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Harrassowitz Verlag

 
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. Travaux de l?Institut des Cultures Méditerranéennes et Orientales de l?Académie Polonaise des Sciences (16). Tarasewicz, Rados?aw. Recordkeeping practices in first millennium BC Babylonia in light of the duplicates. Vol. 2. Transliterations and selected translations. 2025. 350 S. 29,7 x 21 cm. Englisch. EUR 70,00. ISBN: 978-3-447-12064-7 Harrassowitz Verlag
Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft (150). Steible, Horst; Yildiz, Fatma. Ausgrabungen der Deutschen Orient-Gesellschaft in Fara und Abu Hatab. Die Inschriften von Fara, Band 4. Wirtschaftstexte aus Fara II. 2025. 272 S. 84 Bildtafeln. 34,5 x 24 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-39602-8 Harrassowitz Verlag
Die über 900 Tontafeln und -fragmente, die eine Grabung der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG) 1902/3 in F?ra/Šuruppak (Süd-Irak) zutage förderte, zählen aufgrund ihres Umfangs und hohen Alters (überwiegend 26. Jahrhundert v.Chr.) sowie der erstmalig neben Wirtschaftstexten und lexikalischen Listen vertretenen „literarischen“ Gattungen zu den bedeutendsten keilschriftlichen Textcorpora. Die Texte der DOG-Grabung, die sich in den Archäologischen Museen zu Istanbul (?stanbul Arkeoloji Müzeleri) und im Vorderasiatischen Museum Berlin befinden, sind bis heute nicht vollständig publiziert. Da man mit der frühen Schriftstufe noch nicht vertraut war, sind die Erstpublikationen von A. Deimel (1922, 1923, 1924) und R. Jestin (1937, 1957) in vielen Details unvollkommen und unzuverlässig. Jüngere Arbeiten entstanden weitgehend ohne Autopsie und ohne Kenntnis des vollständigen Materials und sind daher ebenfalls revisionsbedürftig.
Dieser Band bildet den Auftakt zu einer umfassenden (Neu-)Edition der in Istanbul und Berlin befindlichen F?ra-Texte. Die Autoren haben die Texte in jahrelanger, mühevoller Arbeit kollationiert, fotografiert und (neu) autografiert. Nach der Identifizierung eines alten Inventarbuchs durch M. Krebernik im Jahre 2005 konnten ca. 600 Tafeln des Istanbuler Bestandes die bislang verlorenen Fundangaben zugewiesen werden. Mit 170 Texten zur Viehverwaltung enthält der Band die größte Gruppe der Wirtschaftstexte; sie betreffen Rinder, Esel, Schafe, Ziegen und Fuhrwerke. Alle Texte werden in Transliteration, Fotografie und/oder Autografie nebst den wichtigsten Metadaten (Maße, Fundstelle, Angaben zu Struktur und Inhalt) präsentiert und durch vollständige Indizes erschlossen.
Oriens Extremus (61). Muhle, Barbara. Steinerne Keulenköpfe aus Assur. 2025. 52 S. 20 Bildtafeln, 1 Tabellen, 1 sw.Abb. 34,5 x 24 cm. EUR 48,00. ISBN: 978-3-447-39601-1 Harrassowitz Verlag
In dem von Walter Andrae geführten Fundjournal über die Ausgrabungen in Assur (1903–1914) werden 98 steinerne Keulenköpfe aufgeführt. Dabei handelt es sich um die verdickten Knäufe von Schlagwaffen, die nun von Barbara Muhle in Fotografien, Scans der Grabungsfotos oder Umzeichnungen vorgestellt werden.
Die Keulenköpfe wurden, meist ohne nähere datierende Fundangaben in den Tempeln (z.B. dem Assur-Tempel), dem Tabira-Tor und verstreut im Stadtgebiet gefunden. In einigen Fällen nennen Inschriften auf den Keulenköpfen die Herrscher, von denen die Stücke in Auftrag gegeben wurden, und die Gottheiten, denen sie geweiht waren. Andere Keulenköpfe wurden vermutlich profan genutzt. Eine Reihe von Inschriften weist zudem einen Teil der Stücke als Kriegsbeute aus, die sich mit gleichartigen Keulenköpfen, die in den genannten besiegten Territorien gefunden wurden, verbinden lassen. Außerdem finden sich bestimmte Formen der Keulenköpfe aus Assur in den Darstellungen auf neuassyrischen Palastreliefs wieder, was sie als Teile der Ausrüstung neuassyrischer Krieger kenntlich macht. Über die formale Entwicklung und hinsichtlich der Verzierung beziehungsweise Gliederung der Oberfläche setzt Muhle die Keulenköpfe aus Assur in Bezug zu zahlreichen Keulenköpfen aus Vorderasien, nimmt eine nähere Datierung vor (vom 3. bis ins 1. Jahrtausend v.Chr.) und zeigt Parallelen beispielsweise im Iran (Marlik Tepe, Susa, Tschoga Zanbil und Luristan) und in Babylonien auf.
Oriens Extremus 61 (2024). Zeitschrift für Sprache, Kunst und Kultur der Länder des Fernen Ostens. Hrsg.: Fröhlich, Thomas; Vogelsang, Kai. 2025. 268 S. 24 Abb. 24 x 17 cm. Englisch. EUR 99,00. ISBN: 978-3-447-18356-7 Harrassowitz Verlag
Seit seiner Gründung 1954 steht Oriens Extremus in ungebrochener Tradition für herausragende Forschung zur ostasiatischen Kultur- und Geistesgeschichte. Im Jahr 2013 hat die Zeitschrift ein neues Profil erhalten, das darauf abzielt, neue Perspektiven in der Ostasien-Forschung zu eröffnen und den Austausch mit Wissenschaftlern aus benachbarten Disziplinen zu fördern. Das Programm von Oriens Extremus wird bündig im neuen Untertitel zusammengefasst: Kultur, Geschichte, Reflexion in Ostasien. Oriens Extremus publiziert weiterhin Aufsätze zur Kultur- und Geistesgeschichte Chinas, Japans, Koreas und Vietnams vom Altertum bis zur Gegenwart – ohne jedoch heterogene Beiträge zu unterschiedlichen Themen schlicht aneinanderzureihen. Stattdessen erscheinen Artikel in englischer, französischer und deutscher Sprache, die aus verschiedenen Perspektiven auf ein gemeinsames Thema fokussieren.
Insbesondere Arbeiten zur Begriffsgeschichte wird dabei breiter Raum gewährt: Aufsätzen, die weniger danach fragen, wie die ostasiatische Welt ist oder war, als danach, wie sie beschrieben und wie über sie reflektiert wurde. Aus dem Inhalt (insgesamt 10 Beiträge): Leigh JENCO , Authentic, Accurate, Real: Validity and the Cult of Qing (Emotion) in Late Ming Poetic Criticism Gregory BLUE , Making Europes China “Ancient”: The Epicurean Moment Haun SAUSSY , An Empire Ruled by Outsiders: Kang Youwei on Imperial Cosmopolitanism ZHANG Zhongmin ???, Politics of Hygiene in Revolutionary Base Areas of the CPC from 1927 to 1949 Bernd SPYRA , Modern Traditional Prints: Entangling Chinese Popular Culture in a Transnational Ethnographic Collection
Mit einem Beitrag zur Geologie und zu den verwendeten Gesteinen von Gundel Hahn. Ausgrabungen Tall Munbäqa - Ekalte V. Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft (165). Machule, Dittmar. Die Grabungsgeschichte und ihre Hintergründe. 2025. 208 S. 113 Abb., 49 Karten, 6 Tabellen. 34,5 x 24 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-12207-8 Harrassowitz Verlag
Die bronzezeitliche Stadtruine Tall Munbäqa, heute gelegen am Ufer des Euphrat-Stausees in Syrien, wurde von 1968 bis 2010 von der Deutschen Orient-Gesellschaft (DOG) erforscht. Auslöser der Grabungen war das Staudammprojekt bei Tabqa, ein radikales Modernisierungsprojekt, das die einstige beduinisch geprägte Lebensumwelt fundamental veränderte.
Dittmar Machule schildert im Rahmen der Tall Munbäqa-Endberichte den Verlauf der gesamten Projektzeit mit ihren zahlreichen Unterbrechungen der Grabungen und ihren unterschiedlichen Leitungen. Die konfliktträchtigen Planungsprozesse dieser Feldforschung und die ereignisreichen Ausgrabungen geben wesentliche Einblicke in die jüngere Geschichte der DOG. Der in Syriens Provinz Raqqa miterlebte politische, soziale und wirtschaftliche Wandel wird zusammenfassend festgehalten, wobei die Grabungsgeschichte selbst als Mosaikstein der Zeitgeschichte verstanden wird. Darüber hinaus wird nach den Entwicklungen in der einst abgelegenen Region des Euphratbogens im 19. und frühen 20. Jahrhundert gefragt. Landkarten, vor allem diejenigen von Heinrich und Richard Kiepert, sind dafür eine besondere Quelle, deren Rolle für die Forschungsgeschichte hervorgehoben wird. Zudem umfasst der Band eine ausführliche Beschreibung und Würdigung der Entdeckung des Tall Munbäqa durch Gertrude Bell im Jahr 1909 sowie einen Beitrag zur Geologie des Euphrattals, der naturräumliche Entwicklungen bei Tall Munbäqa aufzeigt. Die Analyse der in der spätbronzezeitlichen Stadt Ekalte für Bauten und Gerätschaft genutzten verschiedensten Naturgesteine beantwortet bisher offene Fragen, auch zu ihrer Herkunft.
Deir el-Bahari (9). Doliska, Monika. The Temple of Thutmose III at Deir el-Bahari. 2025. 174 S. 65 ill.,. 30,4 x 22 cm. Englisch. EUR 148,00. ISBN: 978-3-447-11816-3 Harrassowitz Verlag
The discovery of the remains of the temple of Thutmose III in Deir el-Bahari in the year 1962 by the Polish mission and subsequent excavations initiated years of research into the architecture and decoration of the temple. It was based on preserved shattered fragments of the ornamented limestone and sandstone blocks that once constituted its walls, as well as on partially preserved elements in situ, such as pavement fragments with incised guide lines. This made it possible to recognize the layout of temple walls, rooms and columns as well as the arrangement of most of the wall decoration. The temple, which was destroyed by an earthquake at the beginning of the 21st Dynasty, then plundered by stonemasons and finally covered with rock piles, has largely preserved its original polychromy, which determines its exceptional value for the history of wall painting.
„The Temple of Thutmose III at Deir el-Bahari“ is the first volume of the publication on the temple. It covers three rooms connected with the royal cult. A brief introduction describing the architecture of the whole temple complex is followed by a detailed description of the function and decoration of the three rooms, with a focus on the preserved colors. All scenes and accompanying texts are partially reconstructed, as the state of preservation is usually very poor. Color plates and appendices with a description of the standard decorative elements, the decoration of the “serekhs”, a list of members of the mission and a list of publications concerning the temple are included. The volume is accompanied by 15 large-format drawings (scale 1:10 or in four cases 1:11) – one for each wall and three for the niche – as well as a plan of the temple.
Baumonografische Untersuchung der zweigeschossigen Hallenkirche von Heinrich Probus (1288 ? um 1500). Quellen und Studien des Deutschen Historischen Instituts Warschau (45). Kálnai Petráková, Romana. Die Heilige Kreuzkirche in Breslau. 2025. 422 S. 326 Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-12255-9 Harrassowitz Verlag
Die 1288 gestiftete Hl. Kreuzkirche in Breslau (Wroc?aw) zeichnet sich durch ihre ungewöhnliche Bauform aus und zählt zu den interessantesten gotischen Sakralbauten Schlesiens.
Romana Kálnai Petráková widmet sich in ihrer Baumonografie der zweigeschossigen Hallenkirche mit einer spezifischen Variation des Kleeblattchors. Auf der Basis eines breiten Spektrums an kunsthistorischen Methoden, darunter der klassischen historischen Quellenanalyse, Stil- und Formanalyse, einer bautypologischen Untersuchung sowie der praktischen Bauforschung einschließlich einer dendrochronologischen Analyse des gotischen Dachwerks liefert die Studie aufschlussreiche Erkenntnisse zu Fragen nach der Absicht und den historischen Umständen der Stiftung, der Geschichte des Kirchenbaus, der Bauchronologie sowie nach der stilanalytischen und bautypologischen Einordnung. Die kürzlich erhobenen Daten erlauben es, die Hl. Kreuzkirche im Rahmen der gotischen Sakralarchitektur neu zu kontextualisieren.
Representations of Kingship in Pre-Islamic Central Asia. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (22). Shenkar, Michael. Kings of Cities and Rulers of the Steppes. Englisch. 2025. 548 S. 654 Abb. 3 maps. 29,7 x 21 cm. EUR 138,00. ISBN: 978-3-447-12344-0 Harrassowitz Verlag
„Kings of Cities and Rulers of the Steppes“ examines the iconography of Central Asian rulers from the Bronze Age to the Early Islamic period, focusing on the cultural, religious, and ideological messages conveyed through royal imagery. With over 650 illustrations (including 300 original drawings), Michael Shenkar traces the evolution of kingship and its iconography over time, highlighting Central Asia`s role as a meeting point for Iranian, Greek, Chinese, Indian, and Turkic cultures. Often referred to as a "crossroads of civilizations," Central Asia provides a rich context in which these cultures interacted and influenced one another. By examining royal imagery as a historical and cultural source, this book uncovers the cultural complexities behind the kings who ruled the region`s rich cities and vast steppes. It uses these visual representations as a lens to explore the cultural, political, and religious dynamics that defined Central Asia`s heritage. A major theme of the book is the unparalleled diversity of ancient Central Asian royal imagery, which reflects both the political fragmentation of the region and the interactions between nomadic and sedentary populations. Shenkar also highlights the distinct feature of collective sovereignty found in many Central Asian and Iranian states. Post-nomadic royal clans such of the Scythians, Yuezhi, Huns, and Turks often utilized an –„appanage system“, allowing rulers to express their identities by combining traditional symbols of power with unique elements that differentiated them from others. This book provides an ambitious, multi-century exploration of Central Asian kingship, offering new insights into the political and cultural significance of the region`s royal imagery.
Der hethitischen Kultkomplex und die Felsreliefs in Sirkeli Höyük. von Fabrizio Bätscher, Natalia Bolatti Guzzo, Ekin Kozal, Massimiliano Marazzi, Mirko Novák, Annick Payne, Leopoldo Repola, Carsten Schneider, Deniz Ya?in. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (21). Hrsg.: Novák, Mirko; Ya?in, Deniz. Königsbilder, Libationskuhlen und Steinbau. Türkisch; Deutsch; Englisch. 2025. 142 S. 236 Abb., 5 Tabellen. 29,7 x 21 cm. EUR 68,00. ISBN: 978-3-447-12284-9 Harrassowitz Verlag
Drei Felsreliefs zieren eine Felswand am Sirkeli Höyük, einem bronze- und eisenzeitlichen Fundort im Ebenen Kilikien. Sie tragen Darstellungen hethitischer Könige aus dem 13. Jahrhundert v.u.Z., deren am besten erhaltene Großkönig Muwattali II., Gegner des Pharao Ramses II., in der berühmten Schlacht von Qadeš zeigt. Dabei handelt es sich um das älteste bislang bekannte Felsrelief eines hethitischen Königs. Die Bildwerke waren Teil eines größeren, urbanen Kultensembles, zu dem ein monumentales Steingebäude und zwei in die Felsoberfläche eingetiefte Libationskuhlen gehörten. Möglicherweise diente die Anlage ursprünglich als Quellheiligtum, das zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Kultstätte für hethitische Könige wurde.
Um den Befund zu dokumentieren und den durch menschliche Einwirkungen, Witterungseinflüsse und Temperaturschwankungen hervorgerufenen Zerstörungsprozess zu verstehen sowie Maßnahmen zum Erhalt der Anlage zu ergreifen, wurde ein interdisziplinäres internationales Projekt auf der Basis modernster Methoden durchgeführt, dessen Ergebnisse nun in einem reich bebilderten Band präsentiert werden. Damit wird die Grundlage für weitere Forschungen zu hethitischen Landschaftsmonumenten gelegt, die – anders als bislang vermutet – wie im Falle Sirkelis in einen urbanen Kontext eingebunden gewesen sein können.
Graffiti im Kontext einer Semiotik der gotischen Fresken in der Kapelle von Schloss Bruck, Lienz-Osttirol. Ager Aguntinus (7). Hrsg.: Ingruber, Rudolph; Stadler, Harald. Schrift, Bild und Gedächtnis. 2025. 224 S. 147 Abb., 9 Diagramme, 1 Tabellen. 21 x 29,7 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-12287-0 Harrassowitz Verlag
Die vermeintlich nur lokale Bedeutung des Pustertaler Malers Simon von Taisten und im Besonderen seine Freskierung der Kapelle von Schloss Bruck schienen seit Jahrzehnten hinlänglich geklärt, als Leo Andergassen vor 20 Jahren den wissenschaftlichen Konsens mehrerer Generationen in Zweifel zog: Offenbar sei den Gelehrten nicht aufgefallen, dass sie fälschlicherweise einen ungeschliffenen Grobian als „fürstlichen Kunstgönner“ adelten. Das Freskenprogramm der Kapelle betone deren memorialen Charakter und sei erst von König Maximilian I. in Erinnerung an Leonhard, den an Kunst kaum interessierten letzten Grafen von Görz, nach dessen Ableben im Jahr 1500 in Auftrag gegeben worden. Als Beleg wurde u.a. eine 1507 datierte Forderung Simons von Taisten bezüglich einer Bemalung des „Hauses“ Graf Leonhards ins Treffen geführt. Einspruch wurde einzig von Meinrad Pizzinini erhoben, der sich auf ein Graffito mit der Jahreszahl 1509 berief, das wohl kaum in die eben fertiggestellte Wandmalerei geritzt worden sei. Schrift, Bild und Gedächtnis beruht auf dem internationalen Kolloquium „Graffiti als terminus ante quem“, an dem im Oktober 2021 Geschichtswissenschaftler die Graffiti-Forschung als noch junges, für künftige Kooperationen jedoch unverzichtbares Fachgebiet inaugurierten. Anna Maria Petutschnig hat nicht weniger als 720 sekundär angebrachte Kleininschriften in der Kapelle von Schloss Bruck aufgenommen und bestätigt, was man schon bei Pizzinini hätte nachlesen können: Das älteste Graffito enthält die Jahreszahl 1498 und damit den terminus ante quem für das Fresko, auf dem es angebracht ist. Bezüglich der Autorschaft der Fresken ergab sich zudem eine neue überraschende Hypothese.
Internationale Halbjahresschrift für Slavistik. Die Welt der Slaven (69,2). Hrsg.: Bun?i?, Daniel; Frank, Susanne; Schahadat, Schamma; Schlund, Katrin; Wingender, Monika. Die Welt der Slaven 69 (2024) 2. 2025. 192 S. 23 Abb., 17 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 64,00. ISBN: 978-3-447-18378-9 Harrassowitz Verlag
Die Welt der Slaven erscheint ab Jahrgang 61 (2016) wieder im Harrassowitz Verlag. Die Fachzeitschrift für Slavistik wurde 1956 von dem renommierten Münchner Slavisten Erwin Koschmieder begründet und bietet seitdem Wissenschaftlern aus Europa und Übersee sowie aus allen slavischen Ländern ein zuverlässig erscheinendes, national und international wahrgenommenes kritisches Publikations- und Diskussionsforum. Immer wieder werden thematische Schwerpunkte gebildet. In Jahrgang 61 liegt der Fokus auf der polnischen Literaturtheorie, die besonders im Westen – im Gegensatz zu den intensiv rezipierten russischen und tschechischen Ansätzen – noch zu wenig zur Kenntnis genommen wurde. Publiziert werden in der Zeitschrift in deutscher, englischer, russischer und französischer Sprache Artikel und Rezensionen zu den slavischen Sprachen, Literaturen und Kulturen. Zur Auswahl eingereichter Beiträge wird ein Peer-Review-Verfahren angewandt. Aus dem Inhalt (insgesamt 10 Beiträge): Tatiana Ganenkova, Acquisition and use of Macedonian as L2 by Albanian native speakers: A case of stable bilingualism in Struga (North Macedonia) Maria Katarzyna Prenner & Henryk Duszy?ski-Karabasz, Zur Onomastik des Friedhofs in Bydgoszcz an der Kcy?ska-Straße: Slavische Familiennamen erwachsener Verstorbener im Zeitraum 1925?1935 – eine strukturell-morphologische Analyse Joanna Derdowska, Literary postures and second languages: On Stefan Themerson and V?ra Linhartová’s positions in literary fields Mariana Markova, Oleh Radchenko, Der Mythos des Krieges im Roman „Das Salz der Erde“ von Józef Wittlin Yuri Romanov, Representation of “Absolute Beauty” in F. Dostoevskij’s The Idiot and W. Faulkner`s Light in August
Unter Mitarbeit von Laura Monique Ginzel. Episteme in Bewegung. (38). Hrsg.: Eming, Jutta. Visualisierung des Wunderbaren. 2025. 254 S. 57 Abb. 17 x 24 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-12303-7 Harrassowitz Verlag
Der interdisziplinär angelegte Tagungsband „Visualisierung des Wunderbaren“ geht der Frage nach, wie sich Gegenstände des Wunderbaren in literarischen Texten verändern, wenn sie visuell vergegenwärtigt werden und wie sich bildliche Darstellungen und Objekte zu Diskursen des Wunderbaren verhalten. Dabei wird das Wunderbare als gleichermaßen ästhetische wie epistemische Konfiguration aufgefasst, die auf die Evokation von Verwunderung zielt. Elemente des Wunderbaren transportieren Aspekte des Wissens, die in hohem Maße an die Form ihrer Darstellung, ihrer Medialität und Materialität geknüpft sind und sich immer dann verändern, wenn sie ‚in Bewegung‘ geraten. Der Band fokussiert Beschreibungen von Elementen des Wunderbaren in literarischen Texten des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und die Frage, wie Visualisierungen diese Elemente aufnehmen (oder gerade nicht berücksichtigen) und begleiten, sie dadurch ergänzen, kontrastieren, verschieben oder stimulieren. So liegt ein zentraler Schwerpunkt der einzelnen Beiträge auf der Analyse der Dynamik zwischen literarischen und visuellen Darstellungen des Wunderbaren. Die Untersuchungen berücksichtigen sowohl kunsthistorische und architektonische als auch religiöse, literatur- und kulturwissenschaftliche Gegenstände und analysieren eine Vielzahl mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Materialien, illustrierter Handschriften und Frühdrucke wie beispielsweise Stunden- und Gebetsbücher, französische ‚poésie flamboyante‘, Kräuterbücher und Legendare.
Studien zu christlich-jüdischen Beziehungen im Mittelalter. Forschungen zur Geschichte der Juden (34). Gilomen, Hans-Jörg. Identität, Differenz und Abgrenzung. Deutsch. 2025. 502 S. 23 Tabellen, 11 Abb. 1 Karte. 24 x 17 cm. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-39643-1 Harrassowitz Verlag
Identität ohne Abgrenzung von dem, was außerhalb liegt, kann es kaum geben. Dies trifft nicht nur auf minoritäre Gruppen und Minderheiten zu, sondern auch auf die jeweilige Mehrheit, die sich von Abweichendem distanziert. Identität hebt Differenzen hervor, die positiv oder negativ gedeutet werden. Gegenüber anderen, im Spätmittelalter zunehmend an den Rand gedrängten Gruppen unterschieden sich die Juden durch ihre eigenständige und umfassende, vor allem religiös strukturierte Kultur, die ihnen auch Zusammenhalt und Selbstbehauptung bot. Die Sorge, in der Diaspora unterzugehen, blieb immer präsent.
Vor allem im Laufe des Spätmittelalters errichteten und festigten die christliche Kirche und christliche Obrigkeiten Barrieren und Abgrenzungen. In einer Zeit zunehmender Anomie, in welcher herrschende Normen ins Wanken gerieten und bestehende Werte und Orientierungen an Verbindlichkeit verloren, wurde immer mehr als abweichend Empfundenes als Bedrohung wahrgenommen, schärferer Repression unterworfen und an den Rand gedrängt. Identität, Differenz und Abgrenzung versammelt zehn Studien von Hans-Jörg Gilomen zu christlich-jüdischen Beziehungen im Mittelalter, die unterschiedliche Aspekte dieses Spannungsfeldes thematisieren.
Anadolu Medeniyetleri Müzesinde Bulunan Bo?azköy Tabletleri (Bo 95 - Bo 3993). Documenta Antiqua Asiae Minoris (3). Bozgun, ?afak. Bo?azköy Tablets in the Museum of Anatolian Civilisations (Bo 95?Bo 3993). Englisch. 2024. 84 plates. 29,7 x 21 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-447-12322-8 Harrassowitz Verlag
The Museum of Anatolian Civilizations in Ankara houses the largest collection of cuneiform tablets and fragments found at the Hittite capital Bo?azköy-Hattusa. The completion of the publication of the cuneiform texts from the early excavations at the site is one of the most important tasks of Turkish Hittitology. The present volume contains the first edition of 161 tablets and fragments, with photographs, cuneiform hand-copies, transliterations and critical catalog in the range of the museum numbers Bo 95–Bo 3993. This publication marks an important milestone towards the complete documentation of the cuneiform finds from Bo?azköy-Hattusa.
It All Began with Stratigraphy and Chronology. Archaeology in Central Anatolia. Festschrift Dedicated to Sachihiro Omura on his 77th Birthday. Hrsg.: Maner, Çi?dem; Matsumura, Kimiyoshi; Omura, Masako; Weeden, Mark. Englisch. 2024. 506 S. 264 ill., 20 tables, 13 diagrams, 14 plates, 12 maps. 29,7 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-12202-3 Harrassowitz Verlag
Anatolia is one of the most exciting regions of Southwest Asia, where new studies on chronology, networks, connectivity and indigenous culture during the Bronze and Iron Ages (ca. 3000–600 BC) shed light on developments of Ancient Near Eastern civilizations. The contributions in this volume present recent research and analyses on Anatolian stratigraphy, chronology, archaeometry, material culture, Hittitology, archaeobotany and the extensive connections with the periphery.
The commemorative publication is dedicated to Dr. Sachihiro Omura who initiated the establishment of the Japanese Institute of Anatolian Archaeology (JIAA) in May 1998 in Ça??rkan, Kaman, Turkey, where to this day he continues to serve as the director. Omura started his groundbreaking excavations at Kaman Kalehöyük in 1986, his research and excavation contribute significantly to the understanding of Central Anatolian Bronze and Iron Age chronology and stratigraphy. The volume includes a foreword by her Highness Princess Akiko.
Beitr.: Carsten Witzel, Emmanuelle Vila, Tina Köster, Nicole Reifarth, Giulia Baccelli, Susanne Degenhardt, Marco Semmelroth, Stefan Flohr, Uwe Kierdorf, Michael Schultz und Fidaa Hlal. Qatna-Studien. Ergebnisse der Ausgrabungen (9). Dohmann, Heike; Pfälzner, Peter; Schmidt, Conrad. Der Königsgruftkomplex von Qa?na. Teil 2: Die Grabkammern. Befund, Kontextualisierung, Interpretation. 2024. 721 S. 555 Abb., 164 Tabellen. 30,5 x 23,5 cm. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-12278-8 Harrassowitz Verlag
Der zweite Teil der Endpublikation des Königsgruftkomplexes unter dem Königspalast von Qa?na stellt die Befunde aus den vier Grabkammern vor. Der Band beinhaltet eine Darlegung der architektonischen Gestaltung der Grabkammern, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der Ablagerungen, Befundsituationen und Fundvergesellschaftungen in der Hauptkammer und den drei kleineren Nebenkammern. Dabei werden neben den archäologischen Beobachtungen auch die Ergebnisse der Analysen der hier abgelagerten Menschenknochen, Tierknochen und archäologischen Mikrostrukturen präsentiert. Ein eigenes Kapitel ist den feinstratigraphischen Untersuchungen der älteren Ablagerung unter dem aufgefundenen Grabinventar gewidmet.
Auf diese objektiv-deskriptiven Darlegungen folgen Kapitel zur Interpretation der Grabanlage. Hierfür sind zunächst die anthropologischen Untersuchungen, die zum Nachweis einer Erhitzung der Toten führten, von Bedeutung. Anschließend wird die Chronologie der Benutzung der Königsgruft, die sich über einen Zeitraum von über 400 Jahren erstreckte, durch verschiedene, miteinander kombinierte methodische Ansätze detailliert rekonstruiert. Das abschließende Kapitel bietet eine Interpretation der Bestattungssitten und Totenrituale sowie der Erinnerungskultur und der Jenseitskonzeption im Königtum von Qa?na auf Basis der Auswertung der komplexen Befunde und Ablagerungen in der Königsgruft.
Der Untergang des Römischen Reiches in Trier Begleitband zur Tagung anlässlich der Landessausstellung . Der Untergang des Römischen Reiches in Trier vom 25. Juni bis 27. November 2022. Forschungen zu spätrömischen Residenzen (3). Hrsg.: Henrich, Peter; Mattern, Torsten; Reuter, Marcus. Trier, Nordgallien und die benachbarten Regionen in der Spätantike: Siedlungswesen ? Handel ? Wirtschaft. 2024. 290 S. 161 Abb., 14 Tabellen. 29,7 x 21 cm. EUR 89,00. ISBN: 978-3-447-12257-3 Harrassowitz Verlag
Trier und das Trierer Land waren in der Spätantike eine Metropolregion für die Nordwestprovinzen. Von der spätantiken Kaiserresidenz gingen wichtige wirtschaftliche und soziale Impulse aus, die sich auf alle Aspekte des täglichen Lebens auswirkten und heute vor allem durch die Archäologie erforscht werden. Damit einhergehende Fragen zu Umwelt, Natur, Handel und Konsumverhalten beantworten die Naturwissenschaften.
Der von Torsten Mattern und Marcus Reuter herausgegebene Tagungsband stellt die aktuellen Forschungen zu Handel, Wirtschaft und Siedlungswesen im Trierer Land, aber auch in den benachbarten Regionen bis in die Niederlande, Belgien, Frankreich und in die Pfalz, von einer internationalen Autorenschaft in 15 Beiträgen vor. Neben quellenkritischen Studien stellt die Erforschung der Siedlungen, aber auch kompletter Siedlungslandschaften und deren funktionaler und struktureller Wandel in der Spätantike, einen zentralen Aspekt dieses Buches dar. Eng damit verknüpft sind auch Fragen zu Bedeutung und Umfang von spätantikem Handel und zur Gewinnung von Bodenschätzen. Studien zu Bleiplomben, Keramik- und Ziegel- und Mühlsteinherstellung sowie der Handel mit Bausteinen zeigen die große wirtschaftliche Stellung der Region im internationalen Wirtschaftskreislauf der Spätantike. Die in englischer und deutscher Sprache publizierten Beiträge beleuchten auf Basis interdisziplinärer Forschungsmethoden die zentralen Aspekte zur Spätantike.
Umm el-Qaab III. Die Grubengräber des prädynastischen Friedhofs U in Abydos (Umm el-Qaab). Mit Beiträgen von Margret Fischer, Thomas Hikade, Veerle Linseele & Joris Peters und Albert Zink. Teil 1: Text. Teil 2: Katalog. Archäologische Veröffentlichungen des Deutschen Archäologischen Instituts (93). Hartung, Ulrich. 2024. 384 S. Teil 1: Text, 384 Seiten, 405 Abb., 3 Karten, 39 Tabellen Teil 2: Katalog, 435 Seiten, 257 Tafeln. 35 x 25 cm. EUR 228,00. ISBN: 978-3-447-12149-1 Harrassowitz Verlag
Der Friedhof U in Abydos/Umm el-Qaab ist eines der ältesten prädynastischen Gräberfelder Ägyptens und wurde während der Arbeiten des DAI Kairo von 1985 bis 2001 vollständig ausgegraben. Die Belegung begann im frühen Naqada I (frühes 4. Jtsd. v.Chr.) und wurde zunächst kontinuierlich fortgesetzt. Nach einer Belegungslücke während Naqada IIC wurde der Friedhof erst in Naqada IID wieder benutzt und war bis zum Ende der Belegung der Elite vorbehalten. Die spätesten Gräber datieren in Naqada III und bilden den Übergang zu den Königsgräbern der 1. Dynastie. Besonders zu erwähnen ist Grab U-j, aus dem die bislang ältesten Schriftbelege Ägyptens stammen (Naqada IIIA1). Obwohl Teile des Friedhofs bereits Ende des 19. Jahrhunderts durch E. Amélineau und 1911 ein zweites Mal durch T.E. Peet untersucht wurden und trotz ausgiebiger antiker und subrezenter Plünderungen, geben die erhaltenen Inventarreste eine Fülle von Hinweisen auf die ehemalige Ausstattung der Gräber und deren Entwicklung im Laufe der Zeit . Während die frühen Keramikfunde durch R. Hartmann publiziert wurden (AV 98), werden in Umm el-Qaab III die über 600 Grubengräber beschrieben und mit ihren erhaltenen Inventarresten im Detail in Zeichnungen und Fotografien vorgestellt. Zu den Funden gehören nicht nur Fragmente von außergewöhnlichen Elfenbeinschnitzereien, sondern auch Siegelabrollungen und Nachbildungen verschiedenster vegetabilischer und zoomorpher Objekte aus ungebranntem Ton, wie sie aus anderen prädynastischen Friedhöfen bislang nicht bekannt sind. Damit werfen die Befunde aus dem Friedhof U ein Schlaglicht auf die gesellschaftlichen und sozio-ökonomischen Entwicklungen im Ägypten des 4. Jahrtausends v.Chr.
Europa - Oriens Christianus - Global. Göttinger Orientforschungen, I. Reihe: Syriaca (70). Hrsg.: Schlarb, Egbert; Tamcke, Martin. Interkulturelle Brückenschläge - Building Intercultural Bridges. 2024. 284 S. 5 Abb., 2 Diagramme, 1 Karte, 5 Tabellen. 24 x 17 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-447-12325-9 Harrassowitz Verlag
Interkulturelle Brückenschläge – Building Intercultural Bridges ist der letzte von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Tamcke initiierte und bis zum Schluss begleitete Band der Reihe Syriaca, der jedoch leider erst nach seinem Tod am 2.11.2024 erschienen ist. Der Sammelband enthält unter anderem eine Selbstdarstellung in Gestalt einer kleinen Patriarchenchronik, grundsätzliche Themenstellungen, Detailuntersuchungen, zwei Editionen, vier letzte Essays Tamckes sowie einen abschließenden Blick in die Werkstatt der interkulturellen Göttinger Arbeiten zum Christlichen Orient. Er schließt damit die Arbeit ab, die hier in den vergangenen Jahrzehnten erfolgte. Martin Tamcke brachte seine Einleitung mit folgendem Resümee und Wunsch zum Abschluss: „Ich gestehe, ich war gern dabei bei diesem letzten Projekt, trotz meiner schweren Erkrankung, und wünsche dem Band eine Leserschaft, die sich durch die Vielfalt nicht zurückschrecken lässt, sondern in ihr die Anschlussfähigkeit des Oriens Christianus bis auf den heutigen Tag entdecken möge. Möchten Leserinnen und Leser sich finden, die sich den vielerlei Aspekten und Fragen mit Interesse nähern und den Orienes Christianus lebendig erhalten.“
Kleinsammlungen mittelalterlicher Handschriften in Ostdeutschland. Mittelalterliche Handschriften und Fragmente in Sachsen und dem Leipziger Umland. Beschrieben von Matthias Eifler. Mit einer Beschreibung von Christoph Mackert und Falk Eisermann. Eifler, Matthias. 2024. 1257 S. 24 x 17 cm. EUR 298,00. ISBN: 978-3-447-12324-2 Harrassowitz Verlag
In zahlreichen kleineren Sammlungen (Bibliotheken, Museen, Archiven und Kirchenbibliotheken) werden mittelalterliche Handschriften aufbewahrt, die der Forschung bislang kaum bekannt sind. Solche „Kleinsammlungen“ sind besonders interessant, weil sie neue Texte oder neue Überlieferungszeugen bekannter Texte enthalten. Sie geben Hinweise zu bislang unbekannten Schreibern und Vorbesitzern sowie zum Personal geistlicher und universitärer Einrichtungen. Auch die Genese von Büchersammlungen lässt sich anhand dieser Codices rekonstruieren.
Der von Matthias Eifler beschriebene Katalog fasst die Ergebnisse eines am Handschriftenzentrum der Leipziger Universitätsbibliothek durchgeführten Projektes zusammen. Er enthält die ausführlichen Beschreibungen von 58 vollständigen Handschriften sowie 18 Fragmenten aus sieben Institutionen. Neben drei Einrichtungen in Leipzig (Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, Musikbibliothek in der Stadtbibliothek sowie Stadtgeschichtliches Museum) sind dies die Domstiftsbibliothek Naumburg und die Stiftsbibliothek Zeitz, die Pfarrbibliothek Jauernick (bei Görlitz) sowie das Schloss Rochlitz. Beschrieben werden Liturgica, mit deren Hilfe sich das Leben in den Dom- und Stiftskirchen in Naumburg, Merseburg und Zeitz im Spätmittelalter rekonstruieren lässt, darunter acht großformatige und mit reicher Buchmalerei ausgestattete Naumburger Chorbücher. Erschlossen wurden ebenso juristische und theologische Handschriften, Predigtsammlungen sowie Codices aus dem Artes-Studium. Auch die Handschriftenfragmente bieten bislang zumeist unbekannte Textzeugen volkssprachiger und lateinischer Werke. Neben den ausführlichen Beschreibungen enthält der Katalog eine Einleitung zur Bestandgeschichte und besonderen Funden sowie umfangreiche Register.
 
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