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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Dagyeli, Jeanine Elif. »Gott liebt das Handwerk«. Moral, IdentitÀt und religiöse Legitimierung in der mittelasiatischen Handwerks-risala. Iran - Turan (Band 12). 320 S. 20 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-89500-824-5 L, Reichert
Die erste umfassende Untersuchung der mittelasiatischen Handwerks-risala, eines vorsozialistischen Moralkodex, beschreibt die spirituelle und soziale Verortung des Handwerks anhand mĂŒndlicher und schriftlicher Quellen.
Jeanine Elif Dagyeli studierte Zentralasienwissenschaft und Islamwissenschaft an der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin. Zwischen 2005 und 2007 forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg zum Thema mittelasiatische Handwerks-risala, zu dem sie 2008 an der Humboldt UniversitĂ€t promovierte. Derzeit ist sie Post-Doc-Stipendiatin der Gerda-Henkel-Stiftung und forscht sie ĂŒber Tod und Dienstleistungsgruppen im Bereich der BegrĂ€bnisrituale in Mittelasien.
Das mittelasiatische Sendschreiben ĂŒber den Beruf, risala-yi kasb, stellt eine Textgattung eigener Art dar, die bislang nur marginaler Forschungsgegenstand war. Einst ĂŒber einen geographischen Raum von Chorasan bis Nordindien und Xinjang verbreitet, in der sozialistischen Ära Mittelasiens durch den politischen und wirtschaftlichen Umbruch zunehmend ins Abseits gedrĂ€ngt, scheint sie mit der Besinnung auf vorsowjetische Traditionen in den neuen unabhĂ€ngigen Staaten eine Renaissance im zeitgenössischen Handwerk zu erleben. In ihr wird der Handwerksberuf durch göttliche Intervention begrĂŒndet und durch eine Kette von Überlieferern legitimiert. Zugleich stellt die risala einen Moralkodex fĂŒr die gottgefĂ€llige AusĂŒbung des Handwerks und die soziale Einbindung des Handwerkers dar. Die Autorin ĂŒbersetzte eine Vielzahl von risala-Handschriften und unterzog sie einer islam- und literaturwissenschaftlichen Analyse. Forschungsaufenthalte bei heute lebenden Handwerkern der Region, zahlreiche Interviews und teilnehmende Beobachtung ergĂ€nzen die Analyse um ethnologische Aspekte. Untersucht werden die spirituelle Verortung mittelasiatischer Handwerker, der religiös untersetzte Arbeitsethos, die Regulierung der Beziehungen innerhalb der HandwerkerzusammenschlĂŒsse und die Weitergabe des berufsspezifischen Wissens. Die Handwerke lassen sich hierbei nach ihren GrĂŒndungsmythen und ihren legendĂ€ren Meistern, den pīr, kategorisieren. Nach und nach entwickelt sich daraus eine spirituelle Landkarte des Handwerks. Arbeit wiederum wird in ihrer sozialen Wertigkeit in der Selbst- und Fremdzuschreibung betrachtet und ihre Verankerung in den Diskursen um Armutsethos und Gewinnstreben in verschiedenen islamischen Denkschulen dargestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Vermittlung des Handwerks und dem VerhĂ€ltnis von Meister und Lehrling, das seine Entsprechung in der sufischen Tradition findet. Durch die kritische Rezeption russischer bzw. sowjetischer ethnographischer Forschung werden die Untersuchungen zu Handwerk und Handwerker-risala seit Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen und in Beziehung zu den (revitalisierten) Narrativen der Gegenwart gesetzt. Mit dieser Arbeit liegt erstmals eine dichte Beschreibung der mittelasiatischen Handwerkswelt und ihrer Einbindung in ihr religiöses und ökonomisches Umfeld vor. Der interdisziplinĂ€re Forschungsansatz und die Verbindung von Quellenstudium und Feldforschung macht das Buch zu einer ergiebigen Quelle fĂŒr Islamwissenschaftler, Ethnologen, Religions- und Wirtschaftshistoriker und gibt Fragestellungen fĂŒr kĂŒnftige Forschungen vor.
Hayer, Gerold; Schnell, Bernhard. Johannes Hartlieb »KrĂ€uterbuch«. Wissensliteratur im Mittelalter. Schriften des Sonderforschungsbereiches 226 WĂŒrzburg /EichstĂ€tt (Band 47) 2011. 224 S. 64 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-89500-760-6 L, Reichert
Noch vor der Mitte des 15. Jahrhunderts verfasste der MĂŒnchener Arzt und Literat ein KrĂ€uterbuch, das die medizinische Wirkung von mehr als 170 tierischen und pflanzlichen Drogen beschreibt. Mit ihren großformatigen bildliche Darstellungen der Tiere und Pflanzen ist es das einzige durchgehend illustrierte KrĂ€uterbuch in deutscher Sprache vor der Inkunabelzeit. Der Text wird erstmals in einer kritischen Ausgabe vorgelegt. Informationen zum Verfasser, zu Überlieferung und Textgeschichte sowie ein Sachglossar ergĂ€nzen diese Edition, der zudem eine reprĂ€sentative Auswahl von 64 ganzseitigen Farbabbildungen aus der dem Text zugrunde liegenden Leithandschrift beigegeben ist.
Gerold Hayer
geboren 1945, Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie an der UniversitĂ€t Salzburg, 1972 Dr. phil., 1973 wiss. Mitarbeiter an Forschungsprojekten, 1981 UniversitĂ€ts-Assistent, seit 1992 Univ.-Doz. fĂŒr Ältere deutsche Sprache und Literatur und ao. Univ.-Prof. am Institut/Fachbereich fĂŒr Germanistik an der UniversitĂ€t Salzburg. Forschungsschwerpunkte: SpĂ€tmittelalterliche pragmatische Literatur, Text- und Überlieferungsgeschichte, Bibliotheksgeschichte.Bernhard Schnell geboren 1942, Studium der Germanistik und Geschichte an der UniversitĂ€t MĂŒnchen, 1974-1990 wiss. Mitarbeiter (Forschergruppe „Prosa des deutschen Mittelalters“, Sonderforschungsbereich „Wissensorganisierende und wissensvermittelnde Literatur im Mittelalter“) in WĂŒrzburg, 1980 Dr. phil., 1990 Priv.-Doz. fĂŒr Geschichte der Medizin, 1990-1994 akad. Oberrat am Institut fĂŒr Geschichte der Medizin an der Univ. WĂŒrzburg, 1995-2007 Leiter der Arbeitsstelle des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs an der Göttinger Akademie der Wissenschaften. Forschungsschwerpunkte: Mittelhochdeutsche Lexikographie, deutsche Medizinliteratur des Mittelalters, Text- und Überlieferungsgeschichte.
Das »Nibelungenlied« und »Das Buch des Dede Korkut« – Sprachwissenschaftliche Aspekte.Imagines Medii Aevi.BeitrĂ€ge zum ersten interkulturellen Symposion in Baku, Aserbaidschan, 2009 InterdisziplinĂ€re. BeitrĂ€ge zur Mittelalterforschung Band 28. Hrsg.: Abdullayev, Kamal; Boeschoten, Hendrik; Hartmann, Sieglinde; Störmer-Caysa, Uta. 2011. 192 S., 4 Abb. 24 x 17 cm Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-811-5 L, Reichert
Mit diesem Tagungsband rĂŒckt das „Kitab Dede Korkut“ in den Brennpunkt interkultureller Komparatistik zur mittelalterlichen Heldenepik. Den Ă€ltesten und einzig vollstĂ€ndigen Überlieferungszeugen dieser prĂ€-osmanischen Heldendichtung hĂŒtet die SĂ€chsischen Staats- und Landesbibliothek Dresden. Die neueste deutsche Übersetzung hat der Mainzer Turkologe, Hendrik Boeschoten, vorgelegt: Ideale Voraussetzungen fĂŒr den Beginn einer wissenschaftlichen Kooperation zwischen Aserbaidschan und Deutschland, die mit UnterstĂŒtzung der DFG und der Deutschen Botschaft Baku eine AnnĂ€herung der Wissenschaftsdiskurse zwischen Ost und West anstrebt. Behandelt werden aus je eigener sprachwissenschaftlicher Perspektive u.a. Themen aus Bereichen wie Syntax, Lexik, Wortbildung, Namenforschung oder Sprechakttheorie. Nicht nur ein erster BrĂŒckenschlag zwischen Orient und Okzident, sondern auch ein Novum fĂŒr deutsche Forschungen zum „Nibelungenlied“.
MĂŒller, Klaus. Die Ehrenbögen in Pompeji. Beitr.: Kockel, Valentin. Studien zur Antiken Stadt (Band 10). 2011. 140 S. 138 Abb. 32 x 24 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-817-7 L, Reichert
Die fĂŒnf in Pompeji ĂŒberlieferten Ehrenbögen haben das Bild der Stadt sowohl in der Antike wie auch als Ruine entscheidend mitgeprĂ€gt. In dem vorliegende Band behandelt Klaus MĂŒller sie erstmals seit ihrer Freilegung im 19. Jahrhundert detailliert. Auf der Grundlage einer Untersuchung des Baubefundes werden Datierungen und Rekonstruktionen vorgeschlagen und ihre urbanistische QualitĂ€t geprĂŒft. Vor allem fĂŒr den am Capitolstempel östlich anschließenden Bogen muss die bisherige Forschungsmeinung deutlich geĂ€ndert werden. Erst nach dem Erbeben von 62 n. Chr. als Ersatz eines einfachen Tordurchganges errichtet erlebte er mehrere Planungs- und Umbauphasen und zeugt damit von der anhaltenden BautĂ€tigkeit in Pompeji bis zu seiner endgĂŒltigen VerschĂŒttung. Bisherige Versuche, die Bögen als Ehrungen bestimmten historischen Personen zuzuschreiben erweisen sich als nicht haltbar.
Eine Einleitung von Valentin Kockel ergĂ€nzt die bauhistorische Untersuchung aus rezeptionsgeschichtlicher Sicht. Erstmals können bisher unpublizierte Zeichnungen von William Gell aus dem frĂŒhen 19. Jahrhundert abgebildet werden.
Fingarova, Galina. Die Baugeschichte der Sophienkirche in Sofia. SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 33). 416 S. auf 192 Tafeln, 350 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. ISBN: 978-3-89500-784-2 L, Reichert
Die einzigartige Architektur gibt der Sophienkirche in Sofia eine herausragende Bedeutung nicht nur fĂŒr die Geschichte der Stadt, die den Namen der Kirche ĂŒbernommen hat, sondern auch fĂŒr die Architekturgeschichte des Balkanraumes und des byzantinischen Reiches. Trotzdem fehlte bisher eine sowohl den Forschungsstand kritisch durchdringende als auch grĂŒndliche Untersuchung dieses Monuments. Mit der umfassend angelegten Studie zur Baugeschichte der Sophienkirche wird diese LĂŒcke auf ĂŒberzeugende Weise geschlossen.
Auf Grund einer detaillierten Bauaufnahme, der sorgfĂ€ltigen Analyse der Befunde und der Untersuchungen der VorgĂ€ngerstrukturen und der Stadttopographie, unter BerĂŒcksichtigung des kulturgeographischen Beziehungsgeflechts und mit Anwendung kunsthistorischer und archĂ€ologischer Methoden wird eine Reihe bisher unbeantworteter Fragen geklĂ€rt. An erster Stelle wird die Entstehungszeit und das ursprĂŒngliche Aussehen des Monuments bestimmt, dann der Einflussbereich und die Stifter besprochen. Das Ergebnis wirft ein neues Licht auf den baugeschichtlichen Standort der Sophienkirche und ihre Bedeutung im Rahmen der byzantinischen Architektur.
Bisher unveröffentlichte PlÀne und sorgfÀltig ausgewÀhlte alten wie neue Fotografien begleiten die Untersuchung.
Falk, Harry. Seals, Sealings and Tokens from Gandhara. Monographien zur Indischen ArchÀologie, Kunst und Philologie (Band 21). 2011. Engl. 240 S. 1425 fb. Abb. 30 x 23,7 cm. Gb. EUR 89,00. ISBN: 978-3-89500-819-1 L, Reichert
Ancient seals say much about people, their names, preferred styles and self-esteem. Over many decades Aman ur Rahman has built a large collection of seals from North-Western Pakistan, which were produced during Hellenistic times up to the Guptas. He classifies them and explains their pictorial content, while Harry Falk, a professor of Indology at Berlin, reads all epigraphs in Kharosthi and Brahmi and provides an introduction on the scribal aspects.
Bosselmann-Ruickbie, Antje. Byzantinischer Schmuck des 9. bis frĂŒhen 13. Jahrhunderts. Untersuchungen zum metallenen dekorativen Körperschmuck der mittelbyzantinischen Zeit anhand datierter Funde aus Griechenland und Bulgarien. SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 28). 2011. 352 S. 493 Abb. 31,5 x 22,5 cm. Gb. EUR 128,00. ISBN: 978-3-89500-717-0 L, Reichert
Byzantinische Luxusobjekte wurden trotz ihres bereits im Mittelalter legendĂ€ren Rufes in der Forschung lange Zeit vernachlĂ€ssigt. Erstmals behandelt dieser Band nun den Gold-, Silber- und Bronzeschmuck des 9. bis frĂŒhen 13. Jahrhunderts in einer Gesamtschau interdisziplinĂ€r. Ein bebilderter Katalog legt rund 170 datierte Objekte vor, die durch mehrere Hundert Vergleichsbeispiele sowie das Heranziehen von bildlichen und schriftlichen Quellen in einen grĂ¶ĂŸeren Kontext gestellt werden. Die vier Hort- sowie zahlreiche Einzelfunde werden hinsichtlich der Materialien und Techniken, der Typologie und Ikonographie, des Stil sowie der TrĂ€gerschaft, Trageweise und Funktion untersucht. Dadurch erhĂ€lt man nicht nur einen Einblick in Bereiche des Alltags- und Hoflebens, sondern - vor allem durch den Goldschmuck aus dem Preslav-Schatz - auch Hinweise auf kaiserliche Insignien und ReprĂ€sentation sowie den diplomatischen Geschenke-Austausch im Mittelalter. Insgesamt ergibt sich ein solides Fundament fĂŒr die Datierung von kontextlosen Objekten. Der Band ist fĂŒr ArchĂ€ologen, Museumsmitarbeiter sowie Studierende und Lehrende in Kunstgeschichte und ArchĂ€ologie gleichermaßen unentbehrlich.
Helas, Sophie. Selinus II. Die punische Stadt auf der Akropolis. Sonderschriften des Deutschen ArchÀologischen Instituts Rom (Band 15). 2011. 442 Abb. 34 x 24 cm. Gb. EUR 78,00. ISBN: 978-3-89500-708-8 L, Reichert
Studien zu ausgewĂ€hlten Fastnachtspielen des Hans Folz. Struktur – Autorschaft – Quellen. 2011. Deutsch. ca. 144 S. 15 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. ISBN: 978-3-89500-790-3 L, Reichert
At the threshold of modernism, the artisan poet Hans Folz plays a significant role as author and printer in the cultural center of Nuremberg. Part of his multifaceted oeuvre includes at least 18 carnival plays (Fastnachtspiele) that are currently being edited and commented on at the University of Trier. .
The studies contained in this volume were produced as part of this new edition of the Nuremberg carnival plays. They focus on four works by Hans Folz and illuminate them through structural, as well as material and motive historical aspects. Particularly, a sustainable picture of the author's specific operational processes is drawn. .
In addition, the volume contains an edition of the poem “Von den zwelff fauln pfaffenknecht” (“Of the Twelve Lazy Servants”) (Hs 5339a, Germanic National Library of Nuremberg), and a concordance of the new edition of the still relevant publication of Adelbert von Keller's carnival plays.
An der Schwelle zur Neuzeit spielt der Handwerkerdichter Hans Folz im kulturellen Zentrum NĂŒrnberg eine bedeutende Rolle als Autor und Drucker. Teil seines vielseitigen Oeuvres sind unter anderem mindestens 18 Fastnachtspiele, die zur Zeit an der UniversitĂ€t Trier ediert und kommentiert werden. .
Die im Band enthaltenen Studien sind im Rahmen dieser Neuausgabe der NĂŒrnberger Fastnachtspiele entstanden. Sie nehmen schwerpunktmĂ€ĂŸig vier Werke des Hans Folz in den Blick und beleuchten sie unter strukturellen sowie stoff- und motivgeschichtlichen Aspekten. Besonders nachhaltig wird dabei auch ein Bild von der spezifischen Arbeitsweise des Autors gezeichnet.
Daneben enthĂ€lt der Band eine Edition des Spruchgedichts „Von den zwelff fauln pfaffenknecht“ (Hs 5339a, Germanische Nationalbibliothek NĂŒrnberg) und eine Konkordanz der Neuedition zur noch maßgeblichen Fastnachtspielausgabe Adelbert von Kellers sowie zu weiteren Teileditionen.
Hermann, Sonja. Die Inschriften der Stadt Essen. 2011. Deutsch. ca. 386 S. auf 64 Taf. sowie 41 Strichzeichn., 171 Abb. 27 x 19 cm. Gb. EUR 69,00. ISBN: 978-3-89500-823-8 L, Reichert
Der Band prĂ€sentiert in 188 Katalognummern die mittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Inschriften aus dem heutigen Gebiet der Stadt Essen bis 1650. BerĂŒcksichtigt sind sowohl die erhaltenen als auch die nur abschriftlich oder in Abbildungen ĂŒberlieferten Inschriften. Sie befinden sich vor allem auf liturgischen GerĂ€ten, auf GrabdenkmĂ€lern, GemĂ€lden und Glocken. .
Mehr als die HĂ€lfte der InschriftentrĂ€ger stammt aus dem Damenstift Essen. Die BlĂŒtezeit des Stifts wĂ€hrend der Herrschaft der ottonischen Äbtissinnen spiegelt sich auch in den Inschriften wider, genau wie die konfessionellen Auseinandersetzungen im 16. Jahrhundert. Inschriften aus dem Bereich der Stadtgemeinde erlauben Einblicke in das Leben der stĂ€dtischen Honoratiorenschicht. Im Kloster Werden ist die Verehrung des KlostergrĂŒnders, des hl. Liudger, und seiner Familienmitglieder durch Inschriften belegt, ebenso aber auch die Stiftungs- und BautĂ€tigkeit der Äbte. In Kettwig vermitteln einige erhaltene Grabsteine einen Eindruck von der Grabmalgestaltung in einer kleinen Landgemeinde im 17. Jahrhundert.
Die Einleitung gibt einen kurzen historischen Überblick ĂŒber die Inschriftenstandorte, stellt die wichtigsten Gruppen von InschriftentrĂ€gern sowie von Textsorten und Inschriftenarten vor und untersucht die in Essen verwendeten Schriftarten.
Die Edition bietet neben der Beschreibung der InschriftentrĂ€ger und der Wiedergabe der Inschriftentexte, die gegebenenfalls ĂŒbersetzt werden, auch Kommentare zu palĂ€ographischen, philologischen und kunsthistorischen Fragestellungen, außerdem werden die Inschriften in ihren historischen Kontext eingeordnet. Der Inschriftenbestand wird durch zehn Register erschlossen. Strichzeichnungen der Marken und Gießerzeichen und ein ausfĂŒhrlicher Tafelteil ergĂ€nzen die Edition.
Tummuscheit, Astrid. Die Baubefunde des frĂŒhmittelalterlichen Seehandelsplatzes von Groß Strömkendorf, Lkr. Nordwestmecklenburg. Forschungen zu Groß Strömkendorf IV. FrĂŒhmittelalterliche ArchĂ€ologie zwischen Ostsee und Mittelmeer (Band 2). 2011. Deutsch. ca. 440 S. auf 79 Tafeln, 7 Beilagen, 112 Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 59,80. ISBN: 978-3-89500-789-7 L, Reichert
Mit diesem Band wird die Veröffentlichung der umfangreichen Ausgrabungen an dem frĂŒhmittelalterlichen Seehandelsplatz mit GrĂ€berfeld fortgesetzt. Im Mittelpunkt des Werkes stehen die zahlreichen Baubefunde, die durch Ausgrabungen freigelegt und dokumentiert wurden: GrubenhĂ€user, Brunnen, Gruben, Feuerstellen und GrĂ€ben. Das Aussehen der zu Beginn des 8. Jahrhunderts im Bereich eines Naturhafens in der Wismar Bucht gegrĂŒndeten und nach der Mitte des 8. Jahrhunderts neustrukturierten, schachbrettartig angelegten Siedlung wurde wohl in erster Linie durch GrubenhĂ€user geprĂ€gt, die die Handschrift dĂ€nischer und sĂ€chsischer Handwerker erkennen lassen. Die Auswertung der Baubefunde und die Rekonstruktion der Siedlungsentwicklung unterstĂŒtzt die These, dass es sich bei den Befunden aus Groß Strömkendorf um die Überreste des in den FrĂ€nkischen Reichsannalen genannten emporium reric handelt.
Speidel, Michael P.; Fukushima, Tomoko. Dawn of Japan. Emperor Jimmu with his Gods and Warriors on Third-Century Bronze Mirrors. Forschungen zur ArchĂ€ologie AußereuropĂ€ischer Kulturen (Band 10). 2011. Englisch. 152 S. 39 fb. Abb. 29 x 19 cm. Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-801-6 L, Reichert
In a richly illustrated study, the authors trace Jimmu Tenno, Japan’s legendary first emperor, on bronze mirrors of his own time.The mirrors, while steeped in mythology, tell the emperor’s historic deeds almost exactly as do the eighth-century legends in the “Kojiki” and “Nihon shoki”, thereby revealing the founder of Japan and its ruling dynasty as a truly historical figure who lived - and worshipped the sun-goddess Amaterasu - in the third century of our era. These discoveries will have a major impact on the history of Japan.
In einer reich illustrierten Arbeit untersuchen die Verfasser Darstellungen von Jimmu Tenno, Japans erstem Kaiser, auf Bronzespiegeln seiner Zeit. Sie zeigen, dass trotz mythologischer Einkleidung diese Spiegel Jimmu’s Taten nahezu genau so berichten wie die im „Kojiki“ und „Nihon shoki“ erhaltenen Legenden des 8. Jahrhunderts. Die Legenden stammen also aus Jimmus eigener Zeit, dem 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Jimmu, der GrĂŒnder Japans und seiner regierenden Dynastie war somit eine echte historische Persönlichkeit - eine Tatsache von entscheidender Bedeutung fĂŒr die Geschichte des Landes.
Nikitsch, Eberhard. Die Inschriften des Rhein-HunsrĂŒck-Kreises II. (ehem. Lkrs. Simmern und westlicher Teil des ehem. Lkrs. St. Goar). Die Deutschen Inschriften (Band 79). 2011. Deutsch. 314 S. 229 s/w-Abb. auf 118 Tafeln, 1 Tafel mit Marken und Steinmetzzeichen, 1 Karte, . 27 x 19 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-667-8 L, Reichert
Der Band erfasst in 204 Katalognummern die kommentierten Inschriften des westlichen Teils des heutigen Rhein-HunsrĂŒck-Kreises bis 1689. Zusammen mit den 464 Katalognummern des 2004 erschienenen Inschriftenbandes DI 60 liegen nun die Inschriften des gesamten Rhein-HunsrĂŒck-Kreises vollstĂ€ndig vor und erschließen den mittelalterlichen und frĂŒhneuzeitlichen Bestand des Mittelrheintals und weitere Bereiche des HunsrĂŒcks. Neben den wenigen, aber außergewöhnlichen Inschriften aus dem Augustiner-Chorherrenstift Ravengiersburg haben sich vor allem zahlreiche Inschriften auf mittelalterlichen Glocken erhalten, die nicht selten die frĂŒhesten kulturgeschichtlichen Zeugen in vielen Dörfern des HunsrĂŒcks darstellen. FĂŒr die Geschichte des Bearbeitungsgebietes waren nicht nur die Grafen von Sponheim mit ihrer zeitweiligen Residenz in Kastellaun bestimmend, sondern auch die seit 1459 in Simmern residierenden Herzöge von Pfalz-Simmern, deren Grablege in der dortigen Schlosskirche in der 2. HĂ€lfte des 16. Jahrhunderts zu einer Vielfalt hervorragend gearbeiteter fĂŒrstlicher und bĂŒrgerlicher GrabdenkmĂ€ler fĂŒhrte, die hauptsĂ€chlich mit der Werkstatt des ĂŒberregional bedeutenden Bildhauers Johann von Trarbach verbunden sind.
In a richly illustrated study, the authors trace Jimmu Tenno, Japan’s legendary first emperor, on bronze mirrors of his own time.The mirrors, while steeped in mythology, tell the emperor’s historic deeds almost exactly as do the eighth-century legends in the “Kojiki” and “Nihon shoki”, thereby revealing the founder of Japan and its ruling dynasty as a truly historical figure who lived - and worshipped the sun-goddess Amaterasu - in the third century of our era. These discoveries will have a major impact on the history of Japan.
Hanna Sofia Hayduck. Rechtsidee und Bild. Zur Funktion und Ikonografie der Bilder in RechtsbĂŒchern vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. 2011. 372 S., 82 fb. Abb., 33 sw. 112 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00 ISBN: 978-3-89500-718-7 L, Reichert
Illustrated legal manuscripts are a field of art-historical research that has seen little attention. This study for the first time examines illustrated manuscripts of German-Germanic law from between the 9th and 16th Centuries. The starting point is the Balthasar Behem Code, a magnificent manuscript documenting the laws of Krakow. This code, which is decorated with a series of paintings depicting everyday urban life, was so far only in passing research. This work, however, shows the relationships between images, texts, and the historical circumstances of the manuscript, and thus arrives at a sound interpretation of the images as an allegory of good government. In case studies of other famous books of law, for example the illustrated manuscripts of the Sachsenspiegel (“Saxon Mirror”), but also in previously unpublished materials, the image themes are identified.
Illustrierte Rechtshandschriften sind ein kaum bearbeitetes Feld kunsthistorischer Forschung. Die vorliegende Studie untersucht erstmalig illustrierte Handschriften germanisch-deutschen Rechts vom 9. bis zum 16. Jahrhundert. Den Ausgangspunkt bildet der Balthasar Behem-Kodex, eine Prachthandschrift mit den Gesetzen der Stadt Krakau. Dieser Kodex, den ein Bilderzyklus mit Darstellungen stĂ€dtischen Alltagslebens schmĂŒckt, wurde in der Forschung bislang nur am Rande wahrgenommen. Die vorliegende Arbeit zeigt dagegen die BezĂŒge zwischen Bildern, Texten und dem Entstehungskontext der Handschrift auf und gelangt so zu einer fundierten Interpretation der Bilder als Allegorie einer guten Regierung. In Fallanalysen weiterer berĂŒhmter RechtsbĂŒcher, z.B. der Bilderhandschriften des Sachsenspiegels, aber auch anhand bislang unpublizierten Materials, werden die Bildthemen identifiziert. Die Untersuchung zeigt, wie sich die Bedeutung der Bilder im Spannungsfeld zwischen konkreten Rechtstexten, mittelalterlichen Rechtsvorstellungen und ikonografischer Formulierung des Themas konstituiert.
Die Inschriften des Landkreises Passau . Gesammelt und bearbeitet von Ramona Epp. Die ehemaligen BezirksÀmter Passau und Wegscheid. Band 80 der Reihe Die Deutschen Inschriften. 2011. 372 S., . 70 Abb. dav. 1 fb.Gb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-89500-786-6 L, Reichert
Der Band umfasst 185 Editionen der Inschriften des Landkreises Passau, die sich in den ehemaligen BezirksĂ€mtern Passau und Wegscheid befinden. Erfasst sind alle Inschriften vom hohen Mittelalter bis zum Jahre 1650, von denen der Großteil noch im Original erhalten ist. Der Band schließt sich an die bereits erschienene Edition der Inschriften der Stadt Passau an. Das hier behandelte Gebiet grenzt sowohl im Norden als auch im SĂŒden direkt an die Bischofsstadt an und umfasst einen Teil des ehemaligen Hochstiftes sowie einen Teil der ehemaligen Grafschaft Neuburg am Inn, aber auch angrenzende Abschnitte der bayerischen Landgerichte Vilshofen und Griesbach. Somit liefert die Edition ein breites Spektrum an verschiedensten, mehr oder weniger von der Stadt beeinflussten Bereichen. Neben DenkmĂ€lern fĂŒr im Hochstift tĂ€tige AmtstrĂ€ger des Bischofs finden sich Marktrichter von Untergriesbach und Obernzell oder Verwaltungsbeamte der Grafschaft Neuburg am Inn. Eine ganze Reihe an GrabmĂ€lern stammt von lokalen Adelsfamilien. Sie wĂ€hlten die ihren Sitzen nahegelegenen Pfarrkirche zu ihren Grablegen und ließen oftmals ihre DenkmĂ€ler in Passauer WerkstĂ€tten fertigen. Ebenso ist der Klerus in den Inschriften vertreten: neben der Pfarrgeistlichkeit treten besonders die AbtsgrabmĂ€ler in den Klöstern FĂŒrstenzell und Vornbach am Inn hervor. Die Abteien bergen darĂŒber hinaus auch bemerkenswerte Monumente ihrer Stifter, namentlich der Grafen von Vornbach. Einen großen Teil des vorliegenden Katalogs nimmt der Inschriftenzyklus im Schloss Obernzell ein. Bischof Urban von Trenbach hat zu Beginn der achtziger Jahre des 16. Jahrhunderts den Festsaal mit einem umfangreichen PĂ€pstewappenfries - beginnend beim Heiligen Petrus bis hin zu Papst Clemens VIII. - und einem Zyklus lateinischer SinnsprĂŒche, der sich in der ehemaligen Kapelle fortsetzte, mit Lebensweisheiten und diversen Zitaten - darunter auch solche in griechisch, altsyrisch und (pseudo-)hebrĂ€isch - ausstatten lassen.
Petra Linscheid. FrĂŒhbyzantinische textile Kopfbedeckungen. Typologie, Verbreitung, Chronologie und soziologischer Kontext nach Originalfunden. Band 30 der Reihe SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. 2011. 442 S. 403 sw. u. 20 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00 ISBN: 978-3-89500-721-7 L, Reichert
The analysis of archaeological textiles in order to write their ancient cultural history is still in its infancy. This study contributes to this process by cataloging more than 600 original pieces of headwear from the late Roman and early Byzantine periods, and evaluates them in terms of their location, date, sociological context, visual and written sources, as well as their precursors and successors. The majority of the analyzed pieces have so far remained unpublished, and many are for the first time being identified and reconstructed as head coverings. The book thus provides a material basis for costume historians, textile experts, archaeologists, sociologists, art historians, philologists, and museum curators.
Die Auswertung archĂ€ologischer Textilien fĂŒr die antike Kulturgeschichte steckt erst in den AnfĂ€ngen. Die vorliegende Arbeit leistet hierzu einen Beitrag, indem sie mehr als 600 originale Kopfbedeckungen spĂ€trömischer und frĂŒhbyzantinischer Zeit katalogisiert und in Hinblick auf ihre Lokalisierung, Datierung, soziologische ZusammenhĂ€nge, bildliche und schriftliche Quellen sowie VorlĂ€ufer und Nachfolger auswertet. Die ĂŒberwiegende Zahl der behandelten StĂŒcke ist bisher unpubliziert; zahlreiche werden erstmals als Kopfbedeckung identifiziert und rekonstruiert. Das Buch bildet damit eine Materialgrundlage fĂŒr KostĂŒmhistoriker, Textilwissenschaftler, ArchĂ€ologen, Soziologen, Kunstwissenschaftler, Philologen und Museumskuratoren.
Almuth Klein. Funktion und Nutzung der Krypta im Mittelalter. Heiligsprechung und Heiligenverehrung am Beispiel Italien. 2011. 288 S. 190 Abb. 24 x 17 cm . Gb. EUR 68,00. ISBN: 978-3-89500-785-9 L, Reichert
Under the lasting influence of romantic-mystic views of the 19th and 20th century the function of a crypt within the structure of a church is still a matter of false interpretation. This book discusses on basis of a broad range of examples which were erected during the 11th and 12th century in Italy the possibile use of this building type. The crypt is embedded within a clear structural system and hierarchy of the whole church structure even though its functions are different.
Unter dem erstaunlich lang anhaltenden Einfluss romantisch-mystifizierender Sichtweisen des 19. und frĂŒhen 20. Jahrhunderts wird die Aufgabe der Krypta innerhalb eines Kirchenraums bis heute meist falsch gedeutet. In diesem Buch werden anhand einer breiten Auswahl der zahlreichen im 11. und 12. Jahrhundert in Italien entstandenen Anlagen die tatsĂ€chlichen Nutzungsmöglichkeiten dieses Raumtyps beleuchtet. Dabei zeigt sich vor allem, dass die Krypta trotz unterschiedlicher Funktion stets in ein klar strukturiertes System der dem Gesamtbau innewohnenden Raumhierarchie eingebettet ist.
Agnes Schwarzmaier. Die Masken aus der Nekropole von Lipari. Band 21 der Reihe Palila. 2011.24 sw. und 2 fb. Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-710-1 L, Reichert
In the necropolis of Lipari, large numbers of clay masks from the 4th and early 3rd Century BC have been found that represent an important local feature. They are based in their form on theatrical masks from the same period and are therefore regarded for their value as sources of insight into ancient theater.
An investigation of the masks in their context within the necropolis allows for important conclusions about their function and their importance in the context of the grave ritual to be drawn. Apparently, they belonged - together with symposium dishes - to a dead victim and were meant to serve the deceased in the afterlife during a drinking party in honor of Dionysus.
In der Nekropole von Lipari haben sich große Mengen von Tonmasken aus dem 4. und frĂŒhen 3. Jahrhundert v. Chr. gefunden, die eine bedeutende lokale Besonderheit darstellen. Sie orientieren sich in ihrer Formensprache an gleichzeitigen Theatermasken und werden deshalb nach ihrem Quellenwert fĂŒr das antike Theater befragt.
Eine Untersuchung der Masken in ihrem Kontext in der Nekropole erlaubt wichtige RĂŒckschlĂŒsse auf ihre Funktion und Bedeutung im Rahmen des Grabrituals. Offenbar gehörten sie zusammen mit Symposionsgeschirr zu einem Totenopfer und sollten den Verstorbenen im Jenseits bei einem Trinkfest im Gefolge des Dionysos zur VerfĂŒgung stehen.
Alexandra W. Busch. MilitÀr in Rom. MilitÀrische und paramilitÀrische Einheiten im kaiserzeitlichen Stadtbild. Band 20 der Reihe Palilia.. 2011. 184 S. 90 Abb. 29 x 22 cm. Br. EUR 29,80. ISBN: 978-3-89500-706-4 L, Reichert
In republikanischer Zeit galt Rom als „entmilitarisierte“ Zone. Unter Augustus wurden in der Hauptstadt des Reiches erstmalig Soldaten stationiert und somit ein entscheidender Wendepunkt zwischen Republik und Prinzipat markiert. Im kaiserzeitlichen Rom lebten und agierten nun zwischen 10.000 und 40.000 Soldaten. Sie bildeten einen wesentlichen Bestandteil der stĂ€dtischen Kultur. Thema dieses Buches ist das stadtrömische MilitĂ€r in allen seinen Facetten: es geht dabei vor allem um die Vielschichtigkeit seines kulturellen Erscheinungsbildes, seine Wirkung auf die stĂ€dtische Bevölkerung und die Bedeutung fĂŒr das zivile Leben in der Hauptstadt. Erstmalig werden die schriftlichen, archĂ€ologischen und bildlichen Quellen zum MilitĂ€r in Rom zusammengestellt und ein umfassendes Bild vom Leben und Wirken der stadtrömischen Soldaten entworfen.
Kalinowski, Anja. FrĂŒhchristliche Reliquiare im Kontext von Kultstrategien, Heilserwartung und sozialer Selbstdarstellung.SpĂ€tantike - FrĂŒhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (Band 32). 2011. Deutsch. 352 S. 291 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 59,00. ISBN: 978-3-89500-794-1 L, Reichert
This study for the first time provides a comprehensive analysis of early Christian reliquaries in the context of their meaning and various uses. Taking into account all documented provenances and written sources on the cult of relics, basic conditions of production of reliquaries, the individual user groups, and their influence on the design of the vessels are shown. Special focus is given to the question of the relationship between form and function of the relics. The study touches on foundations of many disciplines that deal with the early Christian cult of relics (art history, Christian archeology, history, theology, religious studies, etc.).
Die Studie bietet erstmals eine umfassende Untersuchung frĂŒhchristlicher Reliquiare im Kontext ihrer vielfĂ€ltigen Bedeutungs- und Nutzungsbereiche. Unter BerĂŒcksichtigung aller dokumentierten Fundsituationen sowie schriftlicher Quellen zum Reliquienkult werden Grundbedingungen der Herstellung von Reliquiaren, die einzelnen Benutzerkreisen und deren Einfluss auf die Gestaltung der GefĂ€ĂŸe aufgezeigt. Ein besonderer Fokus wird auf die Frage nach dem VerhĂ€ltnis von Form und Funktion der Reliquiare gerichtet. Die Studie berĂŒhrt Grundlagen vieler Disziplinen, die sich mit dem frĂŒhchristlichen Reliquienkult auseinandersetzen (Kunstgeschichte, Christliche ArchĂ€ologie, Geschichte, Theologie, Religionswissenschaft u. a.).
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