KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue BĂŒcher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Beck, C. H. Verlag OHG

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | vor>
 
Paula Modersohn-Becker. Die Malerin, die in die Moderne aufbrach. Schneede, Uwe M. 240 S., 120 Abb. 24 x 17 cm, Gb. EUR 29,95. ISBN: 978-3-406-76045-7 C. H. Beck
PAULA MODERSOHN-BECKER - VORREITERIN DER MODERNE
Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) war eine der großen, singulĂ€ren KĂŒnstlerinnen der Moderne. Mutig ging sie, allein auf sich gestellt, als Frau ihren Weg – lernte Paris und seine Kunst kennen und wurde mit ihren intensiven und ausdrucksstarken Bildern zu einer Wegbereiterin der deutschen Avantgarde.
Entschlossen, allen WiderstĂ€nden zum Trotz und voller Leidenschaft verfolgte Paula Becker Ende des 19. Jahrhunderts ihr Ziel, Malerin zu werden. Inspiration fand sie zunĂ€chst in der KĂŒnstlerkolonie Worpswede, wo sie ihren spĂ€teren Mann Otto Modersohn kennenlernte. Ihr kĂŒnstlerischer Dreh- und Angelpunkt aber war Paris, die damalige Weltstadt der Kunst. In mehreren anregenden Aufenthalten lernte sie dort die aktuelle französische Malerei kennen. Uwe M. Schneede, einer der besten Kenner von Paula Modersohn-Beckers Werk, zeigt in seiner umfassenden Monographie, wie die KĂŒnstlerin diese wichtigen EindrĂŒcke in eine eigene Bildsprache umsetzte. Als sie 1907 im Alter von nur 31 Jahren starb, hatte sie mit ihrem bedeutenden ƒuvre die kurze Epoche zwischen dem Alten und dem Neuen, dem 19. und dem 20. Jahrhundert, kĂŒnstlerisch wesentlich geprĂ€gt und den deutschen Avantgarden den Weg geebnet. Heute steht sie paradigmatisch fĂŒr die erste Generation von selbstĂ€ndigen, mutigen Malerinnen der Moderne.
Paula Modersohn-Becker: Eine der bedeutendsten deutschen Malerinnen und Wegbereiterin der Moderne
Deutschlands «weiblicher Picasso»
Große Paula-Modersohn-Becker-Retrospektive in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt (8. 10. 2021 – 6. 2. 2022)
Uwe M. Schneede ist einer der besten Paula Modersohn-Becker-Kenner
Von Ignatius von Loyola bis zur Gegenwart. Beck`sche Reihe (2926). Friedrich, Markus. Die Jesuiten. Deutsch. 2021. 128 S. 6 Abb. und 2 Karten. 18,0 x 11,8 cm. Br. EUR 9,95. ISBN: 978-3-406-77544-4 C. H. Beck
Der Orden der Jesuiten, der humanistische Weltoffenheit mit strengstem Gehorsam verbindet, gibt bis heute RĂ€tsel auf. Markus Friedrich erzĂ€hlt seine wechselvolle Geschichte von der GrĂŒndung im 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Besonderes Augenmerk gilt dabei den großen kulturellen Leistungen der Jesuiten in Wissenschaft, Kultur, Mission und Politik.
Die Zeichnungen. Kafka, Franz / Kilcher, Andreas / Schmidt, Pavel. 368 S. 229 fb. Abb. 29 x 20 cm. EUR 45,00 ISBN: 978-3-406-77658-8 C. H. Beck
Erst 2019 tauchten ĂŒber 100 Zeichnungen von Franz Kafka auf, die jahrzehntelang in einem ZĂŒrcher Banksafe unter Verschluss gehalten wurden: eine Sensation. Denn bislang kannte man nur wenige Zeichnungen des weltberĂŒhmten Schriftstellers. Es sind Bilder von kaum zu widerstehender Anziehungskraft. Kafkas kĂŒnstlerische Ambitionen und sein außergewöhnliches Talent lassen sich erst mit den neuen Funden ermessen. Hier werden sie erstmals, zusammen mit den schon bekannten BlĂ€ttern, veröffentlicht.
Vor allem in seinen frĂŒhen Jahren, zwischen 1901 und 1907, hat Kafka intensiv gezeichnet. Ein ganzes Heft mit Zeichnungen ist jetzt neben Dutzenden von EinzelblĂ€ttern zu Tage getreten. Es sind fragile, haltlose und zugleich rĂ€tselhaft-faszinierende Gestalten, die einem hier begegnen. Kafkas Zeichnungen kippen vom Realistischen ins Phantastische, ins Groteske, manchmal auch Unheimliche oder Karnevaleske. Zusammen machen sie einen zweiten Kafka neben dem Schriftsteller sichtbar. In diesem Band mit seinen brillanten Reproduktionen und erhellenden ErlĂ€uterungen ist er zum ersten Mal vollstĂ€ndig zu entdecken.
Ein internationales Ereignis: Die Erstveröffentlichung der neu aufgetauchten Zeichnungen Franz Kafkas
Der andere Kafka: Das kĂŒnstlerische OEuvre des weltberĂŒhmten Schriftstellers
Erstmals sĂ€mtliche Zeichnungen Franz Kafkas einschließlich der neu entdeckten BlĂ€tter
Wissenschaftlich erschlossen von Andreas Kilcher, Pavel Schmidt und Judith Butler
Erstklassige Reproduktionen und eine besonders schöne Ausstattung: Zwei LesebÀndchen - Hochwertiger Leinenband - Format 21 x 29 cm - mit ca. 240 farbigen Abbildungen
Fast alle Zeichnungen in OriginalgrĂ¶ĂŸe
Karl der Große. Beck`sche Reihe (2120). Becher, Matthias. Deutsch. 2021. 128 S. 1 Abbildung, 2 StammbĂ€umen und 1 Karte. 18,0 x 11,8 cm. Br. EUR 9,95. ISBN: 978-3-406-77156-9 C. H. Beck
Kaum eine historische Gestalt des Mittelalters umgibt eine solche Aura des Ruhms wie Karl den Großen. Die vorliegende Biographie beschreibt seinen Aufstieg zum Kaiser und zeigt den Gestalter des Frankenreichs als Machtmenschen, der nicht nur seine innen- und außenpolitischen Gegner, sondern auch die eigenen Familienmitglieder seinen herrscherlichen Zielen unterwirft. Der Band erhellt zugleich die GrundzĂŒge der frĂ€nkischen Geschichte, Ursachen und Verlauf der militĂ€rischen Auseinandersetzungen mit den Sachsen und das VerhĂ€ltnis der frĂ€nkischen Könige zu Kirche und Papst.
Die Kelten. Beck`sche Reihe (2101). Demandt, Alexander. Deutsch. 2021. 128 S. 19 Abb. und 2 Karten. 18,0 x 11,8 cm. Br. EUR 9,95. ISBN: 978-3-406-76915-3 C. H. Beck
In dieser EinfĂŒhrung findet sich (fast) alles, was man ĂŒber die Welt der Kelten wissen sollte. Alexander Demandt vermittelt anschaulich und allgemeinverstĂ€ndlich die Grundkenntnisse ĂŒber Herkunft, Gesellschaft, Staatsform, Kultur, Religion und Mythologie eines der bedeutendsten Völker der europĂ€ischen Geschichte. Es ist nicht spurlos verschwunden.
Zeit der Aussteiger. Eine Reise zu den KĂŒnstlerkolonien von Barbizon bis Monte VeritĂ . Schwab, Andreas. Deutsch. 2021. 333 S. 57 Abb. im Text sowie 16 fb. Abb. im Tafelteil. 21,7 x 13,9 cm. Gb. EUR 26,00. ISBN: 978-3-406-77524-6 C. H. Beck
Elf KĂŒnstlerinnen und Schriftsteller, darunter Truman Capote und Arthur Schnitzler, die TĂ€nzerin Charlotte Bara und Alma Mahler-Werfel, fĂŒhren uns zu den zehn bedeutendsten KĂŒnstlerkolonien. Wir tauchen ein in die besondere AtmosphĂ€re von Barbizon, Worpswede, Capri oder Taormina und ziehen mit einer dort lebenden Person dann weiter in die nĂ€chste Gegenwelt – bis wir am Schluss auf dem Monte VeritĂ  in Ascona angelangen. Der Schweizer Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab zeigt in einem farbigen Reigen, wie sich fernab der Ballungszentren neue Lebensstile entwickelten, lange bevor sie sich in der Gesellschaft durchzusetzen begannen
Von den 1830er Jahren an bis weit ins 20. Jahrhundert hinein machen sich Menschen in ganz Europa auf, um Lebens- und Arbeitsgemeinschaften fernab der großen StĂ€dte in naturnaher, schöner, zuweilen auch wilder Umgebung zu grĂŒnden. Das Leben in Barbizon, der Mutter aller KĂŒnstlerkolonien, in Capri, Worpswede oder Ascona ist von bewusster Abgrenzung zur bĂŒrgerlichen Gesellschaft bestimmt. Die Aussteiger suchen eine Gegenwelt zur Dichte und zum Konkurrenzdruck in den StĂ€dten, zum ĂŒbersteigerten Nationalismus und dem allgegenwĂ€rtigen KrisengefĂŒhl. Ohne große soziale Kontrolle entwickeln sich neue Lebensstile, die sich erst deutlich spĂ€ter durchzusetzen beginnen, manche von ihnen erst im 21. Jahrhundert. Dazu gehören die Frauenemanzipation und das Spiel mit verschiedenen Geschlechterrollen ebenso wie das offene Ausleben einer freieren SexualitĂ€t. Mit der Zeit entsteht ein Netzwerk von Subkulturen, das von Skagen an der Nordspitze JĂŒtlands bis nach Tanger an der marokkanischen KĂŒste, von der FinistĂšre, der Ă€ußersten Spitze der Bretagne, bis nach Korfu reicht. HĂ€ufig pendeln sogar KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler von einem Aussteigerort zum andern. Darunter sind regelrechte Stars, aber auch nur Eingeweihten bekannte Malerinnen wie Marianne Stokes oder zu Unrecht vergessene Schriftstellerinnen wie Maria Lazar. Der Schweizer Autor und Ausstellungsmacher Andreas Schwab hat sie zu einem farbigen Reigen arrangiert – bis wir am Ende auf dem Monte VeritĂ  angelangen, wo uns der «wilde Denker» Harald Szeemann in Empfang nimmt
Eine Geschichte der christlichen Mystik. Leppin, Volker. Ruhen in Gott. Deutsch. 2021. 476 S. 17 fb. Abb. 21,7 x 13,9 cm. Gb. EUR 32,00. ISBN: 978-3-406-77375-4 C. H. Beck
Griechische Mönche gelangten durch Askese zur Ruhe in Gott, Bernhard von Clairvaux ließ sich vom Gekreuzigten umarmen, und Mechthild von Magdeburg gab sich ihrem BrĂ€utigam Christus hin. Volker Leppin erzĂ€hlt die Geschichte der christlichen Mystik ganz neu, indem er die Mystik, verstanden als die Suche nach der unmittelbaren NĂ€he Gottes, im Zentrum des Christentums verortet – und nicht an seinen RĂ€ndern. Seine souverĂ€ne, meisterhaft geschriebene Darstellung bietet damit zugleich einen frischen Blick auf das Christentum insgesamt, das bis heute die Mystik als treibende Kraft braucht.
Mystikerinnen und Mystiker fĂŒhlten sich Gott so nah, dass Unterschiede zwischen Klerikern und Laien, MĂ€nnern und Frauen fĂŒr sie hinfĂ€llig wurden. Oft hing es von ZufĂ€llen ab, ob sie deshalb als Reformer und Erleuchtete verehrt wurden wie Franziskus von Assisi und Hildegard von Bingen oder in Ketzereiverdacht gerieten wie Marguerite Porete und Meister Eckhart. Volker Leppin zeigt in seiner glĂ€nzenden Darstellung, wie die frĂŒhchristliche Lehre in Verbindung mit der platonischen Philosophie mystische Weltbilder und Heilswege geformt hat, die zum Kern orthodoxer SpiritualitĂ€t wurden, im Westen aber hoch umstritten blieben, auch im Protestantismus. Dass die Mystik im 19. und 20. Jahrhundert fĂŒr antimoderne Ideologien eingespannt wurde, hat sie erneut suspekt gemacht. Doch die Frage nach Gemeinsamkeiten mit anderen Religionen und eine wachsende Distanz zur Kirche zeigen, dass Mystik fĂŒr das Christentum gerade in der Moderne ĂŒberlebenswichtig ist.
Die Neuentdeckung der Mystik im Kern des Christentums
Volker Leppins meisterhafte Darstellung von Paulus bis zum 20. Jahrhundert
«Es gibt einen Zustand des Ruhens in Gott, in dem man keinerlei PlĂ€ne macht, keine EntschlĂŒsse fasst und erst recht nicht handelt, sondern alles KĂŒnftige dem göttlichen Willen anheimstellt, sich gĂ€nzlich â€čdem Schicksal ĂŒberlĂ€sstâ€ș.» Edith Stein
Nubiens Königreiche am Nil. Bereits angekĂŒndigt u.d.T.: Die schwarzen Pharaonen. Breyer, Francis. Schwarze Pharaonen. Deutsch. 2021. 238 S. 47 Abb. und 2 Karten. 21,5 x 14,1 cm. Gb. EUR 18,00. ISBN: 978-3-406-77434-8 C. H. Beck
NUBIEN - DIE ENTDECKUNG EINER AFRIKANISCHEN HOCHKULTUR
In Nubien sind mehr Pyramiden erhalten als in Ägypten, doch die sagenhaft reichen schwarzen Könige und ihre Inschriften geben bis heute RĂ€tsel auf. Francis Breyer, einer der wenigen Experten weltweit, die an der EntschlĂŒsselung des Meroitischen arbeiten, bietet einen faszinierenden Überblick ĂŒber die Kulturen und Reiche sĂŒdlich des Alten Ägypten, die bis heute zu Unrecht im Schatten des nördlichen Nachbarn stehen.
Schaut man auf Karten des Alten Ägypten, könnte man meinen, sĂŒdlich des ersten Nilkatarakts sei die Welt oder zumindest die Kultur zu Ende gewesen. Die Ägypter selbst haben versucht, diesen Eindruck zu erwecken. Dabei gab es dort blĂŒhende Reiche, deren Könige als "Schwarze Pharaonen" zeitweise auch in Ägypten herrschten. Francis Breyer beschreibt die Geschichte der nubischen Kulturen von den ersten Gemeinwesen im 5. Jahrtausend v. Chr. ĂŒber die kuschitischen Reiche mit ihren Metropolen Kerma, Napata und MeroĂ« bis zu den christlichen und islamischen KönigtĂŒmern und Sultanaten im Mittelalter. Er folgt den archĂ€ologischen Spuren von Götterglaube und Gesellschaft und erklĂ€rt, was es mit den dunkelhĂ€utigen WĂŒrdentrĂ€gern in Ă€gyptischen GrĂ€bern auf sich hat. Sein anschaulich geschriebenes Buch macht eindrucksvoll deutlich, was wir gewinnen, wenn wir endlich ĂŒber den Tellerrand der kanonischen Hochkulturen hinausblicken.
Die Entdeckung einer frĂŒhen afrikanischen Hochkultur
Der erste Überblick auf dem neuesten Forschungsstand
Von einem der international fĂŒhrenden Nubien-Experten
FĂŒr alle Leserinnen von Harald Haarmann, "Das RĂ€tsel der Donauzivilisation"
Über Tyrannei Illustrierte Ausgabe. Zwanzig Lektionen fĂŒr den Widerstand. Snyder, Timothy. Illustriert von Krug, Nora; Übersetzt von Wirthensohn, Andreas. 2021. 128 S. durchgehend fb. Abb. 26 x 18,2 cm. Gb EUR 20,00 . ISBN: 978-3-406-77760-8 C. H. Beck
Timothy Snyders Brandschrift "Über Tyrannei" ist 2017 erschienen, aber schon heute ein Klassiker in der Tradition von Hannah Arendt und George Orwell. Kein anderes Buch trifft so sehr den politischen Nerv unserer Zeit, in der ĂŒberall auf der Welt die Demokratien unter dem Ansturm eines neuen Autoritarismus wanken. Es appelliert an uns alle, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen, und prĂ€sentiert 20 Lektionen fĂŒr alle, die jetzt handeln wollen – und nicht erst, wenn es zu spĂ€t ist.
Nun hat sich Nora Krug, die Schöpferin von "Heimat" und vielfach preisgekrönte Illustratorin, von diesem Text zu einem außergewöhnlichen grafischen Kunstwerk inspirieren lassen. Indem sie Snyders Kombination aus historischen Perspektiven und konkreten Maximen in ihre ganz eigene Bildsprache ĂŒbertrĂ€gt, gewinnt das Kultbuch eine völlig neue Dimension – so aufwĂŒhlend politisch und Ă€sthetisch faszinierend, dass jede Seite förmlich vibriert von visueller Energie.
Von der Qing-Dynastie bis zur Gegenwart. Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung. MĂŒhlhahn, Klaus. Geschichte des modernen China. Deutsch. 2021. 760. S. 34 Abb. und 25 Karten. 21,7 x 13,9 cm. Gb.EUR 39,95. ISBN: 978-3-406-76506-3 C. H. Beck
Selbst elementare Kenntnisse der Geschichte Chinas sind hierzulande noch immer Mangelware. Klaus MĂŒhlhahn beschreibt in seiner umfassenden Darstellung, wie sehr das Land auf seinem Weg von der gedemĂŒtigten Halbkolonie zur globalen Supermacht unserer Tage von der eigenen Vergangenheit geprĂ€gt wurde. Denn Chinas holpriger Weg in die Moderne ist nicht nur als eine Aufholjagd gegenĂŒber dem Westen zu verstehen, sondern als ein großes Ringen um eine eigenstĂ€ndige chinesische Moderne. Wer Chinas phĂ€nomenalen Aufstieg, seine WidersprĂŒche und GegensĂ€tze begreifen will, der kommt an diesem grundlegenden Werk nicht vorbei.
Chinas Geschichte seit dem spĂ€ten 17. Jahrhundert ist durchzogen von Krisen, Reformen, Revolutionen und Kriegen. Zugleich aber hat das Land stets eine hohe WiderstandsfĂ€higkeit und Beharrlichkeit bewiesen. Selbst im "Jahrhundert der Erniedrigung", als europĂ€ische KolonialmĂ€chte das Sagen hatten, konnte es eine halbsouverĂ€ne Stellung behaupten. Klaus MĂŒhlhahn schildert in seinem großen Buch auf dem neuesten Stand der Forschung Chinas Geschichte von der Qing-Dynastie bis zu Xi Jinping und nimmt dabei von der Politik ĂŒber die Gesellschaft bis zur Wirtschaft und Umwelt alle Felder detailliert in den Blick. Der SchlĂŒssel seiner Interpretation sind die chinesischen Institutionen, die seit Konfuzius ĂŒber alle Regime und Machthaber hinweg auf die jeweiligen UmstĂ€nde reagiert und sie zugleich mit ihrem enormen Reichtum an Ideen und Modellen bis in die heutige Gegenwart mitgestaltet haben.
Hölscher, Tonio. Die griechische Kunst. Deutsch. 2021. 127. S. 84 Abb. Beck`sche Reihe (2551). EUR 7,49. ISBN: 978-3-406-76850-7 C. H. Beck
In ihrer Bildkunst vergegenwĂ€rtigten sich die alten Griechen Götter und Heroen, bedeutende Personen der Vergangenheit und der Gegenwart, öffentliche und private Szenen. Diese konzentrierte und anschauliche Darstellung fĂŒhrt durch die Bildwelten der Statuen und Reliefs, der GemĂ€lde und Vasen und zeigt, in welchem Maße sie das politische, das private wie das religiöse Leben der griechischen Gesellschaft prĂ€gten.
Afrikas Kampf um seine Kunst. Ein historisches LehrstĂŒck von unheimlicher AktualitĂ€t. Geschichte einer postkolonialen Niederlage. Savoy, BĂ©nĂ©dicte. 256 S., 16 Abb. 22 x 14 cm. Gb. C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2021. EUR 24,00 ISBN: 978-3-406-76696-1 C. H. Beck
Schon vor 50 Jahren kĂ€mpfte Afrika um seine Kunst, die wĂ€hrend der Kolonialzeit massenweise in europĂ€ische Museen gelangt war. Und es fand durchaus UnterstĂŒtzung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Auf der Grundlage von unzĂ€hligen unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzĂ€hlt BĂ©nĂ©dicte Savoy die gespenstische Geschichte einer verpassten Chance, einer Niederlage, die heute mit umso grĂ¶ĂŸerer Wucht auf uns zurĂŒckschlĂ€gt.
Afrikas BemĂŒhungen um seine in der Kolonialzeit nach Europa verbrachte Kunst sind keineswegs neu. Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien die UnabhĂ€ngigkeit erlangten, wurde von afrikanischen Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten eine ungeheure Dynamik in Gang gesetzt. In ganz Europa suchten daraufhin Politikerinnen und Politiker, Journalisten, Akademiker und einige Musemsleute einen Weg, afrikanische KulturgĂŒter im Sinne einer postkolonialen und postrassistischen SolidaritĂ€t zurĂŒckzugeben. Die Argumente aber, mit denen andere versuchten, die Forderungen aus Afrika zu entkrĂ€ften und Lösungen zu verhindern, Ă€hneln auf frappierende Weise denen von heute. Schließlich verlief alles im Sand. BĂ©nĂ©dicte Savoy verfolgt den postkolonialen Aufbruch und sein Ersticken und fragt, welche Akteure, Strukturen und Ideologien damals dafĂŒr sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen RĂŒckgabe von KulturgĂŒtern traurig scheiterte.
 Rezension lesen
Afrikas Kampf um seine Kunst. Ein historisches LehrstĂŒck von unheimlicher AktualitĂ€t. Geschichte einer postkolonialen Niederlage. Savoy, BĂ©nĂ©dicte. 256 S., 16 Abb. 22 x 14 cm. Gb. C.H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2021. EUR 24,00 ISBN: 978-3-406-76696-1 C. H. Beck
Schon vor 50 Jahren kĂ€mpfte Afrika um seine Kunst, die wĂ€hrend der Kolonialzeit massenweise in europĂ€ische Museen gelangt war. Und es fand durchaus UnterstĂŒtzung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Auf der Grundlage von unzĂ€hligen unbekannten Quellen aus Europa und Afrika erzĂ€hlt BĂ©nĂ©dicte Savoy die gespenstische Geschichte einer verpassten Chance, einer Niederlage, die heute mit umso grĂ¶ĂŸerer Wucht auf uns zurĂŒckschlĂ€gt.
Afrikas BemĂŒhungen um seine in der Kolonialzeit nach Europa verbrachte Kunst sind keineswegs neu. Schon bald nach 1960, als 18 ehemalige Kolonien die UnabhĂ€ngigkeit erlangten, wurde von afrikanischen Intellektuellen, Politikern und Museumsleuten eine ungeheure Dynamik in Gang gesetzt. In ganz Europa suchten daraufhin Politikerinnen und Politiker, Journalisten, Akademiker und einige Musemsleute einen Weg, afrikanische KulturgĂŒter im Sinne einer postkolonialen und postrassistischen SolidaritĂ€t zurĂŒckzugeben. Die Argumente aber, mit denen andere versuchten, die Forderungen aus Afrika zu entkrĂ€ften und Lösungen zu verhindern, Ă€hneln auf frappierende Weise denen von heute. Schließlich verlief alles im Sand. BĂ©nĂ©dicte Savoy verfolgt den postkolonialen Aufbruch und sein Ersticken und fragt, welche Akteure, Strukturen und Ideologien damals dafĂŒr sorgten, dass das Projekt einer geordneten, fairen RĂŒckgabe von KulturgĂŒtern traurig scheiterte.
 Rezension lesen
Der gedichtete Himmel. Eine Geschichte der Romantik. Matuschek, Stefan. Deutsch. 2021. 400 S. 29 Abb. 21,7 x 13,9 cm. Gb. EUR 28,00. ISBN: 978-3-406-76693-0 C. H. Beck
Mit der AufklĂ€rung, mit der intellektuellen MĂŒndigkeit gegenĂŒber traditionellen Glaubenslehren kam zugleich die Nostalgie: die Trauer ĂŒber den Verlust an Ganzheitlichkeit im Denken und Leben. Die Romantik schaffte hier Abhilfe, ohne rĂŒckwĂ€rts zu gehen: Sie erschuf einen neuen Himmel, der keiner metaphysischen Absicherung bedarf. Der Literaturwissenschaftler Stefan Matuschek blickt in seinem beeindruckenden EpochenportrĂ€t weit ĂŒber Deutschland hinaus, nach England und Schottland, nach Italien und Frankreich, und schildert die Romantik als großen Impuls der Moderne, der bis in die Gegenwart hineinwirkt.
Die Romantik ist die Kunst, metaphysische Luftschlösser zu bauen. Sie weiß, dass ihr Himmel, wo immer sie ihn errichtet, nur ein erdichteter ist, und findet in ihm dennoch Zuflucht von der metaphysischen Obdachlosigkeit des modernen Menschen. Aus dieser Perspektive erschließt Stefan Matuschek in seiner brillanten Darstellung der Epoche die Neuerungen, die mit der Romantik in die Welt kamen: von der blauen Blume bis zur Kunstreligion, von der romantischen Ironie bis zur Schauerromantik, von der Renaissance des Mittelalters bis zur Utopie der VolkstĂŒmlichkeit. Dabei war die Romantik keineswegs nur eine deutsche Angelegenheit. Stefan Matuschek stellt uns ihre europĂ€ische Vielfalt vor Augen. In seinem weit gespannten Panorama begegnen wir Literaten wie den Schlegel-BrĂŒdern, Goethe und Eichendorff, Keats und Shelley, Victor Hugo und Alessandro Manzoni, außerdem Philosophen, Malern und Komponisten der Zeit. Überall reagierten die Romantiker auf drei Großereignisse der Epoche: die Französische Revolution, die Revolution der Lesekultur und die Nationalisierung in der Folge von Napoleons Imperialismus. In diesem Kontext legt Stefan Matuschek eine neue Gesamtschau der Romantik vor, die deren TrĂ€ume als hellsichtiger erweist, als sie oft erscheinen.
Die Kirchen in der DDR. Von der sowjetischen Besatzung bis zur Friedlichen Revolution. Stegmann, Andreas. Beck`sche Reihe (2921). Deutsch. 2021. 129 S. 2 Karten. 18,0 x 11,8 cm. Br. EUR 9,95. ISBN: 978-3-406-76412-7 C. H. Beck
Schon bald nach dem Untergang des "Dritten Reichs" hatten es die Kirchen in der DDR erneut mit einem Regime zu tun, das sie gleichschalten und marginalisieren wollte. Andreas Stegmann beschreibt anschaulich und quellennah, wie die Kirchen die ersten Jahre der Konfrontation ĂŒberstanden, sich seit dem Mauerbau als "Kirche im Sozialismus" mit dem Staat arrangierten und im letzten Jahrzehnt mit der Devise "Schwerter zu Pflugscharen" zur Avantgarde der DDR-Friedens- und Umweltbewegung und zum Schutzraum der Opposition wurden.
Verdammt und vernichtet. Kulturzerstörungen vom Alten Orient bis zur Gegenwart. Parzinger, Hermann. 368 S. 47 Abb. 21,7 x 13,9 cm. Gb. C. H. Beck Verlag, MĂŒnchen 2021. EUR 29,95. ISBN: 978-3-406-76484-4 C. H. Beck
Fassungslos blickte 2015 die Weltöffentlichkeit nach Palmyra – die antike Ruinenstadt war der Terrororganisation IS in die HĂ€nde gefallen. Der uralte Baaltempel, das heilige Zentrum zahlloser Kulturen, wurde gesprengt. Doch ist Kulturzerstörung keine Erfindung der Gegenwart. Sie zieht sich wie ein blutiges Band durch die Jahrtausende. Hermann Parzinger schreitet die Horizonte der Barbarei ab, erzĂ€hlt die Geschichte vernichteter KulturschĂ€tze und hĂ€lt ein fulminantes PlĂ€doyer fĂŒr den Schutz des Menschheitserbes und der kĂŒnstlerischen Freiheit.
Seine Tour d`Horizont fĂŒhrt ihn von der Tilgung der Erinnerung im Alten Ägypten und den Großreichen Mesopotamiens ĂŒber die Zerstörung des Tempels von Jerusalem durch die Römer im Jahr 70 n. Chr. weiter durch die BilderstĂŒrme der Reformation und der französischen Revolution bis hin zu den Verheerungen des europĂ€ischen Kolonialismus, dem Zivilisationsbruch des Nationalsozialismus und darĂŒber hinaus bis in unsere Tage. Immer wieder wird deutlich, dass gezielte VerwĂŒstungen und PlĂŒnderungen von traditions- und identitĂ€tsstiftenden KulturgĂŒtern auch Ausdruck eines neuen Deutungs- und Herrschaftsanspruchs waren. Doch waren jenseits machtpolitischer, ideologischer oder religiöser BeweggrĂŒnde BilderstĂŒrme hĂ€ufig auch von handfesten finanziellen Interessen geleitet: Raub und Enteignungen erweisen sich bei nĂ€herem Hinsehen geradezu als systematische Vermögensumverteilung. So erwartet Leserinnen und Leser ein Buch von schmerzlicher AktualitĂ€t, das uns zugleich die Kostbarkeit der kulturellen Zeugnisse auf allen Kontinenten vor Augen fĂŒhrt.
 Rezension lesen
Reallexikon Dt. Kunstgeschichte 120. Lieferung. Mit dieser Lieferung endet der Buchstabe 'F', der Band 10 und die gedruckte Ausgabe. Das Werk wird digital weitergefĂŒhrt. Schmid, Otto. Hrsg.: Zentralinstitut fĂŒr Kunstgeschichte MĂŒnchen; Sonstige Bearbeitung von Augustyn, Wolfgang. Deutsch. 2021. . geheftet. EUR 27,80. ISBN: 978-3-406-14222-2 C. H. Beck
Frauen in der Antike. Weibliche Lebenswelten von Sappho bis Theodora. Hartmann, Elke. Deutsch. 2021. 279 S. 14 Abb. 19,4 x 12,4 cm. Br. EUR 14,95. ISBN: 978-3-406-76657-2 C. H. Beck
Der vorliegende Band bietet eine anregende EinfĂŒhrung in ĂŒber eintausend Jahre Geschichte der Frauen in griechischer und römischer Zeit. Das Themenspektrum reicht von Kindheit und Erziehung der MĂ€dchen in der Antike ĂŒber die Stellung der Frau als Gattin und BĂŒrgerin, als HetĂ€re und Priesterin bis hin zu ihrer Rolle als Herrscherin und MĂ€rtyrerin.
Die Autorin beschreibt zum einen, wie die Zeitgenossen ĂŒber die Stellung der Frau dachten, zum anderen, wo die Frauen real ihren Platz in Haus, Gesellschaft, Wirtschaft, Religion, Philosophie, aber auch in der Politik fanden, und schließlich, welche AktivitĂ€ten und Erfahrungen von Frauen in diesen ZusammenhĂ€ngen vorstellbar sind. Anhand zahlreicher Einzelbeispiele aus Mythos und Geschichte – etwa Penelope, Sappho, Medea, Messalina und Theodora – wird die allgemeine Darstellung stets mit konkreten Lebensgeschichten bzw. LebensentwĂŒrfen kontrastiert. So ist ein lebendiges, facettenreiches Buch entstanden, das gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion ĂŒber die Stellung der Frauen in der Gegenwart eine reizvolle LektĂŒre verspricht.
Die Wikinger. Simek, Rudolf. Beck`sche Reihe (2081). Deutsch. 2021. 136 S. 3 Karten. 18,0 x 11,8 cm. Br. EUR 9,95. ISBN: 978-3-406-76113-3 C. H. Beck
Mit den Wikingern verbindet man oft die Vorstellung von beutegierigen und trinkfesten SeerÀubern. Rudolf Simek konfrontiert im vorliegenden Band diese und andere GemeinplÀtze mit den Ergebnissen der neuesten Forschung und entwickelt so auf ebenso verstÀndliche wie anschauliche Weise das facettenreiche Bild einer faszinierenden Kultur, deren Spuren von Grönland bis nach Sizilien, von Amerika bis weit nach Russland reichen.
Chronologie, RĂ€ume und Funktionen, Netzwerke, Interpretationen. MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Vor- und FrĂŒhgeschichte (68). Hrsg.: Cavada, Enrico; Zagermann, Marcus. Alpine Festungen 400-1000. Deutsch. 2021. 756 S. 302 Abb., Tafeln und Tabellen. Leinen. EUR 78,00. ISBN: 978-3-406-10769-6 C. H. Beck
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | 51 | 52 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]