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Archäologie

Temple Deposits in Early Dynastic Egypt
Die von der Fachwelt lang erwartete zusammenfassende Publikation zu den niederländischen Grabungen in Tell Ibrahim Awad, die nun in der Reihe BAR International Series in Oxford herausgegeben wurde, stellt eine überarbeitete Fassung der 2014 in Leiden verteidigten Dissertation des Ägyptologen Willem ... [weiter]
 
Dinosaurierfragmente
Es ist unzweifelhaft das bekannteste Exponat des Berliner Naturkundemuseums, das aller Welt als Brachiosaurus brancai bekannte Skelett, das mit seinen in der Ausstellung präsentierten Höhe von 13,27 m zu einem der höchsten rekonstruierten und ausgestellten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Doch ... [weiter]
 
Löwenmenschen und Schamanen
„Was der Archäologe nicht kennt, er kultisch nennt“, heißt ein altes Archäologen-Sprichwort, das immer dann zum Tragen kommt, wenn Befunde oder Funde vorliegen, die völlig aus dem bekannten Rahmen fallen. Wenngleich seit Generationen versucht wird, diesem Phänomen durchaus rational entgegenzutreten ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Keep out!. Early Dynastic and Old Kingdom Cylinder Seals and Sealings in Context. Hrsg.: Engel, Eva-Maria; Blöbaum, Anke Ilona; Kammerzell, Frank. Menes (7). Englisch. 2021. 315 S. 155 ill., 18 tables. 24,0 x 17,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11564-3 Harrassowitz Verlag
Clay sealings and cylinder seals constitute one of the most important sources for reconstructing the administration and institutional organization of the early Egyptian state. The impressions preserved on the sealings represent the most comprehensive corpus of early Egyptian inscriptions. The analysis of the archaeological evidence clarifies context and placement of the sealings in terms of time and space. The reconstruction of the sealed container gives insight into the organization of production, distribution and storage of products whereas the reconstruction of the seal impressions may identify administrative actors and organizations.
The nine contributions in this volume present results of recent archaeological research and unpublished material from several find spots of Upper and Lower Egypt (i.e. Abydos, Balat, Buto, Elephantine, and Saqqara) dating from the Early Dynastic Period to the Old Kingdom. However, the articles are dealing not only with the archaeological context of sealings in tombs and settlements, but also with methodological, typological, and technical questions including a study about the interpretation of early inscriptions in general.
The Dinka Settlement Complex 2019. Further Archaeological and Geophysical Work on Qalat-i Dinka and the Lower Town. Hrsg.: Radner, Karen; Kreppner, F. Janoscha; Squitieri, Andrea. Englisch. 2021. 240 S. 200, meist fb. Abb. 30,3 x 21,2 cm. EUR 34,80. ISBN: 978-3-935012-45-4
Roman Settlements and the Crisis of the 3rd Century AD. Hrsg.: Auer, Martin; Hinker, Christoph. Ager Aguntinus (4). Englisch; Deutsch. 2021. 216 S. 114 ill., 1 table. 29,7 x 21,0 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-39146-7 Harrassowitz Verlag
This volume, edited by Martin Auer and Christoph Hinker, unites 13 papers presented at the 4th Aguntum Workshop. This international conference was dedicated to the discussion of the so-called crisis the Roman empire experienced during the 3rd century AD. The aim of the workshop was to bring together archaeological data from different parts of the Imperium pertinent to the 3rd century. In some areas, severe changes occurred during the 3rd century, which is linked to a loss of influence of the Imperial administrative structures. This is the case in the municipium Aguntum, where we were able to discover that a destructive fire raged in the area of the town center. Although we do now know why the fire broke out, it is a fact that the area was not renovated afterwards. This neglect can be seen as an indicator of the town´s decreasing economic power.
The diverse examples of archaeological traces of this “crisis”, which are presented in this volume, show that the 3rd century AD was a time of severe transformation with different impact on and consequences for various regions of the Roman Empire. However, change does not automatically mean crisis and for some settlements (e.g. some people) the 3rd century was a time of great prosperity. Nevertheless, there seems to be a tendency towards the reduction of towns and decrease of centralized administration in favor of a range of smaller centers like rural and hilltop settlements or villae.
Das Totenmahl in Syrien im 2. Jahrtausend v. Chr. Eine Untersuchung zur Bedeutung, Symbolik und Tradition eines altorientalischen Konzepts in philologischer, archäologischer und religionsgeschichtlicher Perspektive am Beispiel von Mari, Qa?na und Ugarit. Lange-Weber, Sarah. Qatna Studien. (4). Deutsch. 2021. 528 S. 102 Abb., 2 Klapptafeln, 38 Tabellen. 29,7 x 21,0 cm. EUR 158,00. ISBN: 978-3-447-11585-8 Harrassowitz Verlag
Sarah Lange-Weber widmet sich in ihrer Studie dem Totenmahl in Syrien im 2. Jahrtausend v.Chr. Diese bedeutende Praktik im Umgang mit den Toten wird anhand des umfangreichen archäologischen und philologischen Materials aus Mari, Qaṭna und Ugarit beleuchtet. Die Versorgung der Verstorbenen mit Speisen war wichtig, um ihren Aufenthalt in der Unterwelt so angenehm wie möglich zu gestalten. Zudem folgte die Verantwortlichkeit für die Darbringung der Speisen bestimmten sozialen Hierarchien, die in den rituellen Handlungen zum Ausdruck gebracht wurden. Das Totenmahl besaß somit eine besondere soziale Dimension sowohl für die Toten als auch für die Hinterbliebenen.
Die unterschiedlichen Ausprägungen des Totenmahls werden anhand der archäologischen Grabbefunde, ihrer räumlichen und architektonischen Kontexte sowie weiterer Befunde, die mit rituellen Speiseopfern für die Toten in Zusammenhang stehen könnten, untersucht. Zudem geben zahlreiche, hauptsächlich administrative, schriftliche Quellen aus Mari sowie verschiedene Ritualtexte und Epen aus Ugarit Aufschluss über die Regelmäßigkeit, besondere Anlässe und Adressaten des Totenmahls. Somit zeichnet die Autorin ein umfassendes Bild des Totenmahls an den untersuchten Orten und zeigt die lokal unterschiedlichen Varianten ebenso auf wie die ortsübergreifenden Gemeinsamkeiten.
Rahmentheorien und Affordanzkonzepte in der archäologischen Bildwissenschaft. Philippika (147). Hrsg.: Günther, Elisabeth; Fabricius, Johanna. Mehrdeutigkeiten. Deutsch. 2021. 272 S. 73 Abb., 7 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11567-4 Harrassowitz Verlag
Die Mehrdeutigkeit antiker Bilder spielt eine wichtige Rolle in der archäologischen Forschung. Bislang allerdings manifestierte sie sich vor allem als eine unwägbare Herausforderung bei der historischen Kontextualisierung der Artefakte und Denkmäler. Dies will der interdisziplinäre Band, der aus einer Tagung an der Freien Universität Berlin hervorgegangen ist, ändern: In neun Beiträgen werden die Mehrdeutigkeiten antiker Bilder vom Alten Ägypten über das archaische und klassische Griechenland bis in die römische Kaiserzeit diskutiert.
Neue Perspektiven bieten dabei zwei theoretische Modelle: Rahmentheorien und Affordanzkonzepte. Rahmentheorien beschreiben die Strukturierung menschlichen Wissens und die Abhängigkeit der Bilddeutung von den Erfahrungen und Erwartungen der Rezipient*innen. Affordanzen sind Eigenschaften von Objekten, die bestimmte Gebrauchsweisen nahelegen. Auf Bilder übertragen wird darunter deren Potenzial beschrieben, unterschiedliche Deutungen im Rezeptionsprozess anzubieten, und zwar abhängig von den „Rahmen“ der Betrachter*innen und dem jeweiligen Rezeptions- bzw. Gebrauchskontext. Da Bilder gerade auch für die modernen digitalen Kommunikationsformen von größter Bedeutung sind, trägt die Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Mehrdeutigkeit dazu bei, den Umgang von Menschen mit Bildern ebenso wie die Beeinflussung von Menschen durch Bilder besser zu verstehen.
Architektur und Kultpraxis am Beispiel der Tempel von Güglingen, Kreis Heilbronn. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (16). Siemers-Klenner, Ines. Archäologie des Mithraskultes. Deutsch. 2021. 454 S. 54 Tafeln und 27 Plananhänge, 1 Beilage und 3 Falttafeln, 38 sw. Abb., 250 fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-445-7 L, Reichert
Bei der Erschließung eines Gewerbegebietes für Güglingen wurden im Randbereich eines vicus in den Jahren 1999 und 2002 zwei Mithräen entdeckt. Das erste Mithräum war ein Steingebäude und zum Zeitpunkt seiner Entdeckung bereits fast seiner gesamten Tempelausstattung beraubt. In einem zweiten, kleineren Fachwerkbau blieben dagegen unter dem eingestürzten Ziegeldach große Teile des Inventars, bestehend aus Steindenkmälern, Geschirr, persönlichen Gegenständen der Kultteilnehmer, Weihegaben verschiedenster Art und Überresten der liturgischen Gerätschaften erhalten.
Im vorliegenden Band wird einerseits die Baugeschichte der Tempel und ihrer Umgebung rekonstruiert. Darüber hinaus boten die ungewöhnlich guten Überlieferungsumstände Anlass, aus dem Blickwinkel dieser Funde in die bislang weitgehend unbekannten Bereiche der liturgischen Praxis des Mithraskultes vorzudringen.
So beweisen die Funde aus Mithräum II erstmals den praktischen Vollzug der in den Schriftquellen genannten Initiationen in Form von Mutproben bzw. symbolischen Todeserfahrungen. Die Befunde legen nahe, daß in den Tempeln nicht nur getrunken wurde, sondern auch Szenen aus der Mithraslegende unter Einsatz von besonderen Lichteffekten nachgespielt wurden. Die beiden Tempel hielten eine Fülle von weiteren Funden und Befunden bereit, die es ermöglichten, Licht ins Dunkel der vieldiskutierten mithräischen Kultpraxis zu bringen. Nicht zuletzt ist die Datierung von Mithräum II von überregionaler Bedeutung, da dies der älteste Nachweis des eigenständigen Tempeltyps „Mithräum“ aus der Zeit um 115/125 n. Chr. ist und damit der Frage nach der Ausbreitung des Kultes neue Dynamik verleiht.
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