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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Die Altt√ľrkenzeit in Mittel- und Zentralasien. Arch√§ologische und historische Studien. Stark, S√∂ren. Nomaden und Sesshafte. SFB Differenz und Integration. Wechselwirkung zwischen nomadischen und sesshaften Lebensformen in Zivilisationen der Alten Welt (06). 2013 608 S. 116 Abb, 7 Karte(n). 24 x 17 cm. Gb. EUR 99,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-532-9 L, Reichert
Zwischen der Mitte des 6. und der Mitte des 8. Jahrhunderts pr√§gte die Gro√üreichsbildung der T√ľrk bzw. ihrer Teilstaaten die Kulturgeschichte der Eurasischen Landmasse √ľber weite Strecken. W√§hrend dieser als "Altt√ľrkenzeit" bezeichneten Periode erlebten die wechselseitigen politischen, kommerziellen und kulturellen Verflechtungen zwischen der pastoralnomadischen Welt Zentralasiens und ihren sesshaften Nachbarn in Iran, China und in den Oasen der Turanischen Senke bzw. des Tarimbeckens eine bemerkenswerte Bl√ľte.
Im Fokus der vorliegenden Studie stehen dabei die politischen, sozialen und kulturellen Beziehungen zwischen den T√ľrk-Nomaden und der sesshaften Oasenbev√∂lkerung des Mawarannahr. Die hier in unmittelbar vorislamischer Zeit existierenden Kleinf√ľrstent√ľmer Sogdiens und der benachbarten Mikrooasen standen in regem politischen und kulturellen Austausch mit den offenen Steppen und den dortigen politischen Entit√§ten der T√ľrk bzw. der T√ľrgeŇ°. Zugleich sind insbesondere Sogder f√ľr diesen Zeitraum nicht nur als Fernh√§ndler und Kolonisten mannigfach entlang der Fernhandelsrouten zwischen der Krim und Nordchina nachgewiesen, sondern spielten auch an den Ordu der T√ľrk Qayane eine wichtige Rolle als Handwerker, Beamte, S√∂ldner, Missionare sowie als pers√∂nliche Gefolgsleute der nomadischen Reichseliten.
Ziel der Untersuchung ist eine diffenzierende Analyse dieses Wechselspiels auf Grundlage arch√§ologischer, literarischer und epigraphischer Quellen. Hierzu unterzieht S√∂ren Stark zun√§chst auf arch√§ologischer Ebene die charakteristischen Elemente der materiellen Kultur des altt√ľrkischen Kulturkreises einer kritischen Diskussion. Unter Einbeziehung der verf√ľgbaren literarischen und epigraphischen Quellen betrachtet er sodann jene politischen und sozialen Strukturen und Prozesse genauer, innerhalb derer in altt√ľrkischer Zeit Pastoralnomaden im Kontext der Gesellschaft und Kultur des sesshaften Mawarannahr bzw. sesshafte Mittelasiaten im Bereich pastoralnomadischer Staatlichkeit eine prominente Rolle spielten. Abschlie√üend geht er der Frage nach, inwiefern sich diese Strukturen und Prozesse im arch√§ologischen Material der sesshaften Kultursph√§re des Mawarannahr abbilden, welchen Segmenten der Sach- und Geisteskultur und welchen sozialen Gruppen sie vornehmlich zugeordnet werden k√∂nnen. Zur Beantwortung dieser Fragen l√§sst die vorliegende Studie gleicherma√üen arch√§ologische als auch Textquellen zu Wort kommen.
Ciudades Mayas del Noreste del Petén, Guatemala. Análisis urbanístico y conservación. Quintana, Oscar. Forschungen zur Archäologie Außereuropäischer Kulturen (11). 2013 Spanisch. 270 S. 286 z.Tl. fb. Abb, 11 Tabellen. 29 x 19 cm. Gb. EUR 88,00. CHF 119,00 ISBN: 978-3-89500-942-6 L, Reichert
La regi√≥n noreste de Pet√©n posey√≥ durante el periodo prehisp√°nico maya una especial condici√≥n de desarrollo cultural, pol√≠tico y constructivo. Pr√°cticamente todo el cuadrante noreste estuvo en actividad productiva por espacio de 1200 anos (300 a. C. ‚Äď 900 d. C.). En este territorio se encuentra Tikal, la poderosa gran urbe de las tierras bajas centrales mayas. Tikal es sin duda la ciudad maya m√°s conocida e investigada de Guatemala. Pero Tikal sola, sin yacimientos como Nakum, Yaxh√°, El Zotz, Uaxact√ļn, Xult√ļ muchos otras m√°s, no hubiera podido funcionar como cabeza de un sistema regional. Todas las partes del conjunto, con centros urbanos grandes y pequenos, fueron importantes para producir una cultura local muy particular y espectacular de categor√≠a mundial.
El libro se divide en cuatro partes. Luego de una exposici√≥n general, que explica los antecedentes, y la metodolog√≠a de trabajo, se presenta el registro de los datos de campo. El Cat√°logo muestra 64 ‚Äúfi chas t√©cnicas‚ÄĚ nuevas. De estos centros urbanos mayas, 28 son mostrados por primera vez. El nuevo corpus es presentado uno por uno, con su descripci√≥n escrita y gr√°fica.
Esta información individual es luego resumida y agrupada en diferentes cuadros, todos con el mismo método y calidad para ser comparables unos con otros. Importante también es el plano general de la región, el cual incorpora actualizados, los 128 sitios arqueológicos registrados hasta ahora.
Die Codices iconographici der Bayerischen Staatsbibliothek. Teil 1: Die Handschriften des Mittelalters und der Fr√ľhen Neuzeit bis zur Mitte des 17. JahrhundertS Reuter, Marianne. Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in M√ľnchen (8). 2013 360 S. 60 fb. Abb auf 40 Tafeln, 46 fb. Abb. 32 x 25 cm. Gb. EUR 148,00. CHF 199,00 ISBN: 978-3-89500-848-1 L, Reichert
Der Fonds der ¬ĽCodices iconographici¬ę der Bayerischen Staatsbibliothek M√ľnchen umfasst sp√§tmittelalterliche und fr√ľhneuzeitliche Bilderhandschriften und Bildsammlungen mit nur geringem Textanteil. Er ist thematisch gegliedert und enth√§lt u.a. Werke zur Architektur, Astronomie, Botanik, Genealogie, Heraldik, zum Kost√ľm- und Kriegswesen und zur Zoographie. Der Katalog enth√§lt detaillierte Beschreibungen der vor der Mitte des 17. Jahrhunderts entstandenen Handschriften.
Capua - Grab und Gemeinschaft. Eine kontextuelle Analyse der Nekropole Fornaci (570 bis 400 v. Chr.). Thiermann, Ellen. Italiká (1). 2013 322 S. 207 fb. Abb, 98 s/w-Abb und 14 Pläne auf Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-844-3 L, Reichert
Capua geh√∂rte zu den √§ltesten und bedeutendsten St√§dten Kampaniens im Altertum. Bereits in der Eisenzeit gegr√ľndet, entwickelte sich die Siedlung ab dem Beginn des 6. Jahrhunderts v. Chr. zur Stadt. Diese Phase der Urbanisierung und der k√ľnstlerischen Bl√ľte wird historisch oft als die etruskische Periode Capuas bezeichnet. Einigen Schriftquellen zufolge sollen die Etrusker die Stadt gegr√ľndet oder kolonisiert haben. Die meist isolierten, aber oft spektakul√§ren arch√§ologischen Funde aus Capua aus dieser Zeit wurden zur Rekonstruktion einer etruskischen Herrschaft herangezogen.
Die bewegte arch√§ologische Forschungsgeschichte des modernen Santa Maria Capua Vetere hat allerdings - insbesondere hinsichtlich der Nekropolen - ein problematisches Erbe hinterlassen. Das einzige systematisch freigelegte Gr√§berfeld in localit√† Fornaci mit √ľber 1500 Gr√§bern von der Eisenzeit bis zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. war trotz der herausragenden Bedeutung dieses Befundes bisher nur in Ausschnitten bekannt.
In diesem Buch werden nun die gesamten Befunde der letzten beiden Phasen V und VI (570 bis 400 v. Chr.) der Nekropole in localit√† Fornaci vorgelegt. Die Auswertung der bislang unbekannten Grabungsdokumentation und der Funde erlaubt erstmals Einsichten in die r√§umliche Struktur der Nekropole sowie eine Einbindung der Objekte in ihren urspr√ľnglichen Kontext. In einem Katalog werden Pl√§ne der Nekropole, eine Beschreibung jedes Grabkontextes sowie eine fotografische und zeichnerische Dokumentation der Funde pr√§sentiert.
Auf dieser signifikant erweiterten Befundbasis baut eine umfassende Analyse der Capuaner Bestattungssitten in der archaischen und fr√ľhklassischen Zeit auf. Eine Auseinandersetzung mit den methodischen und theoretischen Problemen der Gr√§berfeldanalyse schafft zun√§chst den Rahmen f√ľr die Untersuchung dieser spezifischen Nekropole und der mit ihr verbundenen Problematiken. In einem eigenen Kapitel werden alle √§lteren Quellen zu den Capuaner Nekropolen ausgewertet. Dazu geh√∂ren die Best√§nde in internationalen Museen und die √ľberlieferten Befunde der Grabungen des 19. Jahrhunderts.
In der folgenden Gr√§berfeldstudie werden - in f√ľnf Ebenen gegliedert -, die topografische Situation des Bestattungsplatzes, die innere Struktur der Nekropole, Grabbau und Bestattungsritus, Grabbausstattung und Grabritual sowie die Funde nach Klassen ausf√ľhrlich beschrieben und diskutiert.
Diese kontextuelle Analyse erlaubt es Ellen Thiermann, anhand der Nekropolen eine microstoria der Gemeinschaft zu entwerfen. Diese spiegelt weniger vermeintliche Kolonisationsprozesse oder historische Ereignisse wider, sondern gew√§hrt neue Einblicke in die soziale Organisation der Gemeinschaft, kollektive Identit√§ten und die Repr√§sentation der capuanischen Eliten. Mit diesem ersten Band der neu gegr√ľndeten Reihe "Italik√°" wird ein bedeutender Beitrag zur Aufarbeitung des arch√§ologischen Erbes des antiken Capua geleistet und werden innovative Wege in der Interpretation von Nekropolenbefunden beschritten.
√úber diese Reihe:
Mit der neuen Reihe "Italik√°", die ausschlie√ülich die Arch√§ologie Altitaliens mit all ihren Bereichen zum Thema hat und damit einem rapide anwachsenden Forschungsinteresse entgegenkommt, schlie√üt sich eine L√ľcke in der deutschsprachigen B√ľcherwelt. Das deutliche Profil ergab sich aus dem gro√üen Interesse f√ľr die Arch√§ologie des vorr√∂mischen Italien in der deutschsprachigen Forschung und an der entsprechenden Zahl aktueller Qualifikationsarbeiten, zu denen auch die ersten drei konzipierten B√§nde geh√∂ren.
Die neue Reihe Italiká wird monographische Werke und thematisch einheitliche Sammelschriften aus allen Gebieten der Altertumskunde aufzunehmen, die sich im weitesten Sinne mit Quellen, Befunden und Funden zu den Bevölkerungsgruppen auf dem Territorium des heutigen Italien in vorrömischer Zeit befassen und methodisch und theoretisch innovative Ansätze bieten, die das weit gefächerte Spektrum der komplexen Welt der Kulturkontakte exemplarisch beleuchten.
Die unverzierte fr√ľhislamische Keramik aus Kharab Sayyar, Nordostsyrien.Falb, Christian. Dtsch-Syrische Ausgrabungen im islamischen Kharab Sayyar (1). 2013 176 S. 222 Strichzeichnungen, 24 s/w-Fotos und 29 fb. Abb auf Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 78,00. CHF 105,00 ISBN: 978-3-89500-853-5 L, Reichert
Die Arch√§ologie der fr√ľhislamischen Zeit stellt im Vergleich zu anderen arch√§ologischen Disziplinen einen noch jungen Wissenschaftsbereich dar, in dem es vor allem im Rahmen der Keramikforschung als Grundpfeiler zur kulturellen und chronologischen Einordnung eines Fundplatzes grundlegend noch eine Reihe von Forschungsl√ľcken zu schlie√üen gilt. In dem vorliegenden Werk wird die unverzierte, d. h. nicht mit aufwendigem plastischen Dekor, Malerei oder Glasur versehene Gebrauchskeramik aus dem seit 1997 von der Goethe-Universit√§t Frankfurt am Main erforschten fr√ľhislamischen Fundort Kharab Sayyar in Nordostsyrien pr√§sentiert und so erstmals der wissenschaftlichen Forschung zug√§nglich gemacht. Mithilfe eines, durch makroskopische und warentechnische Betrachtungen erstellten Warenkataloges, sowie eines umfangreichen, auf Tafeln zeichnerisch und fotografisch dokumentierten Typenkataloges werden Vergleiche zu dem Fundmaterial aus fr√ľhislamischen Fundorten in Syrien, der T√ľrkei, dem Irak, Jordanien und dem Libanon angestellt und so eine kulturelle und chronologische Einordnung der fr√ľhislamischen Stadt Kharab Sayyar innerhalb ihres kulturgeschichtlichen und politischen Umfeldes und der Region erm√∂glicht. Zudem lassen an Proben der verschiedenen keramischen Waren durchgef√ľhrte naturwissenschaftliche Studien in Form von R√∂ntgenfluoreszenzanalysen und D√ľnnschliffuntersuchungen spezifische chemische und petrografische Merkmale der Waren erkennen, die zu Erkenntnissen in Bezug auf den Herstellungsprozess und die verwendeten Grundmaterialien sowie zu naturwissenschaftlich begr√ľndeten Definitionen der untersuchten Waren f√ľhren. Die so gewonnenen Forschungsergebnisse leisten insgesamt einen wichtigen Beitrag zur Forschung zur fr√ľhislamischen Keramik des 8. bis 10. Jahrhunderts und zur kulturgeschichtlichen Entwicklung des abbasidischen Reiches im Nordosten Syriens und belegen zudem die Bedeutung Kharab Sayyars als wichtiger Referenzort f√ľr arch√§ologisch-historische Forschungen zur fr√ľhislamischen Zeit.
Jordanien und Deutschland. √úber die Vielfalt kultureller Br√ľcken. Festschrift zum 50j√§hrigen Bestehen der Deutsch-Jordanischen Gesellschaft e.V.Hrsg.: Kopp, Horst. 2013 254 S. 389 fb. Abb, 14 Tabelle(n). 30 x 21 cm. Gb. EUR 29,90. CHF 40,90 ISBN: 978-3-89500-945-7 L, Reichert
Dieser l√§nderkundliche √úberblick stellt Jordanien umfassend, objektiv und sachbezogen dar. Insbesondere aktuelle Entwicklungen und Probleme stehen dabei im Mittelpunkt und ergeben so insgesamt ein in dieser Breite und Dichte anderswo kaum zu findendes Kompendium √ľber Jordanien.
Daneben umfasst der Band eine Bestandsaufnahme des breiten Spektrums deutsch-jordanischer Zusammenarbeit - ein Panorama, das von der Tätigkeit Politischer Stiftungen bis zum "Leuchtturmprojekt" German Jordanian University reicht und in dieser Vollständigkeit erstmals vorliegt.
2013 begeht die Deutsch-Jordanische Gesellschaft e.V. ihr 50j√§hriges Bestehen. Berichte √ľber ihre vielf√§ltigen Aktivit√§ten in den letzten f√ľnf Jahrzehnten rundeen die im Sinne einer Festschrift verfasste L√§nderkunde ab.
Sämtliche Beiträge stammen von ausgewiesenen Sachkennern und sind reich bebildert.
Late Byzantine Rings, 1204-1453.Spier, Jeffrey. 2013 Engl. 112 S. 127 fb. Abb auf 24 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 49,00. CHF 65,90 ISBN: 978-3-89500-940-2 L, Reichert
"Late Byzantine Rings, 1204-1453" is the first study of the rings of the final years of the Byzantine Empire, the period encompassing the Latin occupation of Constantinople (1204-1261) and the restored empire under the Palaiologan rulers until the fall of Byzantium to the Turks in 1453. The rings from this period are remarkable not only for their fine design but also for the variety of inscriptions they bear, including personal names and monograms, official titles, and epigrams composed by Byzantine poets.
The book illustrates and discusses nearly fifty rings from the Palaiologan period, as well as some earlier Byzantine rings, contemporary Byzantine jewelry, and related material from Bulgaria, Serbia, and the West. Many of the rings are published here for the first time. The study begins with a review of the great diversity of rings that existed at the end of the twelfth century, just before the Latin Conquest, and suggests that in view of the occupation of both Constantinople and Thessalonica, the production of rings and jewelry in Byzantine style was disrupted. When the Byzantine workshops in Constantinople resumed after 1261, the rings took new forms, combining tradition Byzantine style with considerable Western influence apparent in the style of engraving and the occasional use of engraved gems.
The material gathered in this study will be of importance to a variety of students of Byzantine and Medieval history, literature, art, and jewelry. The rings preserve a number of previously unrecorded personal names and titles that shed light on relations between the imperial court and the new landowning class that emerged in the late Byzantine period. Find sites and names also demonstrate a great degree of political and economic contact with neighboring Serbia and Bulgaria. Influence from the West (especially Venice) is apparent in the workmanship of the rings and their frequent use of heraldic devices in Western style. Verses engraved on some rings can be identified as works of both traditional and contemporary Byzantine poets. The surviving rings also demonstrate that fine quality jewelry was still being produced in the imperial court in Constantinople in the Palaiologan period.
monumenta sanctorum. Rom und Mailand als Zentren des fr√ľhen Christentums: M√§rtyrerkult und Kirchenbau unter den Bisch√∂fen Damasus und AmbrosiuS L√∂x, Markus Sp√§tantike - Fr√ľhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven . 2013 352 S. 128 s/w Abb auf 69 Tafeln. 24 x 17 cm. Gb. EUR 69,00. CHF 89,00 ISBN: 978-3-89500-955-6 L, Reichert
Damasus (366‚Äď384) und Ambrosius (374‚Äď397) bem√ľhten sich w√§hrend ihrer sich zeitlich √ľberschneidenden Episkopate um eine Verfestigung ihrer bisch√∂flichen auctoritas. Dabei lassen sich Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten in der Instrumentalisierung der monumenta sanctorum, unter welchem Oberbegriff man Bauprojekte, literarische Selbstzeugnisse oder auch die performative Inszenierung von Heiligenauffindungen subsumieren kann, feststellen. Diese in einem detaillierten Vergleich herauszuarbeiten und Erkl√§rungen f√ľr die gew√§hlten Formen bisch√∂flicher Vergegenw√§rtigung zu finden, ist das Ziel der vorliegenden Studie. Nach einer biographischen Skizze und einer Charakterisierung des kirchenpolitischen und sozialen Spannungsfeldes innerhalb dessen die beiden Bisch√∂fe agierten (Kap. 1), werden die Ver√§nderungen der christlichen Kulttopographie der St√§dte Rom und Mailand durch die Bauprojekte des Damasus und des Ambrosius untersucht (Kap. 2).
Zun√§chst werden alle dem Damasus zugeschriebenen Bauma√ünahmen anhand des arch√§ologischen Befundes kritisch √ľberpr√ľft, um den tats√§chlichen Umfang seiner Baut√§tigkeit zu erfassen und den Beitrag des Damasus zur Entwicklung einer christlichen Kulttopographie Roms einsch√§tzen zu k√∂nnen (Kap. 2.1; Anhang A). Ein solcher √úberblick √ľber die Bauma√ünahmen dieses r√∂mischen Bischofs lag bislang nicht vor. In seiner innerst√§dtischen Baut√§tigkeit folgte Damasus dem Vorbild seiner Vorg√§nger, trat so aber auch in Konkurrenz zu aristokratischen Kirchenstiftungen. Dabei wurde bislang nicht beachtet, dass er seine Titelkirche durch eine solea f√ľr die Bischofsliturgie qualifizierte. Die in der Forschung h√§ufig als umfassend beschriebenen Ma√ünahmen in den Katakomben k√∂nnen nur in einem Fall sicher mit einer architektonischen Inszenierung des Grabes unter Damasus verbunden werden. Eine Verbesserung der Zug√§nglichkeit der M√§rtyrergr√§ber l√§sst sich nicht nachweisen.
Im Zentrum des darauf folgenden Abschnittes der Arbeit stehen die ambrosianischen Kirchenstiftungen (Kap. 2.2; Anhang B). Ambrosius kann entgegen der immer wieder vertretenen Meinung als Stifter von nur zwei Kirchen, die außerhalb Mailands lagen (basilica Apostolorum und basilica Ambrosiana), gelten.
Der Vergleich der Baut√§tigkeit beider Bisch√∂fe ergibt, dass beide ihren Einflussbereich besonders im Suburbium erweiterten und sich eine private Form christlicher Kultaus√ľbung, die der M√§rtyrerverehrung, aneigneten. Indem Ambrosius Reliquien in seine Kirchen und in die Liturgie integrierte, erm√∂glichte er deren kollektive Verehrung, entzog die M√§rtyrer aber zugleich dem direkten Zugang der Gemeinde. Somit war der Mail√§nder M√§rtyrerkult st√§rker als in Rom an die Person des Bischofs gebunden und erhielt einen offiziellen Charakter. Damasus dagegen wurde an zahlreichen M√§rtyrergr√§bern in den Inschriften genannt und so in der privaten Kultaus√ľbung zwischengeschaltet. Durch seine Involvierung in zwei Bauten an den Gr√§bern der Apostelf√ľrsten unterstrich er die Vorrangstellung seines Bischofssitzes, der als einziger √ľber zwei Apostelgr√§ber verf√ľgte.
Das anschlie√üende Kapitel bietet einen Vergleich der literarischen monumenta sanctorum (Kap. 3). Trotz des z. T. disparaten, literarischen Werks finden sich im Spiegel der epigraphischen Quellen formale und inhaltliche √úbereinstimmungen. Die Unterschiede √ľberwiegen aber: Die M√§rtyrer dienen in den Epigrammen des Damasus, die durch literarische Zitate die Bildung des Bischofs betonen, als historische Exempla und begr√ľnden den universalkirchlichen F√ľhrungsanspruch der r√∂mischen Di√∂zese. Im Werk des Ambrosius spielen die Mail√§nder Lokalm√§rtyrer eine untergeordnete Rolle, heben aber die Leistung des Ambrosius hervor, der diese Wundert√§ter seiner Gemeinde offenbarte.
Die performative Vergegenw√§rtigung bisch√∂flicher auctoritas, untersucht am Beispiel der M√§rtyrerauffindungen, zeigt klare Unterschiede (Kap. 4). Dabei wird folgenden Fragen nachgegangen: 1. Woher wussten Damasus bzw. Ambrosius, wo zu suchen war? 2. Wie wurde ein Grab als das eines M√§rtyrer identifiziert? 3. Welche kultischen Handlungen wurden bei der Auffindung des Grabes vollzogen? 4. Welches Publikum wurde im Moment der Auffindung angesprochen? Dabei zeigt sich, dass Damasus‚Äô inuentiones gekennzeichnet sind von der Wahrung der Integrit√§t des Grabes; er richtete sich an eine kleine Gruppe privilegierter Gemeindemitglieder. Ambrosius dagegen inszenierte die Auffindungen als Massenspektakel, das, verbunden mit der translatio, der Gemeinde seine Verf√ľgungsgewalt √ľber die M√§rtyrer vor Augen f√ľhren sollte.
Im res√ľmierenden Kap. 5 erweitern einige Aspekte (Gabentausch, Bischofsbestattung) das Gesamtbild der Inszenierung bisch√∂flicher auctoritas durch Damasus und Ambrosius. Abschlie√üend eint beide die Instrumentalisierung der monumenta sanctorum zur St√§rkung ihrer Stellung in innergemeindlichen Konflikten. Damasus‚Äô Ma√ünahmen sind zus√§tzlich vom Primatanspruch des r√∂mischen Bischofssitzes bestimmt, wohingegen Ambrosius die Sicherung der eigenen memoria st√§rker ins Zentrum stellte. Leben und Werk der beiden Bisch√∂fe Damasus und Ambrosius gelten als vermeintlich ersch√∂pfend untersucht. Durch die angewandte Methode eines personalisierten Vergleichs gelingt es dennoch u. a. deren Strategien zur Sicherung der eigenen Stellung oder zur Inszenierung von Heiligkeit zu erhellen. Die dabei gemachten, neuen Beobachtungen und Erkenntnisse tragen zum besseren Verst√§ndnis des Christianisierungsprozesses und der Entwicklung des M√§rtyrerkultes im Allgemeinen bei. Die zuk√ľnftige Rolle des Bischofs und die Grundlagen seines teilweise √ľberregionalen Einflusses werden in der zweiten H√§lfte des 4. Jahrhunderts von Damasus und Ambrosius nachhaltig gepr√§gt. Daher erl√§utert die vorliegende Detailstudie Mechanismen bisch√∂flicher Vergegenw√§rtigung, die auch au√üerhalb Roms und Mailands zu finden sind und weit √ľber die Sp√§tantike hinaus G√ľltigkeit behalten sollten. Dieses Buch liefert somit eine wichtige Grundlage f√ľr weitere Untersuchungen zum Bischofsamt und zum christlichen Heiligenkult.
Die Christianisierung der St√§dte der Provinz Scythia Minor. Ein Beitrag zum sp√§tantiken Urbanismus auf dem Balkan. Born, Robert. Reihe B: Studien und Perspektiven ; Sp√§tantike - Fr√ľhes Christentum - Byzanz. Kunst im ersten Jahrtausend. Reihe B: Studien und Perspektiven (36). 2013 264 S. 147 Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 58,00. CHF 77,90 ISBN: 978-3-89500-782-8 L, Reichert
Die zwischen der Donaum√ľndung und der westlichen Schwarzmeerk√ľste gelegene Provinz Scythia Minor stellte bis ins 7. Jahrhundert sowohl aus milit√§rischer als auch kirchenpolitischer Perspektive einen wichtigen Vorposten Konstantinopels dar. Gleichzeitig war diese Region √ľber Jahrhunderte hinweg eine bedeutende ethnische Konvergenzzone Europas. Dies illustrieren die drei St√§dte, die mit ihrem historisch gewachsenen Nebeneinander unterschiedlicher kultureller und damit auch urbanistischer Traditionen den Fokus der vorliegenden Studie bilden.
Am Beispiel der ehemaligen griechischen Kolonien Histria und Tomis (Constanţa) und der kaiserzeitlichen Stadtgr√ľndung Tropaeum Traiani (Adamclisi) wird eine Rekonstruktion der Ver√§nderungen der urbanistischen Strukturen vor dem Hintergrund des Aufstiegs des Christentums zu einer zentralen Instanz von Staat und Gesellschaft in der Sp√§tantike untersucht. Im Zentrum der Studie steht die Rekonstruktion der Ver√§nderungen im urbanistischen Gef√ľge der St√§dte aufgrund der Analyse der vertikalen und horizontalen Bez√ľge der neu errichteten Kirchen und Sepulchralanlagen aber auch der bisher vernachl√§ssigten Teilbereiche wie die Stadtmauern und die Wohn- und Handwerkskomplexe.
Slawen an der unteren Mittelelbe. Untersuchungen zur l√§ndlichen Besiedlung, zum Burgenbau, zu Besiedlungsstrukturen und zum Landschaftswandel. Beitr√§ge zum Kolloquium vom 7. bis 9. April 2010 in Frankfurt a. M. Hrsg.: Beug, Hans-J√ľrgen; Hrsg.: L√ľth, Friedrich; Hrsg.: Schopper, Franz; Hrsg.: Willroth, Karl-Heinz. Fr√ľhmittelalterliche Arch√§ologie zwischen Ostsee und Mittelmeer (4). 2013 306 S. 27 Abb, 73 fb. Abb, 75 Tabelle(n), 40 Karte(n). 29 x 19 cm. Gb. EUR 49,80. CHF 66,90 ISBN: 978-3-89500-962-4 L, Reichert
Fr√ľhgeschichtliche Forschungen zu den Slawen k√∂nnen in Deutschland auf eine lange Tradition zur√ľckblicken. Umfangreiche Ausgrabungen und Forschungen in den letzten Jahrzehnten f√ľhrten zu einer erheblichen Verbesserung des Kenntnisstandes zur slawischen Besiedlung und zur Erschlie√üung neuer kultureller und historischer Zusammenh√§nge zwischen Elbe, Oder und Ostseek√ľste, vielfach einhergehend mit einer Revision bisheriger Ans√§tze und einer kritischen √úberpr√ľfung fr√ľherer Forschungsergebnisse. Dies betrifft auch den Raum an der unteren Mittelelbe, aus dem zu beiden Seiten der Elbe zahlreiche fr√ľhgeschichtliche Befestigungen und offene Siedlungen bekannt sind. Diese bisher in unterschiedlichem Umfange arch√§ologisch untersuchte Region wurde daher unter grundlegenden Fragestellungen zur Raumnutzung und -erschlie√üung, zu Besiedlungsstrukturen und zum Landschaftswandel seit 2004 im Rahmen eines interdisziplin√§r angelegten Forschungsprojektes erforscht, in dem neben arch√§ologischen Ausgrabungen und der Neubewertung historischer Quellen auch geophysikalische Prospektionsmethoden ebenso zur Anwendung kamen wie bodenkundliche, pal√§obotanische, arch√§ozoologische und vegetationsgeschichtliche Untersuchungen.
Die Ergebnisse der von 2004 bis 2009 durchgef√ľhrten Gel√§ndeuntersuchungen wurden vom 7. bis 9. April 2010 auf einem Kolloquium an der R√∂misch-Germanischen Kommission in Frankfurt/Main unter konkreten Fragestellungen pr√§sentiert und unter Beteiligung externer Diskutanten kritisch besprochen, um M√∂glichkeiten und Perspektiven der Auswertung aufzuzeigen. Mit der Vorlage der Kolloquiumsbeitr√§ge k√∂nnen die Ergebnisse der f√ľnfj√§hrigen Forschungen nun relativ zeitnah der wissenschaftlichen √Ėffentlichkeit pr√§sentiert werden. In Form von 25 Einzelbeitr√§gen sowie kurzen thematischen Einf√ľhrungen entsteht dabei eine Zusammenschau des aktuellen Kenntnisstandes zu zentralen Fragestellungen der fr√ľhgeschichtlichen Arch√§ologie an der westlichen Peripherie der slawischen Welt, die nicht nur den enormen Erkenntnisgewinn in Bezug auf Besiedlungsstrukturen, -vorg√§nge und den damaligen Landschaftswandel pr√§sentiert, sondern zeigt, dass die Region entlang der unteren Mittelelbe nur projekt√ľbergreifend als ein historischer Siedlungsraum betrachtet werden muss, in dem arch√§ologische Ergebnisse und historisch √ľberlieferte Ereignisgeschichte eindeutig in Zusammenhang gebracht werden kann.
Josef Strzygowski und die Berliner Museen.Mietke, Gabriele; Ehler, Elisabeth; Fluck, Cäcilia; Helmecke, Gisela. 2013 104 S. 76 fb. Abb. 21 x 23 cm. Pb. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-89500-927-3 L, Reichert
Pionier der byzantinischen Kunstgeschichte
Vor 150 Jahren, am 7. M√§rz 1862, wurde Josef Strzygowski im damals √∂sterreichischen Bielitz in Westgalizien (heute Polen) geboren. Nach einem Studium der Kunstgeschichte wurde er 1892 Professor in Graz, 1909 in Wien. Bald entwickelte er sich zu einem der ersten Wissenschaftler auf dem damals noch jungen Gebiet der byzantinischen Kunstgeschichte. Es ist sein Verdienst, die Bedeutung Kleinasiens, √Ągyptens und des Vorderen Orients f√ľr die Entwicklung der christlichen Kunst herausgestellt zu haben. Sp√§ter verstieg er sich zunehmend in eine Mystifikation des Nordens und in v√∂lkische Ideen, die sein Alterswerk belasten.
Josef Strzygowski und Berlin
F√ľr den Aufbau einer hochkar√§tigen sp√§tantiken und byzantinischen Sammlung an den Berliner Museen griff Wilhelm von Bode, damals Direktor der Skulpturensammlung, auf Josef Strzygowski als Experten zur√ľck. Mit Hilfe des in Graz lehrenden Kunsthistorikers wuchs dieser Sammlungsbereich von weniger als 100 auf etwa 2.000 Objekte an. Auch das √Ągyptische Museum und die Islamische Abteilung profitierten von seiner Arbeit. Auf dem H√∂hepunkt dieser Beziehungen erwarb Strzygowski mit 20000 Mark, die Bode besorgt hatte, in √Ągypten √ľber 1400 sp√§tantike, byzantinische und islamische Objekte f√ľr die Berliner Sammlungen.
Josef Strzygowski handelte nicht uneigenn√ľtzig. Er sah in seiner T√§tigkeit f√ľr Bode die Chance, in den Berliner Museen seine These vom Primat der fr√ľhchristlichen Kunst des √∂stlichen Mittelmeerraums √ľber die bis dahin f√ľr dominant gehaltene Kunst Roms und Italiens monumental zu st√ľtzen. Basld nach 1904 k√ľhlte der Kontakt zwischen Strzygowski und Bode ab.
Die Ausstellung
Der Ausstellungskatalog stellt Strzygowskis wichtige Rolle f√ľr die Berliner Museen heraus. Gezeigt werden biografische Dokumente, zeitgen√∂ssische Zeugnisse zu seiner T√§tigkeit f√ľr Berlin und zahlreiche Objekte, die mit seiner Hilfe erworben wurden.
M√ľhlenbruch, Tobias. Baubefunde und Stratigraphie der Unterburg und des nordwestlichen Stadtgebiets (Kampagnen 1976 bis 1983). Teil 2: Die mykenische Nachpalastzeit (SH III C). Text. Tiryns 17. 2013. 448 S., 30 Zeichnungen. 32 x 23 cm, Gb. EUR 68,00 CHF 89,00 ISBN: 978-3-89500-849-8 L, Reichert
Die Ausgrabungen von Klaus Kilian in der Unterburg von Tiryns zwischen 1976 und 1983 f√ľhrten ma√ügeblich zu einer Neubewertung der mykenischen Nachpalastzeit (SH III C), dem 12. und 11. Jahrhundert v. Chr. Der Nachpalastzeit vorangegangen war die sp√§te mykenische Palastzeit (SH III B2), die an verschiedenen Orten in Brandkatastrophen geendet hatte, womit auch das mykenische Palastsystem mit seiner Linear B-Schrift, seinem Siegelwesen und seiner spezifischen Gesellschafts- und Wirtschaftsstruktur einen Einbruch erlebte bzw. endete. Kilians Ausgrabungen in der Unterburg von Tiryns verdeutlichen, dass SH III C mitnichten mitnichten als ein "dunkles Zeitalter" nach der Palastzerst√∂rung anzusehen ist, sondern als eine wichtige historische Epoche in S√ľdgriechenland zu gelten hat. So konnte Kilian feinstratigraphisch und gro√üfl√§chig eine Abfolge von Siedlungsschichten ausgraben, die als eine Leitstratigraphie der Nachpalastzeit anzusehen sind. Besondere Bedeutung kommt einer Sequenz von Kultgeb√§uden aus SH III C zu.
Tiryns 17,2 stellt eben diese Baubefunde und diese Stratigraphie der Unterburg aus SH III C Fr√ľh (Mitte) bis SH III C Sp√§t vor, und dar√ľber hinaus auch die der Baubefunde und der Stratigraphie von Kilians Ausgrabung in Stadt-Nordwest (SH III C Fr√ľh). Die einzelnen Siedlungshorizonte der Unterburg und der Stadt-Nordwest werden rekonstruiert, die Bauweise in der Unterburg und in Stadt-Nordwest wird vergleichend untersucht. Auf ein Modell zur Entwicklung der Gesamtsiedlung von Tiryns zwischen der sp√§ten Palastzeit und der fr√ľhen Eisenzeit folgt eine Auswertung der Wirtschaftsweise. Daf√ľr konnten auch arch√§ozoologische und arch√§obotanische Daten herangezogen werden. Abschlie√üend wird der Fundort im Kontext des Ostmittelmeerraumes des 12. und 11. Jahrhunderts v. Chr. gestellt bewertet. Ausf√ľhrlich geschieht dies f√ľr die Argolis und die Korinthia mit den Orten Mykenai, Midea, Asine sowie Korakou, sowie im √úberblick f√ľr das heutige Griechenland, die t√ľrkische Westk√ľste sowie Zypern. Hinsichtlich Zypern interessierte die Frage, inwieweit SZ III A-Siedlungen in ihrer Struktur Parallelen zu Tiryns in SH III C aufweisen, wie Kilian zur Diskussion gestellt hatte.
Die Karolingischen Miniaturen VIII. Nachtr√§ge und Gesamtregister. 2013 M√ľtherich, Florentine. 200 S. 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-972-3 L, Reichert
Der Band beinhaltet Nachtr√§ge zu der zwischen 1930 und 2009 in sieben B√§nden vorgelegten Reihe der Karolingischen Miniaturen, Handschriften, die in Band 1 oder Band 4 zu behandeln gewesen w√§ren, bei deren Erscheinen aber noch nicht bekannt oder nicht als zugeh√∂rig erkannt waren. Zu Band 1, der Schule von Tours gewidmet, ist eine in der Bayerischen Staatsbibliothek in M√ľnchen verwahrte Bibel aus der Sp√§tzeit des Abtes Fridugisus (807-834) nachzutragen (Clm 12741), ferner eine nur fragmentarisch √ľberlieferte Bibel aus St. Maximin in Trier, die nach dem Zeugnis der auf verschiedene europ√§ische und amerikanische Bibliotheken verstreute Einzelbl√§tter der Zeit Abt Vivians (843-851) zugewiesen werden kann. Die karolingische Kopie antiker Traktate zu den Aufgaben und Methoden der Landvermesser (Agrimensoren) in der Vatikanischen Bibliothek (Pal. lat. 1564) √ľberliefert einen au√üergew√∂hnlichen Zyklus von Illustrationen, die das thematische Spektrum der in Band 4 behandelten Einzelhandschriften aus Lotharingien aus dem zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts aufschlussreich erweitern. In deren Umkreis muss auch eine Kopie des ber√ľhmten Kalenders von 354 entstanden sein, die heute nur mehr aus Abschriften des 16./17. Jahrhunderts erschlossen werden kann und daher in verk√ľrzter Form als Exkurs behandelt wird. Zudem erschlie√üt ein Gesamtregister alle in den B√§nden 1-8 behandelten oder erw√§hnten Handschriften, das die Angaben der √§lteren B√§nde nicht nur kompiliert, sondern hinsichtlich der mitgeteilten Bibliotheksstandorte und Signaturen auch aktualisiert, was den Band zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk zu den gro√üen Schulen der karolingischen Buchmalerei macht.
Die Inschriften der Stadt N√ľrnberg III. Die Inschriften der Friedh√∂fe St. Johannis, St. Rochus und W√∂hrd in N√ľrnberg Teil 3 (1609 bis 1650). Zahn, Peter. 2013. 60 s/w- und 12 fb. Abb. 1 DVD . 27 x 19 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-953-2 L, Reichert
Der Band setzt die Edition der Inschriften der 1518 au√üerhalb der Mauern N√ľrnbergs angelegten Begr√§bnispl√§tze fort. Er enth√§lt 1486 Beschreibungen von Inschriften und Inschriftengruppen der Friedh√∂fe St. Johannis, St. Rochus (einschlie√ülich deren Bauten) und der Vorstadt W√∂hrd aus den Jahren 1608 bis 1650. Im Original oder in Fotografie sind 738 Inschriften erhalten, 748 in Abschrift oder Druck. Das Material ist und war fast ausschlie√ülich Messingguss. Der Band schlie√üt in der Nummernfolge an den zweiten Teilband (DI 68, 2008 an, der die Inschriften bis 1608 beschreibt. Die Pause zwischen den einzelnen B√§nden macht weiterhin eine Reihe von Erg√§nzungen zu den ersten beiden B√§nden n√∂tig. Insgesamt nennen die Texte, Kommentare und Register wieder mehr als 4.000 Personen, rund ein Sechstel der damaligen Einwohner N√ľrnbergs. In den Inschriften begegnen uns Handwerker, Kr√§mer und Gro√ükaufleute, Geistliche, Juristen, √Ąrzte, Amtsleute und Patrizier, Glaubensfl√ľchtlinge aus Norditalien, den Niederlanden und √Ėsterreich, die ihre internationalen Handelsbeziehungen mitbringen. N√ľrnberg ist auf der H√∂he seines Wohlstandes, r√ľstet gegen Ende des 16. Jahrhunderts und noch am Vorabend des Drei√üigj√§hrigen Krieges die atlantische Schifffahrt aus und liefert Waffen und Kriegsger√§t an die Parteien der gro√üen europ√§ischen Auseinandersetzungen. Aus der Vielfalt der Inschriftentexte, Wappen, Haus-, Handels- und Handwerkszeichen, den Bildszenen aus dem Alten und dem Neuen Testament und den Ornamentformen der Zeit zwischen Sp√§trenaissance und Barock entsteht auf den Epitaphien ein Abbild des materiellen und geistigen Lebens der Reichsstadt, deren reiche Zeugnisse innerhalb der Mauern durch den Bombenkrieg unwiderruflich vernichtet wurden.
Skulpturengarten Wolf Spemann. Hrsg.: Reusch, Felicitas. 2013. fb. Abb. 21 x 22 cm. Pb. EUR 12,00. CHF 17,90 ISBN: 978-3-89500-946-4 L, Reichert
Der Skulpturengarten von Wolf Spemann in Wiesbaden ist nur einem kleinen Kreis von Kunstinteressierten bekannt. Er geh√∂rt zum Wohnhaus der Familien Spemann und Wolff-Malm. In dem Garten der auf dem Geisberg gelegenen Villa aus dem 19. Jahrhundert sind rund 40 Skulpturen versammelt. Die Skulpturen integrieren sich auf fast nat√ľrliche Weise in den alteingewachsenen Garten; ein Rundgang erm√∂glicht einen √úberblick √ľber Spemanns k√ľnstlerisches Schaffen von 1953 bis 2007.
Die vorliegende Publikation m√∂chte dieses Kleinod von √ľberregionaler Bedeutung einem gr√∂√üeren Publikum vorstellen. Im Mittelpunkt steht ein Interview mit Wolf Spemann, in dem er den Entstehungsprozess einzelner Skulpturen im Garten erl√§utert. Dar√ľber hinaus erh√§lt der Leser pers√∂nliche Informationen √ľber Spemanns k√ľnstlerische Entwicklung und die Beweggr√ľnde f√ľr sein kulturpolitisches Engagement in Wiesbaden. Spemanns Aussagen verdeutlichen, dass seine sozialkritische Haltung und die von ihm begr√ľndeten kulturpolitischen Initiativen ein unabdingbarer Bestandteil seines k√ľnstlerischen Selbstverst√§ndnisses sind. Dieser charakteristischen Besonderheit der Pers√∂nlichkeit Wolf Spemanns widmet sich der abschlie√üende Artikel von Felicitas Reusch. Dabei entsteht ein Portrait, das Wolf Spemann als Bildhauer und kritischen Geist vorstellt. Er soll ein ¬Ľlebendiges¬ę Zeugnis seiner Person und seiner k√ľnstlerischen Arbeit geben. Die Dokumentation der Skulpturen im Garten ist eine erste Bestandsaufnahme aus dem Gesamtbestand an Kunstwerken, die sich im Besitz des K√ľnstlers befinden. Die Auswahl der im Text ausf√ľhrlich behandelten Kunstwerke sowie der Abbildungen erfolgten in enger Zusammenarbeit mit Wolf Spemann. Ein Verzeichnis seiner Skulpturen im Garten sowie seiner Werke in √∂ffentlichen und halb√∂ffentlichen R√§umen Wiesbadens soll als Grundlage f√ľr weitere kunsthistorische Aufarbeitungen von Spemanns OEuvre zur Verf√ľgung stehen.
The Byzantine Churches of Sardinia. Johnson, Mark J.. 2013. Engl. 224 S. 131 fb. u. 71 sw. Abb. sowie 2 Ktn auf 96 Taf.. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-937-2 L, Reichert
This book represents the first detailed study of Byzantine churches on the island of Sardinia and aims to bring them into the mainstream discussion of Byzantine architecture. Although the churches are not unknown and have been studied to some extent primarily by local scholars, this study is the first to be consider the entire corpus of Byzantine ecclesiastical architecture of the island and to consider them in light of similar church architecture elsewhere. The buildings are described and analyzed in detail, both individually and as a group, and considers choice of site, plan, metrology, construction, and materials. These include larger churches constructed near major urban centers such as Cagliari, Tharros, and Sant'Antioco, as well as several smaller churches scattered across the western half of the island.
The first chapter provides an introduction to the Byzantine history of the island and its connections to the rest of the Empire. The second chapter considers two churches generally thought to be Byzantine but concludes that they predate the Byzantine period. The subject of the third chapter is the Church of San Saturnino in Cagliari, the most important of the group and a building that can be linked with the important developments in architecture that took place during the reign of Justinian. The following chapters consider the other cruciform churches on the island as well as a limited number of basilica-planned buildings that belong to this period.
Many of these churches are cruciform in plan and possess a dome. One chapter is an analysis of this plan type as used in Early Christian and Byzantine ecclesiastical architecture from the fourth to the sixth centuries. This overview of church typology demonstrates that most are datable to the early Byzantine period and that most also had a funerary function, given their location in or near cemeteries. Numerous architectural drawings and color photographs illustrate the churches.
The book is intended for scholars and students of Byzantine and Late Antique architecture, as well as for those interested in larger questions of Byzantine history, material culture, and religion.
Ulrich Erdmann. R√∂mische Spuren in Burgund. Ein arch√§ologischer Reisef√ľhrer. 2004. 224 S., 24 x 17 cm, 37 sw u. 43 fb. Abb. EUR 19,90 ISBN: 978-3-89500-352-3 L, Reichert
Celtic traditions and Roman-mediterranean influences on art, crafts, religion, and forms of settlement have been in competition from the annexation of Gallia by the Roman empire until the collapse of the West-Roman empire. This book presents the results of this competition, as can be perceived through existing ruins, through the most important excavations, and in the extraordinary wealth of the museums of the region. The text, supported by pictures and plans, designs a panorama of remark­ably developped towns and landscapes of the actual region of Burgundy at the time of the Roman empire.
Im historischen Kontext wird das Ergebnis des Wettbewerbs zwischen keltischen Traditionen und r√∂misch-mediterranen Einfl√ľssen auf Kunst,Handwerk, Religion und Siedlungsformen von der Annexion Galliens durch Rom bis zum Zusammenbruch des Westr√∂mischen Reiches dargestellt so wie es in den noch aufstehenden Ruinen, in den wichtigsten Ausgrabungsst√§tten und in den vorz√ľglichen Museen der Region wahrgenommen werden kann.
Die Antikensammlungen von Hever Castle, Cliveden, Bignor Park und Knole (Sussex). Dimas, Stephanie; Reinsberg, Carola; von Hesberg, Henner. 2013. 356 S., 432 Abb., 8 fb. Abb. 32 x 23 cm. Gb. EUR 110,00. CHF 148,00 ISBN: 978-3-89500-714-9 L, Reichert
Der Band bietet einen aufschlussreichen Querschnitt durch die Sammlungen von Antiken in englischen Schl√∂ssern, in diesem Fall in der Grafschaft Sussex. Dabei gew√§hrt Hever Einblick in die Sammelt√§tigkeit eines aus den USA stammenden gesellschaftlichen Aufsteigers aus dem Ende des 19. Jahrhunderts, Cliveden entspricht dem Bild einer Sammlung eines traditionellen englischen Aristokraten, der die Antiken auf der Grand Tour in Italien zusammenf√ľhrte, w√§hrend Bignor Park eine kleine, aber exquisite Sammlung von Antiken aus Griechenland beherbergt.
Capital continuous. A Study of Vandal Carthage and Central North Africa from an Archaeological Perspective. Bockmann, Ralf. Engl. 2013. 320 S. 25 s/w- und 14 fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb. EUR 98,00. CHF 129,00 ISBN: 978-3-89500-934-1 L, Reichert
The Vandal period in North Africa has aroused the interest of historians since long as an intermediate period in late antique North Africa, spanning over much of the fifth and the early sixth centuries until the Vandal kingdom was conquered by the Byzantine Empire. Most studies have concentrated on the historic sources, through which a nuanced picture of the Vandal era was gained in recent years. This book assumes an archaeological perspective as an important counterweight and addition to the historic image. Concentrating on Carthage and two larger regions in modern Tunisia, the archaeological evidence is studied with a specific interest on the behaviour of local leading classes. Within the many signs of material continuity, the way the Vandal kings understood and executed their rule over Africa has produced some evidence that also points at the decisive changes that came with the time.
Kunst von unten? Stil und Gesellschaft in der antiken Welt von der ¬Ľarte plebea¬ę bis heute. Arte dal basso? Stile e societ√† nel mondo antico, dall' ¬Ľarte plebea¬ę ad oggi. Beitr√§ge zu einem Kolloquium anl√§sslich des 70. Geburtstags von Paul Zanker, Rom, Villa Massimo, 8. bis 9. Juni 2007. Hrsg.: de Angelis, Francesco; Dickmann, Jens-Arne; Pirson, Felix; von den Hoff, Ralf. 2013. 184 S. 158 Abb. 29 x 22 cm. Pb. EUR 29,90. CHF 40,90 ISBN: 978-3-89500-915-0 L, Reichert
Mit Ranuccio Bianchi Bandinellis bahnbrechendem Aufsatz ‚ÄěArte plebea‚Äú war 1967 die Forderung verbunden, Klassische Arch√§ologie in neuer Weise als eine kritische, dezidiert historisch ausgerichtete Wissenschaft zu betreiben. In Deutschland hat dies in den 1970er-Jahren vor allem durch die Ver√∂ffentlichungen von Paul Zanker Verbreitung gefunden. Die Analyse des Verh√§ltnisses von Form, Inhalt und gesellschaftlicher Position antiker Bildwerke bestimmt seitdem weite Teile der Klassischen Arch√§ologie. Die zehn hier vereinten Beitr√§ge einer Tagung anl√§sslich seines 70. Geburtstages zeigen Perspektiven dieser Forschungsrichtung auf - mit besonderem Blick auf die Bilderwelt des antiken Pompeji, aber auch auf die √§ltere griechische und die kaiserzeitliche, provinziale r√∂mische Kunst. Damit soll die Aktualit√§t der Frage nach der ‚Äěarte plebea‚Äú und verwandten, auch epochen√ľbergreifenden formalen Ph√§nomenen unterstrichen werden. Ausgehend von Fragestellungen, die seit 1967 und in den 1970er-Jahre erstmals formuliert wurden, gelingt es anhand weniger Fallstudien, weiterf√ľhrende Forschungsperspektiven einer Klassischen Arch√§ologie als sozialgeschichtlich orientierter Kunstgeschichte aufzuzeigen.
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