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ArchÀologie allgemein

 
 
The Significance of Archaeological Textiles. Papers of the International Online Conference 24th?25th February 2021. THEFBO Volume II. Forschungen und Berichte zur ArchĂ€ologie in Baden-WĂŒrttemberg (28). Hrsg.: Banck-Burgess, Johanna; Marinova-Wolff, Elena; Mischka, Doris. Englisch. 2024. 208. S. 183 fb. Abb., 238 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-7520-0784-8 L, Reichert
The everyday utensils of prehistoric agricultural settlements were, to a large extent, textile products. Functional textiles were used in everyday subsistence and helped the settlements’ inhabitants carry out tasks that were indispensable in the context of a sedentary lifestyle. In this context, the question arises as to what extent sedentariness would have been possible without textiles, simply because there is no other material that is as versatile as textile raw material. This particular topic was part of the joint project “THEFBO: Textile craftsmanship in the prehistoric wetland settlements on Lake Constance and Upper Swabia – requirements for textiles and their perception”. The project was funded by the German Federal Ministry of Education and Research from 2019 to 2021 and coordinated by the Landesamt fĂŒr Denkmalpflege im RegierungsprĂ€sidium Stuttgart. Results of the project will be presented in THEFBO volume I / Forschungen und Berichte zur ArchĂ€ologie in Baden-WĂŒrttemberg 27.
Part of this project was an online conference from 24th–26th February 2021, the proceedings of which are presented in THEFBO volume II. It dealt with textile findings and raw materials from a dendrological, paleobotanical, textile-archaeological and cultural-historical perspective.The broad spectrum of topics gave insights into the wide range of technical textiles in prehistory. Some of the oldest and most outstanding textile finds such as early Holocene tree bast strings, ropes, and nets from Friesack 4 in Brandenburg or the strings and bags from the wells of the Early Neolithic Linear Pottery Culture were presented and discussed at the conference. Other case studies considered Neolithic basketry and cordage in the Iberian Peninsula, Neolithic and Bronze Age textiles and tools from Northern Italy, textile tools and imprints on clay sealings from Bronze Age Greece to prehistoric objects made of plant fibres and wool from ice patches in the Bernese Alps, Switzerland. Contributions discussing the distribution of Lime trees (Tilia spec.) in prehistoric European landscapes, experimental approaches to manufacturing prehistoric threads or aspects of textile terminology completed the conference.
Der Codex Coburgensis. ArchÀologische Antikenzeichnungen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. CYRIACUS. Studien zur Rezeption der Antike (17). Wrede, Henning. Hrsg.: Kunze, Max; Nesselrath, Arnold; Strauch, Timo. 2024. 744. S. 303 fb. Abb., 274 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 99,00. CHF 114,00 ISBN: 978-3-7319-1240-8 Michael Imhof
Der Codex Coburgensis umfasst knapp 300 Zeichnungen eines unbekannten und daher als „Meister des Codex Coburgensis“ benannten KĂŒnstlers des mittleren 16. Jahrhunderts nach antiken Skulpturen Roms. Bis auf wenige Statuen sind Reliefs und besonders Sarkophagreliefs wiedergegeben. Das thematisch heute völlig verwirrte Konvolut in den Kunstsammlungen der Veste Coburg ist ĂŒber Maße, BeschĂ€digungen und Kopien der Zeichnungen auf ein grĂ¶ĂŸeres Album von rekonstruierbarer Form und Gliederung zurĂŒckzufĂŒhren.
Dessen Ziel lag bei der systematischen RĂŒckgewinnung der antiken Religion und ihrer Kulte, was eine Auseinandersetzung mit der griechisch-römischen Mythenikonographie einschloss. Ihm diente die in ihrer Zeit einzigartige Treue der ĂŒberaus qualitĂ€tvollen Zeichnungen. Der Organisator ist sehr wahrscheinlich Antoine Morillon (ca. 1520–1556) aus Löwen gewesen. Mit Sicherheit beteiligt war der bedeutende Altertumswissenschaftler Stephanus Pighius (1520–1604) aus Kampen. Ihr Auftraggeber ist Antoine Perrenot de Granvelle gewesen, von dem das Album wahrscheinlich zu Hans Jakob Fugger und Albrecht V. gelangte. Das Album der Renaissance ist als „erstes systematisches ArchĂ€ologiebuch“ bezeichnet worden. Um 1870 war der Codex Ausgangspunkt fĂŒr das Corpus der antiken Sarkophagreliefs und gleichzeitig Nukleus fĂŒr die archĂ€ologische und kunsthistorische Erforschung aller alten Antikenzeichnungen.
Lauchheim IV. Die GrĂ€ber aus der Siedlung Lauchheim "Mittelhofen". Forschungen und Berichte zur ArchĂ€ologie in Baden-WĂŒrttemberg (26). Höke, Benjamin. Zusammen mit Straeter, Anna. 2024. 320. S. 156 Tafeln, 15 PlĂ€ne, 2 Falttafeln, 1 Abb., 21 fb. Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0783-1 L, Reichert
200 Meter entfernt von dem ĂŒber 1300 Bestattungen umfassenden, vom spĂ€ten 5. bis ins spĂ€te 7. Jahrhundert belegten ReihengrĂ€berfeld Lauchheim Wasserfurche wurde von 1989 bis 2005 das 12 Hektar umfassende frĂŒh- und hochmittelalterliche Siedlungsareal von Mittelhofen ausgegraben. Am Ende der Merowingerzeit, in den Jahrzehnten um 700 n. Chr., hatte man dort auf den GrundstĂŒcken von sechs Gehöften in unmittelbarer Nachbarschaft der GebĂ€ude kleine Separatfriedhöfe fĂŒr deren Bewohner angelegt. An der unterschiedlich qualitĂ€tvollen und umfangreichen Ausstattung der GrĂ€ber lĂ€sst sich der Wohlstand und die Bedeutung der jeweiligen Gehöfte erkennen. In dem Katalogband werden diese 86 GrĂ€ber erstmals vollstĂ€ndig publiziert. Neben den Grabfunden, zu deren Highlights goldene Folienkreuze, Fibeln mit christlich zu interpretierenden Motiven, aus dem Mittelmeergebiet importiertes Bronzegeschirr und sogar ein komplettes Bett gehören, wurden dafĂŒr auch die zahlreichen organischen Auflagerungen an den FundstĂŒcken, die AufschlĂŒsse ĂŒber Kleidung und BegrĂ€bnisbrĂ€uche liefern, akribisch in Wort und Bild dokumentiert. Die GrĂ€ber von Mittelhofen vermitteln das Bild einer lĂ€ndlichen Dorfgemeinschaft in einer Umbruchzeit: Christliche Bestattungssymbolik trifft auf Zeugnisse von Waffengewalt, die ReprĂ€sentation von gesellschaftlichen Rollen bekommt in dieser letzten Phase von beigabenfĂŒhrenden GrĂ€bern außerhalb der Kirchhöfe neue Ausdrucksformen.
Der Band ergÀnzt die vierteilige Katalogreihe zum GrÀberfeld Wasserfurche und komplettiert, zusammen mit der 2024 erscheinenden Monographie Lauchheim III zu den Siedlungsbefunden und -funden von Mittelhofen sowie einem ebenfalls in Vorbereitung befindlichen Band zur Anthropologie und ArchÀozoologie die in diesem Umfang einmalige Befund- und Fundvorlage.
Auch ĂŒber die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Publikations- und Auswertungsprojekte hinaus, die jetzt ihren Abschluss finden, werden die Materialeditionen zu Lauchheim eine bedeutende und noch lange nicht ausgeschöpfte Ressource fĂŒr die FrĂŒhmittelalterforschung darstellen
Der ArchĂ€ologe und Wissenschaftsmanager Ludwig Curtius (1874?1954) als exemplarischer BildungsbĂŒrger. BeitrĂ€ge zur Geschichte der ArchĂ€ologie und der Altertumswissenschaften (5). Hirschfeld, Marius. 2024. 218. S. 2 Abb. 29,7 x 21 cm. EUR 59,00. ISBN: 978-3-7520-0794-7 L, Reichert
Die biographische Studie Marius Hirschfelds „Der ArchĂ€ologe und Wissenschaftsmanager Ludwig Curtius (1874–1954) als exemplarischer BildungsbĂŒrger“ setzt sich anhand der Vita des umtriebigen politischen ArchĂ€ologen Curtius mit dem Verhalten, der MentalitĂ€t und den Ideologien des (rechtsgerichteten) (Bildungs-)BĂŒrgertums zwischen Kaiserreich und frĂŒher Bundesrepublik auseinander.
Ludwig Curtius bildet dabei ein anschauliches Beispiel fĂŒr diese wirkmĂ€chtige Bevölkerungsgruppe, denn seine Sozialisation, sein Studium und sein Karrierebeginn fanden noch im Kaiserreich statt. Als politischen Mentor betrachtete er Friedrich Naumann, in dessen Nationalsozialem Verein er seine ersten politischen Schritte unternahm. Er meldete sich 1914 als 39-jĂ€hriger Professor begeistert freiwillig zum Kriegsdienst und erlebte als Artillerie- und Nachrichtenoffizier den gesamten Krieg. Die Weimarer Demokratie bezeichnete Curtius zeitlebens als „Irrtum wohlmeinender Theoretiker“. Er war politisch in der DNVP aktiv und erlebte das Ende der Republik als Direktor des DAI-Rom. Als „Deutschnationaler“ von den Nationalsozialisten 1937 vorzeitig in den Ruhestand gedrĂ€ngt, lehnte er sich in den Folgejahren teilweise an das Regime an und verlebte die Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in relativer Ruhe in Rom. Nach 1945 beteiligte er sich schließlich mit seiner Bestseller-Autobiographie „Deutsche und antike Welt“ am Selbstentschuldungsdiskurs der deutschen Nachkriegsgesellschaft.
Das BildungsbĂŒrgertum war eine der einflussreichsten Bevölkerungsgruppen im Deutschen Reich. Es bestimmte die gesellschaftlichen Diskurse und fĂŒhrte sie an. Dies blieb trotz aller Verwerfungen der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts und trotz des Narrativs vom eigenen Niedergang so. Lebenslange Bildung, der klassische humanistische Bildungskanon und die daraus resultierende Auffassung, eine „höhere Einsicht“ in die ZusammenhĂ€nge von Geschichte und Politik zu besitzen, waren die Konstanten, durch die es seine Wirkmacht entfaltete und seine gesellschaftliche Bedeutung legitimierte. Ludwig Curtius stand als UniversitĂ€tsprofessor fĂŒr Klassische ArchĂ€ologie, als Direktor des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts in Rom und als erfolgreicher Wissenschaftsmanager im Zentrum des BildungsbĂŒrgertums. Anhand seiner Vita werden das Verhalten, die Entwicklung, die Ideen und MentalitĂ€t dieser Bevölkerungsgruppe ĂŒber vier deutsche Staaten hinweg nachgezeichnet.
Das Maß ist die Wissenschaft. Gedenkschrift fĂŒr Hans Joachim Schalles. GrĂŒĂŸinger, Ralf; Schmitz, Dirk. 2024. 208. S. 29,7 x 21,5 cm. EUR 39,95. CHF 45,90 ISBN: 978-3-7319-1383-2 Michael Imhof
Die moderne ArchĂ€ologie hat viele Facetten. Das zeigt einmal mehr die Gedenkschrift fĂŒr Hans-Joachim Schalles, den Xantener Wissenschaftler und langjĂ€hrigen Museumsleiter.
ArchĂ€ologinnen und ArchĂ€ologen, die dem Verstorbenen eng verbunden waren, prĂ€sentieren eine rĂ€tselhafte Minerva, ausgewĂ€hlte Funde aus Ausgrabungen auf dem Gebiet der Colonia Ulpia Traiana (Xanten) und den jĂŒngst entdeckten Zierbeschlag einer römischen Schwertscheide aus den Niederlanden. Welche Funktion hatte ein geheimnisvoller Tunnel in der römischen Stadtmauer von Köln und was verbirgt sich hinter einer kleinen Gruppe römischer GrĂ€ber nördlich der Colonia? Wir erfahren Wissenswertes ĂŒber die AnfĂ€nge der Xantener Antikensammlung, Überraschendes zum Inhalt des mittelalterlichen Viktorschreins im Xantener Dom und lernen archĂ€ologische Ferienkurse kennen, die ArchĂ€ologen fĂŒr Lehrer im Deutschen Kaiserreich ausrichteten.
Die Gedenkschrift, die sich der ArchÀologie der römischen Provinz Niedergermanien, der Rezeptionsgeschichte und Bodendenkmalpflege widmet, ist ein Spiegelbild der vielfÀltigen Forschungsinteressen von Hans-Joachim Schalles.
Bericht der Römisch-Germanischen Kommission 101/102 (2020/2021)). Bericht der Römisch-Germanischen Kommission (101/102). Hrsg.: Römisch-Germanische Kommission des Deutschen ArchÀologischen Instituts. 2024. 640. S. zahlr. Abb. 27,6 x 20,2 cm. EUR 39,00. ISBN: 978-3-7861-2907-3 Gebr. Mann Verlag
Der »Bericht der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts« wird von der RGK herausgegeben und erscheint jĂ€hrlich. Der umfangreiche Band enthĂ€lt grĂ¶ĂŸere ForschungsĂŒberblicke zu laufenden und abgeschlossenen Grabungen von der Steinzeit bis ins frĂŒhe Mittelalter inklusive naturwissenschaftlicher BeitrĂ€ge und Tagungsberichte. Hinzu kommt der Jahresbericht der RGK.
Der archaische Heiligtumsbefund vom Taxiarchis-HĂŒgel in Didyma. Teilband 2: Das Fundmaterial aus den archaischen Kontexten des Taxiarchis-HĂŒgels, Teil 1. Didyma (III. 6). Ehrhardt, Norbert; Jeske, Olivia; Kaiser, Ivonne; Lölhöffel, Karoline; von Miller, Alexandra; Reichardt, Bettina. Hrsg.: Bumke, Helga. 2024. 1380. S. 2418 fb. Abb., 2691 Abb. 29,7 x 21 cm. 2 BĂ€nde (Bd 1: 604 S., Bd. 2: 776 S.). EUR 198,00. ISBN: 978-3-7520-0757-2 L, Reichert
Der â€șTaxiarchis-HĂŒgelâ€č in Didyma liegt etwa 200 m nordwestlich des Apollon-Tempels und ist der Fundort eines weitgehend ungestörten Befundes von Relikten aus einem archaischen Heiligtum, bei denen es sich mehrheitlich um Weihgaben handelt. Diese wurden hier in verschiedenen Phasen der archaischen Epoche abgelagert und traten besonders konzentriert in einer kompakten Brandschicht auf, die mit der Perserzerstörung verbunden werden kann. Dieser Heiligtumsbefund umfasst zahlreiche Fundobjekte verschiedenster Gattungen von hoher QualitĂ€t und ist fĂŒr unsere Kenntnis des archaischen Votivwesens Didymas von großer Relevanz, da es sich hier um den ersten ungestörten Befund dieser Art handelt.
Im zweiten Band der dreibĂ€ndigen Publikation wird die Fundkeramik vorgelegt, die erstmals einen reprĂ€sentativen Überblick ĂŒber das archaische Spektrum der lokalen und importierten Keramikgattungen Didymas gibt. Insbesondere die lokalen Gattungen sind hier in einem bislang unbekannten Variantenreichtum vertreten, der unsere Kenntnisse der ionischen Keramikproduktion auf eine neue Grundlage stellt. Nicht zuletzt gehören zum Befund zahlreiche GefĂ€ĂŸe und besondere GefĂ€ĂŸformen, deren Identifizierung als Kultkeramik die Rekonstruktion ritueller Praktiken erlaubt und einen wichtigen Beitrag fĂŒr die HeiligtumsarchĂ€ologie liefert. Das gilt auch fĂŒr die zahlreichen GefĂ€ĂŸe, die als Votive dargebracht wurden, finden sich unter diesen doch auch solche kultspezifischer Gattungen, die nicht in allen HeiligtĂŒmern vertreten sind und zumindest Hinweise auf die IdentitĂ€t der verehrten Gottheit zu geben vermögen. The â€șTaxiarchis Hillâ€č in Didyma is located about 200m northwest of the temple of Apollo and is the site of largely undisturbed features with finds from an Archaic sanctuary, most of which are votive offerings. These were deposited in different phases of the Archaic period and are particularly concentrated in a compact burnt layer that can be linked to the destruction by the Persians. The features include numerous high-quality finds of various types and are of great relevance for our knowledge of Archaic dedications in Didyma, since they are the first undisturbed finds of this kind recovered in this sanctuary. This second part of the three-volume publication presents the pottery found during the excavations, which for the first time gives an overview of the spectrum of local and imported Archaic pottery in Didyma. Local types are present in a hitherto unknown richness of variants, which gives our knowledge of Ionian pottery production a new basis. Furthermore, the identification of numerous vessels and special vessel forms as cult pottery allows the reconstruction of ritual practices and provides an important contribution to the archaeology of sanctuaries. This also applies to the numerous vessels that were offered as dedications, since they also include cult-specific types that are not represented in all sanctuaries. These assemblages can provide clues to the identity of the worshipped deity.
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