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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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»Selbstbetrachtungen« und Selbstdarstellungen - »Meditations« and Representations. Der Philosoph und Kaiser Marc Aurel im interdisziplinĂ€ren Licht. The Philosopher and Emperor Marcus Aurelius in an interdisciplinary light. Akten des InterdisziplinĂ€ren Kolloquiums Köln 23. bis 25. Juli 2009. Hrsg.: Ackeren, Marcel van; Hrsg.: Opsomer, Jan. Schriften des Lehr- und Forschungszentrums fĂŒr die antiken Kulturen des Mittelmeerraumes – Centre for Mediterranean Cultures (9). 2014. 400 S. 40 Abb. 24 x 17 cm. Pb. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-89500-929-7 L, Reichert
Marc Aurel war römischer Kaiser und der letzte bedeutende stoische Philosoph in der Antike. Seine Selbstbetrachtungen sind eines der meistgelesenen und ĂŒber die Fachwelt hinaus bekannten antiken SchriftstĂŒcke. Er ist daher wie kaum eine andere antike Figur Gegenstand eines so großen Spektrums von Forschungsdiziplinen. Im vorliegenden Sammelband, der auf der ersten Tagung zu Marc Aurel (2009 in Köln) basiert, werden aktuelle ForschungsbeitrĂ€ge aus den FĂ€chern Geschichtswissenschaft, ArchĂ€ologie, Philosophie, Philologie, Numismatik, Rhetorik, Rechtsgeschichte und Literaturwissenschaft vereint.
Politics of Qat. The Role of a Drug in Ruling Yemen. Gatter, Peer. Jemen-Studien (20). 2014. Engl. 880 S. 14 s/w- und 13 fb. Karten, 409 sw u. 84 fb. Abb, 63 Tabelle(n), 32 Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-910-5 L, Reichert
For Imam Yahya, one of Yemen's last kings, qat was a delight that he praised in poems. For his adversary, the revolutionary al-Zubayri, the plant was the "devil in the shape of a tree".
Still today the views on qat greatly diverge. For some, qat farming is the perpetuum mobile of Yemen's rural economy and qat chewing an age-old social pursuit that has helped to preserve Yemeni identity in a rapidly changing world. For others, qat is the main inhibitor of human and economic development in Yemen and is to blame for poverty and corruption, the depletion of Yemen's water resources and the country's sloppy approach to fighting Islamist terror.
While some believe that qat chewing was the very motor of Yemen's "Arab Spring", others hold it responsible for Yemen's muddled revolution with its high blood toll. In internet blogs even al-Qaeda, its affiliates, and sympathizers discuss the pros and cons of the drug, and a number of Yemeni suicide bombers have met their fate with qat-filled cheeks. A final decision of al-Qaeda on what stance to adopt towards the drug has seemingly been postponed. The Jihadists want to avoid alienating Yemen's population with a premature ban of the popular stimulant before having gained firm control over the country. Al-Qaeda has learned from the mistakes of its Islamist sister organization, the al-Shabab militia in war-torn Somalia.
With Yemen's 2011 "Youth Revolution", a decade of half-hearted qat policies and missed opportunities has come to an end - a decade, however, that has succeeded in lifting the veil of silence that was cast over qat in media and politics after President Ali Abdullah Salih came to power in 1978. This whitewash had been part of a ruling bargain between the Salih regime and the unruly tribes that had imparted highland Yemen several decades of relative stability and Salih a 33-year rule.
With the forecast depletion of Yemen's oil and gas reserves within the next decade, the economic importance of qat will further increase and will bring about an important shift in the balance of power from the central government towards the qat producing highland tribes. The challenge of addressing the qat problem is thus tremendous for Yemen's policy makers. While the transitional government is hesitant about its future qat course, Yemen's anti-qat activists have seized the current, favorable climate of change. Emboldened by Yemen's revolution and the ouster of President Salih they have recently launched a series of campaigns against the drug, dubbed a "revolution on one's self ".
Die Inschriften des Landkreises Hildesheim. Wulf, Christine. Die Deutschen Inschriften (88); Göttinger Reihe (16). 2014. 560 S. 164 Abb. 43 fb. Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 69,00 CHF 89,00 ISBN: 978-3-89500-967-9 L, Reichert
Der Band bietet eine kommentierte Edition von ca. 450 Inschriftentexten sowie Jahreszahlen und Initialen von 83 weiteren Objekten aus einer dörflich geprĂ€gten Region Niedersachsens. Einen Schwerpunkt bilden die knapp 100 Glockeninschriften, die einen authentischen Einblick in die Hildesheimer Glockenlandschaft mit ihren verschiedenen GußwerkstĂ€tten gestatten. Die zahlreichen Grabinschriften dokumentieren die Memorialkultur vor allem des lĂ€ndlichen Adels sowie der evangelischen Pastoren und der herzoglichen AmtmĂ€nner. Neben den Glockeninschriften geben die Inschriften auf Altarretabeln, Opferstöcken und Kelchen wertvolle Hinweise u. a. darauf, wie sich das Innere der Kirchen durch die Reformation verĂ€ndert hat und welche Rolle Stiftungen und Stifter dabei gespielt haben. Nur etwa 60 Inschriftentexte stammen aus mittelalterlicher Zeit, der Schwerpunkt der Überlieferung liegt in der frĂŒhen Neuzeit. Zusammen mit den bereits vorliegenden Inschriften der Stadt Hildesheim (DI 58) wird nunmehr auf der Grundlage von fast 1500 Inschriften, Initialen und Daten das Spannungsfeld von Peripherie und Zentrum fĂŒr ein zentrales Gebiet der ehemaligen welfischen Territorien in der inschriftlichen Überlieferung sichtbar.
Zeitschrift fĂŒr ArchĂ€ologie AußereuropĂ€ischer Kulturen. Band 5, 2013. Dtsch.es ArchĂ€ologisches Institut. Kommission fĂŒr ArchĂ€ologie AußereuropĂ€ischer Kulturen. Zeitschrift fĂŒr ArchĂ€ologie AußereuropĂ€ischer Kulturen (5). 2014. 368 S. 63 Abb. 275 fb. Abb. 28 x 20 cm. Gb. EUR 110,00 CHF 148,00 ISBN: 978-3-89500-993-8 L, Reichert
Straßen von der FrĂŒhgeschichte bis in die Moderne. Verkehrswege – KulturtrĂ€ger – Lebensraum. Hrsg.: Fischer, Thomas; Horn, Heinz GĂŒnter. 2014. 344 S. 72 sw. Abb., 3 Tabelle(n). 24 x 17 cm. Pb. EUR 39,90. CHF 53,90 ISBN: 978-3-89500-930-3 L, Reichert
Straßen waren zu allen Zeiten der SchlĂŒssel zur Erschließung neuer RĂ€ume und zum Austausch von Waren und Wissen. Als verbindendes Element zwischen Landschaften, Völkern und Kulturen gehören sie zu den Grundpfeilern gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklung. Ziel des Kolloquiums war es, das PhĂ€nomen Straße interdisziplinĂ€r und aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Ein besonderes Anliegen lag darin, ĂŒber die nahe liegende PrĂ€sentation von einzelnen Straßentrassen, Magistralen oder von Straßenkategorien hinauszugehen und sowohl die rĂ€umliche als auch die soziologische und zeitliche Dimension des Verkehrsbauwerkes Straße zu betrachten. Wie wird der KulturtrĂ€ger Straße in verschiedenen zeitlichen Epochen, in der Antike oder im Mittelalter, wahrgenommen? Welchen Stellenwert hatte das Reisen? Mit welchen Risiken und MĂŒhen war MobilitĂ€t behaftet? Was kennzeichnet die Gegenwart, vor allem aber was die Zukunft der Straße? Die Autoren des vorliegenden Bandes besprechen diese Fragestellungen und versuchen mögliche Antworten aufzuzeigen.
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MĂ€rchen und Geschichten der Beduinen im Sinai. Victor, Marion. 2013. 96 S. 7sw u. 20 fb. Abb. 21 x 15 cm. Pb. EUR 12,90. CHF 18,90 ISBN: 978-3-89500-985-3 L, Reichert
Der vorliegende Band versammelt erstmals MĂ€rchen und Geschichten von Beduinen aus der Stein- und BergwĂŒste des Sinai und erzĂ€hlt von einer Welt, die gleich hinter den hohen Mauern der großen Hotelresorts beginnt.
Die jahrhundertealte Kultur der Beduinen ist geprÀgt von einer oralen Tradition. Ihr Leben wurde bestimmt von Wanderung und Armut. Eine Schrift- und Buchkultur konnte in diesem Umfeld nicht entstehen. Trotzdem gab es Literatur, Gedichte und Geschichten. Eine erste Sammlung von Gedichten der Beduinen legte in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Amerikaner Clinton Bailey vor.
Im Zuge der Sesshaftmachung der Beduinen, der Entdeckung des Landes fĂŒr den Tourismus sowie mit dem Einzug der neuen Medien an den KĂŒsten des Roten Meeres und des Golfs von Aquaba ist diese uralte Kultur im Verschwinden begriffen.
Noch gibt es einige Beduinen, die abends am Feuer unterm Sternenhimmel diese Geschichten erzĂ€hlen. Aber es ist bei der Geschwindigkeit der Entwicklung absehbar, dass sie ganz aus dem kulturellen GedĂ€chtnis der Beduinen verschwinden. Schon jetzt weisen die Geschichten SprĂŒnge und LĂŒcken auf, erscheinen sie uns, vergleichbar archĂ€ologischen Funden, bruchstĂŒckhaft.
Doch in der Summe ergeben die 30 MĂ€rchen und Geschichten dieses Bandes ein farbiges Bild des Beduinenlebens. Sie erzĂ€hlen vom Unterwegssein, davon wie das Gehen das Leben bestimmt. Sie berichten von der Bedeutung des Kamels und des Wassers, von einem ĂŒberaus harten Überlebenskampf, von Treue und Gastfreundschaft.
Die Funktion der MĂ€rchen wie der Geschichten war Regeln des Zusammenlebens und Überlebens zu vermitteln und weiterzugeben. Bei aller Fremdheit sind doch die Ähnlichkeiten zu unseren MĂ€rchen auch verblĂŒffend, erinnern sie doch zum Teil deutlich an unsere MĂ€rchen der BrĂŒder Grimm.
DarĂŒber hinaus sind die Geschichten in eine lebendige Beschreibung des heutigen Alltags der Beduinen eingebettet. Sie lassen so deutlich werden, was von diesem Bild einer im Untergang begriffenen Kultur heute noch gĂŒltig ist.
Der Band richtet sich sowohl an den MĂ€rchenforscher und -liebhaber wie an alle, die mehr als die glĂ€nzenden Fassaden der großen Hotelresorts auf dem Sinai sehen wollen und einen Einblick in die Kultur der Beduinen gewinnen möchten.
Die AlttĂŒrkenzeit in Mittel- und Zentralasien. ArchĂ€ologische und historische Studien. Stark, Sören. Nomaden und Sesshafte. SFB Differenz und Integration. Wechselwirkung zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt (06). 2013 608 S. 116 Abb, 7 Karte(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 99,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-532-9 L, Reichert
Zwischen der Mitte des 6. und der Mitte des 8. Jahrhunderts prĂ€gte die Großreichsbildung der TĂŒrk bzw. ihrer Teilstaaten die Kulturgeschichte der Eurasischen Landmasse ĂŒber weite Strecken. WĂ€hrend dieser als "AlttĂŒrkenzeit" bezeichneten Periode erlebten die wechselseitigen politischen, kommerziellen und kulturellen Verflechtungen zwischen der pastoralnomadischen Welt Zentralasiens und ihren sesshaften Nachbarn in Iran, China und in den Oasen der Turanischen Senke bzw. des Tarimbeckens eine bemerkenswerte BlĂŒte.
Im Fokus der vorliegenden Studie stehen dabei die politischen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen den TĂŒrk-Nomaden und der sesshaften Oasenbevölkerung des Mawarannahr. Die hier in unmittelbar vorislamischer Zeit existierenden KleinfĂŒrstentĂŒmer Sogdiens und der benachbarten Mikrooasen standen in regem politischen und kulturellen Austausch mit den offenen Steppen und den dortigen politischen EntitĂ€ten der TĂŒrk bzw. der TĂŒrgeĆĄ. Zugleich sind insbesondere Sogder fĂŒr diesen Zeitraum nicht nur als FernhĂ€ndler und Kolonisten mannigfach entlang der Fernhandelsrouten zwischen der Krim und Nordchina nachgewiesen, sondern spielten auch an den Ordu der TĂŒrk Qayane eine wichtige Rolle als Handwerker, Beamte, Söldner, Missionare sowie als persönliche Gefolgsleute der nomadischen Reichseliten.
Ziel der Untersuchung ist eine diffenzierende Analyse dieses Wechselspiels auf Grundlage archĂ€ologischer, literarischer und epigraphischer Quellen. Hierzu unterzieht Sören Stark zunĂ€chst auf archĂ€ologischer Ebene die charakteristischen Elemente der materiellen Kultur des alttĂŒrkischen Kulturkreises einer kritischen Diskussion. Unter Einbeziehung der verfĂŒgbaren literarischen und epigraphischen Quellen betrachtet er sodann jene politischen und sozialen Strukturen und Prozesse genauer, innerhalb derer in alttĂŒrkischer Zeit Pastoralnomaden im Kontext der Gesellschaft und Kultur des sesshaften Mawarannahr bzw. sesshafte Mittelasiaten im Bereich pastoralnomadischer Staatlichkeit eine prominente Rolle spielten. Abschließend geht er der Frage nach, inwiefern sich diese Strukturen und Prozesse im archĂ€ologischen Material der sesshaften KultursphĂ€re des Mawarannahr abbilden, welchen Segmenten der Sach- und Geisteskultur und welchen sozialen Gruppen sie vornehmlich zugeordnet werden können. Zur Beantwortung dieser Fragen lĂ€sst die vorliegende Studie gleichermaßen archĂ€ologische als auch Textquellen zu Wort kommen.
Ciudades Mayas del Noreste del PetĂ©n, Guatemala. AnĂĄlisis urbanĂ­stico y conservaciĂłn. Quintana, Oscar. Forschungen zur ArchĂ€ologie AußereuropĂ€ischer Kulturen (11). 2013 Spanisch. 270 S. 286 z.Tl. fb. Abb, 11 Tabellen. 29 x 19 cm. Gb. EUR 88,00. CHF 119,00 ISBN: 978-3-89500-942-6 L, Reichert
La regiĂłn noreste de PetĂ©n poseyĂł durante el periodo prehispĂĄnico maya una especial condiciĂłn de desarrollo cultural, polĂ­tico y constructivo. PrĂĄcticamente todo el cuadrante noreste estuvo en actividad productiva por espacio de 1200 anos (300 a. C. – 900 d. C.). En este territorio se encuentra Tikal, la poderosa gran urbe de las tierras bajas centrales mayas. Tikal es sin duda la ciudad maya mĂĄs conocida e investigada de Guatemala. Pero Tikal sola, sin yacimientos como Nakum, YaxhĂĄ, El Zotz, UaxactĂșn, XultĂș muchos otras mĂĄs, no hubiera podido funcionar como cabeza de un sistema regional. Todas las partes del conjunto, con centros urbanos grandes y pequenos, fueron importantes para producir una cultura local muy particular y espectacular de categorĂ­a mundial.
El libro se divide en cuatro partes. Luego de una exposiciĂłn general, que explica los antecedentes, y la metodologĂ­a de trabajo, se presenta el registro de los datos de campo. El CatĂĄlogo muestra 64 “fi chas tĂ©cnicas” nuevas. De estos centros urbanos mayas, 28 son mostrados por primera vez. El nuevo corpus es presentado uno por uno, con su descripciĂłn escrita y grĂĄfica.
Esta información individual es luego resumida y agrupada en diferentes cuadros, todos con el mismo método y calidad para ser comparables unos con otros. Importante también es el plano general de la región, el cual incorpora actualizados, los 128 sitios arqueológicos registrados hasta ahora.
Die Codices iconographici der Bayerischen Staatsbibliothek. Teil 1: Die Handschriften des Mittelalters und der FrĂŒhen Neuzeit bis zur Mitte des 17. JahrhundertS Reuter, Marianne. Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in MĂŒnchen (8). 2013 360 S. 60 fb. Abb auf 40 Tafeln, 46 fb. Abb. 32 x 25 cm. Gb. EUR 148,00. CHF 199,00 ISBN: 978-3-89500-848-1 L, Reichert
Der Fonds der »Codices iconographici« der Bayerischen Staatsbibliothek MĂŒnchen umfasst spĂ€tmittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche Bilderhandschriften und Bildsammlungen mit nur geringem Textanteil. Er ist thematisch gegliedert und enthĂ€lt u.a. Werke zur Architektur, Astronomie, Botanik, Genealogie, Heraldik, zum KostĂŒm- und Kriegswesen und zur Zoographie. Der Katalog enthĂ€lt detaillierte Beschreibungen der vor der Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen Handschriften.
Capua - Grab und Gemeinschaft. Eine kontextuelle Analyse der Nekropole Fornaci (570 bis 400 v. Chr.). Thiermann, Ellen. Italikå (1). 2013 322 S. 207 fb. Abb, 98 s/w-Abb und 14 PlÀne auf Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-844-3 L, Reichert
Capua gehörte zu den Ă€ltesten und bedeutendsten StĂ€dten Kampaniens im Altertum. Bereits in der Eisenzeit gegrĂŒndet, entwickelte sich die Siedlung ab dem Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr. zur Stadt. Diese Phase der Urbanisierung und der kĂŒnstlerischen BlĂŒte wird historisch oft als die etruskische Periode Capuas bezeichnet. Einigen Schriftquellen zufolge sollen die Etrusker die Stadt gegrĂŒndet oder kolonisiert haben. Die meist isolierten, aber oft spektakulĂ€ren archĂ€ologischen Funde aus Capua aus dieser Zeit wurden zur Rekonstruktion einer etruskischen Herrschaft herangezogen.
Die bewegte archĂ€ologische Forschungsgeschichte des modernen Santa Maria Capua Vetere hat allerdings - insbesondere hinsichtlich der Nekropolen - ein problematisches Erbe hinterlassen. Das einzige systematisch freigelegte GrĂ€berfeld in localitĂ  Fornaci mit ĂŒber 1500 GrĂ€bern von der Eisenzeit bis zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. war trotz der herausragenden Bedeutung dieses Befundes bisher nur in Ausschnitten bekannt.
In diesem Buch werden nun die gesamten Befunde der letzten beiden Phasen V und VI (570 bis 400 v. Chr.) der Nekropole in localitĂ  Fornaci vorgelegt. Die Auswertung der bislang unbekannten Grabungsdokumentation und der Funde erlaubt erstmals Einsichten in die rĂ€umliche Struktur der Nekropole sowie eine Einbindung der Objekte in ihren ursprĂŒnglichen Kontext. In einem Katalog werden PlĂ€ne der Nekropole, eine Beschreibung jedes Grabkontextes sowie eine fotografische und zeichnerische Dokumentation der Funde prĂ€sentiert.
Auf dieser signifikant erweiterten Befundbasis baut eine umfassende Analyse der Capuaner Bestattungssitten in der archaischen und frĂŒhklassischen Zeit auf. Eine Auseinandersetzung mit den methodischen und theoretischen Problemen der GrĂ€berfeldanalyse schafft zunĂ€chst den Rahmen fĂŒr die Untersuchung dieser spezifischen Nekropole und der mit ihr verbundenen Problematiken. In einem eigenen Kapitel werden alle Ă€lteren Quellen zu den Capuaner Nekropolen ausgewertet. Dazu gehören die BestĂ€nde in internationalen Museen und die ĂŒberlieferten Befunde der Grabungen des 19. Jahrhunderts.
In der folgenden GrĂ€berfeldstudie werden - in fĂŒnf Ebenen gegliedert -, die topografische Situation des Bestattungsplatzes, die innere Struktur der Nekropole, Grabbau und Bestattungsritus, Grabbausstattung und Grabritual sowie die Funde nach Klassen ausfĂŒhrlich beschrieben und diskutiert.
Diese kontextuelle Analyse erlaubt es Ellen Thiermann, anhand der Nekropolen eine microstoria der Gemeinschaft zu entwerfen. Diese spiegelt weniger vermeintliche Kolonisationsprozesse oder historische Ereignisse wider, sondern gewĂ€hrt neue Einblicke in die soziale Organisation der Gemeinschaft, kollektive IdentitĂ€ten und die ReprĂ€sentation der capuanischen Eliten. Mit diesem ersten Band der neu gegrĂŒndeten Reihe "ItalikĂĄ" wird ein bedeutender Beitrag zur Aufarbeitung des archĂ€ologischen Erbes des antiken Capua geleistet und werden innovative Wege in der Interpretation von Nekropolenbefunden beschritten.
Über diese Reihe:
Mit der neuen Reihe "ItalikĂĄ", die ausschließlich die ArchĂ€ologie Altitaliens mit all ihren Bereichen zum Thema hat und damit einem rapide anwachsenden Forschungsinteresse entgegenkommt, schließt sich eine LĂŒcke in der deutschsprachigen BĂŒcherwelt. Das deutliche Profil ergab sich aus dem großen Interesse fĂŒr die ArchĂ€ologie des vorrömischen Italien in der deutschsprachigen Forschung und an der entsprechenden Zahl aktueller Qualifikationsarbeiten, zu denen auch die ersten drei konzipierten BĂ€nde gehören.
Die neue Reihe Italikå wird monographische Werke und thematisch einheitliche Sammelschriften aus allen Gebieten der Altertumskunde aufzunehmen, die sich im weitesten Sinne mit Quellen, Befunden und Funden zu den Bevölkerungsgruppen auf dem Territorium des heutigen Italien in vorrömischer Zeit befassen und methodisch und theoretisch innovative AnsÀtze bieten, die das weit gefÀcherte Spektrum der komplexen Welt der Kulturkontakte exemplarisch beleuchten.
Die unverzierte frĂŒhislamische Keramik aus Kharab Sayyar, Nordostsyrien.Falb, Christian. Dtsch-Syrische Ausgrabungen im islamischen Kharab Sayyar (1). 2013 176 S. 222 Strichzeichnungen, 24 s/w-Fotos und 29 fb. Abb auf Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-89500-853-5 L, Reichert
Die ArchĂ€ologie der frĂŒhislamischen Zeit stellt im Vergleich zu anderen archĂ€ologischen Disziplinen einen noch jungen Wissenschaftsbereich dar, in dem es vor allem im Rahmen der Keramikforschung als Grundpfeiler zur kulturellen und chronologischen Einordnung eines Fundplatzes grundlegend noch eine Reihe von ForschungslĂŒcken zu schließen gilt. In dem vorliegenden Werk wird die unverzierte, d. h. nicht mit aufwendigem plastischen Dekor, Malerei oder Glasur versehene Gebrauchskeramik aus dem seit 1997 von der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt am Main erforschten frĂŒhislamischen Fundort Kharab Sayyar in Nordostsyrien prĂ€sentiert und so erstmals der wissenschaftlichen Forschung zugĂ€nglich gemacht. Mithilfe eines, durch makroskopische und warentechnische Betrachtungen erstellten Warenkataloges, sowie eines umfangreichen, auf Tafeln zeichnerisch und fotografisch dokumentierten Typenkataloges werden Vergleiche zu dem Fundmaterial aus frĂŒhislamischen Fundorten in Syrien, der TĂŒrkei, dem Irak, Jordanien und dem Libanon angestellt und so eine kulturelle und chronologische Einordnung der frĂŒhislamischen Stadt Kharab Sayyar innerhalb ihres kulturgeschichtlichen und politischen Umfeldes und der Region ermöglicht. Zudem lassen an Proben der verschiedenen keramischen Waren durchgefĂŒhrte naturwissenschaftliche Studien in Form von Röntgenfluoreszenzanalysen und DĂŒnnschliffuntersuchungen spezifische chemische und petrografische Merkmale der Waren erkennen, die zu Erkenntnissen in Bezug auf den Herstellungsprozess und die verwendeten Grundmaterialien sowie zu naturwissenschaftlich begrĂŒndeten Definitionen der untersuchten Waren fĂŒhren. Die so gewonnenen Forschungsergebnisse leisten insgesamt einen wichtigen Beitrag zur Forschung zur frĂŒhislamischen Keramik des 8. bis 10. Jahrhunderts und zur kulturgeschichtlichen Entwicklung des abbasidischen Reiches im Nordosten Syriens und belegen zudem die Bedeutung Kharab Sayyars als wichtiger Referenzort fĂŒr archĂ€ologisch-historische Forschungen zur frĂŒhislamischen Zeit.
Jordanien und Deutschland. Über die Vielfalt kultureller BrĂŒcken. Festschrift zum 50jĂ€hrigen Bestehen der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft e.V.Hrsg.: Kopp, Horst. 2013 254 S. 389 fb. Abb, 14 Tabelle(n). 30 x 21 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 40,90 ISBN: 978-3-89500-945-7 L, Reichert
Dieser lĂ€nderkundliche Überblick stellt Jordanien umfassend, objektiv und sachbezogen dar. Insbesondere aktuelle Entwicklungen und Probleme stehen dabei im Mittelpunkt und ergeben so insgesamt ein in dieser Breite und Dichte anderswo kaum zu findendes Kompendium ĂŒber Jordanien.
Daneben umfasst der Band eine Bestandsaufnahme des breiten Spektrums deutsch-jordanischer Zusammenarbeit - ein Panorama, das von der TÀtigkeit Politischer Stiftungen bis zum "Leuchtturmprojekt" German Jordanian University reicht und in dieser VollstÀndigkeit erstmals vorliegt.
2013 begeht die Deutsch-Jordanische Gesellschaft e.V. ihr 50jĂ€hriges Bestehen. Berichte ĂŒber ihre vielfĂ€ltigen AktivitĂ€ten in den letzten fĂŒnf Jahrzehnten rundeen die im Sinne einer Festschrift verfasste LĂ€nderkunde ab.
SÀmtliche BeitrÀge stammen von ausgewiesenen Sachkennern und sind reich bebildert.
Late Byzantine Rings, 1204-1453.Spier, Jeffrey. 2013 Engl. 112 S. 127 fb. Abb auf 24 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-89500-940-2 L, Reichert
"Late Byzantine Rings, 1204-1453" is the first study of the rings of the final years of the Byzantine Empire, the period encompassing the Latin occupation of Constantinople (1204-1261) and the restored empire under the Palaiologan rulers until the fall of Byzantium to the Turks in 1453. The rings from this period are remarkable not only for their fine design but also for the variety of inscriptions they bear, including personal names and monograms, official titles, and epigrams composed by Byzantine poets.
The book illustrates and discusses nearly fifty rings from the Palaiologan period, as well as some earlier Byzantine rings, contemporary Byzantine jewelry, and related material from Bulgaria, Serbia, and the West. Many of the rings are published here for the first time. The study begins with a review of the great diversity of rings that existed at the end of the twelfth century, just before the Latin Conquest, and suggests that in view of the occupation of both Constantinople and Thessalonica, the production of rings and jewelry in Byzantine style was disrupted. When the Byzantine workshops in Constantinople resumed after 1261, the rings took new forms, combining tradition Byzantine style with considerable Western influence apparent in the style of engraving and the occasional use of engraved gems.
The material gathered in this study will be of importance to a variety of students of Byzantine and Medieval history, literature, art, and jewelry. The rings preserve a number of previously unrecorded personal names and titles that shed light on relations between the imperial court and the new landowning class that emerged in the late Byzantine period. Find sites and names also demonstrate a great degree of political and economic contact with neighboring Serbia and Bulgaria. Influence from the West (especially Venice) is apparent in the workmanship of the rings and their frequent use of heraldic devices in Western style. Verses engraved on some rings can be identified as works of both traditional and contemporary Byzantine poets. The surviving rings also demonstrate that fine quality jewelry was still being produced in the imperial court in Constantinople in the Palaiologan period.
monumenta sanctorum. Rom und Mailand als Zentren des frĂŒhen Christentums: MĂ€rtyrerkult und Kirchenbau unter den Bischöfen Damasus und AmbrosiuS Löx, Markus SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven . 2013 352 S. 128 s/w Abb auf 69 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-89500-955-6 L, Reichert
Damasus (366–384) und Ambrosius (374–397) bemĂŒhten sich wĂ€hrend ihrer sich zeitlich ĂŒberschneidenden Episkopate um eine Verfestigung ihrer bischöflichen auctoritas. Dabei lassen sich Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten in der Instrumentalisierung der monumenta sanctorum, unter welchem Oberbegriff man Bauprojekte, literarische Selbstzeugnisse oder auch die performative Inszenierung von Heiligenauffindungen subsumieren kann, feststellen. Diese in einem detaillierten Vergleich herauszuarbeiten und ErklĂ€rungen fĂŒr die gewĂ€hlten Formen bischöflicher VergegenwĂ€rtigung zu finden, ist das Ziel der vorliegenden Studie. Nach einer biographischen Skizze und einer Charakterisierung des kirchenpolitischen und sozialen Spannungsfeldes innerhalb dessen die beiden Bischöfe agierten (Kap. 1), werden die VerĂ€nderungen der christlichen Kulttopographie der StĂ€dte Rom und Mailand durch die Bauprojekte des Damasus und des Ambrosius untersucht (Kap. 2).
ZunĂ€chst werden alle dem Damasus zugeschriebenen Baumaßnahmen anhand des archĂ€ologischen Befundes kritisch ĂŒberprĂŒft, um den tatsĂ€chlichen Umfang seiner BautĂ€tigkeit zu erfassen und den Beitrag des Damasus zur Entwicklung einer christlichen Kulttopographie Roms einschĂ€tzen zu können (Kap. 2.1; Anhang A). Ein solcher Überblick ĂŒber die Baumaßnahmen dieses römischen Bischofs lag bislang nicht vor. In seiner innerstĂ€dtischen BautĂ€tigkeit folgte Damasus dem Vorbild seiner VorgĂ€nger, trat so aber auch in Konkurrenz zu aristokratischen Kirchenstiftungen. Dabei wurde bislang nicht beachtet, dass er seine Titelkirche durch eine solea fĂŒr die Bischofsliturgie qualifizierte. Die in der Forschung hĂ€ufig als umfassend beschriebenen Maßnahmen in den Katakomben können nur in einem Fall sicher mit einer architektonischen Inszenierung des Grabes unter Damasus verbunden werden. Eine Verbesserung der ZugĂ€nglichkeit der MĂ€rtyrergrĂ€ber lĂ€sst sich nicht nachweisen.
Im Zentrum des darauf folgenden Abschnittes der Arbeit stehen die ambrosianischen Kirchenstiftungen (Kap. 2.2; Anhang B). Ambrosius kann entgegen der immer wieder vertretenen Meinung als Stifter von nur zwei Kirchen, die außerhalb Mailands lagen (basilica Apostolorum und basilica Ambrosiana), gelten.
Der Vergleich der BautĂ€tigkeit beider Bischöfe ergibt, dass beide ihren Einflussbereich besonders im Suburbium erweiterten und sich eine private Form christlicher KultausĂŒbung, die der MĂ€rtyrerverehrung, aneigneten. Indem Ambrosius Reliquien in seine Kirchen und in die Liturgie integrierte, ermöglichte er deren kollektive Verehrung, entzog die MĂ€rtyrer aber zugleich dem direkten Zugang der Gemeinde. Somit war der MailĂ€nder MĂ€rtyrerkult stĂ€rker als in Rom an die Person des Bischofs gebunden und erhielt einen offiziellen Charakter. Damasus dagegen wurde an zahlreichen MĂ€rtyrergrĂ€bern in den Inschriften genannt und so in der privaten KultausĂŒbung zwischengeschaltet. Durch seine Involvierung in zwei Bauten an den GrĂ€bern der ApostelfĂŒrsten unterstrich er die Vorrangstellung seines Bischofssitzes, der als einziger ĂŒber zwei ApostelgrĂ€ber verfĂŒgte.
Das anschließende Kapitel bietet einen Vergleich der literarischen monumenta sanctorum (Kap. 3). Trotz des z. T. disparaten, literarischen Werks finden sich im Spiegel der epigraphischen Quellen formale und inhaltliche Übereinstimmungen. Die Unterschiede ĂŒberwiegen aber: Die MĂ€rtyrer dienen in den Epigrammen des Damasus, die durch literarische Zitate die Bildung des Bischofs betonen, als historische Exempla und begrĂŒnden den universalkirchlichen FĂŒhrungsanspruch der römischen Diözese. Im Werk des Ambrosius spielen die MailĂ€nder LokalmĂ€rtyrer eine untergeordnete Rolle, heben aber die Leistung des Ambrosius hervor, der diese WundertĂ€ter seiner Gemeinde offenbarte.
Die performative VergegenwĂ€rtigung bischöflicher auctoritas, untersucht am Beispiel der MĂ€rtyrerauffindungen, zeigt klare Unterschiede (Kap. 4). Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: 1. Woher wussten Damasus bzw. Ambrosius, wo zu suchen war? 2. Wie wurde ein Grab als das eines MĂ€rtyrer identifiziert? 3. Welche kultischen Handlungen wurden bei der Auffindung des Grabes vollzogen? 4. Welches Publikum wurde im Moment der Auffindung angesprochen? Dabei zeigt sich, dass Damasus’ inuentiones gekennzeichnet sind von der Wahrung der IntegritĂ€t des Grabes; er richtete sich an eine kleine Gruppe privilegierter Gemeindemitglieder. Ambrosius dagegen inszenierte die Auffindungen als Massenspektakel, das, verbunden mit der translatio, der Gemeinde seine VerfĂŒgungsgewalt ĂŒber die MĂ€rtyrer vor Augen fĂŒhren sollte.
Im resĂŒmierenden Kap. 5 erweitern einige Aspekte (Gabentausch, Bischofsbestattung) das Gesamtbild der Inszenierung bischöflicher auctoritas durch Damasus und Ambrosius. Abschließend eint beide die Instrumentalisierung der monumenta sanctorum zur StĂ€rkung ihrer Stellung in innergemeindlichen Konflikten. Damasus’ Maßnahmen sind zusĂ€tzlich vom Primatanspruch des römischen Bischofssitzes bestimmt, wohingegen Ambrosius die Sicherung der eigenen memoria stĂ€rker ins Zentrum stellte. Leben und Werk der beiden Bischöfe Damasus und Ambrosius gelten als vermeintlich erschöpfend untersucht. Durch die angewandte Methode eines personalisierten Vergleichs gelingt es dennoch u. a. deren Strategien zur Sicherung der eigenen Stellung oder zur Inszenierung von Heiligkeit zu erhellen. Die dabei gemachten, neuen Beobachtungen und Erkenntnisse tragen zum besseren VerstĂ€ndnis des Christianisierungsprozesses und der Entwicklung des MĂ€rtyrerkultes im Allgemeinen bei. Die zukĂŒnftige Rolle des Bischofs und die Grundlagen seines teilweise ĂŒberregionalen Einflusses werden in der zweiten HĂ€lfte des 4. Jahrhunderts von Damasus und Ambrosius nachhaltig geprĂ€gt. Daher erlĂ€utert die vorliegende Detailstudie Mechanismen bischöflicher VergegenwĂ€rtigung, die auch außerhalb Roms und Mailands zu finden sind und weit ĂŒber die SpĂ€tantike hinaus GĂŒltigkeit behalten sollten. Dieses Buch liefert somit eine wichtige Grundlage fĂŒr weitere Untersuchungen zum Bischofsamt und zum christlichen Heiligenkult.
Die Christianisierung der StĂ€dte der Provinz Scythia Minor. Ein Beitrag zum spĂ€tantiken Urbanismus auf dem Balkan. Born, Robert. Reihe B: Studien und Perspektiven ; SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (36). 2013 264 S. 147 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-89500-782-8 L, Reichert
Die zwischen der DonaumĂŒndung und der westlichen SchwarzmeerkĂŒste gelegene Provinz Scythia Minor stellte bis ins 7. Jahrhundert sowohl aus militĂ€rischer als auch kirchenpolitischer Perspektive einen wichtigen Vorposten Konstantinopels dar. Gleichzeitig war diese Region ĂŒber Jahrhunderte hinweg eine bedeutende ethnische Konvergenzzone Europas. Dies illustrieren die drei StĂ€dte, die mit ihrem historisch gewachsenen Nebeneinander unterschiedlicher kultureller und damit auch urbanistischer Traditionen den Fokus der vorliegenden Studie bilden.
Am Beispiel der ehemaligen griechischen Kolonien Histria und Tomis (Constanţa) und der kaiserzeitlichen StadtgrĂŒndung Tropaeum Traiani (Adamclisi) wird eine Rekonstruktion der VerĂ€nderungen der urbanistischen Strukturen vor dem Hintergrund des Aufstiegs des Christentums zu einer zentralen Instanz von Staat und Gesellschaft in der SpĂ€tantike untersucht. Im Zentrum der Studie steht die Rekonstruktion der VerĂ€nderungen im urbanistischen GefĂŒge der StĂ€dte aufgrund der Analyse der vertikalen und horizontalen BezĂŒge der neu errichteten Kirchen und Sepulchralanlagen aber auch der bisher vernachlĂ€ssigten Teilbereiche wie die Stadtmauern und die Wohn- und Handwerkskomplexe.
Slawen an der unteren Mittelelbe. Untersuchungen zur lĂ€ndlichen Besiedlung, zum Burgenbau, zu Besiedlungsstrukturen und zum Landschaftswandel. BeitrĂ€ge zum Kolloquium vom 7. bis 9. April 2010 in Frankfurt a. M. Hrsg.: Beug, Hans-JĂŒrgen; Hrsg.: LĂŒth, Friedrich; Hrsg.: Schopper, Franz; Hrsg.: Willroth, Karl-Heinz. FrĂŒhmittelalterliche ArchĂ€ologie zwischen Ostsee und Mittelmeer (4). 2013 306 S. 27 Abb, 73 fb. Abb, 75 Tabelle(n), 40 Karte(n). 29 x 19 cm. Gb. EUR 49,80. CHF 66,90 ISBN: 978-3-89500-962-4 L, Reichert
FrĂŒhgeschichtliche Forschungen zu den Slawen können in Deutschland auf eine lange Tradition zurĂŒckblicken. Umfangreiche Ausgrabungen und Forschungen in den letzten Jahrzehnten fĂŒhrten zu einer erheblichen Verbesserung des Kenntnisstandes zur slawischen Besiedlung und zur Erschließung neuer kultureller und historischer ZusammenhĂ€nge zwischen Elbe, Oder und OstseekĂŒste, vielfach einhergehend mit einer Revision bisheriger AnsĂ€tze und einer kritischen ÜberprĂŒfung frĂŒherer Forschungsergebnisse. Dies betrifft auch den Raum an der unteren Mittelelbe, aus dem zu beiden Seiten der Elbe zahlreiche frĂŒhgeschichtliche Befestigungen und offene Siedlungen bekannt sind. Diese bisher in unterschiedlichem Umfange archĂ€ologisch untersuchte Region wurde daher unter grundlegenden Fragestellungen zur Raumnutzung und -erschließung, zu Besiedlungsstrukturen und zum Landschaftswandel seit 2004 im Rahmen eines interdisziplinĂ€r angelegten Forschungsprojektes erforscht, in dem neben archĂ€ologischen Ausgrabungen und der Neubewertung historischer Quellen auch geophysikalische Prospektionsmethoden ebenso zur Anwendung kamen wie bodenkundliche, palĂ€obotanische, archĂ€ozoologische und vegetationsgeschichtliche Untersuchungen.
Die Ergebnisse der von 2004 bis 2009 durchgefĂŒhrten GelĂ€ndeuntersuchungen wurden vom 7. bis 9. April 2010 auf einem Kolloquium an der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt/Main unter konkreten Fragestellungen prĂ€sentiert und unter Beteiligung externer Diskutanten kritisch besprochen, um Möglichkeiten und Perspektiven der Auswertung aufzuzeigen. Mit der Vorlage der KolloquiumsbeitrĂ€ge können die Ergebnisse der fĂŒnfjĂ€hrigen Forschungen nun relativ zeitnah der wissenschaftlichen Öffentlichkeit prĂ€sentiert werden. In Form von 25 EinzelbeitrĂ€gen sowie kurzen thematischen EinfĂŒhrungen entsteht dabei eine Zusammenschau des aktuellen Kenntnisstandes zu zentralen Fragestellungen der frĂŒhgeschichtlichen ArchĂ€ologie an der westlichen Peripherie der slawischen Welt, die nicht nur den enormen Erkenntnisgewinn in Bezug auf Besiedlungsstrukturen, -vorgĂ€nge und den damaligen Landschaftswandel prĂ€sentiert, sondern zeigt, dass die Region entlang der unteren Mittelelbe nur projektĂŒbergreifend als ein historischer Siedlungsraum betrachtet werden muss, in dem archĂ€ologische Ergebnisse und historisch ĂŒberlieferte Ereignisgeschichte eindeutig in Zusammenhang gebracht werden kann.
Josef Strzygowski und die Berliner Museen.Mietke, Gabriele; Ehler, Elisabeth; Fluck, CĂ€cilia; Helmecke, Gisela. 2013 104 S. 76 fb. Abb. 21 x 23 cm. Pb. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-89500-927-3 L, Reichert
Pionier der byzantinischen Kunstgeschichte
Vor 150 Jahren, am 7. MĂ€rz 1862, wurde Josef Strzygowski im damals österreichischen Bielitz in Westgalizien (heute Polen) geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte wurde er 1892 Professor in Graz, 1909 in Wien. Bald entwickelte er sich zu einem der ersten Wissenschaftler auf dem damals noch jungen Gebiet der byzantinischen Kunstgeschichte. Es ist sein Verdienst, die Bedeutung Kleinasiens, Ägyptens und des Vorderen Orients fĂŒr die Entwicklung der christlichen Kunst herausgestellt zu haben. SpĂ€ter verstieg er sich zunehmend in eine Mystifikation des Nordens und in völkische Ideen, die sein Alterswerk belasten.
Josef Strzygowski und Berlin
FĂŒr den Aufbau einer hochkarĂ€tigen spĂ€tantiken und byzantinischen Sammlung an den Berliner Museen griff Wilhelm von Bode, damals Direktor der Skulpturensammlung, auf Josef Strzygowski als Experten zurĂŒck. Mit Hilfe des in Graz lehrenden Kunsthistorikers wuchs dieser Sammlungsbereich von weniger als 100 auf etwa 2.000 Objekte an. Auch das Ägyptische Museum und die Islamische Abteilung profitierten von seiner Arbeit. Auf dem Höhepunkt dieser Beziehungen erwarb Strzygowski mit 20000 Mark, die Bode besorgt hatte, in Ägypten ĂŒber 1400 spĂ€tantike, byzantinische und islamische Objekte fĂŒr die Berliner Sammlungen.
Josef Strzygowski handelte nicht uneigennĂŒtzig. Er sah in seiner TĂ€tigkeit fĂŒr Bode die Chance, in den Berliner Museen seine These vom Primat der frĂŒhchristlichen Kunst des östlichen Mittelmeerraums ĂŒber die bis dahin fĂŒr dominant gehaltene Kunst Roms und Italiens monumental zu stĂŒtzen. Basld nach 1904 kĂŒhlte der Kontakt zwischen Strzygowski und Bode ab.
Die Ausstellung
Der Ausstellungskatalog stellt Strzygowskis wichtige Rolle fĂŒr die Berliner Museen heraus. Gezeigt werden biografische Dokumente, zeitgenössische Zeugnisse zu seiner TĂ€tigkeit fĂŒr Berlin und zahlreiche Objekte, die mit seiner Hilfe erworben wurden.
MĂŒhlenbruch, Tobias. Baubefunde und Stratigraphie der Unterburg und des nordwestlichen Stadtgebiets (Kampagnen 1976 bis 1983). Teil 2: Die mykenische Nachpalastzeit (SH III C). Text. Tiryns 17. 2013. 448 S., 30 Zeichnungen. 32 x 23 cm, Gb. EUR 68,00 CHF 89,00 ISBN: 978-3-89500-849-8 L, Reichert
Die Ausgrabungen von Klaus Kilian in der Unterburg von Tiryns zwischen 1976 und 1983 fĂŒhrten maßgeblich zu einer Neubewertung der mykenischen Nachpalastzeit (SH III C), dem 12. und 11. Jahrhundert v. Chr. Der Nachpalastzeit vorangegangen war die spĂ€te mykenische Palastzeit (SH III B2), die an verschiedenen Orten in Brandkatastrophen geendet hatte, womit auch das mykenische Palastsystem mit seiner Linear B-Schrift, seinem Siegelwesen und seiner spezifischen Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur einen Einbruch erlebte bzw. endete. Kilians Ausgrabungen in der Unterburg von Tiryns verdeutlichen, dass SH III C mitnichten mitnichten als ein "dunkles Zeitalter" nach der Palastzerstörung anzusehen ist, sondern als eine wichtige historische Epoche in SĂŒdgriechenland zu gelten hat. So konnte Kilian feinstratigraphisch und großflĂ€chig eine Abfolge von Siedlungsschichten ausgraben, die als eine Leitstratigraphie der Nachpalastzeit anzusehen sind. Besondere Bedeutung kommt einer Sequenz von KultgebĂ€uden aus SH III C zu.
Tiryns 17,2 stellt eben diese Baubefunde und diese Stratigraphie der Unterburg aus SH III C FrĂŒh (Mitte) bis SH III C SpĂ€t vor, und darĂŒber hinaus auch die der Baubefunde und der Stratigraphie von Kilians Ausgrabung in Stadt-Nordwest (SH III C FrĂŒh). Die einzelnen Siedlungshorizonte der Unterburg und der Stadt-Nordwest werden rekonstruiert, die Bauweise in der Unterburg und in Stadt-Nordwest wird vergleichend untersucht. Auf ein Modell zur Entwicklung der Gesamtsiedlung von Tiryns zwischen der spĂ€ten Palastzeit und der frĂŒhen Eisenzeit folgt eine Auswertung der Wirtschaftsweise. DafĂŒr konnten auch archĂ€ozoologische und archĂ€obotanische Daten herangezogen werden. Abschließend wird der Fundort im Kontext des Ostmittelmeerraumes des 12. und 11. Jahrhunderts v. Chr. gestellt bewertet. AusfĂŒhrlich geschieht dies fĂŒr die Argolis und die Korinthia mit den Orten Mykenai, Midea, Asine sowie Korakou, sowie im Überblick fĂŒr das heutige Griechenland, die tĂŒrkische WestkĂŒste sowie Zypern. Hinsichtlich Zypern interessierte die Frage, inwieweit SZ III A-Siedlungen in ihrer Struktur Parallelen zu Tiryns in SH III C aufweisen, wie Kilian zur Diskussion gestellt hatte.
Die Karolingischen Miniaturen VIII. NachtrĂ€ge und Gesamtregister. 2013 MĂŒtherich, Florentine. 200 S. 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-972-3 L, Reichert
Der Band beinhaltet NachtrĂ€ge zu der zwischen 1930 und 2009 in sieben BĂ€nden vorgelegten Reihe der Karolingischen Miniaturen, Handschriften, die in Band 1 oder Band 4 zu behandeln gewesen wĂ€ren, bei deren Erscheinen aber noch nicht bekannt oder nicht als zugehörig erkannt waren. Zu Band 1, der Schule von Tours gewidmet, ist eine in der Bayerischen Staatsbibliothek in MĂŒnchen verwahrte Bibel aus der SpĂ€tzeit des Abtes Fridugisus (807-834) nachzutragen (Clm 12741), ferner eine nur fragmentarisch ĂŒberlieferte Bibel aus St. Maximin in Trier, die nach dem Zeugnis der auf verschiedene europĂ€ische und amerikanische Bibliotheken verstreute EinzelblĂ€tter der Zeit Abt Vivians (843-851) zugewiesen werden kann. Die karolingische Kopie antiker Traktate zu den Aufgaben und Methoden der Landvermesser (Agrimensoren) in der Vatikanischen Bibliothek (Pal. lat. 1564) ĂŒberliefert einen außergewöhnlichen Zyklus von Illustrationen, die das thematische Spektrum der in Band 4 behandelten Einzelhandschriften aus Lotharingien aus dem zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts aufschlussreich erweitern. In deren Umkreis muss auch eine Kopie des berĂŒhmten Kalenders von 354 entstanden sein, die heute nur mehr aus Abschriften des 16./17. Jahrhunderts erschlossen werden kann und daher in verkĂŒrzter Form als Exkurs behandelt wird. Zudem erschließt ein Gesamtregister alle in den BĂ€nden 1-8 behandelten oder erwĂ€hnten Handschriften, das die Angaben der Ă€lteren BĂ€nde nicht nur kompiliert, sondern hinsichtlich der mitgeteilten Bibliotheksstandorte und Signaturen auch aktualisiert, was den Band zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk zu den großen Schulen der karolingischen Buchmalerei macht.
Die Inschriften der Stadt NĂŒrnberg III. Die Inschriften der Friedhöfe St. Johannis, St. Rochus und Wöhrd in NĂŒrnberg Teil 3 (1609 bis 1650). Zahn, Peter. 2013. 60 s/w- und 12 fb. Abb. 1 DVD . 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-953-2 L, Reichert
Der Band setzt die Edition der Inschriften der 1518 außerhalb der Mauern NĂŒrnbergs angelegten BegrĂ€bnisplĂ€tze fort. Er enthĂ€lt 1486 Beschreibungen von Inschriften und Inschriftengruppen der Friedhöfe St. Johannis, St. Rochus (einschließlich deren Bauten) und der Vorstadt Wöhrd aus den Jahren 1608 bis 1650. Im Original oder in Fotografie sind 738 Inschriften erhalten, 748 in Abschrift oder Druck. Das Material ist und war fast ausschließlich Messingguss. Der Band schließt in der Nummernfolge an den zweiten Teilband (DI 68, 2008 an, der die Inschriften bis 1608 beschreibt. Die Pause zwischen den einzelnen BĂ€nden macht weiterhin eine Reihe von ErgĂ€nzungen zu den ersten beiden BĂ€nden nötig. Insgesamt nennen die Texte, Kommentare und Register wieder mehr als 4.000 Personen, rund ein Sechstel der damaligen Einwohner NĂŒrnbergs. In den Inschriften begegnen uns Handwerker, KrĂ€mer und Großkaufleute, Geistliche, Juristen, Ärzte, Amtsleute und Patrizier, GlaubensflĂŒchtlinge aus Norditalien, den Niederlanden und Österreich, die ihre internationalen Handelsbeziehungen mitbringen. NĂŒrnberg ist auf der Höhe seines Wohlstandes, rĂŒstet gegen Ende des 16. Jahrhunderts und noch am Vorabend des DreißigjĂ€hrigen Krieges die atlantische Schifffahrt aus und liefert Waffen und KriegsgerĂ€t an die Parteien der großen europĂ€ischen Auseinandersetzungen. Aus der Vielfalt der Inschriftentexte, Wappen, Haus-, Handels- und Handwerkszeichen, den Bildszenen aus dem Alten und dem Neuen Testament und den Ornamentformen der Zeit zwischen SpĂ€trenaissance und Barock entsteht auf den Epitaphien ein Abbild des materiellen und geistigen Lebens der Reichsstadt, deren reiche Zeugnisse innerhalb der Mauern durch den Bombenkrieg unwiderruflich vernichtet wurden.
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