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... halbes Jahrhundert Hofmaler in Fulda. Ausstellung im Vonderau Museum in Fulda 20.12.2023 bis 25.02.2024. Stasch, Gregor K. Johann Andreas Herrlein (1723-1796). 2023. 160. S. 161 fb. Abb. 26 x 21 cm. EUR 25,00. CHF 28,80 ISBN: 978-3-7319-1412-9 Michael Imhof
Der vor 300 Jahren am 10. Oktober 1723 in Münnerstadt geborene Johann Andreas Herrlein gehört neben Hans Brosamer (um 1500–1554) zu den bedeutendsten im Stift Fulda tätigen Hofmalern. Als 23-jähriger trat er in die Werkstatt seines Schwiegervaters Emanuel Wohlhaubter (1683–1756) ein und blieb bis zum Tod 1796 im Dienst der Fuldaer Fürstäbte, konnte aber seit den 1760er Jahren gleichzeitig auf dem Frankfurter Bildermarkt seine Werke erfolgreich vermarkten. Das Jubiläum gibt den Anlass, dem Werk des Hofmalers eine Ausstellung im Vonderau Museum Fulda zu veranstalten. Das vorliegende Buch ist der dazugehörige Katalog.
Das Maß ist die Wissenschaft. Gedenkschrift für Hans Joachim Schalles. Grüßinger, Ralf; Schmitz, Dirk. 2024. 208. S. 29,7 x 21,5 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1383-2 Michael Imhof
Die moderne Archäologie hat viele Facetten. Das zeigt einmal mehr die Gedenkschrift für Hans-Joachim Schalles, den Xantener Wissenschaftler und langjährigen Museumsleiter.
Archäologinnen und Archäologen, die dem Verstorbenen eng verbunden waren, präsentieren eine rätselhafte Minerva, ausgewählte Funde aus Ausgrabungen auf dem Gebiet der Colonia Ulpia Traiana (Xanten) und den jüngst entdeckten Zierbeschlag einer römischen Schwertscheide aus den Niederlanden. Welche Funktion hatte ein geheimnisvoller Tunnel in der römischen Stadtmauer von Köln und was verbirgt sich hinter einer kleinen Gruppe römischer Gräber nördlich der Colonia? Wir erfahren Wissenswertes über die Anfänge der Xantener Antikensammlung, Überraschendes zum Inhalt des mittelalterlichen Viktorschreins im Xantener Dom und lernen archäologische Ferienkurse kennen, die Archäologen für Lehrer im Deutschen Kaiserreich ausrichteten.
Die Gedenkschrift, die sich der Archäologie der römischen Provinz Niedergermanien, der Rezeptionsgeschichte und Bodendenkmalpflege widmet, ist ein Spiegelbild der vielfältigen Forschungsinteressen von Hans-Joachim Schalles.
Sinn und Sinnlichkeit in der Kunst. Festschrift für Roland Kanz. Hrsg.: Boeßenecker, Helen; Mayer, Gernot; Alberth, Wolfgang. 2023. 156. S. 5 Abb., 65 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1308-5 Michael Imhof
Der vorliegende Band widmet sich dem vieldiskutierten Themenfeld Sinn und Sinnlichkeit in der Kunst. Aus unterschiedlichen methodischen Perspektiven und in einem breiten thematischen und gattungsübergreifenden Spektrum, das von mittelalterlicher Wandmalerei bis zu den digitalen Bildkulturen reicht, gehen die Beiträge der Frage nach Sinn und Sinnhaftigkeit, den Sinnen und sinnlicher Wahrnehmung nach. Gewidmet ist der Band Roland Kanz, seit 2002 Lehrstuhlinhaber für Allgemeine Kunstgeschichte an der Universität Bonn, der Fragen nach ästhetischer Wahrnehmung und Geschmacksbildung, der Allianz der Sinne und den sinnlichen Dimensionen von Kunstwerken mit Nachdruck verfolgt.
Steinzeugen / Niemi Swiadkowie. Fotografien mittelalterlicher Architektur zwischen Stettin, Danzig und Königsberg / Fotografie architektury sredniowiecznej miyadzy Szczecinem, Gdanskiem i Królewcem. Hrsg.: Herrmann, Christofer. Deutsch; Polnisch. 2024. 64. S. 52 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 12,80. CHF 14,70 ISBN: 978-3-7319-1400-6 Michael Imhof
Historische Bauwerke sind eindrucksvolle steinerne Zeugen der Vergangenheit. Die Ereignisse und Begebenheiten der zurückliegenden Jahrhunderte haben unterschiedlichste Spuren und Zeichen auf der materiellen Oberfläche der Baudenkmäler hinterlassen. Dies zeigt sich auch eindrucksvoll in der Landschaft der historischen Gebiete von Hinterpommern, Neumark, Ost- und Westpreußen (dem mittelalterlichen Deutschordensland). Der Katalog STEINZEUGEN des Kunsthistorikers Christofer Herrmann zeigt die Schönheit und Präsenz der Gemäuer vergangener Epochen aus verschiedenen Perspektiven.
Alte Meister que(e)r gelesen. Ausstellung in Schloss Wilhelmshöhe, Kassel, bis 24. März 2024, Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel (71). Lange, Justus; Rotter, Malena. Hrsg.: Hessen Kassel Heritage. 2023. 192 S. 5 Abb., 92 fb. Abb. 28 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1373-3 Michael Imhof
Die Ausstellung und der gleichnamige Begleitband stellen den historisch gewachsenen Sammlungsbeständen Fragen aus aktuellen gesellschaftlichen Diskursen gegenüber: Welche alternativen Lebensentwürfe, Sexualitäten, Körper- und Geschlechterverständnisse zeichnen sich in den Werken der Alten Meister ab, die wir heute im Begriff „queer“ summieren würden? Und wo lassen sich die modernen Betrachterinnen und Betrachter vielleicht auch durch die eigene Sozialisierung leiten?
Eine Auswahl unterschiedlicher Objekte von der Antike bis ca. 1800 soll in bewusst offener Perspektive sowohl Bildthemen jenseits der Norm als auch das Potenzial konventioneller Motive in Bezug auf queere Lesarten hinterfragen. Der Band greift sowohl Objekte der Ausstellung heraus und widmet sich ihnen im Detail, spannt aber auch den Bogen zur zeitgenössischen queeren Lebenswelt in Kassel. Die unterschiedlichen Arten der Beiträge von Katalogtexten bis zu Interviews soll der Vielschichtigkeit der Thematik gerecht werden und öffnet den Raum für eigene Erkundungen der Mehrdeutigkeit der historischen Bildsprache.
Zur Fröligkeit componirt. Jahrbuch der Coburger Landesstiftung (66). Hrsg.: Coburger Landesstiftung. Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck. 2023. 384 S. 44 Abb., 168 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 45,00. CHF 51,80 ISBN: 978-3-7319-1396-2 Michael Imhof
Der Coburger Hofkapellmeister Melchior Franck (um 1579–1639) war einer der produktivsten deutschen Komponisten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts und prägte maßgeblich die deutschsprachige Liedkultur. Zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten, zählen seine vielfältigen geistlichen und weltlichen, vokalen und instrumentalen Kompositionen heute längst wieder zum Standardrepertoire Alter Musik. Eine umfassende Würdigung seines Schaffens steht indes noch aus. Der vorliegende Band bietet hierzu Ansätze.
Einleitende Fragen widmen sich der Entwicklung der mitteldeutschen Hofkantoreien im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert, den spezifischen Interessen von Francks Dienstherrn Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg und der in Teilen ungeklärten Biographie Melchior Francks. Im Zentrum der Beiträge stehen Francks Werk und musikalische Entwicklung, dabei speziell auch seine zahlreichen Gelegenheitskompositionen, mit denen er sein weit gefächertes Netzwerk Adeliger und wohlhabender Bürger pflegte. Betrachtet werden zudem Francks Wiederentdeckung seit dem späten 19. Jahrhundert sowie die Herausforderungen historischer Aufführungspraxis.
Weitere Beiträge des Jahrbuchs widmen sich dem eindrucksvollen, großenteils auf Johann Casimir zurückgehenden Bestand an Harnischen in den Kunstsammlungen der Veste Coburg sowie der gemeinschaftlichen Herrschaftsrepräsentation der Fürstenbrüder Johann Casimir und Johann Ernst.
Linien aus Ostasien. Japanische und chinesische Kunst auf Papier. Hrsg.: Pollack, Susanne; Thomsen, Hans Bjarne; Graphische Sammlung ETH Zürich. 2023. 176 S. 2 Abb., 149 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1301-6 Michael Imhof
Japanische und chinesische Farbholzschnitte gehören zu jenen Bildern, die ästhetisch unmittelbar anziehend sind. Um sich von den filigranen Linien, den schattenlosen flächigen Mustern oder den kühnen Bildausschnitten sofort hinreißen zu lassen, muss man kein profundes Hintergrundwissen mitbringen. Und doch, wer mehr weiß, wird noch viel mehr sehen.
In dem Buch werden anhand des so hochkarätig wie vielfältigen Ostasiatika-Bestandes der Graphischen Sammlung ETH Zürich interessierte Laien mit auf eine Entdeckungsreise genommen. Die Lektüre soll dazu befähigen, von einem lediglich faszinierten zu einem wissenden Betrachter zu werden, der wiederkehrende Merkmale sicher erkennt und einordnen kann.
Das Buch ist das Ergebnis einer ertragreichen Zusammenarbeit zwischen der Graphischen Sammlung ETH Zürich und dem Lehrstuhl für Ostasiatische Kunstgeschichte der Universität Zürich.
Die Lukasbrüder in Wien. Akademiestudium, Mittelalterrezeption, Maltechnik. Hrsg.: Reinkowski-Häfner, Eva; Hrsg.: Bastek, Alexander. 2023. 176 S. 21 Abb., 136 fb. Abb. 28 x 23 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1320-7 Michael Imhof
Die Aufsätze in diesem Band geben neue Einsichten in die bereits vielmals besprochene Zeit der Lukasbrüder an der Wiener Akademie und die künstlerische Entfaltung der jungen Akademieschüler Johann Friedrich Overbeck, Franz Pforr, Josef Wintergerst, Ludwig Vogel, Josef Sutter und Konrad Hottinger. Das sind zugleich die Anfänge einer romantischen Malerei, die sich explizit religiösen und patriotischen Themen zuwandte und zwar im Rekurs auf die Malerei der alten Meister, insbesondere Dürers und Raffaels. Es lohnt sich, die ersten Schritte dieser Künstlergruppe noch einmal näher zu betrachten, da ihre Konzepte und Bildideen die Malerei des gesamten 19. Jahrhundert prägten.
Nicht nur die Wiederentdeckung alter Maltechniken, sondern auch die Beschäftigung mit der Geschichte der Kunst und das gemeinsame Zeichnen machen die Lukasbrüder exemplarisch für das Werden der Romantik. In Wien erprobten die Lukasbrüder Verfahren des kollektiven Arbeitens und der produktiven Auseinandersetzung mit Religion und Geschichte.
Michael Thimann macht deutlich, dass die Künstler an der romantischen Wiederentdeckung des Mittelalters partizipierten, wie sie sich auch in den Schriften Friedrich Schlegels offenbart. Erstmals wird nun eingehend untersucht, wie sich diese ideengeschichtliche Wende auch materiell in der Werkpraxis und Maltechnik der Lukasbrüder niederschlug. Eva Reinkowski-Häfner konnte im von der DFG geförderten Projekt „Kunsttechnologische Forschungen zur Staffeleimalerei der Nazarener“ nachweisen, dass sich die Orientierung an der Malerei der „alten Maler“ auch auf die Maltechnik und Materialverwendung der jungen Schüler auswirkte, wobei sie bereits in den ersten Anfängen eine künstlerische und maltechnische Individualität ausbildeten.
Pommern - Land am Meer. Katalog zur Landesgeschichtlichen Dauerausstellung des Pommerschen Landesmuseums, Greifswald. Hrsg.: Dehnert, Gunter; Krüger, Joachim; Pommersches Landesmuseum, Greifswald. 2023. 280 S. 238 fb. Abb., 2 Abb. 26 x 22 cm. EUR 24,90. CHF 28,60 ISBN: 978-3-7319-1395-5 Michael Imhof
Die Stiftung Pommersches Landesmuseum wurde 1996 gegründet. Erst nach der Wiedervereinigung war es möglich geworden, das Museum in Greifswald und damit in Pommern selbst zu realisieren. Im Jahr 2005 übergab man die gesamte, aus sechs Häusern und vier Außenanlagen bestehende Einrichtung der Öffentlichkeit. Etappenweise folgten die einzelnen Abteilungen der landesgeschichtlichen Dauerausstellung, ¬zuletzt im April 2021 die „Geschichte Pommerns im 20. Jahrhundert“ als neuester Teil.
Der vorliegende Ausstellungskatalog wirft in kurzen Essays Schlaglichter auf die Epochen der pommerschen Geschichte mit ihren zahlreichen Brüchen und Kontinuitäten vom Ende der letzten Eiszeit bis zum Beitritt Polens zum Schengen-Raum 2007. Herausragende Exponate werden ausführlich in Wort und Bild vorgestellt.
Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. Tätigkeitsbericht 2022. Hrsg.: Weniger, Matthias; Fuhrmeister, Christian; Korn, Julia Maria; Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern. 2023. 160 S. 92 fb. Abb., 4 Abb. 24 x 17 cm. EUR 14,95. CHF 17,20 ISBN: 978-3-7319-1376-4 Michael Imhof
Im 2015 gegründeten Forschungsverbund Provenienzforschung Bayern arbeiten aktuell an die 30 staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen aus dem gesamten Freistaat zusammen.
In dem Band geben sie einen Überblick über ihre Aktivitäten im Jahr 2022. Für die aktuelle Ausgabe wurden Struktur und Gestaltung überarbeitet.
Leonhard Christoph Sturm. Theorie und Praxis der Architektur im frühen 18. Jahrhundert. Hrsg.: Zalewski, Paul; von Engelberg, Meinrad. 2023. 240 S. 84 fb. Abb., 24 Abb. 29 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1327-6 Michael Imhof
Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) ist heute vor allem als einer der einflussreichsten deutschen Architekturtheoretiker seiner Zeit bekannt.
Die von Sturm und seinem ‚geistigen Vater‘ Nicolaus Goldmann entwickelten Ideen gelten als das umfangreichste Konzept einer Architekturtheorie im deutschsprachigen Raum – als eine den italienischen und französischen Werken ebenbürtige Architekturlehre.
Sturm war aber noch viel mehr und anderes: Mathematikprofessor und streitbarer theologischer Laie, Reisender, vielgelesener Verfasser von Lehrbüchern und zuletzt auch praktizierender Architekt.
Um dieser vielschichtigen, widersprüchlichen und bis heute in ihrer Bedeutung umstrittenen Figur gerecht zu werden, versammelt der Band Beiträge von 15 Autorinnen und Auto¬ren aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz, die Leonhard Christoph Sturms Leben und Werk mithilfe ganz unterschiedlicher Perspektiven und Fragestellungen in den Blick nehmen.
Die Zusammenschau der vielseitigen Untersuchungen, der 82 meist farbigen Abbildungen und der präsentierten Quellenfunde bietet ein neues, differenziertes Bild von einem der interessantesten Protagonisten der Barockzeit in Norddeutschland.
Geschichte - Deutung - Wirkung. Schriftenreihe der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz (12). Hrsg.: von Welck, Karin; Ranft, Andreas. Das Cranach-Triegel-Retabel im Westchor des Naumburger Doms. 2023. 192 S. 7 Abb., 140 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1359-7 Michael Imhof
Der Naumburger Dom wurde 2018 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingeschrieben. Ausschlaggebend war die Feststellung, dass es sich bei den Arbeiten des Naumburger Meisters, der die Kathedrale um das Jahr 1250 mit dem Westchor vollendete, um ein Meisterwerk der menschlichen Schöpferkraft handelt. Der Westchor mit seinem berühmten Skulpturenzyklus stand von Beginn an unter dem Patrozinium der heiligen Gottesmutter Maria, der auch sein Hauptaltar gewidmet war. Der Naumburger Bischof Johannes von Schönberg († 1517) bestimmte den Westchor zu seiner Grabkapelle und stattete in diesem Zusammenhang den Marienaltar mit einem neuen großen Retabel aus, das bei Lucas Cranach d. Ä. in Wittenberg in Auftrag gegeben wurde. Während eines Bildersturms im Jahr 1541 wurde es seines zentralen Marienbildes beraubt, während die beiden Flügel in den folgenden Jahrhunderten im gegenüberliegenden Ostchor Aufstellung fanden. Im Auftrag der Vereinigten Domstifter schuf der bekannte Leipziger Maler Michael Triegel ein neues Mittelbild mit Maria und Jesuskind. Harmonisch zusammengeführt mit den originalen Flügeln von Lucas Cranach wurde das Retabel im Juli 2022 seiner liturgischen Nutzung übergeben. Die Aufstellung des Cranach-Triegel-Retabels führte deutschlandweit zu einer Debatte über die Frage der Bedingungen eines lebendigen Welterbes im 21. Jahrhundert.
Das Depot der Zukunft. Das Zentrale Kunstdepot der Städtischen Museen Freiburg. Hrsg.: Dürrenberger, Edgar; Götzmann, Jutta; von Stockhausen, Tilmann; Stadt Freiburg. 2023. 160 S. 109 fb. Abb., 10 Abb. 28 x 24 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1329-0 Michael Imhof
Im Mai 2012 wurde das Zentrale Kunstdepot der Städtischen Museen Freiburg in Betrieb genommen. Errichtet unter den Vorgaben von Passivhaus-, Plus-Energie- und Null-Emissionsgebäude-Standard, sollte es aus der Perspektive der energetischen Effizienz, der ökologischen Nachhaltigkeit und der präventiven Konservierung weit in die Zukunft weisen. Diese Zukunft ist nun auf ganz andere Art, schneller und krisenhafter als erwartet, eingetreten. Durch den Lockdown in der Pandemie stieg die Nachfrage nach digitalem Zugang zu Kultur und nach digitaler Präsenz deutlich an. Die Funktionalitäten und die effiziente Infrastruktur des Depots ermöglichte es den Museen, dem gerecht zu werden. Auch die Verknappung und Verteuerung fossiler Energieträger sowie die wachsende Kritik an ihrer Nutzung wurden bei der Planung schon vorausgesehen und berücksichtigt. Vor allem aber bot und bietet das Zentrale Kunstdepot die bisher nie dagewesene Möglichkeit, den Sammlungsbestand der Städtischen Museen Freiburg von Grund auf neu zu sichten und einer Bilanz zu unterziehen.
Beiträge zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Areals als jüdisches Kulturerbe. Kleine Schriften der Bet Tfila (5). Hrsg.: Brämer, Andreas; Fauerbach, Ulrike. Die Große Synagoge am Bornplatz in Hamburg. 2023. 114 S. 38 fb. Abb., 42 Abb. 26 x 21 cm. EUR 19,95. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7319-1351-1 Michael Imhof
Am Bornplatz im Hamburger Grindelviertel war 1906 die Große Synagoge eingeweiht worden, in der die orthodoxen jüdischen Gläubigen der Elbmetropole bis zur Reichspogromnacht im November 1938 ihr gemeinschaftliches Gebet verrichteten. 1939 wurde der Gebäudekomplex zwangsweise abgerissen. Der Sammelband befasst sich mit der Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Platzes (heute Joseph-Carlebach-Platz), der seit 1988 die Aufgabe eines zentralen Gedenkorts zur Erinnerung an die Verfolgung jüdischer Hamburgerinnen und Hamburger während des Nationalsozialismus erfüllt, auf dem in den kommenden Jahren aber erneut ein neues Gotteshaus entstehen wird, das den Mitgliedern der hiesigen Jüdischen Gemeinde als religiöser Lebensmittelpunkt dienen soll. Die vorliegende Publikation präsentiert Texte, die unterschiedliche Aspekte der Architekturgeschichte dieses Areals beleuchten, aber auch die derzeitigen Planungen zur Wiederbebauung aufgreifen.
Beiträge des 16. Konservierungswissenschaftliche Kolloquiums in Berlin/Brandenburg am 17. November 2023 im Paulikloster in Brandenburg an der Havel. Arbeitshefte des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums (66). Hrsg.: Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum. Energiebedarf und Kulturguterhalt. Deutsch; Englisch. 2023. 112 S. 86 fb. Abb., 3 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1356-6 Michael Imhof
Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die Beiträge des 16. Konservierungswissenschaftlichen Kolloquiums Berlin-Brandenburg zum Thema „Wie wenig ist genug - Energiebedarf und Kulturguterhalt“.
In der Politik und der Öffentlichkeit werden die Themen Klimawandel und Denkmalpflege oft gegeneinander ausgespielt. Dabei wird die intensivere Energieerzeugung durch erneuerbare Ressourcen gegen die Erhaltung und Wahrnehmung von Kulturlandschaften gesetzt. Die Beiträge in dieser Publikation nehmen die „andere Seite der Medaille“ in den Blick – den Energiebedarf von Museen und genutzten denkmalgeschützten Gebäuden mit ihren besonderen Anforderungen an das Umgebungsklima wertvollen Kulturgutes.
Um den ökologischen Fußabdruck einer Kulturinstitution zu messen, ist es wichtig, eine Klimabilanz zu erstellen. Wie passen die Rahmenvorgaben für einen „klimaneutralen Gebäudebestand“, „energetische Sanierung“ und energieeffiziente Temperierung zu den Erhaltungsbedingungen von Kunst- und Kulturgut und zur Erhaltung von prägender Substanz der Gebäudehülle?
Die Diskussion dieser Fragen wird durch praxisnahe Beiträge von Experten aus Restaurierung, Architektur, Naturwissenschaften, Bauphysik und Bauingenieur-wesen angeregt. Dabei wird deutlich, dass eine Differenzierung zwischen den unterschiedlichen Anforderungen zur Erhaltung der jeweiligen Objekte bzw. raumspezifischen Nutzungsanforderungen für die Regulierung des Umgebungs-klimas eine wesentliche Reduzierung des eingesetzten Energieaufwandes bedeuten kann. Dies kann z.B. durch veränderte Anforderungen an das bauphysikalische Verhalten von Gebäuden und Gebäudeteilen oder Anpassung der Anforderungen an die Regulierung kleinerer Bereiche erfolgen.
Galka Scheyer. Ein Leben für Kunst und Kreativität. Hrsg.: Holzgang, Gilbert. 352 S. 275 fb. Abb., 15 Abb. 30 x 24 cm. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2023. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1366-5 Michael Imhof
Feininger, Jawlensky, Kandinsky, Klee – diese Maler der Klassischen Moderne verdanken Emmy Esther Scheyer (1889–1945) viel. Selbst eine begabte Malerin, entflammt sie geradezu für die Kunst von Jawlensky, der sie Galka nennt. 1924 gründet sie mit ihm und seinen Bauhauskollegen die „Blaue Vier“, um sie in Amerika mit Ausstellungen und Vorträgen bekannt zu machen. „Es ist lebensbejahend, Pläne zu machen, wird es dann nichts, kommt was anderes. Aber Luftschlösser retten vor dem Untergang, der Mutlosigkeit heißt und Sünde ist“, schreibt die „Ministerin“ ihren „vier blauen Königen“. Außerdem verhilft sie Kindern und Jugendlichen zur eigenen Kreativität. Ihr filmreifes Leben endet in Hollywood.
Mit 300 Abbildungen, Briefen, Ausschnitten aus Tagebüchern und Aussagen von Zeitgenossen zeichnet Gilbert Holzgang das Porträt der leidenschaftlichen Pionierin, Kunstvermittlerin und Netzwerkerin. Für seine Forschungen und Theaterstücke wurde er mit dem niedersächsischen Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
On the Verge of Nothing. Franz Erhard Walther. Hrsg.: Jehn, Elisabeth Anna. Deutsch; Englisch. 2023. 48 S. 24 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-1394-8 Michael Imhof
In den frühen 1960er Jahren wird anhand einer Reihe innovativer Kunstentwürfe Franz Erhard Walthers neues Kunstverständnis deutlich. Die Werke zeichnen sich durch eine radikale Leere aus. Ausgehend von einem Gespräch mit Franz Erhard Walther zeigt die Publikation auf, wie prägend das Abwesende für eben dieses neue Kunstverständnis ist. Es ist ein Drahtseilakt an der Grenze zum Nichts.
Canops. Möbel von Welt für Karl III. von Spanien (1759?1788). Hrsg.: Heinze, Daniela; Stiegel, Achim; Kunstgewerbemuseum – Staatliche Museen zu Berlin. 2023. 368 S. 339 sw. Abb., 193 fb. Abb. 29,5 x 24,2 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1368-9 Michael Imhof
Das weitgehend unbekannte Werk des deutschstämmigen Ebenisten José Canops (geb. Joseph Cnops, 1733–1814) und seiner Madrider Hofwerkstatt zählt zu den Glanzleistungen der europäischen Möbelkunst.
Der Maler Mattia Gasparini entwickelte unter ihrer Mitarbeit für Karl III. einen fulminanten Rokokodekor: eine wahrhaft europäische Schöpfung, die sich aus italienischen Traditionen, dem Vorbild des Pariser Luxus sowie der Begeisterung für die exotischen Welten Asiens speist. In den Möbeln und Boiserien von José Canops vereinigt sich dies mit der Präzision deutschen Tischlerhandwerks und dem Reichtum der spanischen kolonialen Welt.
Ausgangspunkt von Ausstellung und Publikation ist die Erwerbung eines prachtvollen Schreibmöbels von José Canops für das Berliner Kunstgewerbemuseum. Mit aufwendigen Neuaufnahmen und zuvor nie gezeigten Leihgaben aus den spanischen königlichen Sammlungen in Madrid, dem Patrimonio Nacional, eröffnet sich dem deutschen wie internationalen Publikum ein bisher verborgener Kosmos.
Gemischtes Doppel – Die Molls und die Purrmanns. Zwei Künstlerpaare der Moderne. Hrsg.: Zieglgänsberger, Roman; Unter Mitarbeit von Billeter, Felix. 2023. 232 S. 179 fb. Abb. 26,5 x 22 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1354-2 Michael Imhof
Der Katalog stellt die beiden Künstlerpaare Moll und Purrmann erstmals in ihrer parallel verlaufenden künstlerischen Entwicklung vor. Marg und Oskar Moll sowie Hans und Mathilde Purrmann waren nicht nur zeitweise freundschaftlich eng verbunden und kurz nach der Jahrhundertwende Teil jener Bewegung, die dem deutschen Impressionismus zu mehr Expressivität verhalf, sondern gründeten 1908 in Paris zusammen mit weiteren Engagierten die hoch frequentierte Académie Matisse. Damit hatten sie größten Anteil daran, dass die Kunst ihres weltberühmten Lehrers und geschätzten Freundes Henri Matisse sehr bald auch in Deutschland rezipiert wur¬de und Eingang in zahlreiche Sammlungen fand.
Gartenhäuser im Rheinland. Ein Führer zu den Kleinarchitekturen in Parks und Gärten. Engelen, Petra; Hasekamp, Uta; Heckner, Ulrike; Notarius, Christina. Hrsg.: Dr. Andrea, Pufke; Landschaftsverband Rheinland. 2023. 320 S. 336 fb. Abb.84 sw. Abb. 24,2 x 16,7 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1363-4 Michael Imhof
In den letzten Jahrzehnten hat das LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland zahlreiche Gartenhäuser dokumentiert und in manchen Fällen ihre Restaurierung begleitet. In Renaissancehäuschen und barocken Pavillons, klassizistischen Rundtempeln und fremdländischen Architekturen, Gebäuden im bergischen Stil, des Historismus oder der Moderne spiegeln sich Architektur- und Gartenge¬schichte. Die meisten dieser kleinen Bauwerke werden heute noch genutzt, viele werden von ihren Besitzern liebevoll gepflegt oder mit großem Engagement restauriert. Andere aber sind durch Vernachlässigung und Vandalismus akut gefährdet.
Das vorliegende Buch würdigt die vielfältige Gattung kostbarer Kleinarchitekturen anhand von mehr als 90 Beispielen in kleineren und größeren Gärten in oder vor der Stadt, Klostergärten, weitläufigen Parks oder auch der freien Landschaft. Es lädt ein zu einer Rundreise mit wunderbaren Schauplätzen im Rheinland.
 
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