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18. Jahrhundert

 
 
Das Bild der Natur in der Romantik. Kunst als Philosophie und Wissenschaft. Hrsg.: Amstutz, Nina; Bohnenkamp-Renken, Anne; Hennig, Mareike; Wedekind, Gregor. Deutsch. 2021. 249 S. 85 sw. Abb., 12 fb. Abb. 23,5 x 15,5 cm. EUR 139,00. ISBN: 978-3-8467-6596-8
Der erste »Baedeker« von Berlin. Die Stadtbeschreibung von Johan Heinrich Gerken 1714–1717. Hrsg.: Rudolstädter Arbeitskreis zur Residenzkultur; Fischbacher, Thomas; Hahn, Peter-Michael. Schriften zur Residenzkultur (13). Deutsch. 2021. 333 S. 40 sw. Abb. 23,5 x 15,8 cm. EUR 24,00. ISBN: 978-3-86732-630-8 Lukas
Johan Heinrich Gerken kam vor drei Jahrhunderten als Fremder nach Berlin. Er sah eine Stadt, die rasant wuchs und repräsentativ zur Residenz der preußischen Könige umgebaut wurde. Damit waren alle älteren Beschreibungen der Stadt hinfällig. Gerken sah seine Chance und verfasste so ausführlich wie kein Autor vor ihm in den Jahren von 1714 bis 1717 eine Beschreibung der ganzen Stadt »vermittelst selbstgenommener ocularer Inspection«. Durch diese Inaugenscheinnahme Berlins schuf er ein nicht hintergehbares Zeugnis, eine Quelle ersten Ranges.
Sein Werk blieb jedoch teilweise unvollendet und vermutlich deswegen ungedruckt. Allerdings zirkulierten seine Manuskripte unter den Gelehrten. Vor allem Georg Gottfried Küster bediente sich daraus vielfach und ohne Nachweis. Gerkens Werk bildete somit eine Art von Urtext für spätere Stadtbeschreibungen und kann heute als der erste »Baedeker« Berlins gelten. In Form von Spaziergängen lädt uns Gerken ein, die sich wandelnde Stadt zu Beginn des 18. Jahrhunderts zu erkunden.
Die vorliegende Edition präsentiert erstmalig den vollständigen Text mit den im Original vorgesehenen Illustrationen.
Der gedichtete Himmel. Eine Geschichte der Romantik. Matuschek, Stefan. Deutsch. 2021. 400 S. 29 Abb. 21,7 x 13,9 cm. Gb. EUR 28,00. ISBN: 978-3-406-76693-0 C. H. Beck
Mit der Aufklärung, mit der intellektuellen Mündigkeit gegenüber traditionellen Glaubenslehren kam zugleich die Nostalgie: die Trauer über den Verlust an Ganzheitlichkeit im Denken und Leben. Die Romantik schaffte hier Abhilfe, ohne rückwärts zu gehen: Sie erschuf einen neuen Himmel, der keiner metaphysischen Absicherung bedarf. Der Literaturwissenschaftler Stefan Matuschek blickt in seinem beeindruckenden Epochenporträt weit über Deutschland hinaus, nach England und Schottland, nach Italien und Frankreich, und schildert die Romantik als großen Impuls der Moderne, der bis in die Gegenwart hineinwirkt.
Die Romantik ist die Kunst, metaphysische Luftschlösser zu bauen. Sie weiß, dass ihr Himmel, wo immer sie ihn errichtet, nur ein erdichteter ist, und findet in ihm dennoch Zuflucht von der metaphysischen Obdachlosigkeit des modernen Menschen. Aus dieser Perspektive erschließt Stefan Matuschek in seiner brillanten Darstellung der Epoche die Neuerungen, die mit der Romantik in die Welt kamen: von der blauen Blume bis zur Kunstreligion, von der romantischen Ironie bis zur Schauerromantik, von der Renaissance des Mittelalters bis zur Utopie der Volkstümlichkeit. Dabei war die Romantik keineswegs nur eine deutsche Angelegenheit. Stefan Matuschek stellt uns ihre europäische Vielfalt vor Augen. In seinem weit gespannten Panorama begegnen wir Literaten wie den Schlegel-Brüdern, Goethe und Eichendorff, Keats und Shelley, Victor Hugo und Alessandro Manzoni, außerdem Philosophen, Malern und Komponisten der Zeit. Überall reagierten die Romantiker auf drei Großereignisse der Epoche: die Französische Revolution, die Revolution der Lesekultur und die Nationalisierung in der Folge von Napoleons Imperialismus. In diesem Kontext legt Stefan Matuschek eine neue Gesamtschau der Romantik vor, die deren Träume als hellsichtiger erweist, als sie oft erscheinen.
Farbe und Licht in Goyas Malerei. Held, Jutta. Deutsch. 2021. 210 S. 2 sw. Abb. EUR 109,95. ISBN: 978-3-11-241528-3
Schön behaglich warm. Weimarer Öfen der Goethezeit. Mende, Jan. Deutsch. 2021. 160 S. 74 sw. Abb., 10 fb. Abb. 24,0 x 17,0 cm. EUR 19,90. ISBN: 978-3-422-97986-4
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