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Epochen

Johann Gottfried Schadow – BerĂŒhrende Formen
Dieses Katalogbuch dokumentiert nicht nur die aktuelle Sonderausstellung in der Alten Nationalgalerie in Berlin zum BegrĂŒnder der Berliner Bildhauer*innenschule („Johann Gottfried Schadow. BerĂŒhrende Formen“, vom 21. Oktober 2022 – 19. Februar 2023), sondern auch wesentlich den ... [weiter]
 
Die Zisterzienser und das Wasser
Wir sollten uns erinnern! Angesichts der Klimakatastrophe ist das Wasser wieder ein kostbares Gut. Manches mal kommt zu viel vom Himmel, ein anderes Mal zu wenig. Wie kostbar das Wasser und seine Nutzung ist, wussten im Mittelalter schon die Zisterzienser. Wasser war ein zentraler Standortfaktor ... [weiter]
 
Die vornehmsten Meister der Landschaftsmalerei
Warum sind manche KĂŒnstler berĂŒhmter als andere? Und wie kam es dazu, dass sich bestimmte Bilder stĂ€rker in unser kollektives BildgedĂ€chtnis eingeprĂ€gt haben als andere? Das war im 18. Jahrhundert nicht anders als heute, die einen KĂŒnstler wurden durch sich verbreitende Werbung und durch ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Die Konstruktion der ,Anderen?. Barbarenbilder in den Briefen des Sidonius Apollinaris. Egetenmeyr, Veronika. Philippika (165). Deutsch. 2022. 452 S. 6 Abb., 9 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-39320-1 Harrassowitz Verlag
Sidonius Apollinaris war Politiker, Bischof, Dichter und Mitglied einer selbstbewussten gallo-römischen Aristokratie. Er gehört zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des 5. Jahrhunderts in Gallien. Sein Leben – geprĂ€gt von der zunehmenden Desintegration des Römischen Reiches – spiegelt sich in seinen Briefen. In diesen berichtet er von politischen VertrĂ€gen, Intrigen, Freundschaftskonventionen und verarbeitet die VerĂ€nderungen seiner patria symbolisiert durch die reale und literarische PrĂ€senz von „Barbaren“. Mithilfe eines theoretischen RahmengerĂŒstes, das Konzepte von AlteritĂ€ten, IdentitĂ€ten und Tradition miteinander verbindet, analysiert Veronika Egetenmeyr in ihrer Studie die von Sidonius stammenden und selbst zur öffentlichen Zirkulation vorgesehenen Briefe systematisch. Der „Barbar“ erscheint so als ein literarisches Konstrukt, das einer Reihe von Bedingungen unterworfen ist und das keineswegs dichotomisch aufgelöst werden kann. Der ebenso strikte wie paradigmatische Gegensatz zwischen ‚römisch‘ und „barbarisch“ lĂ€sst sich in den Briefen des Sidonius Apollinaris nicht aufrechterhalten. Je nach Briefkontext und Leserschaft verĂ€ndert sich nicht nur das Bild des „Barbaren“, sondern auch die literarische IdentitĂ€t des Autors. Am Ende erscheint der Briefautor Sidonius als eine multiple Persönlichkeit. Der wahre Sidonius hingegen verbleibt in selbst gewĂ€hlter obscuritas.
Mediale Zeichnungen von Michelangelo Merisi da Caravaggio. RĂŒckenbeachtung des Unkenwesens. Hautberg, Mutter. Deutsch. 2022. 36 S. 19 x 12 cm. Pb. EUR 19,99. CHF 28,50 ISBN: 978-3-7568-8413-1
Christus Anapeson. Bild und Liturgie. Studer-Karlen, Manuela. Deutsch. 2022. 460 S. 9 Abb.158 fb. Abb. 28,5 x 20,5 cm. EUR 96,00. CHF 96,00 ISBN: 978-3-7965-4604-4
Die Chronologiemaschine. Barbeu-Dubourgs Aufbruch in die historiografische Moderne. Schmidt-Burkhardt, Astrit. Deutsch. 2022. 256 S. meist fb. Abb. 31 x 24 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-86732-606-3 Lukas
Paris, 1753: Das Jahr verlief wenig denkwĂŒrdig in Frankreich – kein Regierungswechsel, kein Krieg, keine Naturkatastrophe. Doch was wird zu Geschichte? Wer sind ihre Protagonisten, was wird ĂŒberliefert – und das vom Anbeginn der Zeiten? Nichts weniger als das wollte der Arzt und Universalgelehrte Jacques Barbeu-Dubourg (1709–1779) verzeichnen, grafisch visualisieren und so verfĂŒgbar machen. Dazu erfand er eine Maschine aus Papier und Leim: die Chronologiemaschine.
Mittels dieses sensationellen Apparats gelang es, die in ein horizontales Bildpanorama aus drei Dutzend Kupferdrucken mit weit ĂŒber sechzehn Metern LĂ€nge ĂŒbersetzte Universalhistorie schauend-lernend abzurollen. Mehr noch: Im Vorfeld der Französischen Revolution blickte Barbeu-Dubourg offenen Auges sogar in die Zukunft. Zwei Medienepochen und gut eineinhalb Jahrhunderte spĂ€ter flimmert schließlich das, was im Zeichen der AufklĂ€rung und im Umfeld Denis Diderots als chronografische Dramaturgie entworfen worden war, in Filmtheatern als Geschichtsthriller ĂŒber GroßleinwĂ€nde. Die Chronologiemaschine nahm in vordigitalen Zeiten sogar das Scrollen durchs Internet vorweg. Heute ist sie beinahe vergessen, von ihr existiert nur mehr ein einziges Exemplar. Doch Papier ist geduldig, und nun kann dieses famose Kuriosum durch den langen Forscheratem und das detektivische GespĂŒr der Autorin in Buchform wiederentdeckt werden.
Das Mammisi von Edfu. Inschriften, Dekorationsprogramm, Architektur und Theologie eines Ă€gyptischen Geburtstempels der PtolemĂ€erzeit. Band I Dokumentation: PlĂ€ne, Übersichten, Zeichnungen, Photos. Bartels, Uwe; Budde, Dagmar. Ägyptologische Abhandlungen (78). Deutsch. 2022. 476 S. 16 fb. Abb. 172 Phototafeln, 24 PlĂ€ne, 186 Tafeln, 43 Übersichten. 297 x 21 cm. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-39324-9 Harrassowitz Verlag
Das Mammisi von Edfu zĂ€hlt zu den am besten erhaltenen GeburtshĂ€usern Ägyptens. Es stammt aus der spĂ€ten PtolemĂ€erzeit und gehört zum Bezirk des Horustempels. Obwohl die Texte und Bilder des Mammisis seit langer Zeit publiziert sind, ist es kaum erforscht worden. Wie lohnend eine BeschĂ€ftigung ist, zeigt das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt von Dagmar Budde, das sich von 2016-2022 mit dem Bauwerk befaßt hat.
Die Dokumentation ist der erste von insgesamt fĂŒnf BĂ€nden, die in ihrer Gesamtheit das Mammisi erschließen. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Uwe Bartels erstellt, der von zahlreichen Reliefs neue Zeichnungen angefertigt hat, die, im Unterschied zur alten Publikation von Émile Chassinat, Hieroglyphen integrieren und Dekorationsmuster aufzeigen. Erstmals werden PlĂ€ne der RĂ€ume und Rekonstruktionen vorgelegt, die zu einem besseren VerstĂ€ndnis der Architektur beitragen und fallweise bisher unbekanntes Material offenbaren. Zusammenstellungen der im Mammisi vertretenen Ritualszenen, der dargestellten Kronen, Waffen oder Musikanten geben einen Eindruck von der Themenvielfalt der Dekoration. Zusammen mit rund 200 Phototafeln sowie mit Übersichten – etwa zur Verteilung der Szenen und Texte oder zu den Dekorationsschemata der Bauteile – bildet der Band den Ausgangspunkt fĂŒr die folgende Übersetzung der Inschriften und die Gesamtinterpretation des Mammisis.
Der »Wirtschaftskomplex« im Deir Anba Hadra (Assuan?/?Ägypten). Lebensmittelverarbeitung in einem oberĂ€gyptischen Kloster. Olschok, Sebastian. 2022. 232 S. 111 Abb. 30 x 21 cm. EUR 49,00. CHF 50,40 ISBN: 978-3-88467-353-9
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