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Mittelalter allgemein

 
 
Byzantinische Geschichte. 324-1453. Ostrogorsky, Georg. 2019. 569 S. 8 meist fb. Karten. 21 x 12 cm. Gb. EUR 29,90. ISBN: 978-3-406-39759-2 C. H. Beck
Die byzantinische Geschichte ist zunächst nur ein neues Zeitalter der römischen Geschichte. Doch setzt schon bald ein Tranformationsprozeß ein, der vom alten Imperium Romanum zur Entwicklung eines eigenen byzantinischen Staatswesens führt. Strukturelemente und Triebkräfte dieser Veränderung sind die Verwaltung des Kaiserreichs, die griechische Kultur und der christliche Glaube. Durch ihr Zusammenwirken entsteht eine neue Hochkultur, die mehr als tausend Jahre währt und allen zeitgleichen kulturellen Hervorbringungen des Westens bis zum Hochmittelalter überlegen bleibt. Allerdings geht mit dieser hohen Zeit geistiger und künstlerischer Blüte ein Verfall der imperialen Macht einher. Immer wieder wird der byzantinische Staat militärisch herausgefordert. Die Angreifer sind Perser und Awaren, Araber und Bulgaren; doch während in diesen Kriegen territoriale Verluste hingenommen werden müssen, bleibt die Stadt Byzanz selbst unbezwingbar. Erst am 13. April des Jahres 1204 wird sie von einer Koalition aus Kreuzfahrern und Venezianern erobert. Die kostbarsten Schätze werden teilweise in barbarischer Weise vernichtet, teils eine Beute der Eroberer; so bleibt die Verwüstung des bedeutendsten Kulturzentrums der damals bekannten Welt, das seit den Tagen Konstantins des Großen gegen kriegerische Bedrohungen aus dem Osten hatte verteidigt werden können, imperialistischen Kräften des Westens vorbehalten. Auf die nun anschließende Epoche der Lateinischen Herrschaft folgt eine kurze Phase der Restauration des byzantinischen Kaiserreichs. Ihr Protagonist ist Michael III., der im Defensivkampf gegen den abendländischen Eroberungsdrang Sieger bleibt; doch auch er vermag trotz aller Bemühungen die einmal verlorenen Gebiete nicht mehr zurückgewinnen. Seit dem Beginn des 14. Jahrhunderts zeichnet sich eine neue kriegerische Gefährdung des byzantinischen Reststaates ab: Die Osmanen beherrschen ganz Kleinasien, greifen auf europäischen Boden über und unterwerfen in der Folgezeit Serben und Bulgaren; auch die christlichen Heere, die sich ihnen entgegenstellen, werden vernichtet. Im Jahre 1453 erobert Mehmet II. Byzanz und besiegelt damit das Ende des byzantinischen Reiches.
Einhard - Leben und Werk. Teil II. Hrsg.: Schefers, Hermann. 2019. 352 S. 120 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 34,95. ISBN: 978-3-7954-3354-3 Schnell & Steiner
Einhard, der Nachfolger Alkuins an der Hofschule Karls des Großen und aufgrund seiner hervorragenden Fähigkeiten nach dem Erbauer der Stiftshütte (Ex 35,30) Beleel oder Beseleel genannt, war eine der herausragendsten Figuren der karolingischen Renaissance. In diesem Band sind 13 Beiträge der zweiten dem Leben und Werk Einhards gewidmeten Tagung in Seligenstadt vereint.
Katalog der mittelalterlichen Handschriften in der Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern. Kamber, Peter; Mangold, Mikkel. 2019. 480 S. 66 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 94,00. CHF 94,00 ISBN: 978-3-7965-3974-9
Die Zisterzienser und das Wasser. Knapp, Ulrich. 2019. 208 S., zahlr. Abb. 30 x 21 cm. Br. EUR 24,95 CHF 28,70 ISBN: 978-3-7319-0350-5 Imhof
Die Wahl des Standorts mittelalterlicher Klöster war bei aller Weltabkehr auch wesentlich vom Zugang zu lebensnotwendigen Ressourcen abhängig. Vielleicht die wichtigste war das Wasser als Lebensmittel, Energieträger und Transportweg. Für das Trinkwasser waren ergiebige Quellen, für das Brauchwasser ausreichende Fließgewässer erforderlich. Oft lagen die Quellen für das Trinkwasser außerhalb der Klostermauern, und das Wasser musste teilweise über kilometerlange Leitungen zum Kloster geleitet werden. Gerade bei den vielköpfigen Konventen der Zisterzienser entstanden so aufwendige Wasserbauten, die zugleich die Symbolkraft des Wassers als lebensspendendes Element unterstrichen. Die Wasserkraft wurde in der Klosterwirtschaft intensiv genutzt und bedingte eine entsprechende Infrastruktur. Künstliche Wasserläufe von erheblicher Länge sind hier eher die Regel als die Ausnahme. Wasserspeicher dienten der Bedarfssicherung, dem Hochwasserschutz und der Sicherheit. Auch Fischereirechte oder Weiher für die Fischzucht waren unverzichtbar. So entstand eine dichte wasserwirtschaftliche Infrastruktur innerhalb der Klöster.
Beispielhaft wird in dieser Publikation die Bedeutung des Wassers anhand der von den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württemberg betreuten Zisterzienserklöster Bebenhausen, Maulbronn, Salem und Schöntal geschildert.
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