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Tanz mit dem Totentanz. Hartmut Kraft (Hrsg.). Texte von Hartmut Kraft. Künstler: Enrique Asensi, Victor Bonato, Hartwig Ebersbach, Rolf Escher, Herbert Falken, Harald Fuchs, Thomas Gatzemeier, Robert Gernhardt, Peter Gilles, Horst Gläsker, Ferdinando Greco, Thomas Grundmann, Franz Hitzler, Birgit Kahle, Saskia Niehaus, Franco Rasma, Eun Nim Ro, Volkmar Schulz-Rumpold, Bernd Schwarting, Fritz Schwegler, Carolein Smit, Ernesto Tatafiore, Axel Vater, Ben Vautier, Giampiero Zanzi. 120 S. fb. illustriert, 29 x 21 cm, Gb. EUR 48,00 ISBN: 3-89770-276-2 Salon Verlag
Vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert haben Künstler das Thema »Totentanz« gestaltet. Der um 1463 von Bernd Notke gemalte Totentanz in der Marienkirche zu Lübeck gehörte zu den eindrucksvollsten Beispielen. Er verbrannte in der Nacht vom 28. auf den 29. März 1942 beim Bombenangriff auf Lübeck. Erstmalig haben hier nun 25 Künstlerinnen und Künstler in sehr direkter Weise auf den zerstörten Lübecker Totentanz reagiert, indem sie mit künstlerischen Mitteln auf die in einem Buch erhalten gebliebenen Reproduktionen geantwortet haben. In diesem Dialog über Jahrhunderte hinweg ist das verlorene Original als »TANZ mit dem TOTENTANZ« in vielen Facetten wieder auferstanden: Zerstörung und Tod sind nicht das Ende.
Rosemarie Trockel. Marcus Steinweg. Mutter. édition séparée N° 35. ISBN: 3-932189-35-7 Salon Verlag
Jaime Campiz Playground. Maler: Wedding, Christoph. Beitr. v. Koerver, Jens P /Valentyn, Heike van den. 2006. 16 fb. Abb., 48 Abb. Ebr EUR 15,00 ISBN: 3-89770-267-3 Salon Verlag
Üblicherweise sind es abgerundete oder eckige Bildträger aus Holz, die Christoph Wedding für seine Gemälde verwendet. Diese geben den Bildern etwas Räumlich-Objekthaftes, rücken sie von der Wand ab und halten sie in er Schwebe. Segmente, Tangenten und Bägen werden vom Bildrand scharf angeschnitten, so dass sie den Eindruck eines Ausschnitts erwecken. Man kann daher von einem Prinzip der Schnittkante sprechen - nicht allein in Bezug auf das Bildsujet, sondern auch in Relation des Bildes zum Umraum -, wodurch das Gemälde über das Abgebildete hinaus imaginär weitergeführt wird.
Dieses Moment entwickeln auch die Wandgemälde von Christoph Wedding. Wenn sie Aspekte wie Bündelung, Leere, Raum und Fläche aufgreifen, beziehen sie ihr Ideengerüst unmittelbar aus den Gemälden auf Holz. Greifen die ersten Wandarbeiten Einzelaspekte der Bilder auf Holz auf und thematisierten diese in monumentalem Ausmaß, sind es zusehends neue Elemente der Wandarbeiten, die wieder in die Bildformate zurückfließen. nsofern sind die Wandgemälde als Experimentierfeld, aus dem sich neue Bildläsungen extrahieren lassen, von zunehmend gro§er Bedeutung.
Hiervon zeugt insbesondere die rasche Folge an monumentalen Ausführungen im Jahr 2004, in dem vier von bislang neun Wandarbeiten entstehen. Vor einem monochromen Grund entwickeln sich einfache Farbschlieren horizontal oder vertikal in den Raum. Sie treten auch als einzeln definierte Bänder auf, verknoten sich oder verdichten sich zu diffusen Wolken, hinter die der einzelne Pinselstrich zurücktritt. Oder es legen sich horizontale Zips und pastose Farbinseln über das Bild, wie auch räumlich verzerrte Flächen, die sich durch ihre gekippte Anordnung zu spiegeln scheinen, in den Tiefengrund hineinragen.
Eine zunehmende Verschränkung einzelner Elemente lässt sich an der im Vorjahr entstandenen Arbeit "Lost" ablesen. Die feine Linearität der grellen Signalfarben im Vordergrund, frei geführte Pinselstriche des Zwischengrundes und der flächige Hintergrund fügen sich hier ebenso harmonisch wie miteinander konkurrierend ineinander.
Nader Ahriman. Etuden transzendentaler Obdachlosigkeit. 2006. 104 S., durchg. fb. Abb., 24 x 17 cm Gb., EUR 28,00 ISBN: 3-89770-268-4 Salon Verlag
Philosophie und Wahrnehmungsmodelle, Ideen- und Kunstgeschichte bilden das Motivrepertoire von Nader Ahriman, der das Verhältnis zwischen reinem Denken und konkretem Sehen in seinen Kompositionen zugleich ernsthaft analysiert und mit spielerischer Leichtigkeit ad absurdum führt. Die hier erstmals veröffentlichten Zeichnungen bieten einen Einblick in die Vielfalt der historischen Bezüge und stellen zugleich das „Ensemble“ vor, das auf der bildnerischen Bühne des 1964 im Iran geborenen und in Berlin lebenden Künstler agiert. Seine visuellen Untersuchungen zur transzendentalen Obdachlosigkeit werden kongenial durch den Essay „Berührung des Namenlosen“ von Marcus Steinweg ergänzt.
Thomas Grundmann. Killing Philistines. Hrsg. von Nicole Delmes und Susanne Zander. Texte von Mark Benecke und Friedhelm Mennekes. EUR 38,00 ISBN: 3-89770-258-4 Salon Verlag
Diese umfassende Dokumentation über das künstlerische Schaffen von Thomas Grundmann zeigt in zahlreichen Farbabbildungen die konsequente Entwicklung des jungen Kölner Künstlers und Tätowierers. Angefangen bei seinen frühen Zeichnungen über Aquarelle und Collagen bis hin zu seinen Tätowierungen und Ölbildern hat der Leser die Möglichkeit sich einen genauen Eindruck über die Vielfältigkeit von Grundmanns Arbeit zu verschaffen.
1971 in Köln geboren. Studierte ein Semester an der Kunstakademie Düsseldorf und absolvierte ab 1991 eine Ausbildung zum Tätowierer. Neben Performances, diversen Einzelausstellungen und verschiedenen Ausstellungsbeteiligungen erschienen ab 1996 zahlreiche Veröffentlichungen über Grundmann in internationaler Fachliteratur zum Thema Tattoo. Seit 1991 bei Dieter Zalitz, “Elektrische Tätowierungen“, Köln als Tätowierer tätig.
Thomas Lehnerer. Der ganze Himmel II. Text. Margrit Brehm. 30 S., 62 fb. Abb., Gb., EUR 28,00 ISBN: 3-89770-269-1 Salon Verlag
Die „Methode der Kunst“ – so der Titel seiner Habilitationsschrift – war für Thomas Lehnerer (1955-1995) ein Thema ständiger Auseinandersetzung, das der Künstler, Theologe und Ästhetikprofessor stets gleichermaßen theoretisch und in seinen Werken umkreiste. „Kunst“ wollte er „als Produktivkraft“ verstanden wissen, „die Probleme sinnvoll und exemplarisch anzugehen vermag“. Das Buch, das in enger Zusammenarbeit mit dem Archiv Thomas Lehnerer entstanden ist, verdankt seinen Titel einem Zeichnungszyklus von 1985, der hier zusammen mit weiteren Zyklen sowie einigen Bronzen und einem Vitrinen-Ensemble erstmals publiziert und in einem Text von Margrit Brehm erläutert wird.
Drawing Strings & Writing Thing. Chris Newman. 2006. 96 S., 36 S. fb. Abb. 29 x 18 cm. Ebr EUR 20,00 ISBN: 3-89770-257-6 Salon Verlag
Chris Newmans neues Buch "Drawing Strings & Writing Thing" ist eine Art Installation von zwei Medien – Zeichnungen und Prosa – die gleichzeitig in Buchform präsentiert werden. Die zwölf "Drawing Strings" bestehen aus jeweils 10 bzw. 12 Zeichnungen aus den letzten 10 Jahren, die alle zerschnitten, neu geordnet und anschließend zusammengenäht wurden; die Bedeutung der Zeichnungen hat sich durch die Neupositionierung verändert, während die Oberfläche der Zeichnungen dieselbe geblieben ist. Jeder "Drawing String" wird im Raum des Buches über drei Doppelseiten reproduziert. Die 121 Kapitel des Prosastücks "Writing Thing" – dessen Quellenmaterial aus Notizbüchern der letzten acht Jahre "aufgelesen" wurde – wurden ähnlich wie die Zeichnungen bearbeitet, so daß die Verwendung von Sprache vertraut bleibt, während die Bedeutung in ihrer Beziehung zur Sprache einen neuen Ort zugewiesen bekommen hat.
Chris Newman. The Away Home Poetry Supplement. 2006. 60 S., sw. Faks. 21 x 14,7 cm. Br. EUR 15,00 ISBN: 3-89770-261-4 Salon Verlag
Dieses Künstlerbuch von Chris Newman erscheint anlässlich seiner beiden Berliner Frühjahrs-Ausstellungen „Away Installation – Installed Paintings & Drawings + Video“ (Guardini Galerie) sowie „Home Installation – Uninstalled Paintings + Video“ (7hours Haus 19).
Das Buch enthält als Facsimile aus seinen Notizbüchern „Rhymed Poems (Untreated) 1991-95“.
Paik on Paper - Sammlung Peter Wenzel. Maler: Paik, Nam June. 2006. 172 S., zahlr. sw. u. fb. Abb. 27 x 21cm. Ebr. EUR 28,00 ISBN: 3-89770-260-6 Salon Verlag
Die Sammlung Peter Wenzel wurde als erste größere Ausstellung nach dem Tod von Nam June Paik, dem sich selbst als ersten Künstler des 21.Jahrhunderts bezeichnenden Papst der Video-Kunst, im Museum Bochum erstmalig der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Neben etwa 80 Papierarbeiten, beginnend mit der "Krawattenzeichnung" aus dem Jahre 1961 bis zu letzten Pastellkreidearbeiten nach dem Jahr 2000, werden seltene Dokumente aus den frühen 60er Jahren und von der Zusammenarbeit mit der Cellistin Charlotte Moorman sowie einzelne skulpturale Arbeiten gezeigt. Der Reiz der Ausstellung liegt sowohl darin, dass entgegen früheren Paik-Präsentationen die Betonung auf dem Papier als Medium liegt und dass eine Paik-Ausstellung und der hier vorgestellte Katalog sich erstmals aus einer einzelnen Sammlung rekrutieren, die neben gezielten wie intuitiven Ankäufen zu einem nicht geringen Teil auch aus zufälligen Gegeben- und Gelegenheiten entstanden ist. Überraschungen warten darauf, entdeckt zu werden!
Roob, Alexander: Our artist. édition séparée N°34. 2006. 17 x 12 cm. (Éd. séparée 34) Pb EUR 7,50 ISBN: 3-932189-34-5 Salon Verlag
Es erscheint eine Vorzugsausgabe mit einer Bleistiftzeichnung.
Schattauer, Nora: Kristalline Bilder. Beitr. v. Koerver, Jens P /Seegers, Ulli /Danelzik-BrĂĽggemann, Christoph. Hrsg. v. Goodrow, GĂ©rard A. 2006. 72 S., 37 sw. u. 29 fb. Abb. 28 x 20 cm. Pb EUR 25,00 ISBN: 3-89770-264-9 Salon Verlag
Die Malerei des 20.Jahrhunderts ist geprägt durch Ausweitungen und Verschiebungen.Neue Verfahren und Materialien, bislang nicht gesehene Strukturen und Impulse anderer visueller Medien, das zuvor Bildunwürdige,die Faktizität des Malens, die Tatsachen des Bildes ... alles findet Eingang in die Malerei. Neben den weiterhin dominierenden klassischen Farben kommen, besonders seit der Renaissance der Malerei in den 1980er Jahren, mit unterschiedlichen inhaltlichen Intentionen diverse Chemikalien zum Einsatz.
Nora Schattauers Arbeiten sind zweifelsohne Malereien.Wenn sie verschiedene in Wasser gelöste Mineralsalze mit der Pipette auf Papier, Folie oder speziell präparierte Leinwand tropft und dort miteinander reagieren lässt, so ist diese individuelle malerische Praxis sicher eine randständige im Spektrum zeitgenössischer Kunst. Und doch resultieren aus dieser fundamentalen, die Formkräfte ihrer Stoffe erkundenden Recherche – Nora Schattauer betreibt sie nicht als systematisch-wissenschaftliche Untersuchung, wohl aber auf Grundlage umfangreicher Versuche,die ihren Niederschlag in zahlreichen Unikatbüchern gefunden haben – genuin malerisch zu nennende Bilder. Dies trifft besonders für die seit 2005 entstehenden vor allem von einem reich differenzierten Grün-Blau-Spektrum geprägten Arbeiten mit ihren die gesamte Bildfläche gleichmäßig überziehenden Gewebe- oder Netzstrukturen zu. Ein Seitenblick auf zwei ältere Fotogramme der Künstlerin lässt erkennen,in wieweit die Möglichkeiten regelmäßig ausgebreiteter All-over-Strukturen bereits früher erprobt wurden. Der Vergleich mit einer Knotenkonstruktion Leonardos macht jedoch augenfällig,wie frei, gleichsam organisch Nora Schattauer ihre Bildgewebe entwickelt.Es kristallisiert sich nicht als erstarrtes Gefüge, vielmehr bleibt in allen diesen Arbeiten in je eigener Weise eine Möglichkeit zur Verwandlung gewahrt. Übergänge,Mischungen – mithin ein Moment der Transformation – kennzeichnen das Malerische, sind aufgehoben in einer malerischen Malerei. Die Bilder Nora Schattauers halten dieses Im-Fluß-Sein fest, indem die von ihr zur Reaktion gebrachten Stoffe ihre eigene Prozessualität, – ihr Vermögen, immer neue Form- und Farbnuancen zu zeitigen – präsent halten.Auf die große,das Werk von Anfang an durchziehende Affinität der Künstlerin zum Fließenden, der sich selbst in der Bewegung formenden Materie sei hier nur hingewiesen, sie ist nicht zuletzt in der jüngsten Werkgruppe augenfällig.
Jürgen Paas. Index. 2006. 50 S. 17 x 12 cm. (Éd. séparée 50) Pb EUR 7,50 ISBN: 3-932189-50-7 Salon Verlag
Den Exemplaren 1-50 ist ein Aquarell von JĂĽrgen Paas zum Heraustrennen beigebunden.
»Helmut Rywelski: Da mache ich jetzt eine Kiste drum« Zur Entstehung der ersten Vitrinen von Joseph Beuys. Hrsg. Gerhard Theewen. Reihe édition questions. 32 S., Br. Salon, Köln 2006. EUR 12,00 ISBN: 3-89770-263-0 Salon Verlag
Das in diesem Buch dokumentierte – an Anekdoten und Insiderinformationen äußerst reiche – Gespräch über Joseph Beuys und die Entstehung seiner charakteristischen Vitrinen war das erste und letzte Mal, daß Helmut Rywelski sich zu seiner Galeristentätigkeit geäußert hat. Nach seinem Tod hat im Mai 1999 das Kölner Auktionshaus Lempertz den Nachlass Helmut Rywelskis – der seit Schließung der Galerie über 27 Jahre unberührt im Keller gelagert war – mit großem Erfolg versteigert.
Die Galerie »art intermedia«, eine der progressivsten Kölner Galerien, existierte nur fünf Jahre (1967 bis 1972).
Dieser »Aktionsraum«, wie ihn der Avantgardegalerist, politische Journalist und Kunstkritiker Helmut Rywelski (1928 bis 1998) nannte, befand sich in der Domstraße 8, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Der feuchte und nur provisorisch weiß getünchte Kellerraum war eine erste Plattform für junge Aktionskünstler, insbesondere auch der Happening- und Fluxus-Bewegung, die inzwischen zur internationalen Spitze dieses Genres gezählt werden: Hier hatten Jörg Immendorf, Franz Erhard Walther, Nam June Paik, Charlotte Moorman, Alison Knowles, Al Hansen, Emmet Williams, Wolf Vostell , Per Kirkeby ihre ersten Auftritte.
Zu den spektakulärsten dort aufgeführten Aktionen gehörten »Vakuum < > Masse« (1968) von Joseph Beuys und – auf der Straße vor der Galerie – die Aktionsplastik »Ruhender Verkehr« (1969) von Wolf Vostell. Zu den ausgestellten Künstlern zählten: Diether Roth, H. P. Alvermann, Hans Salentin, George Brecht, Robert Filliou sowie zahlreiche andere Mitglieder der vielfältigen Happening- und Fluxusbewegung. (aus dem Vorwort)
Maurice Merleau – Ponty: »Causerien 1948« Hrsg. Ignaz Knips. Reihe édition questions. Aus dem Französischen von Joan-Catharine Ritter, Ignaz Knips, Emanuel Alloa. 76 S., Br., Salon, Köln 2006. EUR 15,00 ISBN: 3-89770-262-2 Salon Verlag
Merleau-Ponty gilt als der bedeutendste französische Phänomenologe. Er hat nicht nur wesentlich dazu beigetragen hat, die von Husserl und Heidegger inaugurierte Denkrichtung in Frankreich zu etablieren, sondern er hat als Mitherausgeber der Temps Modernes, zusammen mit Sartre, die Öffentlichkeit im Nachkriegsfrankreich entscheidend geprägt.
Die meisten Werke von Merleau-Ponty sind bereits auf deutsch erschienen, und sie erfreuen sich einer starken Beachtung bei all denen, die aus dem neueren französischen Denken wichtige Anregungen beziehen. Die nun in erstmals ins Deutsche übertragenen Radiovorträge zeigen eine eigene Qualität. Sie atmen eine Frische, die auch heute noch den Leser in den Bann schlägt. In einer eingängigen, terminologisch unbeschwerten Sprache entwickelt der Autor auf höchst anschauliche Weise die Grundzüge seines Denkens.
Die offene Art der Darstellung könnte nicht nur Philosophen ansprechen, die sich einen geduldigen Blick für die Sachen selbst und den Sinn für ein fragendes Denken bewahrt haben, sie dürfte bei all denen, sich mit aktuellen Themen wie Leiblichkeit, Bild und Medien beschäftigen, auf lebendigen Widerhall stoßen. Es sind lebendige Denkproben, die Geschmack auf mehr machen.
(Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Bernhard Waldenfels, Ruhruniversität Bochum)
"Scheinprobleme in der Philosophie. Dass Fremdpsychische und der Realismusstreit." (Rudolf Carnap). [Thomas Demand] Maler: Demand, Thomas. 2006. 46 S., 2 fb. Taf. 24 x 16 cm. (Ed. Ex Libris 9) Gh. EUR 150,00 ISBN: 3-89770-939-2 Salon Verlag
Thomas Demand präsentiert "Rudolf Carnap: Scheinprobleme in der Philosophie. Dass Fremdpsychische und der Realismusstreit." Ex Libris Nr. 9

Die von Gerhard Theewen herausgegebene Edition Ex Libris kann man als eines der wichtigsten Editionsprojekte der letzten Jahre bezeichnen. Der für die Edition eingeladene Künstler wählt ein für seine Arbeit bedeutendes Buch aus, für das er einen neuen Umschlag entwirft und unter seinem Namen als Reprint präsentiert.
Dieses "Buch aus der Bibliothek des KĂĽnstlers" wird durch das von ihm gestaltete Ex Libris zu "seinem" Buch und wird in der Bibliothek der Sammler und Bibliophilen unter seinem Namen eingeordnet werden.
Längst vergriffene Bücher werden so zu Quellenwerken und tragen zum Verständnis der Arbeit zeitgenössischer Künstler bei. So erhält der Begriff "Künstlerbuch" eine gänzlich neue Dimension.
Stefan Heyne. Photograph: Heyne, Stefan. Beitr. v. Tannert, Christoph /Gamm, Gerhard. 2005. 32 S., 16 fb. Abb. 23 x 29 cm. Ebr. EUR 15,00 ISBN: 3-89770-243-6 Salon Verlag
Der Berliner Fotograf Stefan Heyne stellt mit seinen Arbeiten Fotografie als ein objektives Abbild von Wirklichkeit in Frage. Seine unerwarteten Bilder von Innen- und Aussenräumen, Landschaften und Details werfen die Frage nach dem Verhältnis von Optik und dem Erlernen von Lesbarkeit, dem Dialog von Fotografie und Malerei  kurz: nach der Wahrnehmung des Bildes als etwas Grundsätzliches auf. Mit seinen strengen Bildkompositionen immer auch an der Grenze zum Abstrakten verwischt Heyne die Trennung zwischen dem abgebildeten Gegenstand und seinem Hintergrund. Beides verschmilzt er mit dem Mittel der Unschärfe zu einer neuen Einheit, die sich den Sehgewohnheiten widersetzt. Daraus und aus Ihrer Beiläufigekeit entfalten die zum Teil sehr großformatigen Arbeiten eine suggestive Kraft, der sich der Betrachter nur schwer entziehen kann.
Copy and Past. (Der Künstler als ein junger Mann!). [André-Philip Lemke] Maler: Lemke, André Ph. Beitr. v. Bernhardt, Christian /Boltanski, Christian/Buch, Benjamin. 2006. 88 S., durchg. farb. Ill. 29,5 x 21 cm. Pb EUR 12,50 ISBN: 3-89770-236-3 Salon Verlag
Der Künstler als Chefredakteur, der Katalog als Magazin: Entstanden ist eine Art Werkschau im Zeitschriftenformat: die Rubriken Skulptur, Fotografie, Installation, Malerei, Performance und Zeichnung, dokumentieren Lemkes Schaffen mit reichlich Fotos, Skizzen, Interviews, eigenen und Fremdtexten und zeichnen so ein sehr buntes, skurriles und natürlich vielschichtiges Porträt des Künstlers und jungen Mannes André-Philip Lemke. Diese Publikation platzt vor Buchstaben und Bildern fast aus ihrem Layout – Typisch Lemke! Er verschenkte eben gerne. Die Präsentvergabe war oft wesentlicher Bestandteil seiner Performances und Installationen.
„Copy and Past“ ist eine Werkschau oder besser noch ein Archiv. Künstler und Chefredakteur Lemke (1970-2006) nahm den Titel wörtlich und kopierte sein Schaffen zwischen die Titelseiten. Dabei war es ihm ein Anliegen, „an mein eigenes Werk als Kurator heranzutreten, der keinen Unterschied macht, ob nun die Arbeiten mit 12 oder mit 32 Jahren entstanden sind, und hofft, dass sie gesehen werden können als das, was sie sind. Dabei bin ich gerne und bewusst das Risiko eingegangen, dass Dinge sich vielleicht gegenseitig aufheben oder ganz einfach keinen klaren roten Faden erkennen lassen. Dies ist mir aber um einiges lieber, als mein eigenes Schaffen in irgendeiner Weise zu beschränken, nur um schneller als „Marke“ erkannt zu werden.“ (Lemke, „Copy and Past“, S. 1)
Lemke, der längst als „Marke“ in Kennerkreisen bekannt ist, zeichnet mit diesem sowohl Layout als auch Genre sprengenden Gesamtwerk das (Selbst-)Porträt des Künstlers als ein junger Mann, der außerdem noch Unternehmer, Tourist, Vertreter, Arbeiter, Philosoph … und natürlich Chefredakteur und brillanter Entertainer war.
Der Titel „Copy and Past. Nr. 1. Der Künstler als ein junger Mann“ lässt weitere Ausgaben erwarten – allein die Tatsache, dass der Künstler, Jahrgang 1970, diese Welt am 17. Februar 2006 schon als junger Mann verlassen hat, macht diese Hoffnung zunichte. Das ist schade und sehr traurig.
Friedemann von Stockhausen. In einer anderen Haut. w innej skĂłrze. Ausstellung von Bildern, Zeichnungen und Fotografien in der Galeria Awangarda in Wroclaw / Breslau. Text. Olga Tokarczuk. Dtsch, poln. 60 S., 29 x 24 cm, Br. EUR 15,- ISBN: 3-89770-250-9 Salon Verlag
"In einer anderen Haut". Der Titel dieser Ausstellung thematisiert etwas, das im Werk Friedemann von Stockhausens in vielfältiger Weise verhandelt wird und für das er eine Formensprache entwickelt hat, die sich eindeutigen Zuschreibungen entzieht. Visionäres und Triviales, Lächerliches und Monströses, Rührendes und Groteskes treffen in seinen Bildern unmittelbar aufeinander und erweisen sich dabei irritierend nah. Erscheinungen auf frühen Stufen der Evolution, das Organische in seinen Deformationen und Metamorphosen, bilden in Stockhausens Arbeiten eine Morphologie des menschlichen Körpers. Die personale Ebenbildlichkeit verliert sich in einzelne, selbständige Formen, aus denen neue, befremdende Körperlichkeiten entstehen. Was Stockhausens Bilder zeigen, erinnert daran, wie gefährdet dieses "zu Hause" ist, das der Mensch meint, an seinem Körper zu haben, - wie fragil diese "leibliche Einheit" der Person nicht erst ist, seitdem es die Gentechnologie und das Klonen gibt.
Bittermann & Duka. Die dritte Kammer 1995-2004. Maler: Bittermann, Caroline /Duka, Peter. 2006. 112 S., 100 Abb., 100 fb. Taf. 22 x 13 cm. Ln EUR 20,00 ISBN: 3-89770-242-8 Salon Verlag
Dieses Künstlerbuch ist der Zusammenarbeit von Bittermann & Duka in den Jahren 1995 bis 2004 gewidmet. Es fasst das komplexe Projekt Die Dritte Kammer zusammen, das Doris Krystof in einem einfühlsamen Text anschaulich macht. Sie schreibt unter anderem: ”In der künstlerischen Arbeit von Bittermann & Duka geht es um einen beständigen Austausch zwischen der Konstruktion von Bildern und prozessualen künstlerischen Projekten mit realen Pflanzen, Gärten, Grundstücken und unterschiedlichen Kooperationspartnern, so dass der kontinuierliche Transfer zwischen virtuellem und realem Raum als der eigentliche Dreh- und Angelpunkt von Die Dritte Kammer anzusehen ist.” Es enthält aber auch eine Gesamtschau der in diesem Projekt entstandenen Arbeiten und Texte, und basiert in seinem inhaltlichen Aufbau auf dem Internetprojekt mit dem gleichnamigen Titel: www.die-dritte-kammer.de
Martin Denker. Realität de Luxe. 2006. 48 S., 21 fb. Abb. 21 x 28 cm. Gb EUR 20,00 ISBN: 3-89770-249-5 Salon Verlag
Martin Denker (SchĂĽler von Thomas Ruff und Assistent von Andreas Gursky) verarbeitet in seinen Werken eigene Reisefotos, Downloads und Scans die mit einer ganz eigenen Handschrift zueinander verschmelzen. Hierbei wird deutlich dass Denker von der Malerei kommt, der aus den tiefen des fotografischen Bildraums surreale Welten kreiert. Er malt wie er selbst sagt, mit Pixeln.
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