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Sp├Ątmittelalter

 
 
Aachener Kunstbl├Ątter 2022. Sp├Ątgotik und Renaissance an Maas und Rhein. Hrsg.: Museumsverein Aachen. 2023. 176 S. 29,7 x 21 cm. EUR 20,00. CHF 20,60 ISBN: 978-3-7954-3867-8 Schnell & Steiner
Die ├ťbergangsphase zwischen Sp├Ątgotik und Renaissance an Maas und Rhein bildet das Generalthema von Band 68 der Aachener Kunstbl├Ątter. Sieben Autoren aus dieser Region behandeln Werke der Goldschmiedekunst sowie der Holz- und Steinskulptur.
Dominique Allart, Universit├Ąt L├╝ttich, widmet sich dem letzten Hauptwerk der sakralen Goldschmiedekunst des Mittelalters, der ├╝berlebensgro├čen Reliquienb├╝ste des hl. Lambertus im Kathedralschatz von L├╝ttich, die ein ein komplexes ikonografisches Programm aufweist. Vera Henkelmann betrachtet sp├Ątmittelalterliche Mariana des Maaslandes. Sie fokussiert sich dabei auf freiplastische, im Kirchenraum h├Ąngende Doppelmadonnen ohne Leuchtmittelvorrichtung in Aachen, Maastricht, Roermond und Wessem. Beno├«t van den Bossche und Emmanuel Joly, Universit├Ąt L├╝ttich, stellen die 1527-1537 entstandene nordwestliche Portalvorhalle der Stiftskirche in Tongeren in den Blickpunkt und interessieren sich f├╝r ihre Geschichte und die einzelnen Entstehungsphasen. Reinhard Karrenbrock, Fachmann f├╝r niederrheinisch-westf├Ąlische Skulptur, konzentriert sich in seinem Beitrag auf die am Niederrhein weniger erforschte Steinskulptur und macht zwei bislang kaum beachtete Kreuzigungsgruppen in Marienbaum und Xanten zum Gegenstand seiner ├ťberlegungen. Christiane Paulus, die sich auf den Renaissancebildhauer am Niederrhein, Arnt van Tricht, spezialisiert hat, untersucht dessen Epitaphien in St. Viktor in Xanten und fragt nach den Bildvorlagen. Vincent Rudolf, Suermondt-Ludwig-Museum Aachen, untersucht L├╝tticher Grabdenkm├Ąler der Renaissance, die der Memoria einzelner Kanoniker dienen, vor dem Hintergrund der vielf├Ąltigen Beziehungen der Maas-Metropole und dem p├Ąpstlichen Rom. Und schlie├člich wendet sich Michael Rief, Suermondt-Ludwig-Museum, dem zu Unrecht in der Aachener Sammlung ein Schattendasein f├╝hrenden Renaissance-Kamin von 1559 mit der Darstellung des Triumphzuges des Bacchus zu, der wohl aus dem Alten Schloss in Geilenkirchen stammt. So ist ein Einblick in eine f├╝r diese Region noch nicht ausreichend erforschte Epoche gegeben.
Hans Burgkmair. Die Zeichnungen. Falk, Tilman. 2023. 288 S. 38 fb. 190 s/w-Abb. 30 x 24 cm. Leinen mit Schutzumschlag. EUR 89,00. ISBN: 978-3-87157-257-9 Deutscher Verlag f├╝r Kunstwissenschaft
Hans Burgkmair der ├ältere (1473ÔÇô1531) war einer der vielseitigsten K├╝nstler seiner Zeit und als Augsburger ├╝ber die Grenzen der Reichsstadt bekannt, auch wenn er stets im Schatten gro├čer Zeitgenossen wie Albrecht D├╝rer, Hans Baldung Grien und Lucas Cranach stand. Seine k├╝nstlerische Originalit├Ąt zeigt sich besonders an seinen Zeichnungen, die aus gesprochen unkonventionellerfindungsreich und experimentierfreudig sind. Ungef├Ąhr 80 Portr├Ątzeichnungen, Bild, Grafik und Skulpturentw├╝rfe sind erhalten. Die Kompositionen sind mit gro├čer Freiheit rasch skizziert und belegen gro├če sch├Âpferische Kraft noch in seinem Sp├Ątwerk. Vorgelegt wird mit diesem Buch der erste moderne kritische Katalog des zeichnerischen Gesamtwerks von Hans Burgkmair.
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