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Reichert, Dr. Ludwig Verlag |
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Lebenswelten. Bilder und Räume in der römischen Stadt der Kaiserzeit. Hrsg. v. Neudecker, Richard /Zanker, Paul. 2006. 256 S., 124 sw. Abb. 29 x 22 cm. (Palilia Band 16) Pb EUR 45,00 ISBN: 3-89500-515-0 L, Reichert
Kaiserzeitliche Städte sind geschichtliche Räume mit einem reichen Potential zur Erforschung antiker Handlungs- und Erlebniswelten. Über ihre Bewohnbarkeit und Funktionalität sowie über die Bildersprache, in der ihre Bewohner kommunizierten, informieren uns Architekturen, Bilder, Rituale und Lebensformen, sobald sie als historische Dokumente betrachtet werden. Das Buch präsentiert Beiträge eines Symposiums am Deutschen Archäologischen Institut Rom und Untersuchungen im Rahmen des Forschungsprojektes «Stadtkultur in der römischen Kaiserzeit», in denen sowohl neue Erkenntnisse als auch methodologische Ansätze vermittelt werden. Um zu einem Panorama der kaiserzeitlichen Stadtkultur zu gelangen, sind traditionelle archäologische Arbeiten neben historiographische und philologische Untersuchungen gestellt.
Le città di età imperiale sono spazi storici, che, in quanto tali, detengono un ricco potenziale per analizzare la sfera del vissuto. Architetture, immagini, rituali e forme di vita quotidiana, laddove li si consideri come documenti storici, ci informano sulla loro vivibilità e funzionalità, nonché sul linguaggio delle immagini, mediante il quale comunicavano gli abitanti. Questo libro presenta i contributi di un simposio tenuto presso l’Istituto Archeologico Germanico di Roma e le indagini svolte nell’ambito del progetto di ricerca «La cultura urbana nell’età imperiale». Vi si riferisce sia di nuovi risultati che di approcci metodologici. Per poter presentare una panoramica della cultura urbana di età imperiale, si sottopongono al confronto ricerche archeologiche tradizionali con indagini storiche e filologiche. |
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Byzantinische Bleisiegel. Von Christos Stavrakos. 160 S., 120 s/w-Abb., 17 x 24 cm, Gb.
In Vorbereitung ISBN: 3-89500-502-9 L, Reichert
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Grenzgänge im östlichen Mittelmeerraum. Byzanz und die islamische Welt vom 9. bis 13. Jahrhundert. Hg. von Ulrike Koenen und Martina Müller-Wiener. 2006. 8°. 288 S., 50 Abb., Gb. EUR 58,00
ISBN: 978-3-89500-403-2 L, Reichert
Dieser Band versammelt Beiträge von Autoren aus vier Fachrichtungen:.
Orientalische Archäologie und Kunst, Spätantike und
Frühchristliche Archäologie, Byzantinische Kunstgeschichte, Islamische Kunstgeschichte und Archäologie. Der Begriff „Grenzgänge“ ist in mehrfacher Hinsicht programmatisch zu verstehen..
Er umschreibt schlagwortartig einen Ansatz, der das Denken in
den Grenzen institutionell verankerter akademischer Disziplinen
hinterfragt und überkommene Erklärungsmuster einer kritischen
Revision unterzieht. Zugleich verweist er auf die Problematik, die
mit der künstlichen Abgrenzung von ethnisch, linguistisch und
religiös definierten Einheiten verbunden ist und den historischen
Gegebenheiten nicht gerecht wird. Einen alternativen Ansatz bietet die Auffassung des Mittelmeergebietes als umfassender Kulturraum, der eine Vielzahl kultureller, religiöser und nationaler Entitäten zu einer über diverse Kontaktfelder und Kommunikationsebenen verbundenen Gesamtheit zusammenfasst. Stärker als das vorübergehend Trennende sich ständig verändernder politischer Grenzziehungen, die in ihrer Wirkung und Ausprägung in keiner Weise mit heutigen Vorstellungen von Grenzen verglichen werden können, wirkt als ein wesentliches verbindendes Element das spätantike
Erbe, das den Grundstock bildet für die Ausbildung einer
gemeinsamen „visuellen Kultur“. Ständig sich verändernden politischen Kraftfeldern steht eine kulturelle „Osmose“ künstlerischer Ausdrucksformen gegenüber, die aus einem lange währenden Prozess wechselseitigen Austauschs resultiert. Eine solche Sichtweise richtet den Fokus auf Fragen nach den Mechanismen und der Dynamik von transferprozessen, die bei der Übertragung von geistigen Inhalten, Normen, Riten, Repräsentationen und Bildern
zum Tragen kommen und die wesentlich auch über die materielle
Kultur vermittelt werden. In diesem Sinne bietet der Band ein
breites Spektrum von verschiedenen Ansätzen, jeweils ausgehend von unterschiedlichem Material wie theoretisch methodenkritisch angelegte Beiträge (Koenen), objektorientierte Untersuchungen (Bosselman-Ruickbie, Müller-Wiener) und solche, bei denen die Auswertung von Schrift- und Bildquellen (Hauser, Shalem, Effenberger, Asutay-Effenberger) im Vordergrund steht.
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Das Kometenjahr 1618. Antikes und zeitgenössisches Wissen in der frühneuzeitlichen Kometenliteratur des deutsch-sprachigen Raumes. Von Marion Gindhart. Wissensliteratur im Mittelalter Bd. 44. 2006. 8°. 336 S., 19 Abb., Ln., EUR 68,– ISBN: 3-89500-487-1 L, Reichert
Seit dem Altertum erfahren Kometen vielfältige Rezeption. Diese Studie untersucht exemplarisch für das Jahr 1618, in dem drei Kometen erschienen sind, den Umgang mit den Sternen in zeitgenössischen Druckschriften aus dem deutschsprachigen Raum. Anhand eingehender Analysen bisher unerschlossener volkssprachiger und lateinischer Texte und ihrer Verortung in traditionellen zeitgenössischen Diskursen wird gezeigt, welche Wissensmodelle und Wissensinhalte die frühneuzeitliche Kometenliteratur in Auseinandersetzung mit der Antike entwickelt, funktionalisiert und - in bewußten Brüchen mit der Tradition - neu zu etablieren versucht.
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Das tibetische Fürstentum La stod lHo (um 1265–1642). Die Geschichte der Herrschaftsbildung nebst einer Edition der Chronik Shel dkar chos ‘byung. Von Karl-Heinz Everding und Dawa Dargyay Dzongphugpa. Contribution to Tibetan Studies. 2006. 8°. 350 S., Ln., EUR 98,–
ISBN: 3-89500-496-0 L, Reichert
Diese Arbeit widmet sich der Erforschung eines im westlichen Zentraltibet gelegenen Fürstentums, das die Geschichte Tibets im 13. bis 17. Jahrhundert wesentlich mitbestimmte. In den Fokus gelangt damit die Bedeutung, die nomadische Wanderungsbewegungen, aus dem Himalaja nach Tibet einfallende Horden sowie die von der tibetischen Großmacht Sa skya unter den mongolischen Großkhanen im 13. Jahrhundert initiierte Tibet-Politik für die Gründung der Herrschaftsbildung hatten. Die Geschichte der Herrschaftsbildung und der langwierige Prozess ihres Verfalls werden sodann im Spiegel der einzelnen Fürstengenerationen untersucht. Beigegeben ist dem Werk eine diplomatische Edition der tibetischen Chronik Shel dkar chos ‘byung, der bedeutendsten erzählenden Quelle zur Geschichte des Fürstentums. |
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TAVO B 67: Der untere Habur. Eine archäologische Geländebegehung Teil 1. Von Hartmut Kühne und Wolfgang Röllig. 8°. 400 S., 296 Abb. und Karten
In Vorbereitung ISBN: 3-89500-422-7 L, Reichert
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Die Inschriften des ehemaligen Landkreises Querfurt. (Die Deutschen Inschriften, Band 64, Leipziger Reihe 2. Band)
ges. u. bearb. von Ilas Bartusch. 2006. LXIV und 264 S. sowie 47 Tafeln mit 180 Abb., 1 Tafel mit Steinmetzzeichen,
geometrischen Figuren und Marken, 1 Karte, EUR 62,– ISBN: 3-89500-441-3 L, Reichert
Die Geschichte und Kultur einer Region spiegelt sich besonders anschaulich in ihren Inschriften, die ein vielfältiges Spektrum an Informationen überliefern. Dieser Band wertet die historische Quellengattung der Inschriften für den Landkreis Querfurt in seinen Grenzen bis 1994 erstmals wissenschaftlich und umfassend aus. In einem chronologisch geordneten und reich bebilderten Katalog werden 228 im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit bis 1650 entstandene Inschriftenträger ausführlich vorgestellt. Beleuchtet werden dabei nicht nur die Inhalte der Texte, die in einem mehrteiligen Register nach verschiedenen Kriterien aufgeschlüsselt sind, sondern auch ihre formale Ausführung. Dadurch gewinnt die allgemeine Entwicklung epigraphischer Schriftformen an Kontur und gestattet präzisere Datierungen.
96 Inschriften, die teils noch an ihrem Standort existieren, teils nur abschriftlich durch Chroniken, Kirchenbücher oder andere Archivalien überliefert sind, gelangen erstmals zur Veröffentlichung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den 57 vielerorts noch erhaltenen Glocken, von denen die frühesten bereits aus dem 13. Jahrhundert stammen. 46 Grabmäler bieten eine Fülle personengeschichtlicher und genealogischer Nachrichten zu den überwiegend ländlichen Gemeinden, geben Einblick in die Mentalität ihrer Bewohner und vervollständigen die Kenntnisse der Wappenkunde. Inschriften an sakralen und profanen Gebäuden, Altären, Kanzeln, Taufsteinen sowie auf liturgischen Geräten liefern der Bauforschung verläßliche Daten und illustrieren die Kunstgeschichte der Region. |
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Asutay-Effenberger, Neslihan /Effenberger, Arne: Die Porphyrsarkophage der oströmischen Kaiser. Versuch einer Bestandserfassung, Zeitbestimmung und Zuordnung. 2006. 220 S., 63 sw. u. 11 fb. Abb., 7 Tab. 24 x 17 cm. (Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz. B Band 15) Gb EUR 58,00 ISBN: 3-89500-353-0 L, Reichert
Nach den byzantinischen Schrittquellen, vor allem dem Gräberverzeichnis im Zeremonienbuch Kaisers Konstantins VII. Porphyrogennetos (Mitte 10. Jahrhundert), waren im konstantinischen Mausoleum und in der Apostelkirche zu Konstantinopel zwischen Konstantin dem Großen (H 337) und Markian (H 454) neun Kaiser und eine Kaiserin (Eudoxia) in Sarkophagen aus ägyptischem Porphyr beigesetzt. In Istanbul (Archäologische Museen, Hagia Eirene, Nur-u Osmaniye Moschee) sind heute noch acht Porphyrsarkophage ganz oder in Teilen erhalten; zwei weitere ließen sich aus einem 1766 von Jean-Claude Flachat publizierten Kupferstich erschließen. So konnte die Forschung bislang davon ausgehen, daß die zehn bezeugten Sarkophage zufällig noch erhalten bzw. nachweisbar seien. Durch die Auswertung von Reiseberichten und türkischen Quellen vornehmlich des 18./19. Jahrhunderts sowie durch die Einbeziehung großformatiger Porphyrplatten, die in den Höfen dreier Istanbuler Moscheen (Bayezit, Süleymaniye, Nur-u Osmaniye) verlegt sind und auf Grund ihrer Maße von Sarkophagen stammen müssen, können nunmehr mindestens 19 Porphyrsarkophage nachgewiesen werden. Die scheinbare Koinzidenz der schriftlichen und mo-numentalen Überlieferung ist damit hinfällig. Da die Schriftquellen hierüber schweigen lassen sich jedoch für die überzähligen Sarkophage keine dem Kaiserhaus nahestehende Persönlichkeiten als Inhaber namhaft machen. Nach ausführlicher Untersuchung der Abfolge der kaiserlichen Bestattungen werden anhand von Indizienketten (Auswertung der Schriftquellen, metrologische, typologische, stilistische und ikonographische Untersuchungen) vier der erhaltenen Porphyrsarkophage mit Vorbehalt bestimmten Kaisern (Konstantin, Konstantios II., Julian Apostata, Eudoxia) zugewiesen. In Auseinandersetzung mit Paul Speck werden in ei-nem Exkurs Probleme der Gestalt des konstantinischen Mausoleums und der Apostelkirche sowie der ursprünglichen räumlichen Beziehung beider Bauten zueinander behandelt. Darin wird die schon früher vertretene These untermauert, wonach sich Konstantin der Große zunächst ein Rundmausoleum errichten ließ und erst unter Konstantios II. eine kreuzförmige Apostelkirche hinzukam, die gegen 359/60 den Kult der Apostel übernahm, während das konstantinische Mau-soleum nur noch als kaiserliche Begräbnisstätte diente. Eine Auflistung sämtlicher kaiserlicher Begräbnisstätten in Konstantinopel und — sofern bekannt — der dabei verwendeten Sarkophage mit Angabe des Materials ergänzt den bislang erreichten Forschungsstand.
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Palilia. Hg. vom Deutschen Archäologischen Institut in Rom
Band 15: Die vestalischen Jungfrauen in der römischen Kaiserzeit. Von Nina Mekacher. 2006. 4°. 272 S., 110 s/w-Abb., Gb., EUR 45,–
ISBN: 978-3-89500-499-5 L, Reichert
Die Vestalinnen bildeten die einzige selbständige weibliche Priesterschaft des traditionellen römischen Staatskults. Sie bewachten das ewige Feuer im Tempel der Vesta am Forum Romanum und waren an zahlreichen Zeremonien des römischen Festkalenders maßgeblich beteiligt. Detaillierte rechtliche Bestimmungen garantierten, daß die Vestalinnen kultisch rein und rechtlich frei waren. Während ihrer mindestens dreißigjährigen Dienstzeit unterstanden sie einem strengen Keuschheitsgebot. Die Priesterinnen waren von einem ganz besonderen Charisma umgeben und verkörperten in gewissem Maße die Göttin Vesta, das Feuer und die Gemeinschaft.
In der römischen Frühzeit und während der Republik hoben sich die Vestalinnen durch zahlreiche Vorrechte von allen anderen römischen Frauen ab. Im Laufe der ersten drei Jahrhunderte nach Christus erlangte auch ein immer größerer Anteil römischer Bürgerinnen nach und nach fast alle wichtigen vestalischen Privilegien. Der soziale Status der Priesterinnen beruhte nun in erster Linie auf dem alten religiösen Charisma und auf der Nähe zum ersten Mann im Staat, dem Kaiser, der gleichzeitig Pontifex maximus und damit Vorsteher der Vestalinnen war. In einer Gesellschaft, die sich im Laufe der Zeit immer mehr zur Monarchie hin entwickelte, gewann dieses neu erlangte Prestige stetig an Bedeutung.
Dieser Band stellt die antiken Zeugnisse zu den Vestalinnen umfassend vor und deutet sie im Zusammenhang. Im Mittelpunkt stehen nicht so sehr, wie in Forschungen früherer Wissenschaftler, Vermutungen über die Priesterschaft in der römischen Frühzeit, sondern das nachprüfbare Wissen über ihr Wirken in der Kaiserzeit, im Lichte einer reichhaltigen Quellenlage. Besondere Rollen spielen dabei die Schriften der antiken Autoren, die erhaltenen Bildnisse der Priesterinnen, die hier erstmalig umfassend dokumentiert werden können, die Texte der Ehreninschriften auf Statuenbasen für Vestalinnen, römische Münz- und Medaillonbildnisse und nicht zuletzt die archäologischen Befunde im Haus der Priesterinnen am Forum Romanum.
Interessenten:
Archäologen, Althistoriker, Altphilologen, Religionshistoriker |
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„O glückliche, reiche, einzige Tage“. Fanny und Wilhelm Hensels italienische Reise. Mit dem Faksimile der Bildseiten aus dem „Reise-Album 1839-1840“
Von Hans-Günter Klein. 2006. 4° quer. 70 S., 20 fb. und 11 s/w. Abb., Gb. EUR 59,–
. ISBN: 3-89500-482-0 L, Reichert
Zur Erinnerung an ihre gemeinsame Italien-Reise 1839/40 legten sich die Komponistin Fanny Hensel und ihr Ehemann, der preußische Hofmaler Wilhelm Hensel, ein Album an, in dem sie zunächst auf verschiedenfarbigen Papieren 18 eigene Kompositionen notierte und ihr Mann dann jeweils die erste Seite mit einer Vignette schmückte. Musikstücke und Zeichnungen beziehen sich auf einzelne Reisestationen und reflektieren den Reiseverlauf. So entstand mit dem Album, das nur für den privaten Gebrauch bestimmt war, in seiner Kombination von Bild und Musik ein einzigartiges künstlerisches Dokument. |
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Tradition und Wandel. Untersuchungen zu Gräberfeldern in der westlichen Han-Zeit (206 v. Chr. bis 9 n. Chr.). [China] Von Margarete Prüch und Annette Kieser. 2006. 4°. 336 S., 52 s/w- und 4 fb. Abb. Gb., EUR 69,– ISBN: 978-3-89500-543-5 L, Reichert
Vor der Reichseinigung durch den Ersten Kaiser Qin Shihuangdi (reg. 221–210 v. Chr.) ist China geprägt durch die Machtkämpfe der sogenannten Streitenden Reiche. Im Widerstreit stehen vor allem die beiden kulturell unterschiedlichen Staaten Qin und Chu. Mit der Gründung des Zentralstaates im Jahr 221 v. Chr. durch die Qin geht schließlich eine Vereinheitlichung in allen Bereichen des Lebens einher. Die Qin bleiben allerdings nur 15 Jahre an der Macht und werden durch die Westlichen Han (221 v. Chr.–6 n. Chr.) abgelöst. Nach einer Phase der Konsolidierung durch Kaiser Wen (180–157 v. Chr.) steht die Regierungszeit des Kaisers Wu dann im Zeichen forcierter Expansion. Es sind gerade diese Jahre der ausgehenden Zeit der Streitenden Reiche bis zur Regierungszeit des Kaisers Wu, die in den Fokus des wissenschaftlichen Interesses gerückt sind, da sich in der Westlichen Han-Zeit noch Traditionen der beiden Staaten Qin und Chu im Grabkult nachweisen lassen. Ausgrabung von Gräbern der Westlichen Han-Zeit in den Provinzen Huna, Hubei, Henan und Shandong sind von besonderem Interesse.
Was das kulturelle Leben und v. a. den Totenkult der damaligen Zeit betrifft, so können uns heute archäologische Funde zumindest einen Teileinblick geben. In diesem Spannungsfeld von Traditionen und Neuerungen im Bestattungsritus liegen zwei Gräberfelder der Westlichen Han-Zeit, zum einen das von Fenghuangshan, Jiangling, Provinz Hubei auf dem Gebiet des ehemaligen Zentrums des Staates Chu. Zum anderen das in Linyi, Provinz Shandong, am östlichen Rand des ehemaligen Staates, in der Nähe der späten Hauptstädte von Chu.
Im Fokus der vorliegenden Arbeit stehen die beiden Gräberfelder, die durch die Bodenbeschaffenheit, die Feuchtigkeit und vor allem die besondere Bestattungsform in einem sehr guten Erhaltungszustand waren. Lassen sich dort außer den ausgeprägten Bestattungsformen von Chu auch andere Traditionen nachweisen? Wie entwickelten sich die Bestattungsformen in diesen beiden Gebieten, gerade in der formgebenden Phase der neuen Dynastie der Han, unter den Kaisern Wen und Wu? Überlebte in diesen östlichen Gebieten ebenfalls der Grabkult der Chu bis in die Han-Zeit?
Aspekte von Tradition und Wandel im Grabkult der Westlichen Han-Zeit werden anhand der beiden Gräberfelder exemplarisch untersucht.
Interessenten: Archäologen, Prähistoriker, Sinologen, Ethnologen
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Die Inschriften des Landkreises Göttingen. (Die Deutschen Inschriften, Bd. 66, Göttinger Reihe 12. Band). Ges. u. bearb. von Sabine Wehking. 2006. 470 S. 112 Tafeln mit 313 Abbildungen. EUR 62,–
ISBN: 3-89500-516-9 L, Reichert
Der Band ‚Die Inschriften des Landkreises Göttingen‘ umfaßt die kommentierte Edition von 450 Inschriften bis zum Jahr 1650. Die Anhänge enthalten Jahreszahlen und Initialen, eine repräsentative Auswahl der Inschriften und Motive der Mündener Keramik, Hausmarken und Meisterzeichen sowie Nachträge zum Inschriftenband Stadt Göttingen. Zwei Schwerpunkte dieses Bandes bilden die Inschriften der Städte Duderstadt und Hannoversch Münden, deren Vergleich aufgrund der unterschiedlichen territorialen und konfessionellen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Mainz bzw. zum Herzogtum Braunschweig besonders interessant ist. Aber auch die Dorf- und Klosterkirchen des Landkreises haben eine beträchtliche Anzahl und Vielfalt an Inschriften aufzuweisen. Die größte Inschriftengruppe bilden die Hausinschriften, die sich auf die Fachwerkhäuser der beiden Städte konzentrieren, gefolgt von den Grabinschriften und einem recht großen Bestand an Glockeninschriften, deren älteste noch aus dem 13. Jahrhundert stammen. |
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Justinianische Kämpferkapitelle mit einem Dekor aus Paaren von Zweigen und die Nachfolgekapitelle im Veneto. Von Joachim Kramer. 2006. 208 S., 108 s/w-Abb., 17 x 24 cm, Gb., EUR 84,– ISBN: 978-3-89500-491-9 L, Reichert
Dieses Werk widmet sich einer speziellen Form von Kapitellen, die für die nachfolgende Baukunst von großer Bedeutung ist. Die im Kuppelraum der Hagia Sophia in Istanbul eingesetzten Säulenkapitelle werden als Kämpferkapitelle mit Voluten bezeichnet. Diese bedeutenden Zeugnisse der Steinmetzkunst des 6. Jahrhunderts entsprechen dem hohen Rang dieses Kirchenbaus. Der vorliegende Band bietet eine möglichst vollständige Übersicht über die mit ihnen verwandten, etwa gleichzeitig entstandenen Kapitelle, deren Zahl nicht gering ist, und interpretiert deren Formen und Abwandlungen. Die Varianten lassen erkennen, wie die Modelle zusammengesetzt sind und welche ornamentalen Besonderheiten sie bieten. Für die Kirche von San Marco in Venedig wurden im Mittelalter – diesen Beispielen nahekommend – weitere Kapitelle hergestellt, die aufgrund der historischen Distanz ihren eigenen Charakter haben, aber als echte Nachschöpfungen zu bezeichnen sind.
Interessenten:
Klassische und Christliche Archäologen, Kunsthistoriker, Byzantinisten, Mediävisten |
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Kleinfunde aus Tiryns. Terrakotta, Stein, Bein und Glas/ Fayence vornehmlich der späten Bronzezeit. Von Lorenz Rahmstorf. 2007. 4°. 624 S., 132 s/w- und 140 fb. Abb. EUR 88,–
ISBN: 3-89500-486-3 L, Reichert
Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen (ZAAK)
Forschungen zur Archäologie Außereuropäischer Kulturen (FAAK).
Hg. von der Kommission für Archäologie Außereuropäischer Kulturen des Deutschen Archäologischen Instituts
Beide Publikationsreihen beschäftigen sich mit den vorkolonialzeitlichen Kulturen Amerikas, Afrikas, Süd- und Ostasiens sowie des pazifischen Raumes.
Die „Zeitschrift für Archäologie Außereuropäischer Kulturen“ (ZAAK) soll die geographisch weit gestreuten Forschungsprojekte der Institution darstellen sowie in- und ausländischen Wissenschaftlern die Möglichkeit bieten, die Zeitschrift als Diskussionsforum zu nutzen. |
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Kulturland Georgien. Kurzführer für Touristen. Von Heinz Fähnrich. 2006. 256 S. mit Karten, kart., EUR 29,90
ISBN: 3-89500-550-9 L, Reichert
Georgien ist ein faszinierendes Land, das glanzvolle kulturelle Werke hervorgebracht hat. Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. gab es hier Staatswesen, die sich z. T. bis in die Gegenwart erhalten haben. Die eigenständige Schrift wurde Jahrhunderte vor der Zeitenwende entwickelt und eine reiche Literatur verfaßt, deren beste Arbeiten zu den Schätzen der Weltliteratur zählen.
Dieser Band zeigt dem Reisenden besonders interessante Stellen: Bauwerke, architektonische Relikte, prähistorische Fundstätten, Ausgrabungen, Geburtsorte von Kulturschaffenden aber auch Naturschutzgebiete und Kurorte. Die Zahl der kulturhistorisch bedeutsamen Objekte, die sich auf dem Territorium der Republik Georgien befinden, ist so groß, daß in diesem Überblick natürlich nur ein Teil aufgeführt werden kann. |
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Madrider Mitteilungen Band 47 (2006). Hg. vom deutschen Archäologischen Institut, Abteilung Madrid. 2006. 8°. VIII, 470 S., eine Faltkarte, 235 sw Abb und 5 fb. Abb. Ln, EUR 88,–
ISBN: 3-89500-533-9 L, Reichert
D. BRANDHERM, Zur Datierung der ältesten griechischen und phönizischen Importkeramik auf der Iberischen Halbinsel. Bemerkungen zum Beginn der Eisenzeit in Südwesteuropa, mit 4 Textabbildungen
F. GÓMEZ TOSCANO, El final de la Edad del Bronce entre el Guadiana y el Guadalquivir. Síntesis histórico-arqueológica según las más recientes evidencias
M. BELÉN y M. C. GARCÍA MORILLO, Das tartessische Carmona. Eine Stadt mit Statuen. Zu dem Neufund einer Statuette
M. ALMAGRO-GORBEA y M. TORRES, Plástica sirio-fenicia en occidente. La sirena de Villaricos y el origen de la plástica ibérica
L. CASTRO y S. REBOREDA, Reflexiones sobre el relieve castreño de Formigueiro (Amoeiro, Ourense)
TH. G. SCHATTNER und C. BASAS FAURÉ, Der Kanal in der Thermengasse. Ein Beitrag zur Verfallsgeschichte der Bauten auf dem Stadthügel von Munigua. Mit Beiträgen von Francisca Chaves Tristán und Begoña López-Boado Crespo
A. KRUG, »Corriger la fortune«. Falschspiel in Munigua
A. KRUG, Munigua – der Anfang vom Ende. Die Aussage der Bronzeskulpturen und anderer Funde
TH. G. SCHATTNER, J. SUÁREZ und M. KOCH, Monte do Facho. Bericht über die Ausgrabungen im Heiligtum des Berobreus
TH. SCHATTNER, M. MARINÉ, M. KOCH und N. GELDMACHER, Bericht über die Kampagnen der Jahre 2004/05 im Heiligtum des Vaelicus in Postoloboso (Candeleda, Prov. Ávila). Mit einem Katalogbeitrag von M. A. Cebrián Sánchez
TH. ULBERT und CH. EGER, Valdecebadar bei Olivenza (Badajoz). Neue Untersuchungen in der kreuzförmigen Kirche und ihrem Umfeld
F. SCHLIMBACH, Die Ermita de Nuestra Señora de Peñalba bei Arnedillo (La Rioja)
R. GÓMEZ CISCAR y A. HEIDENREICH, Rudolf Schnyder y su articulo »La cerámica de paterna y la loza hispano-árabe del siglo XIV«
F. TEICHNER, Die mittelalterliche und neuzeitliche Keramik aus den Grabungen des Deutschen Archäologischen Instituts in Évora. In memoriam Volker Pingel, von H. Schubart
Interessenten: Archäologen, Historiker, Romanisten, Ur- und Frühgeschichtler, Geologen |
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Mycenaean Pottery in Frankfurt. The Archaeological Collection of Frankfurt University. Von Penelope A. Mountjoy. 2006. 4°. 248 S., 327 s/w-Abb. und 50 fb. Abb. EUR 79,–
In Vorbereitung ISBN: 978-3-89500-541-1 L, Reichert
The book presents the Mycenaean and Minoan material from the Frankfurt University collections, which comprises a large number
of sherds and two complete vessels. The pieces are described chronologically, each piece being illustrated by a drawing and a
photograph. In order to aid identification a complete example of each shape is also illustrated and, if the decorative motif on the
sherd is difficult to identify, the motif is drawn out fully with the extant part on the sherd shown. The salient features of each shape
represented are also described. Most of the pottery now has no provenance, but a few of the Mycenaean pieces can be assigned to
Tiryns, Mycenae, Argos, Asine and Aegeira and some of the Minoan ones to Knossos.
The book is designed as a handbook for museum staff and students dealing with museum and university collections of Mycenaean pottery with particular reference to sherd material. It should be also useful for work in the field.
The Author:
P. A. Mountjoy has worked on Mycenaean pottery in Greece, Egypt, Israel and Turkey. She is the author of many publications,
both articles and books, the most important of which are: Mycenaean Decorated Pottery: a Guide to Identification (1986), Mycenaean
Pottery: an Introduction (1993) and Regional Mycenaean Decorated Pottery (1999). |
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Nomaden und Sesshafte. Band 5: Vom Beutezug zur Territorialherrschaft. Das lange Jahrhundert des Aufstiegs von Beduinen zur Vormacht in Syrien und Mesopotamien (286–420/899–1029). Von Kurt Franz. 8°. 232 S., 4 Abb., Gb EUR 68,– ISBN: 3-89500-530-4 L, Reichert
Beduinen machen Geschichte und gründen inmitten des Kulturlandes Kleinstaaten – diese im islamischen Mittelalter einzigartige Sonderentwicklung des 10. Jahrhunderts hat zum Wort von der Beduinisierung des Fruchtbaren Halbmondes geführt. Kurt Franz legt eine kritische Gesamtdarstellung der Kräfteverhältnisse zwischen den Nomaden und Sesshaften jener Zeit vor. Er nähert sich dem beduinischen Blickwinkel an und zeigt das Nebeneinander von territorial-institutionellen und mobil-beuteorientierten Expansionsstrategien. Dabei wird die Auffassung vertreten, dass die Schutzherrschaft der Beduinenemire ein neues Modell indigener Herrschaft bildete, das als regionale Alternative zur Herrschaft von Militärsklaven hätte dienen können. |
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Spätantike und byzantinische Elfenbeinbildwerke. Hg. von Arne Effenberger und Gudrun Bühl. 2007. 456 S., 124 s/w-Abb. und 10 fb. Abb. 17 x 24 cm, Gb., EUR 118,– ISBN: 3-89500-497-9 L, Reichert
Contents:
Arun Banerjee: Non-destructive Investigation of Ivory by FTIR and Raman Spectroscopy - Gudrun Bühl: The Making of Early-Byzantine Pyxides - Jean-Pierre Caillet: Remarques sur l’iconographie Christo-Mariale des grands diptyques d’ivoire du VIe siècle. Incidences éventuelles quant à leur datation et origine - Alan Cameron: Basilius and His Diptych Again - Carolyn L. Connor: Color on Late Antique and Byzantine Ivories: Problems and Challenges of Conservation - Anthony Cutler: Resemblance and Difference: Carving in Byzantium and Ottonian Germany in the Ivory Century. - Archer St. Clair: Carving in the Center: Evidence for an Urban Workshop on the Palatine Hill in Rome- Josef Engemann: Zur Bedeutung der Veranstaltung in Amphitheater und Circus in der Spätantike - Helen Evans: Digenis Akritis and a Middle Byzantine Rosette Casket in The Metropolitan Museum of Art - John Hanson: Editions of the Joseph Narrative in Ivory between East and West - Hiltrud Jehle: Technologische Aspekte ausgewählter Elfenbeinarbeiten des Museums für Byzantinische Kunst, Berlin - Dale Kinney: First-Generation Diptychs in the Discourse of Visual Culture - Holger A. Klein: Die Elfenbein-Staurothek von Cortona im Kontext mittelbyzantinischer Kreuzreliquiarproduktion - Ulrike Koenen: „Kopien„ imaginärer Vorbilder und Reproduktionen. Spätantike, karolingische und byzantinische Elfenbeinwerke im forschungsgeschichtlichen Diskurs - Barbara Schellewald: „... als Kunstgeschichte so exakt werden wollte wie die Philologie oder die Zoologie“. Die frühe Elfenbeinforschung in Deutschland - Clementina Rizzardi: La cattedra di Massimiano a Ravenna: Status quaestionis e nuove linee interpretative - Avinoam Shalem: The Second Life of Objects: Ivory Horns in Medieval Church Treasuries - Petra Sevrugian-Janke: Die byzantinischen Elfenbeintafeln im Domschatz zu Halberstadt - Paul Speck (†): Beharrlichkeit oder Die Verteidigung alter Feststellungen.
Aus dem Inhalt:
Arun Banerjee: Non-destructive Investigation of Ivory by FTIR and Raman Spectroscopy - Gudrun Bühl: The Making of Early-Byzantine Pyxides - Jean-Pierre Caillet: Remarques sur l’iconographie Christo-Mariale des grands diptyques d’ivoire du VIe siècle. Incidences éventuelles quant à leur datation et origine - Alan Cameron: Basilius and His Diptych Again - Carolyn L. Connor: Color on Late Antique and Byzantine Ivories: Problems and Challenges of Conservation - Anthony Cutler: Resemblance and Difference: Carving in Byzantium and Ottonian Germany in the Ivory Century - Archer St. Clair: Carving in the Center: Evidence for an Urban Workshop on the Palatine Hill in Rome - Josef Engemann: Zur Bedeutung der Veranstaltung in Amphitheater und Circus in der Spätantike. - Helen Evans, Digenis Akritis and a Middle Byzantine Rosette Casket in The Metropolitan Museum of Art - John Hanson: Editions of the Joseph Narrative in Ivory between East and West - Hiltrud Jehle: Technologische Aspekte ausgewählter Elfenbeinarbeiten des Museums für Byzantinische Kunst, Berlin - Dale Kinney: First-Generation Diptychs in the Discourse of Visual Culture - Holger A. Klein: Die Elfenbein-Staurothek von Cortona im Kontext mittelbyzantinischer Kreuzreliquiarproduktion - Ulrike Koenen: „Kopien„ imaginärer Vorbilder und Reproduktionen. Spätantike, karolingische und byzantinische Elfenbeinwerke im forschungsgeschichtlichen Diskurs - Barbara Schellewald: „... als Kunstgeschichte so exakt werden wollte wie die Philologie oder die Zoologie“. Die frühe Elfenbeinforschung in Deutschland - Clementina Rizzardi: La cattedra di Massimiano a Ravenna: Status quaestionis e nuove linee interpretative - Avinoam Shalem: The Second Life of Objects: Ivory Horns in Medieval Church Treasuries - Petra Sevrugian-Janke: Die byzantinischen Elfenbeintafeln im Domschatz zu Halberstadt - Paul Speck (†): Beharrlichkeit oder Die Verteidigung alter Feststellungen
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Spanische Buchmalerei des Mittelalters. Mireille Mentré. 4°; 320 S. 106 sw. Abb., 146 fb. Abb., L. Reichert, Wiesbaden 2006. EUR 78,- ISBN: 3-89500-196-1 L, Reichert
Die besonderen historischen Bedingungen des christlichen Spanien unter arabischer Herrschaft um das Jahr 1000 führen in der Kunst und insbesondere in der Buchmalerei zu einer ungewöhnlich ausdrucksstarken Bildsprache, deren Wert erst seit kurzem erkannt und geschätzt wird. Hier werden Formen entwickelt, die Vorgaben der Antike und Spätantike umformulieren, indem sie figürliche Motive auf ihre Grundformen reduzieren und mit einer neuen graphischen Oberfläche versehen. Durch die ungewöhnliche Wahl und Kombination von Primärfarben, die flächendeckend die Miniaturen ausfüllen, entsteht eine „moderne Kunst“ schon zum ersten Jahrtausendwechsel.
Unter unterschiedlichen Aspekten erörtert die Autorin Herkunft, Eigenart und Bedeutung dieser Formen und belegt ihre Thesen durch reiches Bildmaterial, das dem Betrachter die Besonderheit der mozarabischen Buchmalerei in ihrer ganzen Expressivität vor Augen führt. |
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