Jahresbericht und einer Stadtchronik für 2025 ein breites Spektrum an Miszellen und Aufsätzen. Eine spektakuläre Wiederentdeckung ist der Rebstockpokal des bedeutenden Patriziers Otto Ziegler. Neue Erkenntnisse gibt es auch zur Prozession nach Schmidtstedt, die an eine mittelalterliche Hungersnot erinnerte. Weitere Beiträge würdigen den bedeutenden barocken Baumeister Johann Maximilian von Welsch, stellen Gotha und Erfurt als Orte der Demokratiegeschichte vor, plädieren für einen differenzierten Umgang mit dem kolonialen Erbe Erfurts und erinnern an das „Consulat der Vereinigten Staaten von Nordamerika“ sowie an den jüdischen Rechtsanwalt Max Rudnicki.
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Der Holzwurm Hans. Lambrecht, Wolfgang. 2026. 92 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 12,95. CHF 14,90 ISBN: 978-3-7319-0770-1 Michael Imhof
Im nahegelegenen Wald wohnt eine ganz gewöhnliche Holzwurmkolonie und – ups, eine gewöhnliche Holzwurmkolonie? Na ja, vielleicht nicht ganz ... Auf jeden Fall erledigt sie fleißig und pflichtbewusst die Aufgabe, die ihr von der Natur aufgetragen wurde: altes Holz zu Staub zu verarbeiten und Platz zu schaffen für neue Pflanzen. Wie in jeder Kolonie gibt es auch hier feste Arbeitszeiten. Jeden Tag zur Frühstückspause, für deren Einhaltung der Vorarbeiter Friedel zuständig ist, erscheint Hans mit einiger Verspätung. Während er nämlich seiner Arbeit nachgeht, hat er sich einen Kopfhörer auf die Ohren gezwickt. Hieraus dröhnen die unterschiedlichsten Beats in sein Hirn und lassen ihn fröhlich die Hüften im Takt hin- und herschwingen. Er liebt die Musik über alles, ist nahezu verrückt danach. Allerdings kann er dadurch das Signal zur Pause nicht hören und so muss ihm Friedel von hinten auf die Schulter klopfen und ihn holen. Im Frühstücksraum angekommen, setzt sich Hans auf seinen Platz, packt einen Splitter der saftigen Zeder aus, beißt hinein – und es beginnt für die anderen die schönste Zeit des Tages: Hans erzählt von seinen Abenteuern, seinen Erlebnissen – und das, obwohl er noch nie aus der Kolonie herausgekommen ist. Doch eines Tages ...
Liebevolle Figuren in einer ausgesprochen schönen Geschichte von Abenteuer und Freundschaft hat der Autor Wolfgang Lambrecht in diesem Buch geschaffen. Perfekt ergänzt mit den großartigen, detailreichen und anspruchsvollen Illustrationen von Patrick Romanowski, ist es geeignet für alle Leser und Zuhörer von 4 bis 94 Jahren.
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In the Serenity of the Himavanta Forest. What the Berlin Traiphum Discloses. Stoye, Martina; Panarut, Peera. Hrsg.: Staatliche Museen zu Berlin. Englisch. 2026. 150 S. 47 fb. Abb. 27 x 25 cm. EUR 34,00. CHF 39,10 ISBN: 978-3-7319-1581-2 Michael Imhof
Das Buch von den „Drei Welten“ („Traiphum“; Inv.Nr. II 650, Museum für Asiatische Kunst Berlin) ist eine der schönsten und ältesten Prachthandschriften zur buddhistischen Kosmologie aus Thailand. Die 33 Meter lange Leporello-Handschrift wurde 1776 von König Taksin von Thonburi bei vier Hofmalern und vier Hofschreibern beauftragt. Das Berliner Museums-Programm CoMuse bot 2023 den Einstieg in eine kollaborative Erforschung ihrer Bilder und Texte. Die beiden Autoren legen hier ihre gemeinsame Forschung vor. Im Fokus steht ein sechs Meter langer Abschnitt: die abgeschiedene Welt des Himavanta-Waldes mit herrlichen Seen, Tieren und Pflanzen, dem Verlauf des südlichen Stroms vom Himavanta-Wald in die Menschenwelt und vielen darin verorteten J?takas (Vorgeburtsgeschichten des Buddha). Aufgezeigt werden nicht nur das Wechselspiel von Text und Bild in der Handschrift selbst, sondern auch die Verbindungen des Dargestellten zu weiteren Texttraditionen Thailands und des Therav?da-Buddhismus.
The ‘Book of the Three Worlds’ (‘Traiphum’; inv. no. II 650, Museum für Asiatische Kunst, Berlin) is one of the most beautiful, oldest and magnificent manuscripts on Buddhist cosmology from Thailand. The thirty-three-metre long leporello manuscript was commissioned by King Taksin of Thonburi in 1776 from four royal painters and four royal scribes. In 2023, the Berlin museum programme CoMuse allowed collaborative research to be carried out of its images and texts. This book is the outcome of the joint research by the two authors. It focuses on a six-metre-long section of the manuscript: the idyllic and secluded world of the Himavanta forest with its beautiful lakes, animals and plants, the course of the southern stream from the Himavanta forest to the human world and the many J?takas (pre-birth stories of the Buddha) situated therein. The authors not only analyse the interplay of text and image in the manuscript, but also explore the connections between what is depicted here and other textual traditions of Thailand.
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Neumarkt-Kurier 1/2026 [Dresden]. Rekonstruktion, Wiederaufbau und klassischer Städtebau. Herausgegeben von Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden e. V. 2028. 32 S. 32 fb. Abb. 8 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 5,00. 5,80 ISBN: 978-3-7319-1629-1 Michael Imhof
Offener Brief: Dresden braucht eine Ringstraße | Holger Just
Die Pirnaische Vorstadt – ihre Geschichte und Zukunft aus der Sicht der Initiative Carolabrücke e.V. | Milena Filipps
Das Kurländer Palais in Dresden im 18. Jahrhundert | Tobias Knobelsdorf
Eine klassische Fassade ist wie ein offenes Buch. Warum wir junge Menschen wieder mehr für klassische Baukultur begeistern sollten | Leon Furkert
Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für Hans-Joachim Jäger | Torsten Kulke
„Wie weit willst du gehn?“ – Die Restaurierung der Akropolis von Athen (Teil 1) | Stefan Hertzig
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Tausendundeine Geschichte. Wie die Archäologie Funde zum Sprechen bringt. Herausgegeben von Matzerath, Simon; Linke, Julia; Hornung, Sabine;Höpken, Constanze; Kasparek, Nicole; Ney, Wolfram; Wiermann, Roland. 2027. 192 S. 97 fb. Abb. 24 x 30 cm. EUR 29,90. 34,40 ISBN: 978-3-7319-1582-9 Michael Imhof
Was unterscheidet Archäologie von Schatzsuche? Archäologische Objekte faszinieren nicht nur durch ihre Form oder Schönheit – sie sind Zeugnisse vergangener Lebenswelten, voller Geschichten, Verbindungen und Erkenntnisse. Wir rücken genau diese Geschichten hinter den Funden in den Mittelpunkt: spannende Entdeckungen, besondere Fundumstände, wissenschaftliche Deutungen und neue Perspektiven auf das kulturelle Erbe. Im Fokus steht nicht das Objekt als kunsthistorischer Schatz, sondern als kulturgeschichtliches Zeugnis in einem konkreten Zusammenhang. So entsteht ein facettenreiches Bild archäologischer Forschung – von der Grabung bis zur Auswertung, von der Hypothese bis zur Erkenntnis. Die Publikation fasst aktuelle wissenschaftliche Diskussionen zusammen und möchte zugleich zeigen, wie vielfältig und ¬lebendig archäologische Arbeit heute ist. Sie vereint fundiertes Wissen, ¬anschauliche Beispiele und den Blick für das Besondere – weit über die reine Objektästhetik hinaus. Ein Buch, das die Vergangenheit lebendig macht – durch Geschichten aus einer europäischen Grenzregion, erzählt von Funden aus dem Gebiet des Bundeslandes Saarland. |
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Otto Ralfs, Käte Ralfs, Junge Kunst. Avantgardeförderung in der Provinz. Holzgang, Gilbert. 2026. 160 fb. Abb. 56 sw. Abb. 29 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1604-8 Michael Imhof
Otto Ralfs förderte Maler wie Wassily Kandinsky und Paul Klee, als sie noch kaum bekannt waren. Mit seiner Frau Käte Ralfs und anderen Kunstliebhabern gründete er 1924 die Gesellschaft der Freunde junger Kunst. Im Braunschweiger Schloss veranstalteten sie zwischen 1925 und 1933 viele Ausstellungen. Die Künstler reisten an, bis die Nationalsozialisten diese wegweisende Kulturarbeit verhinderten. Otto Ralfs verlor seine Klee- und Kandinsky-Sammlung im Zweiten Weltkrieg. Aber er gab nicht auf! Von 1947 an führte er in Braunschweig eine Galerie für zeitgenössische Kunst. Er zeigte Werke von Anna Dräger-Mühlenpfordt und Ida Kerkovius, Willi Baumeister, Fritz Winter und vielen anderen und pflegte internationale Kontakte. Anhand von Briefen, Tagebüchern und Gästebüchern schildert die Biografie den großartigen Einsatz von Otto und Käte Ralfs für Malerinnen und Maler der Bauhaus-Ära und der Fünfziger Jahre. Berichtet wird auch, wie Wissenschaftler und Journalisten auf das Aufkommen der ungegenständlichen Malerei reagierten. Neueste Vorkommnisse im Kunstmarkt und den Landesparlamenten werden ebenfalls behandelt. |
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Edvard Munch. Selbstporträt beim Wein 1906 im Kontext von Leben und Schaffen. Schubert, Dietrich. 2026. 124. S. 84 fb. Abb. 29 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1620-8 Michael Imhof
Unter den europäischen Expressionisten, die vor dem großen Krieg 1914/18 ihr Werk entfalteten, kommt dem Norweger Edvard Munch eine Sattelstellung zu. Seine Radierungen, Lithographien und Holzschnitte gaben wohl noch stärkere Impulse auf jüngere Künstler als seine Ölstudien und Gemälde. Zu denken ist dabei an die Architekturstudenten in Dresden, die sich 1905 zu einer Gruppe vereinten, die sie im Anschluss an Friedrich Nietzsches Texte im berühmten Buch „Also sprach Zarathustra“ mit dem Begriff BRÜCKE tauften.
Durch die negativen Kritiken, welche Munch in seiner Heimat hinnehmen musste, und die Spannungen innerhalb der Christiania-Bohème begann er zunehmend nach Frankreich, Nizza und Paris, wo er bei der Gruppe der „Unabhängigen“ seine Werke zeigte, und nach Deutschland zu reisen und auszustellen. In Berlin führte 1892 seine Ausstellung im Verein Berliner Künstler wegen des Skandals, den seine Gemälde auslösten, sogar zur Gründung der „Berliner Secession“. Durch die Kontakte mit Harry Graf Kessler in Weimar, dem Augenarzt Dr. Linde in Lübeck, dem Hamburger Juristen Gustav Schiefler, der ein erstes Verzeichnis seiner Radierungen bis 1907 erstellte, und dem Fabrikanten Herbert Esche in Chemnitz erhielt das Schaffen Munchs kreative Impulse. Eine desaströse Beziehung zu der reichen bürgerlichen Tulla Larssen, die mit einem Revolver hantierte, erschütterte den sensiblen Maler nachhaltig, verstärkte seine Melancholie, ließ ihn zu viel Alkohol trinken, so dass er zwischen 1903 und 1907 in eine gravierende Krise geriet. In diesen Jahren suchte er Erholung in Thüringen, und zwar in Elgersburg, in Weimar und in Bad Kösen/Saale. Trotz seiner Situation malte er intensiv Menschen, Landschaften und zahlreiche Selbstporträts, so auch das herausragende als einsamer Weintrinker im Sommer 1906. Dieses monologische Werk steht hier im Zentrum der Erörterungen; Munch stellte es zwar aus, so besonders 1912 in Köln in der Sonderbund-Ausstellung, die ihn neben Vincent van Gogh als Vorreiter des Expressionismus feierte, verkaufte es jedoch nicht.
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