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Überlegungen zu einem modernen Forschungskonstrukt. Philippika (158). Krüger, Anna-Lena. Hieronische Architektur auf Sizilien. Deutsch. 2022. 252 S. 113 Abb., 5 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 65,00. ISBN: 978-3-447-11792-0 Harrassowitz Verlag
Zur sogenannten hieronischen Architektur zählt die archäologische Forschung nicht nur Gebäude, die auf Initiative des syrakusanischen Königs Hieron II. (275–215 v. Chr.) errichtet wurden, sondern auch zahlreiche Innovationen und regionalspezifische Sonderformen, insbesondere im Bereich des Baudekors. Ihre Entwicklung und gezielte Verbreitung verortete man am Königshof in Syrakus und verknüpfte sie mit herrschaftsideologischen Botschaften. Das Vorkommen der hieronischen Architektur außerhalb Ostsiziliens ordnete man zeitlich nach der Eroberung von Syrakus ein und führte ihre Verbreitung u.a. auf wandernde syrakusanische Handwerker zurück.
Anna-Lena Krüger versteht in ihrem Buch unter ‚Hieronischer Architektur‘ ein zumeist implizit verwendetes Interpretationsmodell, das sie ausgehend von drei zentralen Problemfeldern, die sich aus der Anwendung dieses Modells für das Verständnis der Entwicklung der Architektur Siziliens in hellenistischer Zeit ergeben, diskutiert. Neben der Chronologie und den bislang für das hellenistische Sizilien angewendeten Datierungsstrategien wird ausgehend vom Hieron-Altar in Syrakus die Verknüpfung von Bauschmuck und Herrschaftsideologie sowie die Rekonstruktion von Innovations-, Verbreitungs-, und Rezeptionsprozessen in den Blick genommen und kritisch hinterfragt.
Medieval Female Mysticism and Webers Charismatic Authority. The Case of Angela of Foligno. Turai, Gabriella. Englisch. 2022. 122 S. 24 x 17 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-447-11874-3 Harrassowitz Verlag
This book of Gabriella Turai is dedicated to discussing medieval female mysticism as a charismatic authority in a Max Weberian sense, introducing a new social scientific approach in the flourishing field of interpretations. Until fairly recently, scholarship has focused on mysticism especially as an individual experience with the ultimate reality neglecting its social dimension.
In this work the author argues for a sociodimensional model of the interpretation of mysticism analyzing the figure of Saint Angela of Foligno, the most important Franciscan female mystic. Turai’s investigation arrives at two main benefits through the reflections on the fundamental correlation between medieval mysticism and Weber’s understanding of charismatic authority as an alternative to constructive rationality and social power.
The first benefit one can call diachronic, which means a new approach to medieval mysticism with the sociological tools of Weber’s theory. In this way we will be able to consider medieval female mysticism from the prison of modern individualism and open up new spaces for understanding medieval societies as well.
However, for a social scientist the second benefit would be more interesting. In the time after the fall of communism and after the new political and cultural matrix in the whole of Europe, one can observe insecurity concerning modern rationality and democratic power – not only in Central and Eastern Europe. Social sciences could have a chance to contribute to original approaches and visions in searching for new ways of thinking and using power.
Ausgrabungen in der Weststadt 1987–1992. Die Funde. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (102). Kuckertz, Josefine; Nebe, Ingrid. Elephantine XXII. Deutsch. 2022. 348 S. 42 Abb., 186 Tabellen, 15 Tafeln mit 172 Fotos. 35 x 25 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-10592-7 Harrassowitz Verlag
Elephantine XXII beinhaltet die Funde, die in der von 1987–1992 von Achim Krekeler geleiteten Grabung des DAI Kairo gemacht wurden. Das Stadtareal umfasst hier insgesamt sieben archäologische Schichten, die vom späten Neuen Reich bis in die Römerzeit reichen. Von den insgesamt ca. 6000 Einzelfunden sind in dieser Bearbeitung knapp 1850 aufgenommen. Rundplastik, Schmuck, Siegelabdrücke und Einlegearbeiten wurden von Ingrid Nebe bearbeitet. Körperpflegeutensilien und Bekleidung, Modelle und Spiele, Gefäßverschlüsse und nichtkeramische Gefäße, Geräte und Waffen, Fibeln, eine Waage und Gewichte sowie Möbel und Diverses sind von Josefine Kuckertz untersucht worden. Zum Kapitel über beschriftete Objekte haben beide Autorinnen beigetragen. In der Regel sind die Funde nach ihrer Funktion geordnet, erst, wenn dies nicht möglich war, ist eine Sortierung nach dem Material vorgenommen worden. In Tabellenform sind die jeweils relevanten Daten zu einem Objekt erfasst, komplettiert durch die Zuordnung zu einer Bauschicht. Zu jeder Objektgruppe ist mindestens ein repräsentatives Fundstück in Foto und/oder Zeichnung beigefügt.
Left Bank: From the Bêxmê Gorge to Hanc?r?k N?ê. Right Bank: From the Bastora Stream to the Bêxmê Gorge. Settlement History of Iraqi Kurdistan (6). Kolinski, Rafal. Catalogue of Archaeological Sites. The Greater Zab Valley. Englisch. 2022. 818 S. 428 ill., 361 tables, 264 maps. 29,7 x 21 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-11793-7 Harrassowitz Verlag
The series Settlement History of Iraqi Kurdistan (SHIK) presents the results of research carried out in the Iraqi Kurdistan from 2012 through 2017. During this time, an extremely rich group of heritage monuments was registered on an area of 3058 km2 located on both banks of the Greater Zab, at the foot of the Kurdistan mountains. More than 300 archaeological sites, 4 rock reliefs, nearly 80 cultural heritage monuments (cemeteries, Christian, Muslim and Jewish architecture, industrial installations) and over 100 caves illustrate nearly 10,000 years of the region’s history, from the Neolithic period to the mid-20th century AD. The SHIK series will consist of two introductory volumes (an atlas and a volume on the project’s methodology), eight volumes presenting the dataset for settlement sites (six volumes), caves and heritage monuments (one volume each), and a volume analyzing the development of the settlement during particular periods.
Gutenberg-Jahrbuch 97 (2022). Jahrbuch der Gutenberg-Gesellschaft (97). Hrsg.: Füssel, Stephan. Deutsch. 2022. 288 S. 72 Abb., 4 Tabellen. 29,7 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11859-0 Harrassowitz Verlag
Das Gutenberg-Jahrbuch zeichnet sich als internationales buchwissenschaftliches Publikationsorgan durch seine große thematische Bandbreite aus. Die typographisch hochwertig gestalteten Bände mit ca. 300 Seiten beinhalten um die 25 Fachbeiträge in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache. Zentrales Anliegen des Gutenberg-Jahrbuchs ist die wissenschaftliche Erforschung von Leben und Werk Johannes Gutenbergs. Daneben wird eine weit gefächerte Palette an buchhistorischen, buchkünstlerischen, technischen und medientheoretischen Themen behandelt. Der Herausgeber Prof. Dr. Stephan Füssel ist u.a. ordentliches Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins und Autor zahlreicher Publikationen vom Frühdruck bis zur Bedeutung des Buches in der Gegenwart.
Aus dem Inhalt (insgesamt 14 Beiträge):
Elisabeth Rudolph, Versuch und Irrtum. Über die Register der Irrung in den Destillierbüchern Hieronymus Brunschwigs
Riccardo Olocco, The spread of the Scotus roman (1481) and variations in its character set
Anna Dlaba?ová, The Fifteenth-Century Book as a “Work in Progress.” The Dynamics of Dissection and Compilation in the Workshop of Gerard Leeu (d. 1492)
Paul Schweitzer-Martin, Innovation und Kooperation in der Inkunabelproduktion: Der Druckort Speyer Catherine Rideau-Kikuchi, Des contrats pour imprimer: une étude comparative (Italie du Nord, 1470 – 1500)
Sven Behnke & Matthias Bley & Matthias Bollmeyer & Detlef Haberland, Die illuminierte Polydeukes-Ausgabe aus der Bibliothek von Willibald Pirckheimer (Aldus Manutius 1502). Ein Fund in der Landesbibliothek Oldenburg
Falk Eisermann, Neue Publikationen zur Inkunabelforschung: das Jahr 2021. Mit Nachträgen zum Jahr 2020
Ralf de Jong, Martin Majoor und die Comma Base
Kulttopographie und Kommunikationsformen im sakralen Kontext. Ergebnisse der Clustertagungen (2012–2018). Menschen – Kulturen – Traditionen (19). Hrsg.: Gerlach, Iris; Lindström, Gunvor; Sporn, Katja. Heiligtümer. Deutsch. 2022. 304 S. 134 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11812-5 Harrassowitz Verlag
Der von Iris Gerlach, Gunvor Lindström und Katja Sporn herausgegebene Band enthält eine repräsentative Auswahl der Diskussionen des Forschungsclusters 4 „Heiligtümer. Kulttopographie und Kommunikationsformen im sakralen Kontext“, die auf jährlichen Tagungen zwischen 2012 und 2019 geführt wurden. Die Beiträge demonstrieren die zahlreichen Facetten der archäologischen, bauhistorischen, philologischen und religionswissenschaftlichen Forschungen zu Heiligtümern. Dabei führt der Weg von einem bedeutenden bronzezeitlichen Heiligtum der Hethiter in der heutigen Türkei über die Heiligtümer und Kulte der Sabäer im 1. Jahrtausend v. Chr. in Südarabien und am Horn von Afrika nach Ägypten, wobei hier Befunde vom Alten Reich (zweite Hälfte des 3. Jahrtausends v. Chr.) bis in die Ptolemäerzeit vorgestellt werden. Von Ägypten geht es nach Griechenland und an die ionische Küste und schließlich über das antike Rom ins prähistorische Mitteleuropa. Insgesamt spiegelt der Band den gelungenen interdisziplinären Austausch im Forschungscluster „Heiligtümer“.
Bearbeitet von Raphaela Heitmann, Elisabeth Katzy, Mirko Novák, Jochen Schmid und Uwe Sievertsen. Hrsg.: Abdel Masih Hanna, Baghdo; Martin, Lutz; Novák, Mirko; Orthmann, Winfried. Tell Halaf VI. Der assyrische Statthalterpalast. Deutsch. 2022. 428 S. 267 fb. Abb., 24 Beilagen. 34,5 x 24 cm. EUR 178,00. ISBN: 978-3-447-11714-2 Harrassowitz Verlag
Mit Beiträgen von Samer Abdel Ghafour, Sven Dvorak, Gabriele Elsen-Novák, Helen Gries, Andreas Fuchs, Joëlle Gaber-Pesonen, Joëlle Heim, Tobias Helms, Christian Hübner, Lutz Martin, Hannah Mönnighoff, Winfried Orthmann und Marina Skaletz
Der Tell Halaf, der im Nordosten des modernen Staates Syrien und im Norden des antiken Mesopotamiens liegt, gehört zu den bekanntesten Ruinenstätten Vorderasiens. Den Ausgrabungen Max Freiherr von Oppenheims zu Beginn des 20. Jahrhunderts folgten 2006–2010 Forschungen einer syrisch-deutschen Mission, die aufgrund des Bürgerkrieges vorzeitig abgebrochen werden mussten.
Neben Befunden aus dem keramischen Neolithikum (6.–5. Jahrtausend v.Chr.) und aus der Zeit eines aramäischen Kleinfürstentums (10.–9. Jahrhundert v.Chr.) brachten die Forschungen wichtige Bauwerke aus jener Zeit zum Vorschein, als der Ort unter dem Namen G?z?na eine Provinzhauptstadt des Assyrischen Reiches war (9.–7. Jahrhundert v.Chr.). Der Ostteil der Zitadelle wurde damals von einem monumentalen Bauwerk eingenommen, das als Palast des assyrischen Statthalters identifiziert werden kann. Dieser wurde teilweise während der alten und teilweise während der neuen Ausgrabungen freigelegt.
Im vorliegenden Band werden die Ergebnisse der neuen Ausgrabungen im Bereich des Statthalterpalastes detailliert präsentiert, die der alten kritisch reflektiert und beide zusammenfassend interpretiert. Dabei werden Lage, Architektur, Baugeschichte, Stratigrafie, Funde und Keramik gesamtheitlich dargestellt und umfangreich illustriert, um ein Verständnis für die funktionale Struktur des Gebäudes zu gewinnen.
Teukros und die Rezeption antiker Astrologie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei Franz Boll und Aby M. Warburg. Gratia (67). Hübner, Wolfgang. Das Sternbild Perseus. Deutsch. 2022. 196 S. 50 Abb., davon 12 fb. 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-39274-7 Harrassowitz Verlag
Dieses Buch geht von dem Sternbild „Perseus“ aus, das über Jahrtausende in astrologischen Deutungen eine bedeutende Rolle gespielt hat. Der bisher wenig bekannte antike Astrologe Teukros hat es mit dem kopfüber am Himmel verstirnten „Knienden“ (heute Hercules) verquickt. Spuren finden sich bei dem arabischen Astrologen Ab? Ma`šar sowie in den Monatsbildern des Palazzo Schifanoia zu Ferrara. Letztere zeigen das erste Bild des Widders bzw. des Monats April in Gestalt eines Mannes in zerschlissener Kleidung mit einem abgerissenen Seil in der Hand. In dieser Figur hat der Kulturwissenschaftler Aby M. Warburg (1912) irrtümlich den kanonischen Perseus, den Schlächter der Gorgo Medusa, gesehen. Andere Quellen, besonders die von dem Klassischen Philologen Franz Boll (1903) wiederentdeckten Texte legen es nahe, dass es sich vielmehr um einen Seiltänzer handelt, der unter jenem „Knienden“ geboren wird.
Studien zu Neith und ihren Attributen in der Theologie des Tempels von Esna. Esna-Studien I. Studien zur spätägyptischen Religion (36). Recklinghausen, Daniel von. Das Land von Pfeil und Bogen. Deutsch. 2022. 140 S. 10 Abb., 6 Tabellen, 14 Tafeln. 29,7 x 21 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-39261-7 Harrassowitz Verlag
In der Theologie des Tempels von Esna, von dem in erster Linie der in römischer Zeit errichtete und dekorierte Pronaos erhalten ist, tritt neben dem Gott Chnum auch die Göttin Neith prominent hervor, beide werden als Schöpfergottheit verehrt. Neith schützt mit ihren Attributen - Pfeil und Bogen - den kindlichen Sonnengott seit dem Uranfang und übt diese Funktion in der Folge für Götter, Könige und Menschen aus.
Pfeil und Bogen nehmen in den Inschriften und Darstellungen dieses Tempels deshalb eine besondere Stellung ein, so unter anderem in dem Ritualszenentypus „Pfeil und Bogen darreichen“ sowie im Ablauf der Rituale, die während des Festes am 13. Epiphi - dem für Neith zentralen Fest in Esna - durchzuführen waren. Nach einleitenden kursorischen Überblicken zur Verwendungsweise von Pfeil und Bogen im pharaonischen Ägypten sowie in der ägyptischen Religion folgt mit den Texten aus Esna, die übersetzt und eingehend kommentiert werden, der Schwerpunkt des Buches. Hinzu kommt eine Analyse ihrer Einbindung in die raumübergreifende Dekorationssystematik des Pronaos. Im Ergebnis lässt sich eingehend nachvollziehen, wie Pfeil und Bogen als Attribute wie auch als Kultobjekte der Neith in Esna verstanden wurden.
Studien zu Neith und ihren Attributen in der Theologie des Tempels von Esna. Esna-Studien I. Studien zur spätägyptischen Religion (36). Recklinghausen, Daniel von. Das Land von Pfeil und Bogen. Deutsch. 2022. 140 S. 10 Abb., 6 Tabellen, 14 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-11796-8 Harrassowitz Verlag
In der Theologie des Tempels von Esna, von dem in erster Linie der in römischer Zeit errichtete und dekorierte Pronaos erhalten ist, tritt neben dem Gott Chnum auch die Göttin Neith prominent hervor, beide werden als Schöpfergottheit verehrt. Neith schützt mit ihren Attributen – Pfeil und Bogen – den kindlichen Sonnengott seit dem Uranfang und übt diese Funktion in der Folge für Götter, Könige und Menschen aus.
Pfeil und Bogen nehmen in den Inschriften und Darstellungen dieses Tempels deshalb eine besondere Stellung ein, so unter anderem in dem Ritualszenentypus „Pfeil und Bogen darreichen“ sowie im Ablauf der Rituale, die während des Festes am 13. Epiphi – dem für Neith zentralen Fest in Esna – durchzuführen waren. Nach einleitenden kursorischen Überblicken zur Verwendungsweise von Pfeil und Bogen im pharaonischen Ägypten sowie in der ägyptischen Religion folgt mit den Texten aus Esna, die übersetzt und eingehend kommentiert werden, der Schwerpunkt des Buches. Hinzu kommt eine Analyse ihrer Einbindung in die raumübergreifende Dekorationssystematik des Pronaos. Im Ergebnis lässt sich eingehend nachvollziehen, wie Pfeil und Bogen als Attribute wie auch als Kultobjekte der Neith in Esna verstanden wurden.
Eine Studie zu den apotropäischen Gottheiten auf den Kairener Sarkophagen des Djedher (CG 29304) und Anchhapi (CG 29303). Studien zur spätägyptischen Religion (35). Teotino, Carolina. Der Schutz des Osiris. Deutsch. 2022. 1010 S. 51 Abb., 163 Schemata, 25 Tabellen, 160 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-447-11712-8 Harrassowitz Verlag
Hunderte von Gottheiten schmücken die Wannen und Deckel ausgewählter Sarkophage und Särge aus der 30. Dynastie und der Ptolemäerzeit, die hauptsächlich in Saqqara gefunden wurden. Carolina Teotino teilt diese Götter in verschiedene Gruppen auf, die den Verstorbenen in Form kurzer Reden ansprechen.
Zwei beinahe parallele Objekte, die Sarkophage des Djedher und des Anchhapi, dienen als Ausgangspunkt dieser Studie und werden mit weiteren teilweise unveröffentlichten Quellen verglichen. Adressiert werden in erster Linie Fragen zum Ursprung und zur Funktion dieser Dekoration sowie zur Herkunft und zu den Ämtern der Inhaber dieser Sarkophage. Ein Fokus liegt dabei auf dem Diskurs zwischen Toten- und Tempelkult und der Form der Dekoration als monumentale Inszenierung der Episoden und Riten in der Balsamierungshalle. Die Gottheiten bieten dem verstorbenen Osiris Schutz und Beistand in Krisensituationen, sei es während der Mumifizierung, der stündlichen Schutzwache, der Bestattung, der Auferstehung oder der Wiedergeburt. Ihre Reden schützen vor möglichen Gefahren und formulieren gleichzeitig das Ziel, im Jenseits weiterzuleben. Die Ergebnisse zeigen, dass einige dieser Götterkreise sich bereits in das Mittlere Reich zurückverfolgen lassen, andere treten erst in den Räumen für den Osiris-Kult in den griechisch-römischen Tempeln auf. Die Reden sind teilweise kompiliert als Exzerpte aus bekannten osirianischen Kompositionen aus Tempel- und Totenkontext.
Titelbilder des Wissens in der frühen Neuzeit. Wolfenbütteler Forschungen (170). Laube, Stefan. Einladende Buch-Anfänge. Deutsch. 2022. 420 S. 117 s/w-Abb., 25 fb. Abb. 24 x 16 cm. EUR 82,00. ISBN: 978-3-447-11689-3 Harrassowitz Verlag
„In medias res“ – so beginnt kein Buch. Vielmehr sind ihm Seiten vorangestellt, die das Buch inhaltlich rasch zugänglich machen sollen – am besten auf den ersten Blick. Zum Titelapparat eines frühneuzeitlichen Buches gehören nicht nur textuelle, sondern auch graphische Elemente wie Vignetten und Frontispize. Fragen über Fragen! Wie ist der Inhalt des Buches auf dem Titelbild dargestellt? Ist eine visuelle Komprimierung der gesamten Thematik erkennbar oder begnügte man sich mit der punktuellen Setzung optischer Reize? Inwiefern kann das Anfangsbild Legitimität und Autorität eines Wissensfeldes bekräftigen? 13 Beiträge beleuchten den einladenden Buchanfang aus unterschiedlichen Perspektiven und Disziplinen. So kreuzen sich in der konfessionellen Arena ambitionierte Bildentwürfe jesuitischer Glaubenskonsequenz und eines endzeitbewussten Pietismus. Andere Beiträge nehmen Titelbilder einzelner Wissenszweige in den Blick (Genealogie, Fortifikationskunde, Metallurgie). Die in Netzwerken agierenden visuellen Initiativen der Gelehrten sind ebenso Thema wie Einblicke in die Werkstatt der Bildproduktion. So manches Buch scheint in Umkehrung des englischen Idioms „Don’t judge a book by its cover“ sehr wohl nach dem Cover beurteilt werden zu können.
König Wilhelm, 1247–1256. MGH - Schriften (80). Würth, Ingrid. Regnum statt Interregnum. Deutsch. 2022. 476 S. 10 Abb., 2 Tabellen. 22,7 x 15,0 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11782-1 Harrassowitz Verlag
Die Herrschaft König Wilhelms (1247–1256) ist geprägt von der Konkurrenz mit den Staufern um das römisch-deutsche Königtum, päpstlichen Einflüssen auf das Reich, dem gesteigerten Selbstbewusstsein der Städte und den Ansprüchen der Fürsten auf Mitsprache und Selbstbestimmung. Im vorliegenden Buch steht die Position des Königs inmitten dieser vielfältigen Faktoren im Zentrum. Reichweite, Akzeptanz und Entwicklung von Wilhelms Herrschaft werden zunächst anhand der Urkunden, dann im Blick auf dessen wichtigste Unterstützer und in konkreten Situationen untersucht. Einen zweiten Schwerpunkt bilden die historiographischen Zeugnisse zur Wahrnehmung König Wilhelms bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts und dessen Memoria in der Grafschaft Holland. Insgesamt zeigt sich, dass Wilhelm seine Herrschaft rasch festigen und seinen Einfluss ausweiten konnte. Auch seine Beurteilung in den erzählenden Quellen fällt meist nicht negativ aus, bis unter König Rudolf I. (1273–1291) eine Trendwende einsetzt. Während Wilhelm in der holländischen Tradition durchaus eine Rolle spielte, geriet er im Reich fast in Vergessenheit. Als „schwacher“ König des sogenannten Interregnums wurde er auch von der Geschichtswissenschaft kaum gewürdigt, obwohl die Quellen bei genauer Betrachtung den Eindruck eines seinen staufischen Vorgängern ebenbürtigen Königtums vermitteln.
Le linceul MMA 31.9.8 et la cuve osirienne de Coptos Caire JE 37516. Dessins de Carolina Teotino. Studien zur spätägyptischen Religion (33). Herbin, François René; Leitz, Christian. Le Rituel de la Maison de Chentayt. Französisch. 2022. 612 S. 7 ill., 56 planches, 15 tableaux. 29,7 x 21,0 cm. EUR 158,00. ISBN: 978-3-447-11784-5 Harrassowitz Verlag
Découvert à Quft en 1904, le monument en granit rose connu sous la désignation de cuve de Coptos, et conservé au musée du Caire (JE 37516), ne suscita au début que de brèves observations, plus pour sa fonction présumée de sarcophage du pharaon Harsiesis (XXIIe dynastie) que pour les inscriptions couvrant l’ensemble de ses parois.
Les problèmes liés à l`état médiocre du monument et aux multiples difficultés de lecture et d`interprétation de son texte expliquent qu`il soit demeuré longtemps inédit.
En 1986, la découverte d’un parallèle partiel, rédigé en hiératique sur un linceul de lin conservé au Metropolitan Museum of Arts (31.9.8), datable de l`époque ptolémaïque, permit de repenser une bonne partie des problèmes que, pour diverses raisons, les inscriptions de la cuve ne permettaient pas de résoudre. Le titre même de l`ouvrage, présent dans le seul linceul: Rituel de la Maison de Chentayt, montre le rôle central joué par cette déesse dans l`organisation des rites osiriens du mois de Khoiak, et qu`attestent aussi de nombreux autres documents funéraires ou rituels. Curieusement ignoré de la grande inscription tentyrite consacrée aux cérémonies osiriennes de ce mois, le Rituel de la Maison de Chentayt livre une foule d`informations nouvelles sur la participation de collectivités divines et humaines à ce qui est probablement la plus importante manifestation religieuse de l`ancienne Égypte.
La première partie, par François René Herbin (en français), propose une première édition du linceul avec transcription, traduction et commentaire; la seconde partie, par Christian Leitz (en allemand) contient les mêmes éléments pour la cuve osirienne. Le volume II expose une documentation photographique et graphique détaillée.
Verweiskulturen des Mittelalters. Wolfenbütteler Forschungen (167). Hrsg.: Griese, Sabine; Hrsg.: Moulin, Claudine. Deutsch. 2022. 168 S. 30 s/w-Abb. und 10 fb. Abb. 24,0 x 16,0 cm. EUR 54,00. ISBN: 978-3-447-11684-8 Harrassowitz Verlag
An Traditionen und Erfahrungen anzuknüpfen und sich auf diese zu beziehen, prägt und stützt das menschliche Leben. Verweisen erscheint als kulturelle Standardsituation, als Universalie des Menschseins. Verweisen und Verknüpfen sind keine Errungenschaften der Gegenwart oder einer Neuzeit, sondern sind immer schon mit Wissen und Wissenschaftlichkeit verbunden.
Der von Sabine Griese und Claudine Moulin herausgegebene Band widmet sich dieser zentralen Praktik der Ordnung von Wissen und der Wissensebenen in der Kultur des Mittelalters. Er fasst die Ergebnisse eines interdisziplinären Austausches an der Herzog August Bibliothek zusammen, der Formen und Spielarten des Verweisens im Bereich der Philosophie, der Literaturwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Rechtsgeschichte darlegt und exemplarisch an einzelnen Texten, Artefakten und Wissensbereichen untersuchte. Dabei wird das in dem jeweils zugrunde gelegten Untersuchungskorpus textlich erzählte, diskutierte oder ikonographisch bzw. materiell gefasste Wissen dahingehend ausgelotet, wie es auf Traditionen aufbauende sowie neu entwickelte Verweisstrategien aufbereitet, neu strukturiert und wiederverwendbar macht.
A Late Hittite State Scriptorium and Its Tablet Collections. Studien zu den Bogazköy-Texten (67). Torri, Giulia. The “Haus am Hang” at ?attuša. 2022. 306 S. 13 ill., 32 tables. 24 x 17 cm. Englisch. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-39136-8 Harrassowitz Verlag
During the first excavations in Lower City of Ḫattuša, conducted by H. Winckler and Th. Makridi in 1907, Makridi discovered a palace built east of the main Temple. The building was later named Haus am Hang (House on the Slope, HaH) because it leaned on the terraces leading up to the royal palace on Büyükkale. Several fragments of clay tablets in cuneiform script were discovered within and around the building during this period and in the following archaeological investigations until the 1960s. These text fragments exemplified the various text typologies produced by Hittite scribes.
Giulia Torri’s research focuses on this collection of texts in search of the original criteria for its organization inside the building and provides a new approach in outlining the cultural environment in which the Hittite texts were produced: As a first step, the range of information about the discovery and the find-spots of the fragments is analyzed and contextualised (Part I). In the second part the texts, classified according to their content as administrative texts, chancellery texts, and texts of the scribal tradition, are collected, studied, and compared with their duplicate versions from other locations, with the aim of showing how the Hittite scribes composed and preserved them in this area of the Lower City (Part II).
Tagung der Fototheken des Deutschen Archäologischen Instituts Rom und der Bibliotheca Hertziana – Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, 22.–24. März 2017. Beiträge zur Geschichte der Archäologie und der Altertumswissenschaften (3). Hrsg.: Bartsch, Tatjana; Bockmann, Ralf; Pasieka, Paul; Röll, Johannes. Faktizität und Gebrauch früher Fotografie – Factuality and Utilization of Early Photography. 2022. 376 S. 192 Abb. 29,7 x 21 cm. Deutsch; Englisch. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-11637-4 Harrassowitz Verlag
Zu den Wesensmerkmalen der Fotografie gehört die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen. Als flexibles Medium ist sie anpassungsfähig an neue historische, kulturelle oder ästhetische Gegebenheiten. Fotografien begegnen als materielle Artefakte, etwa als belichtete Metallplatte oder als Vergrößerung auf Fotopapier ebenso wie als immaterielle Projektion oder Digitalaufnahme. Besonders in der Frühzeit herrschte ein unvergleichlicher Variantenreichtum an Aufnahmetechniken und Reproduktionsverfahren, die sich entsprechend der jeweiligen Verwendungsabsichten spezifizierten und ausdifferenzierten.
Der Tagungsband widmet sich disziplinenübergreifend der Beziehung zwischen der Faktizität von Fotografien im Sinne ihrer individuellen, dinglichen Verfasstheit und ihren Präsentations- und Gebrauchskontexten von der zweiten Hälfte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts.
Das Grottenheiligtum am Osthang. Eine Mikrostudie zur späthellenistischen Kultpraxis mit einem Beitrag zu den Faunenresten. Altertümer von Pergamon (17). Engels, Benjamin. 2022. 430 S. 67 Abb., 64 Tabellen, 181 Tafeln. 29,7 x 21 cm. Deutsch. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11682-4 Harrassowitz Verlag
Mit dem Grottenheiligtum am Osthang des Stadtbergs nimmt Benjamin Engels eines der innerstädtischen Naturheiligtümer in den Blick, die im späten Hellenismus ein integraler Bestandteil der urbanen Struktur Pergamons waren. Neben der Architektur, die Grotten und Felsen integriert und dabei in spezifischer Weise inszeniert, wird auch das umfangreiche Fundmaterial detailliert aufgearbeitet. Der besonders günstigen Überlieferungslage ist es zu verdanken, dass sich mit diesem Fundkomplex ein großer Teil des Heiligtumsinventars erhalten hat. Ein umfangreicher Komplex von gut erhaltener Gefäßkeramik schließt eine Lücke in der Chronologie der späthellenistischen Keramik aus Pergamon. Darüber hinaus erlaubt er die Rekonstruktion von Bankettgeschirrsets und wirft damit ein Schlaglicht auf die Ausstattung und Organisation eines mutmaßlichen Vereinshauses. Etwa 130 Terrakottastatuetten sowie Funde aus Metall, Stein, Glas und zahlreiche Tierknochen vervollständigen das facettenreiche Fundspektrum.
Benjamin Engels entwirft auf Grundlage einer nahansichtigen Analyse der Funde und Befunde ein detailliertes Bild der Bankett- und Votivpraxis im Grottenheiligtum und untersucht dessen sozial- und kulturhistorische Bedeutung im lokalen und überregionalen Vergleich.
Menschen – Kulturen – Traditionen (18). Beiträge der Arbeitsgruppe 5 »Hafenorte« des Forschungsclusters 6 »Connecting Cultures« und einer Tagung am 26. und 27. Mai 2017 an der Abteilung Istanbul des DAI. Hrsg.: Mania, Ulrich. Hafen, Stadt, Mikroregion. 2022. 154 S. 81 Abb., 5 Tafeln. 29,7 x 21,0 cm. Deutsch. EUR 49,00. ISBN: 978-3-447-11744-9 Harrassowitz Verlag
Die Arbeitsgruppe 5 ‚Hafenorte‘ war von 2015–2017 Bestandteil des Clusters 6 „Connecting Cultures. Formen, Wege und Räume kultureller Interaktion“ des Deutschen Archäologischen Instituts und wurde in Kooperation mit dem Zentrum für Mittelmeerstudien der Ruhr-Universität Bochum durchgeführt. Die Forschungsgruppe betrachtete nicht nur Hafenorte als Schnittstellen überregionaler Beziehungen, sondern auch die Auswirkungen von Konnektivität auf Städte und Mikroregionen. Dabei legte man sich weder auf die Erklärungsmodelle der Städte als herausragende Knotenpunkte (Fernand Braudel) noch der Vernetzung von Mikroregionen als charakteristische Gliederung des Mittelmeerraumes (Peregrine Horden und Nicholas Purcell) fest. Vielmehr sollte die dynamische Relation zwischen Naturraum, Konnektivität und Hafenort beleuchtet werden. Unter dem Thema „Hafen – Stadt – Mikroregion“ stand einerseits die Frage im Vordergrund, in welcher Form Häfen zu einer spezifischen Ausprägung einer Mikroregion führten, und inwieweit andererseits die Mikroregionen mit all ihren Bestandteilen, Ressourcen und natürlichen Bedingungen die Entwicklung der Häfen beeinflussten.
Platte ist nicht gleich Platte. Kooperation und Konkurrenz zwischen der DDR und Polen im Wohnungsbauwesen der 1970er Jahre. Interdisciplinary Polish Studies (10). Kami?ska, Magdalena. 2022. 374 S. 17 Abb., 11 Tabellen. 24 x 17 cm. Deutsch. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-11767-8 Harrassowitz Verlag
Die Untersuchung ist der Zusammenarbeit zwischen der DDR und der Volksrepublik Polen im industriellen Wohnungsbauwesen der 1970er Jahre gewidmet. Am Beispiel der polnischen Wohnungsbauserie W-70 („Warszawa 1970“) und der DDR-eigenen WBS 70 werden gelungene und erfolglose Seiten dieser Kooperation zwischen den beiden sozialistischen Staaten beleuchtet. Die Analyse umfasst Strukturen, Kontakte und Handlungsspielräume auf ministerialer, institutioneller und individueller Ebene. Gab es gegenseitige Einflussnahme? Welche Rolle spielte der Westen? Jenseits aller stereotypen Vorstellungen von eindimensionalen Entscheidungsprozessen in staatssozialistischen Systemen wird eine Geschichte des europäischen Ideentransfers und der Wissenszirkulation der Nachkriegsmoderne erzählt.
 
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