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Epochen

Gottfried Semper – Architekt und Revolutionär.
Gottfried Sempers (1803-1879) Bauten und seine architekturtheoretischen Schriften waren und sind immer wieder einmal Thema wissenschaftlicher Arbeiten. Aber eine Biografie Sempers für ein breites Publikum fehlte bisher; mit diesem Buch liegt sie nun vor. Es sind nicht wenige Stationen Sempers, ... [weiter]
 
Das antike Rumänien
Dacia felix – das glückliche Dakien, heißt die neue Publikation des renommierten Althistorikers Kai Brodersen, die er dem antiken Dakien (große Teile des heutigen Rumänien) in der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft Darmstadt verlegt, widmet. Der Untertitel trägt dabei dem stets in seiner Geschichte ... [weiter]
 
Dekadenz und dunkle Träume – Der belgische Symbolismus
Im Zeichen internationaler Wiederentdeckung: Belgischer Symbolismus Dieses herausragende, mit besten, ausschließlich farbigen Abbildungen ausgestattete Katalog-Buch macht Lust auf eine ab dem 18. September 2020 in der Alten Nationalgalerie Berlin zu sehende Ausstellung zu dieser so bedeutenden, ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Dukat und griechisch-orthodoxes Patriarchat von Antiocheia in mittelbyzantinischer Zeit (969–1084). Mainzer Veröffentlichungen zur Byzantinistik (14). Todt, Klaus-Peter. 2020. 778 S. Abb. 24,0 x 17,0 cm. Deutsch. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-10847-8 Harrassowitz Verlag
Hatte das antike Antiocheia unter der arabischen Herrschaft von 636/637 bis 969 n.Chr. eher ein Schattendasein geführt, so stieg die Stadt nach ihrer Rückeroberung (969–1084) durch Byzanz zum Verwaltungszentrum des zeitweise wohl wichtigsten Militärgouvernements des Byzantinischen Reiches auf.
Klaus-Peter Todt stellt in seiner Studie die Geschichte Antiocheias und Nordsyriens in mittelbyzantinischer Zeit dar und beschreibt die Neuorganisation Kilikiens unter dem Dux bzw. Katepanō der Reichsprovinz Antiocheia. Es wird gezeigt, dass sich die Zivilverwaltung der Provinz, soweit sie mit Hilfe der sigillografischen Überlieferung rekonstruierbar ist, nicht von anderen Reichsprovinzen unterschied. Die Besonderheit der Provinz bestand vielmehr darin, dass hier eine griechisch-orthodoxe (melkitische), aber in frühislamischer Zeit sprachlich arabisierte Bevölkerungsmehrheit dominierte, die im Patriarchat von Antiocheia organisiert war. Todt zeigt, wie dieses nach 969 in die Reichskirche reintegriert und strukturell an das Vorbild des Patriarchates von Konstantinopel angepasst wurde. Ausführlich werden auch die Katholikate des Patriarchats östlich des Euphrat und die Beziehungen zwischen dem Patriarchat und Georgien behandelt, außerdem die zugehörigen Kirchenprovinzen und die dort nachweisbaren Klöster.
"Ein astro-medizinischer Ratgeber. Gesundheitstipps und Ernährungsratschläge aus dem 15. Jahrhundert. Mackert, Christoph; Saurma-Jeltsch, Lieselotte. 2020. 24 S. Abb. 20,6 x 15,5 cm. Deutsch. EUR 2.200,00. CHF 2.350,00" ISBN: 978-3-905924-74-9
"Die Astronomische Uhr in St. Marien zu Rostock, 3. Aufl. Die Blauen Bücher. Schukowski, Manfred; Erdmann, Wolfgang; Hegner, Kristina; Fehlberg, Wolfgang. 2020. 80 S. 140 meist fb. Abb. 24,5 x 17,0 cm. Deutsch. EUR 7,90. " ISBN: 978-3-7845-1237-2 Langewiesche - Königstein
Die älteste noch funktionierende Uhr der Welt, mit Analog-Anzeige sowohl gleichlanger Stunden als auch der astronomischen Daten, steht in der Marienkirche zu Rostock (Werk von 1474). Das Buch erläutert nicht nur, wie ihre Anzeigen abgelesen werden und erklärt nicht nur ihre Konstruktion. Es schildert auch die Bedeutung, die dieses High-Tech-Unternehmen für Glauben, Denken und Wirtschaften der Menschen im Mittelalter hatte.
Mit den Anzeigen der neuen Uhr waren erhebliche Mentalitäts-Umbrüche verbunden: Sie zeigt neben vielem anderem die "neue Zeit" vollständig analog, nämlich gleich lange Stunden im Verhältnis zu den astronomischen Anzeigen, im Unterschied zu den seit der Antike gebräuchlichen "Temporal-Stunden", die je nach Jahreszeit unterschiedlich lang waren. Damit entsprach sie den Interessen der arbeitsteiligen Gesellschaft, den Kaufleuten, Seefahrern und Werkstätten besser als die auf den Gebetsrhythmus von Klerikern abgestellte "alte" Zeiteinteilung. - - Schon 1379/80 gab es eine Uhr in St. Marien. An ihr hat Nikolaus Lilienfeld gearbeitet, allerdings ist jüngst fraglich geworden, dass es sich dabei um eine astronomische Uhr handelte (wie sie Lilienfeld in Stralsund halbfertig gebaut hatte und eine zweite in Doberan teilweise noch erhalten ist). 1472/74 wurde die Astronomische Uhr in St. Marien zu Rostock von Hans Düringer neu errichtet, allerdings mit Reminiszenzen an Lilienfelds Uhren. 1641/42 sowie 1710 wurde die Uhr von 1472/74 renoviert und z. T. erweitert. So steht sie im Wesentlichen heute noch und wird im Bildteil des Buches mit ihrem Uhren- und Kalendariumszifferblatt, Stundenschlag- und Musikwerk, Figurenumlauf, astronomischen und astrologischen Anzeigen ebenso vorgestellt wie auch mit ihren wichtigsten technischen Elementen.
Prof. Dr. Manfred Schukowski, Rostock, der seit den 1970er Jahren diese Uhr erforscht, oblag die Gesamtredaktion des Buches. Er erklärt nicht nur, wie die multifunktionalen Anzeigen dieser astronomischen Uhr abgelesen werden. Er beschreibt die astronomischen Grundlagen der Uhr und ihre Konstruktion, nicht ohne die Entwicklung der astronomischen Erkenntnisse und der technischen Erfindungen (insbesondere beim Problem der Hemmung) zu schildern. Für die 3. Auflage des Buches assistierte ihm der Historiker und Archivar Wolfgang Fehlberg. - - Wolfgang Erdmann (1945-2003) etablierte in der 1. Auflage dieses Buches (1992) die "Ostsee-Uhrenfamilie" astronomischer Uhren des Spätmittelalters und zeigte die Bedeutung des Uhrmachers Nikolaus Lilienfeld. Er verdeutlichte den Stellenwert der Rostocker Uhr als eines neuen Typs in der Uhren- und "Zeit"- Geschichte. Ferner untersuchte er die Frage nach den Auftraggebern, die Finanzierung und die Frage, warum die Uhr genau an dieser und keiner anderen Stelle in der Marienkirche aufgestellt wurde. - - Dr. Kristina Hegner, Kunsthistorikerin am Staatlichen Museum Schwerin, beschrieb die zahlreichen Figuren an der Uhr.
Schon die 2. Auflage des Buches (2010), von 48 auf 64 Seiten angewachsen, teilte zahlreiche neue Forschungsergebnisse mit, darunter dendrologische Datierungen und Erkenntnisse zur Uhrenglocke von 1379. - - Die jetzige 3. Auflage schreibt die Geschichte der Uhr seit 2010 fort, wozu Restaurierungs-Maßnahmen und die Erneuerung der Kalenderscheibe 2017/18 gehören. Neue Überlegungen und Befunde zu Standort und Funktionen der Uhr werden vorgestellt: zeitweise verfügte St. Marien über zwei Uhren, davon eine im Westen und die Astronomische im Osten der Kirche. Der Umfang des Buches wurde von 64 auf 80 Seiten erweitert; selbstverständlich wurde auch das Literaturverzeichnis ergänzt, das English Summary beibehalten. Der Band ist damit nach wie vor nicht nur die aktuellste, sondern auch die inhaltsreichste Publikation über diese Uhr, die eines UNESCO-Weltkultur-Erbes würdig ist.
Studien zu Ikonologie und Funktion von Athletenstandbildern in Hellenismus und Römischer Kaiserzeit. ""Die aus dem Gymnasion"" Eikoniká. Kunstwissenschaftliche Beiträge, im Auftrag der Görres-Gesellschaft (10). Spahlinger, Florian. Hrsg.: Wolter-von dem Knesebeck, Harald; Dresken-Weiland, Jutta; Steinhart, Matthias; Kieven, Elisabeth; Liverani, Paolo. 2020. 240 S. 135 sw. Abb., 2 Tabellen, schwarz-weiß. 28,0 x 21,0 cm. Deutsch. EUR 50,00. ISBN: 978-3-7954-3527-1 Schnell & Steiner
In der Dissertationsschrift werden vor allem Porträtstandbilder von siegreichen Athleten als auch die ursprünglichen Aufstellungskontexte dieser Standbilder vorgestellt, die vom 4. Jh. v. Chr bis in die Spätantike hinein an unterschiedlichen, doch stets stark frequentierten Plätzen von Städten und Heiligtümern zur Aufstellung kamen.
Die Arbeit versteht sich als konstruktive Weiterführung und Ergänzung der bisherigen Forschung, die, auf stilistische Fragen konzentriert, Athletenstatuen in römischer Zeit als entpersonalisierte `Kunstwerk-Athletenstatue` betrachtete. Ziel der Arbeit ist ein differenziertes Verständnis der Aussageabsicht des griechischen Athletenstandbildes in seinen unterschiedlichen Repräsentationsformen (Sieger, Gymnasiast, [klassizistische] Kopie) und Funktionen an seinem Aufstellungsort im Kontext vorhandener Denkmäler und Gebäude in hellenistischer und römischer Zeit. Die Arbeit dient auch der Zusammenführung, Überprüfung und gegebenenfalls der Neubewertung von bisher verstreut publizierten Einzelbefunden von Athletenstandbildern dieser beiden Epochen. Archäologische, epigraphische und literarische Quellen werden zusammengeführt, um eine möglichst hohe Schnittmenge von aussagekräftigen Kontexten von Athletenstandbildern zu erhalten.
Die Bachorgel in der Dreieinigkeitskirche Regensburg. Hrsg.: Bachorgel Regensburg - Förderverein e.V. 2020. 128 S. 2 sw. Abb., 103 fb. Abb. Deutsch. EUR 18,00. ISBN: 978-3-7954-3570-7 Schnell & Steiner
Eine Bachorgel aus dem Jahr 2020? Eine Bachorgel in einer Stadt, in der Johann Sebastian Bach nie war? Eine Kirchengemeinde, ein Kantor und ein Förderverein haben binnen weniger Jahre ihren Traum wahr werden lassen: der größten evangelischen Kirche Regensburgs wieder ein musikalisches Herz zu geben – die Bachorgel Regensburg.
Die Dreieinigkeitskirche wurde 1631 als größte evangelische Kirche Regensburgs eröffnet. 1758 erhielt sie eine große Orgel des Regensburger Orgelbauers Franz Jakob Späth. Von ihr sind noch das historische Gehäuse und wenige Pfeifen erhalten. Kirchengemeinde, Kantor und einem Förderverein ist es zu verdanken, dass seit 2020 hier wieder Orgelmusik erklingt, auf einem modernen Instrument, aber im historischen Gehäuse. Nach überlieferter Weise vom Orgelbauer Hendrik Ahrend erschaffen, soll die Bachorgel Regensburg die Musik Johann Sebastian Bachs am authentischsten erklingen lassen.
Die Bachorgel passt nach Regensburg. Hier sind Kirchenmusik und große Orgeln zuhause. Neubauten stehen im Regensburger Dom und in der Basilika zur Alten Kapelle. Die Späth-Orgel von 1750 erklingt in St. Oswald, alte Instrumente bereichern das Historische Museum. Diese reiche Orgellandschaft wird nun durch die Bachorgel vollendet.
Das Buch schildert erstmals und umfassend Entstehung, Disposition und historischen Kontext der neuen Orgel in der Dreieinigkeitskirche Regensburg.
Der Band ergänzt und vollendet andere Führer zu Bau und Ausstattung der bedeutendsten evangelischen Kirche in Regensburg.
Mit Beiträgen u. a. von:
Hendrik Ahrend, Roman Emilius, Rosa Micus, Reinhold Morath, Martin Weindl
"Das Haus zum Kirschgarten. Kaufmannspalais und Ordenshaus der Tempelritter - eine Freimaurer-Architektur in Basel. Verein für das Historische Museum Basel; von Roda, Burkard. 2020. 300 S. fb. Abb. 24,0 x 19,0 cm. Deutsch. EUR 34,00. CHF 36,00" ISBN: 978-3-85616-924-4
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