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Linguistic, Oriental and Ethiopian Studies in Memory of Paolo Marrassini. Bausi, Alessandro; Gori, Alessandro; Lusini, Gianfrancesco. 2015.. Engl. 741 S. 67 Abb., 20 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 128,00. CHF 172,00 ISBN: 978-3-447-10317-6 Harrassowitz Verlag
Entitled to the memory of Paolo Marrassini (Florence, 1942‚Äď2013), Professor for Ethiopian and Semitic Studies in Pisa, Florence, Naples and Addis Ababa, this volume reflects the wide spectrum of interests of its dedicatee. While the majority of the contributions included deal with Semitic, Arabic and Jewish Studies, Assyriology and most of all classical Ethiopian Studies, also Egyptology, Ancient Near Eastern, Biblical, Medieval and African Studies, Linguistics and Classical Archaeology are included, not without a look into contemporary issues of migration and globalization. Contributed by colleagues, friends and pupils of Marrassini from several European countries, the USA and Ethiopia, the volume consists of 36 papers in English, French and Italian, ranging from research notes to comprehensive essays and extensive text editions with translation and commentary. It also includes short notices on the dedicatee by the editors and Riccardo Contini, along with his complete bibliography.
Zur Erinnerung an Paolo Marrassini (Florenz, 1942-2013), Professor f√ľr √§thiopische und Semitistik in Pisa, Florenz, Neapel und Addis Abeba berechtigt, dieses Volumen spiegelt das breite Spektrum der Interessen seiner Widmung. W√§hrend die Mehrheit der Beitr√§ge enthalten Deal mit semitisch, arabischen und j√ľdischen Studien, Assyriologie und gefragtesten klassischen √§thiopischen Studien, auch √Ągyptologie,
Altorientalistik, biblische, Mittelalter und Afrikawissenschaften, Linguistik und Klassische Arch√§ologie enthalten sind, nicht ohne einen Blick in aktuellen Fragen der Migration und Globalisierung. Von Kollegen, Freunden und Sch√ľlern Marrassini aus mehreren europ√§ischen L√§ndern beigetragen, den USA und √Ąthiopien, das Volumen besteht aus 36 Papiere in Englisch, Franz√∂sisch und Italienisch, von der Forschung Hinweise zu umfassenden Essays und umfangreiche Textausgaben mit √úbersetzung und Kommentar. Es enth√§lt auch kurze Hinweise auf der Widmungstr√§ger von der Redaktion und Riccardo Contini, zusammen mit seiner vollst√§ndigen Bibliographie.
Die Polonisierung der Stadt Posen nach 1918 und 1945. Im Spannungsfeld von Region und Nation. Moskal, Anna. Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Ostmitteleuropas (23). 2015. 298 S. 14 Abb. EUR 56,00. CHF 78,50 ISBN: 978-3-447-19118-0 Harrassowitz Verlag
Die Lokalgeschichte der Stadt Posen/Poznan wurde wesentlich von den konkurrierenden Nationalismen des 19. und 20. Jahrhunderts geprägt: Sowohl Polen als auch Deutsche erhoben Anspruch auf die Stadt, die mehrfach ihre staatliche Zugehörigkeit wechselte.
Gegenstand von Anna Moskals Untersuchung sind Polonisierungsprozesse in Posen w√§hrend der Zwischenkriegszeit und in der Nachkriegszeit bis zur Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt dabei auf der kulturellen Aneignung des deutschen historischen Erbes durch die polnische Mehrheitsbev√∂lkerung. Moskal zeigt, dass diese Aneignungsprozesse nicht nur durch die zwischenstaatlichen deutsch‚Äďpolnischen Beziehungen, sondern auch durch innenpolitische Faktoren, etwa das Spannungsverh√§ltnis zwischen Posen und der Hauptstadt Warschau, gepr√§gt wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung beruhen auf drei Fallstudien: dem Wandel der Posener Oper, der bis heute gr√∂√üten Internationalen Messe in Polen sowie den fr√ľheren Friedh√∂fen der katholischen, evangelischen und j√ľdischen Stadtbev√∂lkerung. Damit wird zugleich ein neuer Zugang zur Stadt- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas er√∂ffnet.
Der Sarg des Panehemisis in Wien. Mit einer detaillierten Bilddokumentation der Särge des Panehemisis und Horemhab auf DVD. Leitz, Christian. Zeichnungen von Altmann, Victoria. Studien zur spätägyptischen Religion (3). 2015. 492 S. 11 Tabelle(n). EUR 98,00. CHF 139,00 ISBN: 978-3-447-19084-8 Harrassowitz Verlag
Panehemisis, Priester des Amun-Re von Schena und Inhaber weiterer Priester√§mter, lebte zu Beginn der Ptolem√§erzeit in Naukratis im Nordwestdelta, lie√ü sich jedoch wie viele W√ľrdentr√§ger seiner Zeit in der Nekropole von Saqqara s√ľdlich von Memphis bestatten. Sein √ľber zwei Meter langer Basaltsarg zeichnet sich sowohl durch seinen exzellenten Erhaltungszustand als auch durch die hohe Qualit√§t seiner Reliefs aus. Die Innenseite des Sarges blieb unbeschriftet, aber insbesondere der Deckel wie auch die Wanne des Sarges sind mit einer au√üergew√∂hnlich gro√üen Anzahl von Inschriften und Darstellungen verziert. Auf der Oberfl√§che verteilen sich weit √ľber 100 Darstellungen von Gottheiten, die alle von k√ľrzeren oder l√§ngeren Texten begleitet sind.
Christian Leitz bietet erstmalig eine vollst√§ndige Publikation des Sarges in Form eines Faksimiles; insgesamt handelt es sich um etwa 200 Strichzeichnungen und 200 Fotos sowie weitere 465 hochaufl√∂sende Detailaufnahmen, die dem Band auf DVD beigelegt sind. Zus√§tzlich wird der verwandte Sarg des Horemhab in Kairo in verk√ľrzter Form publiziert. Leitz‚Äô Studie enth√§lt nicht nur eine √úbersetzung und ausf√ľhrliche Kommentierung aller Texte, sondern auch eine Einordnung in den gr√∂√üeren Kontext der Stundenwachen und einen Vergleich mit den osirianischen Texten der sp√§ten Tempel.
Der Starke auf dem Dach. Funktion und Bedeutung der l√∂wengestaltigen Wasserspeier im alten √Ągypten. Ventker, Bettina. Studien zur sp√§t√§gyptischen Religion (6). 2015. 310 S. 30 Abb., 9 Tafel(n), 16 Tabelle(n). EUR 98,00. CHF 139,00 ISBN: 978-3-447-19108-1 Harrassowitz Verlag
In der √§gyptischen Tempelarchitektur finden sich f√ľr die Wasserableitung neben schmucklosen Steinbl√∂cken auch fig√ľrlich ausgearbeitete Wasserspeier, die durchweg als rundplastische L√∂wen gestaltet sind. Anders als aus Griechenland, Rom oder von zahlreichen mittelalterlichen Kirchen und Kathedralen bekannt, speien die √§gyptischen Exemplare das Wasser jedoch nicht aus dem Maul, sondern leiten es durch eine zwischen den vorgestreckten Pranken angebrachte Rinne ab. Bettina Ventker untersucht in ihrer Studie Der Starke auf dem Dach den Sinngehalt dieser Architekturelemente, der sich keineswegs wie gemeinhin angenommen in der √úbel abwehrenden Funktion des L√∂wen ersch√∂pft. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf den dekorierten L√∂wen-Wasserspeiern der griechisch-r√∂mischen Zeit, deren Inschriften Aufschluss √ľber die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen geben und so den wesentlichen Zugang zum Verst√§ndnis erm√∂glichen. Auf Grundlage der in Transliteration und √úbersetzung vorgelegten Texte kann erstmals ein umfassendes Bild von der Funktion und Bedeutung der Motivwahl des L√∂wen gezeichnet werden. Obwohl l√∂wengestaltige Wasserspeier f√ľr die gesamte √§gyptische Geschichte im Tempelbau belegt sind, wurden sie in der Fachliteratur bislang nur unzureichend ber√ľcksichtigt. Um diese Forschungsl√ľcke zu schlie√üen, legt Ventker zudem einen Gesamt√ľberblick √ľber die Konstruktion und Gestaltung der L√∂wen-Wasserspeier vom Alten Reich bis in die griechisch-r√∂mische Zeit vor.
Die lokalen Sarkophage aus Thessaloniki. Mit epigraphischen Beiträgen von Pantelis Nigdelis und einem Anhang von Y. Maniatis und D. Tambakopoulos. Stefanidou-Tiveriou, T. 2014. 304 S. 28 x 21 cm. Gb. EUR 99,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-447-10240-7 Harrassowitz Verlag
In den Nekropolen Thessalonikis nahmen die Sarkophage w√§hrend des 2. und 3. Jhs. n. Chr. eine herausragende Stellung unter den Grabmonumenten ein. Das Gros des erhaltenen Materials machen Sarkophage aus, die aus in den Steinbr√ľchen von Thasos gewonnenen Rohlingen in Thessaloniki selbst hergestellt wurden und in ihrer Mehrzahl Grabinschriften tragen. Dar√ľber hinaus finden sich Sarkophage aus Kleinasien, wie etwa die Girlandensarkophage aus Assos in der Troas oder die seltenen Beispiele aus Prokonnesos; nur eine relativ kleine Gruppe wurde aus Attika eingef√ľhrt. Hinsichtlich der Gr√∂√üe und der Bedeutung ihres Informationsgehaltes sind die lokalen Sarkophage aus Thessaloniki - nach ihren attischen Konkurrenten - die zweitbedeutendste Gruppe im griechischen Mutterland. Die Sarkophage von Thessaloniki bilden zusammen mit den Grabalt√§ren und den unterschiedlichsten Arten von Grabreliefs einen umfangreichen Bestand, der uns mit einer F√ľlle von Inschriften √ľber Grabsitten und Jenseitsvorstellungen, aber auch √ľber Aspekte der Sozialgeschichte der Hauptstadt der r√∂mischen Provinz Macedonia informiert. Dar√ľber hinaus erlauben sie uns als Massenprodukte, die Abh√§ngigkeiten der Werkst√§tten Thessalonikis von den verschiedenen Zentren Kleinasiens, von Athen und nat√ľrlich von Thasos herauszuarbeiten. Der Band 8 der Sarkophag-Studien von Th. Stefanidou-Tiveriou legt mehr als 240 Monumente vor, die in den Museen und Sammlungen in Thessaloniki, auf Freifl√§chen der Stadt oder - in wenigen F√§llen - in Museen im Ausland aufbewahrt werden. Das Kapitel zu den Inschriften von P. Nigdelis widmet sich nicht nur Fragen der Datierung, sondern insbesondere Aspekten der Sozialgeschichte der Stadt, also der Identit√§t der Sarkophagbesitzer, den Bedingungen f√ľr Errichtung und Erwerb eines Sarkophags, juristischen Aspekte der verschiedenen Bestattungen bis hin zum Ph√§nomen der Grabsch√§ndung, des Grabkultes und der Gesetzgebung zum Schutz der Sarkophage. Im Anhang von Y. Maniatis und D. Tambakopoulos wird mit einer naturwissenschaflichen Analyse die Provenienz des verwendeten Steinmaterials untersucht.
Attische Grabbezirke klassischer Zeit. Breder, Jan. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (60). 2014. 389 S. 275 Abb., 2 Tabelle(n). EUR 88,00 CHF 125,00 ISBN: 978-3-447-19134-0 Harrassowitz Verlag
Um 430 v.Chr. setzten die attischen Grabbezirke ein. Diese Komplexe aus Architektur, Bestattung mit Beigaben, Opferstellen und Stelenausstattung standen im Kontext der langen griechischen Sepulkraltradition. Besonders interessant ist der Aspekt der Gestaltung des Innenraumes der Grabbezirke, also die Frage, ob die Grabanlagen terrassenartig hoch verf√ľllt waren oder nach einer Umfriedung den Bestattungsplatz umschlossen, woraus sich erkennen l√§sst, ob Bestattungen oder sp√§tere Ged√§chtnisriten innerhalb des Grabbezirks oder auf dessen Oberfl√§che stattfanden.
Jan Breder untersucht in seiner Studie am Gegenstand der Grabbezirke die Frage, ob bestimmten Bauformen eine inhaltliche Bedeutung immanent war, die √ľber ihre reine Funktionalit√§t hinausging. Die Analyse von Konstruktion und Wandaufbau zeigt, dass die Umfassungsmauern der Grabbezirke denen von Heiligt√ľmern entsprachen, durch ihr spezifisches Erscheinungsbild evozierten sie die Konnotation als ‚ÄěTemenos‚Äú und boten den Hinterbliebenen die M√∂glichkeit, die Grabst√§tte im Habitus einer Kultst√§tte zu pr√§sentieren. Auch in der Ausstattung der Grabbezirke mit Stelen und Marmorgef√§√üen lassen sich sakralisierende Elemente beobachten, zudem wurden seit langem etablierte Objekte der Grabpflege wie Lekythen in den Grabbezirksfassaden in Marmor monumentalisiert. Breder stellt √ľberzeugend dar, dass sich als Beweggrund f√ľr die Gestaltung der Grabbezirke auf eine dauerhafte Darstellung der als Nomizomena bezeichneten Totenriten schlie√üen l√§sst.
Die Architektur und Stratigraphie der Zentralen Oberstadt von Tall Mozan/UrkeŇ°. Bianchi, Alice; Dohmann-Pf√§lzner, Heike; Geith, Eva; Pf√§lzner, Peter; Wissing, Anne. Beitr.: K√ľmmel, Christoph. Studien zur Urbanisierung Nordmesopotamiens, Serie A (1). 2014. 600 S. EUR 184,00 CHF 255,00 ISBN: 978-3-447-19311-5 Harrassowitz Verlag
Band 1 der Serie A, "Die Architektur und Stratigraphie", stellt den ersten Teil des Endberichtes der Ausgrabungen in der Zentralen Oberstadt von Tall Mozan/Urkes in Nordost-Syrien dar. Die Forschungen der Universit√§t T√ľbingen stellten eine ununterbrochene Siedlungsabfolge von der ersten H√§lfte des 3. bis in die zweite H√§lfte des 2. Jahrtausends v. Chr. fest. Die zentrale Terrasse aus Lehmziegel, auf der ein Tempelgeb√§ude stand und die in ihrer Gr√∂√üe vergleichbar ist mit den Stufenpyramiden (Zikkuraten) des s√ľdlichen Mesopotamiens, sowie der freie zentrale Platz waren √ľber den gesamten Zeitraum hinweg in kaum ver√§nderter Weise in Benutzung. Zusammen mit der in der Unterstadt durch geomagnetische Prospektion und Oberfl√§chenbegehungen beobachteten regelm√§√üigen hexagonalen Gesamtanlage verraten sie eine zentral gelenkte r√§umliche Organisation der damals als Urkes bekannten Stadtsiedlung.
Das in der Oberstadt ergrabene Wohnviertel war in der Fr√ľhen Bronzezeit durch eine kleinteilige Bebauung gekennzeichnet, die einen sozial niedrigen Stand der Bewohnerschaft verr√§t. Am Ende des 3. Jahrtausends wurde neben den einfachen Wohnh√§usern ein gro√ües Geb√§ude errichtet, das als Wirtschaftsgeb√§ude gedeutet werden kann. Zu Beginn des 2. Jahrtausends schlie√ülich entstanden ger√§umigere und besser gebaute Wohnh√§user, die sich in der Ausrichtung und in der Gr√∂√üe gleichen und √ľber ein regelm√§√üiges Wegenetz erschlossen sind. Diese Jahrhunderte andauernde Kontinuit√§t des √∂ffentlich genutzten Raumes bietet zusammen mit den Ver√§nderungen des privaten Raumes ein lebendiges Bild der damals bedeutenden Stadt Urkes.
Die Buchbest√§nde von W√∂tlingerode. Ein Zisterzienserinnenkloster im Kontext der sp√§tmittelalterlichen Reformbewegungen. Kreutz, Jessica. Wolfenb√ľtteler Mittelalter-Studien (26). 2014. 312 S. 14 Abb. Gb. EUR 64,00 CHF 85,00 ISBN: 978-3-447-10287-2 Harrassowitz Verlag
Die sp√§tmittelalterlichen Buchbest√§nde des Zisterzienserinnenklosters W√∂ltingerode geh√∂ren zu den umfangreichsten √ľberlieferten Bibliotheken im norddeutschen Raum. Nach einer detaillierten kodikologischen, pal√§ografischen und inhaltlichen Analyse des rekonstruierten Bestandes dient eine am Ende des Sp√§tmittelalters in der klostereigenen Werkstatt entstandene Handschrift als Ausgangspunkt f√ľr die Untersuchung der Bildungsverh√§ltnisse der Nonnen. Diese im Novizinnenunterricht verwendete Handschrift kann als literarisches Spiegelbild des Gesamtbestandes gelten, da sie eine komplexe Zusammenstellung von zahlreichen Autoren und zum Teil noch unbekannten Texten enth√§lt sowie √ľber ein breites literarisches Repertoire verf√ľgt. In einer Gesamtschau bieten sowohl die im Zuge der Reformbestrebungen entstandenen als auch die reformkonformen B√ľcher einen genauen Einblick in die ver√§nderte Ausbildungssituation der Novizinnen und den monastischen Lekt√ľrealltag der Nonnen. Ans√§tze eines angestrebten Bildungskonzeptes sind in der Auswahl der Themen, in der literarischen Verarbeitung der Texte und in der Zielsetzung der Lekt√ľre zu erkennen.
Die Entwicklung der W√∂ltingeroder Schriftlichkeit zwischen Wandel und Kontinuit√§t steht im direkten Bezug zur Klostergeschichte. Die w√§hrend der Reformbewegung geforderte R√ľckkehr zu den monastischen Idealen und die Intensivierung des spirituellen Lebens zog in W√∂ltingerode zugleich auch eine Bildungsreform nach sich. Demzufolge lassen sich mittels der Buchbest√§nde zahlreiche Hinweise zusammentragen, die nicht nur f√ľr einen Anschluss der W√∂ltingeroder Zisterzienserinnen an die Reform sprechen, sondern das Kloster im regionalen Sozialgef√ľge als ein bedeutendes Reformzentrum charakterisieren.
Goldenes Wissen. Die Alchemie ‚Äď Substanzen, Synthesen, Symbolik. Hrsg.: Feuerstein-Herz, Petra; Laube, Stefan. Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek (98). 392 S. 198 Abb. 26 x 21 cm. Gb. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2014. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-447-10251-3 Harrassowitz Verlag
Die Alchemie er√∂ffnet ein faszinierendes Wissensfeld der Theorie und der Praxis. Bis heute ist sie vor allem als Goldmacherei im kulturellen Ged√§chtnis lebendig geblieben, doch vereint sie zwei an sich grundverschiedene Konzepte: einerseits die Vorstellung einer heiligen Natur, durchdrungen von √ľber sich selbst hinausweisenden und miteinander in Beziehung stehenden Zeichen, der sich der Mensch mit Ehrfurcht zu n√§hern hat; andererseits ein forschendes Interesse, das ihre Elemente isoliert, pr√§pariert und operierend empirisch ihre Beziehungen untereinander aufdeckt mit dem Ziel, den Aufbau der materiellen Welt zu durchschauen. Wenn es auch nicht gelingen konnte, Blei zu Gold zu veredeln oder die Formel der Unsterblichkeit zu finden, bahnten sich in alchemischen Laboratorien Wege zur Chemie. Die Suche nach dem Stein der Weisen f√ľhrte in Bergbau, Metallurgie und T√∂pferei zu heute noch wirksamen praktischen Entdeckungen: Nicht nur die Destillation von Alkohol geht auf alchemische Versuche zur√ľck; Alchemiker entdeckten Schwefel- und Salpeters√§ure sowie Ammoniak; und auch die Erfindung des Porzellans in Europa w√§re ohne das alchemische Laboratorium nicht m√∂glich gewesen. Die Ausstellung Goldenes Wissen zeigt aus dem reichen Fundus der Herzog August Bibliothek in repr√§sentativer Breite Text- und Bildquellen aus 300 Jahren Alchemiegeschichte: Beginnend mit illuminierten Handschriften aus dem fr√ľhen 15. Jahrhundert, endet sie mit dem 18. Jahrhundert, als sich der rational-objektive Zugang zur Welt fest zu etablieren beginnt.
Die Ausstellung ist vom 31. August 2014 bis zum 22. Februar 2015 in der Herzog August Bibliothek Wolfenb√ľttel zu sehen.
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Archeologie et histoire de la Syrie II. La Syrie de l'époque achéménide à l'avènement de l'Islam. Hrsg.: Dentzer, Jean-Marie; Orthmann, Winfried. 2014. Franz. 591 S S. 216 Abb. 9 Karte(n). Gb. Print on demand. ISBN: 978-3-447-06936-6 Harrassowitz Verlag
Heiliger Nikolaus. Leben und Wirken des Nikolaos von Myra. Hrsg.: Kunze, Max; Vollkommer, Rainer. 2014. 128 S., 140 Abb. 30 x 21 cm, Engl. Br. EUR 24,50 CHF 34,90 ISBN: 978-3-447-10306-0 Harrassowitz Verlag
Nikolaus aus Patara, der in der ersten H√§lfte des 4. Jahrhunderts als Bischof in Myra in Lykien lebte, wurde zu einem der bedeutendsten Heiligen. Bereits im 6. Jahrhundert entstand √ľber seinem Grab eine Kirche, bis heute ein Wallfahrtsort f√ľr Gl√§ubige. Dass in Stendal der Gedanke einer Nikolaus-Ausstellung entstand, hat einen besonderen Grund. Arch√§ologen der Winckelmann-Gesellschaft, die mit dem Museum verbunden sind, haben √ľber zwei Jahrzehnte im antiken Lykien an Ausgrabungen teilgenommen, an Orten, die auch mit der historischen Gestalt des Nikolaos verbunden sind. So wissen wir, dass Nikolaus aus Patara stammt, einer der bedeutendsten antiken H√§fen an der S√ľdk√ľste der heutigen T√ľrkei.
Bisher unver√∂ffentlichte Bilder von arch√§ologischen Grabungen in seiner Geburtsstadt gew√§hren Einblicke in die kulturelle und religi√∂se Situation der Zeit des 3. und 4. Jh. N. Chr. Im Osten des Imperiums Romanum. Der entstehende Kult um diesen Heiligen, der in der ersten H√§lfte des 4. Jahrhunderts als Bischof in Myra (Lykien) lebte, ist bis heute in dieser wichtigsten Stadt seiner Biographie erlebbar. Bis heute versuchen Arch√§ologen, die Grabst√§tte in Myra zu finden; auch √ľber diese arch√§ologischen Forschungen wird berichtet, ebenso wie ausf√ľhrlich auf die √úberf√ľhrung seiner Gebeine nach Bari in Italien eingegangen wird. Noch heute ist der Glaube an die heilende und helfende Wirkung des in der Krypta der Basilika San Nicola ruhenden Bischofs dort √§u√üerst lebendig.
Sein Lebensweg und sein Wirken erkl√§rte nicht die √ľberragende Bedeutung des Heiligen, wenn nicht die fr√ľhste √úberlieferung die Stratelaten-Geschichte erhalten h√§tte und in ihr seine einzigartige F√§higkeit hervorhebt, dem Kaiser und Eparchen in fernen Konstantinopel im Traum zu erscheinen und so Retter in h√∂chster Not zu sein.
Sein Kult als Heiliger, heute meist profanisiert und zum Klamauk verkommen, wurde in den L√§ndern der Reformation abgeschafft, als Gabenbringer aber lebt er auch dort noch heute f√ľr Kinder weiter und wird mit seinem Todestag, den 6. Dezember, noch immer verbunden. Auch die katholische Kirche hat den Heiligen zwar j√ľngst offiziell entthront, d. h. aus der Liste der offiziellen Heiligen gestrichen, seine fakultative Verehrung ist an vielen religi√∂sen Orten gestattet und lebendig geblieben. So behandeln die Ausstellung und der Katalog knapp und zusammenfassend die Ausbreitung des Nikolauskultes seit seiner Entstehung und die Gebr√§uche bis hin zur Erfindung des heute wichtigsten Geschenkebringers, dem Weihnachtsmann.
Barock - Moderne - Postmoderne: ungekl√§rte Beziehungen. Hrsg.: Flemming, Viktoria von. Wolfenb√ľtteler Arbeiten zur Barockforschung (50). 2014. 85 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 92,00. CHF 125,00 ISBN: 978-3-447-10019-9 Harrassowitz Verlag
Das Barocke kehrt in der Kultur der Gegenwart wieder und das Interesse an ihm ist, in Anlehnung an Walter Benjamin, stets in der Gegenwart von K√ľnstlern und Wissenschaftlern verankert. Doch wie lassen sich die Beziehungen zwischen Moderne, Postmoderne, Gegenwart und Barock ad√§quat fassen? Wie weit reichen Benjamins These vom Beginn der Moderne im Barock und die Behauptung der Historiker von dessen fundamentaler Modernisierungsleistung? Oder wird ganz im Gegenteil in der Wiederkehr des Barock/en die Moderne gerade √ľberwunden, wird hier ihr weiblicher und postmoderner Gegenspieler sichtbar? Der von Victoria von Flemming herausgegebene Sammelband geht den ungekl√§rten Beziehungen von Barock, Moderne und Postmoderne nach und fragt nach Auffassungen von und Funktionen des Barock/en in Bezug zu einer immer wieder behaupteten Modernisierungsleistung des Barock/en. Die interdisziplin√§re Struktur des Bandes soll nicht zuletzt dazu beitragen, auch die Kunstwissenschaft, die das Thema schnell der Literaturwissenschaft und der Philosophie √ľberlassen hatte, wieder in der ebenso unabweisbaren wie schwierigen Debatte √ľber das Verh√§ltnis von Barock/em und (Post-)Moderne zu positionieren. Dabei zeigt sich, dass die Konzentration auf die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts zu kurz greift, eine historisch-systematische Perspektive dagegen neue Impulse liefert.
Encyclopaedia Aethiopica. Vol. 5, Y-Z, Nachträge A-X, Indices, Karten, Bildnachweise. Hrsg.: Bausi, Alessandro; Mitwirkung (sonst.): Uhlig, Siegbert. Encyclopaedia Aethiopica (5). 2014. Deutsch;Englisch. 1300. S. 16 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-447-06740-9 Harrassowitz Verlag
The encyclopaedia focuses on the cultural region consisting of Ethiopia, Eritrea, Djibouti as well as parts of the Sudan and Somalia. It additionally covers the relationships of the core zone with other regions, including Oriental and Occidental countries. The central thematic areas are history, languages, literatures, ethnology, religion, culture, society and arts. While most of the articles gear towards history, many also cover recent political and economical developments. Biographic entries provide information on personalities who played an important role in cultural or social life, or who have contributed greatly to our knowledge of the region. 275 authors from 40 countries have merged their efforts to present known and innovative research results in over 1050 articles; illustrations and maps offer additional information. The use is facilitated by cross references as well as comprehensive bibliographic references.
Codex im Diskurs. unter Mitwirkung von Ulrike Michalczik. Hrsg.: Haye, Thomas; Helmrath, Johannes; Mitwirkung (sonst.): Michalczik, Ulrike. Wolfenb√ľtteler Mittelalter-Studien (25). 2014. 29 Abb. EUR 62,00. CHF 85,00 ISBN: 978-3-447-10255-1 Harrassowitz Verlag
Wie hat man im Mittelalter √ľber Codices gedacht und gesprochen? Dieser Band widmet sich der Handschriftenkultur des Mittelalters, ihrer Materialit√§t und kodikalen Praxis, ihren signifikanten Unterschieden zur Welt des gedruckten Buchs. Aus einer Tagung des Mittelalter-Komitees der Herzog August Bibliothek Wolfenb√ľttel entstanden, versammelt er Beitr√§ge renommierter Historiker, Literatur- und Sprachwissenschaftler. Zentral ist der Begriff der Kodikalit√§t: Er umfasst erstens das Materielle, den K√∂rper des Codex mit seinen visuellen und haptischen Aspekten, zweitens das Auratische, sakral aufgeladene Magische, drittens die hermeneutische und geltungsrelevante Dimension der Texte. In den Beitr√§gen des Sammelbands werden subtile Diskursfelder wie etwa die Besitzvermerke, Glossen und Kolophone erschlossen und f√ľr einen europ√§ischen √úberblick genutzt, wobei auch Herstellungsformen des Codex sowie die Geschichte der wissenschaftlichen Kodikologie betrachtet werden. Handschriften mit literarischen und prophetisch mystischen Texten und ihren existenziellen und metaphorischen Bucherfahrungen werden neben Codices der pragmatischen Schriftlichkeit, des Verwaltungsschriftguts von St√§dten und Universit√§ten untersucht. Bei den Renaissance-Humanisten nimmt das Sprechen √ľber Codices zu, mit denen man Intimit√§t bis zum Fetischismus zelebrierte. Dies findet auch in der Rede und Zitierkultur humanistischer Universit√§tslehrer ihren kodikalen Niederschlag.
Der Band leistet einen wesentlichen Beitrag zur Kenntnis der Schriftkultur des Mittelalters und der Renaissance.
"Mit g√∂ttlicher G√ľte geadelt". Adel und Hallescher Pietismus im Spiegel der f√ľrstlichen Sammlungen Stolberg-Wernigerode. Katalog zur Jahresaussstellung der Franckeschen Stiftungen vom 19. Oktober 2014 bis 22. M√§rz 2015. Hrsg.: Veltmann, Claus; Ruhland, Thomas. Kataloge der Franckeschen Stiftungen (31). 2014. 160 S. Engl. Br. EUR 24,00. CHF 34,50 ISBN: 978-3-447-10256-8 Harrassowitz Verlag
Die prunkvolle Repr√§sentanz des hohen Adels im 18. Jahrhundert und die sprichw√∂rtliche Schlichtheit des Pietismus k√∂nnten gegens√§tzlicher nicht sein. Doch was ist mit dem bisher kaum erforschten und √§u√üerst vielf√§ltigen Beziehungsgeflecht von Adel und Pietismus? Ausgehend von der Sammlung der f√ľrstlichen Familie Stolberg-Wernigerode zeigt die Jahresausstellung der Franckeschen Stiftungen 2014 die Ambiguit√§t der Lebenswelt des Grafen Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691-1771) und seiner Familie zwischen barocker Prachtentfaltung und tiefer Religiosit√§t im pietistischen Sinne.
Der wissenschaftliche Begleitkatalog n√§hert sich dieser Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln und entwirft so ein breit gef√§chertes und teils √ľberraschendes Panorama adliger Kultur und christlicher Lebensf√ľhrung. Einem √úberblick √ľber Vielfalt und Entwicklung des Adels im mitteldeutschen Raum folgen eine Studie √ľber die vielschichtigen Allianzsysteme und politischen Strategien der Reichsgrafen sowie ein Beitrag zur Grafschaft Wernigerode unter dem Ehepaar Christian Ernst und Sophie Charlotte. Dass das Beziehungsgeflecht von Adel und Pietismus weit √ľber den mitteldeutschen Raum hinaus wirkte, zeigen Beitr√§ge zu den pietistischen Verbindungen ins K√∂nigreich D√§nemark und den dorthin vermittelten pietistischen Adligen am Hof wie auch zu der bemerkenswerten politischen Allianz von Adel und Pietismus zur Unterst√ľtzung des Protestantismus in Schlesien. Beschlossen wird der Band mit einer Untersuchung √ľber das Projekt der pietistischen Adelserziehung im K√∂niglichen P√§dagogium in den Franckeschen Stiftungen, welches die enge Beziehung von adliger und pietistischer Lebenswelt noch einmal symbolisch betont.
J√ľdische R√§ume und Topographien in Ost(mittel)europa. Konstruktionen in Literatur und Kultur. Hrsg.: Smola, Klavdia; Terpitz, Olaf. Opera Slavi(61). 2014. 320. S. 28 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-447-10281-0 Harrassowitz Verlag
Die mit dem spatial turn sich vermehrt entwickelnde Fokussierung auf den (geografischen) Raum als kulturelle Gr√∂√üe hat f√ľr die kultur- und literaturwissenschaftliche Erkundung des Judentums eine ganz besondere Bedeutung: Hier werden semantische Repr√§sentationen der f√ľr die j√ľdische Kultur und Geschichte zentralen Begriffe von Heimat und Exil oder des Verh√§ltnisses zwischen Zentrum (Pal√§stina) und Peripherie (Diaspora) hinterfragt.
Der von Klavdia Smola und Olaf Terpitz herausgegebene Sammelband widmet sich den Raumkonstruktionen und topografischen Projektionen in j√ľdischen Kulturen unter einem slavistischen Blickwinkel. Dabei stehen nicht allein minorit√§re Kulturen und Literaturen im Mittelpunkt des Interesses, sondern speziell die sie auszeichnenden Orte pluraler Existenz in Osteuropa. Historische Identit√§tskonzepte und (heteromediale) Poetiken, aber auch spezifische Sprachkonstrukte slavisch-j√ľdischer R√§ume werden topografisch und geokulturell analysiert. Thematisch erfasst der Band die Rekonstruktion und Reaktualisierung von Orten und R√§umen in verschiedenen Medien des √§sthetischen Ausdrucks: in Literatur, Performance und Film. Es werden visuelle, multimediale und museale Praktiken der j√ľngsten k√ľnstlerischen Geschichtsanalysen, mythenbildende Kulturmechanismen der sp√§tsowjetischen j√ľdischen Dissens-Prosa, Ged√§chtnisr√§ume der postkommunistischen Literatur, j√ľdische heterokulturelle und -linguale urbane R√§ume im Feuilleton um die vorletzte Jahrhundertwende, ironische Raumkonstruktionen im fr√ľhsowjetischen Schelmenroman sowie das sprachkulturelle Neben- und Gegeneinander des KZ Theresienstadt erkundet.
"Pharmake√≠a und crimen magiae". Frauen und Magie in der griechisch-r√∂mischen Antike. R√ľcker, Michaela. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (78). 2014. 288 S. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-447-10283-4 Harrassowitz Verlag
Magie war im Leben der antiken Menschen ein fester Bestandteil des kollektiven und religi√∂sen Miteinanders. Der Umgang mit Magie war gesellschaftlichen, sozialen und politischen √Ąnderungen unterworfen, die sich vor allem auf der rechtlichen Ebene bemerkbar machten.
Michaela R√ľcker definiert in ihrer Studie die antiken Begrifflichkeiten von Magie und untersucht das Verh√§ltnis von Magie zu verwandten Bereichen wie Religion und Medizin. Um den engen Zusammenhang von Magie, Religion und Medizin herauszustellen, w√§hlt sie eine Dreiteilung in magische Akteure, magische Handlung und magische Mittel. Die juristischen Grundlagen f√ľr den Umgang mit magischen Handlungen und Akteuren werden anhand ausgew√§hlter Beispiele in ihrem Einfluss auf die Magieprozesse analysiert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Anklagen gegen Frauen. Deren enge Verbindung mit der Magie wurde seit den homerischen Epen in den literarischen Quellen postuliert, was darauf hinweist, wie sehr sich Realit√§t und Fiktion hier √ľberschneiden.
Schwerpunkte der Untersuchung sind das Athen der klassischen Zeit und Rom bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Die Untersuchung liefert Erkl√§rungsans√§tze f√ľr das unterschiedliche Rechtsverst√§ndnis beider Gesellschaften im Umgang mit Magie, insbesondere hinsichtlich dessen Anwendung vor Gericht.
Rechtshandschriften des deutschen Mittelalters. Produktionswege und Importwege. Hrsg.: Carmassi, Patrizia; Drossbach, Gisela. Wolfenb√ľtteler Mittelalter-Studien (29). 2014. 416. S. 63 Abb. Engl. Br. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-447-10293-3 Harrassowitz Verlag
Die grundlegenden Fragen der Produktion, der Distribution und der Rezeption juristischer Handschriften werden in diesem interdisziplinär angelegten Band insbesondere anhand der heute in der Universitätsbibliothek Halle aufbewahrten juristischen Texte aus der Halberstädter Dombibliothek und der Stiftskirche Unserer Lieben Frau beleuchtet.
Dabei werden folgende Fragenkomplexe diskutiert: Wann und aus welchen Gr√ľnden und Motiven wurden die Rechtshandschriften gesammelt? Wo verliefen die geografischen und institutionellen Wege des Handschriftentransfers, welche Akteure waren beteiligt? Welche Rolle spielten die Halberst√§dter Bildungseinrichtungen, ihre Institutionengeschichte, ihre Organisationsformen und die dort vermittelten Inhalte? Welche Aufschl√ľsse gibt der Codex in der Materialit√§t seiner Benutzung? Somit reihen sich die Untersuchungen in diesem Band trefflich in moderne Forschungen zu verschiedenen Best√§nden hochrangiger Institutionen des Mittelalters ein. Dabei geht es um die Wege der Konstituierung der Sammlungen und die damit verbundenen Ph√§nomene wie Werk√ľberlieferung, Ankauf und Transport von Handschriften (und Drucken) sowie den beruflichen und universit√§ren Bedarf an Rechtscodices im Einzelnen. Damit kann der Stellenwert der Halberst√§dter Sammlung von Rechtshandschriften neu bestimmt und aus der Perspektive des Kulturaustausches, der menschlichen Mobilit√§t und der gelehrten Kommunikation gesehen werden. Fallstudien zu Rechtshandschriften in der Herzog August Bibliothek, in Trier und Katalonien runden den Band ab.
Stadt und Wirtschaft im R√∂mischen √Ągypten. Die Finanzen der Gaumetropolen. Schmidt, Stefanie. Philippika. Altertumskundliche Abhandlungen (76). 2014. 352. S. 1 Abb. 24 x 17 cm. Engl. Br. EUR 68,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-447-10276-6 Harrassowitz Verlag
In der Forschung zu den Metropolen √Ągyptens herrscht bisweilen die Auffassung, die wirtschaftliche Stabilit√§t der Gemeinwesen sei im Wesentlichen durch finanzielle Zuwendungen der Oberschicht aufrecht gehalten worden. In der Tat setzten Amtstr√§ger ihr Verm√∂gen auch f√ľr √∂ffentliche Zwecke ein. Gleichwohl zeigt die papyrologische √úberlieferung, dass ihnen derartige Auslagen aus der Stadtkasse auch r√ľckerstattet werden konnten. Das Bild eines von privaten Zuwendungen wirtschaftlich abh√§ngigen Gemeinwesens kann demnach nicht g√§nzlich der Realit√§t entsprochen haben.
In ihrer Studie Stadt und Wirtschaft im R√∂mischen √Ągypten untersucht Stefanie Schmidt die r√∂misch-√§gyptische Metropole sodann als eigenst√§ndig agierendes Wirtschaftssubjekt, das √ľber eigene vielf√§ltige Ressourcen verf√ľgte und idealiter in der Lage war, eigene wirtschaftliche Ziele zu verfolgen. Zu diesem Zweck identifiziert die Autorin potenzielle Einkunftsquellen der Metropole und stellt die Frage nach der M√∂glichkeit einer ma√ünahmeorientierten Allokation der Mittel. Die Untersuchung zeigt, dass die Metropole nicht nach dem Tragf√§higkeitsprinzip agierte, sondern als Marktakteur selbst Gewinn erwirtschaftete. Anhand der dokumentarischen Papyri zeigt die Autorin zudem, dass die untersuchten Gemeinwesen eine effiziente Finanzorganisation ausgebildet hatten. Sie erhoben Ressourcen, verwalteten die Ertr√§ge und pr√ľften die Finanzbewegungen auf sachliche Richtigkeit. Das Quellenmaterial zeigt, dass die institutionellen Voraussetzungen f√ľr ein zielgerichtetes Wirtschaften in den Metropolen des 3. Jahrhunderts n. Chr. etabliert waren.
Geschichte, Theologie und Kultur des syrischen Christentums. Beiträge zum 7. Deutschen Syrologie-Symposium in Göttingen, Dezember 2011. Hrsg.: Tamcke, Martin; Grebenstein, Sven. Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syria(46). 2014. 552. S. 82 Abb., 3 Karte(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-447-10280-3 Harrassowitz Verlag
Der syrische Orient gilt neben dem lateinischen Westen und dem griechischen Osten als der dritte gro√üe Traditionsbereich innerhalb des Christentums. Gerade die j√ľngsten Entwicklungen im Nahen Osten, aber auch das zunehmende Interesse an der Christentumsgeschichte Asiens lassen das Christentum syrischer Pr√§gung wieder st√§rker im Fokus der √Ėffentlichkeit erscheinen. Dem Studium von Geschichte, Theologie und Kultur des syrischen Christentums widmet sich die Syrologie, die in Deutschland eine bedeutende Forschungstradition hat und heute in interdisziplin√§rer Ausrichtung betrieben wird. Zentrales Forum der an syrischen Studien interessierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im deutschsprachigen Raum ist das Deutsche Syrologie-Symposium, das vom 16. bis 17. Dezember 2011 in G√∂ttingen zum siebten Mal stattfand. Der vorliegende Band versammelt ausgew√§hlte und zum Teil erheblich erweiterte Beitr√§ge zu diesem Symposium. Thematisch sind sie weit gespannt und behandeln verschiedene Aspekte der christlich-orientalischen Tradition.
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