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Epochen

Kunst und Handwerk aus Ägyptens goldener Zeit
Der Titel weckt sicher bei jedem Leser unterschiedliche Reaktionen und Erwartungen: Ein Katalog zu einer Ausstellung zur formativen Phase Ägyptens, zum Zeitalter der großen Pyramiden – oder gar zur Amarna-Zeit? Tatsächlich vereint der Katalogband aus der Feder der Ägyptologen Hermann A. Schlögl und ... [weiter]
 
Die Himmelsscheibe von Nebra
Nicht weniger als einen aktuellen Tatsachenroman der Archäologie wollten die beiden Verfasser vorlegen, ganz im Sinne der Idee des Bestsellerautors K. W. Marek, besser bekannt als C. W. Ceram. Doch kann dies gelingen, wenn man gerade die sonst im Fokus stehenden Hochkulturen des Vorderen Orients ... [weiter]
 
Paul Gauguin - Künstler und Kosmopolit
Wer kennt sie nicht, Paul Gauguins (1848–1903) kraftvolle, vielschichtige Südseebilder und leuchtende Farben? Zeitlebens sehnt sich der Künstler danach, das Paradies auf Erden zu finden. Diese Sehnsucht treibt ihn ständig in die Welt, zu alten oder neuen Freunden, die ihm Herberge und ... [weiter]
 
[weitere Rezensionen]


Neuerscheinungen

al-Andalus. Geschichte des islamischen Spanien. Catlos, Brian A. Übersetzt von Seuß, Rita. 2019. 491 S. 21 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 29,95. ISBN: 978-3-406-74233-0 C. H. Beck
"Schwungvoll, sachkundig und originell: Dies ist die Schlüsselgeschichte des Maurischen Spanien." Elizabeth Drayson, University of Cambridge
Muslime, Christen und Juden schufen im Süden Spaniens über acht Jahrhunderte hinweg eine höchste bemerkenswerte Zivilisation, deren große Zeugnisse - wie die Alhambra - uns mit ihrer überwältigenden Schönheit bis heute in den Bann schlagen. Brian C. Catlos, einer der weltweit besten Kenner, legt eine neue große Darstellung vor, die zeigt, dass al-Andalus weder ein Paradies aufgeklärter Toleranz noch ein Schlachtfeld der Kulturen war. Sein schwungvoll geschriebenes Buch räumt mit Geschichtsmythen auf und belegt eindrucksvoll, wie vielschichtig die Koexistenz der Ethnien und Religionen in diesem einzigartigen Kulturraum war.
Alteuropa. Eine Vorgeschichte unseres Erdteils. Schuchhardt, Carl. 2019. 307 S. 164 Abb. E-Book. EUR 109,95. CHF 109,95 ISBN: 978-3-11-163797-6
Albert Anker. Zeichnungen und Aquarelle. Hrsg.: Vögele, Christoph; Beitr.: Byland, Robin; Messerli, Isabelle; Vögele, Christoph. 2019. 180 S. 120 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Kt. EUR 38,00. CHF 39,10 ISBN: 978-3-85881-660-3 Scheidegger & Spiess
Albert Anker (1831–1910) ist einer der bekanntesten Schweizer Maler überhaupt. Seine Ölgemälde mit Porträts und Szenen des Volkslebens sind in zahlreichen Museen permanent ausgestellt. Deutlich weniger bekannt ist dagegen sein Schaffen auf Papier, dem nun erstmals eine Übersichtsausstellung gewidmet wird. Bei den Zeichnungen in Bleistift, Kohle und Tusche sowie den Aquarellen handelt es sich nicht nur um virtuose, rasche Skizzen und stimmungsvolle Impressionen, sondern auch um detailliert ausgearbeitete Blätter. Darunter finden sich zum Beispiel die Illustrations-Studien zur 1894 bis 1902 erschienenen Ausgabe der Werke Jeremias Gotthelfs.
Die neue Monografie umfasst Albert Ankers ganzen Schaffensraum von den präzisen Zeichnungen des klassizistischen Frühwerks bis zu malerischen Arbeiten in Tusche und Wasserfarbe, denen er sich in seinen letzten Jahren fast ausschliesslich widmete. Aquarelle mit stimmungsvollen Landschaften dokumentieren seine verschiedenen Reisen, Studienblätter seine Tätigkeit als Illustrator und Fayence-Maler. Qualitativ hochstehende eigenständige Blätter zeigen ihn als meisterhaften Zeichner von Menschen und deren Lebensraum.
Klassische Mythologie im Mittelalter. Antikenrezeption in der bildenden Kunst. Rehm, Ulrich. 2019. 488 S. 191 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-412-51587-4
Eine Untersuchung der Darstellungstechnik. Philippika (135). Schunk, Henning. Arrians Indiké. 2019. 316 S. 5 Diagramme, 93 Tabellen. 24 x 17 cm. Kt. EUR 78,00. CHF 80,20 ISBN: 978-3-447-11282-6 Harrassowitz Verlag
Im zweiten nachchristlichen Jahrhundert verfasste Flavius Arrianus eine Geschichte Alexanders d.Gr. (Anabasis); dieser schloss er ein dichotomes Werk über Indien (Indiké) an, in dem er geographische und ethnographische Informationen (Ekbolé) mit der Schilderung der Flottenfahrt des Nearchos (Paráplous) verband. Arrianus gibt an, er folge in seinem Werk dem (heute nicht mehr erhaltenen) Fahrtenbericht, den Nearch ca. 500 Jahre zuvor über seine Fahrt von Indien nach Mesopotamien im Auftrag Alexanders verfasst hatte. Unter anderem aus diesem Grund wurde der Fahrtenbericht in der Moderne als Werk Nearchs angesehen, das Arrian mehr oder weniger wortgetreu in seine Schrift übernommen habe.
Henning Schunk wendet sich in seiner philologisch-literaturwissenschaftlichen Untersuchung gegen eben diese Kompilationsthese und beleuchtet die Frage nach der Originalität der Schrift und damit verbunden nach dem Umgang Arrians mit seinen Quellen. Die Studie vergleicht dafür Arrians literarische Techniken im Paráplous der Indiké – wobei natürlich auch die Ekbolé immer wieder eine Rolle spielt – mit dem literarischen Charakter seiner Anabasis. Auf diese Weise kann gezeigt werden, dass auch der Paráplous eine literarische Komposition Arrians ist. Dabei interpretiert Schunk u.a. nach dem Prinzip des ,close reading‘, zeigt intertextuelle Bezüge auf, stellt Überlegungen zum Adressatenkreis und zur literarischen Gattung an und fragt nach der Autorenintention. Über das Herausarbeiten der nicht nur in der Anabasis, sondern auch in der Indiké enthaltenen Bezüge zu Herodot, Thukydides, Xenophon und Homer kann Schunk zudem aufzeigen, dass sich Arrian auch mit diesem Werk bewusst in historiographische Traditionen einordnet.
Südsee-Bilder. Baessler, Arthur. 2019. 371 S. 26 Abb. E-Book. EUR 119,95. CHF 119,95 ISBN: 978-3-11-167796-5
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