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Mittelalter allgemein

 
 
Romanische Bestiensäulen. Keil, Wilfried E. 2018. 396 S. Abb. 24 x 16 cm. EUR 32,00. ISBN: 978-3-86732-672-8 Lukas
Bestiensäulen sind eine Besonderheit der romanischen Bauskulptur. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass der gesamte Säulenschaft der Freistütze figural mit Tieren und Menschen geschmückt ist und nicht nur die Basis und das Kapitell. Es entsteht der Eindruck, als würde die Stütze alleine von den einzelnen Lebewesen gebildet. Tiere und Menschen stehen übereinander, sind ineinander verschlungen oder kämpfen teilweise gegeneinander.
In den ehemaligen Abteien Moissac, Souillac und Beaulieu-sur-Dordogne in Südwestfrankreich sind die Trumeaus der Kirchenportale Bestienpfeiler. Das einzige Beispiel in Deutschland steht als Mittelstütze in der Krypta des Domes zu Freising. In Lucca in Italien bilden mehrere Bestiensäulen zusammen mit anderen Säulen die Fassadengalerien des Domes und der Kirche San Michele in Foro. Für den heute im Innenraum der Kirche stehenden Bestienpfeiler in Souillac und für die Bestiensäule in der Freisinger Domkrypta werden andere ursprüngliche Standorte als bisher in der Forschung vermutet.
Neben der stilistischen und zeitlichen Einordnung (um 1110 bis 1204) und Vergleichen mit der regionalen Buchmalerei liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf einer ikonographischen Analyse der Objekte.
"Die letzten Tage von Byzanz. Diözesanmuseum Freising. Hrsg.: Kürzeder, Christoph; Roll, Carmen. 2018. 224 S. EUR 35,00. " ISBN: 978-3-947641-00-0
Die Elfenbeinsitula im Domschatz zu Aachen im Kontext des von Otto III. geförderten Adalbertkultes. Hoffmann, Jürgen. 2018. 240 S. 38 Abb. 24 x 17 cm. EUR 29,00. ISBN: 978-3-7954-3401-4 Schnell & Steiner
Ein kostbares liturgisches Gefäß aus Elfenbein, das von Meisterhand auf beeindruckende Art bearbeitet wurde, ein junger Kaiser, der das von Karl dem Großen gegründete Kanonikerstift zum geistlichen Zentrum einer geplanten Kirchenlandschaft erheben lassen wollte, und ein von ihm verehrter Heiliger, der beim Missionsversuch kurz vor der ersten Jahrtausendwende das Martyrium fand – in welchem Spannungsfeld bewegen sich die Situla, Otto III., der von ihm geförderte Adalbertskult und das Aachener Marienstift? Den sich hieraus ergebenden Überlegungen wird in dieser Studie nachgegangen.
· Neue Überlegungen zur Deutung des oberen Figurenfrieses der Aachener Elfenbeinsitula
· Aktuelle Forschungen zur frühesten Ikonographie des hl. Adalbert
Die mittelalterliche Siedlung Hollen, Ldkr. Leer. Ein archäologischer Beitrag zur Geschichte des Hausbaus auf der ostfriesischen Geest. Schäfer, Michael. 2018. 226 S. 237 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 49,80. ISBN: 978-3-89646-940-3
Architektur der Macht. Studien zur internationalen Architektur- und Kunstgeschichte (162). Schicht, Patrick. Kastelle. 2018. 624 S. 1422 z. T. fb. Abb. 30 x 22 cm. EUR 59,00. CHF 67,90 ISBN: 978-3-7319-0724-4 Imhof
Kastelle sind im Idealfall regelmäßige konzentrische Wehranlagen, die meist viereckig ausgebildet sind und an ihren Ecken gleichförmige Türme aufweisen. Derartige Konzeptionen finden sich in bemerkenswert einheitlicher Form quer über Reiche und Epochen hinweg von den frühen vorderasiatischen Hochkulturen über die Ägypter, Perser, Römer und Byzantiner bis ins mittelalterliche Europa sowie ins neuzeitliche Afrika und nach Asien.
In jahrzehntelanger akribischer Forschungsarbeit hat der Autor die wichtigsten Kastellgruppen inventarisiert, sie bautechnisch und politisch verkettet und etwa 900 Pläne und 11 Karten erstellt. Dadurch wird erstmals ein fundierter Überblick über dieses bislang kaum untersuchte Phänomen der Architekturgeschichte gegeben.
Neben der nach historischen Ländern gegliederten Katalogisierung sowie einer handwerklichen sowie konzeptionellen Verknüpfung einzelner Traditionen und Schulen werden für zahlreiche Herrschaftsgebiete politische Hintergründe erschlossen, die durchaus ein Gesamtsystem erkennen lassen: Offensichtlich handelt es sich fast ausschließlich um zentralistisch geführte Königreiche, die Kastelle als monumentale Hoheitszeichen an ihren Grenzen sowie an neuralgischen Zentralorten einsetzten. Sie dienten dort entweder als kasernenartige Truppenbasen oder als theatral inszenierte Residenzen, kaum jedoch als nur lokal bedeutende Kleinsitze. Durch die Homogenität von Form, Ausführung und Lage erreichte die Bauherrenschaft dabei oft eine modern wirkende Corporate Identity. In diesem Sinne geht der Autor von einem eigenständigen Bautypus der Architekturgeschichte aus, dessen Intention als „Staatsbauwerk“ sowohl durch handfeste überregionale Funktionen als auch durch inhaltliche Aufladungen bestimmt war.
Geschichte einer holsteinischen Stiftsbibliothek. Wolfenbütteler Mittelalter-Studien (033). Schnabel, Kerstin. „Liber sanctae Mariae virginis in Bordesholm .“. 2018. 744 S. 22 z. T. fb. Abb., 2 Diagramme, 19 Tabellen. 24 x 16 cm. Gb. EUR 92,00. ISBN: 978-3-447-10938-3 Harrassowitz Verlag
Dank der günstigen Quellenlage lässt sich die wechselvolle Geschichte der Bibliothek des Augustiner-Chorherrenstifts in Bordesholm anhand von zahlreichen mittelalterlichen Hand- und Druckschriften sowie einem Bibliothekskatalog und mehreren frühneuzeitlichen Inventaren nachzeichnen. Die Entstehung und die Funktion der Büchersammlung sowie der Verlust großer Teilbestände in der Frühen Neuzeit spiegeln sich in drei Abschnitten des vorliegenden Bands wider, der einen Beitrag zur norddeutschen Bibliotheksgeschichte leistet. Auf der Grundlage von individuell zusammengestellten Handschriften der Kanoniker selbst, die hauptsächlich aus dem für die mittelalterliche Bibliotheksgeschichte bedeutsamen 15. Jahrhundert stammen, entstand eine strukturierte Büchersammlung. Die Bestände bieten einen breiten Fundus für personengeschichtliche Informationen und sind zugleich Ausdruck der vielfältigen Lese- und Bildungsinteressen im Kontext von Schreibstrategien, Literaturangebot und Textdistribution. Teil zwei widmet sich der Organisation und Funktionsweise der spätmittelalterlichen Bibliothek, die sich ausdrückt in der zeitgenössischen Erschließung des Buchbestands, dem Betrieb einer Einbandwerkstatt und der Konzentration auf bestimmte Wissensbereiche bei der Anschaffung von Frühdrucken. Damit lässt sich auch der Medienübergang facettieren. Neue Forschungsergebnisse und Rekonstruktionsansätze präsentiert ebenfalls der dritte Teil, in dem die Auswirkungen der Reformation auf bestimmte Bereiche der Überlieferung, der Transfer von kleineren Sammlungsteilen in die herzogliche Bibliothek nach Schloss Gottorf und die Übernahme der Bände durch die Universitätsbibliothek Kiel geschildert wird.
"Raubkunst?. Ein Marmorpaneel aus dem afghanischen Königspalast in Ghazni in der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg. Hrsg.: Schulze, Sabine; Reuther, Silke. 2018. 80 S. EUR 9,90. " ISBN: 978-3-923859-89-4
"Nürnbergs Glanz. Studien zu Architektur und Ausstattung seiner Kirchen in Mittelelater und Früher Neuzeit. Hrsg.: Fajt, Ji?í; Hörsch, Markus; Winzeler, Marius. 2018. 448 S. 144 fb. Abb. 27 x 21 cm. Gb. EUR 70,00. " ISBN: 978-3-412-50090-0
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