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Mittelalter allgemein

 
 
Aquamanilien. Genese, Verbreitung und Bedeutung in islamischen und christlichen Zeremonien. Olchawa, Joanna. 2019. 608 S. 210 fb. Abb., 87 Abb. 30 x 21 cm. EUR 89,00. ISBN: 978-3-7954-3492-2 Schnell & Steiner
In der mehrfach prämierten Studie beleuchtet Joanna Olchawa die außergewöhnliche Gattung der Aquamanilien, der Gießgefäße für den Handwaschungsritus. Die detaillierten Forschungen nicht nur zu den christlichen, sondern auch den islamischen Werken führen zu einer neuen Sicht auf die Bronzegeräte des Mittelalters.
Vom 10. bis zum 14. Jahrhundert, Anhang: Die illuminierten Handschriften englischer und spanischer Herkunft. Teil 1: Katalog der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek in München (7). Bauer-Eberhardt, Ulrike. Die illuminierten Handschriften französischer Herkunft in der Bayerischen Staatsbibliothek. 2019. 676 S. 495 fb. Abb. 32 x 24 cm. 2 Bde im Schuber. EUR 348,00. ISBN: 978-3-95490-357-3 L, Reichert
Im Zuge der kunsthistorischen Bearbeitung der illuminierten Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München – bei der bereits von der Autorin alle italienischen Handschriften beschrieben und einem chronologischen und geographischen Muster unterworfen wurden – werden nun die französischen Handschriften mit Buchschmuck systematisch erfasst. Dabei beinhaltet der erste Teil mit Text- und Tafelband alle französischen Handschriften vom 10. bis zum 14. Jh. Im Anhang wird auch der Gesamtbestand der spanischen und englischen Handschriften vorgestellt, wobei gerade letztere mit ihrer Dekoration während des sog. Channel Style um 1200 engstens in den nordfranzösischem Stilformen verwachsen und teilweise sogar nur durch andere Kriterien von jenen zu trennen sind. Ein herausragendes Beispiel englischer Buchkunst ist der berühmte, im 1. Drittel des 13. Jhs. in Oxford ausgestattete Goldene Münchener Psalter.
"Oog voor de wereld. De visionaire denker Jacob Böhme. Hrsg.: Martin, Lucinda; Muratori, Cecilia; Brink, Claudia. 2019. 192 S. 116 fb. Abb. 26 x 22 cm. EBR. Niederländisch. EUR 18,00. CHF 24,30" ISBN: 978-3-95498-530-2
Spuren der Johanniskrieger. Die wahren Gründerväter der Eidgenossenschaft. Bigler, Urs. 2019. 132 S. fb. und sw Abb. 22 x 15 cm. EUR 22,00. CHF 24,00 ISBN: 978-3-907237-07-6
Die Gartenanlagen. Madrider Beiträge (39). Arnold, Felix; Canto García, Alberto; Vallejo Triano, Antonio. Munyat ar-Rummaniya. 2019. 184 S. 59 Abb., 220 fb. Abb. 30 x 21 cm. EUR 69,00. ISBN: 978-3-95490-407-5 L, Reichert
Bei der Genese des Gartens der europäischen Renaissance spielte die islamische Gartenkultur eine entscheidende Rolle. Umso mehr muss überraschen, wie wenig bislang über islamische Gärten des Mittelalters geforscht worden ist. Unsere Kenntnisse der islamischen Gartenbautradition beruht beinahe ausschließlich auf literarischen Quellen und historischen Abbildungen. Erst in jüngster Zeit haben sich auch archäologische Projekte der Erforschung islamischer Gärten gewidmet. Der Landsitz ar-Rummānīya außerhalb der Stadt Córdoba (Spanien) bietet die Chance, einen Garten aus der Blütezeit der islamischen Kultur zu erforschen. Durch die wiederholte Ablagerung von Zerstörungsschutt angrenzender Bauten ist die ursprüngliche Gartenoberfläche noch auf einer beachtlich großen Fläche ungestört erhalten geblieben. Von 2013 bis 2014 war der Garten Gegenstand eines von der Gerda Henkel Stiftung geförderten Forschungsprojektes, welches gemeinschaftlich von dem Deutschen Archäologischen Institut, dem Conjunto Arqueológico de Madinat al-Zahra und der Universidad Autónoma de Madrid durchgeführt wurde. Erstmals konnten dabei Einblicke in die Gestaltung eines Gartens des 10. Jahrhunderts gewonnen werden. So wurde das System der Gartenbewässerung geklärt, von einem großen Becken, das als Wasserreservoir diente bis zu Bewässerungskanälen und Drainagen für die Hangmauern. Zentral für die Untersuchung des Gartens waren botanischen Analysen, wobei neben der Bestimmung von Großresten auch Pollenanalysen durchgeführt wurden. Insbesondere Sedimente im Bewässerungskanal geben Aufschluss über den Artenreichtum, der ursprünglich im Garten und seiner Umgebung existierte. Die These einer Monokultur – etwa einer Olivenplantage – kann damit eindeutig widerlegt werden. Die Kombination unterschiedlicher Analyseverfahren erlaubt es, eine Reihe von Pflanzenarten dem Garten zuzuweisen, neben Olivenbäumen Mandel- und Granatapfelbäume sowie Weinreben, aber auch Myrte und Lavendel. Hinzu kommen Blumen und Kräuter wie Thymian, Lilien und Ringelblumen. Zudem wurde der bislang früheste Nachweis für weiße Maulbeerbäume auf der Iberischen Halbinsel erbracht, eine Voraussetzung für die Entwicklung einer eigenständigen Produktion von Seide. Einen Eindruck vom Luxus des Lebens auf dem Landgut vermitteln die bei der Grabung gemachten Kleinfunde, darunter ein dekorierter Fingerhut für Lederarbeiten und eine gelb glasierte Schale aus ägyptischer Produktion. Die Reparaturen an einer anderen Schale weisen einerseits auf die Wertschätzung qualitätvoller Keramik hin, andererseits den langsamen Verfall an der Wende zum 11. Jahrhundert, der einen Ersatz solcher Waren erschwerte. In dem vorliegenden Band werden die Ergebnisse des Projektes umfassend dargestellt und in einen kulturhistorischen Rahmen gestellt.
Spätantike - Frühes Christentum - Byzanz (46). Feist, Sabine. Die byzantinische Sakralarchitektur der Dunklen Jahrhunderte. 2019. 368 S. 249 Abb. 24 x 17 cm. EUR 110,00. ISBN: 978-3-95490-420-4 L, Reichert
Dunkle Jahrhunderte tragen ihren Namen in kaum einer Epoche grundlos. Meist werden mit diesen wenig schmeichelhaften Worten langjährige Phasen bezeichnet, die in der Forschung gemeinhin als Niedergang einer bis dato blühenden Kunst- und Kulturlandschaft gelten. In der byzantinischen Archäologie wird solch ein Verfall mit der Übergangszeit zwischen Spätantike und Mittelalter assoziiert, einer Zeit, aus der nur verhältnismäßig wenige Beispiele christlicher Sakralarchitektur auf uns gekommen sind. Bei ebenjenen Beispielen handelt es sich zudem oftmals lediglich um Um- oder Neubauten älterer Kirchen. Dennoch kann die Bedeutung der in dieser Zeit entstandenen Sakralarchitektur kaum überschätzt werden, geriet die den Kirchenbau bis dato bestimmende Basilikaarchitektur damals doch schlagartig ins Hintertreffen. Die baulichen Veränderungen älterer Kirchen waren zu dieser Zeit nämlich keineswegs gleichbedeutend mit einer schlichten Instandsetzung der älteren Vorgänger. Man entschied sich vielmehr gegen die altbewährte Longitudinalarchitektur und überwölbte die einstigen basilikalen Bauten stattdessen mit Kuppeln.
In diesem Buch wird die Baugeschichte ebensolcher Kirchen analysiert, die während der Dunklen Jahrhunderte verändert wurden. Dabei werden die Sakralbauten dieser Epoche erstmals nicht von vornherein als eine architektonisch kaum anspruchsvolle Vorstufe nachfolgender mittel- und spätbyzantinischer Entwicklungen, sondern aus der Perspektive der (spät)antiken Vorgänger betrachtet. Die Analyse einzelner Schlüsselmonumente lässt dabei stets wiederkehrende Charakteristika erkennen. Zu diesen gehört etwa das Festhalten an Älterem, sowohl in Form von Atria und Narthices als auch in Form der bauplastischen und liturgischen Ausstattung. Aber auch die in der Spätantike für das christliche Gotteshaus entwickelten Raumkonzepte wurden während der Dunklen Jahrhunderte weitergeführt und intensiviert. So wurde der bereits von frühen Kirchenbauten bekannte Dualismus zwischen Draußen und Drinnen, zwischen Profanem und Sakralem um die Polarität von Altem und Neuem erweitert. Erst nachdem die von diesen Gegensätzen charakterisierten Außen- und Eingangsbereiche der Kirchen durchschritten worden waren, gelangte man in einen in sich geschlossenen neuen sakralen Idealraum, in dem Kuppelarchitektur und Bildprogramm Spiegelbild einer himmlischen Hierarchie waren. Geschaffen war damit ein dem Alltag und der Zeitlichkeit entrückter, geradezu heterotopischer Ort. Die Kohärenz von (Stadt)Landschaft und Kirche, deren Auflösungsprozess ihren Anfang schon in der Spätantike genommen hatte, wurde während der Dunklen Jahrhunderte somit endgültig aufgebrochen.
"Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein / Corpus der mittelalterlichen Holzskulptur und Tafelmalerei in Schleswig-Holstein, Band 4 Die Kirchen im Landesteil Schleswig. - In zwei Bänden -. Hrsg.: Albrecht, Uwe; Beitr.: Albrecht, Uwe; Nürnberger, Ulrike; Richter, Jan Friedrich; Lemaitre, Uta; Lins, Ursula; . 2019. 1152 S. 1145 fb. Abb., 354 Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 149,00. " ISBN: 978-3-86935-342-5
Mittelalterliche Wandmalereien in der Diözese Brandenburg. Stil - Funktion - Werktechnik. Joksch, Ute. 2019. 292 S. meist fb. Abb. EUR 48,00. ISBN: 978-3-88462-387-9
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