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Beck, C. H. Verlag OHG

 
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Kriegsherren der Weltgeschichte. 22 historische Portraits. Hrsg. v. Förster, Stig /Pöhlmann, Markus /Walter, Dierk. 2006. 415 S.. Gb EUR 24,90 ISBN: 3-406-54983-7 C. H. Beck
„Die viel Blut vergießen, stehen in der Acht der Götter“ (Agamemnon 461f.). Mit diesem heute noch gültigen Satz erinnert der antike Dichter Aischylos alle, die sich berufen fühlen, Kriege zu führen, an ihre hohe Verantwortung. Er richtet damit den Fokus nicht zuletzt auf jene, die politische und militärische Führungspositionen in einer Hand vereinen – auf die Kriegsherren. Dieser Begriff bezeichnet die Letztverantwortlichen für gesamtstaatliche Kriegsanstrengungen. Es hat sie seit den Anfängen der Geschichtsschreibung durch alle Epochen hindurch gegeben, auch wenn ihre Bezeichnung als Großkönig, Stratege, Fürst, Diktator, Oberbefehlshaber usw. je nach Kultur, Regierungsform und Zeitstellung wechselte. So steht im Zentrum dieses Bandes die Frage nach der Bedeutung historischer Persönlichkeiten für eine Geschichte von Staat und Krieg durch die Zeiten hindurch. Sind es wirklich die „großen Männer“ und gelegentlich die „großen Frauen“, die Geschichte machen?
22 ausgewiesene Historikerinnen und Historiker zeigen in ihren ebenso informativen wie nachdenklich geschriebenen Beiträgen die historischen Hintergründe von Kriegen und Schlachten und die Handlungsspielräume der jeweiligen Kriegsherren – von der Antike bis ins 20. Jahrhundert.

Josef Wiesehöfer: Xerxes
Hans-Joachim Gehrke: Alexander der GroĂźe
Pedro BarcelĂł: Hannibal
Heinz E. Herzig: Caesar
Michael Speidel: Marc Aurel
Jörg Fündling: Attila
Stig Förster: Tschingis Khan
Daniel Hohrath: Karl XII. von Schweden
Dennis Showalter: Friedrich II.
GĂĽnther Kronenbitter: Maria Theresia
Johannes Willms: Napoleon I.
Stephan Maninger: Tecumseh
Dierk Walter: Wilhelm I.
Jörg Nagler: Abraham Lincoln
Sabine Dabringhaus: Kaiserinwitwe Cixi
Markus Pöhlmann: Erich Ludendorff
Tanja BĂĽhrer: Paul von Lettow-Vorbeck
Alaric Searle: Winston Churchill
Evan Mawdsley: Josef Stalin
Jürgen Förster: Adolf Hitler
Marc Frey: Mao Zedong
Bernd Greiner: Richard Nixon

Stig Förster lehrt als Professor für Neueste Geschichte an der Universität Bern.
Dierk Walter arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich „Theorie und Geschichte der Gewalt“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung.
Markus Pöhlmann ist Lehrbeauftragter am Historischen Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, München.
Roeck, Bernd: Mörder, Maler und Mäzene. Piero della Francescas "Geisselung". Eine kunsthistorische Kriminalgeschichte. 2006. Gb EUR 19,90 ISBN: 3-406-55035-5 C. H. Beck
„Wieviel Blut und Grausen ist auf dem Grund aller ‚guten Dinge’!“ Friedrich Nietzsche
Dieses reich illustrierte Buch erzählt die Geschichte eines der berühmtesten Gemälde der italienischen Renaissance, der „Geißelung“ Piero della Francescas. Der Autor zeigt, daß das Bild eine verschlüsselte Mordanklage enthält, eine Anspielung auf den Mord an Oddantonio da Montefeltro, dem ersten Herzog von Urbino. Er macht sich auf die Suche nach dem Täter und nach dem Auftraggeber von Pieros Meisterwerk. Dieses Buch sucht die geheimnisumwitterte Geschichte des berühmten Gemäldes der Renaissance, die „Geißelung“ von Piero della Francesca, zu entschlüsseln. Gestützt auf bisher unbeachtete Quellen zeigt der Autor, daß das Bild eine kunstvoll versteckte Mordanklage enthält: Anspielungen auf ein Attentat, dem im Juli 1444 der junge Herzog von Urbino, Oddantonio da Montefeltro, zum Opfer fiel.
Bernd Roeck macht sich auf die Suche nach dem Täter, er fahndet nach dem Auftraggeber, spürt der Geschichte des Opfers nach. Er führt uns in die Welt der italienischen Renaissance, berichtet von der Kultur der Höfe, den prächtigen Bauten, Bildern und Manuskripten. Er beschreibt aber auch die dunkle Seite der Epoche, die Verschwörungen, Intrigen und Morde jener Zeit. Im Zentrum dieses faszinierenden Panoramas der Renaissance steht jedoch der Maler des Bildes, den ein Zeitgenosse als „Monarchen der Malkunst“ rühmte: Piero della Francesca aus Borgo Sansepolcro.
Bernd Roeck , geb. 1953, ist Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Zürich. Bei C.H.Beck erschienen zuletzt: Florenz 1900 . Die Suche nach Arkadien (2003) und Geschichte Augsburgs (2005).
Kaiser, Alfons /Kusicke, Susanne: Poncho, Parka, Prada-Täschchen. Kleines Glossar der unentbehrlichen Kleidungsstücke. 2006. 208 S., 50 sw Abb.. (Beck'sche Reihe 1718) Pb EUR 9,90 ISBN: 3-406-54160-7 C. H. Beck
Warum tragen Architekten Fliegen? Wer hat den Smoking erfunden? Warum wurde die Krawatte nach den Kroaten benannt? Wer bestimmt die Jeans-Trends? Sind Dirndl wirklich aus der Mode gekommen?
Diese und viele weitere Fragen beantwortet der vorliegende Band über Geschichte und Gegenwart von fünfzig Kleidungsstücken. Ob Caprihose oder Minirock, Windel oder Jogginganzug, Parka oder Brautkleid, Poncho oder Moonboots: alle Kleidungsstücke werden informativ und unterhaltsam beschrieben. Die Autoren zeigen anhand der ausgewählten Beispiele, wie Mode entsteht und welche Gültigkeit sie für das Leben der Menschen beansprucht. So weisen viele Fragen, die hier beantwortet werden, über sich selbst hinaus: Welche Aufgabe hat der Sarong in seinen Ursprungsländern? Wie wurden die Springerstiefel zu Symbolen der Subkultur? Warum wurde der Bikini nach dem Atoll benannt? Und nicht zuletzt: Warum tragen Richter Roben?
Alfons Kaiser und Susanne Kusicke sind Redakteure bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die Autoren sind feste und freie Mitarbeiter der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die meisten von ihnen beschäftigen sich seit Jahren professionell mit Mode.
Franzen, Hans /Wallenfels, Dieter /Russ, Christian: Preisbindungsgesetz. Die Preisbindung des Buchhandels. 5. Aufl. 2006. 230 S. Pb EUR 20,00 ISBN: 3-406-55020-7 C. H. Beck
Sonderbare Museumsbesuche. Von Ingeborg Bachmann bis Tom Wolfe. Hrsg. v. Grasskamp, Walter. 2006. 304S., 16 Abb. Gb EUR 19,90 ISBN: 3-406-55033-9 C. H. Beck
Von Menschen und Museen
Walter Grasskamp versammelt in diesem ungewöhnlichen Buch Texte, aus denen sich ein anderes als das gewohnte Museumsbild ergibt. Sie handeln von Magie und Mord, Diebstahl und Konspiration, Rendezvous und Abschied, Enteignung und Enttäuschung, weltlichem Ekel und profaner Erleuchtung – eine unvermutete Nutzungsvielfalt für eine nur scheinbar konventionelle Institution.
Es geht in diesem Buch um Museumsbesuche, die nicht normal ausfallen, und um Betrachter, die hier auf andere Gedanken kommen, als sie die lehrreiche Institution nahelegt. Sie hängen ihren erotischen Tagträumen nach, hadern mit dem Schicksal, erinnern sich ihrer Kindheit, nutzen die Gelegenheit zu einem Flirt oder kontrollieren die anderen Besucher. Vom Tod ist die Rede, der dem Museum innewohnt und den es zugleich verharmlost. Selber dem Abschied verpflichtet, bietet das Museum eine ideale Kulisse für andere Abschiede, sei es aus der eigenen Kultur oder einer Liebesbeziehung. Als Treffpunkt für Geheimagenten gerät es ebenso ins Blickfeld wie als Schauplatz für Mord und Diebstahl. Literarische Texte, Essays und Reportagen korrigieren das Bild einer Institution, die längst so konventionell geworden ist, daß man sich nicht mehr über sie wundert. Das kann man hier wieder lernen.
Mit Texten unter anderem von:
Ingeborg Bachmann • Julian Barnes • Georges Bataille • Robert Gernhardt • Lars Gustafsson • Arthur Koestler • Cees Noteboom • Peter Rühmkorf • Botho Strauß • Peter Weiss • H.G. Wells • Tom Wolfe
Walter Grasskamp ist Kunstkritiker und Professor fĂĽr Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden KĂĽnste in MĂĽnchen. Bei C.H.Beck ist zuletzt von ihm erschienen: Ist die Moderne eine Epoche? Kunst als Modell (bsr 1500).
Vollkommer, Rainer: Neue Sternstunden der Archäologie. 2006. 256 S., 24 Abb. (Beck'sche Reihe 1727) Pb EUR 9,90 ISBN: 3-406-55058-4 C. H. Beck
„Scherben bringen Glück – aber nur dem Archäologen“ Agatha Christie
Nach seinen erfolgreichen Sternstunden der Archäologie lädt Rainer Vollkommer mit diesem Buch wiederum ein zu einer faszinierenden Reise durch die Welt längst versunkener Kulturen. Er erzählt die Geschichte spektakulärer Entdeckungen – etwa der altorientalischen Metropolen Babylon, Ninive und Nimrud –, beschreibt die Enträtselung der ägyptischen Hieroglyphen und erhellt die blutigen Geheimnisse des Haupttempels der Azteken in Tenochtitlan. Er führt uns weiter zu den Pyramiden von Gizeh, in die Welt der Hethiter, zum Heiligtum der Steinzeitjäger am Göbekli Tepe und schließlich zu unseren Vorfahren, die die einzigartige Himmelsscheibe von Nebra schufen.
Rainer Vollkommer , PhD in Oxford, leitet das Landesmuseum fĂĽr Vorgeschichte Dresden.
Assmann, Jan: Thomas Mann und Ă„gypten. Mythos und Monotheismus in den Josephsromanen. 2006. 256 S. Gb EUR 22,90 ISBN: 3-406-54977-2 C. H. Beck
Jan Assmann ĂĽber das Ă„gypten Thomas Manns
Jan Assmann geht den bahnbrechenden religions- und kulturwissenschaftlichen Einsichten Thomas Manns nach, die dieser vor allem in seinem Romanzyklus Joseph und seine Brüder vermittelt. Auf faszinierende Weise läßt er seine Leser nicht nur das literarische Kunstwerk der Josephsromane mit neuen Augen sehen, sondern vor allem auch den Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Thomas Mann.
In der Begegnung mit dem Alten Ägypten erschloß sich Thomas Mann eine kulturelle Tiefendimension der Zeit. Seine Josephsromane kreisen um die Frage, die auch Proust, Bergson und Freud beschäftigte: in welcher Weise die Vergangenheit unsere Gegenwart bestimmt, und sie geben darauf einige der klügsten, reflektiertesten und differenziertesten Antworten. Gerade in seinen Einsichten zum Wesen des Mythos, zur Entstehung des Monotheismus, zum kulturellen Gedächtnis und zur historischen Anthropologie und Psychologie erweist sich Thomas Mann als einer der bedeutendsten Kultur- und Religionswissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Den bislang noch wenig erschlossenen Dimensionen seines Werkes geht Jan Assmann in seinem neuen Buch nach. Es geht hier um „das mythische Selbst“, einen der kühnsten Entwürfe historischer Anthropologie, die „mythische Zeit“, ein Problem, das Thomas Mann auch in anderen Romanen und Essays beschäftigte, sowie um das spannungsreiche, aber für Mann in keiner Weise sich ausschließende Verhältnis von Mythos und Monotheismus. Assmann beschreibt das Ägyptenbild der Josephsromane und vergleicht die Josephsgeschichte Manns mit der biblischen Erzählung sowie ihrer ägyptischen Urgestalt. Höchst aufschlußreich sind auch die abschließenden Vergleiche mit zeitgenössischen Werken wie Arnold Schönbergs Moses und Aron und Sigmund Freuds Der Mann Moses .
Jan Assmann ist Professor em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg. 1998 erhielt er den Deutschen Historikerpreis. Bei C.H. Beck erschienen u.a. Das kulturelle Gedächtnis (2005), Religion und kulturelles Gedächtnis (2004), Tod und Jenseits im Alten Ägypten (2003) sowie Ma'at. Gerechtigkeit und Unsterblichkeit im Alten Ägypten (2006).
Bayerische Vorgeschichtsblätter 2005. [Bayern] Hrsg. v. Kommission f. bayerische Landesgeschichte bei d. Bayerischen Akademie d. Wissenschaften /Archäologischen Staatssammlung /Bayerischen Landesamt f. Denkmalpflege. 2006. IV, 366 S., 24 Taf., zahlr. Abb., mit 4 Beil. Gb EUR 42,00 ISBN: 3-406-11075-4 C. H. Beck
Krumeich, Gerd: Jeanne d'Arc. Die Geschichte der Jungfrau von Orleans. 2006. 128 S., 7 Abb. (Beck'sche Reihe 2396) Pb EUR 7,90 ISBN: 3-406-53596-8 C. H. Beck
Jacob Burckhardt - Kritische Gesamtausgabe. Hrsg. v.Jacob-Burckhardt-Stiftung, Basel. Bd 6: Das Altarbild /Das Porträt in der Malerei /Die Sammler. Beiträge zur Kunstgeschichte von Italien. Hrsg. v. Boch, Stella von/Hartau, Johannes /Hengevoss-Dürkop, Kerstin /Warnke, Martin. 2000. 592 S.. Ln. EUR 92,00 ISBN: 3-406-44181-5 C. H. Beck
Ergänzend zur bereits vorliegenden kritischen Briefausgabe und zur monumentalen Burckhardt-Biographie von Werner Kaegi werden nun Werke und Nachlass Jacob Burckhardts in einer neuen, den modernen Anforderungen gerecht werdenden Editionsform publiziert. jbw_por.jpg (5329 Byte) Im Jahre 1853 ist in unserem Verlag (damals «Schweighausersche Verlagsbuchhandlung») Jacob Burckhardts Erstling Die Zeit Constantins des Grossen erschienen, wenige Jahre darauf folgten Der Cicerone sowie Die Cultur der Renaissance in Italien und weitere Titel. Eine erste Gesamtausgabe in 14 Bänden erschien 1929-1934 im Benno Schwabe Verlag und in der Deutschen Verlagsanstalt, 1955-1959 wurden die Gesammelten Werke in 10 Bänden gedruckt.
Die neue Kritische Gesamtausgabe erscheint in 27 Bänden. Die Bände 1-9 sind den von Jacob Burckhardt selbst publizierten bzw. zur Publikation vorbereiteten Schriften - darunter den grossen Werken von klassischem Rang - gewidmet, Bände 10-26 enthalten die Werke, Vorträge und Vorlesungen aus dem Nachlass. Band 27 ist der Registerband. Für das ehrgeizige Unternehmen konnten internationale editorische Fachleute und Burckhardt-Spezialisten gewonnen werden. Die Koordination liegt bei der Jacob Burckhardt-Stiftung, Basel. Leiter der Redaktionsstelle ist Prof. Dr. Andreas Cesana.
Jacob Burckhardt - Kritische Gesamtausgabe. Hrsg. v.Jacob-Burckhardt-Stiftung, Basel. Bd 10: Ă„sthetik der bildenden Kunst /Ăśber das Studium der Geschichte. Mit dem Text der "Weltgeschichtlichen Betrachtungen"in der Fassung von 1905. Hrsg. v. Ganz, Peter. 2000. 695 S.. Ln EUR 99,90 ISBN: 3-406-44182-3 C. H. Beck
acob Burckhardt Werke (JBW) Kritische Gesamtausgabe in 27 Bänden
Herausgegeben von der Jacob Burckhardt-Stiftung, Basel, in Verlagsgemeinschaft von Schwabe AG, Basel, und C. H. Beck, MĂĽnchen
Ergänzend zur bereits vorliegenden kritischen Briefausgabe und zur monumentalen Burckhardt-Biographie von Werner Kaegi werden nun Werke und Nachlass Jacob Burckhardts in einer neuen, den modernen Anforderungen gerecht werdenden Editionsform publiziert.
Im Jahre 1853 ist in unserem Verlag (damals «Schweighausersche Verlagsbuchhandlung») Jacob Burckhardts Erstling Die Zeit Constantins des Grossen erschienen, wenige Jahre darauf folgten Der Cicerone sowie Die Cultur der Renaissance in Italien und weitere Titel. Eine erste Gesamtausgabe in 14 Bänden erschien 1929-1934 im Benno Schwabe Verlag und in der Deutschen Verlagsanstalt, 1955-1959 wurden die Gesammelten Werke in 10 Bänden gedruckt.
Die neue Kritische Gesamtausgabe erscheint in 27 Bänden. Die Bände 1-9 sind den von Jacob Burckhardt selbst publizierten bzw. zur Publikation vorbereiteten Schriften - darunter den grossen Werken von klassischem Rang - gewidmet, Bände 10-26 enthalten die Werke, Vorträge und Vorlesungen aus dem Nachlass. Band 27 ist der Registerband. Für das ehrgeizige Unternehmen konnten internationale editorische Fachleute und Burckhardt-Spezialisten gewonnen werden. Die Koordination liegt bei der Jacob Burckhardt-Stiftung, Basel. Leiter der Redaktionsstelle ist Prof. Dr. Andreas Cesana.
Hofmann, Werner: Caspar David Friedrich. Naturwirklichkeit und Kunstwahrheit. 2000. 298 S., 192 meist fb. Abb., C. H. Beck, MĂĽnchen 2000. Ln EUR 76,00 ISBN: 3-406-46475-0 C. H. Beck
Seit Jahren wächst der internationale Ruhm des Malers Caspar David Friedrich stetig. Bis heute fasziniert sein Werk, wird aber kontrovers gedeutet. Werner Hofmann, der mit seiner wegweisenden Hamburger Friedrich-Ausstellung entscheidend zur Wiederentdeckung des Malers beitrug, bündelt in diesem Buch die verschiedenen Deutungsansätze zu einer neuen Interpretation. Mehr als 200 farbige Abbildungen illustrieren den Band und ergänzen den weit ausgreifenden Text.Der Umriß eines Seglers im Morgenlicht, ein Fischer am Strand bei den Netzen, der Schatten eines Mönchs vor der Weite des Meeres, zwei Freunde im Mondlicht, ein Schiffsbug im Packeis: Friedrichs Motive sind beiläufig einfach, aber sie folgen einer zwingenden Dramaturgie. Die Natur ist in ihrer wahren Erscheinung erfaßt und zugleich in ihrer Aussage gesteigert. Indem der Maler die Bildräume übergangslos staffelt, hat er das Prinzip der Collage vorweggenommen. Caspar David Friedrichs Vision ist umfassend, seine Methode radikal: in schlichten Ansichten erhebt er die Landschaft zur Ikone. Ihre beunruhigende Spiritualität ist religiös, ohne konfessionell gebunden zu sein. Entscheidend für das Verständnis des Malers ist der zeitgeschichtliche Rahmen seines Werks: die Gedanken Schleiermachers, Goethes und Schillers, die Urteile der Dichter, das politische Geschehen im napoleonischen Europa.Werner Hofmann hat sich seit vielen Jahren mit Friedrichs Werk beschäftigt, hat dessen Stellung zu Künstlern der Zeit, dessen Verhältnis zur europäischen Romantik untersucht. Mit diesem Band legt er das Ergebnis vor. Reich bebildert zeigt dieses Buch die Werke oft im Detail und beschreibt sie als Manifeste einer neuen Kunst.
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Flasch, Kurt: Meister Eckhardt. Die Geburt der "Deutschen Mystik" aus dem Geist der arabischen Philosophie. 2006. 192 S., 1 fb. Abb. Gb EUR 22,90 ISBN: 3-406-54182-8 C. H. Beck
Meister Eckhart gilt als „Mystiker“, gar als Meisterdenker einer „Deutschen Mystik“. Kurt Flasch bietet in seinem Buch eine historische Einführung, die Meister Eckhart in einen nachweisbaren historischen Kontext stellt. Er verfolgt seine Auseinandersetzung mit Autoren, die er gelesen, kommentiert, teilweise persönlich gekannt hat. Dabei ergibt sich ein differenziertes Bild, in dem der arabische Denker Averroes eine überraschend wichtige Position einnimmt.
Dieses Buch verändert das Bild Eckharts durch neue faktische Nachweise. Es konstruiert keine neue „Tradition“, sondern rekonstruiert eine belegbare, wechselvolle philosophische Diskussion. Die Methode ist also nicht Intuition oder Assoziation, sondern historisch-philologischer Beweis. Dabei zeigt sich, daß, vermittelt durch Albertus Magnus und Dietrich von Freiberg, der arabische Philosoph Averroes in Eckharts Denken eine zentrale Rolle spielt. Es geht dabei nicht um das Vorkommen oder die Menge von Averroes-Zitaten, sondern um die argumentative Funktion der Theorien des Averroes im Denken Eckharts. Durch Albert und Dietrich war ihm ein arabisch-jüdisches intellektuelles Umfeld eröffnet, in dem auch Avicenna und Moses Maimonides von Bedeutung sind. In stringenter philologischer Argumentation zeichnet Flasch ein neues, ungewöhnliches Bild Meister Eckharts.
Der Autor Kurt Flasch ist emeritierter Professor für Philosophie der Ruhr-Universität Bochum. Im Jahr 2000 erhielt er den Sigmund Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Bei C.H.Beck sind zuletzt von ihm erschienen: Eva und Adam. Wandlungen eines Mythos (2005) und Vernunft und Vergnügen. Liebesgeschichten aus dem Decameron (2002).
Ein Fest der Künste! Paul Cassirer. Der Kunsthändler als Verleger. Hrsg.: Feilchenfeldt, Rahel E. 2006. 423 S. 156 Abb. , davon 50 fb. Br., EUR 29,90 ISBN: 3-406-54086-4 C. H. Beck
Leben und Werk eines groĂźen Verlegers

Paul Cassirer (1871–1926), der erfolgreiche Kunsthändler und engagierte Verleger, war einer der wichtigsten Vorkämpfer für den französischen und deutschen Impressionismus. In diesem reich illustrierten Buch wird der Aufbruch in die Moderne in Kunst und Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts geschildert und die zentrale Rolle, die Paul Cassirer dabei spielte, beleuchtet.
Im Jahr 1908 gründete der Berliner Kunsthändler Paul Cassirer einen eigenen Verlag und 1909 die sogenannte „Pan-Presse“, eine Handpresse für Künstlergraphik. Maler seiner Galerie wie Ernst Barlach, Max Beckmann, Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Slevogt und viele andere illustrierten für Cassirer eigene und fremde Texte. Mit diesen Luxusdrucken und zusätzlichen graphischen Mappen erweiterte Paul Cassirer den Wirkungsradius seiner Künstler und verbreitete zeitgenössische Originalkunst, indem er sie – selbst in Zeiten der Inflation – populär und erschwinglich machte. Darüber hinaus gelang es ihm, die bedeutendsten Autoren der Zeit für seinen Verlag zu gewinnen, unter ihnen Heinrich Mann, Else Lasker-Schüler und Ernst Bloch. Erstmals wird hier die enorme Wirkung, die Cassirer in seiner Doppelrolle als Kunsthändler und Verleger auf die Kunst der Moderne ausübte, geschildert und mit einer Vielzahl bislang unbekannter Werke illustriert.
üttner, Stefan: Antike Ästhetik. Eine Einführung in die Prinzipien des Schönen. 2006. (Beck'sche Reihe 1674) 216 S. 14 Abb. Pb., EUR 12,90 ISBN: 3-406-54092-9 C. H. Beck
Die Prinzipien des Schönen
In der Antike galt nicht nur das sinnlich Wahrnehmbare als schön – es wurde sogar die Auffassung vertreten, daß man erst durch intensive Denktätigkeit – also nach Überwindung dessen, was gemeinhin für schön gehalten werde – zum eigentlichen „Meer des Schönen“ vorstoße. Zu den wichtigen Vertretern des Diskurses über die Schönheit, ihr Wesen und die Möglichkeit, es zu erkennen, gehörten so bedeutende Philosophen wie Platon, Aristoteles und Plotin, deren Positionen bis in die Moderne hineinwirken. So greift Stefan Büttner in seinem Buch über die Prinzipien des Schönen eine überzeitlich aktuelle Frage auf und weist interessante Wege, sie zu beantworten.
Stefan Büttner lehrt als Akademischer Rat Klassische Philologie am Fachbereich Literaturwissenschaft der Universität Konstanz.
Hofmann, Tessa: Annäherung an Armenien. Geschichte und Gegenwart. 2. aktualisierte Auflage 2005. 243 S., 15 Abb. (Beck'scheReihe 1223) Pb., EUR 12,50 ISBN: 3-406-42023-0 C. H. Beck
Armenien ... Da erinnert man sich an Noahs Arche und den Ararat, an Werfels Roman „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ oder eine Erdbebenkatastrophe im Jahre 1988. Seit das kleine Land im Süden der ehemaligen Sowjetunion 1992 unabhängig wurde, ist es still um Armenien geworden. Wer sich über die spärliche Medienberichterstattung hinaus informieren will, erhält in diesem Buch umfassend Auskunft: über die dreitausendjährige Geschichte und Kultur ebenso wie über die Gegenwartsprobleme des armenischen Volkes in seiner postsozialistischen Heimat und in der über mehr als einhundert Staaten verbreiteten Diaspora.
Tessa Hofmann ist wissenschaftliche Angestellte am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin. Sie hat zahlreiche Publikationen zur Kultur und Geschichte Armeniens vorgelegt.
Karsten, Arne: Bernini. Der Schöpfer des barocken Rom. Leben und Werk. 2006. 272 S., 31 Abb., 2 Karten, Ln EUR 24,90 ISBN: 3-406-54085-6 C. H. Beck
Der Schöpfer des barocken Rom
Gianlorenzo Bernini (1598–1680) hat Rom geprägt wie kein anderer Künstler. Im Laufe seines langen Lebens diente er nicht weniger als acht Päpsten, und zwar nicht nur als Architekt, sondern vor allem auch als Bildhauer. Arne Karsten entwirft in seinem Buch ein komplexes Epochengemälde und führt den Leser, von der Beschreibung eines zugleich höchst individuellen und exemplarischen Lebensweges ausgehend, zu einem tieferen Verständnis der Lebensbedingungen im barocken Rom.
Gianlorenzo Bernini ist heute vor allem als großer Architekt und Bildhauer des römischen Barock bekannt. Zu seinen architektonischen Hauptwerken gehören neben zahlreichen Palästen und Kirchen der Petersdom und der Petersplatz, für den er die Kolonnaden entwarf, die den Platz umschließen. Zu seinen berühmtesten Skulpturen zählen die Figurengruppe Apoll und Daphne, die Ekstase der Heiligen Theresa sowie der David . Darüber hinaus war Bernini ein sehr gefragter Porträtist, der von den berühmtesten seiner Zeitgenossen Marmorbüsten fertigte. Doch damit ist die Bandbreite der künstlerischen Tätigkeit dieses Universalgenies, das als Michelangelo seines Jahrhunderts bezeichnet wurde, keineswegs erschöpft: auch als Maler, Karikaturist und Dekorateur, als Autor und Theaterregisseur beeindruckte er die Zeitgenossen. Um die Produktivität Berninis, vor allem aber den gesellschaftlichen Erfolg dieses Hofkünstlers zu verstehen, leuchtet Arne Karsten dessen soziales und politisches Umfeld aus. Zeit seines Lebens verstand es Bernini virtuos, mit seinen nicht selten exzentrischen päpstlichen und adligen Auftraggebern umzugehen. Zugleich jedoch war der Künstler alles andere als ein farbloser Karrierist; auch von seinen Wutausbrüchen, Intrigen und Exzessen weiß der Autor anschaulich zu erzählen.
Der Autor
Arne Karsten, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: Jagd nach dem roten Hut (2004, Hrsg.) und Kardinäle, Künstler, Kurtisanen. Wahre Geschichten aus dem päpstlichen Rom (mit Volker Reinhardt, 2004).
Bochum I. Kunstsammlungen der Ruhr-Universität. Bd 79: Bearb. Kunisch, Norbert. 2005. 144 S., 60 S. Bildtl, 35 Abb. im Text. Hl EUR 88,00 ISBN: 3-406-53754-5 C. H. Beck
Weinfurter, Stefan: Canossa. Die Entzauberung der Welt. 2006. Ln. EUR 220 S., 20 Abb., EUR 19,90 ISBN: 3-406-53590-9 C. H. Beck
Kniefall des Kaisers
Stefan Weinfurter erläutert in seinem lebendig geschriebenen Buch die geistes- und religionsgeschichtlichen Hintergründe eines der dramatischsten Konflikte des gesamten Mittelalters, der vom Anspruch des Papstes auf den Gehorsam des Kaisers geprägt war. Er beschreibt die handelnden Charaktere, erzählt konzise die Ereignisgeschichte und erhellt, wie und weshalb Canossa zu einem Erinnerungsort der deutschen Geschichte wurde.
Im Jahre 1076 wird die christliche Welt durch einen ungeheuren Vorgang erschüttert – Papst Gregor VII. exkommuniziert Kaiser Heinrich IV., weil dieser ihm den Gehorsam verweigert. Damit aber sind alle Untertanen des Kaisers ihrer Treueverpflichtungen gegenüber dem Herrscher ledig, seine Herrschaft ist mithin insgesamt in Frage gestellt. Heinrich IV. erkennt, daß er sich nur retten kann, wenn es ihm gelingt, wieder in die Kirche aufgenommen zu werden. So macht er sich auf nach Italien und stellt im Jahre 1077 den Papst in Canossa. Dieses Buch, geschrieben von einem der besten Kenner der Salierzeit (1024–1125), ist im Jubiläumsjahr 2006 – 900 Jahre nach dem Tod Kaiser Heinrichs IV. – ein Muß für alle, die sich für Mittelalterliche Geschichte und den überzeitlichen Konflikt zwischen geistlicher Macht und weltlicher Herrschaft interessieren.

Der Autor
Stefan Weinfurter lehrt als Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Rupprecht-Karls-Universität Heidelberg.
Kohler, Alfred: Columbus und seine Zeit. 2006. 176 S., 22 Abb., Ln EUR 16,90 ISBN: 3-406-54212-3 C. H. Beck
500. Todestag am 21. Mai 2006
Alfred Kohler bettet das Leben von Christoph Columbus ein in die Geschichte der europäischen Expansion, die mit den Fahrten des Seefahrers ihren Ausgang nahm. Er zeichnet die Reisen Christoph Columbus’ nach und beantwortet die Frage, wie sich die Welt zu Lebzeiten des Entdeckers von Amerika veränderte. Er schildert dabei auch das Asien- und Afrikabild des Spätmittelalters, das entscheidend für Columbus werden sollte, und bietet einen Einblick in die Konflikte zwischen Europa und der muslimischen Welt während des 15. Jahrhunderts. Als der italienische Seefahrer Christoph Columbus (eigentlich „Christoforo Colombo“, 1451–1506) nach Westen segelte, wollte er bekanntlich nicht Amerika entdecken, sondern Ostindien auf einem kürzeren Seeweg erreichen. Den Auftrag dazu hatte die Königin Isabella von Kastilien erteilt, um Gewürze, Edelsteine und Seidenstoffe zu besorgen. Statt dessen landete er zunächst auf den Bahamas, ehe er nach Kuba und Haïti weiterfuhr. Er sollte noch dreimal die beschwerliche Reise nach Amerika antreten, ehe er von seiner letzten Reise krank zurückkehrte. Christoph Columbus starb zurückgezogen und vergessen; bis zum Schluß hielt er an dem Glauben fest, Indien erreicht zu haben.

Der Autor Alfred Kohler ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien
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