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Archäologie

Temple Deposits in Early Dynastic Egypt
Die von der Fachwelt lang erwartete zusammenfassende Publikation zu den niederländischen Grabungen in Tell Ibrahim Awad, die nun in der Reihe BAR International Series in Oxford herausgegeben wurde, stellt eine überarbeitete Fassung der 2014 in Leiden verteidigten Dissertation des Ägyptologen Willem ... [weiter]
 
Dinosaurierfragmente
Es ist unzweifelhaft das bekannteste Exponat des Berliner Naturkundemuseums, das aller Welt als Brachiosaurus brancai bekannte Skelett, das mit seinen in der Ausstellung präsentierten Höhe von 13,27 m zu einem der höchsten rekonstruierten und ausgestellten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Doch ... [weiter]
 
Löwenmenschen und Schamanen
„Was der Archäologe nicht kennt, er kultisch nennt“, heißt ein altes Archäologen-Sprichwort, das immer dann zum Tragen kommt, wenn Befunde oder Funde vorliegen, die völlig aus dem bekannten Rahmen fallen. Wenngleich seit Generationen versucht wird, diesem Phänomen durchaus rational entgegenzutreten ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Entwicklung einer standardisierten Zeichenschrift zur Analyse und Vermittlung archäologischer Funde und Befunde. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (15). Kilchör, Fabienne. Archäologie visualisieren. Deutsch. 2020. 202 S. 175 Abb. 29,7 x 21,0 cm.EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11395-3 Harrassowitz Verlag
Materielle und immaterielle Kulturgüter werden nicht mehr nur als Zeugnisse vergangener Kulturen angesehen, sondern in ihrem Kontext auf soziale und ökonomische Aspekte früherer Gesellschaften untersucht. Aus dieser Perspektive spielen die Beschreibung und Darstellung von Funden und Befunden eine zentrale Rolle für das Sichtbarmachen von Zusammenhängen und für das Verständnis neuer Erkenntnisse. Die entsprechenden Darstellungsmethoden − weg von der Betrachtung einzelner Dinge hin zur Erforschung kultureller Zusammenhänge – hinken dabei jedoch hinterher, da moderne Informationsvisualisierungen, die hierfür geeignet wären, bislang kaum entwickelt und genutzt wurden.
Fabienne Kilchör präsentiert in ihrer Publikation Verfahren, die gleichermaßen für die wissenschaftliche Forschung als auch für die Wissensvermittlung geeignet sind. Von zentraler Bedeutung ist dabei die eigens entwickelte Zeichenschrift „Diglû“ mit über 400 in eine Schreibschrift eingebetteten Piktogrammen, die eine gestalterunabhängige Anwendung und Datenanalyse ermöglicht. Präsentiert werden Darstellungsprinzipien, Maßnahmen aus dem Bereich der visuellen Kommunikation und Methoden des Informationsdesigns. Die Verwendung von Diglû wird in Karten, einer Harris-Matrix und einer Datenbank ebenso vorgeführt wie bei neuartigen Darstellungsmethoden mittels Informationsgrafiken. Neben der Darlegung der wissenschaftlichen Grundlagen finden sich zahlreiche Anwendungsbeispiele aus dem Bereich der Vorderasiatischen Archäologie und Anleitungen für die Nutzung der Verfahren.
Eine Bestandsaufnahme von den Anfängen bis zum Zweiten Weltkrieg. Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main (31). Willms, Christoph. Prähistorische Grabfunde aus Frankfurt am Main. Deutsch. 2020. 352 S. 313 Abb. und 79 Tafeln. 28,0 x 21,0 cm.EUR 44,95. ISBN: 978-3-7954-3433-5 Schnell & Steiner
Die reich illustrierte Monographie zu den prähistorischen Frankfurter Grabfunden eröffnet einen faszinierenden Blick auf die ersten Ausgrabungen und die Frühzeit archäologischer Forschung in einer Großstadt zwischen Barock und Zweitem Weltkrieg.
Ein Hinterhofquartier und sein historisch-bauhistorisches Umfeld. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (18). Hrsg.: Röber, Ralf. Konstanz Obere Augustinergasse. Deutsch. 2020. 376 S. 42 Tafeln, 4 Beilagen, 50 Abb.,, 173 fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm.EUR 75,00. ISBN: 978-3-95490-479-2 L, Reichert
Nach dem 2018 erschienenen Band über die Konstanzer Marktstätte (Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg Bd. 5) hat die Aufarbeitung einer zweiten großen Konstanzer Grabung ihren Abschluss gefunden. Im Hinterhofbereich der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in der Stadt, der Hussenstraße, wurden 1986–1987 großflächige Untersuchungen durchgeführt. An deren Auswertung waren zahlreiche Fachleute verschiedenster Wissenschaftsdisziplinen beteiligt. In einem breit gespannten interdisziplinären Ansatz erfolgt, ausgehend von der Einbettung des Quartiers in städtebaulicher, bauhistorischer und historischer Hinsicht durch Frank Mienhardt, Frank Löbbecke und Hilde Bibby die Auswertung der Befunde durch Ralph Röber. Vorgelegt wird darüber hinaus Fundmaterial aus Leder, Glas, Keramik und Metall durch Dorothee Ade, Jori Fesser, Andrea Nölke, Ralph Röber sowie Serge und Marquita Volken. Naturwissenschaftliche Untersuchungen von Ralf-Jürgen Priloff und Edith Schmidt zu den Tierknochen und Überresten von Insekten erlauben Rückschlüsse auf die Ernährung der Bewohner, sowie den Pflanzenbewuchs und die hygienischen Verhältnisse in diesem Areal.
Die ältesten Funde, darunter eine Zwiebelknopffibel, stammen aus römischer Zeit, sind allerdings verlagert. Trotz unmittelbarer Nähe zur frühmittelalterlichen Kirche St. Paul erfolgte eine Aufsiedlung erst ab der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Noch um 1300 war die Straßenfront nicht durch Häuser geschlossen. Es entwickelte sich in dieser verkehrsgünstigen Lage ein sozial gehobenes Quartier, was sich im archäologischen Material unter anderem durch die Reste von Schutzbewaffnung, kostbaren Gläsern und Gefäßen für die Destillation äußert. Aber auch die Einfuhr von Heidelbeeren, vielleicht auch Pfirsichen, Mandeln und Maulbeeren, bis zu Luxusgütern wie Feigen und Granatäpfeln zeigen die finanziellen Möglichkeiten der Bewohner. Im Rahmen einer allgemeinen Blüte der Stadt in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts verlangte der Bebauungsdruck die Anlage von Hinterhäusern. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts, in einer Zeit der religiösen und politischen Krisen, aber auch von Hungersnot und Pest, ist ein Stillstand zu beobachten, der erst im 15. Jahrhundert überwunden wird. Die Hinterhöfe der Wohnhäuser wurden multifunktional genutzt: Als Zier- und Nutzgärten, zur Haltung von Kleinvieh, vielleicht auch zur Aufstallung von Pferden und, wie es damals üblich war, zur Errichtung von Latrinen. Nicht nur diese, sondern auch Misthaufen, modernde Hölzer und offen zutage liegende Lebensmittelreste haben ein hohes Infektionsrisiko bedeutet, und es ließ sich ein Befall der Bewohner durch verschiedene Parasiten nachweisen.
An agricultural village of the Middle Archaic period in Southern Peru. Forschungen zur Archäologie Außereuropäischer Kulturen (17). Gorbahn, Hermann. Pernil Alto. Englisch. 2020. 384 S. 68 fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm.EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-11417-2 Harrassowitz Verlag
As of yet, little is known about the emergence of agriculture in the Central Andes. The results of the investigations of the Middle Archaic settlement of Pernil Alto (3800-3000 BC) presented in this volume now provide important insights for a better understanding of this development.
The site of Pernil Alto is located in the foothills of the Andes in Southern Peru. Extensive excavations were carried out here by the German Archaeological Institute. Within the scope of this research, the economic development, form of mobility and social structure were investigated. For this purpose, the discovered remains (artefacts, dwellings, burials, botanical and faunal remains, and human remains) were analyzed and numerous 14C-analyses and Sr-analyses were carried out. The results were combined in a multi-proxy analysis and evaluated in relation to paleo-environmental findings. The result is a six-phase settlement with intra-site burials. During the first phase (ca. 3800-3300 BC), it was a settlement of foragers that relied on food collection, but already cultivated domesticated plants in an additional low-level food production. From the second phase (ca. 3300 BC) onwards, the settlement had developed into a permanent, structured village in which agriculture constituted the basis of subsistence.
This is hitherto one of the oldest documented villages in the Americas where agriculture formed the basis of subsistence. The results of the research conducted at Pernil Alto thus contribute to a better understanding of the formation of slightly later first complex, marine-agricultural societies on Peru‘s central coast.
Archäologie und Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert. CYRIACUS. Studien zur Rezeption der Antike (13). Hrsg.: Hölscher, Tonio; Stupperich, Reinhard. Karl Bernhard Stark. Deutsch. 2020. 152 S. 20 fb. Abb., 9 Abb. 29,7 x 21,0 cm.EUR 54,00. CHF 62,10 ISBN: 978-3-7319-1033-6 Imhof
Karl Bernhard Stark (1824 – 1879) war in der Gründungsphase der Archäologie als wissenschaftliche Disziplin an deutschen Universitäten eine Gestalt von außergewöhnlicher geistiger Weitsicht und Produktivität. In einer Zeit der allgemeinen Konzentration auf die klassischen Schöpfungen der griechischen Kunst vertrat er eine Sicht, die die antiken Kulturen im Horizont der gesamten mediterranen Welt sah. In diesem Sinn entwickelte er wegweisende Konzepte für eine neue wissenschaftliche Mythologie, für das Verständnis der römischen Reichskunst, für die entstehende Provinzialrömische Archäologie, und nicht zuletzt die nachantike Geschichte der Kunst und Kultur bis zur eigenen Zeit. In aktiver, liberal gesinnter Zeitgenossenschaft hat er die neuen Möglichkeiten der Naturwissenschaften für die Archäologie gesehen und sich zugleich für eine allgemeine Erziehung zum Sehen an den Schulen eingesetzt. Sein Hauptwerk, ein Handbuch der Archäologie der Kunst, von dem wegen seines frühen Todes nur der erste Band über die Geschichte der archäologischen Forschungen erschien, ist als Pionierarbeit einer reflektierenden Rezeptionsgeschichte und wissenschaftlichen Standortbestimmung bis heute nicht ersetzt. Karl Bernhard Starks Rolle als Begründer des Archäologischen Instituts der Universität Heidelberg war Anlass zu diesem Band, in dem seine Leistung im Rahmen der Archäologie des 19. Jahrhunderts dargestellt wird.
The Stone and Metal Miniature Repertoire of the Awam Cemetery Marib (Yemen). Archäologische Berichte aus dem Yemen (15). O`Neill, D Arne. 2020. 488 S. 1306 sw. Abb. 31,0 x 22,5 cm. Englisch. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-470-9 L, Reichert
The study documents the first millennium BC miniature repertoire of 1006 stone and 126 metal miniatures excavated from the Awām cemetery in the Mārib oasis Yemen by the German Archaeological Institute in 1997-2001. Prior to the excavation of the `Awām cemetery, and in common with many sites in the Near East, miniature finds in South Arabian archaeological contexts were typically fragmentary. Miniatures as a class have generally been under studied in the archaeological literature with definitions often arbitrary and cultural meanings by default. The Stone and Metal Miniature Repertoire of the Awām Cemetery, Mārib (Yemen) critically examines in depth the forms, comparanda, chronology, origins and functions of the stone and metal miniature repertoire and places it in its wider South Arabian cultural setting. The first appearance of miniatures in the South Arabian archaeological record is discussed and is connected to the appearance of other major elements of first millennium BC South Arabian culture such as script, monumental architecture and iconography. The various stone and metal miniatures forms that were deposited in the `Awām cemetery for burial are revealed, parallel forms where they exist are documented and chronology of the repertoire discussed. Questions relating to specific functions of the miniatures in South Arabia, whether they were a pragmatic response to cemetery overcrowding, an attempt to limit looting, or a symbolic statement are explored. Researchers interested in miniatures as a particular class of objects historically ignored and largely understudied in Near Eastern archaeology, will find a wealth of detailed information in the study. Those interested in South Arabia will find a compelling account of a miniature repertoire from the largest cemetery to be excavated to date of the powerful first millennium BC Sabaean polity.
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