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Epochen

Kunst und Handwerk aus Ägyptens goldener Zeit
Der Titel weckt sicher bei jedem Leser unterschiedliche Reaktionen und Erwartungen: Ein Katalog zu einer Ausstellung zur formativen Phase Ägyptens, zum Zeitalter der großen Pyramiden – oder gar zur Amarna-Zeit? Tatsächlich vereint der Katalogband aus der Feder der Ägyptologen Hermann A. Schlögl und ... [weiter]
 
Die Himmelsscheibe von Nebra
Nicht weniger als einen aktuellen Tatsachenroman der Archäologie wollten die beiden Verfasser vorlegen, ganz im Sinne der Idee des Bestsellerautors K. W. Marek, besser bekannt als C. W. Ceram. Doch kann dies gelingen, wenn man gerade die sonst im Fokus stehenden Hochkulturen des Vorderen Orients ... [weiter]
 
Paul Gauguin - Künstler und Kosmopolit
Wer kennt sie nicht, Paul Gauguins (1848–1903) kraftvolle, vielschichtige Südseebilder und leuchtende Farben? Zeitlebens sehnt sich der Künstler danach, das Paradies auf Erden zu finden. Diese Sehnsucht treibt ihn ständig in die Welt, zu alten oder neuen Freunden, die ihm Herberge und ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Federico Barocci and the Science of Drawing in Early Modem ltaly. Verstegen, Ian. Engl. 2019. 208 S. EUR 27,90. CHF 32,90 ISBN: 978-3-947449-45-3
Pedro Berruguete und das Altarbild in Spanien um 1500. Zur Ästhetik und Semantik transkultureller Aneignungsprozesse. Jakstat, Sven. 2019. 400 S. 270 z. T. fb. Abb. 23 x 16 cm. Engl. Br. EUR 78,00. ISBN: 978-3-7705-6394-4
Carl Bertuch (1777-1815). Verleger und Schriftsteller im klassischen Weimar - PALMBAUM Texte. Kulturgeschichte Bd. 44. Hrsg.: Seifert, Siegfried. 2019. 150 S. 21 x 14 cm. EUR 16,90. ISBN: 978-3-947646-15-9
Der Bordesholmer Altar (1521) und die anderen Werke von Hans Brüggemann. Die Blauen Bücher. Richter, Jan Friedrich. 2019. 64 S. 100 z. T. fb. Abb. 25 x 17 cm. EUR 7,00. ISBN: 978-3-7845-0299-1 Langewiesche - Königstein
1521 (in diesem Jahr stand Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms) wurde der wohl größte Schnitzaltar Norddeutschlands für die Augustiner Chorherren-Stiftskirche in Bordesholm (Kreis Rendsburg) fertiggestellt bis auf die Bemalung der Flügel-Außenseiten (die nie erfolgte). Die Arbeiten könnten um 1515 begonnen haben, zwei Jahre vor Luthers »Thesen-Anschlag« an der Schlosskirche zu Wittenberg. Heute steht der Altar, wie seit 1666, im Dom zu Schleswig, wo der Stifter sein Grab hat.
Als Stifter gilt der (in der Bordesholmer Stiftsschule erzogene) Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (*1471, ab 1523/24 als Friedrich I. König von Dänemark / und Norwegen, †1533), beraten von seinem Kanzler Gottschalk von Ahlefeldt, dem in Bologna ausgebildeten Theologen und ab 1507 auch Bischof von Schleswig.
Dabei sollten die meisten der etwa 400 Figuren des 12,6 Meter hohen Schnitzwerks bis auf wenige Festtage (zumindest den Laien-Besuchern der Kirche) hinter Klappen verborgen bleiben, näm¬lich die Passions-Szenen bis zum „Pfingstwunder“ und Maria als „Himmelskönigin“. Stets sichtbar waren der „Sündenfall“ und die „Wiederkunft Christi“, hier aber ohne das übliche Droh-Potential, dafür Adam und Eva gleich doppelt mit vier renaissancehaft schönen Figuren. Das Programm ist Gegenstand vieler Diskussionen.
Dieses Buch beschreibt nicht nur die etwa 30 Szenen dieses Hauptwerks der Husumer Werkstatt von Meister Hans Brüggemann, sondern auch die anderen »Brüggemann«-Werke. Das Buch weist ferner auf die wich¬tigsten Arbeiten ihrer Nachfolger hin, von denen etliche in Dänemark und Schweden erhalten sind. Das erste »Blaue Buch« über den Bordesholmer Altar hat 1983 Dr. Horst Appuhn herausgegeben und 1987 überarbeitet. Für die vorliegende Ausgabe konnte Dr. Jan Friedrich Richter (Berlin) als Autor gewonnen werden, der 2011 ein kapitales Werk über Hans Brüggemann vorgelegt und zu ihm immer wieder publiziert hat. Mit Richter löst einer der besten »Brüggemann«-Kenner den Text von Appuhn ab. Gleichzeitig wird auf einige der 1987 von Appuhn behandelten Themen aus dem kulturgeschichtlichen Umfeld des Altars in den Bild-Beischriften dieser Ausgabe hingewiesen.
Von den 100 Bildern dieser Ausgabe stammen knapp 30 Farbaufnahmen von Alexander Voss (Altenholz bei Kiel) aus dem Jahr 2008, als der Altar frisch gereinigt worden war, während über 20 Schwarzweiß-Aufnahmen zu der 1953 von Appuhn aufgenommenen Brüggemann-Serie gehören.
So entstand eine anregende Mischung von »alten« und »neuen« Bildern sowie von aktuellen Fakten und teils kontroversen Meinungen, wobei auch alte Legenden referiert, aber als solche identi¬fiziert werden.
Der bald 500 Jahre alte »Kreuzigungs-Altar« erscheint in diesem Buch als ein Appell an die Kraft der Menschen-Freundlichkeit. Selbst das »Jüngste Gericht« droht hier nicht (etwa mit Höllendrachen oder dem Zug der Verdammten), eher lädt es ein zu feiern: die Menschlichkeit sogar der gebrochenen und getriebenen Gestalten, und »unterm Strich«, in den Predellen-Szenen, die Gemeinschaft freundlich-aufgeschlossener Menschen, die das Mahl teilen.
Byzantinische Geschichte. 324-1453. Ostrogorsky, Georg. 2019. 569 S. 8 meist fb. Karten. 21 x 12 cm. Gb. EUR 29,90. ISBN: 978-3-406-39759-2 C. H. Beck
Die byzantinische Geschichte ist zunächst nur ein neues Zeitalter der römischen Geschichte. Doch setzt schon bald ein Tranformationsprozeß ein, der vom alten Imperium Romanum zur Entwicklung eines eigenen byzantinischen Staatswesens führt. Strukturelemente und Triebkräfte dieser Veränderung sind die Verwaltung des Kaiserreichs, die griechische Kultur und der christliche Glaube. Durch ihr Zusammenwirken entsteht eine neue Hochkultur, die mehr als tausend Jahre währt und allen zeitgleichen kulturellen Hervorbringungen des Westens bis zum Hochmittelalter überlegen bleibt. Allerdings geht mit dieser hohen Zeit geistiger und künstlerischer Blüte ein Verfall der imperialen Macht einher. Immer wieder wird der byzantinische Staat militärisch herausgefordert. Die Angreifer sind Perser und Awaren, Araber und Bulgaren; doch während in diesen Kriegen territoriale Verluste hingenommen werden müssen, bleibt die Stadt Byzanz selbst unbezwingbar. Erst am 13. April des Jahres 1204 wird sie von einer Koalition aus Kreuzfahrern und Venezianern erobert. Die kostbarsten Schätze werden teilweise in barbarischer Weise vernichtet, teils eine Beute der Eroberer; so bleibt die Verwüstung des bedeutendsten Kulturzentrums der damals bekannten Welt, das seit den Tagen Konstantins des Großen gegen kriegerische Bedrohungen aus dem Osten hatte verteidigt werden können, imperialistischen Kräften des Westens vorbehalten. Auf die nun anschließende Epoche der Lateinischen Herrschaft folgt eine kurze Phase der Restauration des byzantinischen Kaiserreichs. Ihr Protagonist ist Michael III., der im Defensivkampf gegen den abendländischen Eroberungsdrang Sieger bleibt; doch auch er vermag trotz aller Bemühungen die einmal verlorenen Gebiete nicht mehr zurückgewinnen. Seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts zeichnet sich eine neue kriegerische Gefährdung des byzantinischen Reststaates ab: Die Osmanen beherrschen ganz Kleinasien, greifen auf europäischen Boden über und unterwerfen in der Folgezeit Serben und Bulgaren; auch die christlichen Heere, die sich ihnen entgegenstellen, werden vernichtet. Im Jahre 1453 erobert Mehmet II. Byzanz und besiegelt damit das Ende des byzantinischen Reiches.
Castrum Virtuale. Rekonstruktion eines spätantiken Fundorts am Plattensee. Eine Ausstellung in Gedenken an Prof. Géza Alföldy. Hrsg.: Heinrich-Tamáska, Orsolya; Prien, Roland. 2019. 60 S. Mit Abb. 21 x 21 cm. EUR 16,90. CHF 18,90 ISBN: 978-3-948083-03-8
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