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Archäologie allgemein

 
 
"Archaeologia Austriaca Band 103/2019. Zeitschrifte zur Archäologie Europas - Journal on the Archaeology of Europe. Hrsg.: Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien. 2019. 242 S. 30 x 21 cm. Pb. Dtsch.; Engl. EUR 98,00. " ISBN: 978-3-7001-8647-2
"»?.?antiquum Arnesse?.?«. Interdisziplinäre Forschungen zur Geschichte des Arendsees (2003–2011) (Archäologie in Sachsen Anhalt / Sonderband 31). Hrsg.: Leineweber, Rosemarie; Meller, Harald. 2019. 184 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 26,00. " ISBN: 978-3-948618-02-5
Löwenmensch und mehr. Die Ausgrabungen 2008–2013 in den altsteinzeitlichen Schichten der Stadel-Höhle im Hohlenstein (Lonetal), Gemeinde Asselfingen, Alb-Donau-Kreis. Hrsg.: Kind, Claus-Joachim. 2019. 206 S. 122 fb. Abb., 129 Abb. 30 x 21 cm. EUR 35,00. ISBN: 978-3-95490-409-9 L, Reichert
Der Hohlenstein im Lonetal gehört zu einer Gruppe von Höhlen auf der Schwäbischen Alb, aus denen die ältesten bekannten Belege figürlicher Kunst der Menschheitsgeschichte stammen und die seit 2017 UNESCO-Weltkulturerbe sind. Bekannt wurde er vor allem durch den „Löwenmenschen“ – eine einzigartige, aus Mammutelfenbein geschnitzte Darstellung eines Mischwesens aus der Zeit vor etwa 35.000 bis 40.000 Jahren. Zwischen 2008 und 2013 wurden neue Ausgrabungen am Hohlenstein durchgeführt. Überraschend kamen dabei auch weitere Fragmente der Figur des Löwenmenschen zutage.
Von Stadtmauern und Salbtöpfen. Archäologie zur Siedlungs- und Apothekengeschichte in Biberach. Schmid, Beate; Kulessa, Birgit. 2019. 419 S. 127 fb. Abb., 18 Abb. 30 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-95490-389-4 L, Reichert
Die Stadt Biberach bewahrte über Jahrhunderte eine weitgehend ungestörte mittelalterliche Altstadt mit einem beachtlichen Bestand an spätmittelalterlicher Bausubstanz. In der vorliegenden Publikation werden die Ergebnisse von zwei Untersuchungen vorgestellt, die unter völlig unterschiedlichen Fragestellungen und an gegensätzlichen Standorten im mittelalterlichen Stadtgefüge durchgeführt wurden. Die Untersuchung auf dem Viehmarktplatz galt primär der Frage nach dem Siedlungsbeginn und der Siedlungsentwicklung in Stadtrandlage und damit verbunden auch nach Verlauf, Art und Stärke der ersten Stadtbefestigung. Durch die Vorlage sowie die Interpretation des Fundmaterials wird ein Bild vom Alltagsleben in einer mittelalterlichen Stadt vermittelt. Bei der Untersuchung des Gebäudes Marktplatz 7 stand die Baugeschichte und die Nutzung eines Patrizierhauses in zentraler Lage zwischen Kirche und Markt im Vordergrund. Der Beitrag thematisiert weniger strukturelle Fragen der städtischen Entwicklung, sondern erhellt vielmehr die wechselvolle Hausgeschichte eines spätmittelalterlichen Bürgerhauses. Schwerpunkt der Betrachtung ist die Beurteilung und Interpretation eines umfangreichen Fundspektrums, das Rückschlüsse auf die Bewohner des Gebäudes erlaubt. So kann nachgewiesen werden, dass das Haus über einen gewissen Zeitraum von einem Apotheker genutzt wurde, und das Fundmaterial vermittelt einen Eindruck von der Praxis dieses Berufs. Weitere Funde ermöglichen Rückschlüsse auf unterschiedliche Lebensbereiche eines Haushalts und auf den Wandel seiner Sachkultur über Jahrhunderte.
Ausgrabungen in Griechenland. Vortrag gehalten am 12. November 1900 in der Aula der Universität Rostock zum besten der Errichtung einer Bismarcksäule. Hiller von Gaertringen, Friedrich. 2019. 38 S. 1 Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-146500-5
Navkur Plain, Al-Hazir basin. Settlement History of Iraqi Kurdistan (3). Kolinski, Rafa?. Settlement History of Iraqi Kurdistan:. 2019. 510 S. 8 maps, 328 ill., 128 Abb. 30 x 21 cm. Engl. EUR 158,00. ISBN: 978-3-447-19943-8 Harrassowitz Verlag
The Upper Greater Zab Archaeological Reconnaissance (UGZAR) project carried out an archaeological survey in the Iraqi Kurdistan on an area over 3,000 km2 big, located on both banks of the Greater Zab River, to the north and north-west of Erbil. During six field seasons, conducted in 2012-2017, the Polish team from the Adam Mickiewicz University in Poznan documented there 313 archaeological sites, 110 caves and 78 other heritage monuments (churches, monasteries, mosques, castles, mills, tombs and cemeteries, etc.), as well as 4 rock reliefs (3 in Gūndk and 1 in Batas). During the fieldwork, nearly 20,000 artefacts dating from the Late Neolithic (Hassuna culture) to the modern period (early 20th century) were collected and documented.
Rafał Koliński presents archaeological sites located on the Navkūr Plain, along the western limit of the survey area. He also discusses earlier archaeological fieldwork carried out in the area (mainly by the Iraqi Antiquity Service) and presents studies of available historical (from U2 spy mission B1554 in 1960 and CORONA spy satellite missions 1107 in 1967 and 1968) and modern aerial imagery of the region. The catalogue includes information about 38 sites located along the streams contributing to the al-Ḫāzīr river which flows c. 10 km to the west of the western limit of the study area. The richly-illustrated volume contains a description of each site (GIS information, determination of threats and damages, and analysis of the settlement history), its plan and photographs, as well as an extensive presentation of surface finds (mainly pottery), accompanied by drawings, colour photographs, and technological descriptions.
Textfunde aus den Jahren 1999-2017. Documenta antiqua Asiae minoris (1). Hrsg.: Rieken, Elisabeth. Keilschrifttafeln aus Kayal?p?nar 1. 2019. 210 S. 6 Abb., 60 Tafeln. 24 x 17 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-19946-9 Harrassowitz Verlag
Der hethiterzeitliche Siedlungshügel bei Kayalıpınar am Ufer des Kızılırmak in der Türkei hat seit 1999 immer wieder zunächst kleinere Textfunde hervorgebracht - darunter auch die berühmte „Samuha-Tafel“, die es ermöglichte, den Fundort zweifelsfrei mit Samuha zu identifizieren, einem der wichtigsten Kultorte des Hethiterreichs und zeitweilige Königsresidenz. Im Jahr 2015 wurde ein neues, in sich geschlossenes Tempelarchiv mit über 100 Tontafelfragmenten entdeckt. Die Grabung förderte Briefe, Kultinventare, Orakeltexte und Festritualbeschreibungen zu Tage, die in vielen Bereichen Aufschluss über das Pantheon und den Kult von Samuha geben. Von großem Interesse sind außerdem die Beziehungen zwischen der Zentrale in Hattusa und dem regionalen Zentrum.
Elisabeth Rieken begründet mit ihrem Band die neue Reihe Documenta Antiqua Asiae Minoris (DAAM) und legt erstmals die Textfunde aus Kayalıpınarr/Samuha in ihrer Gesamtheit in Autographie vor. Die Publikation wird begleitet von einer Darstellung der Fundumstände durch die Ausgräber und von philologischen Editionen mit Übersetzung und Kommentar, die durch namhafte Spezialisten besorgt wurden. Damit wird das Material sowohl der Hethitologie als auch der weiteren Forscheröffentlichkeit und interessierten Laien zugänglich gemacht.
The Asyut Project (12). Kilian, Andrea. Untersuchungen zur Keramik der Ersten Zwischenzeit und des frühen Mittleren Reichs aus Assiut/Mittelägypten. 2019. 448 S. 752 Abb. 30 x 21 cm. EUR 98,00. ISBN: 978-3-447-11208-6 Harrassowitz Verlag
Das kooperative Langzeitvorhaben „Die altägyptische Nekropole von Assiut: Dokumentation und Interpretation“ wurde in den Jahren 2005 bis 2019 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Andrea Kilian untersucht in Band 12 des Asyut Projects die Keramikfunde der Ersten Zwischenzeit und des Mittleren Reiches (~ 2200 – 1700 v.Chr.), die in 16 Schacht- und Felsgräbern im Bereich der Nekropole des Gebel Assiut al-gharbi aufgefunden wurden.
Neben der erstmaligen Dokumentation und Auswertung bisher noch unpublizierten Materials wird das Korpus der Gefäßtypen von Assiut im Vergleich mit denen anderer Regionen des Niltals zusammengestellt und detailliert analysiert. Durch diese überregionale typologisch-komparative Vorgehensweise wird das Material in seiner ganzen Breite erschlossen und in einen chronologischen Kontext eingegliedert. Zudem fließen Überlegungen zur strukturellen Zusammenstellung der individuellen keramischen Grabensembles und zu Funktionsbereichen der keramischen Beigaben in die Untersuchung mit ein. Mit der Einbeziehung des Materials aus Altgrabungen, das sich heute in zahlreichen europäischen Museen befindet, erfährt die Auswertung eine zusätzliche Validierung. Die Studie erschließt und kontextualisiert neues Material aus dem unterrepräsentierten Befund Mittelägyptens und trägt damit zum tiefergehenden Verständnis der altägyptischen Gefäßentwicklung bei.
"Short-Term Occupations in Paleolithic Archaeology. Definition and Interpretation. Hrsg.: Cascalheira, João; Picin, Andrea. 2019. 296 S. 53 fb. Abb., 6 Abb. 24 x 16 cm. Book. Engl. EUR 106,99. CHF 118,00" ISBN: 978-3-030-27402-3
Archäologie auf der Ortsumfahrung Passow (Lkr. Uckermark, Bundesland Brandenburg). Cziesla, Erwin. 2019. 297 S. 381 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 78,00. ISBN: 978-3-945663-16-5
Acta Praehistorica et Archaeologica / Acta Praehistorica et Archaeologica 51, 2019. Hrsg.: Wemhoff, Matthias. 2019. 332 S. 30 x 21 cm. Gb. EUR 57,00. ISBN: 978-3-89646-076-9
Ein urbanes Zentrum am Puruna-Pyramos im Ebenen Kilikien. Vorbericht der schweizerisch-türkischen Ausgrabungen 2006–2015. Schriften zur Vorderasiatischen Archäologie (13). Hrsg.: Novák, Mirko; Kozal, Ekin; Ya?in, Deniz. Sirkeli Höyük. 2019. 404 S. 297 Abb. 30 x 21 cm. EUR 128,00. ISBN: 978-3-447-11161-4 Harrassowitz Verlag
Der Sirkeli Höyük am Ceyhan (Pyramos) ist einer der größten bronze- und eisenzeitlichen Siedlungshügel in Kilikien, einer im Süden der heutigen Türkei gelegenen antiken Kulturlandschaft zwischen Anatolien, Syrien und Zypern. Seit 2006 werden hier archäologische Forschungen der Universitäten Bern, Tübingen und Çanakkale durchgeführt, die eine ausgedehnte, sich in Zitadelle, Ober-, Unter- und Vorstadt gliedernde Stadtlandschaft zum Vorschein brachten. Die Forschungsziele des Projektes umfassen Urbanistik, Chronologie und die sich im Fundmaterial abzeichnenden interregionalen Kulturkontakte dieses für Kilikien exemplarischen Fundortes. Neben konventionellen Ausgrabungen kommen bei den Forschungen Techniken wie Fernerkundung (Satellitenbildauswertung), geophysikalische Prospektion und engmaschiger Survey zum Einsatz.
Das reich und farbig illustrierte Buch gibt eine vorläufige Zusammenfassung der bisherigen Arbeiten, wobei einerseits die Befunde und Funde präsentiert, diese anderseits aber auch im Hinblick auf die übergeordneten Fragestellungen interpretiert werden. Unter anderem wird erstmals seit den 1950er Jahren eine auf einer stratigrafischen Abfolge basierende, umfassende Keramiktypologie eines kilikischen Fundortes vorgelegt. Die Autorengruppe repräsentiert den interdisziplinären Ansatz der Forschungen.
Untersuchungen zur Grabarchitektur und Ausstattung vom 4. bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. Italiká (6). Ruhardt, Birte. Die Kammergräber von Tarent. 2019. 356 S. 2 Karten, 48 Tafeln, inkl. DVD, 16 fb. Abb., 117 Abb. 30 x 21 cm. EUR 198,00. ISBN: 978-3-95490-205-7 L, Reichert
Bis heute zählt Tarent zu den bedeutendsten Städten Süditaliens. Bereits Ende des 8. Jahrhunderts v. Chr. als einzige Tochterstadt Spartas gegründet, entwickelte sich die Stadt schon bald zum führenden Handelsplatz der Magna Graecia (Großgriechenland). Zwischen dem letzten Drittel des 4. und dem 1. Jahrhundert v. Chr. profitierte eine gesellschaftliche Schicht von der politischen und wirtschaftlichen Situation und drückte dies im Grabwesen durch die Errichtung architektonisch aufwendiger Kammergräber mit reichen Grabbeigaben aus.
In der vorliegenden Publikation werden die Tarentiner Kammergräber erstmals in einem umfassenden Katalog mit Plänen zu den einzelnen Grabkammern und der Nekropole, einer Beschreibung jedes Grabkontextes sowie einer fotografischen Dokumentation der Funde zusammengestellt. Mit über 150 bisher aufgedeckten Kammergräbern bilden die hier vorgelegten Befunde die bisher größte systematisch ausgewertete Gruppe von unteritalischen Grabkammern. In keiner anderen unteritalischen Nekropole konnte bisher eine derartige Konzentration von Kammergräbern ausgemacht werden, was als Indiz für einen enormen Wohlstand Tarents in dieser Zeit gewertet werden kann. Gleichzeitig sind die Grabgebäude ein Beispiel für die seit dem letzten Drittel des 4. Jahrhunderts v. Chr. einsetzende Monumentalisierung der Grabarchitektur in weiten Teilen Unteritaliens.
Auf dieser Befundbasis baut eine eingehende Analyse der Grabarchitektur, der Ausstattung und der Beigaben, aber auch der topografischen Organisation der Nekropole auf. Im Vergleich mit zeitgenössischen unteritalischen Grabkammern wird eine für Tarent typische Erscheinungsform der Grabanlagen herausgearbeitet. An ihnen kann abgelesen werden, wie die Tarentiner Oberschicht auf die kulturellen Einflüsse, kriegerischen Auseinandersetzungen und Eroberungen reagierte und die ideologischen und identitätsstiftenden Elemente zur Selbstdarstellung im Grab veränderte oder weiterführte. Vor allem mit dem Eingreifen Roms in Unteritalien und dem östlichen Mittelmeerraum kommt es zu deutlichen strukturellen Veränderungen in den Grabanlagen. Veränderungen, neu aufkommende Elemente und Besonderheiten in der Grabarchitektur können dabei als Reflexe des zeitgenössischen Geschehens und der gesellschaftlichen Veränderung angesehen werden. Dabei ist jedoch hervorzuheben, dass die Struktur einer Nekropole kein einfacher Spiegel der realen gesellschaftlichen Verhältnisse ist, sondern vielmehr dem Idealbild, das eine Gesellschaft von sich entwirft, entspricht.
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