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The Northern Soldiers-Tomb (H11.1) at Asyut. The Asyut Project (13). Abdelrahiem, Mohamed. Englisch. 2020. 110 S. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 34,00. ISBN: 978-3-447-11431-8 Harrassowitz Verlag
Since 2003, the Egyptian-German team of The Asyut Project has been working on Gebel Asyut al-gharbi close to the modern city of Asyut. One of the areas investigated is a tomb known as Northern Soldiers-Tomb (H11.1) due to its painted decoration of marching warriors. The tomb has severely suffered from extensive quarrying activities in the past so that today only parts of the walls and the subterranean burial chambers are still preserved. The fieldwork conducted by The Asyut Project focussed on cleaning the inner hall and the shafts, consolidating the tomb`s decoration and preparing facsimiles as well as plans and sections of its architecture. Mohamed Abdelrahiem presents the results of these works in this volume of the Asyut Project series. He gives a thorough description of the tomb`s architecture and decoration, details its long research history and introduces a selection of finds that demonstrate the long-term usage of the Asyutian necropolis. Based on the evidence gained through his work, Mohamed Abdelrahiem is able to date the tomb and identify its owner. Furthermore, he highlights the tomb`s extensive re-use as a burial ground: constructed originally in late Dynasty 11, the Northern Soldiers-Tomb houses several shafts and small niches that contained remains of burial equipment from later periods, especially from the Middle Kingdom and Roman-Byzantine times.
Studien zu den drei Traktaten über die Trinität und die Menschwerdung des Gott Logos mit Edition und Übersetzung des syrischen Textes. Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syriaca (57). Aktas, Musa. Die Christologie des Philoxenus von Mabbug. Syrisch; Deutsch. 2020. 674. S. 6 Tabellen. 24,0 x 17,0 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11427-1 Harrassowitz Verlag
Philoxenus von Mabbug (gest. 523) ist einer der wichtigsten Theologen der syrisch-orthodoxen Kirche und gilt als der Dogmatiker in der syrisch-orthodoxen Tradition schlechthin.
Musa Aktas präsentiert in seiner Studie sowohl Informationen zur Biographie des Philoxenus als auch eine Werkübersicht und bestimmt dabei den Platz, den die als sein Hauptwerk geltende Schrift „Drei Traktate über die Trinität und die Menschwerdung des Gott Logos“ darin einnimmt, grundlegend neu. Mit der ersten vollständigen Übersetzung der „drei Traktate“ ins Deutsche werden die Geschlossenheit und der Reichtum der Gedanken des Philoxenus für deutsche Leser zugänglich gemacht. Beigegeben ist der syrische Text, den Aktas an zahlreichen Stellen gegenüber der Edition von 1907 verbessert hat. Aktas analysiert ihren christologischen Gehalt durch den Vergleich mit anderen Schriften des Philoxenus und zeigt, dass seine Christologie in der Schriftauslegung verwurzelt ist, während christologische Schlüsselbegriffe, anders als früher angenommen, keine entscheidende Rolle für das Verständnis seiner Denkentwicklungen spielen. Philoxenus befragt zwar zentrale Begriffe auf ihre Tragfähigkeit, sein Anliegen ist jedoch nicht primär die Durchsetzung einer sprachlich fixierten Definition der Einheit des Subjektes in Christus. Vielmehr zeigt sich Philoxenus als Seelsorger darum besorgt, dass der Inhalt dessen, was das Geheimnis der Menschwerdung Gottes ist, verwässert und in seiner Tiefe nicht verstanden werden könnte.
Die Funde des späten Alten bis Neuen Reichs. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (41). Kopp, Peter. Elephantine IX. Der Tempel der Satet. Deutsch. 2020. 208 S. 20 Abb., 43 Tafeln, 19 Tabellen. 35,0 x 25,0 cm. EUR 100,00. ISBN: 978-3-447-10921-5 Harrassowitz Verlag
Der Tempel der Satet liegt im südlichen Ägypten auf der Nilinsel Elephantine vor der heutigen Stadt Assuan. Er ist der einzige erhaltene Provinztempel, dessen Entwicklung sich über einen längeren Zeitraum nachvollziehen lässt. Die ältesten Überreste datieren bis in die ägyptische Vorgeschichte zurück und stehen am Beginn einer 3000-jährigen Geschichte reicher archäologischer Hinterlassenschaften. Die im Heiligtum verehrte lokale Gottheit Satet stand sowohl mit der jährlichen Nilflut als auch mit dem Schutz der südlichen Landesgrenze in Beziehung und hatte somit Bedeutung für ganz Ägypten.
Im zweiten Band zu den Funden aus dem Satettempel werden mehr als 33.000 Objekte untersucht, die bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts im direkten Tempelbereich dokumentiert wurden. Die Mehrzahl von ihnen datiert in die 6. bis 18. Dynastie (2./3. Jahrtausend v.Chr.). Identifiziert wurden unter den Fundstücken Beigaben aus Gründungsdepots von Tempelneubauten des Mittleren und Neuen Reichs sowie dekorative Architekturelemente aus dem Alten Reich. Geräte für die täglichen Kulthandlungen lassen auf das Inventar des Tempels schließen. Die größte Gruppe von Funden sind jedoch Weihgaben, darunter nicht nur Gegenstände des täglichen Lebens, sondern auch speziell gefertigte Votive. Ihr Auftreten wird von den religiösen Praktiken wie auch vom sozio-ökonomischen Hintergrund im Wandel der Zeit bestimmt und gibt Aufschluss über die Votivpraktiken der lokalen Bevölkerung. In einem abschließenden Katalogteil werden zahlreiche mit Zeichnungen illustrierte Objekte beschrieben und in ihrem archäologischen Kontext vorgestellt.
Kulturtransfer in der Provinz: Wilna als Ort deutscher Kultur und Wissenschaft (1803–1832). Beitr.: Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Marta Kopij-Weiß und Mirja Lecke. Hrsg.: Bednarczuk, Monika. Deutsch. 2020. 252 S. 24,0 x 17,0 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11403-5 Harrassowitz Verlag
Die 1578 gegründete Universität Wilna erlebte ihre Blütezeit nach 1803, als sie unter dem russischen Zaren Alexander I. in Kaiserliche Universität Wilna umbenannt wurde und sich daraufhin zur größten Universität im Russischen Reich entwickelte. Die ersten Jahre der reformierten Universität Wilna standen unter dem Zeichen der transnationalen, westeuropäisch geprägten Wissenschaft. Waren dabei zunächst Kontakte zu Frankreich entscheidend, so gewann ab Anfang des 19. Jahrhunderts die deutsche Kultur zusehends an Bedeutung.
In Kulturtransfer in der Provinz untersuchen Monika Bednarczuk, Katarzyna Filutowska, Mirja Lecke und Marta Kopij-Weiß die verschiedenen Aspekte und Facetten des deutsch-polnischen Wissenschafts- und Kulturtransfers. Beginnend mit dem Fachbereich Philosophie über Klassische Philologie, Orientalistik und Literatur bis hin zu den Naturwissenschaften werden die internationalen Kontexte der Wilnaer Wissenschaftsszene in nuancierten Interpretationen dargestellt. Im Vordergrund steht die Verbindung von Personen-, Raum- und Konzeptebene, Vermittlern, Ideen, Orten, Medien und Praktiken sowie das gegenseitige Sich-Durchdringen verschiedener Sphären in Kultur und Gesellschaft.
Continuity and Change in North Africa from the Byzantine to the Early Islamic Age. Papers of a Conference held in Rome, Museo Nazionale Romano – Terme di Diocleziano, 28 February – 2 March 2013. Palilia (34). Hrsg.: Bockmann, Ralf; Leone, Anna; von Rummel, Philipp. Africa – Ifriqiya. Englisch. 2020. 322 S. 62 ill., 8 maps, 6 tables. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11333-5 Harrassowitz Verlag
‹Africa – Ifrīqiya› is dedicated to the study of the transformational period that marked the end of Antiquity in the southern Mediterranean: the transition between east Roman, or Byzantine, and Arabic (and ultimately Islamic) rule over what eventu-ally came to be known as the Maghreb, the former territory of Roman North Africa. It brings together current research by internationally renowned experts from Europe, North Africa, Australia, and the USA who have contributed important work in recent years to the study of this period.
The sections in this book cover historical questions, the fields of religion and ur-banism, and developments in landscapes and the economy. A wide range of topics is discussed, including church building, the founding of early mosques, military history, and the ideology of political centres. A number of articles feature detailed presenta-tions and discussions of Arabic sources. Many of the contributions present recent archaeological research, making material evidence available for the post-Roman phases in a number of exemplary sites such as Carthage, Kairouan, Ammaedara, and Chimtou. Settlement topography and economic developments are analysed from broad perspectives, while regional studies focus on particular areas like the Tunisian Sahel and Tripolitania. Works on early Islamic coinage and pottery provide valuable information on the material culture of the transitional period.
Uniting interdisciplinary research and presenting new perspectives on the fasci-nating period between Antiquity and the early Islamic world, this volume furthers our understanding of how the transitional process played out on the ground in North Africa. Its contributions help to illuminate how (post-)Roman Africa slowly trans-formed into a new world of changing communities, diversified religious affiliations and new connections across the Mediterranean.
Eine Forschungsgeschichte. Mit einem Beitrag und einer Zeichnung von Gabriele Wenzel. Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (42). Polz, Daniel. Die sogenannte Hundestele des Königs Wah-Anch Intef aus el-Târif. Deutsch. 2020. 86 S. 36 Abb.. 29,7 x 21,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11231-4 Harrassowitz Verlag
Anhand einer vor rund 160 Jahren in el-Târif bei Luxor/Oberägypten gefundenen Reliefplatte aus Kalkstein zeichnet dieser Band ein Stück ägyptologisch-archäologischer Forschungsgeschichte nach. Im Zentrum der Betrachtung steht die aufgrund ihrer Darstellungen „Hundestele“ genannte Grabstele des Königs Wah-Anch Intef (um 2050 v.Chr.). Das Hauptinteresse liegt dabei jedoch weniger auf ihren ikonografischen Besonderheiten oder dem historisch bedeutsamen Text. Es gilt vielmehr den unklaren Umständen der Auffindung und Bergung und dem darauffolgenden Verbleib der Stele sowie ihrem unmittelbaren archäologischen und damit ehemaligen baulichen Kontext. In akribischer Aufarbeitung der zum Teil widersprüchlichen und irrtümlichen Angaben, von Fundort und -datum bis hin zu den Abmessungen, wird die moderne Geschichte dieser königlichen Stele rekonstruiert. Dadurch wird ein der Ägyptologie lange bekanntes und viel diskutiertes Forschungsobjekt nachträglich mit neuen archäologischen Informationen versehen.
Inoffizielle Musikszenen und staatliche Kulturpolitik in der späten Sowjetunion, 1975–1991. Forschungen zur osteuropäischen Geschichte (88). Werkmeister, Christian. Jugendkultur im „punkigsten Land der Welt“. Deutsch. 2020. 332 S. 30 Abb., 4 Tabellen. 22,0 x 14,5 cm. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-11402-8 Harrassowitz Verlag
Als „punkigstes Land der Welt“ ist die Sowjetunion kaum bekannt geworden. Und dennoch wies sie vielfältige Merkmale auf, die diese halb-ironische Einschätzung eines zeitgenössischen Musikers durchaus rechtfertigen. Der mangelbewährte sowjetische Alltag erforderte, ähnlich dem Punk, erhebliches Improvisationstalent, um strukturelle Defizite auszugleichen. Diese Erfahrungen konterkarierten staatliche Forderungen, den Sozialismus voranzubringen oder die westlich-kapitalistische Kultur zu überflügeln. Viele Zeitgenossen entwickelten daher kreative Strategien, um eigene Ziele zu verfolgen, ohne dabei das staatliche Kultur- und Bildungsmonopol herauszufordern.
Christian Werkmeister untersucht in seiner Studie inoffizielle Musikszenen und staatliche Kulturpolitik in der späten Sowjetunion. Vor Ort zeigte sich dabei ein komplexes Zusammenspiel von jugendlichen Interessen und staatlichen Akteuren, bei dem das ursprüngliche Erziehungsideal der Kommunistischen Partei und des Jugendverbandes hinter lokale Interessen zurücktreten musste. Vielmehr prägten Aushandlungsprozesse im Graubereich zwischen offiziellen Institutionen und privaten Interessen den jugendlichen Alltag in der späten Sowjetunion. Die wiederholten Politikwechsel der Jahre 1975–1991 offenbaren, wie die örtlichen Kulturinstitutionen und musikbezogenen Jugendszenen in den Städten Moskau und Vilnius auf politische und gesellschaftliche Veränderungen reagierten und ihr wechselseitiges Verhältnis stets neu verhandelten.
Zur Produktion und sakralen Verwendung von Terrakotten aus dem ›Calderazzo-Depot‹ (basierend auf den Vorarbeiten von Peter Noelke). Palilia (32). Doepner, Daphni. ›Grosse Statuetten in Medma‹ (Kalabrien). Deutsch. 2020. 280 S. 152 Abb., 3, Diagramme, 7 Tabellen. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11357-1 Harrassowitz Verlag
In dem sogenannten Votivdepot von Calderazzo, einem sakralen Areal der antiken griechischen Kolonie Medma (heute Rosarno) in Süditalien, wurden bereits 1912/1913 die Reste von über 600 Terrakottafiguren gefunden, deren ursprüngliche Größe etwa einen halben Meter betrug. Diese ›großen Statuetten‹ entstanden von ca. 550 bis 450 v. Chr. in dem Werkstattkreis, aus dem zeitgleich auch die berühmten ›lokrischen Pinakes‹ hervorgingen, und besitzen aufgrund vieler Eigenschaften – etwa ihre Herkunft aus einem geschlossenen Fundkontext, ihre plastische Qualität und ihre Komposition aus mehreren hand- oder matrizegeformten Teilen – einen außerordentlich hohen Quellenwert für die Forschung: Sie informieren erstaunlich detailliert über die stilistische Entwicklung eines auch überregional bedeutenden Ausschnitts westgriechischer Plastik in der Zeit des Übergangs von der Archaik zur Klassik, über die Vorgänge in den beteiligten Werkstätten und – unter Berücksichtigung des Fundkontextes – über ihre Verwendung und Deponierung im Heiligtum. Zusätzlich zur Untersuchung der Entwicklung und Funktion der Figuren in diesem Band der Palilien-Reihe erscheint der umfangreiche, neuartige Katalog der ›Kombinationsfolgen‹ in ARACHNE, der Internetdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts, verknüpft mit Informationen zu jedem einzelnen Votiv.
Sensing the Past. Detecting the Use of the Five Senses in Ancient Near Eastern Contexts. Proceedings of the Conference Held in Rome, Sapienza University June 4th, 2018. Hrsg.: Nadali, Davide; Pinnock, Frances. Englisch. 2020. 254 S. 64 figures, 9 diagrams, 5 maps, 2 tables. 24,0 x 17,0 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11411-0 Harrassowitz Verlag
The Archaeology of Senses and the Archaeology of Emotions are two most interesting recent trends in the modern studies about the past, aiming at enlightening the human experience of the archaeological remains and artefacts, which are usually studied per se or in their (inter)connections. Scholars of the ancient Near East from different disciplines – archaeology, history and philology – try to understand how people were presumed to react, or how they reacted in reality, using spaces, and looking at or using artefacts.
The volume presents the proceedings of a congress focusing mainly on the use of the five traditional senses, and trying to analyze how each of them might have played a role in specific ancient contexts: The use of sight was common in the rituals of kingship at Ebla and in the choice of specific places for settlements in the southern Levant. The use of hearing was an important aspect in the rites taking place in one of the main 3rd millennium BC temples of Ebla or in the open air sanctuaries of Anatolia, whereas specific words for the definition of sounds are detectable in Sumerian and Akkadian texts. Special foods and beverages were used during ceremonies involving taste and smell – at the same time smell affects both private and public spaces – and archaeological evidence (e.g. sewage systems) shows how this issue has been managed and controlled. Small every-day use objects might have had also tactile properties; senses convey emotions and this aspect can be reconstructed from Mesopotamian texts. A peculiar perspective is provided by the analysis of the relation between public and artefacts in museums.
Hunza matters. Ordering and bordering between ancient and new Silk Roads. Hermann, Kreutzmann. Englisch. 2020. 570 S. 193 ill., 379 photos, 7 tables. 24,0 x 26,5 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11369-4 Harrassowitz Verlag
Since the mid-19th century, boundary-making in the Pamirian Crossroads had involved the redefining of contested spheres of influence between Great Britain and Russia. Remote mountain microstates had enjoyed a comparatively high degree of autonomy from their immediate neighbours. The incorporation of the Hunza Valley into the British-Kashmirian realm followed a successful military intervention. The colonial project has significantly affected living conditions in the Hunza Valley.
Hunza matters addresses the transformation from four perspectives. First, the changing physical infrastructure are analysed from a road perspective. Initially, pack animals and porterage were involved in crossing high passes. Daring geostrategic projects emerged, shedding light on early plans for connecting British India with China by motor road. Much later the Karakoram Highway was built. The latest stage of infrastructure development is the China-Pakistan Economic Corridor. Second, environmental resource utilisation strategies have changed over time. Emphasis has shifted from a predominantly agriculture-based economy towards a market-oriented income generation including extractivism, remittances and services. Third, bordering and ordering is strongly linked to actors and factors. Fourth, new light is shed on prevalent myths that are associated with Alexander the Great and the Silk Roads, longevity and an ideal state. A developmentalism discourse has been transformed in Chinese occupation narrative. All four perspectives are displayed on the basis of archival evidence that has been collected from a wide range of sources, augmented by empirical material collected during four decades.
Ein Regionalstil und seine Bewertung. The Asyut Project (11). Kahl, Jochem. Die Statue Assiut S10/16. Deutsch. 2020. 138 S. 70 Tafeln, 11 Abb., 6 Tabellen. 24,0 x 17,0 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11111-9 Harrassowitz Verlag
Seit 2003 arbeitet das deutsch-ägyptische „Asyut Project“ auf dem Gebel Asyut al-gharbi, dem Gräberberg der mittelägyptischen Stadt Assiut. Im Verlauf der Grabungen kam im Jahre 2010 eine Statue zutage, deren Typ und Stil regionalspezifische Charakteristika aufweisen. Sie kann einer Gruppe von elf weiteren, bislang bekannten Statuen der sogenannten Ersten Zwischenzeit und des Mittleren Reiches zugeordnet werden, welche in der Sekundärliteratur oftmals negativ beurteilt wurden.
Jochem Kahl diskutiert in seiner Untersuchung Fundplätze, Datierung, Werkstätten, Nutzerkreis und Funktion dieser Statuen ebenso wie ihre Bewertung innerhalb der Ägyptologie. Dabei zeigt sich, dass die Statuen sowohl am Ende der Ersten Zwischenzeit als auch im frühen Mittleren Reich in Gräbern verwendet wurden und ihre Herstellung nicht etwa staatspolitischen Gegebenheiten oder handwerklichen Unzulänglichkeiten unterlag. Eine reichhaltige Fotodokumentation aller derzeit zugänglichen Statuen dieser Gruppe rundet das Werk ab.
Die Stadtmauer. RESAFA (9,1). Hof, Catharine. 2020. 236 S. 67 Abb., 34 Tafeln, 3 Beilagen. 34 x 24 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11280-2 Harrassowitz Verlag
Das Buch legt die Transformation einer für Pilger und Händler einladend offenen Prunkanlage hin zum abgeriegelten Fortifikationssystem dar. Diese Entwicklung der spätantiken Stadtmauer von Resafa wird bildreich erläutert und in einem Animationsfilm erlebbar gemacht. Es geht um die Wirkung von Prosperität und Technologietransfer sowie von Krieg, Erpressung und der Pest auf die Organisation einer Großbaustelle in spätrömischer Zeit im Ostreich. Bauforscherische Grundlagenforschung am einfachen Mauerwerk und am Wall-System führen zu neuem historisch-prozessualem Verständnis, auch weit über Resafa hinaus.
This book traces the transformation of a – mostly to pilgrims and traders – inviting and open magnificent building into a sealed-off fortification system. This development of the late-antique city wall of Resafa is explained and richly illustrated and finally made comprehensible in an animated film. The book deals with the effect of prosperity and technology transfer as well as the effects of war, blackmail and the plague on the organisation of a major construction site in late roman times in the Eastern Empire. Basic building research on the walls and the rampart system lead to new historic insights, also into the wider region.
Spätes 11. bis frühes 13. Jahrhundert. Mainzer Veröffentlichungen zur Byzantinistik (16). Schmidt, Tristan. Politische Tierbildlichkeit in Byzanz. 2020. 450 S. 1 Graphik, 1 Tabelle. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11365-6 Harrassowitz Verlag
Die Definition und Repräsentation politischer Ordnung kam im mittelalterlichen Byzanz selten ohne den Bezug zur Tierwelt aus. Vergleiche mit einzelnen Tieren oder Bezüge zur göttlich geordneten Fauna prägten sowohl die politischen Analysen der Geschichtsschreiber als auch die literarische Selbstdarstellung des Kaisers und der Aristokratie. So wurden in der höfischen Lobdichtung immer wieder der „löwenhaften“ Herrscher oder der kaiserlichen „Guten Hirten“, der die „wölfischen Barbaren“ vertreibt und seine ihm anvertraute „Herde“ umsorgt, beschrieben. Diese Bilder waren teilweise bereits seit der Antike gebräuchlich und fanden auch im abendländischen Mittelalter auf ihre ganz eigene Art Verwendung.
Dennoch lassen sich die konkreten Konzepte und Anwendungsmodi der „politischen Tiere“ in Byzanz erst mit Blick auf die dortigen spezifischen kulturellen und soziopolitischen Rahmenbedingungen vollständig erfassen. Vielfach lässt sich hier ein innovativer Umgang mit tradierten Konzepten erkennen, die aktuellen Bedürfnissen entgegenkamen. Tristan Schmidt legt erstmal eine Studie vor, die sich extensiv der „politischen Zoologie“ in Byzanz widmet. Mit dem Fokus auf der Zeit der Komnenen- und Angeloi-Dynastien (spätes 11. Jahrhundert bis 1204) erschließt sie das Repertoire an „politischen Tieren“ und legt die zeitgenössischen Diskurse frei, die das Wissen und die Wahrnehmung von Tieren am Konstantinopler Hof prägten. Stets wird dabei auch die politische und soziale Wirklichkeit der Zeit in den Blick genommen, die der literarischen Tier-Bildlichkeit erst ihr spezifisches Gepräge verlieh.
The Demotic Ritual Texts of Bodl. MS. Egypt. a. 3(P). Studien zur spätägyptischen Religion (30). Smith, Mark. Between Temple and Tomb. 2019. 222 S. 14 Abb., 3 fb. Abb. 30 x 21 cm. Engl. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11331-1 Harrassowitz Verlag
The ancient Egyptians believed that rites performed for Osiris, the god of the dead, played a critical role in maintaining Egypt`s well-being and prosperity. Not only did they ensure the renewed fertility of the country’s arable land, they also guaranteed the political and social cohesion of the Egyptian state. However, it was not only at the national level, but at the individual level as well, that the Egyptians deemed such rites to be beneficial. Ritual texts intended to restore Osiris to life, suitably adapted, could also be recited for deceased individuals. Thus they could benefit from them in the same way that Osiris did. In the Graeco-Roman Period, adapted ritual texts of this sort were employed alongside texts originally composed for use in the funerary cult of ordinary deceased people. A number of ritual texts which are first attested in the private sphere subsequently appear in the temple sphere as well. Some ritual texts appear to have moved back and forth from one sphere to another, which suggests that the boundaries between the Osirian temple cult and the private funerary cult may have been more fluid than we usually imagine.
The ritual texts edited in this volume offer an excellent opportunity to explore these and related issues. Most of them are known to have been employed both for the benefit of the god Osiris and for ordinary deceased people, in certain cases, during one and the same period of Egypt`s history. This is one of their most interesting and striking features. They stand at the interface between temple cult and cult of the dead and allow us to trace the transmission of beliefs and practices from one sphere to the other.
A Philological Perspective. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (14). Tudeau, Johanna. Building in Assyria. 2019. 194 S. 40 ill., 1 table. 30 x 21 cm. Engl. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11336-6 Harrassowitz Verlag
Johanna Tudeau offers with this book a sketch of the practice and ideology of building in Assyria based on textual evidence. The study focuses on the Assyrian royal inscriptions and state archives, two of the most comprehensive textual corpora available on the topic. The temporal and spatial framework is necessarily broad, from the rise to the fall of Assyria, from one end of the empire to the other. This stands in contrast with a targeted terminological approach: architectural keywords structure the chapters and these follow the stages of the building process. The findings come together in a chapter devoted to the modern significance of ancient realities, where grounds for the investigation and interpretation of space are proposed to serve philologists and archaeologists alike, hopefully facilitating the exchange between disciplines.
A Philological Perspective. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (14). Tudeau, Johanna. Building in Assyria. 2019. 194 S. 40 ill., 1 table. 30 x 21 cm. Engl. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19942-1 Harrassowitz Verlag
Johanna Tudeau offers with this book a sketch of the practice and ideology of building in Assyria based on textual evidence. The study focuses on the Assyrian royal inscriptions and state archives, two of the most comprehensive textual corpora available on the topic. The temporal and spatial framework is necessarily broad, from the rise to the fall of Assyria, from one end of the empire to the other. This stands in contrast with a targeted terminological approach: architectural keywords structure the chapters and these follow the stages of the building process. The findings come together in a chapter devoted to the modern significance of ancient realities, where grounds for the investigation and interpretation of space are proposed to serve philologists and archaeologists alike, hopefully facilitating the exchange between disciplines.
Eine Studie zum Darreichen der Morgen- und Abendbarke in den ägyptischen Tempeln griechisch-römischer Zeit. Studien zur spätägyptischen Religion (28). Kertmann, Jessica. Im Fahrwasser des Sonnengottes. 2019. 330 S. 8 Abb., 8 Pläne, 5 Tafeln. 30 x 21 cm. EUR 118,00. ISBN: 978-3-447-11322-9 Harrassowitz Verlag
Die Fahrten des Sonnengottes in seinen Barken entlang des Himmels und durch die Unterwelt gehören zu den zentralen Elementen des altägyptischen Weltbildes. Die mit dem Sonnenlauf verbundenen Vorstellungen wurden im Verlauf der ägyptischen Religionsgeschichte in unterschiedlichen Textgattungen mehr oder weniger ausführlich beschrieben und dargestellt. In den Tempeln griechisch-römischer Zeit ist mit 45 Belegen ein Ritualszenentypus bezeugt, der den König beim Offerieren der Morgen- bzw. Abendbarke des Sonnengottes zeigt.
Jessica Kertmann stellt diese Szenen in den Mittelpunkt ihrer Studie. Im ersten Teil der Untersuchung werden die Zeugnisse in einer kommentierten Übersetzung präsentiert, bei der auch die Position im Tempel, der Aufbau des Szenenbildes und die Ikonographie der Barken besprochen werden. Darauf aufbauend folgt im zweiten Teil eine Analyse der Szenen und ihrer Texte unter verschiedenen Gesichtspunkten. Die Konzeption der einzelnen Protagonisten und ihre Ikonographie werden ebenso in den Blick genommen wie die Gegengaben, die Sonnenlaufmotive und die formale Gestaltung der Szenentexte. Ergänzt wird die Untersuchung durch ein übergreifendes Kapitel zur Konzeption des Sonnenlaufes und der Sonnenbarken sowie zur Frage nach der neuen Zuordnung der Barken auf die Tagesphasen in griechisch-römischer Zeit.
Navkur Plain, Al-Hazir basin. Settlement History of Iraqi Kurdistan (3). Kolinski, Rafa?. Settlement History of Iraqi Kurdistan:. 2019. 510 S. 8 maps, 328 ill., 128 Abb. 30 x 21 cm. Engl. EUR 158,00. ISBN: 978-3-447-19943-8 Harrassowitz Verlag
The Upper Greater Zab Archaeological Reconnaissance (UGZAR) project carried out an archaeological survey in the Iraqi Kurdistan on an area over 3,000 km2 big, located on both banks of the Greater Zab River, to the north and north-west of Erbil. During six field seasons, conducted in 2012-2017, the Polish team from the Adam Mickiewicz University in Poznan documented there 313 archaeological sites, 110 caves and 78 other heritage monuments (churches, monasteries, mosques, castles, mills, tombs and cemeteries, etc.), as well as 4 rock reliefs (3 in Gūndk and 1 in Batas). During the fieldwork, nearly 20,000 artefacts dating from the Late Neolithic (Hassuna culture) to the modern period (early 20th century) were collected and documented.
Rafał Koliński presents archaeological sites located on the Navkūr Plain, along the western limit of the survey area. He also discusses earlier archaeological fieldwork carried out in the area (mainly by the Iraqi Antiquity Service) and presents studies of available historical (from U2 spy mission B1554 in 1960 and CORONA spy satellite missions 1107 in 1967 and 1968) and modern aerial imagery of the region. The catalogue includes information about 38 sites located along the streams contributing to the al-Ḫāzīr river which flows c. 10 km to the west of the western limit of the study area. The richly-illustrated volume contains a description of each site (GIS information, determination of threats and damages, and analysis of the settlement history), its plan and photographs, as well as an extensive presentation of surface finds (mainly pottery), accompanied by drawings, colour photographs, and technological descriptions.
Textfunde aus den Jahren 1999-2017. Documenta antiqua Asiae minoris (1). Hrsg.: Rieken, Elisabeth. Keilschrifttafeln aus Kayal?p?nar 1. 2019. 210 S. 6 Abb., 60 Tafeln. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19946-9 Harrassowitz Verlag
Der hethiterzeitliche SiedlungshĂĽgel bei Kayalıpınar am Ufer des Kızılırmak in der TĂĽrkei hat seit 1999 immer wieder zunächst kleinere Textfunde hervorgebracht - darunter auch die berĂĽhmte „Samuha-Tafel“, die es ermöglichte, den Fundort zweifelsfrei mit Samuha zu identifizieren, einem der wichtigsten Kultorte des Hethiterreichs und zeitweilige Königsresidenz. Im Jahr 2015 wurde ein neues, in sich geschlossenes Tempelarchiv mit ĂĽber 100 Tontafelfragmenten entdeckt. Die Grabung förderte Briefe, Kultinventare, Orakeltexte und Festritualbeschreibungen zu Tage, die in vielen Bereichen Aufschluss ĂĽber das Pantheon und den Kult von Samuha geben. Von groĂźem Interesse sind auĂźerdem die Beziehungen zwischen der Zentrale in Hattusa und dem regionalen Zentrum.
Elisabeth Rieken begrĂĽndet mit ihrem Band die neue Reihe Documenta Antiqua Asiae Minoris (DAAM) und legt erstmals die Textfunde aus Kayalıpınarr/Samuha in ihrer Gesamtheit in Autographie vor. Die Publikation wird begleitet von einer Darstellung der Fundumstände durch die Ausgräber und von philologischen Editionen mit Ăśbersetzung und Kommentar, die durch namhafte Spezialisten besorgt wurden. Damit wird das Material sowohl der Hethitologie als auch der weiteren Forscheröffentlichkeit und interessierten Laien zugänglich gemacht.
The Asyut Project (12). Kilian, Andrea. Untersuchungen zur Keramik der Ersten Zwischenzeit und des frühen Mittleren Reichs aus Assiut/Mittelägypten. 2019. 448 S. 752 Abb. 30 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11208-6 Harrassowitz Verlag
Das kooperative Langzeitvorhaben „Die altägyptische Nekropole von Assiut: Dokumentation und Interpretation“ wurde in den Jahren 2005 bis 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Andrea Kilian untersucht in Band 12 des Asyut Projects die Keramikfunde der Ersten Zwischenzeit und des Mittleren Reiches (~ 2200 – 1700 v.Chr.), die in 16 Schacht- und Felsgräbern im Bereich der Nekropole des Gebel Assiut al-gharbi aufgefunden wurden.
Neben der erstmaligen Dokumentation und Auswertung bisher noch unpublizierten Materials wird das Korpus der Gefäßtypen von Assiut im Vergleich mit denen anderer Regionen des Niltals zusammengestellt und detailliert analysiert. Durch diese überregionale typologisch-komparative Vorgehensweise wird das Material in seiner ganzen Breite erschlossen und in einen chronologischen Kontext eingegliedert. Zudem fließen Überlegungen zur strukturellen Zusammenstellung der individuellen keramischen Grabensembles und zu Funktionsbereichen der keramischen Beigaben in die Untersuchung mit ein. Mit der Einbeziehung des Materials aus Altgrabungen, das sich heute in zahlreichen europäischen Museen befindet, erfährt die Auswertung eine zusätzliche Validierung. Die Studie erschließt und kontextualisiert neues Material aus dem unterrepräsentierten Befund Mittelägyptens und trägt damit zum tiefergehenden Verständnis der altägyptischen Gefäßentwicklung bei.
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