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Die St. Hedwig's-Kathedrale in Berlin

Die St. Hedwigs-Kathedrale - Bischofskirche des Erzbistums Berlin seit 1930 - geh├Ârt nicht nur zu den wenigen bedeutenden Kirchenbauten des 18. Jahrhunderts in Berlin, sie war auch die erste katholische Kirche, die in der Residenzstadt Friedrichs des Gro├čen nach der Reformation gebaut werden durfte. Die im Jahre 1773 geweihte St. Hedwigs-Kirche, ein eindrucksvoller klassizistischer Rundbau mit weit gespannter Kuppel und m├Ąchtigem ├╝bergiebelten S├Ąulenportikus, hatte von Anfang an einen zentralen Ort in der Mitte von Berlin. Sie ist Teil des Forum Fridericianum, jenes historischen Platzensembles mit Oper, Bibliothek und Universit├Ąt, das Friedrich der Gro├če von seinem Hofarchitekten G. W. von Knobelsdorff planen lie├č. Der K├Ânig hatte diesen Bau f├╝r die Katholiken im protestantischen Preu├čen aus politischen Erw├Ągungen heraus pers├Ânlich genehmigt und nahm auch Einfluss auf die anspruchsvolle Baugestalt der Kirche, die nach dem Vorbild des antiken Pantheon in Rom von Johann Boumann d.├ä. errichtet wurde.
Der im Zweiten Weltkrieg stark zerst├Ârte Bau ist von dem renommierten Architekten Hans Schwippert in den Jahren 1956-1963 neu gestaltet worden. Die sich im Wechsel der Zeiten wandelnde Ausstattung wird in ihrer kunstgeschichtlichen Bedeutung ebenso vorgestellt wie die Schatzkammer der Kathedrale. An der Wende zum Jahr 2000 lie├č das Erzbistum Berlin die Bischofskirche vom dem K├╝nstler G├╝nter Ries in einen blauen Lichtmantel setzen, der den Bauk├Ârper aus dem Dunkel der n├Ąchtlichen Stadtlandschaft hervorhob.
Die lange Planungs- und Baugeschichte von St. Hedwig erl├Ąutert detailliert und kenntnisreich, erg├Ąnzt mit ausf├╝hrlichem Quellenmaterial, die Kunsthistorikerin Christine Goetz, sie ist seit 1995 Kunstbeauftragte des Erzbistums Berlin. Die moderne innere Ausgestaltung sowie zahlreiche Objekte der Schatzkammer vom Mittelalter bis heute, werden ebenfalls mit hervorragender Sachkenntnis von Victor H. Elbern erl├Ąutert. Elbern studierte Philosophie, Theologie und Arch├Ąologie und war u.a. lange Jahre der Leiter der Fr├╝hchristlich-Byzantinischen Sammlung der Staatlichen Museen Berlin und Professor f├╝r Kunstgeschichte an der Freien Universit├Ąt.
Den Abschlu├č bilden neben einer Literaturauswahl noch zwei kleinere Beitr├Ąge zur Kirchenmusik sowie die Orgel von St. Hedwig. Die reiche Bebilderung der Ausf├╝hrungen mit historischen Darstellungen und brillianten Fotografien von Constantin Beyer lassen dieses Buch ├╝ber Jahre zu einer repr├Ąsentativen Monographie ├╝ber die St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin werden.
Gaby Buchholz
Goetz, Christina /Elbern, Victor H: Die St. Hedwigs-Kathedrale zu Berlin. Fotos v. Beyer, Constantin. Text v. Goetz, Christiane.Hrsg.: Metropolitankapitel. 2000. 128 S., 43 schw.-w. u. 50 farb. Abb. - 22,5 x 30,5 cm. 1000g. Ln DEM 49,80
ISBN 3-7954-1253-6   [Schnell & Steiner]
 
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