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Harrassowitz Verlag

 
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Studien zu Neith und ihren Attributen in der Theologie des Tempels von Esna. Esna-Studien I. Studien zur spätägyptischen Religion (36). Recklinghausen, Daniel von. Das Land von Pfeil und Bogen. Deutsch. 2022. 140 S. 10 Abb., 6 Tabellen, 14 Tafeln. 29,7 x 21 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-39261-7 Harrassowitz Verlag
In der Theologie des Tempels von Esna, von dem in erster Linie der in römischer Zeit errichtete und dekorierte Pronaos erhalten ist, tritt neben dem Gott Chnum auch die Göttin Neith prominent hervor, beide werden als Schöpfergottheit verehrt. Neith schützt mit ihren Attributen - Pfeil und Bogen - den kindlichen Sonnengott seit dem Uranfang und übt diese Funktion in der Folge für Götter, Könige und Menschen aus.
Pfeil und Bogen nehmen in den Inschriften und Darstellungen dieses Tempels deshalb eine besondere Stellung ein, so unter anderem in dem Ritualszenentypus „Pfeil und Bogen darreichen“ sowie im Ablauf der Rituale, die während des Festes am 13. Epiphi - dem für Neith zentralen Fest in Esna - durchzuführen waren. Nach einleitenden kursorischen Überblicken zur Verwendungsweise von Pfeil und Bogen im pharaonischen Ägypten sowie in der ägyptischen Religion folgt mit den Texten aus Esna, die übersetzt und eingehend kommentiert werden, der Schwerpunkt des Buches. Hinzu kommt eine Analyse ihrer Einbindung in die raumübergreifende Dekorationssystematik des Pronaos. Im Ergebnis lässt sich eingehend nachvollziehen, wie Pfeil und Bogen als Attribute wie auch als Kultobjekte der Neith in Esna verstanden wurden.
Studien zu Neith und ihren Attributen in der Theologie des Tempels von Esna. Esna-Studien I. Studien zur spätägyptischen Religion (36). Recklinghausen, Daniel von. Das Land von Pfeil und Bogen. Deutsch. 2022. 140 S. 10 Abb., 6 Tabellen, 14 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11796-8 Harrassowitz Verlag
In der Theologie des Tempels von Esna, von dem in erster Linie der in römischer Zeit errichtete und dekorierte Pronaos erhalten ist, tritt neben dem Gott Chnum auch die Göttin Neith prominent hervor, beide werden als Schöpfergottheit verehrt. Neith schützt mit ihren Attributen – Pfeil und Bogen – den kindlichen Sonnengott seit dem Uranfang und übt diese Funktion in der Folge für Götter, Könige und Menschen aus.
Pfeil und Bogen nehmen in den Inschriften und Darstellungen dieses Tempels deshalb eine besondere Stellung ein, so unter anderem in dem Ritualszenentypus „Pfeil und Bogen darreichen“ sowie im Ablauf der Rituale, die während des Festes am 13. Epiphi – dem für Neith zentralen Fest in Esna – durchzuführen waren. Nach einleitenden kursorischen Überblicken zur Verwendungsweise von Pfeil und Bogen im pharaonischen Ägypten sowie in der ägyptischen Religion folgt mit den Texten aus Esna, die übersetzt und eingehend kommentiert werden, der Schwerpunkt des Buches. Hinzu kommt eine Analyse ihrer Einbindung in die raumübergreifende Dekorationssystematik des Pronaos. Im Ergebnis lässt sich eingehend nachvollziehen, wie Pfeil und Bogen als Attribute wie auch als Kultobjekte der Neith in Esna verstanden wurden.
Eine Studie zu den apotropäischen Gottheiten auf den Kairener Sarkophagen des Djedher (CG 29304) und Anchhapi (CG 29303). Studien zur spätägyptischen Religion (35). Teotino, Carolina. Der Schutz des Osiris. Deutsch. 2022. 1010 S. 51 Abb., 163 Schemata, 25 Tabellen, 160 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-11712-8 Harrassowitz Verlag
Hunderte von Gottheiten schmücken die Wannen und Deckel ausgewählter Sarkophage und Särge aus der 30. Dynastie und der Ptolemäerzeit, die hauptsächlich in Saqqara gefunden wurden. Carolina Teotino teilt diese Götter in verschiedene Gruppen auf, die den Verstorbenen in Form kurzer Reden ansprechen.
Zwei beinahe parallele Objekte, die Sarkophage des Djedher und des Anchhapi, dienen als Ausgangspunkt dieser Studie und werden mit weiteren teilweise unveröffentlichten Quellen verglichen. Adressiert werden in erster Linie Fragen zum Ursprung und zur Funktion dieser Dekoration sowie zur Herkunft und zu den Ämtern der Inhaber dieser Sarkophage. Ein Fokus liegt dabei auf dem Diskurs zwischen Toten- und Tempelkult und der Form der Dekoration als monumentale Inszenierung der Episoden und Riten in der Balsamierungshalle. Die Gottheiten bieten dem verstorbenen Osiris Schutz und Beistand in Krisensituationen, sei es während der Mumifizierung, der stündlichen Schutzwache, der Bestattung, der Auferstehung oder der Wiedergeburt. Ihre Reden schützen vor möglichen Gefahren und formulieren gleichzeitig das Ziel, im Jenseits weiterzuleben. Die Ergebnisse zeigen, dass einige dieser Götterkreise sich bereits in das Mittlere Reich zurückverfolgen lassen, andere treten erst in den Räumen für den Osiris-Kult in den griechisch-römischen Tempeln auf. Die Reden sind teilweise kompiliert als Exzerpte aus bekannten osirianischen Kompositionen aus Tempel- und Totenkontext.
Titelbilder des Wissens in der frühen Neuzeit. Wolfenbütteler Forschungen (170). Laube, Stefan. Einladende Buch-Anfänge. Deutsch. 2022. 420 S. 117 s/w-Abb., 25 fb. Abb. 24 x 16 cm. EUR 82,00. ISBN: 978-3-447-11689-3 Harrassowitz Verlag
„In medias res“ – so beginnt kein Buch. Vielmehr sind ihm Seiten vorangestellt, die das Buch inhaltlich rasch zugänglich machen sollen – am besten auf den ersten Blick. Zum Titelapparat eines frühneuzeitlichen Buches gehören nicht nur textuelle, sondern auch graphische Elemente wie Vignetten und Frontispize. Fragen über Fragen! Wie ist der Inhalt des Buches auf dem Titelbild dargestellt? Ist eine visuelle Komprimierung der gesamten Thematik erkennbar oder begnügte man sich mit der punktuellen Setzung optischer Reize? Inwiefern kann das Anfangsbild Legitimität und Autorität eines Wissensfeldes bekräftigen? 13 Beiträge beleuchten den einladenden Buchanfang aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen. So kreuzen sich in der konfessionellen Arena ambitionierte Bildentwürfe jesuitischer Glaubenskonsequenz und eines endzeitbewussten Pietismus. Andere Beiträge nehmen Titelbilder einzelner Wissenszweige in den Blick (Genealogie, Fortifikationskunde, Metallurgie). Die in Netzwerken agierenden visuellen Initiativen der Gelehrten sind ebenso Thema wie Einblicke in die Werkstatt der Bildproduktion. So manches Buch scheint in Umkehrung des englischen Idioms „Don’t judge a book by its cover“ sehr wohl nach dem Cover beurteilt werden zu können.
König Wilhelm, 1247–1256. MGH - Schriften (80). Würth, Ingrid. Regnum statt Interregnum. Deutsch. 2022. 476 S. 10 Abb., 2 Tabellen. 22,7 x 15,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11782-1 Harrassowitz Verlag
Die Herrschaft König Wilhelms (1247–1256) ist geprägt von der Konkurrenz mit den Staufern um das römisch-deutsche Königtum, päpstlichen Einflüssen auf das Reich, dem gesteigerten Selbstbewusstsein der Städte und den Ansprüchen der Fürsten auf Mitsprache und Selbstbestimmung. Im vorliegenden Buch steht die Position des Königs inmitten dieser vielfältigen Faktoren im Zentrum. Reichweite, Akzeptanz und Entwicklung von Wilhelms Herrschaft werden zunächst anhand der Urkunden, dann im Blick auf dessen wichtigste Unterstützer und in konkreten Situationen untersucht. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die historiographischen Zeugnisse zur Wahrnehmung König Wilhelms bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts und dessen Memoria in der Grafschaft Holland. Insgesamt zeigt sich, dass Wilhelm seine Herrschaft rasch festigen und seinen Einfluss ausweiten konnte. Auch seine Beurteilung in den erzählenden Quellen fällt meist nicht negativ aus, bis unter König Rudolf I. (1273–1291) eine Trendwende einsetzt. Während Wilhelm in der holländischen Tradition durchaus eine Rolle spielte, geriet er im Reich fast in Vergessenheit. Als „schwacher“ König des sogenannten Interregnums wurde er auch von der Geschichtswissenschaft kaum gewürdigt, obwohl die Quellen bei genauer Betrachtung den Eindruck eines seinen staufischen Vorgängern ebenbürtigen Königtums vermitteln.
Le linceul MMA 31.9.8 et la cuve osirienne de Coptos Caire JE 37516. Dessins de Carolina Teotino. Studien zur spätägyptischen Religion (33). Herbin, François René; Leitz, Christian. Le Rituel de la Maison de Chentayt. Französisch. 2022. 612 S. 7 ill., 56 planches, 15 tableaux. 29,7 x 21,0 cm. EUR 158,00. ISBN: 978-3-447-11784-5 Harrassowitz Verlag
Découvert à Quft en 1904, le monument en granit rose connu sous la désignation de cuve de Coptos, et conservé au musée du Caire (JE 37516), ne suscita au début que de brèves observations, plus pour sa fonction présumée de sarcophage du pharaon Harsiesis (XXIIe dynastie) que pour les inscriptions couvrant l’ensemble de ses parois.
Les problèmes liés à l`état médiocre du monument et aux multiples difficultés de lecture et d`interprétation de son texte expliquent qu`il soit demeuré longtemps inédit.
En 1986, la découverte d’un parallèle partiel, rédigé en hiératique sur un linceul de lin conservé au Metropolitan Museum of Arts (31.9.8), datable de l`époque ptolémaïque, permit de repenser une bonne partie des problèmes que, pour diverses raisons, les inscriptions de la cuve ne permettaient pas de résoudre. Le titre même de l`ouvrage, présent dans le seul linceul: Rituel de la Maison de Chentayt, montre le rôle central joué par cette déesse dans l`organisation des rites osiriens du mois de Khoiak, et qu`attestent aussi de nombreux autres documents funéraires ou rituels. Curieusement ignoré de la grande inscription tentyrite consacrée aux cérémonies osiriennes de ce mois, le Rituel de la Maison de Chentayt livre une foule d`informations nouvelles sur la participation de collectivités divines et humaines à ce qui est probablement la plus importante manifestation religieuse de l`ancienne Égypte.
La première partie, par François René Herbin (en français), propose une première édition du linceul avec transcription, traduction et commentaire; la seconde partie, par Christian Leitz (en allemand) contient les mêmes éléments pour la cuve osirienne. Le volume II expose une documentation photographique et graphique détaillée.
Verweiskulturen des Mittelalters. Wolfenbütteler Forschungen (167). Hrsg.: Griese, Sabine; Hrsg.: Moulin, Claudine. Deutsch. 2022. 168 S. 30 s/w-Abb. und 10 fb. Abb. 24,0 x 16,0 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11684-8 Harrassowitz Verlag
An Traditionen und Erfahrungen anzuknüpfen und sich auf diese zu beziehen, prägt und stützt das menschliche Leben. Verweisen erscheint als kulturelle Standardsituation, als Universalie des Menschseins. Verweisen und Verknüpfen sind keine Errungenschaften der Gegenwart oder einer Neuzeit, sondern sind immer schon mit Wissen und Wissenschaftlichkeit verbunden.
Der von Sabine Griese und Claudine Moulin herausgegebene Band widmet sich dieser zentralen Praktik der Ordnung von Wissen und der Wissensebenen in der Kultur des Mittelalters. Er fasst die Ergebnisse eines interdisziplinären Austausches an der Herzog August Bibliothek zusammen, der Formen und Spielarten des Verweisens im Bereich der Philosophie, der Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Rechtsgeschichte darlegt und exemplarisch an einzelnen Texten, Artefakten und Wissensbereichen untersuchte. Dabei wird das in dem jeweils zugrunde gelegten Untersuchungskorpus textlich erzählte, diskutierte oder ikonographisch bzw. materiell gefasste Wissen dahingehend ausgelotet, wie es auf Traditionen aufbauende sowie neu entwickelte Verweisstrategien aufbereitet, neu strukturiert und wiederverwendbar macht.
A Late Hittite State Scriptorium and Its Tablet Collections. Studien zu den Bogazköy-Texten (67). Torri, Giulia. The “Haus am Hang” at ?attuša. 2022. 306 S. 13 ill., 32 tables. 24 x 17 cm. Englisch. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-39136-8 Harrassowitz Verlag
During the first excavations in Lower City of Ḫattuša, conducted by H. Winckler and Th. Makridi in 1907, Makridi discovered a palace built east of the main Temple. The building was later named Haus am Hang (House on the Slope, HaH) because it leaned on the terraces leading up to the royal palace on Büyükkale. Several fragments of clay tablets in cuneiform script were discovered within and around the building during this period and in the following archaeological investigations until the 1960s. These text fragments exemplified the various text typologies produced by Hittite scribes.
Giulia Torri’s research focuses on this collection of texts in search of the original criteria for its organization inside the building and provides a new approach in outlining the cultural environment in which the Hittite texts were produced: As a first step, the range of information about the discovery and the find-spots of the fragments is analyzed and contextualised (Part I). In the second part the texts, classified according to their content as administrative texts, chancellery texts, and texts of the scribal tradition, are collected, studied, and compared with their duplicate versions from other locations, with the aim of showing how the Hittite scribes composed and preserved them in this area of the Lower City (Part II).
Tagung der Fototheken des Deutschen Archäologischen Instituts Rom und der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, 22.–24. März 2017. Beiträge zur Geschichte der Archäologie und der Altertumswissenschaften (3). Hrsg.: Bartsch, Tatjana; Bockmann, Ralf; Pasieka, Paul; Röll, Johannes. Faktizität und Gebrauch früher Fotografie – Factuality and Utilization of Early Photography. 2022. 376 S. 192 Abb. 29,7 x 21 cm. Deutsch; Englisch. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11637-4 Harrassowitz Verlag
Zu den Wesensmerkmalen der Fotografie gehört die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen. Als flexibles Medium ist sie anpassungsfähig an neue historische, kulturelle oder ästhetische Gegebenheiten. Fotografien begegnen als materielle Artefakte, etwa als belichtete Metallplatte oder als Vergrößerung auf Fotopapier ebenso wie als immaterielle Projektion oder Digitalaufnahme. Besonders in der Frühzeit herrschte ein unvergleichlicher Variantenreichtum an Aufnahmetechniken und Reproduktionsverfahren, die sich entsprechend der jeweiligen Verwendungsabsichten spezifizierten und ausdifferenzierten.
Der Tagungsband widmet sich disziplinenübergreifend der Beziehung zwischen der Faktizität von Fotografien im Sinne ihrer individuellen, dinglichen Verfasstheit und ihren Präsentations- und Gebrauchskontexten von der zweiten Hälfte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Grottenheiligtum am Osthang. Eine Mikrostudie zur späthellenistischen Kultpraxis mit einem Beitrag zu den Faunenresten. Altertümer von Pergamon (17). Engels, Benjamin. 2022. 430 S. 67 Abb., 64 Tabellen, 181 Tafeln. 29,7 x 21 cm. Deutsch. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11682-4 Harrassowitz Verlag
Mit dem Grottenheiligtum am Osthang des Stadtbergs nimmt Benjamin Engels eines der innerstädtischen Naturheiligtümer in den Blick, die im späten Hellenismus ein integraler Bestandteil der urbanen Struktur Pergamons waren. Neben der Architektur, die Grotten und Felsen integriert und dabei in spezifischer Weise inszeniert, wird auch das umfangreiche Fundmaterial detailliert aufgearbeitet. Der besonders günstigen Überlieferungslage ist es zu verdanken, dass sich mit diesem Fundkomplex ein großer Teil des Heiligtumsinventars erhalten hat. Ein umfangreicher Komplex von gut erhaltener Gefäßkeramik schließt eine Lücke in der Chronologie der späthellenistischen Keramik aus Pergamon. Darüber hinaus erlaubt er die Rekonstruktion von Bankettgeschirrsets und wirft damit ein Schlaglicht auf die Ausstattung und Organisation eines mutmaßlichen Vereinshauses. Etwa 130 Terrakottastatuetten sowie Funde aus Metall, Stein, Glas und zahlreiche Tierknochen vervollständigen das facettenreiche Fundspektrum.
Benjamin Engels entwirft auf Grundlage einer nahansichtigen Analyse der Funde und Befunde ein detailliertes Bild der Bankett- und Votivpraxis im Grottenheiligtum und untersucht dessen sozial- und kulturhistorische Bedeutung im lokalen und überregionalen Vergleich.
Menschen – Kulturen – Traditionen (18). Beiträge der Arbeitsgruppe 5 »Hafenorte« des Forschungsclusters 6 »Connecting Cultures« und einer Tagung am 26. und 27. Mai 2017 an der Abteilung Istanbul des DAI. Hrsg.: Mania, Ulrich. Hafen, Stadt, Mikroregion. 2022. 154 S. 81 Abb., 5 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. Deutsch. EUR 49,00. ISBN: 978-3-447-11744-9 Harrassowitz Verlag
Die Arbeitsgruppe 5 ‚Hafenorte‘ war von 2015–2017 Bestandteil des Clusters 6 „Connecting Cultures. Formen, Wege und Räume kultureller Interaktion“ des Deutschen Archäologischen Instituts und wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Die Forschungsgruppe betrachtete nicht nur Hafenorte als Schnittstellen überregionaler Beziehungen, sondern auch die Auswirkungen von Konnektivität auf Städte und Mikroregionen. Dabei legte man sich weder auf die Erklärungsmodelle der Städte als herausragende Knotenpunkte (Fernand Braudel) noch der Vernetzung von Mikroregionen als charakteristische Gliederung des Mittelmeerraumes (Peregrine Horden und Nicholas Purcell) fest. Vielmehr sollte die dynamische Relation zwischen Naturraum, Konnektivität und Hafenort beleuchtet werden. Unter dem Thema „Hafen – Stadt – Mikroregion“ stand einerseits die Frage im Vordergrund, in welcher Form Häfen zu einer spezifischen Ausprägung einer Mikroregion führten, und inwieweit andererseits die Mikroregionen mit all ihren Bestandteilen, Ressourcen und natürlichen Bedingungen die Entwicklung der Häfen beeinflussten.
Platte ist nicht gleich Platte. Kooperation und Konkurrenz zwischen der DDR und Polen im Wohnungsbauwesen der 1970er Jahre. Interdisciplinary Polish Studies (10). Kami?ska, Magdalena. 2022. 374 S. 17 Abb., 11 Tabellen. 24 x 17 cm. Deutsch. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11767-8 Harrassowitz Verlag
Die Untersuchung ist der Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen im industriellen Wohnungsbauwesen der 1970er Jahre gewidmet. Am Beispiel der polnischen Wohnungsbauserie W-70 („Warszawa 1970“) und der DDR-eigenen WBS 70 werden gelungene und erfolglose Seiten dieser Kooperation zwischen den beiden sozialistischen Staaten beleuchtet. Die Analyse umfasst Strukturen, Kontakte und Handlungsspielräume auf ministerialer, institutioneller und individueller Ebene. Gab es gegenseitige Einflussnahme? Welche Rolle spielte der Westen? Jenseits aller stereotypen Vorstellungen von eindimensionalen Entscheidungsprozessen in staatssozialistischen Systemen wird eine Geschichte des europäischen Ideentransfers und der Wissenszirkulation der Nachkriegsmoderne erzählt.
The “Haus am Hang” at Hattuša. A Late Hittite State Scriptorium and Its Tablet Collections. Studien zu den Bogazköy-Texten (67). Torri, Giulia. 2022. 306 S. 13 ill., 32 tables. 24 x 17 cm. Englisch. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11621-3 Harrassowitz Verlag
During the first excavations in Lower City of Hattuša, conducted by H. Winckler and Th. Makridi in 1907, Makridi discovered a palace built east of the main Temple. The building was later named Haus am Hang (House on the Slope, HaH) because it leaned on the terraces leading up to the royal palace on Büyükkale. Several fragments of clay tablets in cuneiform script were discovered within and around the building during this period and in the following archaeological investigations until the 1960s. These text fragments exemplified the various text typologies produced by Hittite scribes.
Giulia Torris research focuses on this collection of texts in search of the original criteria for its organization inside the building and provides a new approach in outlining the cultural environment in which the Hittite texts were produced: As a first step, the range of information about the discovery and the find-spots of the fragments is analyzed and contextualised (Part I). In the second part the texts, classified according to their content as administrative texts, chancellery texts, and texts of the scribal tradition, are collected, studied, and compared with their duplicate versions from other locations, with the aim of showing how the Hittite scribes composed and preserved them in this area of the Lower City (Part II).
Thetis 26 (2021). Mannheimer Beiträge zur Klassischen Archäologie und Geschichte Griechenlands und Zyperns. Hrsg.: Stupperich, Reinhard; Hrsg.: Stupperich, Corinna. 2022. 206 S. 4 Diagramme, 2 Tabellen, 92 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. Engl. Br. Deutsch. EUR 39,00. ISBN: 978-3-447-11756-2 Harrassowitz Verlag
Die Zeitschrift Thetis nimmt, wie der leicht veränderte Untertitel – Mannheimer Beiträge zur Archäologie und Geschichte der antiken Mittelmeerkulturen – andeutet, ab Band 23 nicht nur Beiträge zur Archäologie und Geschichte Griechenlands und Zyperns, sondern Beiträge zur Archäologie und Geschichte der antiken Kulturen des gesamten Mittelmeerraumes sowie zu deren Nachleben und zu ihrer Wissenschaftsgeschichte bis in die Neuzeit hinein auf. Arbeiten zur politischen Geschichte der Neuzeit und zur aktuellen Zeitgeschichte entfallen in Zukunft. Aus dem Inhalt (insgesamt 9 Beiträge): Synje Diekmann, Eine Nekyia-Szene auf einem unteritalischen Glockenkrater (Taf. I-IV) Steven E. Sidebotham et al., Results of the Winter 2020 Excavation Season at Berenike (Red Sea Coast), Egypt (Taf. V-XXIX) Reinhard Stupperich, Die zwölf Caesaren von Johannes Stradanus (Taf. XLVII-LXII) Evgenia Vikela, Observations on Some Cults Common to Troizen and Athens: Convergences and Divergences (Taf. LXXXVII-XCII) Corinna Stupperich, Stones for Troezen (Taf. LXV-LXXXVI) Joan Oller Guzmán et al., Emerald Mining During the Roman Period in the Egyptian Eastern Desert: Recent Evidence from Wadi Sikait (Taf. XXXI-XLVI)
Alpine Landschaftsnutzung im Ager Aguntinus. Ager Aguntinus (5). Hrsg.: Auer, Martin; Stadler, Harald. Deutsch. 2022. 194 S. 136 Abb., 10 Tabellen. 29,7 x 21 cm. EUR 65,00. ISBN: 978-3-447-11692-3 Harrassowitz Verlag
In diesem Band der Reihe "Ager Aguntinus" werden die Nutzung alpiner Landschaft und ihrer Ressourcen thematisiert. Dabei rückt der von der Vorgeschichte bis in die Neuzeit belegte Bergbau in der Gebirgsregion besonders in den Vordergrund. Aber nicht nur die Bodenressourcen wurden durch alle Zeiten hindurch genutzt: Funde von Almen, Siedlungsstellen und Opferplätze zeugen auch von der intensiven Nutzung der Landschaft in hochalpiner Tälern.
Buddhist Stone Sutras in China: Sichuan Province. Volume 5. Buddhist Stone Sutras in China-Sichuan (5). Hrsg.: Sassmann, Manuel; Hrsg.: Hua, Sun. Englisch; Chinesisch. 2022. 560 S. 51 ill., over 400 plates, 1 table. 37,5 x 28,5 cm. EUR 180,00. ISBN: 978-3-447-11268-0 Harrassowitz Verlag
The fifth volume on the inscriptions carved in cave chapels at the Grove of the Reclining Buddha (Wofoyuan) in Anyue County, Sichuan, presents sections E and F on the southern escarpment of the Grove. In five of the sixteen caves, a total of eight walls are engraved with sutra texts. The Diamond Sutra and the Heart Sutra in cave 71 are followed by an undated but probably eighth century colophon and a dhāraṇī spell in large characters. Engraved in cave 73 are two colophons dated 727 and 733 and six chapters of the Synoptic Golden Light Sutra (Hebu Jinguangming jing). Its text continues in cave 76. These are the only caves in China where this sutra is found. In cave 83 an attempt was made to progress with the engraving of the Nirvāṇa Sutra. Cave 85 contains the entire Vimalakīrti Sutra in an unusual layout. The central chapter 12, in which the Buddha adresses Vimalakirti, is here seen on the rear wall, where ordinarily a statue of the Buddha would be placed. Three large line drawings in the caves can stylistically be dated to the 9th/10th century. A long inscription of 1103 in cave 81 talks about the disasters that had befallen the monastery, including a contagious disease.
All engravings are fully reproduced in detailed photographs of the cave walls. They are juxtaposed with photographs of ink rubbings or visualizations of 3D laser scans. The texts are transcribed with a scholarly apparatus noting textual variants and variant characters in the calligraphy. An essay by Lothar Ledderose presents the two sections and highlights their peculiarities and their significance. In his magisterial study on The *Suvarṇabhāsottama-sūtra Michael Radich presents a comprehensive analysis of the textual history of the Synoptic Golden Light Sutra, and elucidates the singularity of this particular version in the Grove.
The texts are in Chinese and English throughout.
Late Antique Iranian World. Sasanian Studies: Late Antique Iranian World. Sasanidische Studien: Spätantike iranische Welt (1). Hrsg.: Daryaee, Touraij; Hrsg.: Farridnejad, Shervin. Sasanian Studies 1 (2022). Englisch. 2022. 346 S. 109 fig., 8 tables. 24 x 17 cm. EUR 49,00. ISBN: 978-3-447-11414-1 Harrassowitz Verlag
Sasanian Studies: Late Antique Iranian World is a refereed journal that publishes papers on any aspect of the Sasanian Empire and ist neighboring late antiquity civilizations. The journal welcomes essays on archaeology, art history, epigraphy, history, numismatics, religion and any other disciplines which focuses on the Sasanian world. This annual publication focuses especially on recent discoveries in the field, historiographical studies, as well as editions and translations of texts and inscriptions. We aim to facilitate dialogue and contact among scholars of Sasanian Studies around the world. The journal will publish papers mainly in English, but also in German, French, Italian and may also consider Persian and Arabic.
Sasanian Studies: Late Antique Iranian World ist eine referierte Zeitschrift, die Beiträge zu allen Aspekten des Sassanidenreichs und seiner benachbarten spätantiken Zivilisationen veröffentlicht. Die Zeitschrift ist offen für Essays zu Archäologie, Kunstgeschichte, Epigraphik, Geschichte, Numismatik, Religion und allen anderen Disziplinen, die sich mit der sassanidischen Welt befassen. Die Zeitschrift erscheint jährlich und legt ihren Schwerpunkt insbesondere auf neueste Forschungsergebnisse, historiographische Studien sowie auf Editionen und Übersetzungen von Texten und Inschriften. Ihr Ziel ist es, den Dialog und Kontakt zwischen Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zu fördern, die sich mit dem Sassanidenreich beschäftigen. Die Zeitschrift veröffentlicht vor allem Beiträge auf Englisch, aber auch auf Deutsch, Französisch oder Italienisch und kann auch persische und arabische Sprachen berücksichtigen.
From the contents (altogether 17 contributions):
Aus dem Inhalt (insgesamt 17 Beiträge):
Touraj Daryaee, In Search of Lost Time: The Fratarakās and the Genealogy of Sasanian Ancestry
Shervin Farridnejad, “Under the Banner of the Mane.” Pahlavi Letters and the Sasanian Art of Epistolography. An Unpublished Pahlavi Papyrus Letter from Sasanian Egypt, P.Pehl. 569
Mariachiara Gasparini, “Sasanian Textiles” and the Tang Cosmopolitan Style
Götz König, Überlegungen zur Avesta-Transmission in der Sasanidenzeit
Sara Kuehn, ‘Ganymede and the Eagle’: Representations of Spiritual Ascent in the Greater Iranian World from Late Antiquity to the Medieval Period
Nikolaus Schindel, The Justinianic Plague and Sasanian Iran: the Numismatic Evidence
Alchemie – Genealogie und Terminologie, Bilder, Techniken und Artefakte. Forschungen aus der Herzog August Bibliothek. Wolfenbütteler Forschungen (166). Herausgegeben von Feuerstein-Herz, Petra; Frietsch, Ute. Deutsch. 2021. 316 S. 75 s/w- Abb., 16 Fb Abb., 1 Diagramm, 2 Schemata. 24 x 16 cm . EUR 78,00 . ISBN: 978-3-447-11529-2 Harrassowitz Verlag
Die Erforschung der Materiellen Kultur ist ein Anliegen der neueren Kultur- und Wissenschaftsgeschichte. Für diese Forschung ist Alchemie ein bedeutendes Erfahrungsfeld, konzipierten deren Akteurinnen und Akteure sie doch dezidiert sowohl als Theorie als auch als praktisches Wissen. Bis heute sind in den Museen, in den Bibliotheken und Archiven sowie an den einschlägigen historischen Orten (insbesondere an den einstigen Höfen) mit Geräten und Substanzen, mit Handschriften und gedruckten Büchern umfangreiche Zeugnisse des alchemischen Denkens und Arbeitens erhalten geblieben. Die in den Bibliotheken überlieferten Manuskripte und Drucke weisen zudem aussagekräftige Bearbeitungs- und Gebrauchsspuren auf.
Der von Petra Feuerstein-Herz und Ute Frietsch herausgegebene Band gibt einen Einblick in die aktuelle Forschung zur Geschichte der Alchemie an der Herzog August Bibliothek. Er präsentiert die Beiträge eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Wolfenbütteler Arbeitsgespräches, das spezielle Fragen der inhaltlichen Erschließung und digitalen Präsentation alchemischer Drucke zum Thema hatte, sowie weitere Beiträge von Forscherinnen und Forschern, die sich mit den spezifischen Formen der Überlieferung alchemischen Wissens anhand der reichen Wolfenbütteler Bestände auseinandersetzen.
Bibliothek und Wissenschaft (54). Herausgegeben von Dora, Cornel; Nievergelt, Andreas. Bibliothek und Wissenschaft 54 (2021): Fenster zur Ewigkeit. Die ältesten Bibliotheken der Welt. Deutsch. 2021. 286 S. 124 Abb. 24 x 17 cm . EUR 118,00 . ISBN: 978-3-447-39157-3 Harrassowitz Verlag
Bibliotheken sind wichtige Institutionen des kulturellen Gedächtnisses. Sie überliefern gedruckte und handschriftliche Dokumente und Medien aller Art und stellen sie der Wissenschaft als Quellenmaterial zur Verfügung. Bibliothek und Wissenschaft publiziert Untersuchungen zu Bibliotheksbeständen, Texten, Sammlungen und Quellengattungen sowie kultur- und wissenschaftshistorische Beiträge zur Geschichte und Methode der Bibliotheksarbeit.
Aus dem Inhalt (insgesamt 13 Beiträge):
Michele C. Ferrari, Speicher des Wissens. Bücher und Bibliotheken in Antike, Mittelalter und Renaissance
Gian Paolo Marchi, Verona, ottobre 1712. Scipione Maffei riporta alla luce i manoscritti della Biblioteca Capitolare
Claudia Rapp, Studying the Palimpsests in the Library of Saint Catherine’s Monastery: Old Languages and New Insights
Cornel Dora, Stiftsbibliothek St. Gallen – die Seelenapotheke
Andreas Nievergelt, Das älteste Alemannisch und die St. Galler Griffelglossen
Sonja Führer, Die Bibliothek des Benediktinerklosters St. Peter in Salzburg: Vom winzigen karolingischen Psalter zum einzigartigen Wissensspeicher
Inâam Benyahia, La bibliothèque al-Qarawiyyīn fondée en waqf : son rôle dans la transmission de la grammaire à l‘époque saadienne (XVIe–XVIIe siècles)
Studia in memoriam Octaviani Bounegru. Philippika (155). Herausgegeben von Mihailescu-Bîrliba, Lucre?iu; Dumitrache, Iulia. Persevera lucere. Englisch. 2021. 360 S. 68 ill., 2 tables, 30 plates. 24 x 17 cm . EUR 98,00 . ISBN: 978-3-447-39200-6 Harrassowitz Verlag
Octavian Bounegru (1956-2019) was an important Romanian historian and archaeologist. His books and studies focus on Roman economic and social history, Early and Late Roman archaeology. He has lead excavations in Histria and Halmyris (Moesia Inferior, Scythia, Romania), with spectacular finds (among them, the martyrion of Halmyris). Octavian Bounegru was an Alexander-von-Humboldt fellow and constantly cooperated with German colleagues, but he had scientific connections all over the world.
This volume dedicated by his former students, colleagues and friends contains studies in economic and social history, archaeology and history of archaeology, epigraphy and papyrology, numismatics and sigillography. In his honor, the authors published new documents, put new archaeological evidences into circulation and reevaluate historical issues.
 
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