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Notre-Dame – Geschichte einer Kathedrale
Es war schrecklich anzusehen, als die Flammen aus dem größten Wahrzeichen von Paris in den Himmel loderten. Auch jeden Nichtfranzosen traf diese Zerstörung tief. Notre-Dame ist ein Teil der französischen Identität. Der Grundstein dieses herausragenden Bauwerks der französischen Frühgotik wurde ... [weiter]
 
500 Jahre Industriekultur in Sachsen
Mit dem eingängigen Wort „Boom“ hat Sachsen sein Jahr der Industriekultur überschrieben, allerdings nur sehr bedingt nachvollziehbar. Sicher hat Industrieentwicklung etwas mit den „Hoch- und Endphase eines wirtschaftlichen Zyklus“ (S. 14) zu tun, ihr Wesen ist jedoch dauerhaft, wesentlich für die ... [weiter]
 
Juden in Mecklenburg 1845-1945
In diesem Jahr erinnern wir uns der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. 75 Jahre sind vergangen. Das Gedenken an die Gewalt der Nationalsozialisten, an den gewaltsamen Tod von Millionen Juden und anderen Verfolgten, an den Tod von Millionen Soldaten, herbeigeführt durch deutsche Schuld ... [weiter]
 
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Neuerscheinungen

Augsburg - Stadt der Medizin. Historische Forschungen und Perspektiven. Hrsg.: Schiersner, Dietmar. Deutsch. 2021. 512 S. 149 fb. Abb., 35 Abb. 31,0 x 24,0 cm. EUR 35,00. ISBN: 978-3-7954-3582-0 Schnell & Steiner
Auch in Augsburg sind Stadt- und Medizingeschichte eng miteinander verknüpft. Von den spätmittelalterlichen Pestzügen bis zu den Choleraepidemien des 19. Jahrhunderts waren Seuchen geradezu Phänomene einer so bevölkerungsreichen Stadt. Maßnahmen zu Prävention und Heilung, Einrichtungen für Genesung, Pflege und Versorgung Kranker wurden hier entwickelt und erprobt, das Personal der Heilberufe war vielfältig und differenziert. Gesellschaftliche Bedeutung der Gesundheit und politische Regulierung gingen Hand in Hand. Ordnung, Aufsicht und Kontrolle wuchsen historisch zuerst den städtischen Obrigkeiten zu oder wurden von ihnen angestrebt und intensiviert, auch im Konflikt mit kirchlichen Akteuren. In befruchtendem wie spannungsvollem Zusammenhang dazu standen private Stiftungen wie die medizinischen Einrichtungen der Fugger zur Behandlung der Syphilis sowie von Bruch- und Steinleiden. Mit solchen Initiativen prägten Stifterpersönlichkeiten den städtischen Raum mit und verhalfen der Medizin nicht selten zu wegweisenden Innovationen.
Mit Beiträgen von: Dr. Stefan Birkle, Tobias Blaser, apl. Prof. Dr. Regina Dauser, Dr. Artur Dirmeier, Dr. Magnus-Ulrich Ferber, Dr. Markus Frankl, Dr. Helmut Gier, Sybille Grübel M.A., Dr. Mitchell Hammond, Prof. Dr. Kay Peter Jankrift, Prof. Dr. Robert Jütte, Dr. Annemarie Kinzelbach, PD Dr. Mathias Klure, Dr. Hans-Jörg Künast, Dr. Werner Lengert, Wolfgang Mayer, Dr. Andreas Mettenleiter, Prof. Dr. Walter Pötzl, Dr. Barbara Rajkay, Dr. Brendan Röder, Prof. Dr. Marion Ruisinger, Dr. Carolin Ruther, Stefanie Sander-Sawatzki M.A., Prof. Dr. Dietmar Schiersner, Sarah Schmid, Dr. Anke Sczesny, Dr. Claudia Stein, Dr. Frank Ursin, Prof. Dr. Stephan Vogt, Prof. Dr. Klaus Wolf und Mathias Wolfbeiss
Düsseldorf. Kunst im Freien. Meister, Helga. Deutsch. 2021. 232 S. 129 fb. Abb. 24,5 x 17,0 cm. EUR 28,00. ISBN: 978-3-940985-78-1
Liebe, Kriege, Festlichkeiten. Facetten der narrativen Kunst aus Japan. Hrsg.: Trinh, Khanh; Beitr.: Balmes, Sebastian; Bauer, Estelle; Berndt, Jacqueline; Trede, Melanie; Trinh, Khanh; Übersetzt von Scott, Joel. Deutsch. 2021. ca 328 S. 170 fb. Abb. 28 x 23 cm. Gb. EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-023-0 Scheidegger & Spiess
Eine Geschichte durch Bilder zu erzählen, hat in der japanischen Kultur eine mehr als tausend Jahre zurückreichende Tradition. Solche narrativen Bilder schöpfen aus buddhistischen Texten und klassischer japanischer Literatur und Lyrik ebenso wie aus Theaterszenen. Verweise und Anspielungen auf Heldenepen, Sagen und romantische Erzählungen fanden durch exquisite Objekte aus Kunst und Handwerk Verbreitung und wurden im kollektiven Bewusstsein fest verankert. Über die Jahrhunderte entstand eine vielschichtige und reichhaltige Bildsprache und ein faszinierender multimedialer Erzählraum, der Kunstgenuss mit Interdisziplinarität verband und in den Alltag eingebunden war.
Dieses Buch bietet den bislang umfassendsten Überblick zur narrativen Kunst Japans vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Mehr als einhundert Malereien, Farbholzschnitte, Holzschnittbücher sowie geschmückte Lackgegenstände, Keramiken, Seidenroben und Metallobjekte illustrieren diese facettenreiche, farbenfrohe und unendlich fantasievolle Bilderwelt. Texte ausgewiesener Expertinnen und Experten bieten tieferen Einblick in einen besonders faszinierenden Teil der Kultur Japans.
Frauenwelten. Die Klöster Heiningen und Dorstadt. Hrsg.: Höhl, Claudia. Deutsch. 2021. 176 S. 21,0 x 16,5 cm. EUR 22,00. ISBN: 978-3-7954-3665-0 Schnell & Steiner
Der umfangreiche Ausstellungskatalog trägt zur Erschließung der Bestände bei und dient gleichzeitig als Grundlage für ihre weitere Erforschung. Die Beiträge renommierter Wissenschaftlerinnen widmen sich hochkarätigen Textilien aus beiden Klöstern, die deren besondere Bedeutung als Zentren der Textilherstellung deutlich machen. Präsentiert werden ebenfalls kostbare Handschriften und Bücher, die die Frömmigkeit der Nonnen sowie ihre hohe intellektuelle Bildung dokumentieren. Über den konkreten historischen Kontext einzelner Objekte hinaus, wird außerdem gefragt, wodurch das Rollenverständnis der Frauen geprägt und mit welchen Bildtraditionen Rollenzuweisungen in Kirche und Gesellschaft formuliert wurden. Des Weiteren wird zu der aktuellen Diskussion nach den Ursprüngen von stereotypen Geschlechterbildern in der Geschichtsforschung, Soziologie, Politikwissenschaft und Theologie Stellung bezogen.
Mit Beiträgen von Prof. Dr. Claudia Höhl (Hrsg.), Prof. Dr. Martina Giese, Prof. Dr. Isabelle Mandrella, Dr. Kerstin Schnabel, PD Dr. Stefanie Seeberg.
Krisen, Chancen und Bedrohungen. Studien zur Geschichte der Juden in der Mark Brandenburg während des späteren Mittelalters (13. bis Anfang des 16. Jahrhunderts). Christophersen, Jörn Roland. Forschungen zur Geschichte der Juden (32). Deutsch. 2021. 870 S. 27 Abb., 6 Tabellen. 24,0 x 17,0 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-11710-4 Harrassowitz Verlag
Aufgrund der schwierigen Forschungsbedingungen in der DDR war die Geschichte der Juden in der mittelalterlichen Mark Brandenburg bislang kaum erforscht worden. Jörn R. Christophersen legt nun erstmals seit der Shoa eine detaillierte Studie zu diesem Thema vor. Alle bis dato bekannten und neu entdeckten Quellen, von den frühestens Nachweisen bis ins frühe 16. Jahrhundert, wurden systematisiert und vornehmlich anhand von Archivalien überprüft. Umfassend ausgewertet wurde mitunter auch ungedrucktes Original-Material aus 32 Archiven und Sammlungen.
Die in diesem Buch erstmals präzise dargelegte Siedlungsgeschichte der Juden in dieser Region legt den Grundstein für weiterführende Studien zu rechtlicher Stellung, Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Dabei liegt das besondere Interesse des Autors auf diversen Kontaktfeldern von Christen und Juden. So wird etwa die Aktivität der Juden im Schlachtgewerbe detailliert erforscht, und die entsprechende Analyse bildet den Kern der Kapitel über das Wirtschaftsleben.
Vertiefende Untersuchungen zum Bürgerstatus waren nicht nur aufgrund der im Vergleich zum Westen des Heiligen Römischen Reiches andersartigen Städtelandschaft angebracht. Vielmehr adressieren die Resultate eine Schlüsselfrage aktueller Forschung. Das ausführliche Kapitel zum Bürgerstatus bezieht seine Prägnanz über den rechtlichen und sozialen Status der Juden aus der Untersuchung junger Gesellschaften der sogenannten Neusiedellande. Somit verweisen die Ergebnisse dieser Studie deutlich über den bisherigen Forschungsstand hinaus.
Die Geschichte von Althof. Von der Gründung des Klosters Doberan bis in die Gegenwart. Heider, Martin. Deutsch. 2021. 2050 S. 154 Abb., 384 fb. Abb. 29,0 x 23,0 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-1157-9 Imhof
Laut Überlieferung wurden Zisterziensermönche im Jahr 1171 vom Kloster Amelungsborn ausgesandt, um im heutigen Doberaner Stadtteil Althof das Kloster Doberan zu beziehen. Das Jubiläum der 850-jährigen Wiederkehr der Klostergründung war Anlass für eine intensive Auseinandersetzung mit deren Historie. Althof, wie der Ort erst später genannt wurde, stand bereits im späten Mittelalter, in der Frühen Neuzeit und erneut verstärkt seit dem frühen 19. Jahrhundert im Fokus historischen Interesses. Davon zeugen eine Reihe von Schriften.
Eine tiefgehende Gesamtdarstellung der Historie Althofs vom Mittelalter bis in die Gegenwart, die auch den Pachthof samt Gebäudebestand sowie Ziegelei, Erbpachtmühle und weitere Aspekte berücksichtigt, liegt mit diesem Band erstmals vor. Schwerpunkt dieser Arbeit ist die erste systematische Auswertung historischer Handschriften und weiterer Quellen von der Zeit der Klosterauflösung in der Mitte des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dafür wurden rund 4.000 Seiten Archivgut gesichtet und ausgewertet.
Die Akten bieten auch Einblicke in die Produktionsweise und Abläufe im Ziegelei- und Mühlenwesen sowie in die Landwirtschaft und das gesellschaftliche Leben seit der frühen Neuzeit bis über die frühindustrielle Zeit hinaus.
Das Buch bietet zudem eine einmalige Sammlung von 534 überwiegend bislang unveröffentlichter Abbildungen aus Archiven und Privatbeständen: Pläne, Grundrisse, Schnitte, Postkarten und Fotografien.
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