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19. Jahrhundert

 
 
Der Photopionier Carl Albert Dauthendey. Zur Frühzeit der Photographie in Deutschland und Russland. Hrsg.: Leuschner, Eckhard. Deutsch. 2021. 416. S. 155 fb. Abb. , 138 sw. Abb. 30,0 x 22,0 cm. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-1095-4 Imhof
Carl Albert Dauthendey (1819–1896) wird in der Literatur teilweise als »erster deutscher Photograph« angesprochen. Ob richtig oder nicht: Dauthendey war auch durch die damals seltene Internationalität seiner Karriere, v. a. die zwanzigjährige Arbeit als Photoporträtist der russischen Eliten in St. Petersburg, und wegen der literarischen Bearbeitung der Vita durch seinen Dichtersohn Max – Der Geist meines Vaters (1912) – ein faszinierender Sonderfall der Kunst- und Bildgeschichte des 19. Jahrhunderts.
Die Beiträge im vorliegenden Band dokumentieren Dauthendeys Laufbahn als Photopionier in Leipzig, Magdeburg, Dessau, St. Petersburg und Würzburg und erarbeiten an seiner Person zentrale Aspekte der Photogeschichte, z. B. die künstlerischen und technischen Diskurse der frühen Porträtphotographie; die Bedeutung von Photographen als kulturelle Mittler zwischen Russland und Deutschland; Photographen als »forschende Künstler«; die Würzburger und unterfränkische Photokultur der Dauthendey-Zeit als Fallbeispiel für Regionalität und Entgrenzung. Dazu kommt Der Geist meines Vaters von Max Dauthendey als einzige »fast« direkte Vita eines deutschen Photographen des 19. Jahrhunderts – anders als in Frankreich gibt es keine Autobiographie eines deutschen Photopioniers. In diesem Zusammenhang wird auch Walter Benjamins intensive Nutzung des Buches als Quelle und Anregung für die eigenen Photo-Schriften diskutiert.
Klimt, Hodler und die Wiener Werkstätte. Hrsg.: Kunsthaus Zürich; Beitr.: Franz, Rainald; Güdel, Niklaus M.; Mayer, Monika; Natter, Tobias G.; Schmuttermeier, Elisabeth; Vorwort von Becker, Christoph. Deutsch. 2021. 208. S. 130 fb. und 20 s/w-Abb. 27 x 22 cm. Gb.EUR 48,00. CHF 49,00 ISBN: 978-3-03942-016-2 Scheidegger & Spiess
Als die Malerei in Wien um 1900 mit Gustav Klimt (1862–1918) einen Höhepunkt erreichte, forderte dieser die Überwindung der traditionellen Unterscheidung von «hoher» und «angewandter» Kunst. Seinen Überlegungen legte Klimt eine «ideale Gemeinschaft der Schaffenden und Geniessenden» zugrunde. Zum nachhaltigen Motor einer modernen Designentwicklung wurde das Schaffen der 1903 gegründeten Wiener Werkstätte. Zu den Kunden der Wiener Werkstätte zählten Klimts wichtigste Auftraggeberinnen – aber auch der Schweizer Künstler Ferdinand Hodler (1853–1918), der 1913 dort das Mobiliar für seine Genfer Wohnung in Auftrag gab. Seit der für Hodler bahnbrechenden Ausstellung in der Wiener Secession von 1904 war er mit deren Ideen bestens vertraut.
Ausgehend von diesem engen Verhältnis wirft das Buch zur gleichnamigen, von Tobias G. Natter kuratierten Ausstellung aus Wiener Perspektive einen frischen Blick auf den Schweizer Nationalkünstler. Erstmals werden darin auch die weiteren Beziehungen der Wiener Werkstätte zu Zürich und zur Schweiz dargestellt, die 1917 mit der Gründung einer eigenen Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse ihren Höhepunkt fanden. Der Band ist reichhaltig illustriert mit Abbildungen von rund 180 Werken, darunter Gemälde, Entwürfe, Möbel, Schmuck und anderes mehr.
Neues aus dem 19. Jahrhundert. Von Kühen, edlen Damen und verzauberten Landschaften Oder von der Liebe zur Kunst. Hrsg.: Forster, Peter. Deutsch. 2021. 192. S. 162 Abb. 185 fb. Abb. 29,0 x 25,0 cm. EUR 40,00. ISBN: 978-3-422-98668-8
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