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Reichert, Dr. Ludwig Verlag

 
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Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts (133). Hrsg.: von Rummel, Philipp; Hrsg.: Wulf-Rheidt, Ulrike; Hrsg.: Dtsches Archäologisches Institut. 2019. 296 S. 57 fb. Abb., 157 Abb., schwarz-weiß. 30 x 21 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-95490-365-8 L, Reichert
In seinem Jahrbuch (JdI) publiziert das Deutsche Archäologische Institut seit 1885 jährlich im Schnitt sieben Aufsätze zu archäologischen Themen von der Vorgeschichte bis in die Spätantike mit Schwerpunkt auf der griechisch-römischen Zeit. Aktuelle Fragestellungen zu Kunst- und Stilgeschichte, Ikonographie und Typologie, zur Rekonstruktion von Plastik und Architektur sowie in der Hermeneutik und Wissenschaftsgeschichte insbesondere aus dem Bereich der Klassischen Archäologie, aber auch aus anderen archäologischen Fachdisziplinen werden grundlegend und auf dem neusten Stand der Forschung diskutiert.
In der Zeitschrift werden Forschungen von Fachkollegen weltweit veröffentlicht. Die Beiträge, die alle ein doppelblindes Peer-Review-Verfahren durchlaufen, sind in der Regel auf Deutsch oder Englisch, aber auch auf Italienisch, Französisch oder Spanisch verfasst. Jeder Beitrag wird durch ein Abstract in englischer Sprache ergänzt. Die JdI-Bände sind großzügig ausgestattet und reich bebildert, die Abbildungen in hoher Qualität und teils in Farbe gedruckt.
Madrider Mitteilungen (59). Deutsches Archäologisches Institut. Madrid. 2019. 468 S. 685 Abb., 91 fb. Abb. 26 x 19 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-381-8 L, Reichert
C. GONÇALVES – L. ANDRÉ – J. CASCALHEIRA – N. BICHO, Der Muschelhaufen von Cabeço de Amoreira in Muge, Portugal. Ergebnisse der archäologischen Arbeiten des letzten Jahrzehnts (2007–2017), mit 11 Textabbildungen – L. GARCÍA SANJUÁN – M. LUCIAÑEZ TRIVIÑO – M. CINTAS-PEÑA, Ivory, Elites, and Lineages in Copper Age Iberia. Exploring the Wider Significance of the Montelirio Tomb, mit 25 Textabbildungen – V. S. GONÇALVES – A. C. SOUSA – M. SANTOS – C. BOTTANI – J. MIRÃO, The Use of Gold at the Rock-cut Tomb Necropolis of Casal do Pardo (Quinta do Anjo, Palmela, 3200–2000 BCE), mit 14 Textabbildungen – H. SCHUBART – G. ARANDA JIMÉNEZ – E. ALARCÓN GARCÍA, Funde der El Argar-Kultur aus der Provinz Granada, mit 47 Textabbildungen – H. SCHUBART – C. LIESAU, Rötel im El Argar-zeitlichen Bestattungsritual von Fuente Álamo, mit 6 Textabbildungen – F. B. GOMES, Revisiting an Early Iron Age Funerary Horizon. ›Cruz del Negro‹ Type Urn Burials in Southern Portugal and their Significance, mit 4 Textabbildungen – M. H. HERMANNS – J. RAMON TORRES, Tagomago 2, un pecio del siglo IV A. C. en la costa NE de Ibiza, con un anexo de M. PRANGE, mit 21 Textabbildungen – M. P. GARCÍA-BELLIDO – J. DE HOZ, ¿Un foedus entre Roma y Sagunto? La dracma hispana del juramento, mit 7 Textabbildungen – E. TRUSZKOWSKI, Étude de deux protomes de félin en bronze, mit 3 Textabbildungen – M. ALMAGRO-GORBEA – F. GONZÁLEZ DE CANALES – J. LLOMPART, Un ánfora ática de la ›Botkin Class‹ en Huelva y la fecha final del emporion focense, mit 5 Textabbildungen – S. AZCÁRRAGA CÁMARA, Una aproximación cronológica al mundo carpetano y su romanización, mit 8 Textabbildungen – P. ROTHENHÖFER – M. BODE, Neue Forschungen zu den Planii und ihren ökonomischen Aktivitäten im republikanischen Hispanien, mit 5 Textabbildungen – P. BAAS – D. OJEDA – D.-F. SVOBODA-BAAS, Torreparedones. Vorbericht der Grabungskampagne 2017, mit 19 Textabbildungen – H. SCHNORBUSCH, »Köstlicher Balsam träuft aus deiner Hand«. Zu Ikonographie und Aufstellungskontexten des personifizierten Schlafs auf der Iberischen Halbinsel, mit 6 Textabbildungen – F. VALDÉS – A. ZAMORANO, Madinat al-Zahra’ y la cronología de los cristales de roca egipcios conservados en España, mit 9 Textabbildungen – In memoriam D. Luis Monteagudo García (1919-2018), von H. SCHUBART und J. SUÁREZ OTERO – A la memoria de Juan Zozaya Stabel-Hansen (1939–2017), de N. KUBISCH – In memoriam Joudia Hassar-Benslimane (1943–2018), de P. CRESSIER et A. TOURI
Archäologischer Anzeiger. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. 2. Halbband 2018. 2019. 220 S. 153 fb. Abb., 91 Abb. 28 x 21 cm. EUR 40,00 ISBN: 978-3-95490-385-6 L, Reichert
Im Archäologischen Anzeiger werden Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen und Berichte über Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt.
Ländliche Römische Heiligtümer im Westen der Iberischen Halbinsel. Monte do Facho. I. Die epigraphische Hinterlassenschaft des römisch-keltischen Heiligtums auf dem Monte do Facho (O Hío/Cangas – Galicien). I. El legado epigráfico del santuario céltico-romano en el Monte do Facho (O Hío/Cangas, Galicia). Madrider Beiträge (38). Koch, Michael. Hrsg.: Schattner, Thomas G. 2019. 140 S. 198 Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-406-8 L, Reichert
Der „Monte do Facho“ (O Hío, Cangas), ein mächtiger Hügel, erhebt sich nordwestlich der „ría de Vigo“ unmittelbar über dem Ufer des atlantischen Ozeans mit Blick nach Westen. Auf dem Hügelkamm und an seinen Flanken wurden seit Jahrzehnten prähistorische und antike Überreste vermutet, begründet durch Ringwälle und eine Reihe von epigraphischen Streufunden in unmittelbarer Nähe des Hügels. Aber erst die systematische Grabung durch ein deutsch-galicisches Forscherteam ab 2003 erbrachte Gewissheit über sowohl eine prähistorische Besiedlung als auch ein eisenzeitliches „castro“ und vor allem ein schlichtes, aber umfangreiches Heiligtum zu Ehren einer bis dahin unbekannten keltischen Gottheit aus der mittleren und späteren Kaiserzeit, deren Name DEUS LAR BERUS BREUS gelautet haben muss. Die Grabung ergab die Existenz von nahezu fünfzig Weihealtären, die zusammen mit früheren epigraphischen Funden von diesem Hügel und aus seiner unmittelbaren Umgebung, heute in den Museen von Pontevedra und Vigo ausgestellt, rund einhundert und dreißig Weihaltäre und Altarfragmente zu Ehren dieser Gottheit ausmachen. Aus epigraphischer Sicht handelt es sich um die bislang zahlenmäßig größte Weihung für eine einheimische Gottheit auf der Iberischen Halbinsel. Darüber hinaus fanden sich Hinweise auf eine regionale Renaissance des einheimischen Keltentums sowie auf frühe Christianisierungs-Versuche.
Die Weihaltäre sind im Bild vorgestellt, gelesen und transkribiert sowie epigraphisch interpretiert. Der historische Kontext ist, soweit es der heutige Forschungsstand erlaubt, dargestellt. Die Publikation bedeutet einen Meilenstein in der Erforschung der außerordentlich komplexen Religiosität des keltisch-römischen Nordwestens Hispaniens.
Antoninus Pius. Der vergessene Kaiser. Aumann, Günter.160 S. 69 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2019. EUR 19,90. ISBN: 978-3-95490-393-1 L, Reichert
Antoninus Pius war der Kaiser, der in den drei Jahrhunderten zwischen Kaiser Augustus und Konstantin dem Großen am längsten regierte. Doch außerhalb der Fachwelt ist er nahezu unbekannt. Schließlich konnte die Regentschaft des Antoninus weder Intrigen am Kaiserhof noch Verschwörungen im Senat, weder Vulkanausbrüche noch große Schlachten an den Grenzen des Reichs bieten. Das Buch zeigt überzeugend, dass es sich trotzdem lohnt, die Herrschaft dieses pflichtbewussten Kaisers zu betrachten, der völlig frei war von Ruhmsucht und Eitelkeit und damit einen wohltuenden Kontrast zu den heute grassierenden Selbstinszenierungen bietet. Zitate antiker Autoren und Lebensläufe von Zeitgenossen des Antoninus helfen, dem Kaiser und seiner Zeit möglichst nahe zu kommen. Den Zugang erleichtern Infoboxen, in denen wichtige Ämter und Begriffe erklärt werden. Einen besonders eindrücklichen Blick auf den Kaiser und seine Familie erlauben zahlreiche Münzporträts. Um Einzelheiten besser erkennen zu können, werden die Münzen vergrößert wiedergegeben. Damit dadurch nicht der Gesamteindruck dieser kleinen Kunstwerke leidet, geschieht dies allerdings nur maßvoll.
Sörries, Reiner. Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte. 768 S. 425 fb. Abb. 24 x 17 cm. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2019. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-280-4 L, Reichert
Im Stil des klassischen Handbuchs erschließt das Handbuch zur Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte auf 765 Seiten mit über 400 farbigen Abbildungen den gesamten Wissensbereich der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart. Es umfasst die Forschungsgeschichte, charakterisiert den Islam und seine Strömungen, bietet einen historischen Überblick, gegliedert nach den herrschenden Dynastien, und erschließt im systematischen Hauptteil Dorf und Stadt als Lebensraum, die profane und religiöse Architektur, das Friedhofswesen sowie die Künste und die Stilepochen bis zur postislamischen Zeit. Ergänzend folgt ein Teil der Regionen und Kunstlandschaften von Europa bis Fernost, von Afrika bis Übersee. Ein eigenes Kapitel ist schließlich den Begegnungen zwischen Abendland und Morgenland gewidmet. Ein umfangreiches Glossar sowie ein Orts-, Sach- und Personenregister unterstreichen den Charakter als Nachschlagewerk. Einleitend werden die Studierenden außerdem über Studien- und Arbeitsbedingungen informiert.
Obwohl sich das Handbuch zunächst an Studierende und Fachwissenschaftler der Islamischen Archäologie und Kunstgeschichte, der Islamwissenschaft im Allgemeinen, der Orientalistik und der benachbarten archäologischen, kunsthistorischen und theologischen Disziplinen richtet, kann es aufgrund seiner guten Lesbarkeit auch für interessierte Laien einen vertiefenden Einblick in das Wesen des Islam und seiner Menschen ermöglichen. Nicht zuletzt werden auch die Umbrüche in der abendländischen Begegnung und Auseinandersetzung mit dem Islam deutlich, die etwa nach Nine-eleven zu einer völligen Neuorientierung in der Konzeption der Islamischen Museen geführt haben. In diesem Handbuch stößt die in der Gegenwart wachsende Skepsis gegenüber dem Islam auf das reiche soziale, politische, kulturelle und künstlerische Erbe der Muslime, die über große Zeiträume hinweg dem christlichen Abendland überlegen waren.
Kerameikos (20). Brenne, Stefan. Die Ostraka vom Kerameikos. 2019. 1396 S. 397 Tafeln, 10071 Abb. 34 x 24 cm. EUR 220,00. ISBN: 978-3-95490-327-6 L, Reichert
Die Stimmscherben des Ostrakismos geben Einblick in einen außergewöhnlichen Aspekt der antiken Rechtsgeschichte. Beim stark ritualisierten Scherbengericht konnten die Athener des 5. Jahrhunderts v. Chr. einmal im Jahr einen Mitbürger für zehn Jahre verbannen. Das traf so bedeutende Persönlichkeiten wie Aristeides, Themistokles oder Kimon.
Abgestimmt wurde mit Scherben (óstraka), die überwiegend von den Teilnehmern an der Ostrakophorie selbst gestellt und beschriftet wurden. Bis 1966 waren 1658 solche Stimmscherben bekannt. Dann stellte ein Depotfund von rund 9000 Ostraka im Kerameikos die Forschung auf eine neue Grundlage. Sie werden hier erstmals vollständig vorgelegt, zusammen mit den älteren, teilweise bereits publizierten Funden aus dem Kerameikos. Der Schwerpunkt liegt auf der Materialvorlage in Text, Beschreibung und Abbildung, systematische Aspekte der Auswertung werden angerissen und erschließen den Katalog.
Eine Besonderheit des Hortfundes ist seine Geschlossenheit, die sich durch zahlreiche Anpassungen und andere Verbindungen zwischen verschiedenen Stimmscherben belegen lässt. Zusammen mit der wahrscheinlichen Datierung ins Jahr 471 v. Chr. ergeben sich viele Ansatzpunkte für eine große Bandbreite von Fragestellungen: zur Führungsschicht, zum Ablauf des Verfahrens selbst, zur Verbreitung der Schriftlichkeit und zur Schriftentwicklung oder zu sprachlichen Phänomenen im Bereich der Morphologie oder Phonetik. Ein neuer Fixpunkt ergibt sich für die Chronologie der Gebrauchskeramik, denn die verwendeten Scherben stammen von allen wichtigen Gefäßtypen. Der bewusste Umgang mit Schrift und Schreibfläche lässt Rückschlüsse auf das ästhetische Empfinden in der breiten Bürgerschaft zu. Einzelne Scherben enthalten Zusatzinformationen über die eigentliche Nennung des Namens hinaus, etwa Zusatztexte oder die bewusste Auswahl der Scherbe, und beleuchten so die Intention der ›Wähler‹ und die politische Diskussion dieser Zeit.
Die heute zum Landkreis gehörigen Teile der ehemaligen Bezirksämter Vilshofen und Griesbach. Die Deutschen Inschriften (101); Münchener Reihe (19). Baltolu, Ramona; Steininger, Christine. Die Inschriften des Landkreises Passau bis 1650. 2019. 520 S. 56 Tafeln, 159 z. T. fb. Abb. 27 x 19 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-260-6 L, Reichert
Der Band beschließt das Projekt der Bearbeitung der Bischofsstadt Passau (DI 67) und ihres Umlandes (vgl. DI 80 Landkreis Passau I). Während der erste Landkreisteil vom hochstiftischen Bestand beherrscht wurde, umfasst dieser Band die alten bayerischen Bezirksämter Griesbach und Vilshofen. Er ist geprägt von einigen Prälatenklöstern (Aldersbach, Asbach, St. Salvator) und einigen Wallfahrtskirchen (Sammarei, Grongörgen, Kößlarn). Eine Besonderheit stellen die Inschriften der Kirchen von Ortenburg dar, der einzigen evangelischen Enklave im Territorium des alten Herzogtums Bayern, aus der uns ein größerer Bestand von nachweislich lutherischen Grabdenkmälern überliefert ist. Einige Adelsgrablegen (Ruhsdorfer, Closen, Rottau, Schwarzenstein) und die Denkmäler der bayerischen Landstadt Vilshofen runden die Edition ab. Auffällig ist eine große Zahl von nachträglich angefertigten oder bereits im Bearbeitungszeitraum überarbeiteten Denkmälern.
Iberische Halbinsel und Marokko. Repertorium der christlich-antiken Sarkophage (4). Büchsenschütz, Nora. 2018. 328 S. 69 Tafeln, 314 Abb. 30 x 21 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-95490-362-7 L, Reichert
Die Erforschung der frühchristlichen Sarkophagplastik ist ein Desiderat der auf fünf Bände angelegten Reihe des Deutschen Archäologischen Instituts. Der nunmehr vorliegende vierte Band ergänzt diese Reihe um den geographischen Raum der spätantiken Hispania sowie der Mauretania Tingitana als zusammenhängende Kultureinheiten. Zusammengestellt wurden hierfür Sarkophage und Sarkophagfragmente aus dem heutigen Spanien, Portugal und Marokko. Insgesamt konnten 153 Objekte mit Relevanz für das Repertorium gesichtet und dokumentiert werden, so dass neben den bereits bekannten Stücken auch eine größere Zahl von neu gefundenen Objekten aufgenommen werden konnte. So berücksichtigt der vierte Band all die Änderungen und Neuerungen, die sich seit den letzten Großpublikationen 1954 und 1975 ergeben haben und liefert erstmalig eine umfassende Bestandsaufnahme der Sarkophagplastik in der spätantiken Hispania und Mauretania Tingitana. In diesem Rahmen werden auch Stücke mit einer nicht dezidiert christlichen Ikonographie berücksichtigt, um die Übergangsphase zwischen paganer und christlicher Sarkophagplastik nachzuzeichnen. Die beschreibenden Katalogtexte werden durch zahlreiche, teilweise neu angefertigte, Fotografien ergänzt, um eine Grundlage für weitere Forschungsarbeiten zu schaffen.
Ein zusätzlicher Kommentarteil greift vertiefend die Provenienz der Objekte auf und geht der Frage einer Zusammenfassung in (Werkstatt-)Gruppen unter Berücksichtigung der zahlreichen Kulturkontakte der spätantiken Hispania zu den benachbarten Provinzen nach. Auf diese Weise wird eine Basis geschaffen, um Aspekte der Provenienz und der Mobilität sowohl von Bildwelten als auch von Material und ausgebildeten Fachkräften neu zu diskutieren. So können Fragen bezüglich der Wirkung stadtrömischer und schließlich nordafrikanischer Werkstätten auf die lokale Sarkophagproduktion neu angegangen und weiterführend diskutiert werden.
Das Dipylon. Kerameikos (22). Gruben (†), Gottfried; Müller, Klaus. Hrsg.: Stroszeck, Jutta. 2018. 284 S. 15 Beilagen im Schuber, 435 Abb. 34 x 24 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-306-1 L, Reichert
Das Thriasische Tor – im Lauf der Zeit wurde hierfür die Bezeichnung ›Dipylon‹ gebräuchlich – war über sieben Jahrhunderte lang die größte Toranlage der Athener Stadtbefestigung. Es sicherte die Passage des ›Dromos‹, der Straßenanlage zwischen Agora und Akademie durch den Befestigungsring und bildete an dieser prominenten Stelle den repräsentativen Rahmen für diverse Feierlichkeiten der Stadt.
Das vorliegende Werk beruht im Wesentlichen auf den Untersuchungen der Dipylon-Ruine und ihres Areals in den 1960er Jahren. Diese brachten die seit 1872 einsetzenden Freilegungen des Tors zum Abschluss, konnten aber erst jetzt auf der Grundlage der bestehenden Manuskripte von Gottfried Gruben publiziert werden. Die Arbeiten stellen angesichts stark reduzierter baulicher und stratigraphischer Befunde eine Meisterleistung der Bauforschung dar, wobei Befundreste verschiedenster Kategorien (literarische Quellen, Straßenschichten, Grabenfüllungen, Kanäle, Vorwerke, Brunnenanlagen, Baubefunde, Spolien) berücksichtigt und in die Argumentationen mit einbezogen wurden. Durch systematische Dokumentation, Analysen, Diskussion und die gegenseitigen Abstimmungen ihrer Aussagenkraft führten sie zu überraschend weitreichenden und durchwegs plausiblen Resultaten. Die Toranlage kann in den wesentlichen Phasen ihres Bestehens – der Gründungsanlage aus der Zeit unmittelbar nach den Perserkriegen, den sukzessiven Umbauten im Lauf des 4. Jahrhunderts und den Ergänzungen der römischen Zeit – als geklärt gelten.
Der reiche und ausführliche Text wird durch eine große Fülle von Plandarstellungen (Grundrisse, Gebäude- und Geländeschnitte, Detailzeichnungen) ergänzt, die die Befunde in ihrer Komplexität anschaulich vor Augen führen und es dem Leser erleichtern, die Interpretationen und Diskussionen kritisch nachzuvollziehen.
Katalog der Skulpturen IV: Historische Reliefs. Monumenta Artis Romanae (MAR) (40). Überarbeitet von Fless, Friederike; Langer, Stephanie; Liverani, Paolo; Pfanner, Michael. Vatikanische Museen. Museo Gregoriano Profano ex Lateranense. 2018. 288 S. 94 Tafeln, 33 fb. Abb., 426 Abb. 30 x 21 cm. EUR 125,00. ISBN: 978-3-95490-307-8 L, Reichert
Im Gesamtbestand des Museo Gregoriano Profano sind die Historischen Reliefs mit 20 Denkmälern eine zahlenmäßig wenig umfangreiche aber überaus wichtige Gruppe. Sie umfasst neben kaum bekannten Stücken auch zentrale Werke der römischen Kunst wie die Reliefs von der „Ara der Vicomagistri“, die „Großen Cancelleria-Reliefs“ und den „Larenaltar vom Belvedere“, die in den letzten Jahrzehnten intensiv und oft kontrovers diskutiert worden sind. Auch weniger prominente Reliefs, die zum Teil wegen ihres Erhaltungszustandes schwierig zu deuten sind, erweisen sich durch die eingehenden Untersuchungen als aufschlussreiche Zeugnisse öffentlicher Monumente.
Katalog der Gräber 1-300. Band: Text. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (9). Höke, Benjamin; Gauß, Florian; Peek, Christina; Stelzner, Jörg. Lauchheim II.1. 2018. 724 S. 346 Tafeln, 1 Beilage, 517 fb. Abb. 30 x 21 cm. 2 Bände. EUR 99,00. ISBN: 978-3-95490-360-3 L, Reichert
Mit rund 1300 Gräbern aus dem Zeitraum vom späten 5. bis zum späten 6. Jahrhundert ist das Gräberfeld von Lauchheim (Ostalbkreis) bis heute der größte bekannte merowingerzeitliche Bestattungsplatz Süddeutschlands. Als Ergebnis eines Forschungsprojekts, das sich der Dokumentation und Auswertung der Gräber mit modernen Methoden und Technologien widmete, werden die Befunde und Funde aus Lauchheim in einem detaillierten Katalog mit umfangreichem Tafelteil vorgelegt und damit eine einzigartige Quelle der Frühmittelalterforschung der weiteren wissenschaftlichen Auswertung zugänglich gemacht. Der erste von insgesamt vier Teilbänden des Katalogs umfasst die Gräber 1–300.
Zum Kommunikationspotenzial von Bodenmosaiken für die Schaffung heiliger Räume. Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz (45); Reihe B: Studien und Perspektiven. Watta, Sebastian. Sakrale Zonen im frühen Kirchenbau des Nahen Ostens. 2018. 416 S. 94 fb. Abb., 106 Abb. 32 x 23 cm. EUR 118,00. ISBN: 978-3-95490-342-9 L, Reichert
Angesichts des neutestamentlichen Standpunkts, wonach Gott nicht in Tempeln wohne, die von Menschenhand geschaffen wurden, ist es keineswegs selbstverständlich, dass Kirchen als Sakralbauten zu werten sind. Dennoch hat sich diese Vorstellung bereits früh etabliert. Davon zeugen Schriftquellen, aber auch Bodenmosaiken, die in ihrer Verbindung von Ornament, Bild und (In-)Schrift eine reiche Quellengrundlage für Fragen nach der Konstruktion und Wahrnehmung des heiligen Raums, seiner Parzellierung und Hierarchisierung bieten. Der regionale Schwerpunkt der Arbeit liegt hierbei auf den frühbyzantinischen bis umayyadenzeitlichen Kirchenbauten der Provincia Arabia, die einen Großteil des heutigen Jordanien einnahm. In der Analyse der Mosaiken im Kontext von Architektur, liturgischer Ausstattung und praktizierter Liturgie zeigen sich historische Vorstellungen vom heiligen Raum in ihrer ganzen Vielschichtigkeit.
The Sculptor’s Workshop. Aphrodisias (10). van Voorhis, Julie. Engl. 2018. 192 S. 253 Abb. 31 x 23 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-268-2 L, Reichert
Carved marble was a major part of the economy of Roman cities. The material was supplied by local and regional quarries but little is known of the workshops in which the carving was carried out. The Sculptor’s Workshop at Aphrodisias is a uniquely well-preserved facility of this kind supplied by a nearby local quarry. The workshop was located behind the Council House in the centre of town, and when excavated in 1967-1969 it contained remarkable remains from a high-end sculpture business. The monograph offers a complete publication of the archaeology of the workshop itself and of the finds – they include a set of stone-carving tools, a large quantity of sculpture in various states of completion, well-preserved statues (both portraits and mythological figures), and several practice pieces carved by apprentice sculptors as part of their training.
Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (5). Die Konstanzer Marktstätte im Mittelalter und in der Neuzeit. 2018. 456 S. 21 Beilagen, 28 Tafeln , 344 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-293-4 L, Reichert
Konstanz am Bodensee zählt zu den Städten Baden-Württembergs, die den Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt überstanden haben. Seit den frühen 1980er-Jahren ist seine Altstadt einer der Schwerpunkte der archäologischen Denkmalpflege des Landes. In diesem Band werden die umfangreichen Grabungen der Jahre 1989–1992 im Bereich der Marktstätte und Brotlaube vorgelegt, die sich durch eine außergewöhnliche Befunddichte und große Mengen an Fundmaterial auszeichnen. Neben der detaillierten Auswertung der Grabungsbefunde durch Marianne Dumitrache, bei der neben der Bebauung die mittelalterliche Landgewinnung, der Hafenbau und die neuzeitliche Marktplatznutzung im Mittelpunkt stehen, werden in Beiträgen von Dorothee Ade und Willy Groenman-van Waateringe die Funde vorgestellt. Ein Beitrag von Hansjörg Küster zur Archäobotanik rundet den Band ab.
Katalog der Gräber und übrigen Befunde. Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg (7). Das römische Gräberfeld von Stettfeld II. 2018. 336 S. 224 Tafeln, 1 Beilage, 266 Abb. 30 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-95490-356-6 L, Reichert
Von 1979 bis 1981 wurde in Stettfeld (Gem. Ubstadt-Weiher, Lkr. Karlsruhe) eines der größten römischen Gräberfelder ausgegraben. Bereits 1988 erschien der erste Band über das römische Gräberfeld, der die anthropologischen und osteologischen Untersuchungen behandelt und einen ersten Eindruck über die Bedeutung der römischen Nekropole vermittelte. Im vorliegenden zweiten Band werden erstmals die kompletten Grabensembles sowie die Befundsituationen der knapp 390 Gräber und anderen Fundstellen vorgelegt und somit für die weitere Forschung zugänglich gemacht.
Research in Syria, Lebanon, Jordan and Egypt. Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie (7). Hrsg.: Eger, Christoph; Mackensen, Michael. Death and Burial in the Near East from Roman to Islamic Times. Engl. 2018. 264 S. 290 z. T. fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 148,00. ISBN: 978-3-95490-317-7 L, Reichert
Aktuelle Ausgrabungs- und Forschungsergebnisse aus Jordanien, Syrien, dem Libanon und Ägypten zum Thema Tod und Bestattung von der römischen bis in die islamische Zeit bietet der siebte Band der Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie. Die Aufsätze gehen auf ein 2013 in Amman veranstaltetes deutsch-arabisches Kolloquium zurück. Erstmals konnten sich arabische und in der arabischen Welt tätige Wissenschaftler über vier Ländergrenzen hinweg über Grundzüge und Unterschiede in der Entwicklung des Totenrituals vornehmlich – aber nicht nur – aus archäologischer Perspektive austauschen. Dabei wurde über laufende oder jüngst erfolgte Ausgrabungen ebenso berichtet wie über die Aufarbeitung von Altgrabungen und zusammenfassende Studien zum lokalen oder regionalen Grabbrauch. Für den vorliegenden Band wurden neben zehn der in Amman gehaltenen Vorträgen auch fünf weitere Beiträge internationaler Wissenschaftler aufgenommen, die bei dem vom DAAD finanzierten Round Table nicht teilnehmen konnten.
Zu den prominenten Stätten, die im Band Erwähnung finden, gehören die wegen ihre monumentalen Grabbauten bekannten, im syrischen Bürgerkrieg fast vollständig zerstörten Nekropolen von Palmyra. Ihnen sind gleich zwei Beiträge gewidmet. Kaum weniger bekannt sind die hellenistischen und römischen Nekropolen Alexandriens, denen in einer vergleichenden Analyse zwei weiter südlich gelegene Nekropolen des römischen Ägypten zur Seite gestellt werden. Welche Rolle anthropologische Untersuchungen in der modernen Gräberarchäologie spielen, wird am Beispiel der Gräber im North Ridge Areal von Petra erläutert. Zu den weniger bekannten Fundplätzen gehört das Gräberfeld von Chisphin (Golan), das jedoch mit exzeptionellen Beigaben aus römischer Zeit aufwarten kann. Mit der Felskammernekropole von Khirbat Yajuz und dem Hypogäum in der Kirche von Quwaysmah, beide Jordanien, werden zwei wichtige Beispiele des in der Region bislang kaum aufgearbeiteten Phänomens der frühchristlichen Kirchengräber vorgestellt. Einblicke in das spätantike, koptische Totenritual Ägyptens gewähren sowohl die Friedhöfe in Qarara und Sharuna (Mittelägypten) als auch derjenige des großen St. Paulos Klosters im oberägyptischen Deir el-Bakhît (Theben-West). Zwei Beiträge widmen sich abschließend Fragen des islamischen Grabbrauchs und Totenrituals. Außer den Besonderheiten der fatimidischen Grabarchitektur stehen hierbei die modernen islamischen Bestattungspraktiken in Jordanien im Blickpunkt.
Die Inschriften des Mainzer Doms und des Dom- und Diözesanmuseums von 1435 bis 1508. Die Deutschen Inschriften. Hrsg.: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz; Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.; Überarbeitet von Kern, Susanne. 2018. 172 S. 93 meist fb. Abb. 21 x 15 cm. EUR 14,00. ISBN: 978-3-95490-292-7 L, Reichert
Der Inschriftenbestand der Stadt Mainz aus nachrömischer Zeit gehört zu den wichtigsten in Deutschland. Das von den Herausgebern initiierte Projekt „Mainzer Inschriften“ will den Inschriftenbestand auf der Basis des 1958 in der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ veröffentlichten, aber längst vergriffenen Editionsbandes von Fritz V. Arens bearbeiten, ergänzen und in Teileditionen vorlegen. Die Grundlage für diesem und die bereits vorliegenden Bänden bildet die online unter www.inschriften.net veröffentlichte wissenschaftliche Neubearbeitung. Im 3. Band der Reihe werden nicht nur zahlreiche Klerikergrabplatten und die Grablege der Erzbischöfe behandelt, sondern auch einige interessante Grabmäler von Laien vorgestellt, die allesamt im Kreuzgang begraben wurden. Exkurse zu verschiedenen Themen sowie ein Glossar ergänzen die monographischen Texte.
Die Inschriften des Mainzer Doms und des Dom- und Diözesanmuseums von 1509 bis 1626. Die Deutschen Inschriften. Kern, Susanne. Hrsg.: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz; Hrsg.: Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.; Verfasst mit Nikitsch, Eberhard J.; Oberweis, Michael. 2018. 176 S. 90 meist fb. Abb. 21 x 15 cm. EUR 14,00. ISBN: 978-3-95490-328-3 L, Reichert
Der Inschriftenbestand der Stadt Mainz aus nachrömischer Zeit gehört zu den wichtigsten in Deutschland. Das von den Herausgebern initiierte Projekt „Mainzer Inschriften“ will den Inschriftenbestand auf der Basis des 1958 in der Reihe „Die Deutschen Inschriften“ veröffentlichten, aber längst vergriffenen Editionsbandes von Fritz V. Arens bearbeiten, ergänzen und in Teileditionen vorlegen. Die Grundlage für diesem und die bereits vorliegenden Bänden bildet die online unter www.inschriften.net veröffentlichte wissenschaftliche Neubearbeitung.
Das "Debrecener Pflanzen- und Tierbuch". Die illustrierte deutsche Ps.-Apuleius Handschrift Dtsch; Engl. Brecen R 459. Faksimile, Edition, Übersetzung und Kommentare. Polhill, Marian; Müller, Irmgard. Hrsg.: Groos, Arthur; Schnell, Bernhard. 2018. 384 S. 90 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-95490-270-5 L, Reichert
Das unter dem Namen des Apuleius überlieferte medizinisch-pharmakologische Handbuch ist das wichtigste Bindeglied zwischen den antiken und mittelalterlichen Kräuterbüchern. Die älteste Übersetzung in deutscher Sprache, das ‚Debrecener Pflanzen- und Tierbuch‘ aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts, wird hier erstmals ediert, ins Englische übersetzt und durch umfangreiche fachübergreifende Untersuchungen erschlossen.
 
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