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Der K├Âlner Dom als H├Ârbuch

ÔÇ×Lassen Sie sich mit diesem kunsthistorischen H├Ârf├╝hrer individuell und ganz nach Ihrem Zeitplan durch den K├Âlner Dom f├╝hrenÔÇť ist auf dem r├╝ckw├Ąrtigen Klappentext der CD zu lesen. Auf gehtÔÇÖs.

Herzlich willkommen hei├čt es denn auch am Anfang der CD bevor der Sprecher einige Warnungen erl├Ąsst, m├Âgliche Treppenstufen und andere Hindernisse nicht zu ├╝bersehen.
Und dann geht es gleich ans Ganze: Erz├Ąhlt wird die Vorgeschichte des Domes, Baugeschichte, kunsthistorische Bedeutung, die Domumbauung und wie man ├╝berhaupt eine Kathedrale baut.
Diesen Teil des H├Ârbuches kann man sich, egal wo man sich gerade aufh├Ąlt, ├╝berall anh├Âren. Doch sollte man dazu ein ruhiges Pl├Ątzchen suchen, denn der Stoff ist voller Daten und Fakten, die man entweder schon im Kopfe hat, was aber vermutlich f├╝r die wenigstens Zuh├Ârer zutrifft, oder rasch an sich vorbeiziehen lassen muss. Man kann zwar an den Anfang eines jeden Kapitels zur├╝ckgehen, aber das macht nicht wirklich Freude wenn man sich eine Bauzeit oder den Auftraggeber des Bauwerks merken m├Âchte.

Nach diesem kurzen und komprimierten Studium der wichtigsten Daten und Namen folgt die Besichtigung des K├Âlner Domes.
Der Rundgang beginnt au├čen mit einem Standort vor dem Chor, f├╝hrt dann um das Kirchengeb├Ąude herum und anschlie├čend im Westen durch das Petersportal nach innen. Auch hier werden nacheinander einzelne Stationen aufgesucht, k├Ânnen aber auch in anderer Reihenfolge als vorgegeben, eingenommen werden. Einige Abbildungen, ein Grundriss, eine Zeittafel und ein kurzes Glossar sind der CD beigef├╝gt und helfen bei der Orientierung.

Schwerpunkt des Rundganges ist sowohl au├čen als auch innen die sachliche Beschreibung dessen, was der Betrachter unmittelbar vor Augen hat. Um aber ein so bedeutendes Bauwerk wie den K├Âlner Dom als zeitgeschichtliches Zeugnis seiner Erbauer und vor allem seiner Nutzer zu begreifen, w├Ąre es zum besseren Verst├Ąndnis des Baustils und des Inventars w├╝nschenswert, der H├Ârer erhielte auch Kenntnisse zur Mentalit├Ąts- und Fr├Âmmigkeitsgeschichte oder zur Funktion der Kirchenm├Âbel in der Zeit ihrer Entstehung.
Insofern ist der Untertitel "Die Vollendung der Gotik" etwas irref├╝hrend, als man vom Zeitgeist der ausgehenden Gotik wenig erf├Ąhrt.

Was sollte das Bauwerk zeigen, was war das Ziel des Bauherrn in dieser Epoche? Welche Wirkung ging von einer Reliquie aus, welche Botschaft von einem Gnadenbild?

Doch dies zu erkl├Ąren h├Ątte vermutlich die Laufzeit des H├Ârbuches auf das Doppelte ausgedehnt. Darum sei dem Leser, neben diesem kurzen und dennoch n├╝tzlichen kunsthistorischen H├Ârf├╝hrer weiterf├╝hrende Literatur empfohlen.
Die Handhabung des H├Ârbuches ist nicht so einfach wie das Aufschlagen eines Buches, man braucht einen CD-Player im Handgep├Ąck. Aber f├╝r einen Rundgang ist das H├Ârbuch durchaus zu empfehlen.
Ohne eine Besichtigung vor Ort ist es wenig sinnvoll, aber das ist vermutlich auch nicht die Absicht des Verlages.
24.11.2009

Weitere H├Ârb├╝cher:
Der Dom zu Speyer, der Mainzer Dom und der Dom zu Aachen. Weitere sollen folgen.


Gabriele Klempert
Steinmann, Marc: Der K├Âlner Dom. Die Vollendung der Gotik. Sprecher: Menzel, Michael. 2008. mit Begleith.: 16 S., zahlr. fb. Abb. 12 x 14 cm. Kunst und Reise, Bad Homburg 2008. Kt EUR 16,80
ISBN 3-940825-04-2
 
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