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Salon Verlag

 
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AUCH. Godart, Bakkers; Bickmann, Isa; Geil, Joachim. Maler Doubrawa, Reinhard. Engl.; Dtsch. 2017. 224 S. zahlr. fb. Abb. 25 x 17 cm. Gb. EUR 30,00. ISBN: 978-3-89770-478-7 Salon Verlag
Reinhard Doubrawa fragt, in welcher Form wir „unsere Bedeutung“ akquirieren, wie diese Bedeutung die Form beeinflusst und wie irrwitzig oder uneindeutig diese Beziehung in der Realität ist. Der Gebrauch von Matrizen und Rastern ist dafür das beste Beispiel. Das Raster ist so unübersehbar, dass das Bild beinahe ausschließlich zum Raster, das Foto zum reinen Schemen wird. (Godart Bakkers)
Ignaz Knips. Perspektive und Gewalt. Ein Versuch. Édition questions (TF748), Band: 10. Francis Bacon, Gregor Schneider, Rabih Mroué, Irene Awret, Diego Velázquez, Barnett Newman, Michelangelo Merisi da Caravaggio, 2017. 108 S., 8 fb. Abb. 21 x 14 cm. Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-89770-476-3 Salon Verlag
Was sehen wir, wenn wir ein Kunstwerk betrachten? Wenn es in den Analysen des vorliegenden Versuchs um Gewaltmotiviken in der bildenden Kunst geht, dann vornehmlich unter dem Aspekt von Perspektivierungen, von deren Formen, Emergenzen und Wirkungspotentialen. Die Reflexionen sind ausgerichtet auf eine spezifische Gewalt von Kunst und auf Gewaltmotive in der Kunst.
Diabolik. Polke, Sigmar. Dtsch; Italien. nummerierte Exemplare. 2016. 120 S., Engl. Br. EUR beim Verlag anfragen. ISBN: 978-3-89770-467-1 Salon Verlag
EIS. Richter, Gerhard; Text: Elger, Dietmar. 350 nummerierte Exemplare. Faksimile . 2017. 144 S., 46 Abb. Gb. EUR auf Anfrage. ISBN: 978-3-89770-465-7 Salon Verlag
Farbiges Faksimile des von Gerhard Richter gestalteten, ursprünglichen Entwurfs für das 1981 von der Galerie Pieroni herausgegebenen Künstlerbuch „EIS“. Auch die durch das Papier durchgeschlagenen Klebespuren wurden reproduziert. Alle 46 s/w Abbildungen (nach den im Künstlerbuch publizierten Fotografien von Richters Grönlandreise) wurden von Hand eingeklebt.
Salon No.2. A Magazine. Salon, Ein Magazin (XEA23), Band: 2. Beitr.: Anderson, Curtis. Bonfert, Gerd. Borowsky, Natascha. BĂĽnnagel, Julia. Buggenhout, Peter. Certa, Amadeu. Dion, Mark. MĂĽnch, Horst. Neumann, Hartmut Odenbach, Marce. 2017. Engl. 116 S., 105 Abb. Pb. EUR 15,00 ISBN: 978-3-89770-325-4 Salon Verlag
DRAWINGS TO CRY FOR. Schappert, Roland. 2017. Engl. 96 S., 96 fb. Abb. Engl. Br. EUR 60,00. Nummerierte Ausgabe. ISBN: 978-3-89770-472-5 Salon Verlag
Die Sieben KĂĽnste von Pritzwalk. Gohlke, Gerrit / Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V. / Clegg & Guttmann. Dtsch, Engl. 2016. 176 S., zahlr. z. T. fb. Abb. Engl. Br. EUR 25,00 ISBN: 978-3-89770-468-8 Salon Verlag
2014 ereignete sich in der nordbrandenburgischen Kleinstadt Pritzwalk ein künstlerisches Abenteuer. Die Einwohner bestimmten vollständig selbst über die Kunst und Kultur, die sie sich wünschten. Eingeladen von Clegg & Guttmann entwickelten sie in sieben leerstehenden Ladenlokalen eine Fülle von Aktivitäten, unzensiert und ohne kuratorische Vorgaben.
Das Buch erzählt die Geschichte dieses seltsamen Wagnisses. Zwei Künstler öffnen ihre Kunst vorbehaltlos, ohne jeden Filter, den Hoffnungen, den Konflikten und den Eigenheiten einer sozialen Gemeinschaft. In Zeiten sozialer Medien und globaler Vernetzung beschwören sie fast trotzig die Bedeutung eines selbstentworfenen und ungeschönten Bildes unserer Gemeinschaft.
MENSCHHEITSDĂ„MMERUNG. Edition Ex Libris Nr. 29. Walther, Franz Erhard. 2016. 384 S., Engl. Br. EUR 90,00 ISBN: 978-3-89770-958-4 Salon Verlag
„Die in Kurt Pinkus` Publikation MENSCHHEITS-DÄMMERUNG zusammengetragene Dichtung war für mich eine kraftvolle sprachliche Gegenwelt zu der als flau empfundenen Sprache der fünfziger Jahre. Sie enthielt überraschende, assoziationsreiche Sprachbilder und ihre Kraft prallte gegen die als müde und auch gesucht empfundenen Formen der damaligen Zeit. Es war auch ein Wiederanknüpfen an die Geschichte mit ihrem Mythos Expressionismus und ich konnte dessen Sprachradikalität mit der Gegenwart verbinden. Wie frisch wirkten etwa jakob von Hoddis’ „Weltende“ und August Stamms Sprachstakkato. Auch Kurt Schwitters hatte sich dem nicht entziehen können!“ (Franz Erhard Walther)
What’s Unfolding | Was sich abzeichnet. Stipendiatinnen und Stipendiaten 2016/17 des Künstlerhauses Schloss Balmoral und des Landes Rheinland Pfalz. Hrsg.:Oliver Kornhoff, kuratiert von Regine Ehleiter; Texte von Oliver Kornhoff und Regine Ehleiter. 2017. 120 S., 90 fb. Abb. 17 x 24 cm. Gb. ISBN: 978-3-89770-477-0 Salon Verlag
»Was sich abzeichnet« rückt den Vorlauf und die Entwicklung einer Ausstellung in den Fokus. Der assoziationsreiche Titel stellt die Frage nach dem Vorausgehenden, noch Undefinierten, vielleicht wieder Verworfenen, kurz: nach den Anfängen und Umschweifen, die eine Ausstellung im Laufe eines Zeitraums geformt und verändert haben. Um diese Vorgeschichte zu veranschaulichen, kommt dem Katalog besondere Bedeutung zu. Die Kuratorenstipendiatin Regine Ehleiter hat die Künstlerinnen und Künstler im Vorfeld eingeladen auf den Seiten des Katalogs – ähnlich den Wandflächen des Ausstellungsraums – aktuelle Arbeiten zu zeigen. Die Katalogbeiträge wurden neu entwickelt oder zur Präsentation im Buchformat eigens adaptiert. Sie spiegeln den Status Quo der Ausstellungsvorbereitungen zu einem Zeitpunkt einige Monate vor Eröffnung und komplementieren und erweitern die im Museum gezeigten Exponate.
Blätter, Bäume – vielleicht. Wortelkamp, Erwin. hier und dort (WZY69), Band: 7. 2016. 184 S., 71 fb. u. 74 sw Abb. Engl. Br. EUR 20,00 ISBN: 978-3-89770-473-2 Salon Verlag
Andere Wirklichkeiten. Kornhoff, Oliver; Wolf, Konrad; Mattern, Jutta; Donarski, Kurt. Hrsg.: Mathias Mandos fĂĽr den Landesverband Lebenshilfe Rheinland Pfalz e.V.; Oliver Kornhoff fĂĽr das Arp Museum Bahnhof Rolandseck. 2016. 208 S. 17 x 24 cm. Gb. EUR 20,00. ISBN: 978-3-89770-475-6 Salon Verlag
Im Dada-Jahr 2016 wird mit der Ausstellung »Andere Wirklichkeiten« Kunst in den Fokus gerückt, die jenseits der etablierten Strukturen des Kunstsystems entsteht. Denn es waren keine geringeren als die Dadaisten, die 1916 den traditionellen Kunstbegriff in Frage stellten und begannen, diesen zu »entgrenzen« und künstlerische Ausdrucksformen außerhalb des bisher Dagewesenen zuzulassen. Gezeigt werden Werke von 51 Künstlerinnen und Künstlern aus sechs Ateliers der Lebenshilfen in Rheinland-Pfalz und dem Kloster Ebernach in Cochem. Die Ausstellung greift das Interesse an der unverbildeten schöpferischen Kraft von Menschen mit geistigen oder psychischen Beeinträchtigungen auf, das bis in das frühe 20. Jahrhundert zurückgeht. In seinem wegweisenden Buch »Bildnereien der Geisteskranken« aus dem Jahr 1922 versammelte der Psychiater und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn wahre »Wunderwelten« aus Farbe, Linie, Form und Schrift, die als Ausdruck der inneren Wirklichkeit seiner Patienten entstanden waren. Die Entdeckung der Psyche und des Unterbewussten hatte großen Einfluss auf Kunstströmungen wie den Dadaismus und den Surrealismus. In der bildnerischen Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Verfasstheit steht nicht der Patient, sondern vielmehr der Künstler im Menschen im Vordergrund. Die Ausstellung widmet sich diesen Erlebniswelten in Malerei, Zeichnung und Skulptur und umspannt Themen wie beispielsweise Ich und die Anderen, Sexualität und die freie gestische Form.
Salon No.1. A Magazine. Theewen, Gerhard. Engl. 2016. 160 S. 120 Abb. EUR 15,00 ISBN: 978-3-89770-324-7 Salon Verlag
Vor fast 40 Jahren gründete Gerhard Theewen das Salon Magazin mit Originalbeiträgen von jungen, teils schon bekannten und auch einigen berühmten Künstlern. Zwischen 1977 und 1982 erschienen elf Ausgaben, 1992 eine retrospektiv angelegte 12. Ausgabe und 2008 ein zweibändiger Reprint.
Im Frühjahr 2016 wurde das Salon Magazin neu aufgelegt und enhält in der 1. Ausgabe speziell für das magazin erstellte Originalbeiträge von u.a. Walter Dahn, Tobias Hantmann, Mischa Kuball, Chris Newman, Peter Piller, Karin Sander, Dana Sherwood, Marcel van Eeden…
Alle Beiträge sind als Doppelseiten angelegt und werden in s/w und in alphabetischer Reihenfolge der Künstlernamen abgedruckt.
Salon Magazin verzichtet auch jetzt wieder auf Texte und redaktionelle Beiträge. Jährlich werden 3-4 Ausgaben erscheinen. Es besteht die Möglichkeit des Abonnements.
Stefan Bohnenberger. Kapali Kutu. Dtsch/TĂĽrk. 2016. 148 S., zahlr. auch fb. Abb. und Ausklappseiten. 24 x 17 cm. Br. EUR 30,00 ISBN: 978-3-89770-462-6 Salon Verlag
Eine weitere Publikation zu dem inzwischen 10 Stationen umfassenden Projekt DER GROSSE GUCKKASTEN, das Stefan Bohnenberger in den letzten 22 Jahren mit jeweils ortsansässigen Künstlern in Köln (1993), Venedig, Budapest, Bangalore, Udevalla (Schweden), Zagreb, Montevideo, Brüssel, Sofia und Izmir (2015) realisiert hat.
Erster Ausschnitt. Collagen – Die Sammlung Meerwein. Arne, Reimann; Kornhoff, Oliver. 2016. 128 S., 108 fb. Abb. 17 x 24 cm. Eng. Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-89770-463-3 Salon Verlag
Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck hat in diesem Jahr eine umfangreiche Schenkung von über 350 Collagen erhalten. Die großzügige Gabe des Mainzer Sammlers Prof. Gerhard Meerwein umfasst »Papierarbeiten« im erweiterten Sinne. Die Sammlung ist einzigartig durch ihre Konzentration auf verschiedenste Collage-Techniken. Sie illustriert die große Vielfalt des Mediums mit Werken, die vornehmlich in Deutschland entstanden sind.
Unter dem »Prinzip Collage« versammelte Gerhard Meerwein Kunstwerke beginnend mit der klassischen Form des »Papier collé«, dem geklebten Papier. Dieses wurde von George Braque und Pablo Picasso um 1912 im Zuge des Kubismus in die Malerei eingeführt. Aus dieser Frühform entwickelten sich Anfang des 20. Jahrhunderts vielfältige Spielarten. Vor allem in der Kunst des Dadaismus waren Collage-Techniken ein wichtiges Ausdruckmittel.
Das Sammeln und Finden, die Dekonstruktion und Rekombination von unterschiedlichen Alltagsmaterialien sind zentrale Merkmale der Collage als geklebter Bildkomposition. Die charakteristische experimentelle und offene Herangehensweise – geleitet durch den Zufall und das Unterbewusstsein – schuf die Basis für zukünftige Generationen von Künstlerinnen und Künstlern, Kunst und Wirklichkeit einander durchdringen zu lassen.
Die Sammlung Meerwein umfasst neben Papier- und Materialcollagen, auch Decollagen, Assemblagen, Montagen und Reliefs bis hin zu freien Gruppierungen. Gerade diese Werke machen den weitgefassten Begriff der »Collage« von den Anfängen bis in die Gegenwart anschaulich und verdeutlichen die Relevanz des Mediums bis in die zeitgenössische Kunst.
Der Erste Ausschnitt bildet den Auftakt der Sammlungspräsentation Meerwein im Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Diese erste Ausstellung würdigt Gerhard Meerwein als Sammlerpersönlichkeit und hebt thematische Schwerpunkte der Sammlung hervor, die der Architekt, Innenarchitekt und emeritierte Professor für »Farbe im Raum« der Hochschule Mainz über fast vier Jahrzehnte zusammengetragenen hat. Anordnungen von Collagen, so wie er sie in seiner Wohnung in der Mainzer Altstadt gruppiert hatte, werden in der Ausstellung rekonstruiert, um dem Interesse des Sammlers nachzuspüren.
Prof. Gerhard Meerwein begründet seine Konzentration auf diese besondere künstlerische Technik: »In der Collage sind für mich sowohl die Aspekte des Skizzenhaften, Entwurfskonzeptuellen vertreten, als auch das ausformulierte, ausgereifte, kompositorisch abgeschlossene Werk. Häufig ist es auch das scheinbar spontane Arrangement, was noch die Frische des Experiments beinhaltet, welches aber »fertig« ist.«
Thomas F. Fischer. Les jours de D’JAVU. Jeudi 17./Samedi 21. Jürgen Raap, Thomas Hirsch, Joa Lang, Daniel Spoerri 2015. 72 S., durchgehend fb. Abb., 30 x 21 cm. Br. EUR 60,00 ISBN: 978-3-89770-427-5 Salon Verlag
Erste monographische Publikation zum Werk des Kölner Performancekünstlers.
Auflage: 100 nummerierte und signierte Exemplare
Flugfische und Seepferdchen. Joana BC, Jonathan Baldock, Isa Bordat, Selket Chlupka, Micha Das Bach, Andrea Dettmar , Carola Deye, Sebastian Haslauer, Stefanie Klingemann, Ahram Kwon, Anna Lehmann-Brauns, Stefan Mildenberger, Johanna Smiatek, Ina Weber, Ĺ˝eljko Vidović. 2016. Julia Katharina Thiemann. Dtsch/Engl. 108 S., fb. Abb. 24 x 17 cm. Br. EUR 18,00 ISBN: 978-3-89770-470-1 Salon Verlag
Die Gruppenausstellung der Stipendiatinnen und Stipendiaten, die sich im weitesten Sinne mit Dada in zeitgenössischer Weise beschäftigen, zeigt eine große Bandbreite unterschiedlicher Genres. So treten unter anderem skulpturale Rauminstallationen in einen Dialog mit Collagen, Übermalungen, Fundstücken, Fotografien und Videoarbeiten. Hierbei werden Gesten des Dada mit seinem Willen zur Erneuerung überkommener bürgerlicher Ideale sowie eine Verknüpfung von Kunst und Alltagsleben erprobt. So greifen beispielsweise Skulpturen die Formensprache Hans Arps auf und kreieren Objekte, die eine mögliche Aktivierung durch die Betrachterinnen und Betrachter andeuten. Der Rheinland-Pfälzische Dadaist Hugo Ball steht mit seinem Gedicht Pate für die Ausstellung, in der die vielfältigen Arbeiten für Denkanstöße und Überraschungen sorgen.
Stipendiatinnen und Stipendiaten 2014 des KĂĽnstlerhauses Schloss Balmoral und des Landes Rheinland Pfalz
Klaus G. Gaida. Ăśberleben durch Bemalen. Dokumentation der Werkgruppe "Erdrandbewohner". 2016. 42 S. 15 fb. Abb. 2 Duplex-Abb. 20 x 29 cm. Br. EUR 75,00 ISBN: 978-3-89770-461-9 Salon Verlag
Klaus G. Gaida. Zeit fĂĽr offene Karten. 2015. 92 S., 36 fb. Abb., 33 Duplex-Abb. 20 x 29 cm. Br. EUR 75,00 ISBN: 978-3-89770-459-6 Salon Verlag
Seit Jahren beschäftigt sich Klaus G.Gaida in seiner bildnerischen Arbeit mit der Untersuchung altherge-brachter Zeichen- und Schriftsysteme und transformiert die Erkenntnisse in neue Bildsprachen.
Um für die Werkgruppe Zeitvertreib zu einem kohärenten Zeichensystem zu gelangen, dienten Gaida Felszeichnungen mit ihren Kratzern und Riefen hilfreich als Ausgangspunkt zu weiterführenden Überlegungen. In diesen »gezeichneten Gedächtnisstützen«, auf das Wesentliche reduziert, tauchen immer wieder gleiche Zeichen auf, die verschlüsselt komplexe Botschaften in einfachen Zeichensystemen darstellen. Bei der Entwicklung der Bilder für die Serie Zeitvertreib stand im Vordergrund einfache Linien- beziehungsweise Strichzeichnungen in ein spielbares Kartenblatt umzusetzen. Hier griff er die beiläufigen oft »sinnlosen« Stricheleien und Kritzeleien auf, die in Gesprächsrunden oder auch beim Telefonieren entstehen, sozusagen »gedankenverlorene Aufzeichnungen«. Die Faszination dieser spontanen ungegenständlichen Darstellungen findet sich im Strichduktus, und sie eigneten sich für seineArbeitsweise zur schematischen Codierung herkömmlicher Kartenmotive. Nach einer Anzahl von Entwürfen »kontrollierter gedankenverlorener Beiläufigkeit« entstanden die 32 Zeichnungen, als Vorgabe für die ausgeführten »Karten Bilder«
. Den drei »Jolly Jokers« der Werkgruppe liegen lineare Holzdrucke aus dem 16.Jahrhundert zu Grunde. Zur damaligen Zeit wurden fabelhafte Reisebeschreibungen oder deren humorvolle Verspottung mit derartigen Holzschnitten illustriert. Nach Fertigstellung der Bilder und Realisierung des Kartenspiels wurden in einem Wirtshaus von einer zusammengewürfelten Spielerrunde die Kartenwerte zu vorgegebenen Ausführungen in Gesten symbolisch dargestellt. (Max Otto Schürmann)
I like FORTSCHRITT. German POP Reloaded. Hrsg.: Hartmut Kraft, Beate Reese. Dtsch/Engl. 2016. 152 S., 82 fb. Abb. 22 x 29 cm. Gb. EUR 20,00 ISBN: 978-3-89770-469-5 Salon Verlag
Auf den Siegeszug von Konsumgesellschaft und Populärkultur antwortet die Kunst in den 1950er-Jahren zunächst in Großbritannien, dann in den USA mit der Pop-Art. Nach der Vorherrschaft von Abstraktion und Informel öffnete die neue Kunstrichtung auch in Deutschland den Blick für neue Realitäten. In besonderer Weise hat sie das Verhältnis von Kunst und Massenmedien verändert und zur Demokratisierung beigetragen: »Kunst für Alle!« lautete ein Schlagwort dieser Jahre. Innovativ zeigt sich Pop-Art da, wo sie – wie in Grafiken oder Multiples – mit modernen Techniken und Materialien wie Schablonendruck, Collage, Spritztechnik oder auch Kunststoffen und Folien experimentiert. Die Ausstellung mit Werken aus der Kölner Sammlung Kraft und aus der Sammlung des Kunstmuseums fragt nach medialen Wechselwirkungen und ermöglicht somit auch den Blick zurück auf die Anfänge unserer heutigen Kultur der Massenkommunikation.[…]
Alexandra Hopf. Screen Memories. Beitr.: von Girsewald, Annabelle; Wenzel, Anna-Lena. Engl. 2015. 96 S., 75 fb. Abb. 29 x 21 cm. Gb. EUR 21,00 ISBN: 978-3-89770-460-2 Salon Verlag
Die Werke von Alexandra Hopf zeigen das Kunstwerk als den Ort eines ausgezeichneten Sehens. Die Struktur der Falte erscheint als ein Signum ihrer Arbeit. Bei ihr quellen die Screen Memories der letzten Jahrzehnte blau aus der zusammen und wieder auseinander gefalteten Oberfläche unserer Projektionen. Als formales Element, als künstlerische Struktur weist die Falte von der Oberfläche, an der sie erscheint, in die Tiefe – sie ist, wie moderne Kunst überhaupt, ein abschüssiges Phänomen. (…)
Als Geschichte ist die Vergangenheit Gegenwart. Die Falten unserer Haut verweisen auf das Geheimnis und die Vergänglichkeit alles Körperlichen. Im Werk von Alexandra Hopf verweisen sie auf die Biegsamkeit des Materials und eine Möglichkeit zeitgenössischer Kunst, zu Fragen der Darstellung sich zu verhalten. Es scheint, als suchte in ihrer Arbeit die Kunst nach einer Möglichkeit, sich mit der Welt zusammendenken zu können – mit einer Welt, die Natur und Gesellschaft nicht im Bruch, sondern in ihren Übergängen wahrnehmbar werden lässt.
(Marc Wrasse)
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