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Archäologie

Dinosaurierfragmente
Es ist unzweifelhaft das bekannteste Exponat des Berliner Naturkundemuseums, das aller Welt als Brachiosaurus brancai bekannte Skelett, das mit seinen in der Ausstellung präsentierten Höhe von 13,27 m zu einem der höchsten rekonstruierten und ausgestellten Dinosaurierskeletten weltweit zählt. Doch ... [weiter]
 
Löwenmenschen und Schamanen
„Was der Archäologe nicht kennt, er kultisch nennt“, heißt ein altes Archäologen-Sprichwort, das immer dann zum Tragen kommt, wenn Befunde oder Funde vorliegen, die völlig aus dem bekannten Rahmen fallen. Wenngleich seit Generationen versucht wird, diesem Phänomen durchaus rational entgegenzutreten ... [weiter]
 
Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte
Was muß, was kann eine Publikation der Gattung „Handbuch“ leisten? Reicht es, alles Wissen über einen Gegenstand zusammenzutragen, gleichsam als literarische Speerspitze des Positivismus? Oder sollten sich Handbücher kritisch zum ausgebreiteten Wissensstand verhalten, etwa der Frage nachgehen, wie ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Die Funde des späten Alten bis Neuen Reichs. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (41). Kopp, Peter. Elephantine IX. Der Tempel der Satet. Deutsch. 2020. 208 S. 20 Abb., 43 Tafeln, 19 Tabellen. 35,0 x 25,0 cm. EUR 100,00. ISBN: 978-3-447-10921-5 Harrassowitz Verlag
Der Tempel der Satet liegt im südlichen Ägypten auf der Nilinsel Elephantine vor der heutigen Stadt Assuan. Er ist der einzige erhaltene Provinztempel, dessen Entwicklung sich über einen längeren Zeitraum nachvollziehen lässt. Die ältesten Überreste datieren bis in die ägyptische Vorgeschichte zurück und stehen am Beginn einer 3000-jährigen Geschichte reicher archäologischer Hinterlassenschaften. Die im Heiligtum verehrte lokale Gottheit Satet stand sowohl mit der jährlichen Nilflut als auch mit dem Schutz der südlichen Landesgrenze in Beziehung und hatte somit Bedeutung für ganz Ägypten.
Im zweiten Band zu den Funden aus dem Satettempel werden mehr als 33.000 Objekte untersucht, die bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts im direkten Tempelbereich dokumentiert wurden. Die Mehrzahl von ihnen datiert in die 6. bis 18. Dynastie (2./3. Jahrtausend v.Chr.). Identifiziert wurden unter den Fundstücken Beigaben aus Gründungsdepots von Tempelneubauten des Mittleren und Neuen Reichs sowie dekorative Architekturelemente aus dem Alten Reich. Geräte für die täglichen Kulthandlungen lassen auf das Inventar des Tempels schließen. Die größte Gruppe von Funden sind jedoch Weihgaben, darunter nicht nur Gegenstände des täglichen Lebens, sondern auch speziell gefertigte Votive. Ihr Auftreten wird von den religiösen Praktiken wie auch vom sozio-ökonomischen Hintergrund im Wandel der Zeit bestimmt und gibt Aufschluss über die Votivpraktiken der lokalen Bevölkerung. In einem abschließenden Katalogteil werden zahlreiche mit Zeichnungen illustrierte Objekte beschrieben und in ihrem archäologischen Kontext vorgestellt.
Dinosaurierfragmente. Zur Geschichte der Tendaguru-Expedition und ihrer Objekte, 1906-2018. Heumann, Ina; Stoecker, Holger; Tamborini, Marco; Vennen, Mareike. Deutsch. 311 S. farb.. 25,0 x 22,0 cm. Wallstein Verlag, Göttingen 2020. EUR 26,90. ISBN: 978-3-8353-3253-9
Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main. Schriften des Archäologischen Museums Frankfurt am Main (30). von Freeden, Uta. Das frühmittelalterliche Gräberfeld Frankfurt am Main-Harheim. Deutsch. 2020. 392 S. 25 schw.-w. u. 200 farb. Abb., 20 schw.-w. Tab., 200 Abbildungen, farbig, 20 Tabellen, schwarz-weiß, 25 Abbildungen, schwarz-weiß. 28,0 x 21,0 cm. EUR 44,95. ISBN: 978-3-7954-3240-9 Schnell & Steiner
Die etwa 120 vom Frankfurter Denkmalamt freigelegten Gräber eines ehemals mehr als doppelt so großen frühmittelalterlichen Bestattungsplatzes werden in einem ausführlichen Fund- und Befundkatalog vorgelegt und kommentiert. Sie spiegeln eine wohlhabende Bevölkerung, die seit dem Ende des 5. Jahrhunderts in Harheim ansässig war und hier wichtige Kontrollfunktionen ausübte.
Eine Forschungsgeschichte. Mit einem Beitrag und einer Zeichnung von Gabriele Wenzel. Sonderschriften des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo (42). Polz, Daniel. Die sogenannte Hundestele des Königs Wah-Anch Intef aus el-Târif. Deutsch. 2020. 86 S. 36 Abb.. 29,7 x 21,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11231-4 Harrassowitz Verlag
Anhand einer vor rund 160 Jahren in el-Târif bei Luxor/Oberägypten gefundenen Reliefplatte aus Kalkstein zeichnet dieser Band ein Stück ägyptologisch-archäologischer Forschungsgeschichte nach. Im Zentrum der Betrachtung steht die aufgrund ihrer Darstellungen „Hundestele“ genannte Grabstele des Königs Wah-Anch Intef (um 2050 v.Chr.). Das Hauptinteresse liegt dabei jedoch weniger auf ihren ikonografischen Besonderheiten oder dem historisch bedeutsamen Text. Es gilt vielmehr den unklaren Umständen der Auffindung und Bergung und dem darauffolgenden Verbleib der Stele sowie ihrem unmittelbaren archäologischen und damit ehemaligen baulichen Kontext. In akribischer Aufarbeitung der zum Teil widersprüchlichen und irrtümlichen Angaben, von Fundort und -datum bis hin zu den Abmessungen, wird die moderne Geschichte dieser königlichen Stele rekonstruiert. Dadurch wird ein der Ägyptologie lange bekanntes und viel diskutiertes Forschungsobjekt nachträglich mit neuen archäologischen Informationen versehen.
"Ahrensburgien und Swiderien im mittleren Oderraum. Technologische und typologische Untersuchungen an Silexartefakten der Jüngeren Dryaszeit. Winkler, Katja. Hrsg.: Lübke, Harald; Schoppen, Franz; Hartz, Sönke. Deutsch. 2020. 496 S. 29,7 x 21,5 cm. EUR 59,00. CHF 62,60" ISBN: 978-3-529-01862-6
Zur Produktion und sakralen Verwendung von Terrakotten aus dem ›Calderazzo-Depot‹ (basierend auf den Vorarbeiten von Peter Noelke). Palilia (32). Doepner, Daphni. ›Grosse Statuetten in Medma‹ (Kalabrien). Deutsch. 2020. 280 S. 152 Abb., 3, Diagramme, 7 Tabellen. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11357-1 Harrassowitz Verlag
In dem sogenannten Votivdepot von Calderazzo, einem sakralen Areal der antiken griechischen Kolonie Medma (heute Rosarno) in Süditalien, wurden bereits 1912/1913 die Reste von über 600 Terrakottafiguren gefunden, deren ursprüngliche Größe etwa einen halben Meter betrug. Diese ›großen Statuetten‹ entstanden von ca. 550 bis 450 v. Chr. in dem Werkstattkreis, aus dem zeitgleich auch die berühmten ›lokrischen Pinakes‹ hervorgingen, und besitzen aufgrund vieler Eigenschaften – etwa ihre Herkunft aus einem geschlossenen Fundkontext, ihre plastische Qualität und ihre Komposition aus mehreren hand- oder matrizegeformten Teilen – einen außerordentlich hohen Quellenwert für die Forschung: Sie informieren erstaunlich detailliert über die stilistische Entwicklung eines auch überregional bedeutenden Ausschnitts westgriechischer Plastik in der Zeit des Übergangs von der Archaik zur Klassik, über die Vorgänge in den beteiligten Werkstätten und – unter Berücksichtigung des Fundkontextes – über ihre Verwendung und Deponierung im Heiligtum. Zusätzlich zur Untersuchung der Entwicklung und Funktion der Figuren in diesem Band der Palilien-Reihe erscheint der umfangreiche, neuartige Katalog der ›Kombinationsfolgen‹ in ARACHNE, der Internetdatenbank des Deutschen Archäologischen Instituts, verknüpft mit Informationen zu jedem einzelnen Votiv.
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