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Archäologie

Steinerne Keulenköpfe aus Assur
Für die vorliegende Publikation in der Reihe der Wissenschaftlichen Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft konnte mit Barbara Muhle eine berufene Wissenschaftlerin gewonnen werden, die sich mit der Thematik der vorderasiatischen Keulenköpfe seit langer Zeit intensiv beschäftigt. Neben ... [weiter]
 
Chronological Overview of Pottery from Asyut
Mit einem großartigen Zitat des 2014 verstorbenen Mediävisten Jacques Le Goff beginnt das Werk, welches sich der typologisch-chronologischen Erarbeitung des keramischen Materials vom Fundplatz Assiut in Mittelägypten widmet: „If reconstructing a dinosaur from a single vertebra seems possible, ... [weiter]
 
Geology for Archaeologists
Eine faszinierende aber auch schwierig zu bestimmende Materialgattung innerhalb der Archäologie sind Gesteine und Mineralien. Oft liegt dies an der Feinheit der geologischen Untergliederung, die eine eindeutige Zuweisung teilweise nur unter Anfertigung eines Dünnschliffes und somit einer chemischen ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Das Ostraka-Haus und die Weinpresse. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (69). Grossmann, Peter. Ab? M?n? IV. 2019. 74 S. 11 Abb., 3 Faltpläne, 16 Tafeln. 35 x 25 cm. EUR 70,00. ISBN: 978-3-447-11063-1 Harrassowitz Verlag
Das Ostraka-Haus von Abu Mina ist ein mehrgeschossiger Bau mittlerer Größe, der nach der arabischen Eroberung Ägyptens (um 639/42) durch Feuer stark zerstört und von den angrenzenden Bewohnern als Mülldeponie genutzt wurde, den Ausgräbern aber gleichzeitig die Entdeckung von nahezu 2000 griechischen Ostraka bescherte. Peter Grossmann untersucht in seinem Band die Herkunft der Ostraka. Bei dem Gebäude handelte es sich um ein privates, nicht in staatlichem Besitz befindliches Amtsgebäude, das u.a. mit der Organisation der Traubenernte (Weinlese) und der Entlohnung der Erntearbeiter in den Weinbergen zu tun hatte. Darüber hinaus fand sich in unmittelbarer Nachbarschaft dieses Gebäudes ein größerer zusammenhängender Gebäudekomplex, der fünf dicht aneinanderstoßende und zu unterschiedlichen Zeiten erstellte Presseinrichtungen aufwies, so dass es nahelag, die ausgegrabenen Ostraka auf diese Pressen zu beziehen. Es sind die einzigen Pressen, die unter römischer Verwaltung innerhalb des kirchlichen Bezirks (temenos) verbleiben durften, was dafürspricht, dass diese Pressen gewissermaßen zum privaten kirchlichen Besitz gehörten. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass alle Ostraka ausschließlich in griechischer Sprache verfasst sind.
Die Baugeschichte des Dominikanerklosterareals in Cölln an der Spree. Beiträge zur Denkmalpflege in Berlin (51). Malliaris, Michael. Hrsg,; Landesdenkmalamt Berlin. 2019. 864 S. 30 x 21 cm. EUR 129,00. CHF 148,35 ISBN: 978-3-7319-0668-1 Imhof
Im Zentrum von Berlin-Mitte fanden rund um das heutige Humboldt Forum (vormals Berliner Schloss) mehrjährige Ausgrabungen im Vorfeld der Baumaßnahme statt. Sie brachten am Schlossplatz die Fundamente des mittelalterlichen, um 1300 entstandenen Dominikanerklosters ans Tageslicht. Seine gotische Klosterkirche wurde 1536 zum ersten Dom und zur Familiengrabstätte der Hohenzollern in Brandenburg umgebaut und diente vom 17. Jahrhundert bis zu ihrem Abbruch 1747 als reformierte Pfarrkirche. Die in diesem Buch vorgestellten Ergebnisse der archäologischen Untersuchung des Areals mit verschiedenen ¬Katalogen, zahlreichen Abbildungen und acht großformatigen Beilagen belegen die städtebauliche Entwicklung des Dominikanerklosterareals in Cölln an der Spree von den ersten mittelalterlichen Siedlungsaktivitäten im 12. Jahrhundert bis zum Jahr 1747. Auf der Grundlage der archäologischen Befunde und Funde kann die über 800-jährige Geschichte dieses zentralen Ortes nachvollzogen werden.
Sörries, Reiner. Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte. 2019. 768 S. 425 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-280-4 L, Reichert
Im Stil des klassischen Handbuchs erschließt das Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte auf 765 Seiten mit über 400 farbigen Abbildungen den gesamten Wissensbereich der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart. Es umfasst die Forschungsgeschichte, charakterisiert den Islam und seine Strömungen, bietet einen historischen Überblick, gegliedert nach den herrschenden Dynastien, und erschließt im systematischen Hauptteil Dorf und Stadt als Lebensraum, die profane und religiöse Architektur, das Friedhofswesen sowie die Künste und die Stilepochen bis zur postislamischen Zeit. Ergänzend folgt ein Teil der Regionen und Kunstlandschaften von Europa bis Fernost, von Afrika bis Übersee. Ein eigenes Kapitel ist schließlich den Begegnungen zwischen Abendland und Morgenland gewidmet. Ein umfangreiches Glossar sowie ein Orts-, Sach- und Personenregister unterstreichen den Charakter als Nachschlagewerk. Einleitend werden die Studierenden außerdem über Studien- und Arbeitsbedingungen informiert.
Obwohl sich das Handbuch zunächst an Studierende und Fachwissenschaftler der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte, der Islamwissenschaft im Allgemeinen, der Orientalistik und der benachbarten archäologischen, kunsthistorischen und theologischen Disziplinen richtet, kann es aufgrund seiner guten Lesbarkeit auch für interessierte Laien einen vertiefenden Einblick in das Wesen des Islam und seiner Menschen ermöglichen. Nicht zuletzt werden auch die Umbrüche in der abendländischen Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Islam deutlich, die etwa nach Nine-eleven zu einer völligen Neuorientierung in der Konzeption der Islamischen Museen geführt haben. In diesem Handbuch stößt die in der Gegenwart wachsende Skepsis gegenüber dem Islam auf das reiche soziale, politische, kulturelle und künstlerische Erbe der Muslime, die über große Zeiträume hinweg dem christlichen Abendland überlegen waren.
Heilige Abfallgruben. Favissae und Kultdeposite in Israel/Palästina von der Spätbronzezeit bis zur Perserzeit. Nicole, Straßburger. 2019. 420 S. 32 x 22 cm. EUR 125,00. ISBN: 978-3-96327-054-3
The Iron Age in southern Central Asia (2nd an 1st Millennia BC). Archäologie in Iran und Turan (17). Hrsg,; Lhuillier, Johanna; Boroffka, Nikolaus; Einleitung von Hansen, Svend; Vorwort von Bendezu-Sarmiento, Julio. A Millennium of History. Engl. 2019. 358 S. 312 fb. und s/w-Abb. 30 x 22 cm. EUR 99,00. ISBN: 978-3-496-01594-9 Dietrich Reimer Verlag
Der Band umfasst die neuesten Erkenntnisse internationaler Archäologie über 1000 Jahre Geschichte. Im Mittelpunkt steht dabei die Eisenzeit, deren Anfang und Ende durch zwei wesentliche kulturelle Veränderungen markiert werden: das Ende der bronzezeitlichen urbanen Gesellschaften mit ihren großen Gräberfeldern sowie die Eroberung Zentralasiens durch Alexander den Großen. Zentral ist dabei Eingliederung dieser Region in das achämenidisch-persische Reich. Tiefgreifende soziale Veränderungen in der Besiedlung, der Technologie und im spirituellen Leben lassen sich mit dem Aufkommen des Avesta und der zoroastrischen Religion verbinden, die zur offiziellen Religion des Perserreichs wurde. Ein neuer Blick auf Texte und archäologische Forschung demonstriert die vollständige Eingliederung Baktriens und Sogdiens in das Achämenidenreich während des 6. Jahrhunderts v. Chr.
Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts (133). Hrsg,; Sporn, Katja; Senff, Reinhard; Dtsch.es Archäologisches Institut, Abteilung Athen. Mitteilungen des Dtsch.en Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung. Engl.; Dtsch. 2019. 302 S. 49 fb.- und 82 S/W-Abb. 30 x 22 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-7861-2819-9 Gebr. Mann Verlag
In den »Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Athenische Abteilung« werden Beiträge zur Archäologie und Kulturgeschichte Griechenlands mit seinen angrenzenden Gebieten von der Vorgeschichte bis in die Spätantike publiziert.
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