KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue BĂŒcher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Harrassowitz Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | vor>
 
Aleksanderia. Studies on Items, Ideas and History. Dedicated to Professor Aleksander Bursche on the Occasion of his 65th birthday. Hrsg.: Cio?ek, Renata; Chowaniec, Roksana. Englisch. 2021. 446 S. 221 ill., 27 maps, 23 tables. 29,7 x 21,0 cm. EUR 138,00. ISBN: 978-3-447-39138-2 Harrassowitz Verlag
This festschrift dedicated to Professor Aleksander Bursche contains forty-five scientific papers written by sixty-three authors, from over a dozen countries.
All contributions present both archival works and absolutely new discoveries and studies, and are all richly illustrated. Many papers fill existing so far significant gaps in knowledge. They are dealing with ancient numismatic, archaeology and ancient history touching upon issues related to the Celts, Greek and Romans, Barbarians, affecting the areas of the Classical and Barbarian Worlds. The authors, leading scholars from various academic disciplines, present in this volume exceptional perspectives and research, illustrating potential of various artefacts as a source for the study of economy, trade, social and cultural changes and dynamics. The volume will enrich our knowledge about twenty-first century numismatic and archaeological studies, being modern and interdisciplinary.
Rahmentheorien und Affordanzkonzepte in der archĂ€ologischen Bildwissenschaft. Philippika (147). Hrsg.: GĂŒnther, Elisabeth; Fabricius, Johanna. Mehrdeutigkeiten. Deutsch. 2021. 272 S. 73 Abb., 7 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11567-4 Harrassowitz Verlag
Die Mehrdeutigkeit antiker Bilder spielt eine wichtige Rolle in der archĂ€ologischen Forschung. Bislang allerdings manifestierte sie sich vor allem als eine unwĂ€gbare Herausforderung bei der historischen Kontextualisierung der Artefakte und DenkmĂ€ler. Dies will der interdisziplinĂ€re Band, der aus einer Tagung an der Freien UniversitĂ€t Berlin hervorgegangen ist, Ă€ndern: In neun BeitrĂ€gen werden die Mehrdeutigkeiten antiker Bilder vom Alten Ägypten ĂŒber das archaische und klassische Griechenland bis in die römische Kaiserzeit diskutiert.
Neue Perspektiven bieten dabei zwei theoretische Modelle: Rahmentheorien und Affordanzkonzepte. Rahmentheorien beschreiben die Strukturierung menschlichen Wissens und die AbhĂ€ngigkeit der Bilddeutung von den Erfahrungen und Erwartungen der Rezipient*innen. Affordanzen sind Eigenschaften von Objekten, die bestimmte Gebrauchsweisen nahelegen. Auf Bilder ĂŒbertragen wird darunter deren Potenzial beschrieben, unterschiedliche Deutungen im Rezeptionsprozess anzubieten, und zwar abhĂ€ngig von den „Rahmen“ der Betrachter*innen und dem jeweiligen Rezeptions- bzw. Gebrauchskontext. Da Bilder gerade auch fĂŒr die modernen digitalen Kommunikationsformen von grĂ¶ĂŸter Bedeutung sind, trĂ€gt die Auseinandersetzung mit dem PhĂ€nomen der Mehrdeutigkeit dazu bei, den Umgang von Menschen mit Bildern ebenso wie die Beeinflussung von Menschen durch Bilder besser zu verstehen.
Überlieferungsgeschichte, Inkunabelkatalog und Edition der pĂ€pstlichen Kanzleiregeln im frĂŒhen Buchdruck. MGH - Schriften (76). Werhahn-Piorkowski, Dorett Elodie. Die Regule Cancellarie Innozenz’ VIII. und Alexanders VI. Deutsch. 2021. 666 S. 26 Abb., 61 Tabellen. 22,7 x 15,0 cm. EUR 95,00. ISBN: 978-3-447-11568-1 Harrassowitz Verlag
Die pĂ€pstliche Kanzlei erfuhr im SpĂ€tmittelalter, nicht zuletzt durch die stetige Ausdifferenzierung des kirchlichen Benefizialwesens, einen gewaltigen Zuwachs ihrer AmtsgeschĂ€fte. Einen wesentlichen Beitrag zur BewĂ€ltigung dieser enormen bĂŒrokratischen Herausforderung leisteten die Regule Cancellarie apostolice, die pĂ€pstlichen Kanzleiregeln. Sie halfen nicht nur, interne AblĂ€ufe zu organisieren, regelten so etwa Fragen zum GeschĂ€ftsgang und zum Stilus Curie, sondern stellten darĂŒber hinaus eine Informationsgrundlage fĂŒr all jene dar, die sich um kirchliche PfrĂŒnden bemĂŒhten. Als relevante Teilkodifikation des spĂ€tmittelalterlichen Kirchenrechts erfuhren die pĂ€pstlichen Kanzleiregeln sowohl handschriftlich als auch durch den frĂŒhen Buchdruck starke Verbreitung. Erstmals liegt nun eine Edition der Regule Cancellarie der PĂ€pste Innozenz VIII. (1484–1492) und Alexander VI. (1492–1503) vor. BeigefĂŒgte Druckkataloge liefern ausfĂŒhrliche Beschreibungen aller bislang bekannten Kanzleiregel-Inkunabeln und ordnen die zum Teil unĂŒbersichtliche Überlieferung, die im Inkunabeldruck ĂŒber vier Pontifikate hinweg nachgezeichnet wird. Erste Zensur- und Regulierungsmaßnahmen gegen die Verbreitung ungeprĂŒfter Texte werden dabei ebenso in den Blick genommen wie die biographischen HintergrĂŒnde der Pioniere der „Schwarzen Kunst“.
Rezeption und Verargumentierung der Königin von Babylon von der Antike bis in die opera seria des Barock. Classica et Orientalia (25). Droß-KrĂŒpe, Kerstin. Semiramis, de qua innumerabilia narrantur. Deutsch. 2021. 616 S. 61 Abb., 20 Karten, 18 Tabellen. 24,0 x 17,0 cm. EUR 118,00. ISBN: 978-3-447-11555-1 Harrassowitz Verlag
Semiramis, die legendĂ€re Königin von Babylon, gehörte bis in das 20. Jahrhundert hinein zu den bekanntesten und am stĂ€rksten rezipierten Gestalten der antiken Welt. Als Frau, die von Babylon aus das Großreich der Assyrer regierte und erfolgreiche Eroberungskriege fĂŒhrte, wurde sie in einer Vielzahl antiker Quellentexte teils mit Bewunderung, teils mit tiefer Abscheu beschrieben. Schnell avancierte sie so zum Paradigma – einerseits fĂŒr das weibliche Geschlecht, andererseits fĂŒr die AusĂŒbung von Macht, aber auch fĂŒr den antiken „Orient“ im Allgemeinen. Semiramis findet sich in der Folge in nahezu allen Literatur- und Kunstgattungen der SpĂ€tantike, des Mittelalters, der Renaissance und der FrĂŒhen Neuzeit und erhielt so einen festen Platz im kulturellen GedĂ€chtnis der westlichen Welt. An ihr wurden ĂŒber die Epochen hinweg Weiblichkeit und Herrschaft miteinander verknĂŒpft, Transgressionen von weiblichen HandlungsrĂ€umen thematisiert, Geschlechterordnungen und Geschlechternormen verhandelt und HandlungsspielrĂ€ume fĂŒr das weibliche Geschlecht reflektiert.
Kerstin Droß-KrĂŒpe folgt den Spuren der Semiramis durch die Jahrhunderte – von der griechischen Historiographie des 5. Jahrhunderts v.Chr. bis auf die OpernbĂŒhnen des Barock. Sie kombiniert so eine historisch-kritische Aufarbeitung des in den antiken Quellentexten prĂ€sentierten Semiramisbildes mit der spĂ€teren Wahrnehmung, Aneignung und Verargumentierung der Semiramis als Figur der Erinnerung.
Ein Zeugnis des frĂŒhen kuschitischen Königtums. Die Stele SNM 1851 vom Jebel Barkal. Meroitica (28). Lohwasser, Angelika; Sörgel, Anne. Beitr.: Buttermann, Finnja. Deutsch. 2021. 250 S. 37 Abb., 25 Tabellen. 29,7 x 21,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11563-6 Harrassowitz Verlag
1920 fand George A. Reisner im Hof B 501 des Amun-Tempels am Jebel Barkal (Sudan) eine in ihrem unteren Teil zerstörte Stele, die sich heute im National Museum Khartum befindet (SNM 1851). Sie galt als frĂŒhes Zeugnis des kuschitischen Königs Pi(anch)y, der nach Ägypten zog und die Grundlagen fĂŒr die Herrschaft der 25. Dynastie in Ägypten legte.
In der vorliegenden Studie von Angelika Lohwasser und Anne Sörgel wird diese Stele erstmalig vollstĂ€ndig mit Faksimile, philologischer Bearbeitung und historischem Kommentar sowie kulturgeschichtlicher Einordnung publiziert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der wechselvollen Geschichte der Stele, die bisher zumeist im Schatten ihrer vermeintlichen großen Schwester, der Triumphstele des Pi(anch)y, stand. So werden intensiv die Fragen nach dem ursprĂŒnglichen Stifter der Stele, der Phasen der Tilgung sowie ihrer sekundĂ€ren Nutzung thematisiert. Dabei kommen auch neue Hypothesen v.a. zu ihrer Entstehung zur Sprache und unterstreichen so die Bedeutung der Sandsteinstele SNM 1851 als bedeutendes Denkmal des frĂŒhen kuschitischen Königtums.
Band 1, Teil 1: Besuchertexte, Lehren und Lieder des Neuen Reiches von Ursula Verhoeven unter Mitarbeit von Svenja A. GĂŒlden. Band 1, Teil 2: Zeichnungen von Besuchern des Neuen Reiches von Eva Gervers. Band 1, Teil 3: Texte und Zeichnungen aus islamischer Zeit von Youssef Ahmed-Mohamed. Band 2: Tafeln. The Asyut Project (15). Hrsg.: Verhoeven, Ursula. Dipinti von Besuchern des Grabes N13.1 in Assiut. Deutsch. 2021. 876 S. 17 Abb. , 83 Tabellen, 2. Bd: 370 Seiten, 368 Tafeln. 34,5 x 24,0 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-11523-0 Harrassowitz Verlag
Das Felsgrab N13.1 im oberen Bereich des Bergmassivs westlich von Assiut/MittelĂ€gypten stammt aus der Zeit um 2000 v.Chr. und bietet einen weiten Blick ĂŒber Stadt und Umland. 214 Tuschegraffiti, sogenannte Dipinti, die an seinen WĂ€nden entdeckt wurden, zeigen, dass das Grab zwischen 1550 und 1100 v.Chr. ein Ziel fĂŒr Schreibkundige war, die die lokalen Tempel und FĂŒrstengrĂ€ber bewundern wollten. Sie hinterließen ihre Namen, formulierten WĂŒnsche an die Nachwelt oder Opferformeln fĂŒr die Vorfahren, lobten die Schönheit der vergöttlichten Felswand und schrieben teils umfangreiche Exzerpte aus berĂŒhmten Lebenslehren, Reden und Hymnen an die WĂ€nde. Bilddipinti von Gottheiten, Menschen und Tieren zeugen ebenso wie manche der Texte davon, dass man die alte Grabdekoration studierte und respektierte und sich hier oben im Zeichnen und Schreiben ĂŒbte. Besuchergraffiti kennt man fĂŒr die Epoche des Neuen Reiches auch aus anderen DenkmĂ€lern Ägyptens, Umfang und Vielfalt sind in diesem Grab aber bislang einzigartig. Mehr als zweitausend Jahre nach dem Ende des Neuen Reiches diente das alte Grab fĂŒr die Bestattung eines islamischen Scheichs, wovon eine Grabnische, eine Gebetsnische sowie großformatige Koranverse zeugen, die mit roter Farbe auf die WĂ€nde gemalt sind. Daneben finden sich religiöse, literarische und andere Texte von arabisch schreibenden Besuchern. Zwei Dipinti geben Hinweise auf bekannte und datierbare Personen: FĂŒrst von PĂŒckler-Muskau (1837) und den Ă€gyptischen AusgrĂ€ber El-Halfawee (1889). Dies ist besonders interessant, da das Grab N13.1 in alten Reiseberichten und der bisherigen Forschungsgeschichte nie erwĂ€hnt und erst 2005 vom Assiut-Projekt wiederentdeckt wurde.
Teil 6: 1226–1231. Unter Mitwirkung von Klaus Höflinger, Joachim Spiegel, Christian Friedl, Katharina Gutermuth und Maximilian Lang. MGH - Die Urkunden der deutschen Könige und Kaiser (14,6). FĂŒr die Veröffentlichung vorbereitet von Koch, Walter. Die Urkunden Friedrichs II.Deutsch. 2021. 1016 S. 29,0 x 20,5 cm. EUR 230,00. ISBN: 978-3-447-11375-5 Harrassowitz Verlag
Der sechste Band der Urkunden Friedrichs II. umfasst die Zeitspanne von Juli 1226 bis Ende 1231. Neben insgesamt 264 Urkunden sind drei Nachtragsurkunden fĂŒr den dritten bzw. fĂŒnften Band enthalten.
Die zweite HĂ€lfte der 1220er Jahre ist vom Kreuzzug des gebannten Kaisers geprĂ€gt, der bereits 1215 versprochen hatte, ins Heilige Land zu ziehen: Seit seiner Heirat 1225 mit der Erbin des Königreichs Jerusalem, Isabella von Brienne, trug Friedrich II. in seinen Urkunden stets auch den Titel eines Ierusalem rex. Aus dem Heiligen Land sind 16 Urkunden ĂŒberliefert, zum Teil als Original. Von Bedeutung sind zudem die Diplome, die im Zuge der Friedensverhandlungen entstanden und im Sommer 1230 im Vertrag von San Germano zur Aussöhnung mit Gregor IX. und zur Lösung vom Bann fĂŒhrten. Auch bieten die Urkunden des behandelten Zeitraums die ersten Zeugnisse von den Auseinandersetzungen mit den oberitalienischen StĂ€dten, die sich erneut zur Lombardischen Liga zusammengeschlossen hatten und sich den kaiserlichen HerrschaftsansprĂŒchen verweigerten. Die zunehmende Effizienz in der Verwaltung des Königreichs Sizilien findet ihren Widerhall in den „Excerpta Massiliensia“, einer Abschrift aus den kaiserlichen Registern, welche die Anjou um 1300 anlegen ließen. Über 40 Urkunden, fast immer Mandate und oft nur in gekĂŒrzter Form ĂŒberliefert, spiegeln die mannigfaltigen und erstaunlich detaillierten Verwaltungsmaßnahmen im Regnum Siciliae wider.
Studies on the Archaeology, History, and Philology of Ancient Syria. Studia Eblaitica (6). Hrsg.: Matthiae, Paolo. Studia Eblaitica 6 (2020). Englisch. 09.12.2020. 194 S. 72 ill., 5 maps, 1 table. 24,0 x 17,0 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11521-6 Harrassowitz Verlag
The aim of this new international journal is to contribute to developing the study of the interpretation and understanding of the ancient cultures of Syria, remaining as open as possible to the different methodologies and problems that characterize present-day research. Thanks to the generous policy of international collaboration pursued by the cultural authorities of the Syrian Arab Republic, the increase in archaeological research in Syria, particularly from the 1970s on, opened up a series of new perspectives on the study of ancient Syria. The discovery of the Royal Archives of Ebla was decisive in this renaissance, as well as the role that Ebla played in establishing the very foundations of cultural development in ancient Syria. This project originates at a time of serious crisis for Syria, whose plight does not even spare the country’s magnificent, thousand-year-old cultural heritage. It is also intended as the strongest of hopes for a not-too-distant future of peace, prosperity, harmony and justice for the whole of the Syrian people. From the contents (altogether 9 contributions): M. D’Andrea, The Religious Complexes at Megiddo and Khirbet ez-Zeraqon and the Early Bronze Age Interregional Connectivity J. Pasquali, Entre deuil et nĂ©cromancie: le lexique de la lamentation funĂšbre Ă  Ébla et dans l’AntiquitĂ© classique Ă  la lumiĂšre de l’ethnologie et de la religion comparĂ©e S. Dibo, Nouvelles rĂ©flexions sur la question du BĂźt-HilĂąni Ă  travers les donnĂ©es du BĂątiment I Ă  Hama M. Montesanto, Lost in Transition: The Late Bronze-Iron Age Pottery Assemblage in Tell Atchana/Alalakh M. Abdulkarim, The Preservation of the Agricultural Land Divisions in the Limestone Massif of Northern Syria during the Roman and Byzantine Eras
Cult Practices and Cult Spaces in Hittite Anatolia and Neighbouring Cultures. Proceedings of the First International HFR Symposium, Mainz, 3–5 June 2019. Studien zu den Bogazköy-Texten (66). Hrsg.: Görke, Susanne; Steitler, Charles. Cult, Temple, Sacred Spaces. Englisch. 02.12.2020. 376 S. 3 diagrams, 61 ill., 2 maps, 27 tables. 24,0 x 17,0 cm. EUR 88,00. ISBN: 978-3-447-39035-4 Harrassowitz Verlag
In June 2019, the project “Corpus der hethitischen Festrituale” (HFR) invited renowned international scholars to a symposium discussing recent developments in ancient Near Eastern studies regarding the interpretation of philological and archaeological sources from Anatolia and adjacent areas in the 2nd mill. BCE. The symposium focused on questions concerning the archaeology of temples and other sacred places, differentiation of sacred spaces according to written sources, the organization of festivals with a focus on spatial aspects, participation in festivals, and possibilities of interpretation thanks to insights into the cult practices of areas such as Northern Syria, the Levant, Mesopotamia or Egypt.
While the geographic focus of the symposium proceedings is on Hittite Anatolia, the first section includes studies examining rituals and their temple contexts in Egypt, the Levant, Assyria and Babylonia, providing comparative insights for understanding the Hittite festivals. An archaeological section offers new analyses of existing temple finds as well as a presentation of recent discoveries of sacred architecture, including inventories and sealings, in both Anatolia and the Levant. The remainder of the volume consists primarily of Hittitological philological studies of sacred space, analyzing the significance of various places, such as rivers, loci numinosi, roofs, the movement from one place to another within ritual practices, special terminology and characteristics of various festivals, particularities of cults of several cities and regions, the economic aspects of Hittite festivals and their ideological background in Hittite kingship and the king’s connection to festivals.
Teil 4: Laconian and Chian Fine Ware Pottery at Miletus. Milet (5,4). Schaus, Gerald P.. Funde aus Milet. Englisch. 10.12.2020. 322 S. 566 ill., 27 plates, 8 tables. 29,7 x 21,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11428-8 Harrassowitz Verlag
The largest body of Archaic Laconian pottery discovered so far on an overseas site is studied here, rivalling and occasionally surpassing that from Samos. Finely painted scenes shed light on Spartan myth, religion, cultural values and daily life. Individual Laconian painters’ hands and workshops are distinguished, vase shapes and their uses particularly in the context of the Miletus Aphrodite Sanctuary are studied, and the value of the pottery as evidence for trade and cultural exchange between Laconia and East Greece is discussed.
Likewise for Chian fine ware, the material at Miletus is second or third in rank among export destinations based on quantity, well short of that found at Naucratis, but about equal to the Chian pottery from Berezan/Olbia in the Black Sea, if not so well preserved. Historically good relations between Chians and Milesians are reflected in the pottery finds, especially given the sparsity of Chian on nearby Samos. A wide variety of Chian shapes and styles, including rare examples of the Grand Style, are found dating from the late seventh to the mid-sixth century B.C. The finds at Miletus add significantly to knowledge of the important Laconian and Chian vase industries in the Archaic period and to pottery use and distribution patterns across the Aegean Sea.
Beschrieben von Matthias Eifler. Mittelalterliche Handschriften und Fragmente der ehemaligen Reichsgerichtsbibliothek in der Bibliothek des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig. Deutsch. 10.12.2020. 294 S. 24,0 x 17,0 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11488-2 Harrassowitz Verlag
1879 wurde in Leipzig das Reichsgericht als Oberster Gerichtshof des Deutschen Reichs gegrĂŒndet, 1895 zog es in das reprĂ€sentative GebĂ€ude, in dem sich heute das Bundesverwaltungsgericht befindet. Hier werden seit dem Jahr 2002 auch die historischen BestĂ€nde der ehemaligen Reichsgerichtsbibliothek, insgesamt ca. 74.500 BĂ€nde, aufbewahrt. Im Rahmen eines Projekts am Leipziger Handschriftenzentrum wurden die mittelalterlichen BestĂ€nde der ca. 450 BĂ€nde umfassenden Handschriftensammlung der Reichsgerichtsbibliothek erstmals wissenschaftlich erschlossen. Es handelt sich um 23 mittelalterliche Vollhandschriften, sieben Teilhandschriften sowie 13 ausgewĂ€hlte Fragmente. Einen besonderen Schwerpunkt bilden italienische Rechtshandschriften und Stadtrechte, die meisten davon unbekannt, mit reichem personengeschichtlichen Material, etwa zu Notaren, Juristen und ZĂŒnften. Einen weiteren Schwerpunkt machen juristische Codices aus dem deutschsprachigen Raum aus, darunter StĂŒcke, die in die FrĂŒhgeschichte des Rechtsstudiums an den UniversitĂ€ten Erfurt und Heidelberg fĂŒhren. Auch zwei rechtshistorische BĂ€nde aus England und den Niederlanden sind vertreten. Die Fragmente deutschsprachiger und lateinischer Texte dienten als Makulatur in Drucken und ĂŒberliefern neben so bekannten StĂŒcken wie Heinrich von Veldekes Servatius neues Material aus dem juristischen, philologischen und liturgischen Bereich.
MGH - Fontes iuris germanici antiqui in usum scholarum separatim editi (17). Hrsg.: Hack, Achim Thomas. Die Ordines fĂŒr die Weihe und Krönung des Königs und der Königin in Mailand. Deutsch. 10.12.2020. 312 S. 24,0 x 17,0 cm. EUR 30,00. ISBN: 978-3-447-11527-8 Harrassowitz Verlag
Mittelalterliche Könige aus dem Frankenreich bzw. aus dem deutschen Reich wurden nicht selten auch in Italien zu Königen gekrönt; zunÀchst hauptsÀchlich in Pavia, seit dem 14. Jahrhundert vor allem in Mailand. Aus dieser zweiten Phase haben sich sechs Krönungsordines erhalten, die alle im Norden Italiens entstanden sind. Da allerdings nicht feststeht, ob einer dieser Ordines tatsÀchlich zum Einsatz kam, geben sie in allererster Linie eine Idealvorstellung davon, wie man sich den Ablauf der MailÀnder Krönungsfeierlichkeiten vorstellen konnte. Nicht uninteressant ist dabei die Frage, welche Krone, aber auch welche weiteren Herrschaftszeichen zum Einsatz kamen. In einigen FÀllen ist dem eigentlichen Krönungsordo noch ein lÀngerer Passus vorangestellt, der die feierliche Einholung des Königs in Mailand regelt.
Die nun vorliegende Edition von Achim Thomas Hack, die erstmals alle MailÀnder Krönungsvorschriften zusammen behandelt, ermöglicht es, die typische Verbindung von traditionellem Formelgut und neu formulierten Texten nachzuverfolgen und deren Wandel zu begleiten. Register der Initien, Personen, Orte und Wörter erlauben dabei einen gezielten Zugriff auf die Texte.
Mitteilungen des Deutschen ArchÀologischen Instituts (75). Hrsg.: Seidlmayer, Stephan J.; Polz, Daniel. Mitteilungen des Deutschen ArchÀologischen Instituts, Abteilung Kairo 75 (2019). Deutsch; Englisch. 302 S. 165 Abb., 26 Tabellen. 29,7 x 21 cm. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2020. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11343-4 Harrassowitz Verlag
Seit 1930 bieten die jĂ€hrlich erscheinenden Mitteilungen der Abteilung Kairo eine internationale Plattform fĂŒr BeitrĂ€ge zur ArchĂ€ologie und Kulturgeschichte Ägyptens. Die Themen erstrecken sich dabei von der prĂ€dynastischen ĂŒber die pharaonische und christliche bis hin zur islamischen Zeit. Neben dem Schwerpunkt ArchĂ€ologie und der Veröffentlichung neuester Grabungsergebnisse internationaler Unternehmungen werden auch kultur- und kunstgeschichtliche Inhalte und aktuelle Fragestellungen diskutiert. Die hochwertige Publikation der aktuellen Forschungsergebnisse des DAI Kairo ist eine zentrale Aufgabe der Mitteilungen. So wird unter anderem in jeweils zwei- bis dreijĂ€hrigem Abstand ĂŒber die laufenden Ausgrabungen berichtet. Die BeitrĂ€ge erscheinen in deutscher, englischer oder französischer Sprache, jeweils von einer englischen Zusammenfassung begleitet. Ihre QualitĂ€t wird durch ein Peer-Review-Verfahren gesichert. Illustriert werden sie durch zahlreiche Abbildungen, PlĂ€ne und Tafeln.
 Rezension lesen
Studien zur formalen Struktur des PalastgebÀudes und den Funktionen der Palastinstitution. Schriften zur Vorderasiatischen ArchÀologie (18). Mönninghoff, Hannah. Der Palast in Nuzi. Deutsch. 10.12.2020. 480 S. 408 Abb., 296 Tabellen. 29,7 x 21,0 cm. EUR 178,00. ISBN: 978-3-447-11500-1 Harrassowitz Verlag
Der Fundort Nuzi (Yorġāntappe) im heutigen Nordirak war in der SpĂ€tbronzezeit ein urbanes Zentrum mit mehreren Wohnvierteln, einem Tempel und einem Palast. Seit den archĂ€ologischen Ausgrabungen des Fundortes 1925–1931 ist Nuzi außerdem ein Leitfundort fĂŒr die Kultur des sogenannten Mittani-Reiches.
Hannah Mönninghoff unterzieht die archĂ€ologischen Funde aus Nuzi knapp 100 Jahre nach ihrer Wiederentdeckung einer Neubewertung mit aktuellen Fragestellungen. Im Fokus steht dabei das zentrale PalastgebĂ€ude, der soziale, ökonomische und topographische Mittelpunkt der antiken Siedlung. Beleuchtet werden vor allem die AktivitĂ€ten und die Raumnutzung der Palastverwaltung und des Palasthaushaltes. Die Untersuchung demonstriert exemplarisch, dass unser VerstĂ€ndnis eines altorientalischen Palastes sich ĂŒber das reprĂ€sentative ZentralgebĂ€ude hinaus erstrecken muss und dass die Institution in der SpĂ€tbronzezeit eng mit der Zivilgesellschaft verflochten war. Die Studie stĂŒtzt sich auf die originale Dokumentation der Ausgrabungen sowie die Sammlung von Funden im Harvard Museum of the Ancient Near East. Zudem enthĂ€lt der Band auch einen neu zusammengestellten, detaillierten Katalog aller Funde aus der letzten Siedlungsphase Nuzis.
Studien zu den "Deutschen Berichten" ĂŒber Vlad III. Draculea. MGH - Studien und Texte (67). Annas, Gabriele; Paulus, Christof. Geschichte und Geschichten. Deutsch. 10.12.2020. 270 S. 8 Tabellen. 22,7 x 14,8 cm. EUR 55,00. ISBN: 978-3-447-11390-8 Harrassowitz Verlag
Nicht die Grausamkeit Vlads III. Drăculea selbst war fĂŒr das gewaltgesĂ€ttigte 15. Jahrhundert ungeheuerlich, sondern die brutale, sich gegen Freund und Feind richtende Maß- und Gnadenlosigkeit des walachischen Woiwoden. Entscheidend geformt wurde das blutrot gezeichnete Vlad-Bild durch die um 1463 entstandenen „Deutschen Berichte“. Sie markieren den Übergang von der woiwodalen Geschichte zu den in Historie und Literatur nachhallenden Geschichten ĂŒber den PfĂ€hlerfĂŒrsten.
Die Fallstudie von Gabriele Annas und Christof Paulus macht erstmals die bislang bekannten handschriftlichen Textzeugen in einer historisch-kritischen Edition zugĂ€nglich. Beleuchtet werden die Verstehens- und Wirkhorizonte der ÜberlieferungstrĂ€ger. Dass die vordergrĂŒndig schlichten ‚Berichte‘ keineswegs kunstlos waren, sondern mit Sub- und Co-Texten spielten, zeigen motivgeschichtliche Untersuchungen. Mit der textuellen Offenheit der ErzĂ€hlungen verbinden sich Überlegungen zum GattungsverstĂ€ndnis kleinerer (Gebrauchs-)Schriften jenseits diplomatischer Akten und kanonischer Werke. Diskutiert werden Fragen zu Entstehung, Autorschaft, Vermittlungswegen und der divergierenden Rezeptionsgeschichte. So regt die Fallstudie zugleich ein Nachdenken ĂŒber Rolle und Bedeutung vergleichbarer Texte im Rahmen einer politischen Kultur- und Kommunikationsgeschichte an und richtet den Blick auf einen gleichsam schwebenden Wissenstransfer und manipulative Formen der Meinungsbildung im SpĂ€tmittelalter.
Bilddaten in den Digitalen Geisteswissenschaften. Episteme in Bewegung. (16). Hrsg.: Hastik, Canan; Hegel, Philipp. Deutsch. 2020. 280 S. 60 Abb., 26 Diagramme, 4 Tabellen. 24,0 x 17,0 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11460-8 Harrassowitz Verlag
Digitale Bilder sind in Zeiten des Internets, der Mobiltelefonie und der sozialen Medien fest in der Lebenswelt zahlreicher Menschen verankert. Auch in den unterschiedlichen Geisteswissenschaften ist die Nutzung von digitalen Bildern als Forschungsmaterial an vielen Stellen zum Alltag geworden. In Bilddaten in den Digitalen Geisteswissenschaften wird mit einer Auswahl von AnwendungsfÀllen und LösungsansÀtzen aus Informatik und Informationswissenschaft, Architektur- und Kunstgeschichte, Philologie und Medienwissenschaft eine Bandbreite der je nach Disziplin und Gegenstand variierenden Anforderungen dargestellt, wobei auch zunÀchst eher technisch anmutende Aspekte betrachtet werden.
In drei Abschnitten werden digitale Verfahren und ihre Anwendungen in einzelnen Teilgebieten der Geisteswissenschaften behandelt. Obwohl sich die einzelnen BeitrĂ€ge in unterschiedlichem Maße auf informatische und geisteswissenschaftliche Interessen, AnsĂ€tze, Verfahren und Details konzentrieren, verweisen sie immer auch auf den jeweils anderen Aspekt, sodass sich die FĂ€cher in diesen Darstellungen einander annĂ€hern. Bilder werden dabei nicht nur als GegenstĂ€nde von Wissen betrachtet, sondern sie werden in ihrer Relevanz fĂŒr die Genese, die ReprĂ€sentation und die Dissemination von Wissen untersucht.
Philippika (140). Pietruszka, Wojciech. The municipal elites of Campania during the Antonine-Severan period. Englisch. 2020. 488 S. 20 graphs, 1 map, 1 table. 24,0 x 17,0 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11452-3 Harrassowitz Verlag
Although Campania has for centuries attracted the attention of historians, epigraphers and archaeologists, no researcher has yet produced an extensive study concerning the municipal elites of the region during the 2nd and the early 3rd century CE.
In this book Wojciech Pietruszka fills this void by offering a broad insight into the socio-economic aspects of the Campanian municipal elites during the Antonine-Severan period. This in-depth account employs a wide variety of source material, with particular attention on the available epigraphic material. The study focuses on several key issues, which include the general condition of Campania (emphasising the effect that events such as the eruption of Vesuvius in 79 CE and the Antonine plague had on the region), the income and expenditure of the municipal elites (both private financial affairs and public acts of euergetism), the composition of city councils, the role and position of Augustales, and the importance of Campanian equites and senators. Bearing in mind that the whole area of Campania was quite diverse, the author divides Campania into three zones – coastal, central and the foothill regions – which enables him to analyse how the geographical location (the place of living) and its distance from both the ‘centre’ and the important trade routes influenced the way the municipal elites functioned. Finally, by comparing these research results with information from the earlier period, Pietruszka attempts to answer the question of whether the 2nd/beginning of the 3rd century CE was a time of real crisis, continuity, or growing prosperity for the municipal elites and Campanian cities.
Das Alltags- und Sozialleben der Sobek-Priester im kaiserzeitlichen Fayum. Philippika (144). Sippel, Benjamin. Gottesdiener und KamelzĂŒchter. Deutsch. 2020. 354 S. 5 Abb., 41 Diagramme, 1 Tabelle. 24,0 x 17,0 cm. EUR 85,00. ISBN: 978-3-447-11485-1 Harrassowitz Verlag
Als Octavian Ägypten eroberte (30 v.Chr.), thronten in den Dörfern am Rande des Fayum mehrere große Tempel, die den Kult um den Krokodilgott Sobek pflegten. FĂŒr die drei nachfolgenden Jahrhunderte sind aus dieser Region reiche archĂ€ologische, epigrafische und papyrologische Zeugnisse ĂŒberliefert, die den Alltag der Priesterschaft zwischen Ritualhandlungen, Tempelverwaltung und Familienleben unter römischer Herrschaft illustrieren.
Benjamin Sippel zeichnet erstmals ein siedlungsĂŒbergreifendes Bild von den Beziehungen der fayumischen Sobek-Priester untereinander, zu ihren Dorfgemeinschaften und zu staatlichen Beamten. Im Fokus stehen die Dörfer Bakchias, Narmuthis, Soknopaiu Nesos, Tebtynis und Theadelphia. Den Kern der Untersuchung bilden vier Themenfelder: (1) die Eigenheiten der Namengebung unter priesterlichen Familien, (2) die BemĂŒhungen der Tempelkollegien um ein hellenistisch gebildetes Publikum, (3) die weltlichen Verdienstmöglichkeiten fĂŒr Priester und (4) die Konfliktherde im Umfeld der Tempel. Sippel gelingt es dabei einerseits, das Stereotyp von Ă€gyptischen Priestern als ‚indigener Elite‘ zu dekonstruieren, andererseits schließt die Studie eine ForschungslĂŒcke, indem sie die Situation der Ă€gyptischen Sobek-Kulte im Fayum unter römischer Herrschaft eingehend beleuchtet.
Seals and sealings of the 3rd millennium BC. Vorderasiatische Forschungen der Max Freiherr von Oppenheim Stiftung (2,9). Binder, Anne-Birte. The Glyptic of Tell Chu?ra. Englisch. 2020. 264 S. 183 figures, 40 tables, 30 plates. 34,5 x 24,0 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11350-2 Harrassowitz Verlag
This volume provides a complete presentation of the seal impressions and seals excavated between 1955 and the Syrian Civil war in 2011 in Tell Chuera. With a total of 605 items showing 313 different designs the corpus forms a good basis to analyze the motivic repertoire of Tell Chuera, which is the only major site of the 3rd millennium BC in the centre between the Balikh and Habur that has been excavated on a large scale.
Its location in a scarcely investigated area as well as the so far incomplete publication of the material have led to many discussions about the period/s in which the glyptic finds might have been used or produced. Since the majority of finds comes from secondary contexts, these contexts do not allow determining the age without references to other sites. One major part of this volume is therefore discussing the dating of almost the entire glyptic motives found within the borders of modern Syria and to create a chronological framework in which to integrate Tell Chuera’s glyptic. Besides the presentation and discussion of the date of the motives, the context of each specimen is presented with all available information. A brief discussion of the function of seals and sealings in Tell Chuera, especially in the area of the Kleiner Antentempel (Area K), concludes the volume.
Itinerarium. MGH - Reiseberichte des Mittelalters (1). Hrsg.: Herbers, Klaus; Unter Mitarbeit von Deimann, Wiebke; Hurtienne, RenĂ©; Meyer, Sofia; Montag, Miriam; Walleit, Lisa; Beitr.: Orth-MĂŒller, Tina B. Hieronymus MĂŒnzer. Deutsch. 2020. 572 S. 8 Abb. 21,8 x 15,5 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-10972-7 Harrassowitz Verlag
Mit dem Itinerarium des bis zu seinem Tod in NĂŒrnberg tĂ€tigen Humanisten, Arzt und Geographen Hieronymus MĂŒnzer ĂŒber seine Westeuropareise 1494/95 eröffnen die MGH ihre neue Reihe der Reiseberichte des Mittelalters. Warum reisen die jeweiligen Protagonisten, was nehmen sie wahr und schließlich wohin reisen sie? Die Quellen geben Antwort auf Fragen nach Motivation, alltags-praktischen Aspekten, geographischen Erfahrungen und Orientierung.
Nachdem Ludwig Pfandl 1902 eine Teiledition des Itinerariums veröffentlicht hatte, die nur die Reiseroute in Spanien wiedergab, legt Klaus Herbers nun erstmals den gesamten Text in einer kritischen Edition mit ausfĂŒhrlicher Einleitung und detailliertem Sachkommentar vor. Hierin zeigt sich mit welcher Vielfalt an Motiven und Interessen MĂŒnzer seine Reise unternahm und dokumentierte. Humanistische Vorlieben paarten sich mit Reliquienverehrung, Interesse an wirtschaftlichen Entwicklungen, an BĂŒchern und Handschriften. Seine Besuche an den beiden Königshöfen in Évora/Lissabon und Madrid stellten Höhepunkte der Reise dar, bei denen Aspekte von Kosmographie, Handel und Herrschaft mit MĂŒnzers Interesse fĂŒr Königshöfe, Entdeckungen und Heidenkampf eng ineinandergriffen.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]