KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue Bücher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

Salon Verlag

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | vor>
 
Sabine Kampmann, Katharina Sykora, Annelie Lütgens, Alma-Elisa Kittner, Annette Tietenberg, Philipp Zitzlsperger, Horant Fassbinder. Victoria von Flemming (Hrsg.). BAROCK-modern? Beiträge zu: Jan Lievens, Cornelis de Vos, Rembrandt Harmensz van Rijn, Ernst Dietrich Andreae, Francois Boucher, Nicolaes de Largillière, Balthasar Permoser, Jan Vermeer 242 S. 57 Abb. Br. EUR 13,00 ISBN: 978-3-89770-377-3 Salon Verlag
Wer barock hört, denkt sicher nicht an Moderne. Dabei wird übersehen, dass es sehr wohl Bezüge zwischen beiden Epochen gibt, dass von Modernisierungsleistungen des Barocken gesprochen, dass von Auseinandersetzungen der Moderne mit Barockem ausgegangen werden kann. Lehrende der HBK Braunschweig versuchen diese Liaisons aufzuspüren, indem sie sich mit Werken des 17. Jh. aus dem Herzog Anton Ulrich Museum Braunschweig auseinandersetzen.
Achim Bertenburg. Malerei. Text: BeĂźling, Rainer; Friese, Peter Hrsg.: Peter Friese fĂĽr Weserburg / Museum fĂĽr Moderne Kunst, Bremen. 2011. Dtsch/Engl. 124 S., 61 fb. Abb., Br. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-342-1 Salon Verlag
Auf den ersten Blick sehen die Bilder Achim Bertenburgs aus wie monochrome Flächen mit nebel- oder schlierenartigen Strukturen darin. Bei intensiverer Betrachtung aber meint man innerhalb der malerischen Textur Andeutungen von Formen zu entdecken, Schatten oder im Farbnebel sich verflüchtigende Konturen von Gegenständen oder gar Landschaften. Doch wird dieser Eindruck nie zur Gewissheit, erweisen sich der Pinselduktus und die sich überlagernden, ineinander übergehenden vieldeutigen Farbgebilde am Ende als die eigentlichen Motive und die Motivation dieser Bilder.
Man sieht neben diesen schemenhaft sich andeutenden „Entzugserscheinungen” auch Linien und Chiffren, die für nichts als sich selbst stehen und anscheinend aus spontanen, freien Bewegungen des Pinsels heraus entstanden sind. Man wäre geneigt, von Gesten, oder Notationen mit einem gewissen „Ausdruck” zu sprechen, wenn man nicht wüsste, dass Bertenburg den alt gedienten Kategorien der „Unmittelbarkeit”, „Spontaneität” oder gar „Expressivität” als Grundlage für zeitgenössische Malerei skeptisch gegenüber steht.
Und doch entdecken wir in einigen Bildern Striche, Bögen Schlieren oder breitere Farbbänder, die keinem imaginierten Bildraum, keinem angedeuteten Gegenstandsbezug mehr, sondern nur noch sich selbst verpflichtet sind. Allenfalls bilden sie Entsprechungen zum Duktus der malenden Hand, wuchern aber auch zwischen mehreren eher unscharfflächig angelegten Farbzentren im Bild wie bei einem Netzgeflecht hin und her, oder verbinden die einzelnen Fokusse eines Bildes wie ein Rhizom untereinander. Sie zeugen allenfalls vom konkreten Einsatz malerischer Mittel, wollen auch nach längerer Betrachtung nichts anders sein als in Bewegung aufgetragene Farbbahnen und Linien.
Bisweilen werden aber auch diese rein „abstrakten” Elemente Unschärfen unterworfen und die Klarheit ihres Verlaufes auf einer andersfarbig kontrastierenden Grundfläche scheint sich allmählich wie in Nebel aufzulösen. So als mache ein präzise gesetztes Zeichen plötzlich Anstalten, sich in den Illusionsraum einer im Bild imaginierten dritten Dimension zu verflüchtigen. Lässt man sich bewusst auf das Mit- und Nebeneinander einander widersprechender Bilderfahrungen ein, beginnt man zusammen mit der Malerei auch die eigenen Wahrnehmungen zu reflektieren. Ja man gewinnt den Eindruck, als habe Bertenburg während des Malaktes auf einer „abstrakteren” Ebene in Gedanken, die schließlich in Pinselstriche überzugehen vermochten, das Bild noch einmal „übermalt”, - so wie man einen soeben gefassten Gedanken noch mal überdenkt oder einen Text noch mal liest, um ihn noch besser zu verstehen und ihn anschließend doch noch einmal zu überschreiben. Denken, Sehen, Erinnern, Imaginieren und Malen sind im Idealfall eins.
Heiner Blumenthal. open/close. Text: Ludwig Seyfarth, Stephan Baumkötter. 2011. Dtsch/Engl. 80 S., 61 fb. Abb. 20 x 24 cm, Gb. EUR 20,00 ISBN: 978-3-89770-391-9 Salon Verlag
Die erste Monographie ĂĽber Heiner Blumenthals Arbeiten zeigt groĂźformatige Malereien, parallel neben kleinformatigen Zeichnungen und S/W Fotografien. Es geht in den Arbeiten um die Definition des Bildes als Ort und um die Frage nach der Sichtbarkeit und der Erscheinung des Bildes aus der spezifischen Sprache des jeweiligen Mediums heraus.
Die Bilder arbeiten immer mit einer latenten Ergänzbarkeit, einer Gleichzeitigkeit von Anwesendem und Abwesendem. Indem sie eine sprachliche oder erkennende Zuordnung verweigern, erzeugen sie einen nicht abschließbaren Prozess und kommen so auf das Sehen selber als eigenständiger Handlung zu sprechen.
Der Betrachter wird durch Heiner Blumenthals Arbeiten in eine Wahrnehmungs­bewegung verwickelt, die, wie in einer endlosen Schleife, immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen wird.
Thomas Böing. cut out Fotoarbeiten 2008 – 2010. Hrsg.: Kudlek van der Grinten Galerie, Köln. Text: Gerhard van der Grinten, Daniel Kothenschulte, Hans-Jürgen Lechtreck, Kerstin Stremmel, Ulrike Surmann. 2011. Dtsch/Engl. 84 S., 33 fb. Abb., 25 x 29 cm, Gb. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-384-1 Salon Verlag
Thomas Böing (1963 geboren) studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf und wurde 1993 dort Meisterschüler. Im Zentrum seiner künstlerischen Interessen stehen im weitesten Sinne immer Raum und Räumlichkeit. Die Monografie „cut out” widmet sich seinen geschnittenen Fotoarbeiten. Böing entfernt in ihnen Durchblicke durch Tür-oder Fensteröffnungen oder Gegenstände wie Bilder an den Wänden oder Objekte in Museen, und öffnet so die fotografische Fläche in den Raum, der sich aus den anwesenden oder abwesenden Körpern in ihm definiert: „Der seltsam indefinite Raum in den ausgesparten Flächen, einerseits spartanischer, andererseits ganz notwendigerweise tiefer als der der Photographien, führt in das Bild hinter dem Bild, den Raum in der Figur, ein Innen, ein Durchblick, ein Leuchten zugleich. In dem, was es ist, so unmöglich wie wahr (Gerhard van der Grinten)“
Der Ehemalige Norden. Meisterklasse Neo Rauch. Hrsg.: Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen e.V. und Neo Rauch. Text.: Neo Rauch, Clemens Meyer. Engl, Dtsch. 136 S. 63 fb. Abb. 23,5 x 18,8 cm. Gb. EUR 22,00 ISBN: 978-3-89770-381-0 Salon Verlag
Zwei Beiboote der „Fram“ sind verschwunden, nur das Dritte schwankt noch an seinen Halterungsstreben neben der Reling, schlägt gegen das Tauwerk, die Plane, die es bedeckt, flattert losgerissen im Wind wie ein großer Flügel dieser... „Teke-lee-lie!“, „Teke-lee-lie!“; ich weiß nicht, ob der Sturm für nautische Verhältnisse normal ist, weiß nicht, welche Geheimnisse uns erwarten, frage mich, ob Teile der Besatzung möglicherweise mit den fehlenden Beibooten von Bord gegangen sind, und finde dann endlich, unter Deck, in der Kabine des Kapitäns, eine Liste mit Namen: Sebastian Burger, Carolin Knoth, David O’Kane, Kristina Schuldt, Mandy Kunze, Stefan Guggisberg, Robert Seidel.
(aus Clemens Meyer: Wo begann es?)
Gaylen Gerber. Text: Peter Friese. Hrsg.: Peter Friese fĂĽr den Kunstverein Ruhr. 2011. Dtsch/Engl. 44 S. 25 fb. Abb., 21 x 14,5 cm. geheftet. EUR 10.00 ISBN: 978-3-89770-380-3 Salon Verlag
In seiner raumbezogenen Ausstellung im Kunstverein Ruhr hat der in Chicago lebende Gaylen Gerber mit reduzierten, aber grundlegenden Mitteln in die Architektur und das gesamte Erscheinungsbild des Ausstellungsraumes eingegriffen. Er teilt den Raum durch das Einziehen einer Wand in zwei einsehbare Zonen, verändert die Farbe der Wände und schließlich auch diejenige des Lichts. In der gesamten Raumarbeit dominieren zwei Farben: Blau und Orange (Amber). Erstere wird vor allem durch eine komplette Einfärbung des Schaufensters zum Kopstadtplatz erreicht. Letztere durch eine orange-bernsteinfarbene Fassung der Neonröhren, welche den Raum von der Decke aus illuminieren. Auf diese Weise ergeben sich als Basis des gesamten Unterfangens zwei grundlegende Farbzonen, die sich voneinander unterscheiden lassen, sich aber in einigen Bereichen gegenseitig durchdringen.
Im hinteren Teil des Raumes dominiert deutlich ein intensives bernsteinfarbenes Orange. Im vorderen, direkt durch das blaue Schaufenster einsehbaren Teil entsteht hingehen eine farb Übergangszone, in der der vom Fenster her illuminierte blaue Bereich allmählich in Orange übergeht. Der Befund ist bereits auf den ersten Blick verblüffend, gelingt es dem Künstler doch mit wenigen überlegten und präzise eingesetzten Schritten einen Farbraum zu schaffen, in welchem nicht mehr klar zwischen der lichtgebundenen, atmosphärischen Farbe und der Gegenstandsfarbe, z.B. derjenigen der Wände unterschieden werden kann. Analog dazu treffen sich an der Grenze von architektonischem Innenraum und städtischen Außenraum ebenfalls zwei Lichtzonen: Zum einen diejenige des Tageslichts, welche von morgens bis abends vom Kopstadtplatz her den Raum nach Innen hin erhellt. Zum anderen die Neonbeleuchtung, die mit dem Tageslicht während der Ausstellung gleichsam konkurriert, aber nach Sonnenuntergang den Raum bestimmt und sogar nach außen blau und bernsteinfarben leuchten lässt.
Unsere Wahrnehmung wird wie von selbst zu einer differenzierten Befragung der gesamten Ausstellungssituation und letztlich auch unseres eigenen Unterscheidungs- und Begriffsvermögens.
Pierre Granoux. READYWEB: HÉRISSON. Text: Paul B. Franklin, Aurélie Noury, Robert Krokowski. 2011. 132 S., 24 fb. Abb., 24 x 24 cm, Ringbindung. EUR 24,00 ISBN: 978-3-89770-322-3 Salon Verlag
Der Künstler Pierre Granoux legt in seinem Magazin der Flaschentrockner (Hérisson) Auszüge aus dem Bild-Verzeichnis und Titel-Register seiner Streifzüge durch den digitalen Basar vor. Als Fundstück moderner Kunst wird der Flaschentrockner via Internet in unzähligen Varianten versammelt, ausgestellt, durchnummeriert und durchbuchstabiert. Pierre Granoux bürstet in seiner Lektüre dieser Varianten den Flaschentrockner (seit Marcel Duchamp als stacheliger Igel der Kunstwahrnehmung, als Herausforderung an die Allegorien moderner Kunst vorgeführt und gestreichelt) gegen den Strich: Aus einem Readymade wird durch seine Lesart ein Träger für neue Formtableaus. Das Titelverzeichnis seiner Readyweb-Archivierung bildet als Magazin-Katalog einen Index für leere Trockenlager – aber auch eine Checkliste für die Kunst der Zweckentfremdung.
Seit Duchamp einen Flaschentrockner in Form eines Readymades in die Kunst einführte, sagt jede Variation der Ausstellung eines Readymades: Dies ist kein Flaschentrockner. Seit Granoux Readymades in Form gelesener Flaschentrockner in die Kunst einführte, sagt jede Variation künstlerischer Bearbeitung eines Flaschentrockners: Dies ist kein Readymade. Granoux ist kein Modernist. Und das Künstlerbuch von Pierre Granoux zeigt als Werk zeitgenössischer Kunst, dass Sammlungen der Moderne doch noch mehr sind als ein Aufbewahrungsort für geleerte und bis auf den letzten Rest leergelaufene Flaschen. (Robert Krokowski) Einmalige Auflage von 240 nummerierten und signierten Exemplaren.
Helge Hommes. quod sumus- hoc eritis. Engl. Dtsch. 2011. 72 S. 53 fb. und 8 s/w Abb. 21,5 x 28,5 cm. Gb. EUR 22,00 ISBN: 978-3-89770-379-7 Salon Verlag
...die Lineamente der Stämme und Äste und der leere Raum bestreiten einander, machen sich so wechselweise überhaupt erst anschaulich. Ein Stamm, mit der Leere als Gewand, der helle Raum mit dunklen Knochen, Rückgrat, Skelett, Gerüst.
Die kahlen Baumgerüste gegen den Himmel, die baren Linien gegen die Leinwand. Beides gegen die Leere. Klarheit und Heiterkeit der Reduktion. Eine neue, pure Faktizität: das, was der Fall ist. Malerei, organische Prozesse. Das Drama des Wachstums, zur Ruhe gebracht. Zur Anschauung. (Matthias Bärmann)
Alexandra Hopf. In Limbo, Where Else. Im Limbus, Wo Sonst. Hrsg.: GErhard Theewen. Dtsch/Engl. 116 S., 4 fb. Abb. 22 x 14 cm, Gb. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-388-9 Salon Verlag
The book "In Limbo, where else" strives to balance an intermediate state of a book that can both be read and viewed as a conceptual reversed object. The book is camouflaged as a notebook. It contains nine short stories whose narrator is characterized as an anti-flaneur driven by his restlessness and ambiguity. The non-linear narrations of his dystopian journeys obviously deny certain laws of fiction writing. The narrative continuously follows a different junction, thus evoking a constantly changing focus in order to trigger the flow of inner images. Deception, paranoia and absurdity are woven into the text like ornaments. Interlaced are also the titles of the author's artistic oeuvre emphasizing the self-referential nature of the book.
200 nummerierte Exemplare
Uschi Huber. GERDA. 2011. 64 S., 96 fb. Ab. 21 x 28 cm, Gb. EUR 22,00 ISBN: 978-3-89770-392-6 Salon Verlag
Das Fotobuch ’Gerda’ zeigt Uschi Hubers fotografische Langzeitbeobachtung einer Skulptur von Sepp Hürten im öffentlichen Raum. Die lebensgroße Bronzefigur steht an der Ecke eines großen Kölner Platzes und bietet eine Schachtel Pralinen an um an die Arbeiterinnen der Kölner Schokoladenfabrik Stollwerck um 1900 zu erinnern. Der Steinklotz zu ihren Füßen ist die einzige öffentliche Sitzgelegenheit in großem Umkreis
Sery C. / Martina Jess. lipstick traces - re.cover / to be shaken before taken. Text: Wolf Guenther Thiel, F.Javier Panera Cuevas, Dieter Jaenicke, Peter Herbstreuth. 2011. 112 S. fb. Abb. 22 x 30 cm. Gb. EUR 20,00 ISBN: 978-3-89770-371-1 Salon Verlag
Der Katalog "lipstick traces-re.cover/to be shaken before taken" ist entstanden zur Austellung von Sery C. und Martina Jess im Festspielhaus Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Auf den 1400 qm wurden Raum greifende und Architektur bezogene Arbeiten der beiden Künstler gezeigt. Sery C. zeigt 6 Hauptpositionen aus den letzten 20 Jahren seiner künstlerischen Arbeit zum ersten mal in dieser Form zueinander. Seine Werke umreissen Bildfindungsprozesse auf der Grundlage von Architektur und deren Systeme. Dabei sind Werke die sich aus den architekonischen Topoi von Museen weltweit herleiteten in ihrer finalen Version und Konstellation erstmals in dieser Form zu sehen. Ebenso groß angelegte Raummodelle die Malerei und Video verschmelzen. Um einige Arbeiten zu nennen wie die "Giganten", "An die Museumsleitung", "Turm-Zelle des Physikers", "Kölner Bilder-Lock up -Terrain DD Protektor Max", "rbbr-city", ..... etc.
Martina Jess entwickelte aus ihren Malereien ("written paintings" und "systematics") und ihren grafischen Installationen ("modul als modus") in denen sie agiert mit Zeichen und ihrer Bedeutung aus dem Spiel, der Wissenschaft (Mathematik, Physik ...) und der Schrift oftmals verschmolzen mit der Figur (als Zeichen für uns selbst) eigenst für diese Ausstellung die Filme "moving paintings I und II" , gezeigt auf zwei flatscreen Monitoren einander gegenübergestellt im Raum und die architekturbezogene, raumgreifende 3er Filmprojektion "to be shaken before taken", in dem sie die Filme im Format der Projektionsflächen geschnitten hat, die von der Architektur des Raums vorgegeben waren (6x2,45m Nische in der Südwand, 7x3,20m zugebauter Durchgang in der Nordwand und 6x2,55m die runterfahrbare Bühne im Fußboden).
"Auch die Filme verstehe ich als Malerei. Im Gegensatz zu den Malereien auf Leinwand, auf denen man die Vielschichtigkeit der malerisch aufgetragenen Zeichensystemen nur erahnen kann (denn die letzt aufgetragene Farbschicht spielt immer die Hauptrolle) und die aus den Zeichen auftauchende Figur in ihrer Bewegung verharrt, gibt das Medium Film mir die Möglichkeit, den Malprozess in Symbiose mit dem fließenden Bewegungsablauf von Figuren als ein so genanntes moving painting zu zeigen."
In der Filmprojektion "to be shaken before taken", schweben die weißen Figuren im schwarzen Raum über eine Projektionsfläche in die nächste, tauchen in der zweiten Projektionsfläche ab um in der dritten wieder aufzutauchen... der Raum scheint sich in seiner ursprünglichen Architektur aufzulösen... Mit dieser Filmprojektion bezieht sie sich auf einen der Haupträume und dessen Architektur auf Grundlage von Zeichnung Malerei und Film verschmilzt sie den Westflügel des Festspielhauses zum Gesamtkunstwerk.
Victoria von Flemming (Hrsg.) Modell Mittelalter. Text.: Jan Andres, Hans Richard Brittnacher, Magdalena Bushart, Cornelius Claussen, Christian Freigang, Heitzmann Christian, Erwin Hoffmann, Andreas Kilb, Klaus Niehr, Bruno Reudenbach, Martin Schubert. 224 S. 45 s/w Abb. 19 x 13 cm. Br. EUR 13,00 ISBN: 978-3-89770-376-6 Salon Verlag
Der auf einer Vortragsreihe basierende Sammelband geht der Frage nach, welche Interessen mit den zahlreichen, seit über dreihundert Jahren zu verzeichnenden Aktualisierungen des Mittelalters verfolgt wurden. War „das Mittelalter” im 18. Jh. unauflösbar mit Schauerromanen verbunden, so wurde es im Lauf des 19. und erneut Mitte des 20. Jh. zum politischen Identifikationsmodell, während es in den Künsten unversehens als Wegbereiter der Moderne entdeckt wurde. Ganz andere Facetten der Vereinnahmung werden dagegen in der postmodernen Architektur, auf Mittelalterfesten oder Filmen sichtbar. Die von namhaften Forschern verfassten, verständlich formulierten Beiträge geben einen guten Einblick in immer neue Zuschreibungen und Deutungen des Mittelalters.
Noël, Martin. Martin Noël – Schichtwechsel.Hrsg.: Kornhoff, Oliver; Beitr.: Kornhoff, Oliver; Eichhorn, Herbert; Egger, Oswald; Sieff, Anita; Heyer, Thomas; Mattern, Jutta. 2011. 136 S. 95 fb. Abb. 23,8 x 16,8 cm. Br. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-389-6 Salon Verlag
Mit beiliegender Audio-CD (Nils Landgren, Michael Wollny: „Fragile at Schloss Elmau“)
Anri Sala. Title Suspended. Hrsg.: Moritz Wesseler. Text: Interview von Moritz Wesseler mit Anri Sala. 2011. Engl. 8 S., 7 Abb., 27 x 18 cm, Gb. EUR 12,00 ISBN: 978-3-89770-367-4 Salon Verlag
Die Publikation „Title Suspended“ erscheint anlässlich der Präsentationen von Anri Sala im Kabinett für aktuelle Kunst in Bremerhaven sowie im MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main.
Als Mischung aus Künstlerbuch und Dokumentation liefert sie den Kontext für das neuste Werk von Anri Sala, bei dem es sich um die erste „skulpturale“ Arbeit des international gefeierten Künstlers handelt. Ausgehend von Michelangelos bekannter Darstellung der „Erschaffung Adams durch Gottvater“ zeigt sie die äußerst poetische Konstruktion und Destruktion eines Momentes bzw. eines Bildes. Es erscheint eine signierte Ausgabe. 20 €,-
Helmut Schweizer. Laboratorium 1969-2010. Film, Fotoarbeiten, Installationen. Hrsg.: Susanne Pfleger, Barbara Hofmann-Johnson. Text: Annelie Pohlen, Barbara Hofmann-Johnson, Vorwort: Susanne Pfleger. 2011. Dtsch/Engl. 128 S., 120 fb. und 50 sw. Abb. 22 x 27 cm, Gb. EUR 28,00 ISBN: 978-3-89770-386-5 Salon Verlag
Ausgehend von einem offenen und multimedialen Kunstbegriff hat Helmut Schweizer in seinem mittlerweile vier Jahrzehnte umfassenden künstlerischen Werk mit Aktionen, Installationen, Fotografie, Film ein stringentes Oeuvre geschaffen, das komplexe Zusammenhänge aus unserem Verhältnis zur Natur, Landschaft und Kultur thematisiert.
Im Mittelpunkt der Publikation steht die retrospektive Werkschau in der Städtischen Galerie Wolfsburg, in der der Düsseldorfer Künstler seine Arbeit in Analogie zur wissenschaftlichen Forschung in einem Laboratorium vorstellt. Das Motiv des Laboratoriums kann in den Arbeiten sowohl direkt anschaulich werden als auch allgemein als Metapher für das Leben und existenzielle Prozesse verstanden werden.
Doubrawa, Reinhard. Reinhard Doubrawa. ALLES. Beispiele und Details. Beitr.: Ermen, Reinhard; Geil, Joachim; Krininger, Doris. 2011. Dtsch/Engl. 184 S. 170 fb. u. 5 sw. Abb. 25 x 17,8 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-89770-387-2 Salon Verlag
„Reinhard Doubrawa erklärt die Welt”, indem er sie in ihre Einzelteile zerlegt und ausgewählte Stücke daraus zu Hauptdarstellern macht. Die Techniken, die für dieses Konzept zur Verfügung stehen, sind vielfältig. Die Fotografie ist ein allgegenwärtiges Verfahren, wobei sich der Verdacht aufdrängt, dass Doubrawas Interesse primär an den Ausschnitten besteht, es geht womöglich um ein Verfahren der Freistellung. Der Konzeptkünstler fotografiert, aber er ist kein Fotograf. Bilder sind nicht gefragt, sondern Zeichen, die (wenn überhaupt) für etwas Absurdes, also für Alltägliches stehen. Wer schaut da schon hin? Das Herausschneiden aus den Totalen ist eine Maßnahme zur Vergegenwärtigung. (Reinhard Ermen)
Dzama, Marcel. Marcel Dzama. presents Opposition and Sister Squares Reconciled.Edition Ex Libris Nr. 20. Hrsg. Theewen, Gerhard. Engl. 2011. 224 S, 20 fb. Abb. 28 x 24 cm Br. EUR 150,00 ISBN: 978-3-89770-950-8 Salon Verlag
I have chosen to have Marcel Duchamp's book, „Opposition and Sister Squares” re-printed quite simply because I love both Duchamp and chess. In it's original printing it didn't fare too well selling-wise and Duchamp apparently had a closet full of the books which he gifted to friends whenever they came over to his home. Regarding the book's failure to sell he has been quoted as saying, ".that the problem it poses only comes up once in a lifetime even for chess masters.". I also like this quote by Ernst Strouhal, "Opposition and Sister Squares is an artist's book for chess players and a chess book for artists."
Es erscheint eine Collector's Edition in Klappkassette mit einer Collage von Marcel Dzama. Format je 26,5 x 23,5 cm. Collage und Zeichnung auf schwarzem Karton. Signiert. Das dazugehörende Ex Libris ebenfalls mit weißem Stift individuell überzeichnet.
Krause, Caroline. Caroline Krause. (die quelle des informanten / the source of the informant). Text.: Scholz, Claudia; Behm, Meike; Lepper, Markus. 2011, 96 S., 96 S. 41 fb. Abb. 9 s/w Abbildungen. Br. 22 x 16 cm, Gb. EUR 18,00 ISBN: 978-3-89770-385-8 Salon Verlag
Das Werk von Caroline Krause streift unterschiedliche künstlerische Techniken – von Zeichnung und Malerei über Installation, Fotografie und Lyrik – und nimmt sich in vielerlei Gestalt doch immer wieder einer Frage an: Was ist die Wirklichkeit? Wer generiert sie und woraus ist sie gemacht? Die Arbeiten der Künstlerin spiegeln eine Skepsis gegenüber der Wahrnehmung wider und lassen die Brüchigkeit der Konzeption von Raum und Zeit erkennen. Caroline Krause bildet die Differenz von Sein und Schein ab, und tut dies nicht nur begrifflich und streng analytisch, sondern äußert sich in einer Form, die über die Sinne erfahrbar ist. Sie formuliert mit ihrer Malerei die Frage nach subjektiven und objektiven Bildern. Das dialektische Verhältnis, demzufolge man nur glaubt, was man sieht, wird, in den fotografischen Arbeiten umformuliert: man sieht nur, was man glaubt!
Dzama, Marcel. Marcel Dzama. presents Opposition and Sister Squares Reconciled.Edition Ex Libris Nr. 20. Hrsg.: Theewen, Gerhard. Edition Ex Libris (20). Deutsch;Franz.;Engl . 224 S. 20 fb. Taf., Br. mit farbigem Schutzumschlag. 28 x 24,5 cm. Engl Br. EUR 12.,00 ISBN: 978-3-89770-383-4 Salon Verlag
I have chosen to have Marcel Duchamp's book, „Opposition and Sister Squares” re-printed quite simply because I love both Duchamp and chess. In it's original printing it didn't fare too well selling-wise and Duchamp apparently had a closet full of the books which he gifted to friends whenever they came over to his home. Regarding the book's failure to sell he has been quoted as saying, "..that the problem it poses only comes up once in a lifetime even for chess masters.". I also like this quote by Ernst Strouhal, "Opposition and Sister Squares is an artist's book for chess players and a chess book for artists.".
Lenz, Seraphina. Seraphina Lenz. Werkstatt für Veränderung. Textbeiträge von: Leonie Baumann, Dorothea Kolland, Wolfgang Müller, Eva Sturm, Claudia Wahjudi, Jürgen Weidinger. Dtsch./Engl. 192 S. 221 fb. u. 14 sw. Abb. 23 x 20 cm. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-382-7 Salon Verlag
Die Arbeit der Berliner Bildhauerin Seraphina Lenz ist die Herstellung von Stadträumen. Ihre Werkstatt für Veränderung fand acht Jahre lang jeden Sommer im Carl-Weder-Park in Berlin - Neukölln statt. Die Künstlerin entwarf immer wieder andere Möglichkeiten der Nutzung. Zusammen mit einer stetig wachsenden Gruppe Beteiligter wurde der Park unter anderem zur Koppel für ein weißes Pferd, zum Balkon für alle, zur Eintopfküche und zum Filmset.
Das Theorie- und Praxisbuch dokumentiert die künstlerischen, sozialen und vegetativen Prozesse dieses außergewöhnlich lang angelegten Projekts und beschreibt aus verschiedenen Perspektiven, wie sich Ort und künstlerische Arbeit über die Jahre verändert haben.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]