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Neuerscheinungen in Epochen

Federico Barocci and the Science of Drawing in Early Modem ltaly. Verstegen, Ian. Engl. 2019. 208 S. EUR 27,90. CHF 32,90 ISBN: 978-3-947449-45-3
Pedro Berruguete und das Altarbild in Spanien um 1500. Zur Ästhetik und Semantik transkultureller Aneignungsprozesse. Jakstat, Sven. 2019. 400 S. 270 z. T. fb. Abb. 23 x 16 cm. Engl. Br. EUR 78,00. ISBN: 978-3-7705-6394-4
Carl Bertuch (1777-1815). Verleger und Schriftsteller im klassischen Weimar - PALMBAUM Texte. Kulturgeschichte Bd. 44. Hrsg.: Seifert, Siegfried. 2019. 150 S. 21 x 14 cm. EUR 16,90. ISBN: 978-3-947646-15-9
Der Bordesholmer Altar (1521) und die anderen Werke von Hans Brüggemann. Die Blauen Bücher. Richter, Jan Friedrich. 2019. 64 S. 100 z. T. fb. Abb. 25 x 17 cm. EUR 7,00. ISBN: 978-3-7845-0299-1 Langewiesche - Königstein
1521 (in diesem Jahr stand Martin Luther vor dem Reichstag zu Worms) wurde der wohl größte Schnitzaltar Norddeutschlands für die Augustiner Chorherren-Stiftskirche in Bordesholm (Kreis Rendsburg) fertiggestellt bis auf die Bemalung der Flügel-Außenseiten (die nie erfolgte). Die Arbeiten könnten um 1515 begonnen haben, zwei Jahre vor Luthers »Thesen-Anschlag« an der Schlosskirche zu Wittenberg. Heute steht der Altar, wie seit 1666, im Dom zu Schleswig, wo der Stifter sein Grab hat.
Als Stifter gilt der (in der Bordesholmer Stiftsschule erzogene) Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (*1471, ab 1523/24 als Friedrich I. König von Dänemark / und Norwegen, †1533), beraten von seinem Kanzler Gottschalk von Ahlefeldt, dem in Bologna ausgebildeten Theologen und ab 1507 auch Bischof von Schleswig.
Dabei sollten die meisten der etwa 400 Figuren des 12,6 Meter hohen Schnitzwerks bis auf wenige Festtage (zumindest den Laien-Besuchern der Kirche) hinter Klappen verborgen bleiben, näm¬lich die Passions-Szenen bis zum „Pfingstwunder“ und Maria als „Himmelskönigin“. Stets sichtbar waren der „Sündenfall“ und die „Wiederkunft Christi“, hier aber ohne das übliche Droh-Potential, dafür Adam und Eva gleich doppelt mit vier renaissancehaft schönen Figuren. Das Programm ist Gegenstand vieler Diskussionen.
Dieses Buch beschreibt nicht nur die etwa 30 Szenen dieses Hauptwerks der Husumer Werkstatt von Meister Hans Brüggemann, sondern auch die anderen »Brüggemann«-Werke. Das Buch weist ferner auf die wich¬tigsten Arbeiten ihrer Nachfolger hin, von denen etliche in Dänemark und Schweden erhalten sind. Das erste »Blaue Buch« über den Bordesholmer Altar hat 1983 Dr. Horst Appuhn herausgegeben und 1987 überarbeitet. Für die vorliegende Ausgabe konnte Dr. Jan Friedrich Richter (Berlin) als Autor gewonnen werden, der 2011 ein kapitales Werk über Hans Brüggemann vorgelegt und zu ihm immer wieder publiziert hat. Mit Richter löst einer der besten »Brüggemann«-Kenner den Text von Appuhn ab. Gleichzeitig wird auf einige der 1987 von Appuhn behandelten Themen aus dem kulturgeschichtlichen Umfeld des Altars in den Bild-Beischriften dieser Ausgabe hingewiesen.
Von den 100 Bildern dieser Ausgabe stammen knapp 30 Farbaufnahmen von Alexander Voss (Altenholz bei Kiel) aus dem Jahr 2008, als der Altar frisch gereinigt worden war, während über 20 Schwarzweiß-Aufnahmen zu der 1953 von Appuhn aufgenommenen Brüggemann-Serie gehören.
So entstand eine anregende Mischung von »alten« und »neuen« Bildern sowie von aktuellen Fakten und teils kontroversen Meinungen, wobei auch alte Legenden referiert, aber als solche identi¬fiziert werden.
Der bald 500 Jahre alte »Kreuzigungs-Altar« erscheint in diesem Buch als ein Appell an die Kraft der Menschen-Freundlichkeit. Selbst das »Jüngste Gericht« droht hier nicht (etwa mit Höllendrachen oder dem Zug der Verdammten), eher lädt es ein zu feiern: die Menschlichkeit sogar der gebrochenen und getriebenen Gestalten, und »unterm Strich«, in den Predellen-Szenen, die Gemeinschaft freundlich-aufgeschlossener Menschen, die das Mahl teilen.
Byzantinische Geschichte. 324-1453. Ostrogorsky, Georg. 2019. 569 S. 8 meist fb. Karten. 21 x 12 cm. Gb. EUR 29,90. ISBN: 978-3-406-39759-2 C. H. Beck
Die byzantinische Geschichte ist zunächst nur ein neues Zeitalter der römischen Geschichte. Doch setzt schon bald ein Tranformationsprozeß ein, der vom alten Imperium Romanum zur Entwicklung eines eigenen byzantinischen Staatswesens führt. Strukturelemente und Triebkräfte dieser Veränderung sind die Verwaltung des Kaiserreichs, die griechische Kultur und der christliche Glaube. Durch ihr Zusammenwirken entsteht eine neue Hochkultur, die mehr als tausend Jahre währt und allen zeitgleichen kulturellen Hervorbringungen des Westens bis zum Hochmittelalter überlegen bleibt. Allerdings geht mit dieser hohen Zeit geistiger und künstlerischer Blüte ein Verfall der imperialen Macht einher. Immer wieder wird der byzantinische Staat militärisch herausgefordert. Die Angreifer sind Perser und Awaren, Araber und Bulgaren; doch während in diesen Kriegen territoriale Verluste hingenommen werden müssen, bleibt die Stadt Byzanz selbst unbezwingbar. Erst am 13. April des Jahres 1204 wird sie von einer Koalition aus Kreuzfahrern und Venezianern erobert. Die kostbarsten Schätze werden teilweise in barbarischer Weise vernichtet, teils eine Beute der Eroberer; so bleibt die Verwüstung des bedeutendsten Kulturzentrums der damals bekannten Welt, das seit den Tagen Konstantins des Großen gegen kriegerische Bedrohungen aus dem Osten hatte verteidigt werden können, imperialistischen Kräften des Westens vorbehalten. Auf die nun anschließende Epoche der Lateinischen Herrschaft folgt eine kurze Phase der Restauration des byzantinischen Kaiserreichs. Ihr Protagonist ist Michael III., der im Defensivkampf gegen den abendländischen Eroberungsdrang Sieger bleibt; doch auch er vermag trotz aller Bemühungen die einmal verlorenen Gebiete nicht mehr zurückgewinnen. Seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts zeichnet sich eine neue kriegerische Gefährdung des byzantinischen Reststaates ab: Die Osmanen beherrschen ganz Kleinasien, greifen auf europäischen Boden über und unterwerfen in der Folgezeit Serben und Bulgaren; auch die christlichen Heere, die sich ihnen entgegenstellen, werden vernichtet. Im Jahre 1453 erobert Mehmet II. Byzanz und besiegelt damit das Ende des byzantinischen Reiches.
Castrum Virtuale. Rekonstruktion eines spätantiken Fundorts am Plattensee. Eine Ausstellung in Gedenken an Prof. Géza Alföldy. Hrsg.: Heinrich-Tamáska, Orsolya; Prien, Roland. 2019. 60 S. Mit Abb. 21 x 21 cm. EUR 16,90. CHF 18,90 ISBN: 978-3-948083-03-8
Kunst. Macht. Image. Anna Maria Luisa de' Medici (1667–1743) im Spiegel ihrer Bildnisse und Herrschaftsräume. Windisch, Laura. 2019. 331 S. 65 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 55,00. ISBN: 978-3-412-51178-4
Albrecht Dürer und die “Hypnerotomachia Poliphili”. Leidinger, Georg. 2019. 35 S. EUR 109,95. ISBN: 978-3-486-76069-9
Einblattholzschnitte des 15. Jahrhunderts. 2019. 640 S. 495 fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-422-97985-7
Einführung in die Alte Welt. de Blois, Lukas; Spek, R. J. van der. 2019. 419 S. 141 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-515-10190-5
Einhard - Leben und Werk. Teil II. Hrsg.: Schefers, Hermann. 2019. 352 S. 120 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 34,95. ISBN: 978-3-7954-3354-3 Schnell & Steiner
Einhard, der Nachfolger Alkuins an der Hofschule Karls des Großen und aufgrund seiner hervorragenden Fähigkeiten nach dem Erbauer der Stiftshütte (Ex 35,30) Beleel oder Beseleel genannt, war eine der herausragendsten Figuren der karolingischen Renaissance. In diesem Band sind 13 Beiträge der zweiten dem Leben und Werk Einhards gewidmeten Tagung in Seligenstadt vereint.
Die Kulttopographie Ägyptens nach den Gauprozessionen der Spätzeit und der frühptolemäischen Epoche. Studien zur spätägyptischen Religion (24). Hrsg.: Ashmawy, Aiman; Raue, Dietrich; von Recklinghausen, Daniel. Von Elephantine bis zu den Küsten des Meeres. 2019. 392 S. 3 Abb., 35 Tafeln, 7 Tabellen. 30 x 21 cm. EUR 98. ISBN: 978-3-447-11114-0 Harrassowitz Verlag
Von Elephantine bis zu den Küsten des Meeres vereint drei Studien zu kulttopographischen Inschriften aus der Spätzeit und dem Beginn der ptolemäischen Epoche. Zahlreiche Quellen waren hier bislang nicht oder nur teilweise publiziert. St. Blaschta bearbeitet die kürzlich in Heliopolis/Matariya aufgefundenen Basaltblöcke einer „Gauprozession“ aus der Zeit Nektanebos’ I. Die dort eingemeißelten Inschriften scheinen einem Textkorpus entnommen, das seit der Spätzeit bis zum Ende der Ptolemäerzeit an vielen Standorten nachzuweisen ist. Fr. Ghiringhelli untersucht alle Vertreter dieses „Standardtextes“ und zeichnet dessen Entwicklung nach, die anhand einer Synopse nachvollziehbar wird. Spätestens zu Beginn der Ptolemäerzeit wurden Texte verwendet, die sich vom Formular sowie Aussagegehalt stark von den früheren Inschriften unterscheiden. Diese sind erstmals in den Blöcken des Amun-Tempels von Naukratis greifbar, der unter Ptolemaios’ I dekoriert wurde. D. von Recklinghausen bietet eine vollständige Textedition und beschäftigt sich u.a. mit Fragen der Texttradierung und der Verwendung von Musterbüchern, da die Texte in Naukratis auch gut zweihundert Jahre später in den Tempeln Oberägyptens zur Dekoration verwendet wurden. Der Band wird durch umfangreiche Indizes erschlossen.
Griechische Heiligtümer als Handlungsorte. Zur Multifunktionalität supralokaler Heiligtümer von der frühen Archaik bis in die römische Kaiserzeit. Hrsg.: Freitag, Klaus; Haake, Matthias. 2019. 330 S. 3 Abb. 24 x 17 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-515-12389-1
Katalog der mittelalterlichen Handschriften in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. Kamber, Peter; Mangold, Mikkel. 2019. 480 S. 66 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 94,00. CHF 94,00 ISBN: 978-3-7965-3974-9
The Hieratic Ritual Books of Pawerem (P. BM EA 10252 and P. BM EA 10081) from the Late 4th Century BC. Part I + II. Gill, Ann-Katrin. Studien zur spätägyptischen Religion (RE538), Band: 25. 2019. XVIII / 1076 S. 22 ill., 80 plates, 43 tables. 30 x 21 cm. Gb. Engl. EUR 248,00 ISBN: 978-3-447-11239-0 Harrassowitz Verlag
This monograph constitutes the first edition of the ritual texts preserved on two papyri now in the British Museum, namely EA 10252 and 10081, which are both of Theban origin. A scribal note on EA 10252 provides the date 307/6 BC. With an impressive length of 750 cm (50 preserved columns of text) for EA 10252, and 450 cm (37 columns) for EA 10081, these two documents comprise a total of no less than 15 different compositions. These are inscribed in hieratic and were later on glossed in hieratic as well as demotic, with a total of at least four different scribal hands attested on the documents. Originally, the two papyri formed one consecutive roll. The texts preserved on it can be connected to the Khoiak festival, the most important celebration of Osiris. At some point around 300 BC, this manuscript was adapted by the private individual Pawerem for his own benefit in the afterlife.
In this book, the papyri are edited and published as an integral whole, with the omission of the so-called Glorifications I, II, and III in the edition. Along with the hieroglyphic transcription, transliteration, translation, and line-to-line commentary, overall questions are answered. These deal with the acquisition of the papyri, their material aspects, date and provenance, the layout of the texts, the different hands and scribal divisions attested on them, their later owner Pawerem, the details known about him and his connection to the papyri, a discussion of the content and context of the compositions, their grammar and orthography as well as an investigation of the translations and glosses. Furthermore, a palaeography, full photographic documentation, and synopses are provided.
Valenciennes' Ratgeber für den reisenden Landschaftsmaler. Zirkulierendes Künstlerwissen um 1800. Hrsg.: Denk, Claudia. 2019. 280 S. 70 Abb. 24 x 17 cm. EUR 49,90. ISBN: 978-3-422-97991-8
Kunst um Augustus. Rodenwaldt, Gerhart. 2019. 84 S. 55 Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-085422-0
Von Barbizon bis ans Meer. Carl Malchin und die Entdeckung Mecklenburgs. Hrsg.: Pfeifer-Helke, Tobias. 2019. 256 S. 280 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 29,90. ISBN: 978-3-422-98028-0
Römische Medaillons. Band 2. Antoninus Pius. Mittag, Peter Franz. 2019. 316 S. 3 Abb., 108 Tafeln mit 978 Münz Abb. 24 x 17 cm. EUR 56,00. ISBN: 978-3-515-12429-4
Die Reliefdekoration am Torbau Osorkons II. im Tempel der Bastet von Bubastis. Ägyptologische Abhandlungen (75). Lange-Athinodorou, Eva. Sedfestritual und Königtum. 2019. 504 S. 88 Abb., . 30 x 21 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-11192-8 Harrassowitz Verlag
Das sogenannte Sedfest, eines der substantiellsten ägyptischen Königsrituale, ist über den gesamten Zeitraum der altägyptischen Geschichte in bildlichen und schriftlichen Quellen belegt. Unter diesen nimmt die Reliefdekoration des Torbaus Osorkons II. (Libyerzeit, 22. Dyn., 874–850 v. Chr.) im Tempel der Hauptgöttin von Bubastis mit umfangreich überlieferten Episoden der Kulthandlungen und Rituale des Sedfestes eine herausragende Rolle ein. Nach ihrer Entdeckung durch Edouard Naville 1887 und der darauffolgenden Erstpublikation 1892 wurde dieses Material jedoch in der Forschung nur sehr wenig beachtet. Die hier vorgelegte Monographie analysiert nun auf der Grundlage aktueller Feldstudien die Sedfestreliefs in Bubastis umfänglich und bettet sie in den Kontext früherer Quellencorpora ein. Auf diese Weise lassen sich erstmals die Traditionslinien der am Sedfesttor in Bubastis umgesetzten Themenzyklen bild- und textkritisch genauer fassen.
Neben der gattungsgerechten Kontextualisierung der Reliefs liegt das Hauptaugenmerk der Studie auf der erneuten Annäherung an die Frage nach der Bedeutung des königlichen Sedfestes im Alten Ägypten. Anhand der ausführlichen Untersuchungen der großen Reliefcorpora kann gezeigt werden, dass in der Forschung seit langer Zeit akzeptierte Deutungen, wie etwa die auf William Matthew Flinders Petrie zurückgehende Interpretation des Sedfestes als ritueller physischer Erneuerung des Königs, sich nicht mit den Aussagen der Quellen vereinbaren lassen. Vielmehr ist das Sedfest rituelle Bestätigung des Königs als Herrscher Ägyptens durch die ihm die Herrschaftsberechtigung verleihenden Götter des Landes.
Der Salon und die Pariser Kunstszene unter Napoleon I. Kunstpolitik, Künstlerische Strategien, Internationale Resonanzen. Knels, Eva. Studien zur Kunstgeschichte (RD202), Band: 214. 2019. 424 S.,55 z. T. fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 72,00 ISBN: 978-3-487-15774-0 Olms
Der Pariser Salon war die größte und wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Europa im 19. Jahrhundert. Er war Bühne künstlerischer Selbstvermarktung und Ort des Wettstreits, Kunstmesse, Massenattraktion, kulturelles Aushängeschild und staatliches Propaganda-instrument in einem; er versammelte Künstler, Kritiker, Sammler und Händler, war Anlass für ästhetische Debatten und zog ein internationales, sozial heterogenes Publikum in seinen Bann.
Die Salons des Konsulats und des Premier Empire (1799–1814) wurden von Napoleon und seinen Beratern als Bühne und Werkzeug politischer Propaganda genutzt. Diesem tiefgreifenden Wandel der Ausstellung hatten sich Künstlerinnen und Künstler anzupassen. Gleichzeitig mussten sie auf neue künstlerische Trends reagieren, um sich in der Pariser Kunstszene behaupten zu können. Erfolg und Reichweite der Salons dieser Jahre lassen sich nicht nur an steigenden Aussteller- und Besucherzahlen ablesen. Auch die vielfältigen Formen ihrer Rezeption – in Zeitungen und Zeitschriften, Briefen, Reiseberichten und graphischen Sammelbänden – belegen die Strahlkraft der Ausstellung, die Frankreichs Grenzen überstieg.
Auf einer breiten Basis größtenteils unveröffentlichter Quellen untersucht Eva Knels die Organisation der Ausstellung, die teilnehmende Künstlerschaft sowie die internationalen Reaktionen auf den Salon, unter Berücksichtigung des komplexen Wandels der Kunstszene zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Dabei nimmt die Autorin die wechselseitigen Zusammenhänge von Kunstpolitik, künstlerischer Produktion und deren Rezeption in den Blick.
The Paris Salon was the largest and most important contemporary art exhibition in 19th-century Europe. It was a stage for artistic self-promotion and a place of competition, an art fair, popular attraction, cultural flagship and state propaganda instrument rolled into one; it brought together artists, critics, collectors and dealers, was a stimulus for aesthetic debates and brought an intellectual and socially heterogeneous public under its spell.
The Salons of the Consulate and First Empire (1799-1814) were used by Napoleon and his advisers as a stage and tool for political propaganda. Artists had to adapt to this far-reaching change to the exhibition. At the same time they had to react to new artistic trends in order to maintain their place in the Paris art scene.
The success and scope of the Salons in these years are demonstrated not only by the rising numbers of exhibitors and visitors. The many forms of their reception – in newspapers and magazines, letters, travel diaries and volumes of reproductions – are also evidence of the exhibition’s wide appeal, which reached beyond the borders of France. Based on a wide range of largely unpublished sources, Eva Knels examines the organisation of the exhibition, the participating artists, and the international reaction to the Salon, with reference to the complex changes in the art world in the early 19th century. The author’s perspective includes the changing interrelationships between artistic policies, artistic production and the reception of art.
Wandelbare Heilsgeschichte. Hans Schüchlins Hochaltar in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena zu Tiefenbronn. Köhler, Mathias. 2019. 90 S. EUR 24,90. ISBN: 978-3-948424-00-8
Joaquín Sorolla – Die Meisterwerke. Pons-Sorolla, Blanca. 2019. 224 S. 28 x 24 cm. EUR 24,95. ISBN: 978-3-940602-14-5
The Late Bronze and Early Iron Ages of Southern Canaan. Hrsg.: Maeir, Aren M.; Shai, Itzhaq; McKinny, Chris. Engl. 2019. 285 S. 45 Abb., 38 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 86,95. ISBN: 978-3-11-062670-4
Johann Thomas Trattner (1719–1798) und sein Medienimperium. Buchforschung. Beiträge zum Buchwesen in Österreich (10). Hrsg.: Frimmel, Johannes; Augustynowicz, Christoph. Der Buchdrucker Maria Theresias. 2019. 174 S. 20 Abb., 2 Karten, 1 Tabelle. 24 x 17 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11235-2 Harrassowitz Verlag
Dem hingebungsvoll zelebrierten Maria-Theresia-Jubiläumsjahr 2017 hätte – zumindest aus buch- und verlagsgeschichtlicher Sicht – Entscheidendes gefehlt, wäre es ohne Erinnerung an den Verleger Johann Thomas von Trattner (1719–1798) zu Ende gegangen. Denn ohne die Protektion der Herrscherin wäre der Aufstieg des Mannes aus armen Verhältnissen zu einem der reichsten Männer der Habsburgermonarchie, der, wie man ihm neidvoll nachsagte, „das schönste Haus, die schönste Frau und die größte Buchhandlung in Europa“ besaß, nicht denkbar gewesen. Die Erinnerung an ihn ist durchaus nachhaltig: In seiner Wohn- und Wirkungsstätte Wienerherberg in der Gemeinde Ebergassing (Niederösterreich) ist das Andenken an den bedeutenden Unternehmer Trattner bis heute lebendig.
Der rechtzeitig zum 300. Geburtstag erscheinende Sammelband geht auf eine Tagung zurück, die Ende 2017 am Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien stattfand. Er vereinigt aktuelle Beiträge aus Deutschland, Italien, Österreich, Schweden, der Tschechischen Republik und Ungarn zu Tratters Druck- und Verlagstätigkeit in der gesamten Habsburgermonarchie mit einem differenzierenden Augenmerk auf seine so verfemten Nachdrucke.
Frauen und Sport in der antiken Vasenmalerei. Bildzeugnisse zur weiblichen Bewegungskultur auf alten Keramikobjekten. Sturm, Robert. 2019. 139 S. zahlr. Abb. 21 x 15 cm. EUR 24,00. ISBN: 978-3-96138-143-2
Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom. Hrsg.: Westheider, Ortrud; Philipp, Michael. 2019. 280 S. 118 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 39,00. CHF 51,50 ISBN: 978-3-7913-5808-6
Die Zisterzienser und das Wasser. Knapp, Ulrich. 2019. 208 S., zahlr. Abb. 30 x 21 cm. Br. EUR 24,95 CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0350-5 Imhof
Die Wahl des Standorts mittelalterlicher Klöster war bei aller Weltabkehr auch wesentlich vom Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen abhängig. Vielleicht die wichtigste war das Wasser als Lebensmittel, Energieträger und Transportweg. Für das Trinkwasser waren ergiebige Quellen, für das Brauchwasser ausreichende Fließgewässer erforderlich. Oft lagen die Quellen für das Trinkwasser außerhalb der Klostermauern, und das Wasser musste teilweise über kilometerlange Leitungen zum Kloster geleitet werden. Gerade bei den vielköpfigen Konventen der Zisterzienser entstanden so aufwendige Wasserbauten, die zugleich die Symbolkraft des Wassers als lebensspendendes Element unterstrichen. Die Wasserkraft wurde in der Klosterwirtschaft intensiv genutzt und bedingte eine entsprechende Infrastruktur. Künstliche Wasserläufe von erheblicher Länge sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Wasserspeicher dienten der Bedarfssicherung, dem Hochwasserschutz und der Sicherheit. Auch Fischereirechte oder Weiher für die Fischzucht waren unverzichtbar. So entstand eine dichte wasserwirtschaftliche Infrastruktur innerhalb der Klöster.
Beispielhaft wird in dieser Publikation die Bedeutung des Wassers anhand der von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg betreuten Zisterzienserklöster Bebenhausen, Maulbronn, Salem und Schöntal geschildert.
"Levon I. Ein armenischer König im staufischen Outremer. Leo I. An Armenian King, the Hohenstaufen and the Crusader States. Bauer-Friedrich, Thomas; Dräger, Ulf. Hrsg.: Philipsen, Christian. 2019. 85 S. " ISBN: 978-3-96502-005-4
Ingenieursberuf und Künstlerbiographie. Zum Berufsbild frühneuzeitlicher Proti am Beispiel Andrea Moronis. Marra, Claudia. 2019. 370 S. 60 Abb. 24 x 17 cm. EUR 69,95. ISBN: 978-3-11-060477-1
Gustave Caillebotte. Maler und Mäzen des Impressionismus. Hrsg.: Gleis, Ralph. 2019. 120 S. 75 Abb. 27 x 22 cm. EUR 22,00. CHF 28,00 ISBN: 978-3-7774-3322-6
Gustave Caillebotte. Painter and Patron of Impressionism. Hrsg.: Gleis, Ralph. Engl. 2019. 120 S. 75 Abb. 27 x 22 cm. EUR 25,00. CHF 31,60 ISBN: 978-3-7774-3323-3
Die frühen Christen. Von den Anfängen bis Konstantin. Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung. Leppin, Hartmut. 2019. 512 S. 21 Abb. 22 x 14 cm. Gb. EUR 29,95. ISBN: 978-3-406-72510-4 C. H. Beck
Die frühen Christen bildeten keineswegs eine homogene Gruppe, geschweige denn eine Kirche. Von ihrem Wirken in der Welt, aber auch von den Irritationen, die sie bei Zeitgenossen auslösten, handelt dieses Buch. Es soll zugleich die modernen Leser irritieren: Die antiken Christen sind durch eine lebendige Erinnerung und durch ein gemeinsames textliches Erbe – die Bibel – eng mit der heutigen Welt verbunden, selbst für diejenigen, die dem christlichen Glauben fernstehen. Allenthalben stoßen wir auf Kirchengebäude, christliche Feiertage rhythmisieren unsere Zeit, weite Teile der Kunst sind durch christliche Motive geprägt, selbst noch in der Persiflage. Doch die sichtbare Nähe kann eine scheinbare sein.
Vieles an den frühen Christen ist uns fremd und weit entfernt von dem, was heute als Christentum gilt. Dieser doppelten Irritation – aus der Sicht der Heutigen und der antiken Zeitgenossen – geht der Autor des vorliegenden Buches nach und lässt uns die Fremdheit eines nur scheinbar vertrauten Christentums erkennen. Zugleich fragt er danach, wie eine kleine, sozial schwache Gruppe aus der Peripherie sich ausbreiten konnte und welchen Herausforderungen ihre Angehörigen sich gegenübersahen.
So legt er auch keine lineare Geschichte vom Urchristentum zur Großkirche vor. Es wird vielmehr deutlich, dass die Geschichte der Christen keiner zwingenden inneren Logik folgt und auch nicht durch höhere Kräfte bestimmt scheint. Stattdessen lassen zahlreiche Beispiele erkennen, wie sich frühe Christen in bestimmten Situationen um Problemlösungen bemühten und unterschiedliche Wege diskutierten – von denen sich manche aber nie durchsetzten. Was wir erkennen, ist mithin auch keine folgerichtige Entwicklung, sondern eine tastende, gleichsam experimentelle Bewegung, die sich oft hinter späteren Dogmen und Konzilsbeschlüssen verbirgt.
"Als der Mensch die Kunst erfand. Eiszeithöhlen der Schwäbischen Alb. Conard, Nicholas; Kind, Claus-Joachim. 2019. 192 S. 110 fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 20,00. " ISBN: 978-3-8062-3994-2
Georg Forster. From the South Seas to Wörlitz. Hrsg.: Vorpahl, Frank. 2019. 208 S. 116 Abb. 28 x 22 cm. EUR 39,90. CHF 48,70 ISBN: 978-3-7774-3179-6
Georg Forster. The South Seas at Wörlitz. Hrsg.: Vorpahl, Frank. Engl. 2019. 208 S. 116 Abb. 28 x 22 cm. EUR 39,90. CHF 48,70 ISBN: 978-3-7774-3314-1
Zur Geschichte des Mittelalters. Ausgewählte historische Essays. Freeman, Edward Augustus. Hrsg.: Locher, C. J. 2019. 329 S. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-146324-7
Goethe. Verwandlung der Welt. Hrsg.: Bundeskunsthalle. 2019. 304 S. 250 fb. Abb. 28 x 25 cm. EUR 45,00. CHF 61,00 ISBN: 978-3-7913-5892-5
"Goyas Caprichos in handkolorierten Radierungen aus dem 19. Jahrhundert. Edition, Analyse, Deutung. Jacobs, Helmut C.; Preyer, Nina. 2019. 610 S. 24 x 16 cm. EUR 78,00. " ISBN: 978-3-8260-6656-6
"Die Torheiten des Francisco Goya. Goyas Disparates. Prosagedichte zu den Disparates. Eine Einführung. Maciejewski, Franz; Jacobs, Helmut C. 2019. 200 S. 24 x 16 cm. EUR 38,00. " ISBN: 978-3-8260-6682-5
Das Grabdenkmal König Rudolfs von Schwaben im Dom zu Merseburg. Kleine Schriften der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegialstifts Zeitz (16). Hinz, Berthold. 2019. 48 S. 28 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 9,95. CHF 11,40 ISBN: 978-3-7319-0895-1 Imhof
Das auf den ersten Blick unauffällige ehemals vergoldete Bronzegrabmal des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben (um 1025–1080) im Merseburger Dom erweist sich bei näherem Studium als erstes plastisches Figurengrab des Abendlandes und Prototyp tausender späterer figürlicher Grabmäler, die zuvor aufgrund des frühchristlichen Bilderverbots ausgeblieben waren. Diese epochale Initiative galt keinem großen und siegreichen Herrscher, sondern dem Haupt der politischen Opposition im Reich. Nach dem Schlachtentod des Gegenkönigs setzten ihm seine Anhänger unter Führung des Merseburger Bischofs Werner dieses Denkmal. Die im Kampf verlorene meineidige Schwurhand spielte dabei eine nicht unbedeutende Rolle.
Starke Typen. Griechische Porträts der Antike. Hrsg.: Schwarzmaier, Agnes; Zimmermann-Elseify, Nina; Unterstützt von Grosser, Frederik; Hrsg.: Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. 2019. 144 S. 9 sw. Abb., 112 fb. Abb. 25 x 21 cm. EUR 22,95. CHF 26,40 ISBN: 978-3-7319-0845-6 Imhof
Anders als heute waren Porträts im antiken Griechenland keine fotoähnlichen Abbilder einer Person. Als Darstellungen des ganzen Körpers machten sie vor allem Aussagen über Charaktereigenschaften, den gesellschaftlichen Status, eine Selbststilisierung oder ein allgemeines bürgerliches Ideal. So nutzten griechische Porträts festgelegte Bildtypen, die in allen Kunstgattungen verwendet wurden. Die Identifizierung der dargestellten Person war nur über die Inschrift möglich. Erst ab dem 3. Jh. v. Chr. erfolgte eine Individualisierung durch realistische Züge, die jedoch nicht naturgetreu sein mussten.
Diese Grundlagen des griechischen Porträts werden erstmals konzentriert in einer Ausstellung verdeutlicht und in diesem Katalog knapp zusammengefasst. Zwanzig herausragende Leihgaben aus den Münchner Antikensammlungen und Glyptothek werden mit ergänzenden Objekten aus der Berliner Antikensammlung sowie den Frankfurter Bronzerekonstruktionen der berühmten Krieger von Riace präsentiert.
Maarten van Heemskerck. Römische Studien zwischen Sachlichkeit und Imagination. Bartsch, Tatjana. 2019. 600 S. 400 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 145,00. CHF 180,00 ISBN: 978-3-7774-3294-6
Geschenkkultur und symbolische Interaktion zwischen Fürst und Untertanen. Elsner, Ines. Das Huldigungssilber der Welfen des Neuen Hauses Lüneburg (1520-1706). 2019. 256 S. 56 Abb., 15 Grafiken, 3 Karten. 24 x 17 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7954-3355-0 Schnell & Steiner
Es war eine kleine kulturgeschichtliche Sensation, als im Februar 2009 in der Sammlung des Pariser Modeschöpfers Yves Saint Laurent und seines Lebensgefährten Pierre Bergé 14 frühbarocke, silbervergoldete Trinkgeräte aus der 1705 aufgegebenen Celler Residenz der Welfen des Jüngeren Hauses Braunschweig-Lüneburg ans Licht der Öffentlichkeit gelangten.
Huldigungsgeschenke als historische und kulturgeschichtliche Quelle
Die Arbeit geht erstmals der Entstehung und Übergabe derart tributartiger Abgaben nach.
Inselklöster – Klosterinseln. Topographie und Toponymie einer monastischen Formation. Hrsg.: Signori, Gabriela. 2019. 278 S. 21 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 119,95. ISBN: 978-3-11-064266-7
Räume der Reform. Kunst und Lebenskunst der Jesuiten in Rom 1580-1700. Zierholz, Steffen. 2019. 288 S. 134 z. T. fb. Abb. 25 x 18 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-7861-2837-3 Gebr. Mann Verlag
Warum ist ein Gemälde Kunst, aber nicht das eigene Leben? Ausgehend von dieser Frage Michel Foucaults geht die Studie erstmals dem Verhältnis von Kunst und Lebenskunst in der Frühen Neuzeit nach. Am Beispiel des Jesuitenordens wird gezeigt, wie sehr die Gestaltung des eigenen Lebens in künstlerischen Formen gedacht wurde. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Beitrag die kirchlichen Sakralräume des Ordens für die Ausbildung einer jesuitischen Lebenskunst leisten konnten. Eine solche auf die Reform des Lebens bezogene Kunst vermag den Beitrag jesuitischer Kunst und Kunstpatronage neu zu würdigen und eröffnet neue Perspektiven auf Hauptwerke der römischen Kunstgeschichte z. B. die Bernini-Kirche Sant Andrea al Quirinale oder Sant`Ignazio mit den Fresken von Andrea Pozzo.
Die Kelten. Kuckenburg, Martin. 2019. 240 S. 207 fb. Abb. 29 x 24 cm. EUR 25,00. ISBN: 978-3-8062-3992-8
Keramikassemblagen der Späten Bronzezeit aus dem Königspalast von Qa?na und eine vergleichende Betrachtung zeitgleicher Keramik Westsyriens und der Levante. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (007). Döpper, Stephanie. 2019. 568 S. 65 Abb., 68 Diagramme, 11 Karten, 40 Tabellen, 156 Tafeln, 1 Klapptafel. 31 x 24 cm. Gb. EUR 178,00. ISBN: 978-3-447-10957-4 Harrassowitz Verlag
Stephanie Döpper präsentiert in Band 7 der Qatna-Studien die spätbronzezeitliche Keramik der Bereiche G, DK, BU und Tombeau II des Königspalastes von Qatna, Syrien. In zahlreichen Tabellen, Diagrammen und einem Katalog der Keramikzeichnungen werden die Keramikassemblagen umfassend vorgestellt und detailliert ausgewertet. Besonderes Augenmerk liegt dabei neben der Darstellung der angewandten Methodik auf dem Vergleich der Keramikassemblagen untereinander sowie auf ihrer funktionalen und chronologischen Einordnung.
Bislang wurde angenommen, dass die Ähnlichkeit von Keramikassemblagen durch eine ähnliche chronologische Stellung begründet ist und darauf aufbauend Keramikassemblagen verschiedener Fundorte miteinander in Beziehung gesetzt werden können. Diese Annahme wird auf der Grundlage einer einheitlichen Klassifikation von mehr als 20.000 diagnostischen Keramikscherben aus über 50 Fundorten Westsyriens und der Levante hinterfragt. Anhand des umfassenden Keramikkorpus wurden Korrespondenzanalysen durchgeführt, um den Grad der Ähnlichkeit zwischen den typologisierten Assemblagen festzustellen. Dabei hat sich gezeigt, dass innerhalb eines relativ kurzen zeitlichen Rahmens wie der Spätbronzezeit Westsyriens und der Levante Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Keramikassemblagen vorwiegend auf regionale und funktionale und kaum auf chronologische Aspekte zurückzuführen sind.
Der Königspalast von Qatna. Mit Beiträgen von Eva Geith, Fidaa Hlal, Tulip Abd el-Hay, Simone Riehl, Heike Dohmann, Tina Köster und Katleen Deckers. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (005). Hrsg.: Pfälzner, Peter; Schmid, Jochen. Teil I: Chronologie, Grundriss, Baugeschichte und Bautechniken. 2019. 360 S. 235 Abb., 6 Beilagen, 30 Tabellen, 81 Tafeln. 31 x 24 cm. Gb. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-11022-8 Harrassowitz Verlag
Der in den 1920er Jahren vom französischen Ausgräber Robert du Mesnil du Buisson entdeckte Palast der bronzezeitlichen Königsstadt Qatna ist in seiner Monumentalität und seinen baulichen Besonderheiten einzigartig in der Tradition königlicher Palastbauten des 2. Jahrtausends v.Chr. im Vorderen Orient. Von 1999 bis 2010 wurden das Gebäude und große Teile des antiken Stadtgeländes (modern: Tall Mišrife) im Rahmen eines syrisch-italienisch-deutschen Kooperationsprojektes erneut untersucht. In diesem Zusammenhang konnten die Architektur des Palastes, seine Baugeschichte, seine Ausstattung und seine Funktionen grundlegend neu bewertet werden.
Diesen Aufgaben hat sich unter anderem das syrisch-deutsche Team in Qatna gewidmet. Band QS 5, der erste Teil der der Endpublikation zur Architektur des Königspalastes von Qatna in West-Syrien, bietet eine zusammenfassende Gesamtdarstellung dieser Forschungsergebnisse. Sie umfassen die Chronologie und Baugeschichte des Gebäudes, seine Bautechniken sowie seine bauhistorische Einordnung. Hinzu kommen die Darstellung des urbanistischen Aspekts und der symbolischen Bedeutung des Palastes. Ferner thematisiert der Band die Restaurierungsarbeiten im Palastbereich und legt die methodischen Grundlagen der Ausgrabung, der Dokumentation und der Keramikbearbeitung des Projekts dar. Schließlich kommen auch umweltgeschichtliche Aspekte zur Sprache. Auf diese Weise entsteht ein umfassender Gesamtüberblick über den Königspalast von Qatna.
Der Königspalast von Qatna. Mit Beiträgen von Peter Pfälzner, Stephanie Döpper, Ivana Puljiz, Tina Köster, Simone Riehl, Emmanuelle Vila, Heike Dohmann, Katleen Deckers, Thomas Richter, Ferhan Sakal, Felix Höflmayer, Aaron A. Burke, Brian N. Damiata, John Southon und Giulia Baccelli. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (006). Hrsg.: Geith, Eva; Abd-el Hay, Tulip; Schmid; Hrsg.: Jochen. Teil II: Architektur, Stratigraphie, Keramik und Funde des westlichen Zentralbereiches. 2019. 510 S. 322 Abb., 9 Beilagen, 134 Tabellen, 144 Tafeln. 31 x 24 cm. Gb. EUR 228,00. ISBN: 978-3-447-11023-5 Harrassowitz Verlag
Band QS 6 bildet den zweiten Teil der Endpublikation zum Baubefund des Königspalastes von Qatna in West-Syrien. Architektur, Stratigraphie, Keramik und die Funde der Räume im westlichen Zentralbereich des Königspalasts werden hier detailliert dargestellt. Der westliche Zentralbereich umfasst Halle C und die umgebenden Räume sowie den monumentalen Türdurchgang, die sogenannte Porte Royale, die von Halle C in den östlichen Teil des Repräsentationstraktes des Palastes führt. Die große, mit vier Innensäulen ausgestattete Bankett- und Audienzhalle C ist mit einer Fläche von rund 38 x 38 m der größte bisher bekannte überdachte Raum der Bronzezeit im Alten Orient.
Die Baubefunde einschließlich der stratigraphischen Einheiten und der Keramik werden im Band nach Nutzungsphasen getrennt vorgelegt. Diese umfassen die Palastnutzungsphasen der Mittleren und Späten Bronzezeit sowie vor- und nachpalastzeitlichen Nutzungsphasen der Frühen Bronzezeit und der Eisenzeit. Soweit diese nicht in anderen Bänden als eigenständige Materialgruppen separat behandelt werden, werden auch die zugehörigen Funde im Detail vorgestellt. Auf diese Weise entsteht ein umfassendes Bild aller Funde und Befunde aus diesem wichtigen Bereich des Königspalastes von Qatna.
Kriegstage in Konstantinopel. Feldmann, Wilhelm. 2019. 171 S. 8 Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-145709-3
"Der Kleine Carl Larsson-Kalender 2020. Larsson, Carl. Engl.; Dtsch. 2019. 24 S. 12 Blatt fb. Abb., doppelseitig / aufgeklappt 46 cm hoch mit zusätzlichem Notiz-Kästchen-Kalendarium. 23 x 31 cm. EUR 9,80. " ISBN: 978-3-7845-9809-3 Langewiesche - Königstein
"Der Große Carl Larsson-Kalender 2020. Larsson, Carl. Franz.; Schwedisch; Engl.; Dtsch. 2019. 12 S. 12 Farbreproduktionen. 42 x 46 cm. EUR 19,80. " ISBN: 978-3-7845-9819-2 Langewiesche - Königstein
New Research on Late Byzantine Goldsmiths´ Works (13th-15th Centuries). Neue Forschungen zur spätbyzantininischen Goldschmiedekunst (13.-15. Jahrhundert). Römisch Germanisches Zentralmuseum / Byzanz zwischen Orient und Okzident (13). Hrsg.: Bosselmann-Ruickbie, Antje. Engl. 2019. 188 S. 143 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 43,00. ISBN: 978-3-7954-3480-9 Schnell & Steiner
This volume edited by Antje Bosselmann-Ruickbie comprises thirteen papers from the conference »New Research on Late Byzantine Goldsmiths` Works (13th to 15th Centuries)«, held in the Römisch-Germanisches Zentralmuseum in Mainz in October 2015. The contributions primarily deal with the material culture of goldsmiths’ works, such as crosses, reliquary caskets, jewellery, enamel works, and precious stones, spanning the wide geographical area of Byzantium and many of its neighbours, from Russia via Trebizond and Serbia to Crete. Furthermore, written sources on Byzantine goldsmiths, their craft and the provenance of precious metals provide evidence for goldsmithing in Byzantium throughout its history.
- Goldsmith works in Byzantium from the 13th to the 15th century
- Late Byzantine jewellery and liturgic objects
Leonardo da Vinci in der Hamburger Kunsthalle. Klemm, David. 2019. 144 S. 28 x 21 cm. ISBN: 978-3-938002-56-8
Das Abendmahl von Leonardo da Vinci. Karmische Wege seiner Entstehung. Eine Spurensuche in Versen von Wilfried Hammacher. Hammacher, Wilfried. 2019. 152 S. fb. Abb. EUR 38,00. CHF 46,00 ISBN: 978-3-943305-41-8
No doubt of dubious virtue?. Überlegungen zum Frauenbild bei Édouard Manet. Schuster, Sarah-Lena. 2019. 296 S. 19 fb. Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 15,99. CHF 22,90 ISBN: 978-3-7494-3511-1
Maximilian I. (1459 - 1519). Hrsg.: Lange-Krach, Heidrun. 2019. 440 S. 430 fb. Abb. 31 x 24 cm. EUR 35,00. ISBN: 978-3-7954-3414-4 Schnell & Steiner
Um 1500 war die Reichsstadt Augsburg ein Handelsknotenpunkt und unter Maximilian wurde sie zu einer internationalen Finanzmetropole. Auch besaß Augsburg eine ganz besondere Bedeutung für den Kaiser: als Zentrum für Kunst, Wissenschaft, Politik und Festkultur, wie der Katalog zeigen wird.
• Neue Forschungen und Fragestellungen zu Maximilian I. und der damals prägenden Kultur in Augsburg um 1500
• Beschreibung von der Handwerksgeschichte über Finanzstrukturen bis zu unbekannten Objekten der maximilianischen Kunstpatronage
• Begleitband zur Ausstellung im Maximilianmuseum Augsburg vom 15. Juni bis 15. September 2019
"Über den Glanz des Goldes und die Polychromie. Technische Vielfalt und kulturelle Bedeutung vor- und frühgeschichtlicher Metallarbeiten. Akten des 2. und 3. Workshops des Netzwerks Archäologisch-Historisches Metallhandwerk in Frankfurt a.M., 24.-27.10.2013, und in Berlin, 11.-12.05.2017. Hrsg. v. Eilbracht, Heidemarie/ Heinrich-Tamáska, Orsolya/ Niemeyer, Barbara/ Reiche, Ina/ Voß, H.-U. Hrsg.: Eilbracht, Heidemarie; Heinrich-Tamáska, Orsolya; Niemeyer, Barbara; Reiche, Ina; Voß, Hans-Ulrich. 2019. 400 S. 196 (tls fb.) Abb. EUR 79,00. " ISBN: 978-3-7749-4184-7
"Excellence. Studies in Honour of Olga Palagia. Hrsg.: Goette, Hans Rupprecht; Leventi, Iphigeneia. Neugriechisch; Engl. 2019. 370 S. 251 Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 49,80. " ISBN: 978-3-89646-557-3
Der Palast im antiken und islamischen Orient. 9. Internationales Colloquium der Deutschen Orient-Gesellschaft 30. März - 1. April 2016, Frankfurt am Main. Colloquien der Deutschen Orient-Gesellschaft (9). Hrsg.: Wicke, Dirk. 2019. 348 S. 77 Abb., 5 Diagramme, 6 Karten, 15 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 49,00. ISBN: 978-3-447-19841-7 Harrassowitz Verlag
Zentrum der herrscherlichen Macht und Schaltstelle des Reiches, Wohnstätte und Rückzugsort der Herrscher, Arbeitgeber für Hundertschaften von Dienern und Beamten - dies sind die ersten Assoziationen, die sich mit dem Begriff „Palast“ verbinden lassen. „Palast“ ist aber mehr als nur das Gebäude, in dem der Herrscher residiert, repräsentiert und administriert. Er ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und zugleich ein fein abgestimmtes hierarchisches System weltlicher und geistiger Ordnung, ein Stück weit Abbild der Gesellschaft und gleichzeitig ein Kosmos für sich, ein Platz der großen Politik ebenso wie ein Ort von Haremsintrigen und Thronfolgezwisten. Und nicht zuletzt bietet der Palast auch Raum für Wissenschaft, Kultur und Kunst – stilprägend und tonangebend in Mode und höfischer Etikette.
Der von Dirk Wicke herausgegebene Tagungsband umfasst achtzehn Beiträge des 2016 abgehaltenen Colloquiums zum Phänomen altorientalischer und islamischer Paläste sowohl aus archäologischer wie auch philologisch-historischer Sichtweise. Die Themen reichen dabei von architektonischen Betrachtungen einzelner Baukomplexe des 3. Jahrtausends v.Chr. bis hin zum Leben am Hof in islamischer Zeit. Von namhaften Fachwissenschaftlern verfasst bietet der Band einen Überblick über aktuelle Forschungen zum Themengebiet und damit einen idealen Einstieg in die Thematik.
PharaonenGold. 3.000 Jahre altägyptische Hochkultur. Hrsg.: Grewenig, Meinrad Maria. 2019. 256 S. fb. Abb. 28 x 24 cm. EUR 27,50. ISBN: 978-3-947563-40-1
Das Proportionsgesetz der antiken Baukunst und sein Nachleben im Mittelalter und in der Renaissance. Dehio, G. 2019. 36 S. 122 Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-172411-9
Rembrandt Selbstbildnisse. Bonafoux, Pascal. 2019. 160 S. 100 fb. Abb. 21 x 17 cm. EUR 29,80. CHF 34,30 ISBN: 978-3-8296-0869-5
Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel. Monte do Facho. I. Die epigraphische Hinterlassenschaft des römisch-keltischen Heiligtums auf dem Monte do Facho (O Hío/Cangas – Galicien). I. El legado epigráfico del santuario céltico-romano en el Monte do Facho (O Hío/Cangas, Galicia). Madrider Beiträge (38). Koch, Michael. Hrsg.: Schattner, Thomas G. 2019. 140 S. 198 Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-406-8 L, Reichert
Der „Monte do Facho“ (O Hío, Cangas), ein mächtiger Hügel, erhebt sich nordwestlich der „ría de Vigo“ unmittelbar über dem Ufer des atlantischen Ozeans mit Blick nach Westen. Auf dem Hügelkamm und an seinen Flanken wurden seit Jahrzehnten prähistorische und antike Überreste vermutet, begründet durch Ringwälle und eine Reihe von epigraphischen Streufunden in unmittelbarer Nähe des Hügels. Aber erst die systematische Grabung durch ein deutsch-galicisches Forscherteam ab 2003 erbrachte Gewissheit über sowohl eine prähistorische Besiedlung als auch ein eisenzeitliches „castro“ und vor allem ein schlichtes, aber umfangreiches Heiligtum zu Ehren einer bis dahin unbekannten keltischen Gottheit aus der mittleren und späteren Kaiserzeit, deren Name DEUS LAR BERUS BREUS gelautet haben muss. Die Grabung ergab die Existenz von nahezu fünfzig Weihealtären, die zusammen mit früheren epigraphischen Funden von diesem Hügel und aus seiner unmittelbaren Umgebung, heute in den Museen von Pontevedra und Vigo ausgestellt, rund einhundert und dreißig Weihaltäre und Altarfragmente zu Ehren dieser Gottheit ausmachen. Aus epigraphischer Sicht handelt es sich um die bislang zahlenmäßig größte Weihung für eine einheimische Gottheit auf der Iberischen Halbinsel. Darüber hinaus fanden sich Hinweise auf eine regionale Renaissance des einheimischen Keltentums sowie auf frühe Christianisierungs-Versuche.
Die Weihaltäre sind im Bild vorgestellt, gelesen und transkribiert sowie epigraphisch interpretiert. Der historische Kontext ist, soweit es der heutige Forschungsstand erlaubt, dargestellt. Die Publikation bedeutet einen Meilenstein in der Erforschung der außerordentlich komplexen Religiosität des keltisch-römischen Nordwestens Hispaniens.
"Im Licht des Nordens. Dänische Malerei der Sammlung Ordrupgaard. Katalog zur Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle 2019. Hrsg.: Bertsch, Markus; Beitr.: Bertsch, Markus; Fonsmark, Anne-Birgitte; Monrad Møller, Marie-Louise; Olsson, Carl-Johan; Krämer, Felix; Struck, Neela. 2019. 160 S. 70 fb. Abb. 29 x 24 cm. EUR 34,00. CHF 41,50" ISBN: 978-3-86832-524-9
Arp Schnitger: Orgelbauer, Klangarchitekt, Vordenker, 1648–1719. 2019. 250 S. 85 fb. Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 24,90. ISBN: 978-3-86935-358-6
Thasos. Aufstieg und Niedergang einer griechischen Polis. Hrsg.: Ecole Francaise D'Athenes. 2019. 176 S. 168 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 50,00. ISBN: 978-3-8053-5180-5
Turner - The Sea and the Alps. Hrsg.: Kunstmuseum Luzern. Engl. 2019. 180 S. 100 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 34,90. CHF 42,60 ISBN: 978-3-7774-3266-3
Turner - Das Meer und die Alpen. Hrsg.: Kunstmuseum Luzern. 2019. 180 S. 100 fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 34,90. CHF 42,60 ISBN: 978-3-7774-3267-0
"J.M.W. Turner - Wolken. Das Skizzenbuch ""Skies"". Brown, David Blayney. 2019. 152 S. 144 Abb. 14 x 26 cm. EUR 29,90. CHF 36,80" ISBN: 978-3-7774-3319-6
Der Untergang von Atlantis. Beweise für das jähe Ende einer legendären Zivilisation. Joseph, Frank. 2019. 320 S. fb. Abb. 21 x 14 cm. Gb. EUR 24,99. ISBN: 978-3-939373-16-2
Die Unterweisung des Blicks. Visuelle Erziehung und visuelle Kultur im langen 19. Jahrhundert. Teutenberg, Tobias. 2019. 352 S. 133 Abb. 23 x 15 cm. EUR 34,99. CHF 42,00 ISBN: 978-3-8394-4326-2
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