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Die Region Minase im Spannungsfeld der Interessen von Hofadel, Klerus und Kriegeradel. Asien- und Afrikastudien der Humboldt-Universität zu Berlin (52). Brochlos, Astrid. Japanische Grundherrschaft im 12. bis 16. Jahrhundert. 2019. 149 S. 2 Abb., 3 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 38,00. ISBN: 978-3-447-11277-2 Harrassowitz Verlag
Astrid Brochlos liefert mit ihrer neuen Studie eine Fortsetzung ihrer Untersuchungen zur Grundherrschaft in Japan (Grundherrschaft in Japan: Entstehung und Struktur des Minase no shō, AAS 8, Harrassowitz Verlag 2001). Nach der Analyse der Entfaltung einer monastischen Grundbesitzung im heianzeitlichen Japan wird nun die weiterf√ľhrende Frage behandelt, wie die Hauptkr√§fte des japanischen Mittelalters ‚Äď Hofadel, Kriegeradel, Klerus ‚Äď in der nachfolgenden Kamakura- und Muromachi-Zeit agierten und interagierten und wie sich die Ereignisse und Prozesse jener Zeit auf die Landbesitzstrukturen auswirkten. Im Fokus stehen die weitere Entwicklung und die Umst√§nde des Niedergangs des monastischen Minase-Gutes. Erg√§nzend werden die Quellen einer gleichnamigen Nachbardom√§ne ausgewertet, die jedoch nicht mit dem Klerus sondern √ľber das Kaiserhaus mit dem Hofadel verbunden war. So k√∂nnen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Situation der Dom√§nen der traditionellen Eliten Hofadel und Klerus aufgezeigt werden. Die √ľberlieferten Schriftdokumente beider Minase-G√ľter wurden in dieser Untersuchung erstmals vollst√§ndig zusammengestellt, analysiert, kommentiert und in eine westliche Sprache √ľbersetzt. Zusammen mit der Vorg√§ngerstudie beleuchten sie den Zeitraum vom 8. bis 16. Jahrhundert und zeichnen (trotz zeitlicher Schwankungen in Quantit√§t und Aussagekraft) wie wenige andere Konvolute ein Gesamtbild der shōen-Entwicklung von den Anf√§ngen bis zu ihrem Untergang.
The Story of Meshal Haqadmoni and its Extant Copies in 15th Century Ashkenaz. Gronemann, Simona. 2019. Engl. 194 S. 161 Abb., 3 diagrams, 5 tables. 24 x 17 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-19931-5 Harrassowitz Verlag
Only five manuscript copies of the Hebrew book of fables Meshal Haqadmoni have survived and all five were scribed and illuminated within 15th century Ashkenazi communities. Yet the text, including the captions for 82 illustrations, was written 150 years earlier in Spain by Isaac ibn Sahula. It turns out that the styles of the illustrations in these five copies, while distinct from each other, are rooted in the then prevalent styles of German popular illuminated books.
The manuscripts provoke several questions: Were the original copies of Meshal Hakadmoni, in Spain, illustrated? If not, how come that all the known 15th century Ashkenazi copies are illustrated? And more generally, what caused the renewed interest in the book of fables at such a geographic and time distance? What was the relation between the production of these copies, particularly the illustrations, to the surrounding German culture? The study by Simona Gronemann attempts to answer these and other questions. It is the first time that a hypothesis is being made as to a possible Ashkenazi prototype manuscript and as to further copies that might have existed in Germany and in northern Italy. All in all it provides an exciting journey through 15th century art of book illumination in central Europe, as affecting a Hebrew secular book.
Mitteilungen des Dtsch.en Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo 74 (2018). Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts (74). Hrsg.: Seidlmayer, Stephan J.; Polz, Daniel. 2019. 196 S. 161 Abb., . 30 x 21 cm. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11194-2 Harrassowitz Verlag
Seit 1930 bieten die j√§hrlich erscheinenden Mitteilungen der Abteilung Kairo eine internationale Plattform f√ľr Beitr√§ge zur Arch√§ologie und Kulturgeschichte √Ągyptens. Die Themen erstrecken sich dabei von der pr√§dynastischen √ľber die pharaonische und christliche bis hin zur islamischen Zeit. Neben dem Schwerpunkt Arch√§ologie und der Ver√∂ffentlichung neuester Grabungsergebnisse internationaler Unternehmungen werden auch kultur- und kunstgeschichtliche Inhalte und aktuelle Fragestellungen diskutiert. Die hochwertige Publikation der aktuellen Forschungsergebnisse des DAI Kairo ist eine zentrale Aufgabe der Mitteilungen. So wird unter anderem in jeweils zwei- bis dreij√§hrigem Abstand √ľber die laufenden Ausgrabungen berichtet. Die Beitr√§ge erscheinen in deutscher, englischer oder franz√∂sischer Sprache, jeweils von einer englischen Zusammenfassung begleitet. Ihre Qualit√§t wird durch ein Peer-Review-Verfahren gesichert. Illustriert werden sie durch zahlreiche Abbildungen, Pl√§ne und Tafeln.
Inhalt:
Khaled Abdel Ghany, Zu den vielfältigen Entwicklungen der Himmelskuhmotive im Tal der Könige und auf den Särgen der 21. Dynastie
Martin Bommas/Eman Khalifa, Shallow bowls for mortuary meals from Tarkhan. Archaeology of the path towards the intellectual formation of the state in Early Dynastic Egypt
Roberto Antonio D√≠az Hern√°ndez, Der √§gyptische Tempel als ‚ÄěKulturgut‚Äú nach Aussagen griechisch-r√∂mischer Autoren
Thomas L. Gertzen, Das Buch der Reisen des Benjamin aus Tudela und seine Beschreibung Nordostafrikas und √Ągyptens um das Jahr 1171. Ein Beitrag zur Geschichte der fr√ľhen √Ągyptenkunde
Luisa-Mar√≠a Garc√≠a Gonz√°lez/√Āngel Rubio Salvador/Miguel-Cecilio Botella L√≥pez/Alejandro Jim√©nez-Serrano, Egyptian non-elite burials in a Middle Kingdom outdoor cemetery. The case of the Northern area of Qubbet el Hawa
Rudolf Haensch/Claudia Kreuzsaler, Neuzeitlich, asiatisch? Ein Ostrakon der Arch√§ologischen Staatssammlung M√ľnchen
Stan Hendrickx/Xavier Droux/Merel Eyckerman/Rita Hartmann, Hunting for power. An exceptional White Cross-lined jar in the National Museum of Denmark
Clara Jeuthe, The cherts of Elephantine Island ‚Äď an insight into the economic networks Robert Kuhn, Imitation ‚Äď Produktschwindel oder Innovation? Nachahmungen von Gef√§√üen in Stein w√§hrend der formativen Phase ausgehend vom K√∂nigsgrab des Dewen in Abydos
Corinna Rossi, Italian Mission to Umm al-Dabadib (Kharga Oasis). Season 2015 ‚Äď preliminary report Johanna Sigl/Peter Kopp/Dagmar Fritzsch, Stadt und Tempel von Elephantine. Methodological approach to the project ‚ÄúRealities of Life‚ÄĚ (Lebenswirklichkeiten) and its first application during the 43rd and 44th excavation campaign on Elephantine Island
Tarek Tawfik/Susanna Thomas/Ina Hegenbarth Reichardt, New evidence for Tutankhamun’s parents. Revelations from the Grand Egyptian Museum
Leslie Anne Warden/Eman Khalifa/John Gait/Peter Kopp/Valerie Steele, Stadt und Tempel von Elephantine. Pottery studies in course of the project ‚ÄúRealities of Life‚ÄĚ (Lebenswirklichkeiten) ‚Äď a methodological summary and pilot project
Das Orientalische M√ľnzkabinett und die Alphons-St√ľbel-Sammlung fr√ľher Orientphotographien. Orientalische Sammlungen an der Universit√§t Jena. Mit Beitr√§gen von Stefan Heidemann und Babett Forster. Jenaer Beitr√§ge zum Vorderen Orient (9). Hrsg.: Nebes, Norbert; Beitr.: Heidemann, Stefan; Forster, Babett. . 2019. 96 S. 73 Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,80. ISBN: 978-3-447-19927-8 Harrassowitz Verlag
Neben der Hilprecht-Sammlung Vorderasiatischer Altert√ľmer besitzt die Friedrich Schiller Universit√§t zwei weitere orientalische Sammlungen, das Orientalische M√ľnzkabinett und die Alphons-St√ľbel-Sammlung fr√ľher Orientphotographien, deren Gr√ľndung bzw. Erwerb in die erste bzw. zweite H√§lfte des 19. Jahrhunderts zur√ľckreichen.
Beide Sammlungen, die au√üerhalb Jenas lange Zeit unbekannt waren, stellen heute ein international bedeutendes Instrument der historischen Forschung dar. Stefan Heidemanns Beitrag √ľber das Orientalische M√ľnzkabinett Jena gibt eine Einf√ľhrung in die Geschichte der Sammlung, einen Einblick in ihre Best√§nde und ihre wissenschaftliche Aufarbeitung seit den 1990er Jahren. Babett Forster zeichnet in ihrem Beitrag die Genese und Geschichte der Alphons-St√ľbel-Sammlung mit ihren gro√üformatigen Orginalabz√ľgen mit Motiven aus √Ągypten und dem Vorderen Orient nach und gibt eine Einf√ľhrung in die Bildsprache dieser wenig genutzten Dokumente, die eine einzigartige kulturhistorische Quelle f√ľr den Vorderen Orient in der zweiten H√§lfte des 19. Jh. darstellen.
Alte Geschichte und Epigraphik. Werner Eck zum 75. Geburtstag. Hrsg.: Schneider, Helmuth; Thomas, Louisa. 2019. 212 S. 11 Abb. 24 x 17 cm. EUR 50,00. ISBN: 978-3-447-19917-9 Harrassowitz Verlag
Das √§gyptische Alte Reich. Diskussionen zur ‚ÄěEreignisgeschichte‚Äú der 3. bis 6. Dynastie. G√∂ttinger Orientforschungen, IV. Reihe: √Ągypten (66). Blumenthal, Vera. 265 S. 19 Abb., 8 Tabellen, 2 Diagramme. 24 x 17 cm. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2019. EUR 64,00. ISBN: 978-3-447-11203-1 Harrassowitz Verlag
Die Geschichte des Alten Reiches wurde bislang ausschlie√ülich im Rahmen allgemein gehaltener √úberblickswerke zur √§gyptischen Geschichte behandelt. Um aufzuzeigen, inwieweit eine Rekonstruktion der Ereignisgeschichte des Alten Reiches √ľberhaupt m√∂glich ist, greift Vera Blumenthal bestimmte h√§ufig ge√§u√üerte Aussagen und Thesen zu diesem Thema exemplarisch heraus und √ľberpr√ľft sie auf ihre Belegbarkeit hin. Gruppen von Texten und Denkm√§lern, aus denen regelm√§√üig historische Schl√ľsse gezogen werden, unterzieht die Autorin einer quellenkritischen Analyse, um Aussagen dar√ľber treffen zu k√∂nnen, inwieweit die bisher daraus gezogenen Schl√ľsse zul√§ssig sind. Ein besonderer Fokus liegt auf den Au√üenbeziehungen √Ągyptens w√§hrend des Alten Reiches und auf der Frage nach dem Ende des Alten Reiches: Die kontroversen Thesen zur Frage nach der Ursache f√ľr den Untergang des Alten Reiches und zur Frage nach der Art des √úbergangs zur Ersten Zwischenzeit werden einander gegen√ľbergestellt und kritisch er√∂rtert.
Im Ergebnis kann gezeigt werden, dass sich das Bild von der Geschichte des Alten Reiches als wesentlich l√ľckenhafter darstellt, als dies bisher in der einschl√§gigen Literatur suggeriert wird. F√ľr zuk√ľnftige Forschungen wird eine neue Grundlage f√ľr einen sensibleren und st√§rker an historischen Methoden orientierten Umgang mit den Quellen geschaffen.
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Gronemann, Simona. The Story of Meshal Haqadmoni and its Extant Copies in 15th Century Ashkenaz. 2019. Engl. 194 S. 166 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11270-3 Harrassowitz Verlag
Only five manuscript copies of the Hebrew book of fables Meshal Haqadmoni have survived and all five were scribed and illuminated within 15th century Ashkenazi communities. Yet the text, including the captions for 82 illustrations, was written 150 years earlier in Spain by Isaac ibn Sahula. It turns out that the styles of the illustrations in these five copies, while distinct from each other, are rooted in the then prevalent styles of German popular illuminated books.
The manuscripts provoke several questions: Were the original copies of Meshal Hakadmoni, in Spain, illustrated? If not, how come that all the known 15th century Ashkenazi copies are illustrated? And more generally, what caused the renewed interest in the book of fables at such a geographic and time distance? What was the relation between the production of these copies, particularly the illustrations, to the surrounding German culture? The study by Simona Gronemann attempts to answer these and other questions. It is the first time that a hypothesis is being made as to a possible Ashkenazi prototype manuscript and as to further copies that might have existed in Germany and in northern Italy. All in all it provides an exciting journey through 15th century art of book illumination in central Europe, as affecting a Hebrew secular book.
Pirckheimer Jahrbuch 32 (2018): Fr√∂mmigkeit und Fr√∂mmigkeitsformen in N√ľrnberg um 1500. Pirckheimer Jahrbuch zur Renaissance- und Humanismusforschung (32). Hrsg.: Litz, Gudrun. 2019. 222 S. 40 Abb. 23 x 15 cm. EUR 45,00. ISBN: 978-3-447-19819-6 Harrassowitz Verlag
Die Willibald-Pirckheimer-Gesellschaft zur Erforschung von Renaissance und Humanismus f√ľhlt sich dem Erbe des N√ľrnberger Humanisten Willibald Pirckheimer (1470-1530) verbunden. Seit 1983 werden in wissenschaftlichen Kolloquien, die in der Regel j√§hrlich stattfinden, vielf√§ltige literarische, kunst- und kulturgeschichtliche Fragestellungen disputiert. Seit 1986 erscheint das Pirckheimer Jahrbuch f√ľr Renaissance- und Humanismusforschung, in dem die Akten der Symposien sowie Forschungsberichte und Rezensionen publiziert werden.
Aus dem Inhalt (insgesamt 8 Beiträge):
Berndt Hamm, Frommer Humanismus und humanistische Fr√∂mmigkeit um 1500. Spannungen, Konvergenzen und Synthesen in der N√ľrnberger Bildungselite
Heinrich Dormeier, Sp√§tmittelalterliche Fr√∂mmigkeitsformen in N√ľrnberg und L√ľbeck. Gemeinsamkeiten, Unterschiede und die Testamente der oberdeutschen Zuwanderer in der Hansemetropole
Manuel Teget-Welz, Peter Vischer d. √Ą. und Co. N√ľrnbergs Anteil am Grabmal Kaiser Maximilians I
Katja Putzer, Fr√∂mmigkeit, Totengedenken und Repr√§sentation. Zu den N√ľrnberger Totenschilden
Hartmut Scholz, Vitrea dedicata. Bildprogramme, Stifter und Motivationen am Beispiel der N√ľrnberger Glasmalerei
Werner Williams-Krapp, Weltliche und geistliche Literatur im Dienste der N√ľrnberger Judenvertreibung (1499)
Von den Anfängen in archaischer Zeit bis zum Ende der hellenistischen Epoche. Philippika (130). Straub, Nina. Studien zur ionischen Architektur auf der Peloponnes. 2019. 396 S. 412 Abb., 3 Diagramme, 27 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11249-9 Harrassowitz Verlag
Die antike griechische Architektur hat unterschiedliche architektonische Gestaltungssysteme hervorgebracht, die in der Forschung als dorische, ionische und korinthische Ordnung bezeichnet werden. Die dorische Ordnung war vor allem im griechischen Mutterland, insbesondere aber auf der Peloponnes weit verbreitet und hat laut dem antiken Architekturtheoretiker Vitruv dort sogar ihren Ursprung. Die ionische Architektur hingegen wurde in diesem dorisch dominierten Bereich erst nach und nach in Form von einzelnen Bauelementen oder in eigenen Bauten verwendet.
Nina Straub geht diesem Ph√§nomen der allm√§hlichen Ausbreitung ionischer Architektur auf der dorisch gepr√§gten Peleponnes erstmalig umfassend nach. Auf einer umfangreichen Materialgrundlage mit bisher unpublizierten St√ľcken aus Depots und Grabungen wird die ionische Architektur vom ersten Auftreten in archaischer Zeit bis zum Ende der hellenistischen Epoche analysiert. Dar√ľber hinaus skizziert die Autorin eine lokale und regionale Entwicklungsgeschichte f√ľr die Peloponnes und zeigt, inwiefern die ionisch-peloponnesische Architektur Vorbildern in den ionisch dominierten Gebieten der griechischen Welt folgt. Anhand zahlreicher Beispiele l√§sst sich dadurch auch eine eigenst√§ndige peloponnesisch-ionische Formensprache belegen, deren Einfluss auch √ľber die peloponnesische Halbinsel hinaus beobachtet werden kann.
Die Kulttopographie √Ągyptens nach den Gauprozessionen der Sp√§tzeit und der fr√ľhptolem√§ischen Epoche. Studien zur sp√§t√§gyptischen Religion (24). Hrsg.: Ashmawy, Aiman; Raue, Dietrich; von Recklinghausen, Daniel. Von Elephantine bis zu den K√ľsten des Meeres. 2019. 392 S. 3 Abb., 35 Tafeln, 7 Tabellen. 30 x 21 cm. EUR 98. ISBN: 978-3-447-11114-0 Harrassowitz Verlag
Von Elephantine bis zu den K√ľsten des Meeres vereint drei Studien zu kulttopographischen Inschriften aus der Sp√§tzeit und dem Beginn der ptolem√§ischen Epoche. Zahlreiche Quellen waren hier bislang nicht oder nur teilweise publiziert. St. Blaschta bearbeitet die k√ľrzlich in Heliopolis/Matariya aufgefundenen Basaltbl√∂cke einer ‚ÄěGauprozession‚Äú aus der Zeit Nektanebos‚Äô I. Die dort eingemei√üelten Inschriften scheinen einem Textkorpus entnommen, das seit der Sp√§tzeit bis zum Ende der Ptolem√§erzeit an vielen Standorten nachzuweisen ist. Fr. Ghiringhelli untersucht alle Vertreter dieses ‚ÄěStandardtextes‚Äú und zeichnet dessen Entwicklung nach, die anhand einer Synopse nachvollziehbar wird. Sp√§testens zu Beginn der Ptolem√§erzeit wurden Texte verwendet, die sich vom Formular sowie Aussagegehalt stark von den fr√ľheren Inschriften unterscheiden. Diese sind erstmals in den Bl√∂cken des Amun-Tempels von Naukratis greifbar, der unter Ptolemaios‚Äô I dekoriert wurde. D. von Recklinghausen bietet eine vollst√§ndige Textedition und besch√§ftigt sich u.a. mit Fragen der Texttradierung und der Verwendung von Musterb√ľchern, da die Texte in Naukratis auch gut zweihundert Jahre sp√§ter in den Tempeln Ober√§gyptens zur Dekoration verwendet wurden. Der Band wird durch umfangreiche Indizes erschlossen.
Quellen zur Sprache der Juden im zentralhessischen Raum. J√ľdische Kultur. Studien zur Geistesgeschichte, Religion und Literatur (33). Sch√§fer, Lea. Hessisches Jiddisch. 2019. 204 S. 7 Abb., 4 Karten, 1 Tabelle. 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11238-3 Harrassowitz Verlag
Ein zentrales Merkmal der j√ľdisch-aschkenasischen Kultur ist die jiddische Sprache, die heute zumeist mit den (orthodoxen) Juden Osteuropas assoziiert wird. Dass Jiddisch bis ins 19. und z.T. noch bis ins 20. Jahrhundert hinein im deutschen Sprachgebiet gesprochen wurde, ist den wenigsten bekannt. W√§hrend das Ostjiddische noch heute eine vitale Sprache ist, wurde das Westjiddische im Laufe des 19. Jahrhunderts zu Gunsten des Deutschen aufgegeben. Nur wenige Quellen der historischen M√ľndlichkeit der deutschen Juden sind √ľberliefert, was ihre Erforschung erschwert.
Lea Sch√§fer zeigt am konkreten Beispiel des hessischen Sprachgebiets, wie der Wechsel vom Jiddischen zum Deutschen stattgefunden hat und welche Rolle dabei die hessischen Dialekte spielten. Quellen, die Reflexe der jiddischen M√ľndlichkeit aufweisen, werden dokumentiert und schwer lesbare Handschriften einem breiteren Publikum zug√§nglich gemacht. Im Zentrum steht dabei ein Theaterst√ľck von 1822.
The Hieratic Ritual Books of Pawerem (P. BM EA 10252 and P. BM EA 10081) from the Late 4th Century BC. Part I + II. Gill, Ann-Katrin. Studien zur spätägyptischen Religion (RE538), Band: 25. 2019. XVIII / 1076 S. 22 ill., 80 plates, 43 tables. 30 x 21 cm. Gb. Engl. EUR 248,00 ISBN: 978-3-447-11239-0 Harrassowitz Verlag
This monograph constitutes the first edition of the ritual texts preserved on two papyri now in the British Museum, namely EA 10252 and 10081, which are both of Theban origin. A scribal note on EA 10252 provides the date 307/6 BC. With an impressive length of 750 cm (50 preserved columns of text) for EA 10252, and 450 cm (37 columns) for EA 10081, these two documents comprise a total of no less than 15 different compositions. These are inscribed in hieratic and were later on glossed in hieratic as well as demotic, with a total of at least four different scribal hands attested on the documents. Originally, the two papyri formed one consecutive roll. The texts preserved on it can be connected to the Khoiak festival, the most important celebration of Osiris. At some point around 300 BC, this manuscript was adapted by the private individual Pawerem for his own benefit in the afterlife.
In this book, the papyri are edited and published as an integral whole, with the omission of the so-called Glorifications I, II, and III in the edition. Along with the hieroglyphic transcription, transliteration, translation, and line-to-line commentary, overall questions are answered. These deal with the acquisition of the papyri, their material aspects, date and provenance, the layout of the texts, the different hands and scribal divisions attested on them, their later owner Pawerem, the details known about him and his connection to the papyri, a discussion of the content and context of the compositions, their grammar and orthography as well as an investigation of the translations and glosses. Furthermore, a palaeography, full photographic documentation, and synopses are provided.
Das Horn des Steinbocks. Die Treppen und der Dachkiosk in Dendara als Quellen zum Neujahrsfest. Rickert, Alexa. Studien zur spätägyptischen Religion (RE538), Band: 23 . 2019. 968 S., 48 fb. Abb., 51 Tab. Gb. EUR 198,00 ISBN: 978-3-447-11143-0 Harrassowitz Verlag
Das Neujahrsfest war eines der wichtigsten Ereignisse im Kultkalender eines jeden √§gyptischen Heiligtums. Au√üergew√∂hnlich umfangreiche und gut erhaltene Quellen dazu finden sich im Hathortempel von Dendara, insbesondere in den beiden Treppenh√§usern und auf den W√§nden des Kiosks in der s√ľdwestlichen Ecke des Daches. In diesem kleinen Geb√§ude wurde das Hauptritual am Neujahrstag, die ‚ÄěVereinigung mit der Sonnenscheibe‚Äú, durchgef√ľhrt. Die Inschriften und Darstellungen in den Treppenh√§usern und im Dachpavillon sowie ihr architektonischer Rahmen bilden den Kern der vorliegenden Untersuchung. Auf eine vollst√§ndige, gegliederte Transliteration und √úbersetzung des Textmaterials st√ľtzen sich Abschnitte zu den Bezeichnungen des Neujahrstages, zu den r√§umlichen und zeitlichen Abl√§ufen der Ritualhandlungen, zum beteiligten Personenkreis sowie zu den verwendeten Gegenst√§nden und Opfergaben. So entsteht ein umfassendes Bild von den Geschehnissen am ersten Tag des Jahres und ihren theologischen sowie astronomischen Hintergr√ľnden. Ein Kapitel zur Form der Neujahrstexte sowie eine synoptische Zusammenstellung von Parallelen in Umschrift runden die Untersuchung ab.
Im Vergleich mit verwandten Quellen aus der griechisch-r√∂mischen Zeit sowie aus fr√ľheren Epochen wird deutlich, dass sich das Neujahrsfest in Dendara an eine lange Tradition von Kulthandlungen anschlie√üt, deren Urspr√ľnge sich mindestens bis in die 18. Dynastie zur√ľckverfolgen lassen.
Die Reliefdekoration am Torbau Osorkons II. im Tempel der Bastet von Bubastis. √Ągyptologische Abhandlungen (75). Lange-Athinodorou, Eva. Sedfestritual und K√∂nigtum. 2019. 504 S. 88 Abb., . 30 x 21 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-11192-8 Harrassowitz Verlag
Das sogenannte Sedfest, eines der substantiellsten √§gyptischen K√∂nigsrituale, ist √ľber den gesamten Zeitraum der alt√§gyptischen Geschichte in bildlichen und schriftlichen Quellen belegt. Unter diesen nimmt die Reliefdekoration des Torbaus Osorkons II. (Libyerzeit, 22. Dyn., 874‚Äď850 v. Chr.) im Tempel der Hauptg√∂ttin von Bubastis mit umfangreich √ľberlieferten Episoden der Kulthandlungen und Rituale des Sedfestes eine herausragende Rolle ein. Nach ihrer Entdeckung durch Edouard Naville 1887 und der darauffolgenden Erstpublikation 1892 wurde dieses Material jedoch in der Forschung nur sehr wenig beachtet. Die hier vorgelegte Monographie analysiert nun auf der Grundlage aktueller Feldstudien die Sedfestreliefs in Bubastis umf√§nglich und bettet sie in den Kontext fr√ľherer Quellencorpora ein. Auf diese Weise lassen sich erstmals die Traditionslinien der am Sedfesttor in Bubastis umgesetzten Themenzyklen bild- und textkritisch genauer fassen.
Neben der gattungsgerechten Kontextualisierung der Reliefs liegt das Hauptaugenmerk der Studie auf der erneuten Ann√§herung an die Frage nach der Bedeutung des k√∂niglichen Sedfestes im Alten √Ągypten. Anhand der ausf√ľhrlichen Untersuchungen der gro√üen Reliefcorpora kann gezeigt werden, dass in der Forschung seit langer Zeit akzeptierte Deutungen, wie etwa die auf William Matthew Flinders Petrie zur√ľckgehende Interpretation des Sedfestes als ritueller physischer Erneuerung des K√∂nigs, sich nicht mit den Aussagen der Quellen vereinbaren lassen. Vielmehr ist das Sedfest rituelle Best√§tigung des K√∂nigs als Herrscher √Ągyptens durch die ihm die Herrschaftsberechtigung verleihenden G√∂tter des Landes.
With Chapters Related to the Site and to the Mamluk-Ottoman Period. Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins (45,1). Hrsg.: Kamlah, Jens; Sader, Helene. Tell el-Burak 1: The Middle Bronze Age. Engl. 2019. 350 S. numerous ill., 40 tables, 35 folding maps in a slipcase. 30 x 21 cm. EUR 98. ISBN: 978-3-447-10920-8 Harrassowitz Verlag
A unique monumental building dating to the early part of the Middle Bronze Age (ca. 1900‚Äď1700 BCE) was uncovered at the southern Lebanese coast by the joint Lebanese-German excavation project at Tell el-Burak. The impressive architecture of the building was exposed in eight excavation seasons during the years 2001‚Äď2011. Inside the largest room of the Monumental Building at Tell el-Burak the excavations brought to light the sensational discovery of Middle Bronze Age mural paintings in situ on lime plaster covering the inner faces of its completely preserved mud-brick walls. This volume edited by Jens Kamlah and H√©l√®ne Sader consists of the final publications of all excavation results concerning the Middle Bronze Age at Tell el- Burak. It furthermore includes an introduction into the joint Lebanese-German excavation project, chapters related to the site and the final publication of the excavated remains of the Late Medieval Period.
Tell el-Fara‚Äė√én ‚Äď Buto VI: Recherches sur les ateliers romains de Bouto. Prospections et sondages (2001‚Äď2006). avec la collaboration de Delphie Dixneuf, Marie Evina, Patrice Georges, Tomasz Herbich, Val√©rie Le Provost, Marie-Dominique Nenna, Gonca Cankardes Şenol et Ahmet Kaan Şenol. Ballet, Pascale; B√©guin, Fr√©deric; Lecuyot, Guy. Arch√§ologische Ver√∂ffentlichungen des Deutschen Arch√§ologischen Instituts (UF899), Band: 110. Franz. 2019. 430 S., 106 Abb. 60 Pl√§ne und 102 Tabellen. Gb. EUR 158,00 ISBN: 978-3-447-11024-2 Harrassowitz Verlag
Buto, in the western Egyptian Delta, is mainly known for its pre- and protohistoric occupations, currently being explored by the Deutsches Arch√§ologisches Institut (Cairo). In order to investigate the Graeco-Roman and Byzantine settlement, partly revealed by the Egypt Exploration Society (EES) in the 1960s, a program was launched in 2001, directed by Pascale Ballet. In the north east of the site, the EES had excavated a pottery workshop yielding a black polished ware, influenced by Mediterranean black glazed wares. Using topographical and geophysical surveys from 2001, the excavations in the northern part of the city, conducted from 2002 to 2004, unearthed two main kinds of workshops and productions from the Early Roman period. The first one, entirely new, produced imitations of ‚Äúsigillata,‚ÄĚ using tubes, like in Italy and Gaul, to enable the hot gases to go through the stack of pots preventing any contact with them. It is a significant example of a transfer of technology from the Western Mediterranean area, without excluding an Eastern influence. The second type of workshop, also entirely new, was devoted to common wares, sometimes with painting, heralding the style of the Late Roman/Byzantine period.
Buto was probably one of the most active centers for pottery production in the Delta during the Graeco-Roman period, and the discovery of technology previously unknown in Egypt is a new contribution to the history of pottery manufacture in the East Mediterranean area. The present study presents latest findings and samples.
Text is in French.
Johann Thomas Trattner (1719‚Äď1798) und sein Medienimperium. Buchforschung. Beitr√§ge zum Buchwesen in √Ėsterreich (10). Hrsg.: Frimmel, Johannes; Augustynowicz, Christoph. Der Buchdrucker Maria Theresias. 2019. 174 S. 20 Abb., 2 Karten, 1 Tabelle. 24 x 17 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11235-2 Harrassowitz Verlag
Dem hingebungsvoll zelebrierten Maria-Theresia-Jubil√§umsjahr 2017 h√§tte ‚Äď zumindest aus buch- und verlagsgeschichtlicher Sicht ‚Äď Entscheidendes gefehlt, w√§re es ohne Erinnerung an den Verleger Johann Thomas von Trattner (1719‚Äď1798) zu Ende gegangen. Denn ohne die Protektion der Herrscherin w√§re der Aufstieg des Mannes aus armen Verh√§ltnissen zu einem der reichsten M√§nner der Habsburgermonarchie, der, wie man ihm neidvoll nachsagte, ‚Äědas sch√∂nste Haus, die sch√∂nste Frau und die gr√∂√üte Buchhandlung in Europa‚Äú besa√ü, nicht denkbar gewesen. Die Erinnerung an ihn ist durchaus nachhaltig: In seiner Wohn- und Wirkungsst√§tte Wienerherberg in der Gemeinde Ebergassing (Nieder√∂sterreich) ist das Andenken an den bedeutenden Unternehmer Trattner bis heute lebendig.
Der rechtzeitig zum 300. Geburtstag erscheinende Sammelband geht auf eine Tagung zur√ľck, die Ende 2017 am Institut f√ľr Osteurop√§ische Geschichte der Universit√§t Wien stattfand. Er vereinigt aktuelle Beitr√§ge aus Deutschland, Italien, √Ėsterreich, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn zu Tratters Druck- und Verlagst√§tigkeit in der gesamten Habsburgermonarchie mit einem differenzierenden Augenmerk auf seine so verfemten Nachdrucke.
Keramikassemblagen der Späten Bronzezeit aus dem Königspalast von Qa?na und eine vergleichende Betrachtung zeitgleicher Keramik Westsyriens und der Levante. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (007). Döpper, Stephanie. 2019. 568 S. 65 Abb., 68 Diagramme, 11 Karten, 40 Tabellen, 156 Tafeln, 1 Klapptafel. 31 x 24 cm. Gb. EUR 178,00. ISBN: 978-3-447-10957-4 Harrassowitz Verlag
Stephanie Döpper präsentiert in Band 7 der Qatna-Studien die spätbronzezeitliche Keramik der Bereiche G, DK, BU und Tombeau II des Königspalastes von Qatna, Syrien. In zahlreichen Tabellen, Diagrammen und einem Katalog der Keramikzeichnungen werden die Keramikassemblagen umfassend vorgestellt und detailliert ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt dabei neben der Darstellung der angewandten Methodik auf dem Vergleich der Keramikassemblagen untereinander sowie auf ihrer funktionalen und chronologischen Einordnung.
Bislang wurde angenommen, dass die √Ąhnlichkeit von Keramikassemblagen durch eine √§hnliche chronologische Stellung begr√ľndet ist und darauf aufbauend Keramikassemblagen verschiedener Fundorte miteinander in Beziehung gesetzt werden k√∂nnen. Diese Annahme wird auf der Grundlage einer einheitlichen Klassifikation von mehr als 20.000 diagnostischen Keramikscherben aus √ľber 50 Fundorten Westsyriens und der Levante hinterfragt. Anhand des umfassenden Keramikkorpus wurden Korrespondenzanalysen durchgef√ľhrt, um den Grad der √Ąhnlichkeit zwischen den typologisierten Assemblagen festzustellen. Dabei hat sich gezeigt, dass innerhalb eines relativ kurzen zeitlichen Rahmens wie der Sp√§tbronzezeit Westsyriens und der Levante √Ąhnlichkeiten und Unterschiede zwischen Keramikassemblagen vorwiegend auf regionale und funktionale und kaum auf chronologische Aspekte zur√ľckzuf√ľhren sind.
Mit Beiträgen von Peter Pfälzner, Elisa Roßberger, Emmanuelle Vila, Alexander Ahrens, Valeria Paoletti, Stephanie Döpper, Otto Cichocki, Ivana Puljiz, Ahmad A. al-Rawi, Katleen Deckers, Simone Riehl, Bernhard Knibbe und Isabella Tillich. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (008). Hrsg.: Lange, Sarah; Schmid, Jochen; Wissing, Anne. Der Königsgruftkomplex von Qatna. Teil 1: Befunde und Fundverteilung im Korridor und in der Vorkammer. 2019. 380 S. 289 Abb., 17 Tafeln, 5 Klapptafeln, 3 Beilagen. 31 x 24 cm. Gb. EUR 148,00 ISBN: 978-3-447-11021-1 Harrassowitz Verlag
2002 wurde im nord√∂stlichen Bereich des K√∂nigspalastes von Qatna (Tall MiŇ°rife, Syrien) das k√∂nigliche Hypog√§um entdeckt. Zu der in der Mittleren Bronzezeit angelegten K√∂nigsgruft f√ľhrt, vom zentralen Kultsaal ausgehend, ein √ľber 40 m langer Korridor hinab, der oberhalb einer schachtartigen Vorkammer endet, die wiederum ca. 4,5 m bis zum Fu√übodenniveau der Gruft √ľberwindet. Bei der Zerst√∂rung des Palastes um 1340 v.Chr. verbrannten auch die Decken oberhalb des Korridors und der Vorkammer. Das Inventar der dar√ľber liegenden R√§ume st√ľrzte, zusammen mit zahlreichen Holzbalken und Mauerresten, in die R√§ume im Untergeschoss.
Der erste Teil der Endpublikation des K√∂nigsgruftkomplexes von Qatna beinhaltet die Befunde des Korridors und der Vorkammer der K√∂nigsgruft: die architektonische Beschreibung und Rekonstruktion des Korridors und der Vorkammer, eine Auswertung des in die R√§ume verst√ľrzten Materials, welches als Rauminventare aus dem Korridor, der Vorkammer und den dar√ľber befindlichen R√§umen gedeutet wird, eine Vorlage derjenigen Funde, die nicht im Kontext von gr√∂√üeren Materialgruppen in anderen B√§nden der Reihe ver√∂ffentlicht werden, sowie eine Auswertung des arch√§ozoologischen, dendrochronologischen, arch√§obotanischen und anthrakologischen Materials.
Der Königspalast von Qatna. Mit Beiträgen von Eva Geith, Fidaa Hlal, Tulip Abd el-Hay, Simone Riehl, Heike Dohmann, Tina Köster und Katleen Deckers. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (005). Hrsg.: Pfälzner, Peter; Schmid, Jochen. Teil I: Chronologie, Grundriss, Baugeschichte und Bautechniken. 2019. 360 S. 235 Abb., 6 Beilagen, 30 Tabellen, 81 Tafeln. 31 x 24 cm. Gb. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-11022-8 Harrassowitz Verlag
Der in den 1920er Jahren vom franz√∂sischen Ausgr√§ber Robert du Mesnil du Buisson entdeckte Palast der bronzezeitlichen K√∂nigsstadt Qatna ist in seiner Monumentalit√§t und seinen baulichen Besonderheiten einzigartig in der Tradition k√∂niglicher Palastbauten des 2. Jahrtausends v.Chr. im Vorderen Orient. Von 1999 bis 2010 wurden das Geb√§ude und gro√üe Teile des antiken Stadtgel√§ndes (modern: Tall MiŇ°rife) im Rahmen eines syrisch-italienisch-deutschen Kooperationsprojektes erneut untersucht. In diesem Zusammenhang konnten die Architektur des Palastes, seine Baugeschichte, seine Ausstattung und seine Funktionen grundlegend neu bewertet werden.
Diesen Aufgaben hat sich unter anderem das syrisch-deutsche Team in Qatna gewidmet. Band QS 5, der erste Teil der der Endpublikation zur Architektur des K√∂nigspalastes von Qatna in West-Syrien, bietet eine zusammenfassende Gesamtdarstellung dieser Forschungsergebnisse. Sie umfassen die Chronologie und Baugeschichte des Geb√§udes, seine Bautechniken sowie seine bauhistorische Einordnung. Hinzu kommen die Darstellung des urbanistischen Aspekts und der symbolischen Bedeutung des Palastes. Ferner thematisiert der Band die Restaurierungsarbeiten im Palastbereich und legt die methodischen Grundlagen der Ausgrabung, der Dokumentation und der Keramikbearbeitung des Projekts dar. Schlie√ülich kommen auch umweltgeschichtliche Aspekte zur Sprache. Auf diese Weise entsteht ein umfassender Gesamt√ľberblick √ľber den K√∂nigspalast von Qatna.
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