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Mittelalter allgemein

 
 
"Bestiarium. Das Tier in mittelalterlichen Handschriften. Heck, Christian; Cordonnier, Rémy. 2020. 620 S. 600 fb. Abb. 600 Abb. 31,1 x 21,6 cm. geb. im Schmuckschuber. Deutsch. EUR 100,00. " ISBN: 978-3-534-27202-0
Das Jahr 1000. Als die Globalisierung begann. Hansen, Valerie. Übersetzt von Leube, Anna; Leube, Wolf Heinrich. 2020. 393 S. 5 Abb., 12 Karten, 28 fb. Abb. 21,7 x 13,9 cm. gebunden. Deutsch. EUR 28,00. ISBN: 978-3-406-75530-9 C. H. Beck
Abenteurer, Händler und Forschungsreisende waren die Helden der ersten Globalisierung um das Jahr 1000: Wikinger suchten in ihren Drachenboten neue Siedlungsgebiete im fernen Westen, während Karawanenführer durch die Wüsten des Orients zogen und Handelskapitäne entlang der Küsten Asiens und Afrikas segelten. Sie brachten Schätze fremder Völker in Metropolen wie Kairo, Bagdad und Guangzhou, wo eine zahlungskräftige Kundschaft den Zauber der Exotik ersehnte. Es war dies die Zeit, als zum ersten Mal in der Weltgeschichte ein Gegenstand oder eine Botschaft um die ganze Welt reisen konnte.
Waren und Menschen, Ideen und Mikroben - alles beginnt zu zirkulieren. Könige wie der fromme Muslim Mansa Musa ziehen mit unvorstellbaren Mengen an Gold von Mali nach Mekka, in Skandinavien werden Münzen mit arabischen Waagen gewogen, Sklaven werden über drei Erdteile hinweg verkauft, und Fürsten wie Wladimir von Kiew suchen sich aus dem Angebot der Weltreligionen jene aus, die ihnen für ihr Reich am passendsten scheint.
Valerie Hansen entwirft in ihrem grandiosen Buch das Panorama der Welt um das Jahr 1000 und erhellt eine Epoche, in der die Menschheitsgeschichte zur Globalgeschichte wird. Mit einem Mal erkennen wir eine Zäsur zwischen den Zeitaltern, wenn sich die Welt in atemberaubender Dynamik vernetzt und uns in all ihrer Fremdheit und Buntheit mitunter doch erstaunlich vertraut und gegenwärtig erscheint.
In dieser meisterhaften Beschreibung der Welt um das Jahr 1000 führt Valerie Hansen ihre Leserinnen und Leser durch blühende afrikanische Reiche. Sie nimmt uns mit auf eine Reise zu Lande entlang der Seidenstraße nach Europa und zur See an Bord von Schiffen, auf denen Menschen aus vielen Völkern den Indischen Ozean befuhren. Sie erzählt von Wikingern, die der Wolga bis nach Byzanz folgten – aber auch den Nordatlantik überquerten und Amerika entdeckten. So bietet dieses Werk mehr als nur ein Panorama des Welthandels im Mittelalter. Es ist zugleich eine grandiose Geschichte menschlicher Begegnungen, die durch Vignetten und Stimmen aus jedem Winkel eines bereits damals gut vernetzten Planeten ungemein lebendig wird.
Die Goldene Tafel aus Lüneburg. Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte (5). Hrsg.: Köllermann, Antje-Fee. Niederdeutsche Beiträge zur Kunstgeschichte, Neue Folge, Band 5. 2020. 450 S. 26,5 x 19,5 cm. Deutsch. EUR 49,95. CHF 57,40 ISBN: 978-3-7319-0964-4 Imhof
Zu den kostbarsten Werken der Mittelaltersammlung des Landesmuseums Hannover zählt die sogenannte Goldene Tafel, das ehemalige Hochaltarretabel der Benediktinerklosterkirche St. Michaelis in Lüneburg. In einem interdisziplinären Forschungs- und Restaurierungsprojekt wurde das Retabel in den letzten Jahren von Kunsthistorikern und Kunsttechnologen aufwendig untersucht und umfassend restauriert. Der vierte Band der Neuen Folge der Niederdeutschen Beiträge zur Kunstgeschichte stellt die Ergebnisse dieser Untersuchungen vor und umfasst zugleich die Beiträge des 2016 in Hannover abgehaltenen, internationalen Kolloquiums „Die Goldene Tafel im Kontext“. Die Autoren liefern ein eindrückliches Bild von der einzigartigen Geschichte, des Stils sowie der Konstruktion und materiellen Beschaffenheit dieses einst doppelt wandelbaren Reliquienretabels.
De septem sigillis – Praefatio super Apocalypsim, Enchiridion super Apocalypsim, Liber introductorius in Expositionem Apocalypsis. MGH - Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters (31). Hrsg.: Patschovsky, Alexander; Selge, Kurt-Victor. Joachim von Fiore, Expositio super Apocalypsim et opuscula adiacentia. Teil 1: Expositio super Bilibris tritici etc. (Apoc. 6, 6). 2020. 974 S. Abb. 22,5 x 15,0 cm. Latein; Deutsch. EUR 168,00. ISBN: 978-3-447-11376-2 Harrassowitz Verlag
Der Apokalypsenkommentar ist das umfangreichste Werk des Kalabreserabts Joachim von Fiore († 1202), in dem er versucht Vers für Vers die Johannes-Apokalypse als Regieanweisung Gottes für den Gang der Kirchengeschichte im Rahmen eines dreifach gegliederten, linear verlaufenden Systems der Weltgeschichte insgesamt zu erweisen. Im Bewusstsein, dass dieses Konzept bei seinen Lesern nicht auf ungeteilte Zustimmung stoßen würde, hat Joachim in nicht weniger als drei Anläufen (Praefatio, Enchiridion und Introductorius super Apocalypsim) dem eigentlichen Kommentar Einführungsschriften vorausgeschickt, die den Leser mit grundlegenden Problemfeldern vor allem hermeneutischer Art vertraut machen sollen. Der von Alexander Patschovsky und Kurt-Victor Selge herausgegebene 1. Teil der Gesamtausgabe des Kommentars hat diese Einführungsschriften zum Hauptinhalt. Begleitet werden sie von zwei thematisch zugehörigen kleineren Werken: dem Entwurf einer Auslegung zu einer bestimmten Apokalypsenstelle (Bilibris tritici usw., Apoc. 6,6) und einem Schema, betitelt De septem sigillis, das die sieben Siegel der Apokalypse als zeitliches Grundgerüst für die Geschichte des Alten wie des Neuen Testaments stichwortartig vor Augen führen soll.
Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht. Von Karl dem Großen bis Friedrich Barbarossa. Hrsg.: Schneidmüller, Bernd. 2020. 560 S. 9 Landkarten, 368 Abb. 29,0 x 24,0 cm. Deutsch. EUR 48,00. ISBN: 978-3-8062-4174-7
Von Bonifatius zum Naumburger Meister. Meisterwerke des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums Mainz. Illustriert von Schawe, Marcel; Beitr.: Wilhelmy, Winfried; Ecker, Diana; Lempges, Anja; Kita, Birgit; Lütgenhaus, Hildegard; Hrsg.: Wilhelmy, Winfried. 2020. 512 S. 3 Beileger. 28,0 x 21,0 cm. Deutsch. EUR 50,00. ISBN: 978-3-7954-3532-5 Schnell & Steiner
Erstmals seit Bestehen des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums Mainz werden die früh- und hochmittelalterlichen Meisterwerke der plastischen Sammlung in einem Bestandskatalog zusammengefasst und in eigens angefertigten Neuaufnahmen umfassend in Text und Bild vorgestellt. Neben dem „Bonifatius“-Stein und weiteren karolingerzeitlichen Skulpturen stehen dabei jene Werke im Zentrum, die um 1239 vom sogenannten Naumburger Meister für den Mainzer Dom gearbeitet wurden.
Anläßlich der Wiedereröffnung der neu konzipierten Abteilung „Früh- und Hochmittelalter“ im Sommer 2020 legt das Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums Mainz einen ersten Werkkatalog zu seinen Beständen der früh- und hochmittelalterlichen Plastik vor. Unter den ganzseitig und in zahlreichen Details abgebildeten Exponaten des 4.-14. Jahrhunderts finden sich mit den Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters Spitzenstücke der Skulptur der deutschen Frühgotik. Hierzu stellen neueste Forschungsergebnisse nicht nur eine Rekonstruktion des berühmten „Bassenheimer Reiters“ als dreiteiliges Hochaltarretabel des Mainzer Domes vor, sondern präsentieren auch ein weiteres, zugehöriges Relieffragment höchster Qualität. Hinzu kommen zahlreiche bislang unpublizierte Werke, darunter eine im 12. Jahrhundert entstandene und damit älteste Grabplatte eines Mainzer Erzbischofs.
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