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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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1. Halbband 2019. Archäologischer Anzeiger. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. Archäologischer Anzeiger. 2019. 352 S. 410 fb. Abb., 113 Abb. 30 x 21 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-95490-455-6 L, Reichert
Im Archäologischen Anzeiger werden Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen und Berichte über Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
II. Der Peripteros und der Naiskos. Samos (29). Schulz, Thekla. Die römischen Tempel im Heraion von Samos. 2019. 136 S. 32 Tafeln, 228 Abb. 34 x 24 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-95490-415-0 L, Reichert
Das Heraion von Samos, berühmt wegen seiner Bauten der archaischen Zeit, verlor nach den Perserkriegen immer mehr an Bedeutung. Erst in der römischen Zeit kam es zu einer Art Nachblüte durch die Förderungen des Kaisers Augustus und seines Nachfolgers Tiberius, die bis in die späte Kaiserzeit anhielt. Insgesamt wurden vier römische Tempel im Hera-Heiligtum errichtet. Die beiden Prostyloi wurden bereits ausführlich im ersten Band der römischen Tempel der Samos-Reihe publiziert. Dieser zweite Band widmet sich nun den beiden anderen römischen Tempeln im Heraion von Samos, dem Peripteros und dem Naiskos, die unmittelbar vor dem großen Altar der Hera errichtet wurden. Sie stehen im Zusammenhang mit einer umfangreichen Neuordnung des Heraion in der frühen Kaiserzeit mit zahlreichen Baumaßnahmen, der Erneuerung des archaischen Altars in Marmor, der Errichtung einer mächtigen Freitreppe an der Frontseite des unvollendeten großen Heratempels und dem Umbau des Monopteros sowie des Südbaus. Diese intensive Bautätigkeit der frühen römischen Kaiserzeit knüpft an die alten archaischen Kultbauten im Heraion und deren Bautradition an. Der römische Peripteros und Naiskos sind zwar Neubauten, folgen aber keineswegs den üblichen Bauformen ihrer Zeit, sondern sind singuläre Bauten, die in einer subtilen Weise die archaischen Kultbauten im Heraion aufgreifen. Auf der Basis detaillierter Bauuntersuchungen wurden die römischen Tempel im Zusammenhang mit der Baugeschichte der Sakralbauten im Heraion seit den Anfängen in der archaischen Zeit bis in die frühchristliche Zeit betrachtet, was einerseits zu weiteren Überlegungen einer möglichen Deutung der beiden römischen Tempel vor dem Altar führte, andererseits auch einige Rückschlüsse auf die archaischen Kultbauten ermöglichte.
Römisches Tafelgeschirr der Sammlung K. Wilhelm. Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie (8). Mackensen, Michael. Relief- und stempelverzierte nordafrikanische Sigillata des späten 2. bis 6. Jahrhunderts. 2019. 596 S. 1554 Abb., sw, 525 fb. Abb. 30 x 21 cm. 2 Bände. EUR 85,00. ISBN: 978-3-95490-413-6 L, Reichert
Die Untersuchung gibt einen Überblick über die etwa 500 Jahre lange Entwicklung der qualitativ hochwertigen nordafrikanischen Sigillata, einer rottonigen, rot engobierten Feinkeramik, die meist als Tafelgeschirr verwendet wurde. Insbesondere die exzeptionelle reliefverzierte Keramik spiegelt das herausragende kunsthandwerkliche Können mehrerer großer Töpfereizentren in einer der wirtschaftlich wichtigsten Provinzen Roms, der Africa Proconsularis, wider. Im Mittelpunkt steht die seltene applikenverzierte nordtunesische Sigillata des späten 2./frühen 3. Jahrhunderts und vor allem das Formen- und Dekorspektrum der appliken-, relief- und stempelverzierten Sigillata des frühen 3. bis Mitte des 6. Jahrhunderts aus dem bedeutendsten, über 350 Jahre produktiven zentraltunesischen Töpfereizentrum Sidi Marzouk Tounsi. Dort wurde neben rottonigen Lampen und figürlichen Terrakotten ein umfangreiches, vielgestaltiges Repertoire an glatten und verzierten Sigillatagefäßen nicht nur für die Region, sondern für den mediterranen Fernhandel hergestellt. Grundlage bietet die außergewöhnlich reichhaltige, vorwiegend zwischen 1960 und 1995 aufgebaute Sammlung von K. Wilhelm, deren Material in einem Auswahlkatalog mit 138 Gefäßen und 104 Fragmenten, darunter viele Unikate und unbekannte Appliken- und Stempeltypen, dokumentiert wird. Zusätzlich wird wichtiges, teilweise unveröffentlichtes Vergleichsmaterial in europäischen, nordamerikanischen und nordafrikanischen Museen und Privatsammlungen berücksichtigt. Vor allem für die in einem nordost- und größtenteils in einem weiteren zentraltunesischen Töpfereizentrum während des späten 2. und 3. Jahrhunderts hergestellte applikenverzierte Sigillata werden die Formen und erstmals die Dekorschemata klassifiziert und übersichtlich dargestellt. Es gelingt auch die Spätphase der sog. El Aouja-Sigillata und die stilistischen Übergänge zur applikenverzierten Sigillata des 4. Jahrhunderts herauszuarbeiten. Die Analyse des Appliken- und Reliefdekors mit paganen, allegorischen und frühchristlichen Motiven zeigt anhand der sich stark verändernden bildlichen Darstellungen den ikonographischen Wandel im Lauf der Jahrhunderte. Von großer Bedeutung ist, dass das Töpfereizentrum Sidi Marzouk Tounsi offensichtlich auch die vandalische Herrschaft über die Provinzen Africa und Byzacena (429–533/534) unbeschadet überstand. Neben der späten stempelverzierten Sigillata, ließ sich auch die Herstellung modelausgeformter, reliefverzierter Sigillataplatten und spezieller Sonderformen mit vorwiegend christlichen Darstellungen, weit jenseits des bisher angenommenen Produktionsendes (ca. 430/440) bis gegen Mitte des 6. Jahrhunderts nachweisen.
An International Symposium on Roman Sarcophagi. University of California at Berkeley 18–19 September 2009. Sarkophag Studien (11). Hrsg.: Hallett, Christopher H. Flesheaters. Engl. 2019. 192 S. 132 Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-400-6 L, Reichert
In this volume a number of Classicists, Classical Archaeologists, and Ancient Historians – most of them not sarcophagus specialists – all attempt to ask some of the most fundamental questions about Roman mythological sarcophagi. Why was Greek myth such a popular choice for the decoration of these monumental marble coffins? How should we interpret the particular myths that were chosen? How easy – or difficult – was it to identify and interpret the mythical stories represented? What emotions were these often violent and tragic stories meant to evoke in the mourner at the tomb? What does it mean when portrait figures are inserted into scenes of myth? How does it affect our interpretation of the mythical imagery that some sarcophagi were completely buried, and their carved reliefs completely concealed? And what might be the value of all these intricately carved marble sarcophagi for Roman social and cultural history? Unsurprisingly, there is a great deal of disagreement on these important questions among the various authors, and on what a cultural history written from the point of view of Roman funerary commemoration might look like. What all contributors to the volume seem to agree on, however, is that the great corpus of carved sarcophagus-reliefs holds out extraordinary – as yet unrealized – promise for the cultural historian. And this selection of essays, all starting from very different premises and assumptions, allows the reader a series of brilliant glimpses of what that promise might yet deliver: a more nuanced and more inclusive understanding of the strange and distinctive society that flourished under the Roman Empire during the second and third centuries AD.
Die Inschriften der Stadt Wittenberg. Teil 1: Einleitung, Register, Quellen und Literatur, Zeichnungen undAbb. Teil 2: Die Inschriften. Die Deutschen Inschriften (107); Leipziger Reihe (6). Jäger, Franz; Pickenhan, Jens. Zusammen mit Neustadt, Cornelia; Pürschel, Katja. 2019. 845 S. 206 z. T. fb. Abb. 27 x 19 cm. 2 Bände. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-437-2 L, Reichert
Der zweiteilige Band enthält in 552 Katalogartikeln jene Inschriften, die für die Altstadt und die historischen Friedhöfe von Wittenberg überliefert sind. Die Sammlung beginnt mit den ältesten erhaltenen aus dem 13. Jahrhundert und endet im Jahr 1650. Etwa zwei Drittel aller Inschriften dieses Zeitraums sind nur abschriftlich, d. h. nicht original überliefert. Die Inschriften Wittenbergs lassen sich hauptsächlich drei Lebensbereichen zuordnen: der im späten 15. Jahrhundert wiederauflebenden Residenzkultur, der 1502 gegründeten Universität und der prosperierenden Bürgerstadt der Frühen Neuzeit. Den ersten Höhepunkt im überlieferungsreichen 16. Jahrhundert bilden die in Messing gegossenen Gedächtnismale für die Kurfürsten Friedrich den Weisen (1486–1525) und Johann den Beständigen (1525–1532) in der Schloßkirche. Sie sind ein glanzvoller Höhepunkt im Schaff en der Nürnberger Vischer-Werkstatt. Der wichtigste Schöpfer von Gemälde-Epitaphien war der Maler Lucas Cranach der Jüngere. Von seinen für die Stadtkirche geschaff enen Epitaphien haben sich allerdings fast nur die Gemälde erhalten, während die dazugehörigen Inschriften nicht original überliefert sind. Seit der Mitte des 16. Jahrhunderts wächst die Anzahl der überlieferten Gedächtnismale für Angehörige der Universität. Unter ihnen sind die für Martin Luther (gestorben 1546) und Philipp Melanchthon (gestorben 1560) sowie die z. T. sehr aufwendigen Epitaphien für die in Wittenberg bestatteten adligen Studenten hervorzuheben. Die außerordentlich umfangreichen und anspruchsvollen lateinischen Inschriften des Totengedenkens vergegenwärtigen den Bildungsanspruch und die europaweite Vernetzung der akademischen Welt in der Frühen Neuzeit. Sie bezeugen auch die personellen Verbindungen der ratssässigen Familien zur Universität, die sich manchmal über Generationen hinweg verfolgen lassen. Die Universität war der Ursprungsort der Reformation, die viele epigraphische Spuren hinterlassen hat. Polemische Inschriften reagierten auf den konfessionellen Bekenntnisdruck, der durch kirchenpolitische Richtungswechsel in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gerade an Luthers Wirkungsstätte ausgelöst wurde. Außer diesen schlugen sich auch andere Großereignisse in den Inschriften nieder wie z. B. die Türkenkriege und der Dreißigjährige Krieg. Darüber hinaus veranschaulichen die Inschriften an den Fassaden und Portalen der Stadt sowie Wandinschriften und Fragmente farbiger Glasfenster aus Bürgerhäusern die städtische Kultur Wittenbergs in der Frühen Neuzeit.
Zum Einfluss von mikroregionalen Wirtschafts- und Sozialstrukturen auf den Städtebau in der Africa Proconsularis. Studien zur Antiken Stadt (16). Scheding, Paul. Urbaner Ballungsraum im römischen Nordafrika. 2019. 297 S. 200 z. T. fb. Abb. 32 x 24 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-313-9 L, Reichert
„Die Zahl der Städte so gross als ehedem die der Hütten. Überall sind Wohnungen, überall Bevölkerungen, überall Staaten, überall Leben“ schrieb Schriftsteller Tertullian um das Jahr 200 nach Christus. Seine Heimat, die Provinz Africa proconsularis, zählte zu dieser Zeit zu den am dichtesten besiedelten Gebieten des römischen Imperiums. In dieser als „Kornkammer Roms“ bezeichneten Region bildete sich durch ihre Prosperität und die Ballung an Siedlungen eine ganz eigene urbane Kulturlandschaft heraus, die sich in facettenreichen Stadtbildern manifestiert. In der archäologischen Forschung spielt die Interpretation von Kunst- oder Kulturlandschaften seit langer Zeit eine bedeutende Rolle. Bisher wurde dieser Begriff jedoch meist auf antike Skulptur angewendet. Der Autor bieten daher einen Perspektivenwechsel, indem der fragt, welche spezifischen mikroregionalen Kulturmerkmale sich in den Stadtbildern des Karthagischen Hinterlandes herausbildeten. Inwiefern nahmen ökonomische, soziale und politische Strukturen einer Landschaft Einfluss auf die Gestaltung des urbanen Lebensraums? Anders als bei zahlreichen Studien zum antiken Urbanismus steht nicht die Stadtentwicklung im Mittelpunkt, sondern die Zustandsbeschreibung einer dynamischen Mikroregion zu Beginn des 3. Jhs.. n. Chr. In Einzelstudien der öffentlichen Infrastruktur werden urbane Profile für fünf Städte herausgearbeitet, die ein detailliertes Bild von Urbanität entstehen lassen. Anschließend werden die öffentlichen Bauten und epigrafische Quellen von über 20 Siedlungen im Karthagischen Hinterland untersucht, um die beobachteten städtebaulichen Charakteristika auf eine breite Materialbasis zu stellen. Zusammen mit einer vernetzten Analyse aus Urbanismus, landwirtschaftlichen Strukturen und den mikroregional agierenden Eliten kann erstmals aufgezeigt werden, wie sich eine Stadtkultur in einem antiken Ballungsraum formiert. Dabei zeigt sich, dass sich die Provinz Africa diametral von der anderen Region unterscheidet. Ein zentrales Ergebnis ist, dass die einzelne Siedlung kein kulturelles oder wirtschaftliches Zentrum darstellt, womit auch die innerstädtischen Bezugspunkte, wie das Forum oder die Hauptstraßen wenig Bedeutung hatten. So wurde das Stadtbild als additives Ensemble von Einzelarchitekturen verstanden, die sich ohne Bindung an diese urbanen Bezugspunkte in den Siedlungen verteilten. Mit der Darstellung von spezifischen Merkmalen eines antiken Ballungsraumes kann der vorliegende Band eine neue Perspektive aufzeigen, in der Städtebau nicht primär als individuelle Entwicklung, sondern als Gegenstand eines mikroregional konstituierten Verständnises von Urbanität analysiert wird.
Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts (133). Hrsg.: von Rummel, Philipp; Hrsg.: Wulf-Rheidt, Ulrike; Hrsg.: Dtsches Archäologisches Institut. 2019. 296 S. 57 fb. Abb., 157 Abb., schwarz-weiß. 30 x 21 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-95490-365-8 L, Reichert
In seinem Jahrbuch (JdI) publiziert das Deutsche Archäologische Institut seit 1885 jährlich im Schnitt sieben Aufsätze zu archäologischen Themen von der Vorgeschichte bis in die Spätantike mit Schwerpunkt auf der griechisch-römischen Zeit. Aktuelle Fragestellungen zu Kunst- und Stilgeschichte, Ikonographie und Typologie, zur Rekonstruktion von Plastik und Architektur sowie in der Hermeneutik und Wissenschaftsgeschichte insbesondere aus dem Bereich der Klassischen Archäologie, aber auch aus anderen archäologischen Fachdisziplinen werden grundlegend und auf dem neusten Stand der Forschung diskutiert.
In der Zeitschrift werden Forschungen von Fachkollegen weltweit veröffentlicht. Die Beiträge, die alle ein doppelblindes Peer-Review-Verfahren durchlaufen, sind in der Regel auf Deutsch oder Englisch, aber auch auf Italienisch, Französisch oder Spanisch verfasst. Jeder Beitrag wird durch ein Abstract in englischer Sprache ergänzt. Die JdI-Bände sind großzügig ausgestattet und reich bebildert, die Abbildungen in hoher Qualität und teils in Farbe gedruckt.
Madrider Mitteilungen (59). Deutsches Archäologisches Institut. Madrid. 2019. 468 S. 685 Abb., 91 fb. Abb. 26 x 19 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-381-8 L, Reichert
C. GONÇALVES – L. ANDRÉ – J. CASCALHEIRA – N. BICHO, Der Muschelhaufen von Cabeço de Amoreira in Muge, Portugal. Ergebnisse der archäologischen Arbeiten des letzten Jahrzehnts (2007–2017), mit 11 Textabbildungen – L. GARCÍA SANJUÁN – M. LUCIAÑEZ TRIVIÑO – M. CINTAS-PEÑA, Ivory, Elites, and Lineages in Copper Age Iberia. Exploring the Wider Significance of the Montelirio Tomb, mit 25 Textabbildungen – V. S. GONÇALVES – A. C. SOUSA – M. SANTOS – C. BOTTANI – J. MIRÃO, The Use of Gold at the Rock-cut Tomb Necropolis of Casal do Pardo (Quinta do Anjo, Palmela, 3200–2000 BCE), mit 14 Textabbildungen – H. SCHUBART – G. ARANDA JIMÉNEZ – E. ALARCÓN GARCÍA, Funde der El Argar-Kultur aus der Provinz Granada, mit 47 Textabbildungen – H. SCHUBART – C. LIESAU, Rötel im El Argar-zeitlichen Bestattungsritual von Fuente Álamo, mit 6 Textabbildungen – F. B. GOMES, Revisiting an Early Iron Age Funerary Horizon. ›Cruz del Negro‹ Type Urn Burials in Southern Portugal and their Significance, mit 4 Textabbildungen – M. H. HERMANNS – J. RAMON TORRES, Tagomago 2, un pecio del siglo IV A. C. en la costa NE de Ibiza, con un anexo de M. PRANGE, mit 21 Textabbildungen – M. P. GARCÍA-BELLIDO – J. DE HOZ, ¿Un foedus entre Roma y Sagunto? La dracma hispana del juramento, mit 7 Textabbildungen – E. TRUSZKOWSKI, Étude de deux protomes de félin en bronze, mit 3 Textabbildungen – M. ALMAGRO-GORBEA – F. GONZÁLEZ DE CANALES – J. LLOMPART, Un ánfora ática de la ›Botkin Class‹ en Huelva y la fecha final del emporion focense, mit 5 Textabbildungen – S. AZCÁRRAGA CÁMARA, Una aproximación cronológica al mundo carpetano y su romanización, mit 8 Textabbildungen – P. ROTHENHÖFER – M. BODE, Neue Forschungen zu den Planii und ihren ökonomischen Aktivitäten im republikanischen Hispanien, mit 5 Textabbildungen – P. BAAS – D. OJEDA – D.-F. SVOBODA-BAAS, Torreparedones. Vorbericht der Grabungskampagne 2017, mit 19 Textabbildungen – H. SCHNORBUSCH, »Köstlicher Balsam träuft aus deiner Hand«. Zu Ikonographie und Aufstellungskontexten des personifizierten Schlafs auf der Iberischen Halbinsel, mit 6 Textabbildungen – F. VALDÉS – A. ZAMORANO, Madinat al-Zahra’ y la cronología de los cristales de roca egipcios conservados en España, mit 9 Textabbildungen – In memoriam D. Luis Monteagudo García (1919-2018), von H. SCHUBART und J. SUÁREZ OTERO – A la memoria de Juan Zozaya Stabel-Hansen (1939–2017), de N. KUBISCH – In memoriam Joudia Hassar-Benslimane (1943–2018), de P. CRESSIER et A. TOURI
Archäologischer Anzeiger. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. 2. Halbband 2018. 2019. 220 S. 153 fb. Abb., 91 Abb. 28 x 21 cm. EUR 40,00 ISBN: 978-3-95490-385-6 L, Reichert
Im Archäologischen Anzeiger werden Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen und Berichte über Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel. Monte do Facho. I. Die epigraphische Hinterlassenschaft des römisch-keltischen Heiligtums auf dem Monte do Facho (O Hío/Cangas – Galicien). I. El legado epigráfico del santuario céltico-romano en el Monte do Facho (O Hío/Cangas, Galicia). Madrider Beiträge (38). Koch, Michael. Hrsg.: Schattner, Thomas G. 2019. 140 S. 198 Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-406-8 L, Reichert
Der „Monte do Facho“ (O Hío, Cangas), ein mächtiger Hügel, erhebt sich nordwestlich der „ría de Vigo“ unmittelbar über dem Ufer des atlantischen Ozeans mit Blick nach Westen. Auf dem Hügelkamm und an seinen Flanken wurden seit Jahrzehnten prähistorische und antike Überreste vermutet, begründet durch Ringwälle und eine Reihe von epigraphischen Streufunden in unmittelbarer Nähe des Hügels. Aber erst die systematische Grabung durch ein deutsch-galicisches Forscherteam ab 2003 erbrachte Gewissheit über sowohl eine prähistorische Besiedlung als auch ein eisenzeitliches „castro“ und vor allem ein schlichtes, aber umfangreiches Heiligtum zu Ehren einer bis dahin unbekannten keltischen Gottheit aus der mittleren und späteren Kaiserzeit, deren Name DEUS LAR BERUS BREUS gelautet haben muss. Die Grabung ergab die Existenz von nahezu fünfzig Weihealtären, die zusammen mit früheren epigraphischen Funden von diesem Hügel und aus seiner unmittelbaren Umgebung, heute in den Museen von Pontevedra und Vigo ausgestellt, rund einhundert und dreißig Weihaltäre und Altarfragmente zu Ehren dieser Gottheit ausmachen. Aus epigraphischer Sicht handelt es sich um die bislang zahlenmäßig größte Weihung für eine einheimische Gottheit auf der Iberischen Halbinsel. Darüber hinaus fanden sich Hinweise auf eine regionale Renaissance des einheimischen Keltentums sowie auf frühe Christianisierungs-Versuche.
Die Weihaltäre sind im Bild vorgestellt, gelesen und transkribiert sowie epigraphisch interpretiert. Der historische Kontext ist, soweit es der heutige Forschungsstand erlaubt, dargestellt. Die Publikation bedeutet einen Meilenstein in der Erforschung der außerordentlich komplexen Religiosität des keltisch-römischen Nordwestens Hispaniens.
Antoninus Pius. Der vergessene Kaiser. Aumann, Günter.160 S. 69 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2019. EUR 19,90. ISBN: 978-3-95490-393-1 L, Reichert
Antoninus Pius war der Kaiser, der in den drei Jahrhunderten zwischen Kaiser Augustus und Konstantin dem Großen am längsten regierte. Doch außerhalb der Fachwelt ist er nahezu unbekannt. Schließlich konnte die Regentschaft des Antoninus weder Intrigen am Kaiserhof noch Verschwörungen im Senat, weder Vulkanausbrüche noch große Schlachten an den Grenzen des Reichs bieten. Das Buch zeigt überzeugend, dass es sich trotzdem lohnt, die Herrschaft dieses pflichtbewussten Kaisers zu betrachten, der völlig frei war von Ruhmsucht und Eitelkeit und damit einen wohltuenden Kontrast zu den heute grassierenden Selbstinszenierungen bietet. Zitate antiker Autoren und Lebensläufe von Zeitgenossen des Antoninus helfen, dem Kaiser und seiner Zeit möglichst nahe zu kommen. Den Zugang erleichtern Infoboxen, in denen wichtige Ämter und Begriffe erklärt werden. Einen besonders eindrücklichen Blick auf den Kaiser und seine Familie erlauben zahlreiche Münzporträts. Um Einzelheiten besser erkennen zu können, werden die Münzen vergrößert wiedergegeben. Damit dadurch nicht der Gesamteindruck dieser kleinen Kunstwerke leidet, geschieht dies allerdings nur maßvoll.
Sörries, Reiner. Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte. 768 S. 425 fb. Abb. 24 x 17 cm. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2019. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-280-4 L, Reichert
Im Stil des klassischen Handbuchs erschließt das Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte auf 765 Seiten mit über 400 farbigen Abbildungen den gesamten Wissensbereich der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart. Es umfasst die Forschungsgeschichte, charakterisiert den Islam und seine Strömungen, bietet einen historischen Überblick, gegliedert nach den herrschenden Dynastien, und erschließt im systematischen Hauptteil Dorf und Stadt als Lebensraum, die profane und religiöse Architektur, das Friedhofswesen sowie die Künste und die Stilepochen bis zur postislamischen Zeit. Ergänzend folgt ein Teil der Regionen und Kunstlandschaften von Europa bis Fernost, von Afrika bis Übersee. Ein eigenes Kapitel ist schließlich den Begegnungen zwischen Abendland und Morgenland gewidmet. Ein umfangreiches Glossar sowie ein Orts-, Sach- und Personenregister unterstreichen den Charakter als Nachschlagewerk. Einleitend werden die Studierenden außerdem über Studien- und Arbeitsbedingungen informiert.
Obwohl sich das Handbuch zunächst an Studierende und Fachwissenschaftler der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte, der Islamwissenschaft im Allgemeinen, der Orientalistik und der benachbarten archäologischen, kunsthistorischen und theologischen Disziplinen richtet, kann es aufgrund seiner guten Lesbarkeit auch für interessierte Laien einen vertiefenden Einblick in das Wesen des Islam und seiner Menschen ermöglichen. Nicht zuletzt werden auch die Umbrüche in der abendländischen Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Islam deutlich, die etwa nach Nine-eleven zu einer völligen Neuorientierung in der Konzeption der Islamischen Museen geführt haben. In diesem Handbuch stößt die in der Gegenwart wachsende Skepsis gegenüber dem Islam auf das reiche soziale, politische, kulturelle und künstlerische Erbe der Muslime, die über große Zeiträume hinweg dem christlichen Abendland überlegen waren.
Kerameikos (20). Brenne, Stefan. Die Ostraka vom Kerameikos. 2019. 1396 S. 397 Tafeln, 10071 Abb. 34 x 24 cm. EUR 220,00. ISBN: 978-3-95490-327-6 L, Reichert
Die Stimmscherben des Ostrakismos geben Einblick in einen außergewöhnlichen Aspekt der antiken Rechtsgeschichte. Beim stark ritualisierten Scherbengericht konnten die Athener des 5. Jahrhunderts v. Chr. einmal im Jahr einen Mitbürger für zehn Jahre verbannen. Das traf so bedeutende Persönlichkeiten wie Aristeides, Themistokles oder Kimon.
Abgestimmt wurde mit Scherben (óstraka), die überwiegend von den Teilnehmern an der Ostrakophorie selbst gestellt und beschriftet wurden. Bis 1966 waren 1658 solche Stimmscherben bekannt. Dann stellte ein Depotfund von rund 9000 Ostraka im Kerameikos die Forschung auf eine neue Grundlage. Sie werden hier erstmals vollständig vorgelegt, zusammen mit den älteren, teilweise bereits publizierten Funden aus dem Kerameikos. Der Schwerpunkt liegt auf der Materialvorlage in Text, Beschreibung und Abbildung, systematische Aspekte der Auswertung werden angerissen und erschließen den Katalog.
Eine Besonderheit des Hortfundes ist seine Geschlossenheit, die sich durch zahlreiche Anpassungen und andere Verbindungen zwischen verschiedenen Stimmscherben belegen lässt. Zusammen mit der wahrscheinlichen Datierung ins Jahr 471 v. Chr. ergeben sich viele Ansatzpunkte für eine große Bandbreite von Fragestellungen: zur Führungsschicht, zum Ablauf des Verfahrens selbst, zur Verbreitung der Schriftlichkeit und zur Schriftentwicklung oder zu sprachlichen Phänomenen im Bereich der Morphologie oder Phonetik. Ein neuer Fixpunkt ergibt sich für die Chronologie der Gebrauchskeramik, denn die verwendeten Scherben stammen von allen wichtigen Gefäßtypen. Der bewusste Umgang mit Schrift und Schreibfläche lässt Rückschlüsse auf das ästhetische Empfinden in der breiten Bürgerschaft zu. Einzelne Scherben enthalten Zusatzinformationen über die eigentliche Nennung des Namens hinaus, etwa Zusatztexte oder die bewusste Auswahl der Scherbe, und beleuchten so die Intention der ›Wähler‹ und die politische Diskussion dieser Zeit.
Die heute zum Landkreis gehörigen Teile der ehemaligen Bezirksämter Vilshofen und Griesbach. Die Deutschen Inschriften (101); Münchener Reihe (19). Baltolu, Ramona; Steininger, Christine. Die Inschriften des Landkreises Passau bis 1650. 2019. 520 S. 56 Tafeln, 159 z. T. fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-260-6 L, Reichert
Der Band beschließt das Projekt der Bearbeitung der Bischofsstadt Passau (DI 67) und ihres Umlandes (vgl. DI 80 Landkreis Passau I). Während der erste Landkreisteil vom hochstiftischen Bestand beherrscht wurde, umfasst dieser Band die alten bayerischen Bezirksämter Griesbach und Vilshofen. Er ist geprägt von einigen Prälatenklöstern (Aldersbach, Asbach, St. Salvator) und einigen Wallfahrtskirchen (Sammarei, Grongörgen, Kößlarn). Eine Besonderheit stellen die Inschriften der Kirchen von Ortenburg dar, der einzigen evangelischen Enklave im Territorium des alten Herzogtums Bayern, aus der uns ein größerer Bestand von nachweislich lutherischen Grabdenkmälern überliefert ist. Einige Adelsgrablegen (Ruhsdorfer, Closen, Rottau, Schwarzenstein) und die Denkmäler der bayerischen Landstadt Vilshofen runden die Edition ab. Auffällig ist eine große Zahl von nachträglich angefertigten oder bereits im Bearbeitungszeitraum überarbeiteten Denkmälern.
Iberische Halbinsel und Marokko. Repertorium der christlich-antiken Sarkophage (4). Büchsenschütz, Nora. 2018. 328 S. 69 Tafeln, 314 Abb. 30 x 21 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-95490-362-7 L, Reichert
Die Erforschung der frühchristlichen Sarkophagplastik ist ein Desiderat der auf fünf Bände angelegten Reihe des Deutschen Archäologischen Instituts. Der nunmehr vorliegende vierte Band ergänzt diese Reihe um den geographischen Raum der spätantiken Hispania sowie der Mauretania Tingitana als zusammenhängende Kultureinheiten. Zusammengestellt wurden hierfür Sarkophage und Sarkophagfragmente aus dem heutigen Spanien, Portugal und Marokko. Insgesamt konnten 153 Objekte mit Relevanz für das Repertorium gesichtet und dokumentiert werden, so dass neben den bereits bekannten Stücken auch eine größere Zahl von neu gefundenen Objekten aufgenommen werden konnte. So berücksichtigt der vierte Band all die Änderungen und Neuerungen, die sich seit den letzten Großpublikationen 1954 und 1975 ergeben haben und liefert erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme der Sarkophagplastik in der spätantiken Hispania und Mauretania Tingitana. In diesem Rahmen werden auch Stücke mit einer nicht dezidiert christlichen Ikonographie berücksichtigt, um die Übergangsphase zwischen paganer und christlicher Sarkophagplastik nachzuzeichnen. Die beschreibenden Katalogtexte werden durch zahlreiche, teilweise neu angefertigte, Fotografien ergänzt, um eine Grundlage für weitere Forschungsarbeiten zu schaffen.
Ein zusätzlicher Kommentarteil greift vertiefend die Provenienz der Objekte auf und geht der Frage einer Zusammenfassung in (Werkstatt-)Gruppen unter Berücksichtigung der zahlreichen Kulturkontakte der spätantiken Hispania zu den benachbarten Provinzen nach. Auf diese Weise wird eine Basis geschaffen, um Aspekte der Provenienz und der Mobilität sowohl von Bildwelten als auch von Material und ausgebildeten Fachkräften neu zu diskutieren. So können Fragen bezüglich der Wirkung stadtrömischer und schließlich nordafrikanischer Werkstätten auf die lokale Sarkophagproduktion neu angegangen und weiterführend diskutiert werden.
Das Dipylon. Kerameikos (22). Gruben (†), Gottfried; Müller, Klaus. Hrsg.: Stroszeck, Jutta. 2018. 284 S. 15 Beilagen im Schuber, 435 Abb. 34 x 24 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-306-1 L, Reichert
Das Thriasische Tor – im Lauf der Zeit wurde hierfür die Bezeichnung ›Dipylon‹ gebräuchlich – war über sieben Jahrhunderte lang die größte Toranlage der Athener Stadtbefestigung. Es sicherte die Passage des ›Dromos‹, der Straßenanlage zwischen Agora und Akademie durch den Befestigungsring und bildete an dieser prominenten Stelle den repräsentativen Rahmen für diverse Feierlichkeiten der Stadt.
Das vorliegende Werk beruht im Wesentlichen auf den Untersuchungen der Dipylon-Ruine und ihres Areals in den 1960er Jahren. Diese brachten die seit 1872 einsetzenden Freilegungen des Tors zum Abschluss, konnten aber erst jetzt auf der Grundlage der bestehenden Manuskripte von Gottfried Gruben publiziert werden. Die Arbeiten stellen angesichts stark reduzierter baulicher und stratigraphischer Befunde eine Meisterleistung der Bauforschung dar, wobei Befundreste verschiedenster Kategorien (literarische Quellen, Straßenschichten, Grabenfüllungen, Kanäle, Vorwerke, Brunnenanlagen, Baubefunde, Spolien) berücksichtigt und in die Argumentationen mit einbezogen wurden. Durch systematische Dokumentation, Analysen, Diskussion und die gegenseitigen Abstimmungen ihrer Aussagenkraft führten sie zu überraschend weitreichenden und durchwegs plausiblen Resultaten. Die Toranlage kann in den wesentlichen Phasen ihres Bestehens – der Gründungsanlage aus der Zeit unmittelbar nach den Perserkriegen, den sukzessiven Umbauten im Lauf des 4. Jahrhunderts und den Ergänzungen der römischen Zeit – als geklärt gelten.
Der reiche und ausführliche Text wird durch eine große Fülle von Plandarstellungen (Grundrisse, Gebäude- und Geländeschnitte, Detailzeichnungen) ergänzt, die die Befunde in ihrer Komplexität anschaulich vor Augen führen und es dem Leser erleichtern, die Interpretationen und Diskussionen kritisch nachzuvollziehen.
Katalog der Skulpturen IV: Historische Reliefs. Monumenta Artis Romanae (MAR) (40). Überarbeitet von Fless, Friederike; Langer, Stephanie; Liverani, Paolo; Pfanner, Michael. Vatikanische Museen. Museo Gregoriano Profano ex Lateranense. 2018. 288 S. 94 Tafeln, 33 fb. Abb., 426 Abb. 30 x 21 cm. EUR 125,00. ISBN: 978-3-95490-307-8 L, Reichert
Im Gesamtbestand des Museo Gregoriano Profano sind die Historischen Reliefs mit 20 Denkmälern eine zahlenmäßig wenig umfangreiche aber überaus wichtige Gruppe. Sie umfasst neben kaum bekannten Stücken auch zentrale Werke der römischen Kunst wie die Reliefs von der „Ara der Vicomagistri“, die „Großen Cancelleria-Reliefs“ und den „Larenaltar vom Belvedere“, die in den letzten Jahrzehnten intensiv und oft kontrovers diskutiert worden sind. Auch weniger prominente Reliefs, die zum Teil wegen ihres Erhaltungszustandes schwierig zu deuten sind, erweisen sich durch die eingehenden Untersuchungen als aufschlussreiche Zeugnisse öffentlicher Monumente.
Katalog der Gräber 1-300. Band: Text. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (9). Höke, Benjamin; Gauß, Florian; Peek, Christina; Stelzner, Jörg. Lauchheim II.1. 2018. 724 S. 346 Tafeln, 1 Beilage, 517 fb. Abb. 30 x 21 cm. 2 Bände. EUR 99,00. ISBN: 978-3-95490-360-3 L, Reichert
Mit rund 1300 Gräbern aus dem Zeitraum vom späten 5. bis zum späten 6. Jahrhundert ist das Gräberfeld von Lauchheim (Ostalbkreis) bis heute der größte bekannte merowingerzeitliche Bestattungsplatz Süddeutschlands. Als Ergebnis eines Forschungsprojekts, das sich der Dokumentation und Auswertung der Gräber mit modernen Methoden und Technologien widmete, werden die Befunde und Funde aus Lauchheim in einem detaillierten Katalog mit umfangreichem Tafelteil vorgelegt und damit eine einzigartige Quelle der Frühmittelalterforschung der weiteren wissenschaftlichen Auswertung zugänglich gemacht. Der erste von insgesamt vier Teilbänden des Katalogs umfasst die Gräber 1–300.
Zum Kommunikationspotenzial von Bodenmosaiken für die Schaffung heiliger Räume. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz (45); Reihe B: Studien und Perspektiven. Watta, Sebastian. Sakrale Zonen im frühen Kirchenbau des Nahen Ostens. 2018. 416 S. 94 fb. Abb., 106 Abb. 32 x 23 cm. EUR 118,00. ISBN: 978-3-95490-342-9 L, Reichert
Angesichts des neutestamentlichen Standpunkts, wonach Gott nicht in Tempeln wohne, die von Menschenhand geschaffen wurden, ist es keineswegs selbstverständlich, dass Kirchen als Sakralbauten zu werten sind. Dennoch hat sich diese Vorstellung bereits früh etabliert. Davon zeugen Schriftquellen, aber auch Bodenmosaiken, die in ihrer Verbindung von Ornament, Bild und (In-)Schrift eine reiche Quellengrundlage für Fragen nach der Konstruktion und Wahrnehmung des heiligen Raums, seiner Parzellierung und Hierarchisierung bieten. Der regionale Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei auf den frühbyzantinischen bis umayyadenzeitlichen Kirchenbauten der Provincia Arabia, die einen Großteil des heutigen Jordanien einnahm. In der Analyse der Mosaiken im Kontext von Architektur, liturgischer Ausstattung und praktizierter Liturgie zeigen sich historische Vorstellungen vom heiligen Raum in ihrer ganzen Vielschichtigkeit.
The Sculptor’s Workshop. Aphrodisias (10). van Voorhis, Julie. Engl. 2018. 192 S. 253 Abb. 31 x 23 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-268-2 L, Reichert
Carved marble was a major part of the economy of Roman cities. The material was supplied by local and regional quarries but little is known of the workshops in which the carving was carried out. The Sculptor’s Workshop at Aphrodisias is a uniquely well-preserved facility of this kind supplied by a nearby local quarry. The workshop was located behind the Council House in the centre of town, and when excavated in 1967-1969 it contained remarkable remains from a high-end sculpture business. The monograph offers a complete publication of the archaeology of the workshop itself and of the finds – they include a set of stone-carving tools, a large quantity of sculpture in various states of completion, well-preserved statues (both portraits and mythological figures), and several practice pieces carved by apprentice sculptors as part of their training.
 
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