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Reichert, Dr. Ludwig Verlag |
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Formuntersuchung, Kontext und soziokulturelle Interpretation. Archäologische Forschungen. Heinze, Lars. Spätklassische und frühhellenistische Gefäßkeramik aus Priene. 2025. 584 S. 1258 sw. Abb. , 81 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-7520-0856-2 L, Reichert
Gefäßkeramik des 4. und 3. Jhs. v. Chr. aus kleinasiatischen Grabungen stellt in mehrfacher Hinsicht eine höchst aussagekräftige Fundgattung dar. Sie ist aber noch immer nur spärlich untersucht, weshalb die Vorlage der hier präsentierten spätklassischen und frühhellenistischen Fundkontexte aus dem in der Mitte des 4. Jhs. v. Chr. gegründeten Priene eine wichtige Referenzgruppe für zukünftige Untersuchungen in der Region darstellt.
Das typologisch und chronologisch aufgearbeitete Material wird nicht nur unter Gesichtspunkten der Keramikforschung im engeren Sinne, sondern auch hinsichtlich verschiedener kultur- und wirtschaftsgeschichtlicher Aspekte untersucht. Die Ergebnisse gründen dabei nicht zuletzt auf naturwissenschaftlichen Untersuchungsverfahren (portable ED-RFA und Petrografie), die an einer repräsentativen Auswahl an Fragmenten vorgenommen wurden.
Von zentraler Bedeutung ist Gefäßkeramik u. a. hinsichtlich der daraus abzuleitenden Handelsverbindungen im östlichen Mittelmeerraum. Dabei interessiert auch der Anteil, den die Importe im Verhältnis zur lokalen und regionalen Produktion ausmachen. Hier zeigen sich beachtliche Unterschiede zwischen verschiedenen Keramikgattungen, wobei vor allem der hohe Anteil importierter Kochkeramik im frühen Priene überrascht.
Auch Aspekte der Wertschätzung, sowohl materiell wie auch ideell, werden angesprochen. Besonders ergiebig scheinen hierfür die importierten attischen Gefäße, die zum Zeitpunkt ihrer Deponierung mitunter 25 Jahre oder älter gewesen sein müssen und von ihren Besitzern beim Umzug in die neue Stadt mitgebracht worden sein müssen.
Weitere Untersuchungsbereiche sind das Aussagepotential der Fundkeramik bei der Eingrenzung der Gründungszeit der Stadt sowie Indizien für ein antikes Abfallmanagement.
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Konkurrenz und Charisma. Porträts in der politischen Kultur des antiken Griechenland. Raeck, Wulf. 2025. 180 S. 97 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0819-7 L, Reichert
Die jeweiligen politischen Rahmenbedingungen für die Anfertigung von Porträts und der Umgang mit ihnen wirken sich in verschiedener Weise auf ihr Erscheinungsbild aus. Das Buch behandelt unterschiedliche Facetten dieses Themas für das antike Griechenland von der archaischen bis zum Ende der hellenistischen Zeit.
Als eine wesentliche Stimulanz für die Vorbereitung des Individualporträts wird dabei das Konkurrenzgebaren der aristokratischen Eliten im 6. Jh. v. Chr. angesehen. Die normierten Bildnisse der konformistisch geprägten hochklassischen Polis des 5. Jhs. v. Chr. werfen dann eine Frage auf, die ein für das Porträtschaffen aller Zeiten zentrales Problem betrifft, die nach dem Verhältnis zwischen Schönheit und Wahrheit bzw. Idealität und Individualität. Im politischen Milieu der Hochklassik bedeutet das: Ist das `eigene Gesicht´ verpönt oder geduldet, gilt es als erstrebenswerter als das normierte Idealgesicht, und ist dies vielleicht kontextabhängig?
Die angedeutete Dichotomie setzt sich in hellenistischer Zeit in der Gestaltung realitätsnaher Bürgerporträts bzw. tendenziell idealisierend überhöhter Herrscherbildnisse fort, wobei die Mischungsverhältnisse zwischen beiden Darstellungsweisen stark variieren.
Mit der zunehmenden römischen Präsenz und Dominanz im östlichen Mittelmeerraum scheinen sich die zuvor eingeübten Darstellungskonventionen z. T. aufzulösen. Auch stellt sich die für eine historisch ausgerichtete Porträtforschung wichtige Frage nach der Erkennbarkeit politisch oder weltanschaulich definierter sozialer Gruppierungen im Porträt. Sie wird hier anhand eines seit langem diskutierten Problems aufgeworfen, der Frage nach der Unterscheidbarkeit griechischer und römischer Bildnisse sowie der Erkennbarkeit von „Römerfreunden“ in der Porträtkunst des griechischen Ostens.
Einen konkreten Einblick in die zeitgenössische Bewertung des Erscheinungsbildes von Politikern in der Öffentlichkeit und seiner Entsprechungen in der Porträtplastik erlauben schließlich die schriftlich überlieferten und durch Skulpturen visualisierten Kontroversen zwischen den athenischen Meinungsführern Aischines und Demosthenes im 4. Jh. v. Chr.
Die im Buch behandelten Bildnisse und die mit ihnen verbundenen Erklärungsversuche sind bisher zumeist nur in Ausschnitten diskutiert worden. Durch die Einfügung in einen längeren historischen Ablauf ergeben sich neue Perspektiven für unser Verständnis antiker Porträts in ihrem jeweiligen politischen und sozialen Umfeld. Das Buch verbindet die Darstellung von Grundlagen der antiken Porträtforschung mit der Diskussion von Teilaspekten und richtet sich daher sowohl an das Fachpublikum im engeren als auch im weiteren Sinne, nicht zuletzt an Studierende und sonstige Interessierte aus den Nachbardisziplinen der Klassischen Archäologie.
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Mitteilungen zur Spätantiken Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte. The Spoliated Past: Heritage, Antiquarianism, and Byzantine Material Culture Across Time and Space. Hrsg.: Bergmeier, Armin F.Englisch. 2025. 242 S. 33 sw. Abb. , 110 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0772-5 L, Reichert
Dieses Buch handelt von Ideen, Stil und materiellen Objekten, ihrer Wiederverwendung und Umfunktionierung im Oströmischen Reich und nach dessen Ende im Jahr 1453.
In Ermangelung schriftlicher Zeugnisse datieren Kunsthistoriker:innen und Archäolog:innen Artefakte häufig, indem eine zielgerichtete, lineare Entwicklung künstlerischer Stile, visueller oder paläografischer Formen vorausgesetzt wird. Doch dieses Vorgehen verschleiert Rückgriffe und Wiederverwendungen und hat lange Zeit unser Verständnis davon behindert, wie Menschen die Vergangenheit benutzt und referenziert haben. Daher nehmen die Beiträge in diesem Band die von der Wissenschaft häufig übersehenen Archaismen und Spoliierungsprozesse in den Blick.
Das langjährige Interesse der Kunstgeschichte und Archäologie an Spolien besteht bisher losgelöst von aktuellen Kulturerbedebatten in den Geisteswissenschaften. Doch im Kern geht es sowohl bei Spolien als auch beim Kulturerbe um Handlungen und Prozesse der Transformation von Materie und Bedeutung. Kulturerbestudien fragen nicht, was etwas zum Zeitpunkt seiner Entstehung bedeutete, sondern wie Objekte und Ideen im Laufe der Zeit umgestaltet, wiederverwendet und neu interpretiert wurden. Spolien – wiederverwendete und überarbeitete Fragmente aus der Vergangenheit – sind materielle Ausdrucksformen derselben Kategorien und Manifestationen von Veränderungen im Laufe der Zeit. Sowohl Spolien als auch Kulturerbe zeigen, wie die Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart kontinuierlich ausgehandelt wurde, wie die Vergangenheit genutzt wurde.
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Aesthetics, Semantics, and Regional Appropriation. Material Appropriation Processes In Antiquity. Hrsg.: Lipps, Johannes; Grawehr, Matthias. Colour Schemes in Roman Architecture. Englisch. 2025. 240 S. 32 sw. Abb., 315 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-7520-0854-8 L, Reichert
Roman architecture was characterised by a rich palette of colours, achieved through the use of natural coloured stones and painting. Evaluating the use of colour in Roman architecture addresses an important part of the built environment. Unlike black-and-white photographs or line-art reconstruction drawings, architecture was conceived, perceived and experienced in colour. Although such statements are accepted by most archaeologists and architectural historians today, details about functional, chronological, and regional variation in Roman architectural polychromy remain to be discovered.
This conference volume is the first book entirely dedicated to the polychromy of architectural orders in the Roman provinces. Its objectives are to present new data on raw materials, painting techniques, and traces of paint on architectural orders, to explore the visual effects for which colour was used on architectural elements and to collate initial observations on the functional, chronological and regional variation of the applied colour scheme in the various areas of the Roman Empire.
The volume brings together the contributions of twenty-five archaeologists, ancient historians, art historians and chemists. The collected essays encompass a wide chronological frame from the 2nd century BC to the 3rd century AD and cover a vast geographical range from modern Spain, France, Switzerland, Italy, and Austria to Turkey, Cyprus, Lebanon, and Libya.
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Montandenkmale des Metallwesens. Atlas archäologischer Geländedenkmäler in Baden-Württemberg. Gassmann, Guntram; Haasis-Berner, Andreas; Hascher, Michael; Schönwetter, Tim. Siedlungs-, wirtschafts- und verkehrsgeschichtliche Denkmäler 2. Deutsch. 2025. 212 S. 247 Abb. 29 x 21 cm. EUR 29,00. ISBN: 978-3-7520-0862-3 L, Reichert
Baden-Württemberg verfügt aufgrund seiner vielfältigen Geologie über zahlreiche Erzlagerstätten. Bereits seit der Jungsteinzeit und bis ins 20. Jahrhundert hinein wurden sie zur Gewinnung einer Vielzahl unterschiedlicher Rohstoffe genutzt. Der Abbau der Erze und die Verhüttung von Eisen, Silber, Blei, Kupfer und anderen Metallen hat in Form von ehemaligen Bergwerken, Schmelzplätzen, Verwaltungsgebäuden und Transporteinrichtungen eine Vielzahl an Relikten hinterlassen. Sie erlauben Einblicke in die bergmännischen Abbautechniken und die Organisation des Montanwesens im Wandel der Zeit. Der Band gibt anhand einer repräsentativen Auswahl von archäologischen Quellen sowie Baudenkmalen erstmals einen diachronen Überblick über dieses komplexe Thema. |
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Friedrich Poppl, Werner Schneider, Gottfried Pott. Kunstgeschichte Wiesbaden. Hrsg.: Kunstarche Wiesbaden e. V. Wiesbaden eine Kapitale der Kalligrafie. Deutsch. 2025. 184 S. 141 fb., 9 sw. Abb. 28,4 x 22 cm. EUR 29,00. ISBN: 978-3-7520-0882-1 L, Reichert
Friedrich Poppl, Werner Schneider und Gottfried Pott sind wichtige Protagonisten der Schriftkunst, der Kalligraphie und werden in diesem Buch durch ihre Biografien und ihr Wirken am gemeinsam Ort Wiesbaden erfahrbar gemacht. Sie waren alle drei erfolgreiche Pädagogen und ihre Lebensläufe sind mit der 1949 gegründete Werkkunstschule Wiesbaden verknüpft. Dorthin wurde Friedrich Popppl 1955 für das Fach „Schrift“ berufen und entwickelte sich bis zu seinem Tod 1982 zu einem internationalen Type Designer und Schriftkünstler. Werner Schneider wurde 1955 sein Schüler, auch sein Assistent, unterrichte Schrift ab 1973 als Fachlehrer und wurde Poppls Nachfolger an der Fachhochschule Wiesbaden. Auch Gottfried Pott war 1959 -1963 Schüler von Friedrich Poppl an der Werkkunstschule.
Angestoßen wurde das Buch von Dr. Stefan Soltek, der Gottfried Potts Schreibmeisterbuch „A Letter Collection“ im Klingspor Museum Offenbach mehrfach präsentierte. Er eröffnet das Thema Kalligrafie und mit einer historischen Einordnung in der abendländischen Kultur, geht detailliert auf Potts Kompositionen ein, bes. auf die Blätter die der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain gehören. Soltek stellt auch ein noch nie veröffentlichtes Etüden Buch von Gottfried Pott vor, welches dieser zu Aussagen von Wassili Kandinsky 2022 geschrieben hat.
Friedrich Poppls Lebenswerk endete jäh durch seinen zu frühen Tod 1982 und wurde bisher nur in Fachzeitschriften gewürdigt. Die Autorin Silvia Werfel konnte an die Aufarbeitung seines Nachlasses durch seine Witwe anknüpfen und wertet weitere Nachlassgaben in Berlin und Offenbach aus.
Werner Schneiders Werk wird aus der Erinnerung seiner Schülerin und damaligen Assistentin, Katharina Pieper, präsentiert. Sie wurde Kalligrafin, leitet die Stiftung Schriftkultur in Homburg/Saar und trägt Schneiders Erbe auch als Pädagogin weiter.
Im Ausland wurden die drei als „the Wiesbaden school“ wahrgenommen und erhielten sehr viel Anerkennung durch ihre angesehenen workshops.
Als Vertreter der jungen Generation steuert der Rudo-Spemann-Preisträger, Ole Freytag, Erfahrungen aus seiner Diplomarbeit „Why we write?“ bei.
Dass die Schriftkunst eine eigene, den Zeitgeist widerspiegelnde Kunst- und Designform ist, wird an Hand zahlreicher Abbildungen herausgearbeitet und an Beispielen belegt.
Das Buch möchte dazu anregen, dass Kalligrafie weiterhin in Wiesbaden unterrichtet wird. Es möchte die Erinnerung an diese drei herausragenden Pädagogen als Ansporn für künftig Lehrende erhalten.
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Kulturlandschaft Mittelrhein - 100 Jahre Mittelrheinische Gesellschaft zur Pflege der Kunst. Hrsg.: Weiß, Gerd. 304 S. 298 fb. Abb., 40 sw. Abb. 28 x 21 cm. L. Reichert Verlag, Wiesbaden 2025. EUR 29,95. ISBN: 978-3-7520-0780-0 L, Reichert
In dem anlässlich des 100jährigen Bestehens der „Mittelrheinischen Gesellschaft zur Pflege der Kunst“ herausgegebenen Sammelband stellen 17 Autorinnen und Autoren die Kulturlandschaft Mittelrhein umfassend vor. Der erste Teil versammelt Aufsätze zur Geschichte und Entwicklung der Kulturlandschaft, ihrer Gärten und ihrer Rezeption. Im zweiten Teil werden neue Forschungsergebnisse zu den herausragenden Denkmälern des Rheingaus präsentiert. Den Abschluss bildet eine Darstellung der Geschichte des 1924 in Wiesbaden gegründeten Vereins, der unter anderem die Restaurierung zahlreicher Denkmäler des Mittelrheins unterstützte.
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Archäologischer Anzeiger. 1. Halbband 2024. Hrsg.: Fless, Friederike; von Rummel, Philipp. 2024. 356 S. 28 x 21 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7520-0834-0 L, Reichert
Im Archäologischen Anzeiger werden Kurzbeiträge zu aktuellen Forschungen und Berichte über Grabungsprojekte des DAI sowie von Fachkollegen weltweit publiziert. Schwerpunktmäßig informiert die Zeitschrift über Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die Spätantike, durchaus aber auch über Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt. |
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Die Inschriften des Landkreises Hameln-Pyrmont. Göttinger Reihe (25); Die Deutschen Inschriften (118). Lampe, Jörg H. 2024. 544 S. 96 Tafeln, 73 fb. Abb., 307 sw. Abb. 27 x 19 cm. EUR 62,00. ISBN: 978-3-7520-0841-8 L, Reichert
Der Band wird in über 460 Katalognummern die Inschriften des Landkreises Hameln-Pyrmont vom 12. Jahrhundert bis zum Jahr 1650 präsentieren. Die Inschriften stammen aus 73 Dörfern und kleineren Städten. Die bedeutendsten Standorte sind die Städte Hess. Oldendorf und Bad Münder, das Stift Fischbeck sowie die Schlösser Hämelschenburg und Schwöbber. (Die Inschriften der Stadt Hameln liegen seit 1989 in der Reihe der „Deutschen Inschriften“ vor.) Die Fischbecker Inschriften illustrieren die Kontinuität der Gründungsmemoria vom Spätmittelalter bis in die Reformationszeit, sie tragen zu den Biographien von Äbtissinnen und Stiftsdamen bei und liefern Daten und Umstände der Baugeschichte. Die Inschriften aus den beiden großen Schlössern lassen ebenso wie die aus kleineren Adelssitzen und Amtshäusern die Lebenswelt und die Selbstdarstellung des frühneuzeitlichen Adels lebendig werden. Während die frühesten Inschriften auf Tympana von Kirchen mittelalterliche Frömmigkeit illustrieren, findet seit der Mitte des 16. Jahrhunderts zunehmend die Gedankenwelt der Reformation Niederschlag. Am Ende des behandelten Zeitraums entstand eine Reihe von Inschriften, weil Kirchen und Klöster nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges neu aufgebaut oder neu ausgestattet wurden. Einige bedeutende inschriftentragende Objekte aus dem Kreisgebiet befinden sich heute in auswärtigen Museen; sie werden wieder in ihren ursprünglichen Zusammenhang gestellt. Mit dem Buch wird ein Anschluss zu den Editionen der Inschriften der Nachbarkreise Holzminden, Hildesheim und Schaumburg hergestellt. |
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Naturheiligtümer im westlichen Kleinasien. Natur in sakralen Kontexten von der Archaik bis zum Ausgang des Hellenismus. Schimpf, Florian. 2024. 194 S. 14 sw Abb., 84 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0837-1 L, Reichert
Höhlen, Felsen, Quellen und Bäume prägten die antike Kultpraxis in hohem Maße und waren wichtige, bisweilen legitimierende Bestandteile von griechischen Heiligtümern. Sie konnten sogar selbst das eigentliche Heiligtum konstituieren. Da solche Naturheiligtümer nicht per se Vorstufen nachmals prächtiger Heiligtümer waren und eine intentionale Naturausstattung mithin als Alternative zu einer Architekturausstattung zu verstehen ist, wird anhand westkleinasiatischer Fundplätze diskutiert, was natur-konstitutive Elemente als Bestandteile eines Heiligtums bzw. als Heiligtum qualifizierte und welches ihre Funktion in sakralem Kontext war. |
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Der Große Tempel von Hattusa, die Magazine in seinem Umfeld und das sogenannte Südareal. Bohazköy-Hattusa. Ergebnisse der Ausgrabungen (30). Schachner, Andreas. Ausgrabungen in der Unterstadt von Bohazköy II. 2024. 480 S. 26 Beilagen, 170 fb. Abb., 514 sw Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 129,00. ISBN: 978-3-7520-0803-6 L, Reichert
Der sogenannte Große Tempel und die monumentale Bebauung in seinem Umfeld sind die prägenden Bauten in der hethitischen Hauptstadt Hattuša. Es handelt sich um eines der am besten erhaltenen Ensembles monumentaler hethitischer Architektur, das par excellence für die hethitische Kultur in Zentralanatolien steht und heute von allen Besuchern der UNESCO-Weltkulturerbestätte besichtigt wird. Die Bauwerke wurden in mehreren Etappen zwischen 1907 und 1969 zwar untersucht, aber nie im Detail vorgelegt. In der wechselvollen Entwicklung der Grabungen und deren Aufarbeitung spiegelt sich die Geschichte der Erforschung der bronzezeitlichen Großsiedlung exemplarisch. Die differenzierte Vorlage sämtlicher Baubefunde schafft nun erstmals eine fundierte Grundlage dafür, diese Gebäude in moderne Forschungsfragen der Archäologie sowie der Kultur- und Architekturgeschichte einzubeziehen. Aus den Arbeiten ergeben sich nicht nur Veränderungen in der Bewertung der Raumstrukturen und deren Funktionen, sondern insbesondere für die Frage, wann dieses Ensemble gegründet wurde. Die Errichtung dieser Bauwerke bereits in der Entstehungsphase des hethitischen Großreichs lässt sich mit politisch und gesellschaftlich indizierten religiösen Entwicklungen ebenso verbinden wie mit der städtebaulichen Umgestaltung Hattušas von einer anatolischen Stadt zum religiösen und politischen Zentrum eines altorientalischen Großreichs. |
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Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts 139, 2024. Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts (139). Hrsg.: von Rummel, Philipp; Piesker, Katja; Deutsches Archäologisches Institut. Zentrale. 2024. 312 S. 217 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 84,00. ISBN: 978-3-7520-0836-4 L, Reichert
In seinem Jahrbuch (JdI) publiziert das Deutsche Archäologische Institut seit 1885 jährlich im Schnitt sieben Aufsätze zu archäologischen Themen von der Vorgeschichte bis in die Spätantike mit Schwerpunkt auf der griechisch-römischen Zeit. Aktuelle Fragestellungen zu Kunst- und Stilgeschichte, Ikonographie und Typologie, zur Rekonstruktion von Plastik und Architektur sowie in der Hermeneutik und Wissenschaftsgeschichte insbesondere aus dem Bereich der Klassischen Archäologie, aber auch aus anderen archäologischen Fachdisziplinen werden grundlegend und auf dem neusten Stand der Forschung diskutiert.
In der Zeitschrift werden Forschungen von Fachkollegen weltweit veröffentlicht. Die Beiträge, die alle ein doppelblindes Peer-Review-Verfahren durchlaufen, sind in der Regel auf Deutsch oder Englisch, aber auch auf Italienisch, Französisch oder Spanisch verfasst. Jeder Beitrag wird durch ein Abstract in englischer Sprache ergänzt. Die JdI-Bände sind großzügig ausgestattet und reich bebildert, die Abbildungen in hoher Qualität und teils in Farbe gedruckt.
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Des Kaisers neue Bücher. Mittelalterliche Handschriften der Bamberger Kaiser-Heinrich-Bibliothek in 50 Porträts. Hrsg.: Wagner, Bettina; Rolker, Christof. 2024. 196 S. 90 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 29,95. ISBN: 978-3-7520-0855-5 L, Reichert
Die Staatsbibliothek Bamberg bewahrt als ihr kostbarstes Erbe die frühmittelalterlichen Handschriften, die als Stiftungen Kaiser Heinrichs II. (973–1024) bei der Bistumsgründung nach Bamberg gelangten. Aus Anlass des 1000. Todestags des Kaisers werden 50 ausgewählte Codices, also etwa ein Drittel des erhaltenen Bestands von 165 Handschriften und Fragmenten, in einer (dieser) reich bebilderten Publikation präsentiert. Drei der vorgestellten Codices wurden durch die Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der UNESCO ausgezeichnet, darunter das karolingische ‚Lorscher Arzneibuch‘ und die ‚Bamberger Apokalypse‘ sowie der Kommentar zum Hohelied aus der Reichenauer Malerwerkstatt. Die einleitenden Essays und die Handschriftenporträts verfassten namhafte Fachwissenschaftler aus der Geschichtswissenschaft, Kunstgeschichte, Latinistik und Musikwissenschaft. |
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Atlas zur Stadtentwicklung und Baugeschichte. Resafa - Sergiupolis/Rusafat Hisham (8,2). Hrsg.: Sack, Dorothée; Gussone, Martin; Hof, Catharine. Resafa - Sergiupolis/Rusafat Hisham. 2024. 420 S. 38 Tafeln, 1 Falttafel, 102 fb. Abb., 94 sw Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 149,00. ISBN: 978-3-7520-0722-0 L, Reichert
In Resafa – Sergiupolis/Ru??fat Hiš?m lassen sich wie in kaum einer anderen spätantiken-frühislamischen Stadt Transformationsprozesse innerhalb sowie zwischen den sie prägenden Kulturen nachvollziehen. So reich die Historie des Orts ist, so komplex sind die Zusammenhänge, die ein Limes-Kastell zuerst zu einer Pilgerstadt und dann zu einer Kalifen-Residenz werden ließen. Nach einhundert Jahren Forschung sind die wissenschaftlichen Ergebnisse äußerst vielschichtig und schwer zu durchdringen. Genau hier setzt dieser Atlas an, indem er die Geschichte und Entwicklung des Ortes erstmals in klar gegliederten 14 Stadtbauphasen präsentiert. Im ersten Teil werden anhand von großmaßstäblichen Plänen die Veränderungsprozesse der Stadt und ihres Umlands aufgeschlüsselt, im zweiten Teil wird anhand dieser übergeordneten Phaseneinteilung die Entwicklung seiner Großbauten nachgezeichnet. Wichtige Stationen hierbei sind das Martyrium des hl. Sergios (um 312) vor den Toren des spätrömischen Limes-Kastells, die Expansion dieser militärischen Keimzelle zur prachtvollen Pilgerstadt (6. Jh.), die Residenznahme des Kalifen Hiš?m b. `Abd al-Malik (um 105/724) und die Stellung des Ortes nach der Verlagerung der Zentralgewalt unter den Abbasiden (8./9. Jh.) bis zur Aufgabe der Siedlung unter den Mamluken (7./13. Jh.). Der behandelte Zeitraum endet 2011 mit dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges. |
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Das severische Vexillationskastell Myd(---) und die spätantiken castra Madensia / Gheriat el-Garbia am limes Tripolitanus (Libyen). Ausgrabungen und Untersuchungen im Kastell, im Steinbruch, in den Heiligtümern und am Beobachtungstturm 2009-2010. Münchner Beiträge zur Provinzialrömischen Archäologie (11). Mackensen, Michael. 2024. 712 S. 34 Tafeln, 860 sw. Abb., 524 fb. Abb.. 29,7 x 21 cm. 2 Bände. EUR 118,00. ISBN: 978-3-7520-0691-9 L, Reichert
Das römische Kastell Gheriat el-Garbia liegt 280 km südlich von Tripolis in der Halbwüste, oberhalb einer Oase, an der zentralen Route in den Fezzan. Es ist – neben Bu Njem und Ghadames – das größte der unter Kaiser Septimius Severus weit nach Süden vorgeschobenen neuen Vexillationskastelle des limes Tripolitanus. Spätestens im Herbst 201 n. Chr. wurde es von einer Abteilung (vexillatio) der legio III Augusta aus Lambaesis (Algerien) fertiggestellt. Aufgabe der Besatzung war die Kontrolle und Sicherung der Verkehrswege und Karawanenrouten sowie die Überwachung der (semi-)nomadischen autochthonen Stämme.
Im Rahmen eines interdisziplinären Projekts der Provinzialrömischen Archäologie an der Universität München, gefördert von der DFG-Exzellenzinitiative, wurden 2009 und 2010 je zwei Kampagnen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen Surveys und Ausgrabungen in dem von einem Berberdorf überbauten Kastell, in den Steinbrüchen und in einem der Heiligtümer. Neben naturwissenschaftlichen Untersuchungsmethoden (Geodäsie, Geophysik, Archäometrie, 14C-Analysen) kam terrestrisches 3D-Laserscanning zum Einsatz.
Der erste Band mit der Forschungsgeschichte der tripolitanischen Grenzzone, der Vermessung des Kastell- und des Tempelplateaus und dem archäologischen Survey mit Architekturgliedern, Werksteinen, Inschriften und Keramik des 3. Jahrhunderts wurde 2021 veröffentlicht.
Der zweite Band präsentiert die Untersuchung der Wehranlagen des von 199/201 bis 275/280 genutzten, 2,25 ha großen Kastells, dessen Name Myd(---) inschriftlich überliefert ist. Von Bedeutung sind die neuen Rekonstruktionen der Außen- und Innenansicht des severischen Bauzustands der porta praetoria mit den bis 10 m hoch erhaltenen Türmen. Hinzu kommen die Dokumentation der übrigen drei Tore (mit Sichtfeldanalysen), der zwei bis 8 m hoch erhaltenen Zwischentürme und des nördlichen Eckturms sowie die Ausgrabung des Stabsgebäudes. Die Wehranlagen severischer Vexillationskastelle – von Castellum Dimmidi bis Gholaia/Bu Njem – werden vergleichend analysiert und die Innenbebauung von Myd(---)/Gheriat el-Garbia rekonstruiert.
Unerwartet war eine spätantike Instandsetzung des etwa ein Jahrhundert von Rom nicht genutzten Kastells. Dort wurde ab 380/390 bis Mitte des 5. Jahrhunderts eine limitane Militäreinheit, die milites munifices, stationiert. Das Kastell ist mit den in der Notitia Dignitatum occ. XXXI 30 genannten castra Madensia identifizierbar. Münzen und Radiokarbondaten bilden die Basis für die Datierung der Instandsetzungen der Wehranlagen und des umgebauten Stabsgebäudes. Untersuchungen geschlossener Fundkomplexe mit Kleinfunden, Keramik und Ostraka sowie makrobotanischer und archäozoologischer Überreste geben erstmals Einblicke in die Versorgung, Ernährung und die Lebensgewohnheiten einer spätantiken Garnison am tripolitanischen Limes.
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Results of The Mica and Ahmet Ertegün South Agora Pool Project. Aphrodisias (14). Wilson, Andrew; Russell, Ben. The ?Place of Palms?: An Urban Park at Aphrodisias. Englisch. 2024. 464 S. 108 Tafeln, 114 fb. Abb., 1130 sw. Abb.. 29,7 x 21 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-7520-0692-6 L, Reichert
Excavations at Aphrodisias in the 1980s revealed an extraordinary monumental water-basin (170 x 30m) in the centre of a colonnaded square, formerly called the ‘South Agora’. A hypothesis that the complex was not an agora at all but ‘the place of palms’ mentioned by a sixth-century benefactor in an inscription on its Propylon was demonstrated during a five-year excavation project — The Mica and Ahmet Ertegün South Agora Pool Project. This volume publishes the rich results of this excavation and the long life of the complex from the first to the sixth century and beyond. The pool was surrounded by palm trees and Ionic stoas, in the manner of the urban parks or porticus familiar in early imperial Rome. The Aphrodisian example gives us an entirely new sense of what these porticus complexes were like. |
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Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz (54). Wander, Steven H. Flavius Josephus and Artwork of Roman Antiquity and the Early Middle Ages. 2024. 238 S. 20 sw. Abb., 51 fb. Abb. 24x 17cm. Englisch. EUR 129,00. ISBN: 978-3-7520-0791-6 L, Reichert
Flavius Josephus, historian of first-century Judaea and its past, is among the most well-studied individuals of the Ancient World: “A veritable Josephus industry has emerged, with regular international colloquia, a burgeoning number of publications, and major commentaries on individual works (and parts of works),” where “Josephus supports an entire world of research which encompasses Biblical studies, Jewish history, Hellenistic and Roman history, New Testament studies, Jewish Thought and Philosophy, Land of Israel studies, Classical languages, and of course the study of Josephus himself.” Nevertheless, artwork related to the writings of Josephus has been largely overlooked and ignored. In a 1989 review, it was recognized that “The texts, sources, and reception of Josephus have all been studied in modern times, but the pictorial tradition was neglected.” Flavius Josephus and Artwork of Roman Antiquity and the Early Middle Age seeks to remedy this situation and provide an assessment of his influence on artistic creations from the first millennium. It provides case studies for the most important art objects related to Josephus that survive from the first centuries of the Common Era or shortly thereafter and to place them, to the degree possible, in their historical situation. Although for the most part unrecognized previously, this study demonstrates in detail the influence of Flavius Josephus and his writings on the visual arts of Roman Antiquity and the Early Middle Age and his contribution to the genesis, nature and design of major masterpieces. It should be of interest to all students of Josephus and the artworks listed below.
1) The frieze of the Spoils from the Temple in Jerusalem, the Arch of Titus, Rome.
2) The Portrait of Josephus, the Writer of History, in Bern, Burgerbibliothek, Cod. 50, fol. 2r.
3) The Sack of Jerusalem, the rear panel of the Franks (Auzon) Casket, British Museum.
4) The Lost Portico Mosaics at S. Giovanni in Laterano, Rome.
5) Illuminations of the Tabernacle of Moses and its furnishings in the Christian Topography of Kosmas Indikopleustes.
6) Illuminations of the Tabernacle of Moses and of Ezra in the Codex Amiatinus (Florence, Biblioteca Medicea Laurenziana, MS Amiatino 1).
7) The Paris Psalter Illuminations of the life of David (Paris, Bibliothèque nationale, cod. gr. 139).
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Istanbuler Mitteilungen 73, 2023. Hrsg.: Pirson, Felix; Kinzel, Moritz. 2024. 444 S. 466 fb. Abb., 188 sw. Abb. 29,7 x 21cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-7520-0811-1 L, Reichert
Die „Istanbuler Mitteilungen“ verstehen sich als Plattform archäologischer und kulturhistorischer Forschung zu Anatolien und seinen Nachbarregionen. Die Beiträge befassen sich mit sachlichen Zeugnissen der Vergangenheit von der Urgeschichte bis in die osmanische Zeit. Gemäß dem fachlichen Spektrum an der Abteilung Istanbul des Deutschen Archäologischen Instituts bilden die Prähistorische Archäologie, die Vorderasiatische Archäologie, die Klassische Archäologie, die Byzantinische Archäologie und die Bauforschung thematische Schwerpunkte der Zeitschrift. |
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Settlement, Economy, Environment, Cult. Proceedings of the workshops in Lisbon, Tehran and Lima. Menschen ? Kulturen ? Traditionen (21). Hrsg.: Kunst, M.; Fazeli Nashli, H.; Thomalsky, J.; Reindel, M.; Kaulicke, P. From Sedentarisation to the Complex Society. Englisch. 2024. 580 S. 315 fb. Abb., 472 sw. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR. 198,00. ISBN: 978-3-7520-0813-5 L, Reichert
Drei Städte, drei Kontinente. Der Band umfasst die zwischen 2016 – 2019 an verschiedenen Standorten durchgeführten Diskussionen des Forschungsclusters 1 „Von der Sesshaftigkeit zur komplexen Gesellschaft: Siedlung, Wirtschft , Umwelt, Kult“. Mit insgesamt 25 Beiträgen schließt sich der Kreis der komparatistisch geführten Diskussion aus einer globalen Perspektive, die die verschiedenen DAI-Projekte und Kooperationen bieten. Zugleich wird entlang der gesetzten Themen: Neolithisation and its consequences: a global view, from and to Iran (Workshop held in Tehran, 1–4 March 2016, Bastani Parizi Hall, Faculty of Literature and Humanities, University of Tehran), (2) Transitions? Continuity and Discontinuity of Cultural Developments from the Mesolithic/Epipalaeolithic to the Neolithic Period (Workshop held in Lisbon, 11–13 May 2017, National Museum of Archaeology and Geological Museum) und Origins of Complex Societies: A Worldwide Comparative Perspective (Workshop held in Lima, 3–6 October 2019, Ponti cia Universidad Católica del Perú, Departamento de Humanidades, Auditorio) der Finger auf offene Fragen gelegt: Was sind die Herausforderungen der neuen Lebensweise, was der Grund für eine Gesellschaft , solche überhaupt auf sich zu nehmen, und wie können Lücken und Umbrüche in unseren archäologischen Daten voneinander unterschieden werden? Der namengebende Titel des Forschungsclusters führt zu den Grundlagen für die Entstehung komplexer Gesellschaft, und der Ursachen für die Entstehung von Komplexität bzw. des nicht-Entstehen komplexer Gesellschaften, für die ebenso wie ökologische und sozioökonomische Faktoren, regionale Besonderheiten zu berücksichtigen sind. |
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Verehrt - verdammt - vergessen. Die Mütter der römischen Kaiser. Aumann, Günter. 2024. 184 S. 7 sw. Abb., 112 fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR. 24,90. ISBN: 978-3-7520-0823-4 L, Reichert
Das vorliegende an ein breites Publikum gerichtete Buch handelt von den Müttern der römischen Kaiser von Augustus bis zur Teilung des Imperium Romanum nach dem Tod des Theodosius I im Jahr 395. In diesem Zeitraum herrschten 66 Kaiser. Doch nur 15 ihrer Mütter gewinnen in den Quellen Konturen. Ihrem oft nicht einfachen Leben (nur acht starben eines natürlichen Todes, drei begingen Selbstmord bzw. wurden in den Suizid getrieben, vier wurden ermordet) ist jeweils ein Abschnitt dieses Buchs gewidmet. Die spärlichen Daten der Übrigen sind am Beginn der jeweiligen Kapitel sowie im Kapitel über die Mütter der sogenannten Soldatenkaiser zusammengestellt.
Das römische Gesetz schloss Frauen von allen staatlichen und öffentlichen Ämtern aus. Nur wenige Kaisermütter versuchten, diese Grenze zu überschreiten, wie die ältere Agrippina, die in den militärischen Bereich eindrang, oder deren Tochter, die sogar nach der Macht griff. Doch auch andere gelangten zu erheblichem Einfluss, etwa Livia, die Gattin des Augustus, oder Frauen in der Epoche der severischen Herrscher. Die zunehmende Dominanz der christlichen Kirche, in der für Frauen nur dienende Funktionen und Werke der Frömmigkeit vorgesehen waren, brachte diese Entwicklung im vierten Jahrhundert zum Stillstand.
Leider liefern die literarischen Quellen fast nur Äußerungen über die Kaisermütter, Äußerungen von ihnen sind kaum vorhanden. Hinzu kommt, dass nicht wenige antike Autoren (Autorinnen gab es nicht) Probleme mit selbstbewussten oder gar ehrgeizigen Frauen hatten, ja ihnen jede Untat zutrauten. Daher greift der Autor neben den - von ihm intensiv genutzten und kritisch hinterfragten - literarischen Quellen auch auf numismatische und epigraphische zurück.
Zahlreiche Abbildungen bringen die betrachteten Personen dem Leser näher, mehrere Stammtafeln erleichtern den Überblick.
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