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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Nächstes Jahr in Jerusalem. Jüdisches Leben in Franken. Sörries, Reiner; Meyer zur Capellen, Helmut. Deutsch. 2022. 144 S. 238 fb. Abb., 11 Abb. 21 x 29,7 cm. EUR 19,95. ISBN: 978-3-7520-0623-0 L, Reichert
Glaswerk. Beiträge zur Erforschung von Glas und Glashütten. Hrsg. Jenisch, Bertram; Hrsg. Röber, Ralph; Hrsg. Scheschkewitz, Jonathan. Deutsch. 2022. 400 S. 114 Abb., 753 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0649-0 L, Reichert
Festkolloquium aus Anlass des 100jährigen Jubiläums der Kerameikosgrabung des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen. Athenaia (12). Hrsg. Stroszeck, Jutta. Heiligtümer im Bereich von Stadtmauern und Stadttoren. Deutsch. 2022. 232 S. 118 Abb., 49 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0604-9 L, Reichert
Im Kerameikos wurde 2013 das einhundertjährige Jubiläum der Übergabe der Grabungen an das Deutsche Archäologische Institut in Athen gefeiert. Dem Festakt folgte am 8. April 2014, genau einhundert Jahre nach dem Beginn der ersten Grabungen vor Ort, ein Kolloquium zu Heiligtümern im Bereich von Stadtmauern und Stadttoren. Bei der Planung des Kolloquiums war es ein Anliegen, ausgehend vom zentralen Forschungsgebiet, dem Kerameikos in Athen, die Fragestellung auszuweiten auf Athen, Griechenland und den Mittelmeerraum. Im vorliegenden Band der Akten des Kolloquiums werden nun die aus Anlass des Kolloquiums gehaltenen Vorträge vorgelegt und damit ein bedeutender Beitrag nicht nur zur Kerameikos-Forschung, sondern auch zur Erforschung der besonderen Gruppe von Heiligtümern an Stadtmauern und Stadttoren geleistet. Das Material umfasst, wie man feststellt, nicht nur den unmittelbaren Stadtmauer- und Torbereich, sondern weiter gefasst einen „Einzugsbereich“ von bis zu 100 m rund um die Stadtmauern, in dem besondere Rituale ausgeführt wurden, sich Kulte verorten lassen und Heiligtümer eingerichtet wurden. Es sind Götter, vor allem Zeus, Athena, Hermes und Apollon, mit entsprechenden Epiklesen aber auch Heroen bis hin zu Olympiasiegern, deren Schutzfunktion sich in der einen oder anderen Weise am Tor oder bei dem ´n Mauern manifestiert hat.
Prudentius. Contra Symmachum, Vergil und Rom. Ein historisch-philologischer Beitrag zur Auseinandersetzung zwischen Christen und Heiden am Ende des 4. Jh. n. Chr. Kraus, Thea. Deutsch. 2022. 395 S. 15 Tafeln, 15 Abb., 24 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-7520-0630-8 L, Reichert
Prudentius, der größte christliche Dichter der römischen Spätantike, veröffentlichte ca. im Jahr 402 n. Chr. mit den Libri Contra Symmachum ein angriffslustiges Streitgedicht mit der Ansage, „die Opferkulte der Heiden zerschlagen“ zu wollen. – Dabei lag die antiheidnische Gesetzesinitiative des Theodosius schon ein Jahrzehnt zurück, aufgrund der man allenthalben vom Ende der Kulte spätestens in den frühen 390er Jahren ausgeht. Im Werk setzt sich Prudentius neben einer prinzipiellen Abfertigung des heidnischen Pantheons mit der dritten Relatio des Q. Aurelius Symmachus auseinander, der fast 20 Jahre zuvor prominent vor dem Kaiser die Restituierung der heidnischen Staatskulte gefordert hatte. Das antiheidnische Gedicht enthält zudem auffällig viele Vergil-Reminiszenzen, teilweise ganze Verse oder Halbverse des berühmten heidnischen Dichters. Inwiefern diese, auch im Hinblick auf die Intention des Werks, instrumentalisiert worden sein könnten, inwieweit Werksgenese und Rezeptionsprozess von historischen Umständen beeinflusst waren, ist Leitfrage der vorliegenden Arbeit.
Mit einem übergreifenden historisch-philologischen Ansatz und dem Fokus auf ein bislang in diesem Zusammenhang wenig beachtetes Werk möchte die Autorin einen neuen Beitrag zur auch kulturgeschichtlich bedeutsamen Forschungsdebatte um die Vergilrezeption bei Prudentius leisten. Sie liefert zugleich neue Argumente für einen konkreten Anlass der Abfassung von Contra Symmachum und einen längeren Bestand heidnischer Kulte in Rom als bislang angenommen.
Die Arbeit besteht aus zwei Hauptteilen, der theoretisch-historischen Untersuchung und der intertextuellen Analyse. Im ersten Teil werden neben vielen bekannten auch in dem Kontext noch nicht beachtete Quellen ausgewertet, wobei sich die Autorin immer wieder kritisch mit den Thesen Alan Camerons („The last pagans of Rome“, 2011) auseinandersetzt, der nachhaltig für den faktischen Tod der alten Kulte bereits in den 380er Jahren argumentiert hatte. Eine sich anschließende Werksanalyse kommt zum Ergebnis, dass der Anlass, der sich in der Klage über eine ominöse „erneuerte Pest“ (renovata luis) abzeichnet, wahrscheinlich mit der Abhaltung von Gladiatorenspielen in Rom und der Rolle der Vestalinnen in diesem Kontext zusammenhing. Im zweiten Teil zeigen die umfangreichen Interpretationen der Vergilreminiszenzen in Contra Symmachum, dass Prudentius die Vorlagen grundsätzlich antithetisch nutzt, um das in Vergil manifestierte literarische Fundament des Heidentums zu brechen. Mit Heidnisch-Vergilischem destruiert er Heidnisch-Vergilisches und erfüllt auch intertextuell die angekündigte Absicht seiner Schrift.
The Creation of the Illustrated Octateuch. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz (52); Reihe B: Studien und Perspektiven. Anderson, Jeffrey C. Englisch. 2022. 128 S. 44 Tafeln, 174 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-7520-0616-2 L, Reichert
The illustrated Octateuch is the most complex work of its kind produced in Byzantium. It consists of the first eight books of the Old Testament in the Septuagint translation, which is surrounded by thousands of comments from the writings of the Church Fathers and notes with variant readings; the text itself is interrupted by hundreds of illustrations. There are five Octateuchs and they date from the twelfth and thirteenth centuries; one example, destroyed in 1922 and known only from low quality reproductions, is published here from a newly discovered set of photographs. Since the early twentieth century the five manuscripts have been taken to be closely related, deriving from two different models that ultimately depend on a single, Early Christian source. In a preliminary chapter the author introduces the constituent parts of the manuscripts and the studies used to evaluate them. A group of miniatures that is considered to be the foundation for the theory of two sources receives a careful review. Then, working from the interruptions to and restored lacunae in the text, as well as the notes to it, the author shows that the manuscripts all descend from a single source; with the help of two Octateuchs related by textual content (but without illustration) it is possible to describe the lost source with considerable accuracy. Analysis of the illustrations shows that the source was made around 1060. The conclusion lays to rest issues that have been actively debated since the time of Josef Strzygowski. The principal audience for this study consists of Byzantinists concerned with manuscript studies. It should also be of interest to medievalists generally, art historians and those concerned with the transmission and use of the Bible in the Middle Ages. The author expects the book to be read with profit by graduate students, who can benefit from the approach.
Der Innenraum hellenistischer Tempel. Ein Ort rituellen und sozialen Handelns. Kobusch, Philipp. Deutsch. 2022. 368 S. 45 Tafeln, 1 Beilage, 261 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 118,00. ISBN: 978-3-7520-0009-2 L, Reichert
Seit Beginn der wissenschaftlichen Beschäftigung mit der griechischen Kultur stehen griechische Tempelbauten im besonderen Fokus der Forschung. Dennoch wurde ihnen bis weit in die 2000er Jahre hinein eine Bedeutung im griechischen Ritual vielfach kategorisch abgesprochen: Die Architektur der Tempel wurde lediglich als Fassade verstanden, vor deren Hintergrund die zentralen Rituale am Altar außerhalb des Tempels stattfanden. Ihre Innenräume galten schlicht als Aufbewahrungsort des Kultbildes, die einem größeren Publikum verschlossen blieben.
Erst seit den späten 1990er Jahren wurde dieses Bild in den altertumskundlichen Fächern vereinzelt in Frage gestellt, aber immer nur auf der Grundlage weniger Indizien. Die vorliegende Arbeit will durch eine explizit interdisziplinäre Zusammenstellung der archäologisch nachweisbaren funktionalen Objekte einerseits und der schriftlich überlieferten Handlungszusammenhänge andererseits eine tragfähige Grundlage erstellen, um das Spektrum nachweisbarer Verwendungsformen griechischer Tempelinnenräume beurteilen zu können.
Grundlegende Prämisse für eine Beschäftigung mit Tempeln als Handlungsraum ist ihre selbstverständliche Betretbarkeit durch ein breites Publikum. Diese Prämisse kann mit einer großen Anzahl, hier erstmalig systematisch zusammengestellter literarischer und epigraphischer Quellen für viele Beispiele einwandfrei bewiesen werden.
Die Arbeit kann zeigen, dass Tempelinnenräume einen zentralen Ort für die (rituelle) Kommunikation mit der Gottheit darstellten. Diese umfasst neben Gebeten auch konkrete Opferhandlungen, die parallel und ergänzend zum Hauptopfer am Altar stattfanden. Archäologisch kann diese Nutzung anhand fest installierter Opfervorrichtungen, wie Tischen, Opferstöcken und Räucherständern nachgewiesen werden. Daneben dienten Tempel als Schatzräume, Orte des Kunstgenusses und der Kunstrezeption und konnten in teils aufwändigen administrativen Abläufen eingebunden sein, gerade wenn der Tempel Teil eines aktiven Finanzinstituts war. Es kann aber auch gezeigt werden, dass ein solch hervorgehobener (ritueller) Raum immer auch ein wichtiger Ort vielschichtiger sozialer Aushandlungs- und Kommunikationsprozesse war.
Entgegen der verbreiteten Forschungsmeinung spielten griechische Tempelinnenräume demnach eine zentrale Rolle in den rituellen und sozialen Praktiken griechischer Kultur.
Für das Verständnis des Phänomens Tempel ist aber entscheidend, dass sich Gewichtung und räumliche Anordnung der einzelnen Aspekte von Tempel zu Tempel erheblich unterschieden. Daraus lässt sich erschließen, dass der in den Grundzügen stark normierten Tempelarchitektur kein einheitliches Nutzungskonzept zu Grunde lag. Vielmehr fanden in einem lokalen Aushandlungsprozess unterschiedliche Interessen und Anforderungen Berücksichtigung, die dem einzelnen Tempelinnenraum einen jeweils individuellen Charakter als Handlungsraum zuwiesen.
Wolgast, Der Reiseführer. Herzogsstadt und Tor zur Insel Usedom mit Amt am Peenestrom. Sörries, Reiner. Deutsch. 2022. 196 S. 264 fb. Abb., 16 Abb. 24 x 17 cm. EUR 16,90. ISBN: 978-3-7520-0658-2 L, Reichert
In der 2018 begonnenen Reihe „Zeitreisen“ werden Leserinnen und Leser in diesem Band zu einem Besuch und einer Erkundung der alten Herzogstadt Wolgast in Vorpommern eingeladen, die viele Menschen kennen, weil sie die Stadt auf dem Weg zum Urlaub auf der Insel Usedom passiert haben – aber ohne anzuhalten. Hier sollen nun bilderreich und gut recherchiert die historischen und kunstgeschichtlichen Besonderheiten der Stadt erschlossen werden. Das Spektrum reicht von der Prähistorie über die kirchlichen und stadtgeschichtlichen Denkmale bis zu den Plattenbauten der sozialistischen Zeit und dem Neubeginn in der Nachwendezeit. In diesem Sinne ist es wahrlich eine Zeitreise, die durchaus gut in einem Tag zu bewältigen ist.
Besprochen werden die architektonischen Highlights, die Wolgast zurecht einen Platz an der Europäischen Route der Backsteingotik einräumen, und es wird der Bedeutung als Residenz des Herzogtums Pommern-Wolgast Rechnung getragen. Die Stadtgeschichte wird dabei vor allem entlang der sichtbaren Zeugnisse erschlossen, wobei neben den Kostbarkeiten auch die Alltäglichkeiten wie Friedhöfe, Garagenhöfe und Laubenkolonien berücksichtigt werden.
Bewusst gewählt ist hier die Form eines Reiseführers, die auch einen empfohlenen Stadtrundgang und touristische Hinweise einschließt, sowie eine leicht verständliche Sprache, die Zusammenhänge sichtbar werden lässt. Da Wolgast heute zudem Verwaltungssitz des Amtes Am Peenestrom ist, wird zudem zu einer Erkundung der näheren Umgebung eingeladen, die sich einerseits bis auf die Insel Usedom und andererseits landwärts bis zum Lassaner Winkel erstreckt. Dorfkirchen, Gutsdörfer und Gutshäuser sind hier ebenso zu entdecken wie ihre strukturellen Nachfolger in Gestalt der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGs).
Der Autor ist Theologe und Kunsthistoriker und lebt seit 15 Jahren in der Nähe von Wolgast. Er ist also Fremder und Einheimischer zugleich, wodurch sein differenzierter Blick auf eine ebenso besondere wie ganz normale Stadt geprägt wird.
Archäologischer Anzeiger. 2. Halbband 2021. Hrsg.: Deutsches Archäologisches Institut. Zentrale; von Rummel, Philipp. Deutsch. 2022. 454 S. 318 fb. Abb., 938 Abb. 28 x 21 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7520-0653-7 L, Reichert
Im Archäologischen Anzeiger werden Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen und Berichte über Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
The Pottery Assemblage from Late Meroitic Hamadab, Sudan (2nd to 4th century A.D.). Archäologische Forschungen in Afrika (1). Nowotnick, Ulrike. Ceramic Technology, Production and Use in an Urban Settlement on the Middle Nile. Deutsch. 2022. 426 S. 1070 fb. Abb., 1134 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 128,00. ISBN: 978-3-7520-0629-2 L, Reichert
Excavations in the ancient town of Hamadab (Sudan) have revealed a large urban settlement of the 3rd century B.C. to 4th century A.D. – a once thriving neighbour to Meroe, the capital of Kush. As one of the few well-researched habitation sites in the region, Hamadab has revealed new insights on the way of life in a past African community about 2000 years ago. Archaeological investigations in the town, and particularly of pottery kilns and domestic houses, yielded large quantities of ceramics which provide important categories of data suitable for exploring the role of pottery in craft production and everyday life. They form the basis for an empirical analysis of production technologies and ceramic use; research topics that remain little studied in the archaeology of the Middle Nile region. By evaluating a large ceramic corpus from Hamadab, this book defines, for the first time, a Late Meroitic domestic assemblage. Kiln remains and household ceramics were analysed towards the economic and domestic activities in a Kushite settlement, using the broad potentials of ceramic analysis, such as archaeometric fabric analyses, contextual approaches, use wear traces and ethnoarchaeological observations. The evaluation of scientifically defined fabric groups also incorporates ceramics from the excavations at the Royal Baths in Meroe, which allows for a wider spectrum in studying the changes in Kushite ceramic technology, raw material selection and clay preparation. This book thus provides an important methodological and thematic reference for a Meroitic living assemblage and the analytical basis for understanding wider socio-cultural phenomena in the region.
From the Object to the Mine. Papers from the Project and the Conference „Prehistoric Copper Metallurgy in Zambujal (Portugal)“. Iberia Archäologica (15.2). Hrsg.: Bartelheim, Martin; Gauß, Roland; Kunst, Michael; Deutsches Archäologisches Institut. Madrid. Früher Bergbau und Metallurgie auf der Iberischen Halbinsel. Deutsch. 2022. 428 S. 89 Abb., 281 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 88,00. ISBN: 978-3-7520-0016-0 L, Reichert
Während im Vorderen Orient und in Südost-Europa Kupferverarbeitung seit der Mitte des 6. Jts. v. Chr. nachgewiesen werden kann, beginnt diese in Westeuropa frühestens im späten 4. Jt. v. Chr. in einer Zeit, in der im Osten ein Rückgang festzustellen ist. Auf der Iberischen Halbinsel lässt sich ein Innovationschub mit Indikatoren für soziale Eliten erkennen wie aufwändige Grabbauten, reiche Grabausstattungen sowie erstmalig Kupfer- und Goldfunde. Besonders im Süden gehören dazu große befestigte Siedlungen wie Zambujal (Estremadura, Portugal). Die dortigen archäometallurgischen Untersuchungen sowie Prospektionen kupferzeitlicher Minen ergaben zwischen Serra d`Ossa, südlich von Estremoz (Portugal) und der westlichen Sierra Morena (Spanien) das Herkunftsgebiet des Erzes. Zu diesem Ergebnis gelangte ein von der DFG finanziertes Projekt, das 2005 in der hier veröffentlichten internationalen Tagung am Alqueva-Staudamm (Moura, Portugal) mit Spezialisten diskutiert wurde. Die frühe Metallurgie in Zambujal ist vor allem Gegenstand der ersten Aufsätze während sich die anderen Beiträge dem weiteren Umfeld sowie methodischen Problemen der Montanarchäologie und Experimenten widmen. Es zeigt sich gegenüber älteren Auffassungen, dass die Innovation des Metallhandwerks wirtschaftlich-existentiell noch keine große Rolle spielte. Ein Glossar zu den deutschen, englischen, spanischen und portugiesischen Fachbegriffen rundet den Band ab.
Impermanent Monuments, Lasting Legacies: The Dār al-Khilāfa of Samarra and Palace Building in Early Abbasid Iraq. Saba, Matthew. Englisch. 2022. 216 S. 112 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 129,00 ISBN: 978-3-95490-519-5 L, Reichert
This book offers a new interpretation of the palaces built by the Abbasid dynasty of Iraq at the apex of its political power from 750 to 900 A.D., focusing on the main palace of Samarra, the Dār al-Khilāfa, as a case study. Early Abbasid palaces are known for their massive footprints, elaborate floorplans, and extensive decoration on the one hand, and for their speedy construction, uneven quality, and brevity of courtly occupation on the other. This study argues that these palaces reveal a concept of monumentality endemic to their era that did not assume the long-term permanence of the building. Rather, such palaces, conceived by their patrons and architects as “impermanent monuments,” were designed to create legacies of imperial power through the performative act of construction itself, the presentation of the finished product to select audiences during spectacular events, and the slow decay of their extensive ruins over time. These structures utilized large expanses of empty space combined with the elaboration of ceremonial protocols and the impact of innovative but often repetitive and inexpensive ornament to make a powerful impression without investing heavily in configurations of space or details of dĂ©cor that might not survive. It was the words of viewers about these structures, either in the form of anecdotes or poetry, that the Abbasids understood to be truly permanent, and some caliphs encouraged the creation of elaborate poems to extend the impact of these palaces far beyond their anticipated use as courtly residences.
Considering these palaces in light of coeval ideas about monumentality and memory, this study advances knowledge on an important period in the history of Islamic architecture that has been difficult to approach due to the complexity of the archaeological and literary evidence. To this end, the book includes an inventory of some of the architectural ornament found in the Dār al-Khilāfa of Samarra during the excavations of Ernst Herzfeld, offering a presentation of that material based on findspot. This study’s synthesis of archaeological evidence, primary sources, and secondary literature raises fresh questions regarding the temporality of palace architecture in the pre-Modern Islamic world—a phenomenon not limited to the Abbasid period—and offers a counterpoint to notions of the monument as a permanent, unchanging structure. It will be of interest to historians of pre-Modern architecture, as well as scholars of Arabic literature interested in the relationship between poetry and other art forms.
Mulva VII. Die Thermen und das Forum. Martini, W,; Schattner, Thomas G. Hrsg.: Schattner, Thomas G. Deutsch. 2021. 512 S. 37 Tafeln, 431 Abb., 216 fb. Abb. 31,5 x 21 cm. EUR 220,00 ISBN: 978-3-95490-508-9 L, Reichert
Das municipium flavium muniguense/Munigua (Villanueva del RĂ­o y Minas) liegt ca. 50 km nordöstlich von Sevilla/Andalusien in den ersten Ausläufern der Sierra Morena. GegrĂĽndet im 4. Jhdt.v. Chr. war der Platz bis ins islamische Mittelalter besiedelt. Seine ĂĽber tausendjährige Geschichte ist von der römischen Epoche geprägt. Die archäologischen Zeugnisse verweisen bislang auf die Zeit zwischen dem 1. Jhdt. v. Chr. bis zum 4. Jhdt. n. Chr. Als Forschungsprojekt ist es seit dem Jahre 1956 von den spanischen Altertumsbehörden den Gelehrten der Abteilung Madrid des Deutschen Archäologischen Instituts ĂĽbertragen, die in nahezu jährlichen Kampagnen dort bisher altertumswissenschaftliche Untersuchungen durchgefĂĽhrt haben. In dieser Zeit ergaben sich verschiedene Schwerpunkte. Konzentrierte sich die Forschung zu Beginn (1956 bis 1977) auf topographische Fragen, standen danach die Wohnbebauung und die Nekropolen im Vordergrund (1967‒1996). Die dritte Etappe von 1999 bis 2011 hatte die Erkundung der wirtschaftlichen Grundlagen der Stadt zum Ziele. Angesichts des erreichten fortgeschrittenen Wissensstandes von einem halben Dutzend Monographien und mehr als 100 wissenschaftlichen Artikeln konnte danach ein Projekt zur 3D-Rekonstruktion der Gebäude der Stadt ins Werk gesetzt werden. Dieser Forschung wohnt in besonderer Weise der Aspekt der Benutzbarkeit der Gebäude vor dem Hintergrund ihrer Funktion inne. In ihren Rahmen gehören die Thermen und das Forum, die in dem vorliegenden Band ausfĂĽhrlich behandelt werden. Auf der Grundlage von eingehenden Baubeschreibungen ergaben sich jeweils konkrete Anhaltspunkte zur Scheidung der Bauphasen und zu ihrer Datierung. Rekonstruktionen im 3D-Format runden das Bild ab. Methodisch beruht die Vorgehensweise auf der Nutzung von herkömmlicher Technik zur Bauaufnahme wie auch auf dem neuartigen Sfm-Verfahren. FĂĽr die 3D-Rekonstruktionen diente das Programm SketchUp als Grundlage. Die Bedingungen und Voraussetzungen fĂĽr die Verwendung der Hilfsmittel schildern eigene Beiträge aus der Feder von Chr. Hartl-Reiter und D. Schäffler sowie von H. RuipĂ©rez. Die Fundkeramik aus den Thermen wird von C. Basas vorgelegt.
Im Ganzen beschreibt der Band im Rahmen seiner gesteckten Thematik die Entwicklung einer einheimischen Siedlung zu einer römischen Stadt. Diese ergibt sich nicht zuletzt durch die Einbeziehung der umliegenden Gassen sowie der Statuenausstattung in den Gebäuden. Die Thermen sind das erste öffentliche Gebäude, das in Munigua errichtet wird. Dies erfolgt zur Mitte des 1. Jhdts. n. Chr. hin wohl in der Zeit des Kaiser Claudius (41‒54 n. Chr.). In der Folgezeit gibt es immer wieder Umbauten, insgesamt sind vier Phasen unterscheiden. In frĂĽh-flavischer Zeit wohl in der Zeit des Kaisers Vespasian (69‒79 n. Chr.), das heiĂźt eine Generation später, liegt der Baubeginn des Forums. Der Zeitpunkt liegt so nahe an der Verleihung des latinischen Rechtsstatus an ganz Hispanien, von dem Plinius berichtet (nat. Hist. III 30), dass ein Zusammenhang unausweichlich erscheint. Jedoch zeigt die Untersuchung, dass das Forum nicht funktionsfähig war, da es einem Baustopp zum Opfer fiel, der bis in die neunziger Jahre des 1. Jhdts. n. Chr. dauern sollte. Erst dann, wohl in der Zeit des Kaisers Domitian (81‒96 n. Chr.), war es fertiggestellt. Die Bauinschrift (Bauerrichtung durch L. Valerius Firmus) ist erhalten und ferner die Stiftungsinschrift fĂĽr das Sacellum des Dis Pater (durch L. Aelius Fronto). Sie dokumentieren nicht nur die Finanzierung der öffentlichen Bauten durch private Initiative sondern auch deren Ausgestaltung und Ausstattung, die nach und nach erfolgen konnte.
Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte 8-2021. Imaginum orbis. Bilderwelten zwischen Spätantike und Byzanz. Festschrift anlässlich des 80. Geburtstags von Johannes G. Deckers. Hrsg.: Giannoulis, Markos; Löx, Markus; Oepen, Alexis. Deutsch. 2022. 304 S. 14 fb. Abb., 150 Abb. 24 x 17 cm. EUR 49,00. ISBN: 978-3-95490-518-8 L, Reichert
Das vorliegende Buch ist eine Festschrift aus Anlass des 80. Geburtstages von Herrn Prof. Dr. Johannes G. Deckers, dem ehemaligen Professor für byzantinische Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Der Band vereint insgesamt 18 Beiträge von Kolleginnen und Kollegen aus dem In- und Ausland. Der Großteil der Aufsätze stammen aus einem der von Johannes Deckers bevorzugten, vielfältigen Forschungsfeld der IMAGINUM ORBIS. Diese spätantiken und byzantinischen Bilderwelten erscheinen dem modernen Betrachter mal überraschend vertraut, mal unzugänglich und schwer verständlich. Syntax und Grammatik dieser Bildsprache, also ihren Regeln und den Abweichungen davon, gilt das besondere Interesse des Bandes. Daher liegt ein Schwerpunkt auf bildwissenschaftlichen Einzelstudien von der Darstellung eines Parther, deren Ikonographie letztlich auf die der frühchristlichen Magier auswirkte, über den Umgang mit zerstörten Bildern im mittleren Osten bis hin zur byzantinischen Buchmalerei. Neben grundlegenden Überlegungen zum geographischen Ursprung frühchristlicher Bildprogramm (in Rom oder an der Peripherie des Reiches) legen international anerkannte Expertinnen und Experten teils unpublizierte und so gut wie unbekannte Bilder und Bildträger vor, die zum besseren Verständnis des imaginum orbis beitragen. Da sich Johannes G. Deckers aber nicht ausschließlich mit den Methoden der Bildwissenschaften der spätantiken und byzantinischen Zeit annähert rundet eine Sektion zur "Welt jenseits der Bilder" den Sammelband ab. Neben einer geographischen Breite, die von einem spektakulären Fund aus Bayern über einen Beitrag zum Heiligen Land, bis hin zu Geschenken aus den fernen Armenien spiegelt auch die zeitliche Dimension der Aufsätze, die von der Epoche Konstantins des Großen bis zu Zeit der venezianischen Herrschaft über Kreta reicht, die weiten Interessen des Jubilars wider.
Von Allah bis Zypresse. Bildwörterbuch zur islamischen Ikonographie. Sörries, Reiner . Deutsch. 2021. 264 S. 581 fb. Abb., 5 Abb. 29,7 x 21,0 cm . EUR 29,95 . ISBN: 978-3-95490-447-1 L, Reichert
Trotz des islamischen Bilderverbots, das in seiner Gültigkeit viel diskutiert ist, kennt man in der islamischen Welt eine Vielzahl von Bildern von der künstlerischen Buchmalerei bis zu den Plakaten an Straßen und Hauswänden. Das vorliegende Buch ist der Erschließung dieser Bilderwelt von den Anfängen bis zur Gegenwart gewidmet und besitzt drei Teile. Im einführenden Teil werden neben Erörterungen des Bilderverbots die kulturellen und literarischen Quellen der islamischen Ikonographie, Chronologie und Lokalisierung der islamischen Bilderwelt sowie die Kunstgattungen genannt, in denen Bilder vorkommen. Der zweite (Haupt-) Teil erschließt die wichtigsten Inhalte islamischer Ikonographie von A bis Z. Im abschließenden dritten Teil erfolgen anhand ausgewählter Beispiele ikonologische Erörterungen. Dabei werden einerseits die Gegensätze zwischen der bilderfreundlichen persischen (schiitischen) und der eher bildabstinenten arabischen (sunnitischen) Haltung und andererseits die Überschneidungen mit der asiatischen und der abendländischen Kunst berücksichtigt.
Kaiserzeitlicher vicus, spätantike Befestigung und Bestattungen. Beihefte zur Trierer Zeitschrift (39). Heimerl, Ferdinand. Das römische Beda/Bitburg. Deutsch. 2021. 480 S. 60 Tafeln, 100 Beilagen, 535 fb. Abb., 916 Abb. 29,7 x 21,0 cm . EUR 78,00 . ISBN: 978-3-95490-511-9 L, Reichert
Erstmalig bietet diese Dissertationsschrift eine systematische Vorlage der Ausgrabungen in Bitburg seit 1889, um die Siedlungsgenese des Ortes vom 1. bis 5. Jahrhundert n. Chr. darzustellen. Die befund- und fundorientierte Analyse der Siedlungsreste und Bestattungen beleuchtet die Transformation vom kaiserzeitlichen Straßendorf zur spätantiken Befestigung. Diese Umwehrung zählt zu den am besten erhaltenen spätantiken Wehranlagen nördlich der Alpen und bietet weiterführende Erkenntnisse zu Bauausführung, Rekonstruktion, Datierung und Funktion spätantiker Befestigungen in Nordostgallien. Das Bitburger Fundmaterial des 5. Jahrhunderts besitzt einen hohen Stellenwert für die Kontinuitätsdiskussion zwischen Spätantike und Frühmittelalter.
Eine lange Geschichte. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (19). Regner-Kamlah, Birgit. Das Erdwerk der Michelsberger Kultur von Bruchsal „Aue“. Deutsch. 2021. 340 S. 24 Pläne auf 6 Beilagen, 24 Abb., 288 fb. Abb. 29,7 x 21,0 cm . EUR 75,00 . ISBN: 978-3-95490-523-2 L, Reichert
Im Jahr 1986 wurde durch Luftbildbefliegung am nordöstlichen Rand des badischen Städtchens Bruchsal ein Doppelgrabenwerk der Michelsberger Kultur (etwa 4300–3600 v. Chr.) entdeckt. Damit wusste man nun von vier dieser jungneolithischen Graben-Wall-Anlagen im Stadtgebiet, darunter das bereits seit dem Ende des 19. Jahrhundert bekannte, eponyme Erdwerk auf dem Michaelsberg in Bruchsal-Untergrombach. In den darauffolgenden Jahren (1987–1993) konnten die noch auf etwa 550 m Länge erhaltenen doppelten Gräben im Bruchsaler Gewann „Aue“ annähernd vollständig archäologisch untersucht werden. Überraschend war die Auffindung von sechs Gruben am Rande und unter der Sohle des äußeren Grabens, in die die Körper von acht Kindern und sieben älteren Erwachsenen teils geordnet abgelegt, teils scheinbar achtlos hineingeworfen worden waren. Derartige Gräber sind rar in der Michelsberger Kultur, findet man doch oft nur einzelne menschliche Knochen oder Schädel ohne weiteren Zusammenhang.
In diesem Band werden die Grabenbefunde, 31 Siedlungsgruben und die sechs Grabgruben ausgewertet. Die detaillierte Ausgrabung und Dokumentation machte es möglich, die Baugeschichte der Doppelgräben mit ihren zahlreichen Toren und eines weiteren, erst am Ende der Ausgrabungen entdeckten Annexgrabens nachzuvollziehen. Die Analysen gaben Einblicke in die Konstruktionsabsichten der jungneolithischen Grabenerbauer, offenbarten Umbauten, die Entfernung von Durchgängen, die mehrfache erneute Verwendung und eine Erweiterung der Grabenanlage, zudem erbrachten sie Erkenntnisse über Wiederverfüllung, Abnutzung und Verfall der Gräben. Die bereits publizierten Keramik- und Tierknocheninventare aus den unterschiedlichen Befundlagen konnten zur relativen und absoluten Datierung mehrerer Nutzungsphasen herangezogen werden. Die Anlage war demnach innerhalb von etwa 600 Jahren (ca. 4250–3650 v. Chr.) in Gebrauch, mit zahlreichen temporären Unterbrechungen. Es wurde offensichtlich, dass das Erdwerk zu keiner Zeit in der heute erhaltenen Gestalt existierte, sondern das Ergebnis vielfältiger anthropogener und natürlicher, über sechs Jahrhunderte hinweg akkumulierter Umformungen ist.
Die nach wie vor andauernde Diskussion um die Funktion der Erdwerke kann auch nach der Interpretation aller Befunde des Erdwerks von Bruchsal „Aue“ nicht eindeutig in eine Richtung gelenkt werden. Hinweise auf eine profane Siedlungsnutzung mit Defensivcharakter sind ebenso vorhanden wie auf kultisch-rituelle Handlungen. Zudem deuten zahlreiche nicht lokale Fundstücke auf weit gespannte Tausch-und Kommunikationsverbindungen. Möglicherweise wurden die vier Michelsberger Anlagen in Bruchsal reihum wiederholt genutzt, und nach jeweils einigen Jahrzehnten Nutzungszeit zogen die jungneolithischen Bewohner aus unbekannten Gründen weiter zum nächsten Platz.
Katalog der Gräber 901-1308. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (12). Höke, Benjamin; Gauß, Florian; Peek, Christina; Stelzner, Jörg. Lauchheim II.4. Deutsch. 2021. 704 S. 643 Abb., 259 Tafeln. 29,7 x 21 cm. 2 Bände. EUR 99,00 . ISBN: 978-3-95490-443-3 L, Reichert
Mit rund 1300 Gräbern aus dem Zeitraum vom späten 5. bis zum späten 7. Jahrhundert ist das Gräberfeld von Lauchheim (Ostalbkreis) bis heute der größte bekannte merowingerzeitliche Bestattungsplatz Süddeutschlands. Als Ergebnis eines Forschungsprojekts, das sich der Dokumentation und Auswertung der Gräber mit modernen Methoden und Technologien widmete, werden die Befunde und Funde aus Lauchheim in einem detaillierten Katalog mit umfangreichem Tafelteil vorgelegt und damit eine einzigartige Quelle der Frühmittelalterforschung der weiteren wissenschaftlichen Auswertung zugänglich gemacht. Der letzte der insgesamt vier Teilbände des Katalogs umfasst die Gräber 901–1308.
Trierer Zeitschrift 83/84 2020/2021. Trierer Zeitschrift (83/84). 2021. 407 S. 26,5 x 20 cm. EUR 58,00. ISBN: 978-3-7520-0014-6 L, Reichert
Aus dem Inhalt
A. Haffner/L. Eiden: Das Bronzepferdchen von Freisen — H. Nortmann, Die Funde von der eisenzeitlichen Altburg bei Bundenbach — F. Tanz: Die Nummerierung der Trierer Insulae — J. Hupe: Ausgrabungen im römischen Nordgräberfeld Triers — S. Faust: Figürliche Bronzen und Gegenstände aus anderen Metallen aus Stadt und Bezirk Trier in Privatbesitz V — P. Henrich: Eine Bronzestatuette des Herkules mit Wildschwein aus Sinzig-Löhndorf — J. Merten: Klaus Parlasca (1925-2020) und die Trierer Archäologie — J. Hupe: Jahresbericht der Archäologischen Denkmalpflege für den Stadtbereich Trier 2016-2017.
Les sculptures antiques du Musée d’art et d’archéologie du Pays de Laon - Die antiken Skulpturen des Musée d’art et d’archeologie du Pays de Laon. Monumenta Artis Romanae (MAR) (42). Kaderka, Karolina; Scheding, Paul. 2021. 216 S. 64 Tafeln, 220 Abb. 31,5 x 22,5 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-527-0 L, Reichert
Das Forschungsarchiv für Antike Plastik am Archäologischen Institut der Universität zu Köln widmet sich seit mehr als 50 Jahren der Dokumentation wenig bekannter Sammlungen griechischer und römischer Skulpturen durch hochwertige Fotografien sowie ihrer Publikation in der Reihe Monumenta Artis Romanae. Der vorliegende Band ergänzt diese Arbeiten um die Vorlage der antiken Skulpturen im Musée de Laon. Sie stammen hauptsächlich aus einer der bedeutendsten französischen Privatsammlungen des frühen 20. Jahrhunderts, die sich seit 1937 im Besitz des Museums befindet.
Die herausragende Stellung dieser Sammlung liegt in der Qualität der Skulpturen, in ihrer Vielfalt und in ihrem Erhaltungszustand begründet. Den Schwerpunkt der Sammlung bilden Werke aus dem östlichen Mittelmeerraum, besonders aus Griechenland, Kleinasien und Alexandria. Die Bandbreite der griechischen Originalskulpturen reicht von einer männlichen Mantelfigur des 6. Jahrhunderts über Grabreliefs und Götterbilder des 4. Jahrhunderts v. Chr. bis zu späthellenistischen Werken. Für den Hellenismus ist der überlebensgroße Kopf eines Königs von besonderer Bedeutung; unter den kaiserzeitlichen römischen Skulpturen ragen Portraits und diverse Köpfe hervor wie ein idealer Frauenkopf aus dem späten 4. Jahrhundert n.Chr. Davon haben bisher nur wenige Stücke in der Forschung Beachtung gefunden.
Die Sammlung wurde größtenteils von Joseph Eugène Paul-Marguerite de la Charlonie (1844–1921) aus dem Pariser Kunsthandel zusammengetragen. Sie steht in Herkunft, Zusammensetzung und Erhaltungszustand gleichzeitigen Skulpturensammlungen in Europa und in den USA nahe. Im Gegensatz zu den europäischen Antikensammlungen des 17. und 18. Jahrhunderts wurden an den Antiken der Sammlung Marguerite de la Charlonie nur ganz spärliche Ergänzungen vorgenommen, was ihren Aussagewert erheblich steigert. Der Katalog, Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen französischen und deutschen Archäologen, bietet die umfassende Materialvorlage der Einzelwerke und ihre fotografische Dokumentation. Damit leistet er archäologische Grundlagenforschung; gleichzeitig zielt er durch die Klärung der Provenienzen auf eine Rekontextualisierung des Materials.
Der Mythos Niko Pirosmani. Auf den Spuren eines kuriosen Künstlerlebens im Georgien der Jahrhundertwende. Übersetzt aus dem Georgischen von Heinz Fähnrich. Kakabadse, Giorgi. Übersetzt von Fähnrich, Heinz. Deutsch. 2021. ca 304 S. 42 Abb., 52 fb. Abb. 21,0 x 14,8 cm. EUR 29,95. ISBN: 978-3-95490-499-0 L, Reichert
Today, Niko Pirosmani (1865-1919) is considered one of the most important painters in the history of 20th century art. As a self-taught, penniless vagabond and artist in life, his work was characterised by a uniqueness that was fed exclusively by the painter`s rich spiritual world. His clear, flawless and immediate perception of the world and a childlike honesty broke academic boundaries and inspired the avant-gardists of his time. Fame and recognition nevertheless eluded him throughout his life, which was marked by hunger, the dire consequences of his drinking habit, homelessness and abject poverty. Unhappiness in love, exclusion from society, ridicule and scorn, finally a filthy basement and a dark, lonely death: this misfortune is contrasted by a bright, strong and pious spirit, a proud heart and the sublimity of unbridled, nature-loving freedom, which make this life appear to be a special and lively one despite all the opposition and external failure.
On the basis of eyewitness accounts, newspaper articles, protocols, and, for the first time, sources that previously fell victim to communist censorship, the author sheds new light on Pirosmani`s legendary life and finds answers to previously unsolved questions. He creates a fascinating and also contradictory portrait, which he embeds in the wide range of cosmopolitan social life in Georgia`s capital Tbilisi at the turn of the century. We meet more or less famous personalities of the time, writers, poets, painters, politicians, shopkeepers, owners of taverns and pubs, and many more.
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