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Beck, C. H. Verlag OHG |
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Zinzius, Birgit. China entdecken. 3., akt. Aufl., Beck`sche Reihe. 2007. 168 S. 22 Abb. und 1 Karte. Pb. EUR 9.90
ISBN:
978-3-406-42096-2 C. H. Beck
China gilt allgemein als schwer zugänglich. Doch der Drache ist keine Sphinx: Es ist möglich, China und seine Menschen besser zu verstehen. Birgit Zinzius beschreibt die vielfältigen Aspekte chinesischer Alltagskultur, zeichnet das Porträt einer Gesellschaft im Umbruch, erläutert Widersprüchliches und zeigt auf, wie dennoch das Fortwirken jahrtausendealter Traditionen Gegensätzliches verbindet. Das Buch informiert anschaulich über Geschichte, Politik, Kultur und Wirtschaft des Landes und verrät zugleich jedem China-Reisenden, dem Touristen, dem Geschäftsreisenden wie auch dem vor Ort lebenden Westler, wie er es vermeidet, zum Elefanten im Porzellanladen zu werden.
Dr. Birgit Zinzius ist Sinologin und Unternehmensberaterin im Bereich Asien, speziell China. Sie leitet das „Seminar für Interkulturelle Kommunikation und Internationales Management“ in München. |
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Walter, Ingeborg: Das Bildnis der Geliebten. Die Wiedergeburt der Liebe in der italienischen Renaissance. 2007. 160 S., 18 meist fb. Abb., Gb EUR 22,90 ISBN:
3-406-55502-5 C. H. Beck
Die Geburt der Liebe aus dem Geist der Renaissance
Dieses Buch schildert, wie aus einem Ritual der idealen Anbetung der geliebten Frau schließlich eine Form der Liebeserklärung wird, die durchaus eine sinnliche Erfüllung zuließ.
Die Liebe zu Laura, die Petrarca im 14. Jahrhundert in seinem „Canzoniere“ besungen hatte, wurde im 15. Jahrhundert zum Paradigma für ein Gesellschaftsspiel der Liebe, für ein Ritual, wie die Geliebte verehrt und angebetet werden sollte. Diese Regeln sahen neben der poetischen Hommage auch die Anfertigung eines Bildnis der Geliebten vor, wie Petrarca es angeblich von seiner Laura hatte malen lassen. An die Stelle der imaginären Laura traten nun reale junge Damen, von denen ebenso reale Bildnisse gemalt wurden. Das von Lorenzo de’Medici erfundene Spiel fand schnell Nachahmer in Italiens höheren Kreisen. Nicht nur große Herren und Fürsten, auch Kardinäle widmeten sich ihm. Aber es blieb nicht immer bei der idealen Liebe, der Verehrung aus der Ferne; das Ritual löste wirkliche Gefühle aus, die zu sinnlich erfüllten Beziehungen führten. Das galante Spiel einer elitären Gesellschaft, in dem die ideale Liebe sich mit sinnlicher Leidenschaft vermischte, fand sein Ende in der Gegenreformation, die die unüberwindbare Dichotomie von (verbotener) Sexualität und (erlaubter) Ausübung in der Ehe wieder herstellte. Dem Ritual verdanken wir einige der größten Meisterwerke der italienischen Renaissance – wie Leonardo da Vincis Bildnisse der Ginevra Benci oder der Cecilia Gallerani – und einige der schönsten Liebesgeschichten. |
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Hölscher, Tonio. Die griechische Kunst. 2007. Beck`sche Reihe. 8 S. 85 Abb., davon 11 fb. Pb. EUR 7.90
ISBN:
978-3-406-55491-9 C. H. Beck
Die Epoche der griechischen Kunst hat die europäische Kulturgeschichte geprägt wie keine andere. In ihrer Bildkunst vergegenwärtigten sich die alten Griechen Götter und Heroen, bedeutende Personen der Vergangenheit und der Gegenwart, öffentliche und private Szenen. Tonio Hölschers konzentrierte, lebendige Darstellung führt durch die Bildwelten der Standbilder und Reliefs, der Gemälde und Vasen und zeigt, in welchem Maße sie das politische, das private wie das religiöse Leben der griechischen Gesellschaft prägten.
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Kandinsky. Werkverzeichnis der Zeichnungen Gesamtwerk. In 2 Bänden. 2 Bde/Tle. 2006. 1000 S. EUR 268,00 ISBN:
3-406-55168-8 C. H. Beck
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Schreiner, Peter: Konstantinopel. Geschichte und Archäologie. 2007. 128 S., 10 Abb. u. Ktn. (Beck'sche Reihe 2364) Pb EUR 7,90 ISBN:
3-406-50864-2 C. H. Beck
Im Jahre 330 n. Chr. gründete Kaiser Konstantin der Große seine Stadt – Konstantinopel. Er stattete sie – wie später auch seine Nachfolger – materiell so reich aus, daß sie bis zur Eroberung durch die Türken im Jahre 1453 eine der bedeutendsten Metropolen Europas blieb. Paläste, Kirchen, Häfen, Verteidigungsanlagen, Wirtschaftsgebäude und Wohnanlagen, aber auch das Leben und die Geschichte der Bewohner Konstantinopels werden hier verständlich und anschaulich dargestellt. |
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Bossong, Georg. Das Maurische Spanien. Geschichte und Kultur. Beck`sche Reihe. 2007. 128 S., 7 Abb. und 2 Karten. Pb. EUR 7.90
ISBN:
978-3-406-55488-9 C. H. Beck
Seit dem 8. Jahrhundert war der Islam für rund 900 Jahre auf der Iberischen Halbinsel präsent. In dieser Zeit kam es zu einem einzigartigen Miteinander von Muslimen, Christen und Juden und einer Blüte von Wissenschaft, Philosophie, Literatur und Kunst. Die Moschee von Cordoba und die Alhambra von Granada zeugen bis heute von diesem „Goldenen Zeitalter“. Georg Bossong beschreibt anschaulich die wechselvolle Geschichte des Maurischen Spanien mit ihrem Glanz, aber auch mit ihren Konflikten, die schließlich zur Vertreibung von Juden und Muslimen führten.
Georg Bossong ist Professor für romanische Philologie an der Universität Zürich. Bei C.H.Beck erschien von ihm bereits die Anthologie Das Wunder von al-Andalus. Die schönsten Gedichte aus dem Maurischen Spanien (2005). |
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Bleckmann, Bruno. Der Peloponnesische Krieg. Beck`sche Reihe. 2007. 120 S. 11 Abb. und Karten. Pb. EUR 7.90
ISBN:
978-3-406-55388-2 C. H. Beck
Im Peloponnesischen Krieg (431 bis 404 v. Chr.) standen sich die Machtblöcke des Ersten Attischen Seebundes unter Führung Athens und des Peloponnesischen Bundes unter seinem Hegemon Sparta gegenüber. Dank Thukydides sind wir über den Verlauf dieses antiken Weltkriegs wie über kaum ein zweites Ereignis des Altertums informiert. Bruno Bleckmann erläutert die Kriegsgründe, die verschiedenen Etappen der Auseinandersetzung, den Ausgang sowie die historische Bedeutung dieses Konflikts.
Bruno Bleckmann lehrt als Professor für Alte Geschichte an der Universität Düsseldorf. |
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Tönnesmann, Andreas. Die Kunst der Renaissance. Beck`sche Reihe. 2007. 136 S. 42 Abb. , dav. 16 fb. Pb, EUR 5,-
ISBN:
978-3-406-54689-1 C. H. Beck
In der Kunst der Renaissance spielten die Nachahmung der Antike und ein mächtiger Innovationsgeist auf faszinierende Weise ineinander. In Florenz und den italienischen Fürstentümern, in Rom und Venedig entstanden auf den Gebieten der Malerei, Skulptur und Architektur Werke von bis heute ungebrochener Anziehungskraft. Andreas Tönnesmann gibt einen anschaulichen und kompetenten Überblick über die reiche Kunst der italienischen Renaissance, ihre Anverwandlung in Frankreich und die besonderen Wege der Renaissance im übrigen Europa.
Andreas Tönnesmann ist Professor für Kunst- und Architekturgeschichte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. |
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Kolb, Frank: Das antike Rom. Geschichte und Archäologie. 02.2007. 128 S., 10 Abb. u. Ktn. (Beck'sche Reihe 2407) Pb EUR 7,90 ISBN:
3-406-53607-7 C. H. Beck
Das Stadtbild kaum einer anderen modernen Metropole wird bis auf den heutigen Tag durch die Denkmäler des Altertums so geprägt wie Rom. Frank Kolb nimmt seine Leser mit auf eine faszinierende Reise durch die antike Epoche der Ewigen Stadt und entwickelt ihre Geschichte anschaulich und leicht verständlich anhand ihrer Straßen und Thermen, ihrer Säulen und Arenen, ihrer Grabdenkmäler und Tempel. |
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Zanker, Paul: Die Römische Kunst. Rom. 2007. 128 S., 80 Abb. im Text, 5 fb. Abb. auf Taf. (Beck'sche Reihe 2552) Pb EUR 7,90 ISBN:
3-406-54688-9 C. H. Beck
Mit dem Aufstieg Roms zum Zentrum eines riesigen Imperiums nahm auch die römische Kunst ihre spezifischen Züge an. Paul Zankers meisterhafte Darstellung zeigt, welche Rolle dabei die Aneignung der griechischen Kultur spielte und wie sich die Bildwelten des öffentlichen und des privaten Raumes in Republik und Kaiserzeit entwickelten. Dabei bringt er die Bilder mit ihren Botschaften, die sie in ihrem jeweiligen historischen Kontext vermittelten, für uns zum Sprechen. |
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Büttner, Nils: Peter Paul Rubens. 2007. (Beck'sche Reihe 2504) Pb EUR 7,90 ISBN:
3-406-55490-3 C. H. Beck
Seine Zeitgenossen priesen ihn als "Gott der Maler", und bis heute kann Rubens als Inbegriff barocker Malerei gelten. Er schuf Porträts, Landschaften und politische Allegorien, vor allem aber Darstellungen mythologischer Szenen und fromme Werke aus dem Geist der katholischen Reform. Er verkehrte mit den Reichen und Mächtigen und korrespondierte mit den Intellektuellen seiner Zeit. Nils Büttners fundierte Einführung zeichnet das Leben von Rubens nach und stellt sein Werk in seiner Vielfalt vor. |
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Zeuske, Michael. Kleine Geschichte Venezuelas. Beck`sche Reihe 2007. 160 S. Pb. EUR 11.90 ISBN:
978-3-406-54772-0 C. H. Beck
Venezuela kannte seit der Unabhängigkeitsrevolution unter Simon Bolivar fast immer nur Sklaverei, Unterdrückung und Diktaturen. Seit 1958 kam es mit dem Erdölboom zum Aufbau einer scheinbar stabilen Demokratie, bis sich zeigte, dass eine sozial ausgleichende Modernisierung an Korruption und Unfähigkeit der alten Eliten scheiterte. Nach dem Putsch von Hugo Chavez im Jahre 1992 ist Venezuela in eine Phase der Konsolidierung eingetreten, trotz der tiefen Spaltung, die durch das Land geht – etwas mehr als die Hälfte sind für Chavez, der Rest ist ebenso fanatisch gegen ihn.
Das Buch gibt einen prägnanten Überblick über die Geschichte Venezuelas – von der Frühgeschichte, den Eroberungen und den Humboldtschen Entdeckungen bis zur Gegenwart.
Michael Zeuske lehrt als Professor für iberische und lateinamerikanische Geschichte an der Universität Köln. |
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Bayerische Vorgeschichtsblätter 2006. Hrsg. v. Kommission f. bayerische Landesgeschichte bei d. Bayerischen Akademie d. Wissenschaften /Archäologischen Staatssammlung /Bayerischen Landesamt f. Denkmalpflege. 2006. V, 430 S., 24 Taf., zahlr. Abb. Gb EUR 42,00 ISBN:
3-406-11076-2 C. H. Beck
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Klynne, Allan /Klynne, Cecilia: Das Buch der antiken Rekorde. 777 Höchstleistungen zum Staunen. 2007. Gb EUR 18,00 ISBN:
3-406-55620-5 C. H. Beck
Der schlimmste Geizhals? Die größte Orgie auf offener Bühne? Die seltsamsten Meeresungeheuer? Die größte Bibliothek?
Cecilia und Allan Klynne, zwei schwedische Archäologen, haben eine überaus unterhaltsame Sammlung von erstaunlichen Höchstleistungen der Antike zusammengetragen. Augenzwinkernd stellen sie in ihrem reich bebilderten Buch Wunderwerke der Baukunst, Highlights aus dem Bereich des Sports, Höchstleistungen im Tierreich, aber auch Sternstunden auf dem Gebiet des Luxus und der Prasserei und zahllose andere Attraktionen vor, die bereits Griechen, Römern, Persern und Ägyptern rekordverdächtig erschienen.
Der größte Circus der antiken Welt? – Der Circus Maximus in Rom, der über 250.000 Menschen Platz bot. Das zahmste Krokodil des Altertums? – Es lebte natürlich in Ägypten und hörte, wenn wir dem Griechen Strabon glauben dürfen, auf den Namen Suchus. Und kann es wahr sein, daß eine Pantomimin namens Galeria Copiola noch mit 104 Jahren auf der Bühne auftrat und damit den guten Johannes Heesters als ältesten aktiven Schauspieler noch in den Schatten gestellt hätte? Wer jemanden so richtig beeindrucken möchte, der mache es wie Königin Kleopatra, die eine Perle im Wert von rund 10 Millionen Sesterzen in einen Becher mit Essig fallen ließ und dann das aufgelöste Schmuckstück genüßlich hinunterschlürfte. Überhaupt: Statt mit den Nachbarn schon wieder zu grillen, könnte man doch mal eine traditionelle Orgie veranstalten – auch dafür findet sich in dem Buch von Allan und Cecilia Klynne eine Fülle interessanter Anregungen.
Die beiden haben aus Hunderten von Quellen das Erstaunlichste zusammengetragen, was die Antike zu bieten hat. Und auch wenn man nicht alles glauben darf, was die Zeitgenossen damals so aufgeschrieben haben – eine phantasievolle Unterhaltung ist garantiert.
Allan Klynne ist Archäologe und arbeitet als wissenschaftlicher Assistent für das Schwedische Archäologische Institut in Rom.
Cecilia Klynne ist gleichfalls Archäologin, war wissenschaftliche Leiterin mehrerer Grabungen und hat unter anderem für das Landesamt für Archäologie in Sachsen gearbeitet. |
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Yavetz, Zvi: Erinnerungen an Czernowitz. Wo Menschen und Bücher lebten. 2007. 288 S., 22 Abb., Gb. EUR 24,90 ISBN:
3-406-55747-3 C. H. Beck
Die Geschichte der Stadt Czernowitz und ihrer Menschen ist die Geschichte einer einzigartigen Kulturmetropole, die zum Symbol für das lange Zeit friedliche Zusammenleben von Ukrainern, Rumänen, Polen, Ruthenen, Juden und Deutschen wurde, ehe der Zweite Weltkrieg und die Verbrechen der deutschen Besatzer die kulturelle Blüte der Stadt ein für allemal zerstörten. Zvi Yavetz läßt in seinen Erinnerungen an die 1930er und 1940er Jahre in Czernowitz eine untergegangene Welt wieder lebendig werden. In bewegenden Bildern berichtet er vom jüdischen Alltag in einer Stadt, aus der so unterschiedliche Dichter und Gelehrte wie Paul Celan, Rose Ausländer, Erwin Chargaff oder Josef Schumpeter hervorgingen.
Zvi Yavetz, Professor em. für Alte Geschichte an der Universität Tel Aviv, schildert seine Kindheit und frühe Jugend in Czernowitz. Geboren 1925 als Sohn jüdischer Eltern, wuchs er in einer Zeit des Umbruchs auf, als die „alte Welt“ der k.u.k. Monarchie, in der ein bewegtes literarisches Leben, das Miteinander von Sprachen und Völkern den Alltag in Czernowitz prägten, sich ihrem Ende zuneigte. In bewegenden Bildern bringt Zvi Yavetz die längst vergangene Welt der 1930er und 1940er Jahre zum Leben. Mit eindrücklichen Worten in „Czernowitzer Deutsch“ beschreibt er das Zusammenleben, aber auch die Unterschiede der geistigen Heimat von Ukrainern, Rumänen, Deutschen, Polen und Juden. Vor den Augen des Lesers entsteht so das Bild einer längst vergangenen Welt, einer Kulturmetropole, die ihresgleichen sucht.
Zvi Yavetz , geb. 1925 in Czernowitz, ist Professor em. für Alte Geschichte an der Universität Tel Aviv, zu deren Gründungsvätern er gehört. Zuletzt erschien von ihm: Tiberius (2002). |
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Windsheimer, Bernd: Geschichte der Stadt Fürth. 2007. 144 S., 60 Abb., dav. 29 fb. Gb EUR 16,90 ISBN:
3-406-55821-6 C. H. Beck
Tausendjahrfeier 2007
Im Jahr 1007 wird Fürth erstmals in einer Urkunde König Heinrichs II. urkundlich erwähnt. Aus Anlaß der Tausendjahrfeier dieser frühesten Erwähnung erscheint nun eine moderne, lebendig geschriebene und mit zahlreichen Bildern ausgestattete Geschichte der Stadt.
Bernd Windsheimer erzählt knapp, anschaulich und kompetent die tausendjährige Geschichte der Stadt Fürth – vom mittelfränkischen Marktflecken bis zur modernen Großstadt. Zunächst schildert er ihre historische Entwicklung bis zu den schweren Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg. Im Anschluß widmet er sich insbesondere der jüdischen Gemeinde, die zum dynamischen Element der wirtschaftlichen und kulturellen Stadtentwicklung wurde. Eindrucksvoll zeichnet er das Bild Fürths als Stadt der tausend Schlote im heraufziehenden Industriezeitalter. Ein zentrales Kapitel zeigt die Situation der Stadt in der militärischen und moralischen Katastrophe Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Zeit des Neubeginns bis zur Gegenwart schließlich betrachtet er unter dem Gesichtspunkt der wirtschaftlichen Entwicklung, der Stadtplanung und des hohen historischen und kulturellen Potentials der Stadt.
Bernd Windsheimer ist Historiker, arbeitet hauptamtlich für den Verein Geschichte für Alle e.V. und ist Autor zahlreicher Werke zur Geschichte seiner fränkischen Heimat. Er ist Mitautor des im Verlag C.H.Beck erschienenen Bandes: Nürnberg. Eine illustrierte Geschichte der Stadt (2000). |
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Geschichte des jüdischen Volkes. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Hrsg. v. Ben-Sasson, Haim H. 3. Aufl. 1994. IX, 1404S., 28 Ktn. (Beck's Hist. Bibl. ) Ln EUR 29,90 ISBN:
3-406-36626-0 C. H. Beck
1000 Jahre jüdische Geschichte
Dieses Standardwerk bietet einen Überblick über 3000 Jahre jüdischer Geschichte vom zweiten Jahrtausend v. Chr. bis zur Gründung des Staates Israel. Das von international renommierten Autoren verfaßte Werk gilt inzwischen als Klassiker. Eine vergleichbare Summe der jüdischen Geschichte wurde seither nicht mehr vorgelegt.
„Der auch für den Nichtfachmann spannend zu lesende Text, die Klarheit der Darstellung und die Objektivität des Urteils machen diese Geschichte zu einem Werk, dem man möglichst zahlreiche Leser wünscht.“
Günter Stemberger
„Ein einzigartiges Werk, das dem Leser Schätze des Wissens erschließt, die das Verständnis der jüdischen Geschichte zu einem Vergnügen machen. Nicht nur Historiker oder Theologen sollten dieses Buch kennen, sondern jeder, der wissen will, was Judentum bedeutet.“
Rheinischer Merkur
„Die Geschichte des jüdischen Volkes wird für lange Zeit … die wichtigste Wissensquelle über die jüdische Geschichte bleiben. Nicht nur Theologen und Historiker werden sie als zuverlässige Grundlage für ihre Arbeiten nutzen können, auch der Laie kann hier dank des leicht verständlichen Textes zu neuen Erkenntnissen kommen.“
Ulrich Sahm, Allgemeine Jüdische Wochenzeitung
Haim Hillel Ben-Sasson (1914–1977) lehrte seit 1949 Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Er war einer der wichtigsten Vertreter der jüdischen Geschichte in Israel. |
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Roper, Lyndal: Hexenwahn im barocken Deutschland. Geschichte einer Verfolgung. Aus dem Englischen von Holger Fock und Sabine Müller. 2007. 512 S., 66 Abb., Gb EUR 26,90 ISBN:
3-406-54047-3 C. H. Beck
Die sexuellen Phantasiewelten der Hexenverfolgung
Warum haben die Hexenverfolger in Nördlingen, Würzburg oder Marchtal so oft Frauen der Hexerei bezichtigt, die „alt“ waren, das heißt keine Kinder mehr bekommen konnten? War es der Neid auf die schönen, jungen und fruchtbaren Frauen, der sie für Hexerei und Teufelspakt prädestinierte? Lyndal Roper beleuchtet die sexuelle Vorstellungswelt der Hexenverfolgung und die eminente Bedeutung, die die Fruchtbarkeit für Männer wie Frauen hatte.
Die Hexenverfolgung – wir wissen relativ genau Bescheid über die Zahl der Opfer, die regionale Verteilung, über den Ablauf der Prozesse und über die üblichen Anklagepunkte; was wir nicht so genau wissen, ist, wie und warum eine dörfliche oder städtische Gesellschaft so grausam und brutal über meist wehrlose Opfer wie Alte und Kinder herfiel. Lyndal Roper will die emotionalen Mechanismen aufspüren, die den Boden für diese Prozesse und die Exekution ihrer Urteile bereiteten. In der Erzählung einiger markanter Fälle wird deutlich, daß es für die Menschen des 16. und 17. Jahrhunderts überlebenswichtig war, zu erkennen, warum ein Kind starb, die Kühe erkrankten, die Ernte verfaulte. Der Vorwurf an die meisten der Hexerei Verdächtigen war der Schadenszauber – sie waren schuld, daß die Milch sauer wurde, das Kind krank, das Wasser vergiftet. Beseitigte man diese Schuldigen, dann konnte es wieder aufwärts gehen.
Erstaunlicherweise wurde gerade diese Schuld an denjenigen festgemacht, die am meisten zur Versorgung anderer und zu ihrem Wohlergehen beigetragen hatten: an älteren Frauen. Wie ist diese Projektion zu erklären? Was prädestinierte sie dazu, zum Sündenbock zu werden? Lyndal Roper untersucht ein weites Spektrum frühneuzeitlicher Vorstellungswelten und macht magisches Denken, Zauberglauben und Hexensabbate verständlich.
Lyndal Roper , geb. 1956, lehrt als Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit am Balliol College der Universität Oxford. |
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Jostmann, Christian: Nach Rom zu Fuß. Geschichte einer Pilgerreise. 2007. 224 S., 19 Abb., 6 Karten, Gb. EUR 18,90 ISBN:
3-406-55739-2 C. H. Beck
Nach Rom zu reisen bedeutete einst, daß sich ein Lebenstraum erfüllte. Ob der Kaiser, der in Rom die Krone, oder der Bischof, der hier den Bischofsstab zu empfangen hoffte, der Pilger, der vor den Apostelreliquien beten, der Künstler, der sich an der Antike vervollkommnen, oder der Gebildete, der sich in Roms Geschichte selbst finden wollte – die Ewige Stadt zog sie alle an, und die Anziehungskraft war so groß, daß Menschen auf der Nordseite der Alpen die Kosten und Beschwernisse wochen-, ja monatelangen Reisens auf sich nahmen, um das Ziel ihrer Wünsche zu erreichen. Heute haben Eisenbahn, Auto und Flugzeug die Romreise zu einer Sache von wenigen Stunden gemacht, sie ist das Ergebnis einer Augenblicksentscheidung und nicht mehr Gegenstand der Lebensplanung. „War die Reise hierher einst eine Pilgerfahrt und sicherlich ein Ereignis im Leben eines Menschen, so macht man sie jetzt in kürzester Zeit ab“, schrieb schon im 19. Jahrhundert der Schriftsteller und Romkenner Gregorovius.
Lange Zeit hat Christian Jostmann davon geträumt, zu Fuß nach Rom zu gehen, und als sich plötzlich die Gelegenheit ergab, ist er nach wenigen praktischen Vorbereitungen von München aus aufgebrochen, auf dem Rücken das Lebensnotwendige, vor sich die Alpen und zwei Monate Zeit. Was er auf seiner Reise zu einem uralten Ziel, auf alten, aber längst vergessenen Wegen erfahren hat, erzählt er in diesem Buch. Er erzählt von Gefährten und Vorläufern, von großen Schlachten und verschwundenen Sprachen, von einem deutschen Militärarzt am Po und einem Hobby-Archäologen im Apennin, von singenden Mönchen und verkannten Propheten, von Gastfreundschaft und Einsamkeit, kurzum: von anrührenden Begegnungen mit Geschichte und Gegenwart Italiens, wie sie nur ein Wanderer erlebt. Es ist die Geschichte einer Reise, die nicht nur den Raum, sondern die Zeit durchmißt.
Christian Jostmann , geb. 1971, ist promovierter Mediävist und Autor der „Süddeutschen Zeitung“. |
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Clemens, Gabriele /Clemens, Lukas: Geschichte der Stadt Trier. 2007. 192 S., 50 fb. Abb., Gb. EUR 18,00 ISBN:
3-406-55618-3 C. H. Beck
Die Geschichte der ältesten Stadt Deutschlands
Trier ist die älteste und eine der schönsten Städte Deutschlands. Dieses reich bebilderte Buch präsentiert nun ihre über 2000jährige Geschichte, und stellt Trier als eine der Hauptstädte des römischen Weltreichs, als Kurfürstensitz im Mittelalter, als alte Universitätsstadt in der frühen Neuzeit, als Geburtsort von Karl Marx, als Frontstadt während der Weltkriege und schließlich als modernes kulturelles Zentrum vor.
Gabriele und Lukas Clemens haben ihre Heimatstadt lebendig und facettenreich portraitiert. Sie bieten konzentriert und gut lesbar das Wichtigste aus der reichen Historie Triers. So lassen sie die Augusta Trevirensis wiedererstehen, wie sie noch heute dank der eindrucksvollen Baudenkmäler zu erkennen ist. Auch das Leben in der mittelalterlichen Stadt – Handel, Wirtschaft, Geistes- und Kirchengeschichte – rekonstruieren sie aus den reichen Schriftquellen und dem einstigen Stadtbild, das sich noch in der Gegenwart hinter den vielen alten Kirchen, Wohntürmen und Straßenzügen abzeichnet. Weitere Kapitel sind Trier in der Zeit der Französischen Revolution und anschließend unter preußischer Oberhoheit gewidmet. Eindringlich werden die Besatzungszeit nach dem Ersten Weltkrieg und die Geschichte Triers im Nationalsozialismus geschildert. Den Abschluß bildet die Darstellung der modernen, aber traditionsbewußten Moselmetropole.
Gabriele Clemens lehrt als Privatdozentin Neuere Geschichte und Geschichtliche Landeskunde an der Universität Trier.
An der Universität Trier lehrt auch Lukas Clemens als Professor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. |
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