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19. Jahrhundert

 
 
Die Bildergeschichte “Leben Strunks des Emporkömmlings” von Johann Heinrich Ramberg. NahSichten (5). Hrsg.: Maierhofer, Waltraud. Karikatur in der Goethezeit. 2019. 48 S. 32 Abb. EUR 6,95. ISBN: 978-3-7954-3392-5 Schnell & Steiner
Der Hannoveraner Hofmaler Johann Heinrich Ramberg schuf in den Jahren 1822-1825 mit „Das Leben Strunks des Emporkömmlings“ eine Geschichte in 25 satirischen Bildern (27 x 33 bzw. 33,5 cm). Auf 21 der Blätter hat er jeweils kurze Erklärungen geschrieben und - mit einigen Änderungen in der Reihenfolge - in ein Heft übertragen. Es handelt sich nicht um Illustrationen zu einem vorhandenen Text, sondern um eigene, satirische Bilderfindungen, die der Text nur kurz erklärt und pointiert. Die Bildgeschichte wird hier erstmals in ihrer Gesamtheit reproduziert.
ie Bilder zeigen den Aufstieg des armen Bauernjungen Strunk, der mit Hilfe der Finessen seines jüdischen Freundes Moses Israel zu Reichtum kommt und einen exzessiven Lebensstil übernimmt: Er bringt es zum Grafen, ändert seinen Namen zum nobleren „Strahlenstrunk“ und geht „noblen Passionen“ wie der Sauferei unter Männern, Kartenspiel, Jagd, Tierhetze, Tanz- und Reitvergnügen nach. Auch wenn dieser Lebensstil zunehmend Spuren an Strunk hinterlässt, macht er doch weiterhin Geschäfte mit den Schwächen seiner Zeitgenossen und tritt zuletzt sogar als Prediger auf. Ramberg nimmt die Lebensweise der Parvenues aufs Korn, wobei nicht klar ist, ob der Erfolg der beiden der Bauernschläue, körperlichen Kraft und Potenz sowie dem rücksichtslosen Vorgehen Strunks zu verdanken ist oder ob Israel als Ideenlieferant der Hauptgrund ihres Aufstiegs ist. Zwar folgt Ramberg den Stereotypen des jüdischen Aussehens, religiöse Bräuche und Glaubensunterschiede werden aber nicht thematisiert. Die satirischen Bilder laden zum Betrachten und Entdecken ein.
Kunstgeschichte und Kunsttheorie im 19. Jahrhundert. 2019. 233 S. 2 Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-084527-3
Licht und Leinwand. Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert. Hrsg.: Beiersdorf, Leonie; Großmann, G. Ulrich; Müller-Tamm, Pia. 2019. 288 S. 236 fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 32,00. ISBN: 978-3-422-97984-0
Irr-Real. Carl Julius Milde, das Porträt und die Psychiatrie. Hrsg.: Bastek, Alexander. 2019. 192 S. 132 fb. Abb. 29 x 23 cm. EUR 29,95. CHF 34,40 ISBN: 978-3-7319-0834-0 Imhof
Mit dem genauen Blick des Zeichners hielt Carl Julius Milde zwischen 1829 und 1834 Menschen in ihrer individuellen Eigenart fest. Zugleich zeichnete er ein Bild ihrer Krankheit. Die Dargestellten sind Patienten der Psychiatrie im Hamburger Krankenhaus St. Georg.
Carl Julius Milde (1803–1875) ist in Lübeck kein Unbekannter. Sein passioniertes und langjähriges Engagement für die Kultur der Hansestadt wirkt bis heute nach. Milde war erster Konservator der Lübecker Kunst- und Naturaliensammlung und er setzte sich u. a. mit seinem „Lübecker ABC“ für den Erhalt von Baudenkmälern ein.
Weitgehend unbekannt ist hingegen, dass Milde auch für die Medizin als Künstler tätig war. Seine Patientenporträts entstanden im Kontext der Verwissenschaftlichung der Psychiatrie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie werden hier erstmals in den Fokus gerückt. Während die Psychiatrie als medizinisch eigenständige Disziplin etabliert wurde, begannen Ärzte, Serien von Patientenporträts durch professionelle, auf Bildnisse spezialisierte Künstler zeichnen zu lassen. Man benötigte Bildmaterial, um psychiatrische Erkrankungen zu unterscheiden und zu klassifizieren. In seinen Bildnissen hielt Milde zugleich die individuellen Züge der Dargestellten fest. Man erkennt Spuren des gelebten Lebens, den verletzbaren, vielleicht auch leidenden Menschen. Zwischen der Individualität der Porträts und dem wissenschaftlichen Anspruch der Zeichnungen liegt der Spannungsbereich dieser Werke.
Modemetropole Berlin 1836 – 1939. Entstehung und Zerstörung der jüdischen Konfektionshäuser. Westphal, Uwe. 288 S., 180 z. T. fb. Abb., 23 x 17 cm. Gb. Henschel Verlag, Leipzig 2019. EUR 28,00 ISBN: 978-3-89487-805-4
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Repräsentation und (Ohn)Macht. Die Wohnkultur der habsburgischen Prinzen im 19. Jahrhundert - Kaiser Maximilian von Mexiko, Kronprinz Rudolf, Erzherzog Franz Ferdinand und ihre Schlösser. Barta, Ilsebill; Ott-Wodni, Marlene; Skrabanek, Alena. 2019. 748 S. 672 z. T. fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 85,00. ISBN: 978-3-205-20035-2
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