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Neuerscheinungen in Epochen

Architektur des 12. Jahrhunderts in Hessen. Neue Perspektiven aus Kunstgeschichte, Bauforschung und Denkmalpflege. Herausgegeben von Hopp, Cornelius; Imhof, Viktoria; Papajanni, Katarina; Worms, Kirsten. 2026. 456 S. 28,5 x 21 cm. EUR 39,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-96176-319-1
Handbuch der Spätmittelalterlichen Baukultur. Herausgegeben von Bruno Klein; Universität Würzburg. 2026. 28 x 21 cm. EUR 69,00. CHF 71,00 ISBN: 978-3-7954-9072-0
Hochmittelalterliche Bischofsgewänder mit Goldstickereien. Untersuchungen zu Technik, Motivik und Funktion. Vogt, Caroline. 2026. 436 S. Abb. und Zeichnungen. 31,5 x 23,5 cm. CHF 195,00 ISBN: 978-3-905014-89-1
Die Bücherstiftung des Frankfurter Stadtarztes Johann Hartmann Beyer aus dem Jahr 1624. Edition des Katalogs und Rekonstruktion der Büchersammlung. Fürbeth, Frank. 2026. 6 sw. Abb., 20 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-7520-0916-3 L, Reichert
Am 13. Dezember 1624 schenkte der Frankfurter Stadtarzt und Mathematiker Johann Hartmann Beyer der dortigen Stadtbibliothek seine Büchersammlung. Mit fast 2900 Drucken und Handschriften in 1210 Bänden war sie die größte private Bibliothek der Reichsstadt in der frühen Neuzeit. Der Katalog, der von Beyer anlässlich der Schenkung selbst erstellt worden war, ist heute noch in der Nachfolgeinstitution der ehemaligen Stadtbibliothek, der Frankfurter Universitätsbibliothek, erhalten und wird hier in einer kritischen Edition vorgelegt. Zusammen mit den 280 Bänden aus Beyers Büchersammlung, welche den Weltkrieg überlebten und erst neuerdings in der Universitätsbibliothek wiederentdeckt worden sind, kann so der Bestand der Bibliothek sowie die Chronologie ihres Aufbaus rekonstruiert werden. Dabei wird das Augenmerk insbesondere auf die Möglichkeiten des Frankfurter Buchmarkts gelegt, mit dessen Druckern Beyer und sein Vater, der Frankfurter Prädikant Hartmann Beyer, der seit den 1530er Jahren den Grundstock der späteren Büchersammlung aufgebaut hatte, durch eigene wissenschaftliche Tätigkeit und Herausgeberschaft eng verbunden waren.
Daneben waren aber auch die Lehrer, Studienfreunde und Kollegen der beiden Beyers mit Widmungsexemplaren nicht unmaßgeblich an dem Aufbau der Sammlung beteiligt. Hartmann Beyer, der von 1534 bis 1546 in Wittenberg bei Martin Luther und Philipp Melanchthon die Artes liberales und Theologie studiert hatte, ehe er auf den Wunsch Luthers hin das Prädikantenamt in Frankfurt antrat, hatte von diesen, aber auch von seinen Frankfurter Lehrern Wilhelm Nesen und Jacob Micyllus sowie Studienfreunden wie Adolf von Glauburg zahlreiche Bücherschenkungen erhalten, wobei es sich nicht nur um reformatorische Schriften, sondern auch um humanistische und mathematisch-astronomische Werke handelte, für die sich Hartmann Beyer in besonderem Maße interessierte. Johann Hartmann Beyer wiederum, der von 1579 bis 1588 ein Studium der Artes in Straßburg und der Medizin in Tübingen, Padua und Siena absolviert hatte, besaß Vorlesungsmitschriften seiner dortigen Lehrer, aber auch Widmungsexemplare von diesen wie von Freunden und Kollegen, worunter besonders Andreas Libavius zu nennen ist, mit dem ihm das Interesse an alchemischen Verfahren verband. Wie bei seinem Vater galt die wissenschaftliche Liebe Beyers allerdings auch eher der Mathematik, in der er selbst mit eigenen Werken hervorgetreten ist und über einzelne Probleme mit den bedeutendsten Mathematikern der Zeit, darunter Johannes Kepler, korrespondiert hatte.
Die Büchersammlung Beyers war geprägt von der theologischen bzw. medizinischen Profession des Vaters bzw. des Sohnes; beide Bereiche machten insgesamt etwa zwei Drittel des ehemaligen Bestandes aus, wobei sie in ihrer Zusammensetzung einerseits den genesiolutheranischen Standpunkt des Vaters und andererseits die humanistisch geprägte Medizin und Pharmazeutik des späten 16. Jahrhunderts widerspiegeln. Daneben hatten aber auch die astronomischen und mathematischen Werke einen großen Anteil, so dass der Katalog und die Rekonstruktion der Büchersammlung einen repräsentativen Einblick in die zentralen Wissensdiskurse und -netzwerke der Zeit erlauben.
Canaletto & Bellotto. Beobachtung und Erfindung in Venedig, London und Wien. Mayer, Mateusz. 2026. 169 S. 24 x 18 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7774-4754-4
Der Maler Franz Ludwig Catel und seine Stiftung in Rom. Castellani, Alba. Herausgegeben von Gazzetti, Maria. 2026. 320 S. 29,7 x 21,4 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-947313-27-3
Danzigs spätmittelalterliche Paramente im 20. Jahrhundert. Erinnerung, Konservierung, Überlieferung. Hrsg.: Samerski, Stefan; In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung der deutschen Vertriebenen. 2026. 152 S. 20 sw. Abb., 100 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 24,95. CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-1602-4 Michael Imhof
Aus der Danziger Marienkirche sind uns spätmittelalterliche Textilien überliefert, die qualitativ und quantitativ zu den bedeutendsten der Welt gehören. Sie spiegeln den Glanz der hanseatischen Blütezeit wider und waren seit dem 19. Jahrhundert Exponent der kulturellen Identität der Weichselstadt. Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Paramentenschatz im großen Stil zerstreut. Zusammen mit der modernen Konservierung der Textilien und einzelnen Vergleichsbeispielen in anderen Museen soll das bewegte Schicksal des geteilten Bestandes von verschiedenen Wissenschafts¬disziplinen beleuchtet und in einen größeren Zusammenhang gestellt werden. Gerade die Geschichte des Danziger Paramentenschatzes bietet einen fundierten Diskussionsbeitrag für einen angemessenen Umgang mit dem eigenen Kulturgut.
Verstörende Vielfalt. Jacques-Louis David und die Inszenierung des Politischen ? eine Kulturgeschichte der Französischen Revolution im Spiegel seiner Malerei. Klünemann, Clemens. 2026. 206 S. 23,5 x 15,5 cm. EUR 18,00. ISBN: 978-3-8260-9727-0
Divine Presence. Depictions of Marble in Late Gothic and Early Renaissance Painting. Bildbeschreibung von Kolbitz, Karl; McLaughlin, Rosanna; De Marchi, Andrea; Herausgegeben von Kolbitz, Karl. Englisch. 2026. 208 S. 125fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 68,00. CHF 88,00 ISBN: 978-3-7757-6209-0
Sehnsucht nach dem Süden. Deutsche Künstler in Italien 1865?1915. Herausgegeben von Barbara Alten, Fiebig, Harald; Ruch, Ilse. Beiträge von Bardazzi, Emanuele; Carrera, Manuel; Kinzel, Sarah; Kunkel, Alexander; Scherrer, Susanne; Tietz, Julia; . Italienisch; Deutsch. 2026. 224 S. 104 fb. Abb. und 68 s/w-Abb. 25,5 x 21 cm. EUR 34,00. CHF 41,50 ISBN: 978-3-86832-849-3
Das Grab von Erzbischof Erkanbald (? 1021). Erforschung einer Sarkophagbestattung in der ehemaligen Mainzer Kathedrale St. Johannis. Herausgegeben von Faccani, Guido. 2026. 8 sw. Abb., 84 fb. Abb., 14 Landkarten. 28 x 21 cm. EUR 20,00. CHF 20,60 ISBN: 978-3-7954-9050-8
Gestalten ? Kämpfen ? Vermitteln. Facetten niederadligen Lebens im 16. Jahrhundert in Mitteldeutschland. Herausgegeben von Philipsen, Christian; Henning Michl, Eike; Tille, Katrin; Belitz, Michael. 2026. 42 fb. Abb., 13 Landkarten, 127 sw. Abb., 8 Grafiken / Schaubilder. 29,7 x 12 cm. EUR 29,95. CHF 30,80 ISBN: 978-3-7954-9120-8
Faulheit in der Kunst. Studien zu Acedia und Müßiggang vom Mittelalter bis zur Frühen Neuzeit. Hartau, Johannes. 2026. 185 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-422-80185-1
Zauber der Stille. Caspar David Friedrichs Reise durch die Zeiten | Der Nummer-1-Bestseller jetzt im Geschenkformat. Illies, Florian. 2026. 4 fb. Abb. 14,5 x 9,2 cm. EUR 16,00. ISBN: 978-3-596-52388-7
Dandys Dekadenz Moderne. Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Herausgegeben von Hoffmann, Tobias; Beiträge von Augustin, Theresa; Hoffmann, Tobias; Müller, Nils Martin; Reifferscheidt, Fabian. Englisch; Deutsch. 2026. 226 Abb. 26 x 22 cm. EUR 32,00. CHF 39,00 ISBN: 978-3-86832-858-5
In the Serenity of the Himavanta Forest. What the Berlin Traiphum Discloses. Stoye, Martina; Panarut, Peera. Hrsg.: Staatliche Museen zu Berlin. Englisch. 2026. 150 S. 47 fb. Abb. 27 x 25 cm. EUR 34,00. CHF 39,10 ISBN: 978-3-7319-1581-2 Michael Imhof
Das Buch von den „Drei Welten“ („Traiphum“; Inv.Nr. II 650, Museum für Asiatische Kunst Berlin) ist eine der schönsten und ältesten Prachthandschriften zur buddhistischen Kosmologie aus Thailand. Die 33 Meter lange Leporello-Handschrift wurde 1776 von König Taksin von Thonburi bei vier Hofmalern und vier Hofschreibern beauftragt. Das Berliner Museums-Programm CoMuse bot 2023 den Einstieg in eine kollaborative Erforschung ihrer Bilder und Texte. Die beiden Autoren legen hier ihre gemeinsame Forschung vor. Im Fokus steht ein sechs Meter langer Abschnitt: die abgeschiedene Welt des Himavanta-Waldes mit herrlichen Seen, Tieren und Pflanzen, dem Verlauf des südlichen Stroms vom Himavanta-Wald in die Menschenwelt und vielen darin verorteten J?takas (Vorgeburtsgeschichten des Buddha). Aufgezeigt werden nicht nur das Wechselspiel von Text und Bild in der Handschrift selbst, sondern auch die Verbindungen des Dargestellten zu weiteren Texttraditionen Thailands und des Therav?da-Buddhismus.
The ‘Book of the Three Worlds’ (‘Traiphum’; inv. no. II 650, Museum für Asiatische Kunst, Berlin) is one of the most beautiful, oldest and magnificent manuscripts on Buddhist cosmology from Thailand. The thirty-three-metre long leporello manuscript was commissioned by King Taksin of Thonburi in 1776 from four royal painters and four royal scribes. In 2023, the Berlin museum programme CoMuse allowed collaborative research to be carried out of its images and texts. This book is the outcome of the joint research by the two authors. It focuses on a six-metre-long section of the manuscript: the idyllic and secluded world of the Himavanta forest with its beautiful lakes, animals and plants, the course of the southern stream from the Himavanta forest to the human world and the many J?takas (pre-birth stories of the Buddha) situated therein. The authors not only analyse the interplay of text and image in the manuscript, but also explore the connections between what is depicted here and other textual traditions of Thailand.
Das Neue Gebetbuch Kaiser Maximilians I. in seiner Entstehung. Lange-Krach, Heidrun. 2026. 300 fb. Abb. 30 x 23,8 cm. EUR 99,00. ISBN: 978-3-87157-269-2
Caroline Kempter. Malerin. Eine Illertisser Persönlichkeit. Sauerbrey, Beate; Ziesel, Gertrud; Ziesel, Werner. 2026. 64 S. 24 fb. Abb. 21 x 14,5 cm. EUR 5,00. ISBN: 978-3-87437-654-9
Frühe Kirchenbauten in Deutschland Teil 2. Alternative Rekonstruktionen der Baugeschichten. Meisegeier, Michael. 2026. 61 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 22,99. CHF 32,90 ISBN: 978-3-6957-0169-8
Frühe Kirchenbauten in Deutschland Teil 1. Alternative Rekonstruktionen der Baugeschichten. Meisegeier, Michael. 2026. 60 fb. Abb. 21 x 14,8 cm. EUR 21,99. CHF 31,50 ISBN: 978-3-6957-0175-9
Kunst um 1800. Eine Ausstellung über Ausstellungen. Hamburger Kunsthalle; Lange-Berndt, Petra; Rübel, Dietmar. 2026. 93 S. 28 x 21 cm. . ISBN: 978-3-938002-76-6
Mittelalter und Renaissance. Kunst vor 1600 im Belvedere. Herausgegeben von Rollig, Stella; Blauensteiner, Björn. 2026. 176 S. 23 x 16,5 cm. EUR 19,90. ISBN: 978-3-903327-76-4
Magische Gestalten: Verzauberung und Lenkung in Tassos Gerusalemme Liberata. Herzog, Irene. 2026. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-39518-2 Harrassowitz Verlag
Den magischen Diskurs der Frühen Neuzeit dominiert die christliche Idee einer magia daemonialis, wonach Magie Teufelswerk ist und die christliche Ordnung gefährdet. Für Vertreter einer magia naturalis hingegen entstehen magische Effekte auch auf natürliche Weise, ohne dämonische Hilfe. Im Hexenhammer von 1486 wird deutlich, dass beide Positionen auf dem Konzept von ‚Lenkung‘ basieren. Wie auch Tassos Dialog Il Messaggiero zeigt, ist der Begriff der ‚Lenkung‘ für die Frühe Neuzeit zentral, da er grundlegende historische Gesetzmäßigkeiten und Machtstrukturen erklärt: Gottes Lenkung garantiert die kosmische Ordnung wie analog der Regent die staatliche Ordnung sichert. Der Mensch unterliegt als körperliches Wesen einer geistigen Lenkung: innere spiritus regeln die Körperfunktionen und die menschlichen Handlungen werden von himmlischen Boten dirigiert. Dämonen manipulieren den Menschen über die körperliche Kontrolle der Affekte. Irene Herzogs Analyse der heidnischen Magierfiguren im Epos Gerusalemme Liberata zeigt, dass der Begriff der ‚Lenkung‘ für Torquato Tassos Poetik grundlegend ist. Tasso nutzt die historische Binnendifferenzierung zur Konzeption der Magierfiguren Ismen und Armida und präsentiert Magie offiziell als Indikator für den Status christlicher Machtordnung. Gleichzeitig erscheinen die Maßnahmen und Effekte der beiden magischen Figuren als Reflexionsflächen ästhetischer Lenkung.
Geprägter Ruhm - Die Medaillen Ludwigs XIV. der séries uniformes. Fried, Torsten; Hengerer, Mark. 2026. 944 S. 2025 Abb., 2 Bände. 30 x 24 cm. EUR 158,00. ISBN: 978-3-7774-4539-7
Monet. Masters of Art. Ormiston, Rosalind. Englisch. 2026. 55 fb. Abb., 5 sw. Abb. 21,1 x 17,2 cm. EUR 13,00. CHF 18,50 ISBN: 978-3-7913-9379-7
Natur und Antike. Der Romantiker Friedrich Nerly in Rom. Herausgegeben von Hansen, Dorothee. 2026. 260 S. 30 x 24 cm. EUR 50,00. ISBN: 978-3-7774-4659-2
Gregormeister. Die ottonische Buchmalerei in Trier und ihre kunsthistorische Galionsfigur. Ursula Prinz. 2026. 1046 fb. Abb., 21 sw. Abb. 28 x 21 cm. EUR 89,00. CHF 91,50 ISBN: 978-3-7954-9051-5
Der amputierte Herrscher. Ein niederländisches Porträt des Sultans von Tidore. Hadjinicolaou, Yannis. 2026. 30 fb. Abb. 21 x 13 cm. EUR 24,00. ISBN: 978-3-422-80369-5
Ludwig Richters italienische Tagebücher 1824?1826. Spitzer, Gerd. 2026. 320 S. 27,7 x 20,9 cm. EUR 45,00. ISBN: 978-3-947313-23-5
Römer - Gesichter eines Weltreichs. Herausgegeben von Heyner, Romy; Morscheiser, Jennifer; Reuter, Stefan. 2026. 200 S. 29 x 25 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7774-4699-8
Félicien Rops. Laboratorium der Lüste. Herausgegeben von Beyer, Jonas; van Heesch, Daan. Englisch; Deutsch. 2026. 93 S. 27 x 23 cm. EUR 45,00. ISBN: 978-3-7774-4748-3
Städtebau im vorrömischen Judäa und Nabatäa. Zwischen einheimischer Tradition und griechisch-römischen Einflüssen. Träder, Eva. 2026. 516 S. 140 Abb., 12 Tabellen. EUR 120,00. ISBN: 978-3-447-39687-5 Harrassowitz Verlag
Die Könige von Judäa und Nabatäa herrschten über Teile des heutigen Israels, Palästinas, Jordaniens, Saudi-Arabiens, Syriens und Libanons und konnten trotz des stetig zunehmenden römischen Einflusses in der Region ihre Unabhängigkeit bis in das späte 1. und frühe 2. Jahrhundert n.Chr. bewahren. Als mit Rom verbündete Könige befanden sie sich in einer herausfordernden politischen Situation, in der sie sich zum einen in der Öffentlichkeit als unabhängige Herrscher darstellen wollten und zum anderen den Ansprüchen Roms Rechnung tragen mussten. Ein beliebtes Mittel der königlichen Selbstdarstellung war die Errichtung von großen und prächtig ausgestatteten öffentlichen Bauten, die neben ihren funktionalen Aufgaben auch der Verfolgung propagandistischer und politischer Ziele dienen konnten.
Eva Träder behandelt in ihrer Studie den Städtebau in Judäa und Nabatäa. Die öffentlichen Bauwerke aus der Mitte des 1. Jahrhunderts v.Chr. bis zum späten 1. /frühen 2. Jahrhundert n.Chr. werden ausführlich beschrieben, in ihrem urbanistischen Kontext betrachtet und in die regionale Entwicklung eingeordnet. Um die komplexen Fragen nach dem Verlauf und der Gestalt vorrömischer Urbanisierungsprozesse zu beantworten, wurde eine große Menge verstreut publizierter Informationen zu den Gebäuden des Betrachtungsraums zusammengetragen und wo möglich in neuen Zeichnungen dokumentiert. Durch vergleichende Untersuchungen werden zudem regionale Eigenheiten hinsichtlich bestimmter Gebäudetypen und Tendenzen der Architekturrezeption herausgearbeitet.
The Textile Relics in Sant?Ambrogio, Milan:. Interweaving Craft, Cult and Politics. Herausgegeben von Ulrike Reichert; Sabine Schrenk. Englisch. 2026. 28 x 24 cm. EUR 40,00. CHF 41,20 ISBN: 978-3-7954-3926-2
Van Gogh. Große Meister der Kunst - Mit zahlreichen fb. Abb. Kuhl, Isabel. 2026. 2 sw. Abb., 53 fb. Abb. 21,1 x 17,2 cm. EUR 13,00. CHF 18,50 ISBN: 978-3-7913-9313-1
Vatikanische Museen. Museo Gregoriano Profano ex Lateranense. Bauornamentik und Architekturglieder. Herausgegeben von von Hesberg, Henner; Lipps, Johannes. 2026. 147 fb. 870 sw. Abb. 31,5 x 22,5 cm. EUR 169,00. ISBN: 978-3-7520-0613-1 L, Reichert
Das Museo Gregoriano Profano wurde 1844 gegründet, um die bei Grabungen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gefundenen Antiken den Besuchern Roms zugänglich zu machen. Es war bis 1963 in dem Lateranspalast nördlich der Basilika von S. Giovanni untergebracht und wurde 1970 in einem neu errichteten Trakt in den Vatikanischen Museen der Öffentlichkeit präsentiert. Seit 1991 werden in Zusammenarbeit zwischen der Direktion der Vatikanischen Museen und dem Forschungsarchiv für Antike Plastik an der Universität Köln die Bestände systematisch über wissenschaftliche Bildkataloge erschlossen, wobei die figürlichen Monumente zunächst Vorrang besaßen, denn schon der 1867 von Otto Benndorf und Rudolf Schöne verfasste Katalog konzentrierte sich auf die antiken Bildwerke – also ohne Architektur – und blieb überdies ohne Bilder.
Der vorliegende Band steht zwar in diesen Traditionen, erschließt aber als Neuerung mit den Beständen des Museo Gregoriano Profano umfassend eine der großen Sammlungen römischer Architekturglieder in Rom. Das geschieht in drei Kapiteln , die jeweils eigens diskutierte Resultate enthalten: 1) wird dabei ein detaillierter Blick auf die Sammeltätigkeit und Ausstellungspraxis des Vatikans insbesondere in der ersten Hälfte des 19 Jh. geworfen; eine Zeit, in welcher ornamentierte Bauglieder erstmals als Zeugnisse mit eigener historischer Aussagekraft erkannt und ernstgenommen wurden; 2) wurden im Rahmen der Arbeiten bislang weitgehend unbekannte Bauglieder 120 der bisweilen sehr prominenten Monumente Roms und Latiums zugewiesen. Dazu zählen das Augustusforum, das Pompeiustheater und das Hadrianeum in Rom genauso wie die Kaiservillen in Castelgandolfo oder Tivoli, aber auch die ausgedehnten päpstlichen Grabungen in Ostia oder bisher unbekannte Monumente wie ein Grabbau an der Via Nettunense. Die Stücke erlauben gelegentlich neue Rekonstruktionen oder ergänzen unser Wissen zur Geschichte und Rezeption der Monumente; 3) Die Dokumentation des gesamten Bestands lenkte den Blick zwangsläufig auf bislang marginalisierte Baugliedtypen wie Wandkonsolen mit teilweise sehr originellen Lösungen, Aktrotere oder Decken, die im vorliegenden Band erstmals in größerer Zahl zusammenhängend vorgelegt und ausgewertet werden. Das brachte auch ungewöhnliche Bauglieder zum Vorschein, etwas Figuralkapitelle mit Pegasusprotomen oder Gesimse mit Wasserverteilern. Alle diese disparaten Bauteile erlauben vielfältige Einblicke sowohl in die Entwicklung der römischen Architektur als auch in die Aktivitäten der Denkmalpflege im Kirchenstaat.
Theodore de Bry. America. Tise, Larry E.; van Groesen, Michiel. 2026. 24 x 17 cm. HC. Englisch. EUR 30,00. ISBN: 978-3-7544-0241-2
Der Blick des Pan. Cornelis Floris und die «Heemskerck»-Skizzenbücher. Thürlemann, Felix. 2026. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 70,00. CHF 66,00 ISBN: 978-3-98501-356-2
Himmlisches Wiedersehen. Von Ludwig I. zum Blauen Reiter. Hrsg.: Kürzeder, Christoph; Mensch, Steffen; Roll, Carmen; Beitr.: Hoberg, Annegret; Koller, Gabriele. 2026. 151 fb. Abb. 23 x 17 cm. EUR 35,00. CHF 36,00 ISBN: 978-3-7954-9106-2
Spätgotische Kunsthandwerker. Kunst- und kulturgeschichtliche Trouvaillen aus der spätmittelalterlichen Stadt Enns. Haslhofer, Norbert. 2026. 12 fb. Abb. 22,6 x 17,5 cm. HC . EUR 29,90. CHF 40,90 ISBN: 978-3-6951-0303-4
Messalina. Intrigen, Macht und Orgien im antiken Rom. Die wahre Geschichte der Skandalkaiserin. Cargill-Martin, Honor. Übersetzt von Bischoff, Michael; Bischoff, Ulrike. 2026. 2 Karten, 4 Stammbäumen und 24 farbigen Abb, in einem Tafelteil. 21,7 x 13,9 cm. EUR 34,00. ISBN: 978-3-406-84321-1 C. H. Beck
Die wahre Geschichte der römischen Skandalkaiserin
Valeria Messalina war noch jung, als sie 41 n.Chr. an der Seite von Claudius den römischen Kaiserthron bestieg. Schnell kamen zahlreiche rufschädigende Gerüchte über sie in Umlauf: Nicht nur äußerst grausam und intrigant soll sie gewesen sein, sondern vor allem auch eine unersättliche Nymphomanin. Teils bis heute wirkt dieses sensationslüsterne Bild nach. Doch wer war die historische Person Messalina? Wie schaffte sie es, sich im Haifischbecken des Kaiserhofes zu behaupten? Honor Cargill-Martin zeigt, was wir wirklich über die berüchtigtste Frau des Römischen Reiches wissen können - jenseits der schlüpfrigen Verleumdungen und Gerüchte.
Sie soll sich nachts heimlich aus dem Palast geschlichen haben, um in den Bordellen der Stadt bis in die frühen Morgenstunden zahllose Freier zu verschleißen, einmal soll sie sogar mit einer Prostituierten einen 24-stündigen Sex-Wettkampf durchgeführt haben. Antike Autoren wie Tacitus, Sueton und Juvenal verbreiteten schlüpfrige Gerüchte dieser Art über Messalina. Die Oxforder Althistorikerin Honor Cargill-Martin hat nun alle verfügbaren Quellen zur "Skandalkaiserin" neu ausgewertet und bietet in ihrem Buch zum ersten Mal einen historisch fundierten Blick auf Messalina als intelligente, strategisch agierende, leidenschaftliche, aber auch rücksichtslose junge Frau, die sich über Jahre hinweg in der stark männerdominierten römischen Politik erfolgreich zu behaupten wusste. Es geht der Autorin dabei nicht etwa darum, Messalinas Ehre zu verteidigen oder sie als armes Opfer darzustellen. Sie will das Leben und Handelnder Kaiserin im Kontext ihrer Zeit verstehen und sie jenseits der verzerrenden Zuschreibungen anderer als Menschen sichtbar werden lassen.
GLOBAL Nuremberg. 1300?1600. Hrsg.: Baumbauer, Benno; Jakstat, Sven; Feist, Marie-Therese. 2026. 280 fb. Abb. 27 x 22 cm. Englisch. EUR 48,00. ISBN: 978-3-422-80341-1
Die Bamberger Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. Lebensbilder und Werke. Studien zur Bamberger Bistumsgeschichte (11). Nehr, Harald. Hrsg.: Hölscher, Andreas. 2026. 672. S. 122 sw, Abb,, 170 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1587-4 Michael Imhof
Für den Orgelbau war das 19. Jahrhundert eine Zeit bedeutender Umbrüche. In den Lebensschicksalen der Bamberger Orgelbauer spiegelt sich diese wechselhafte Epoche wider: Das vorliegende Buch erzählt von vorgeblichen Tausendsassas, von schier kometenhaften Aufstiegen, aber auch von existenziellen Nöten und persönlichen Tragödien.
Der Band bietet erstmalig eine vollständige Übersicht aller nachgewiesenen Orgeln der Bamberger Meister dieser Zeit. Er stellt auch die architektonischen, konstruktiven und klanglichen Besonderheiten ihrer Instrumente heraus. Zahlreiche Abbildungen lassen die Epoche für das Auge lebendig werden: Enthalten sind viele bislang unveröffentlichte Gehäuseentwürfe, historische Fotos nicht mehr vorhandener Orgeln sowie Farbaufnahmen aller heute bekannten erhaltenen Instrumente der Bamberger Orgelbauer des 19. Jahrhunderts.
Mit Ergebnissen aus über 15 Jahren Recherche schließt der Band von Dr. Harald Nehr eine Lücke in der Forschung zur süddeutschen Orgelkultur. Der heimatgeschichtlich interessierten Leserschaft eröffnet das Buch Wege, den bislang wenig beachteten historischen Schätzen in fränkischen Kirchen nachzuspüren. Denn mancherorts ist der Bamberger Orgelklang des 19. Jahrhunderts heute noch erlebbar.
Protestanten unterwegs nach Jerusalem in der frühen Neuzeit. Peregrinatio protestantica. Schriftenreihe der Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung (51). Hrsg.: Kühne, Hartmut; Schäfer, Carolin. 2026. 288. S. 7 sw, Abb,, 81 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1606-2 Michael Imhof
Der vorliegende Band versammelt die Beiträge einer Tagung, die durch die Publikation einer Handschrift des hallischen Apothekers Wolfgang Holtzwirth (1522?1572) angeregt wurde. In diesem Manuskript berichtet Holtzwirth über seine ersten drei Lebensjahrzehnte und insbesondere über seine Reise in das Heilige Land im Jahr 1546. Durch seine Erfahrungen stellt er nicht nur eine bemerkenswerte Figur im mitteldeutschen Panorama der Reformationszeit dar, sondern gilt auch als der erste Protestant überhaupt, der nach Jerusalem reiste. Damit läutete er gewissermaßen eine Welle von protestantischen Jerusalem-„Pilgerfahrten“ ein.
Vor diesem Hintergrund beschäftigen sich mehrere Beiträge dieses Bandes mit protestantischen Jerusalemreisenden des 16. und 17. Jahrhunderts, wobei unterschiedliche Milieus wie adlige oder bürgerliche Gruppen und auch verschiedene Quellengattungen wie Reiseberichte, Leichenpredigten oder auch Inschriften und Grabmonumente in den Blick genommen werden. Ebenso werden die „Souvenirs“ solcher Heilig-Land-Fahrten und deren Funktion in frühneuzeitlichen Sammlungskontexten behandelt. Mit den hier vorliegenden Beiträgen wird so ein neuer Blick auf eine bisher weithin verborgene Seite des frühen Protestantismus eröffnet, in dem es seit der Mitte des 16. Jahrhunderts allen konfessionellen Vorbehalten zum Trotz ein reges Interesse daran gab, das Heilige Land kennenzulernen oder gar zu besuchen.
Beiträge zum Umfeld der Familie Holtzwirth in der Stadt Halle, zu seinem Prager Reisegefährten Ulrich Prefát und zur Provenienz und Überlieferung der im Schlossmuseum Sondershausen verwahrten Handschrift ergänzen das Themenfeld. Der Band bietet damit neue Einsichten nicht nur für jene, die sich für das Thema Reisen, Pilger und Kulturkontakte in der frühen Neuzeit interessieren, sondern auch für alle, die sich mit der Stadtgeschichte Halles und der Kultur des frühneuzeitlichen Protestantismus beschäftigen.
An der Schwelle des Bildes. Funktionen des Selbstporträts in der Bilderzählung der Frühen Neuzeit. Beitr.: Beyer, Andreas; Pfisterer, Ulrich; von Rosen, Valeska; Pokorny, Erwin u.v.a. Hrsg.: Krabichler, Elisabeth; Madersbacher, Lukas. 2026. 128 s/w u. fb. Abb. 28,6 x 21,5 cm. Gb. EUR 70,00. ISBN: 978-3-205-22402-0
Severo da Ravenna und die Kultur der Kleinbronze. Kummer, Maximilian. Hrsg.: Satzinger, Georg. 2026. 24 x 17 cm. EUR 52,00. ISBN: 978-3-86887-057-2
Die Spätantike. Der eine Gott und die vielen Herrscher. C.H. Beck Geschichte der Antike. Pfeilschifter, Rene. 2026. 6 Abb, und 8 Karten. 19,4 x 12,4 cm. EUR 18,00. ISBN: 978-3-406-84826-1 C. H. Beck
Der eine Gott und die vielen Herrscher.
Bis zum Ende der Herrschaft Diokletians (284-305 n. Chr.) war das Pantheon des römischen Reiches von zahllosen Göttern bevölkert. Dann setzte unter Konstantin dem Großen die Förderung des Christentums ein, das in den Tagen des Kaisers Theodosius I. zur Staatsreligion wurde und ein Monopol auf den Himmel erhielt, in dem fortan nur noch ein einziger Gott wohnte. Bis dessen Position mit dem Aufkommen des Islam im 7. Jahrhundert wieder angefochten wurde, war das weströmische Imperium schon lange in den Stürmen der Völkerwanderungszeit mit ihren vielen Herrschern und deren ebenso rasch entstehenden wie zerfallenden Reichsbildungen untergegangen. Das römische Erbe aber sollte in Gestalt eines christlich durchwirkten Kaisertums noch tausend Jahre in Byzanz überdauern.
Die Straße in der großen Stadt. London und Paris 1770-1860. Krause, Katharina. 2026. 180 fb. und s/w Abb. 24,5 x 17,5 cm. Gb. EUR 80,00. ISBN: 978-3-205-22394-8
Die vergessene Bildersprache christlicher Kunst. Ein Führer zum Verständnis der Tier-, Engel- und Mariensymbolik. Schmidt, Heinrich; Schmidt, Margarethe. 2026. 89 Abb,. 19,4 x 12,4 cm. EUR 19,95. ISBN: 978-3-406-84869-8 C. H. Beck
Wofür steht der Pelikan in der christlichen Kunst? Wieso treffen wir Maria so oft in einem verschlossenen Garten an? Und wer sind die Engel mit den vier Flügeln und den vier Köpfen? Dieses anschaulich geschriebene Buch führt sachkundig durch die vielfältigen Tier-, Engels- und Mariendarstellungen der christlichen Kunst, erläutert ihre Symbolik und macht mit ihren antiken und biblischen Quellen bekannt.
«Zum Thema christlicher Symbolik in der Kunst dürfte es kaum ein anderes Buch geben, das auf so engem Raum so zahlreiche und so viele dem Verständnis nützliche Hinweise zur mittelalterlichen Theologie und Bildsymbolik bringt.» Doris Schmidt, Süddeutsche Zeitung
Ferdinand Georg Waldmüller. Nach der Natur gemalt / True to Nature. Ausst. Kat. Unteres Belvedere, Wien. Hrsg.: Rollig, Stella; Beitr.: Frasca-Rath, Anna. 2026. 28 x 21 cm. Englisch; Deutsch. EUR 34,90. ISBN: 978-3-7533-0968-2
 
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