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WASMUTH & ZOHLEN

 
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Hotel Reichshof Hamburg. Ein großes Haus als BĂŒhne der Zeit. Keller, Nicole; Dautel, Julia; Schumacher, Oliver. Fotograf Schumacher, Oliver; Keller, Nicole; Beitr.: Dautel, Julia. 2015. Dtsch; Engl. 232 S. 250 meist fb. Abb. 20 x 26 cm. Halbleinen. EUR 35,00. ISBN: 978-3-8030-3376-5 WASMUTH & ZOHLEN
Das Hotel Reichshof Hamburg: Ein großes Haus erzĂ€hlt seine Geschichte und die der Menschen, die es geprĂ€gt haben. Noch heute zeugen Architektur und Innenausstattung von den mehr als 100 Jahren Hoteldesign. Als der Reichshof 2014 geschlossen wurde, gelang es den Autoren, ihn noch einmal zu dokumentieren. Mit liebevollem Blick zeigen ihre Bilder die große Ästhetik dieses Hauses, auch dort, wo das Leben bereits deutlich seine Spuren hinterlassen hatte. Sie stellen in lebendigen Portraits die Mitarbeiter des Reichshofs vor – deren Erinnerungen und Anekdoten erklĂ€ren die besondere Rolle, die dieses Hotel immer gespielt hat. Ein Ausblick am Ende des Buches zeigt, wie sich der sanierte Reichshof nach der Wiedereröffnung 2015 prĂ€sentiert. Wer die besondere Aura großer und geschichtstrĂ€chtiger europĂ€ischer Hotels schĂ€tzt, wird an diesem aufwendig gestalteten Buch großen Gefallen finden.
Hotel Reichshof Hamburg: A great house tells its story and that of the people who shaped it. The hotel architecture and interior decoration of 100 years ago are still in evidence. When Hotel Reichshof closed its doors in 2014, the authors of this publication managed to document it once more. Their affectionate photographs show the great aesthetic of this house even where life has left its marks. The authors vividly portrait employees whose memories and anecdotes explain the special role this hotel has always played. A prospect at the end of the book gives a glimpse of the newly renovated Reichshof after it reopened in 2015. Readers who cherish the special aura of historical European hotels will enjoy the lavish design of this book.
Ferdinand Kramer. Die Bauten / The Buildings of Ferdinand Kramer. Hrsg.: Voigt, Wolfgang / Sturm, Philipp / Cachola Schmal, Peter. Beitr.: Bindi, Julian; Dunkel, Enrico; Freigang, Christian; Kluge, Alexander; Kramer, Lore; Mosebach, Martin; Pehnt, Wolfgang; Quiring, Claudia; Schirren, Matthias; Sturm, Philipp; Voigt, Wolfgang; Wurm, Fabian. 2015. Dtsch/Engl 176 S., 306 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb. EUR 35,00 CHF 36,00 ISBN: 978-3-8030-0797-1 WASMUTH & ZOHLEN
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum Frankfurt bis 1. Mai 2016.
Den Architekten Ferdinand Kramer (1898–1985) kennt die Geschichte als ĂŒberragenden Entwerfer von Möbeln, GebrauchsgegenstĂ€nden und Bauten der funktionalistischen Moderne. Die Publikation „Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer“ widmet sich seiner Architektur. In den 1920er Jahren war er ein Mitarbeiter Ernst Mays im Projekt des „Neuen Frankfurt“ und emigrierte spĂ€ter in die Vereinigten Staaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Kramer zu den wenigen, die aus dem Exil die RĂŒckkehr in das nicht nur materiell, sondern auch geistig beschĂ€digte Deutschland wagten. Von Max Horkheimer gerufen, ĂŒbernahm er 1952 den Posten des Leiters des UniversitĂ€tsbauamts in seiner Heimatstadt Frankfurt. Nach dem Umzug der UniversitĂ€t von Bockenheim ins Westend werden nur wenige dieser Bauten ĂŒbrig bleiben, die als Symbolbauten des demokratischen Neubeginns gelten können.
History remembers the architect Ferdinand Kramer (1898–1985) as an extraordinary designer of furniture and articles of daily use as well as buildings of the functionalistic Modern. This book is dedicated to his architecture. In the 1920s Kramer was a coworker of Ernst May in the “Neue Frankfurt” project. He later emigrated to the United States. After World War II he was one of the few who risked return from exile to a Germany which was materially but also intellectually damaged. In 1952, summoned by Max Horkheimer, he assumed the position of Director of the University Building Authority in his home town of Frankfurt. Until 1964 he planned and built there numerous university buildings. After the university relocated from Bockenheim to Westend, only a few buildings will survive as symbols of the democratic new beginning in Germany.
Metope und Triglyphe. Neun Vorlesungen ĂŒber Architektur. Monestiroli, Antonio / Kölsch, Arend. 2015. 144 S., 35 Abb. 21 x 13 cm. Gb.EUR 12,80 CHF 13,20 ISBN: 978-3-8030-0931-9 WASMUTH & ZOHLEN
Antonio Monestiroli steht in der italienischen Tradition entwerfender und bauender Architekten, die zugleich als Architekturtheoretiker und Architekturlehrer Einfluss gewonnen haben. Es ist unerheblich, inwieweit sich seine Reputation mehr der Theorie, also seinen Schriften, oder der Praxis verdankt, zu der selbstverstĂ€ndlich neben seinen Bauten auch seine EntwĂŒrfe zĂ€hlen. Von Anfang an, etwa seit den 1970er Jahren, bilden bei ihm Theorie und Praxis eine Einheit: Geschriebenes, Entworfenes und Gebautes sind gleichgestellt und miteinander inhaltlich verwoben. Die Theorie stellt den gedanklichen Hintergrund vor, den die Praxis zur Anschauung bringt.
In neun Vorlesungen stellt Monestiroli eine rationale Entwurfstheorie vor, die von einer GegenĂŒberstellung verschiedener Architekturdefinitionen ĂŒber die Erfahrungen von Klassik und Moderne bis zur Frage des Stils in der Architektur und der Kunst reicht. Dabei sind seine Vorstellungen von Architektur und Stadt der Moderne verpflichtet. Die deutsche Erstveröffentlichung des Titels erscheint als 2. Band der Reihe „Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf stĂ€dtischer Architektur“.
Antonio Monestiroli, geboren 1940 in Mailand, schloss 1965 sein Architekturstudium am MailĂ€nder Polytechnikum bei Franco Albini ab. Ab 1970 lehrte er architektonische Komposition an der ArchitekturfakultĂ€t des MailĂ€nder Polytechnikums und ab 1997 an der FakultĂ€t Architettura Civile. Er unterrichtete an der ArchitekturfakultĂ€t Pescara und an der IUAV Venedig. 1979 war er Visiting Professor an der Syracuse University in New York, 2004 am Architekturdepartement der TU Delft. Von 1988 bis 1994 leitete er das Departement Progettazione dell’Architettura am MailĂ€nder Polytechnikum. Seit 1987 ist er Mitglied des Lehrkollegiums am Dottorato di Ricerca in Composizione architettonica mit Sitz an der IUAV Venedig. Von 2000 bis 2008 war er PrĂ€sident der FakultĂ€t Architettura Civile am MailĂ€nder Polytechnikum.
Opus moderne. Die Wand aus glatt geschaltem Sichtbeton. Zur Dichotomie von puristischer Ästhetik und artifizieller Herstellung, untersucht an exemplarischen Bauten von Le Corbusier, Louis Kahn und Tadao Ando. Lehnen, Martin. 2015. 200 S., 80 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. EUR 35,00 CHF 36,00 ISBN: 978-3-8030-0785-8 WASMUTH & ZOHLEN
Opus Moderne – mit der Schöpfung dieses Terminus fĂŒr die glatt geschalte Sichtbetonwand adelte Le Corbusier diese nur durch die Spuren ihrer Herstellung geprĂ€gte OberflĂ€che als die prototypische Baukonstruktion unserer Zeit und stellte sie gleichzeitig in einen jahrtausendealten architektonischen Diskurs. Die Publikation untersucht nun die kĂŒnstlerischen und technologischen UmstĂ€nde der Entstehung solcher FlĂ€chen am Beispiel dreier Ikonen des Betonbaus der Moderne: Le Corbusiers Carpenter Center for the Visual Arts, Kahns Salk Institute und Andos Langen Foundation.
Mit dem Wissen des Praktikers, der selbst weitreichende Erfahrungen in der Umsetzung eigener Sichtbeton-Projekte hat, unternimmt der Autor eine minutiöse Rekonstruktion der Planungs- und Herstellungsprozesse. Er verlĂ€sst sich dabei nicht allein auf allgemein zugĂ€ngliche Literatur und Archivmaterial, sondern weiß die Bauwerke selbst durch Anwendung bauarchĂ€ologischer Forschungsmethoden zum Sprechen zu bringen. DarĂŒber hinaus werden zahlreiche neue Quellen durch Interviews mit maßgeblichen Baubeteiligten erschlossen, deren Kenntnis der jeweiligen Bauprozesse systematisch ausgewertet wird. Mit diesem Ansatz gelingt es, die AbhĂ€ngigkeiten der wichtigsten ergebnisrelevanten Faktoren durch alle Schritte der Realisierung der jeweiligen Bauidee aufzuzeigen und die ebenso innovativen wie engagierten BeitrĂ€ge von Projektarchitekten, Bauingenieuren und Baufirmen herauszuarbeiten, ohne deren Zutun diese ob ihrer BetonqualitĂ€t so gefeierten Ikonen moderner Architektur nicht hĂ€tten entstehen können.
Lehnen zeigt auf, dass die von ihm untersuchten Meisterwerke – trotz der frappanten Ähnlichkeiten in der Ă€sthetischen Erscheinung der jeweiligen SichtbetonoberflĂ€chen – Produkte völlig unterschiedlicher baukĂŒnstlerischer Konzepte sind. Die Unterschiede sind vielfĂ€ltig und weitreichend – sie kulminieren in der divergierenden Behandlung von Fugen und Ankerlöchern, an der sich die architektonischen Weltbilder ihrer Entwerfer scheiden.
Der induktive Ansatz, der dieser Arbeit zugrunde liegt, erweist seine Bedeutsamkeit fĂŒr die Interpretation der Moderne, fĂŒr die der Diskurs zum VerhĂ€ltnis zwischen der Form und ihrer Herstellung ebenso zentral wie von Beginn an immanent ist.
Lotte Reiniger. Filmstills. Hrsg.: Blattner, Evamarie; Desinger, Bernd; Knop, Matthias; Ratzeburg, Wiebke. Beitr.: Blattner, Evamarie / Desinger, Bernd / Knop, Matthias. Engl./Dtsch. 108 S., 81 Abb. 22 x 21 cm. Pb. Wasmuth Verlag, TĂŒbingen 2015. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-8030-3377-2 WASMUTH & ZOHLEN
Als 1926 der Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von Lotte Reiniger seine Premiere in Berlin und Paris feierte, war der erste abendfĂŒllende Trickfilm der Filmgeschichte geschaffen, der bis heute nichts von seiner Faszination eingebĂŒĂŸt hat. Die 1899 in Berlin geborene KĂŒnstlerin verband damit ein bislang nicht erreichtes handwerkliches Können im Scherenschnitt, das eine bemerkenswerte PrĂ€zision auszeichnete, mit ihrem Interesse an den frĂŒhen Filmexperimenten.
Der vorliegende Band prĂ€sentiert Filmstills aus vier frĂŒhen Filmen: neben dem „Prinzen Ahmed“ aus „Ornament des verliebten Herzens“ (1919), „Aschenputtel“ (1922) und „Doktor Dolittle und seine Tiere“ (1927/28). Er zeichnet damit gleichzeitig die Entwicklung vom formal noch stark an den Jugendstil gebundenen, ornamental ausstaffierten Kurzfilm zu spielerischen, mĂ€rchenhaften ErzĂ€hlungen mit humorvollen, aber auch hochdramatischen Szenen nach. Wie groß ihr Witz und Ideenreichtum war, lassen die Stills gut erkennen.
Ein Kooperationsprojekt des Stadtmuseums TĂŒbingen, das den Nachlass Lotte Reinigers verwahrt, mit dem Filmmuseum DĂŒsseldorf und dem Ernst Wasmuth Verlag.
Ebenfalls Lieferbar: Lotte Reiniger. „Mit zaubernden HĂ€nden geboren“. Drei Scherenschnittfolgen; ISBN 978 3 8030 3352 9 (2010)
When the film “The Adventure of Prince Achmed“ by Lotte Reiniger celebrated its opening in Berlin und Paris in 1926, it became the first feature length animated film in cinema history. It has lost none of its fascination since then. Born in Berlin in 1899, the artist combined strikingly precise craftsmanship that was second to none in the cutting of silhouettes, with her interest in early film experiments.
This volume presents film stills from four films: in addition to “Prince Ahmed” “The Ornament of a Heart in Love” (1919), “Cinderella” (1922) and “Doctor Dolittle and His Animals” (1927/28). The stills show the development from short films which are still formally bound to the ornate ornamentation of Jugendstil, to playful, fairy-tale like stories with humorous, but also highly dramatic scenes. The stills provide convincing evidence for the scope of wit and wealth of ideas in the films. A cooperation project of the TĂŒbingen City Museum which administers the Lotte Reiniger estate, the Filmmuseum DĂŒsseldorf and the Ernst Wasmuth Verlag.
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Strada Nuova. Typologische Studien zur Architektur der Stadt Genua. Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf stÀdtischer Architektur (1). Hrsg.: Brenner, Klaus Theo; Schröder, Uwe; Beitr.: Brenner, Klaus Theo; Fera, Stefano; Ley, Karsten; Schröder, Uwe. 2015. 86 S. zahlr. teils fb. Abb. 21 x 13 cm. Pb. EUR 9,80. ISBN: 978-3-8030-0930-2 WASMUTH & ZOHLEN
Mit der thematischen Konzentration auf die Architektur der Stadt Genua, als Typus der europĂ€ischen Stadt, soll nicht nur ein Schwerpunkt der Lehre in Analyse und Entwurf herausgearbeitet werden. Vielmehr steht dahinter auch die These, dass der Architektur der Stadt als aktuellem Thema eine hervorragende Rolle zukommt, sowohl im historischen Kontext, wie auch zwischen Stadtraum und Stadthaus in entwurflicher Hinsicht. Genua mit seiner historisch aus der baulichen Anlage der Strada Nuova heraus gewachsenen Tipologia a Blocco, die die Stadtarchitektur ĂŒber mehr als 200 Jahre prĂ€gte und die in der Zeit nach 1945 mehr und mehr in Vergessenheit geriet, ist daher fĂŒr verschiedene Gruppen von Studierenden aus Aachen und Potsdam ĂŒber ein Jahr lang Entwurfsaufgabe gewesen. Auch vor dem Hintergrund, dass der heutige Begriff von moderner Architektur (wieder) eine Reflektion der Geschichte des Ortes sowie der Geschichte der Architektur unumgĂ€nglich voraussetzt.
Der Titel erscheint als 1. Band der Reihe „Materialien zu Geschichte, Theorie und Entwurf stĂ€dtischer Architektur“.
Black Bandits. 200 Jahre: #LĂŒtzow #Befreiungskriege #Napoleon #Waterloo. 2015. Wellmann, Marc. Hrsg.: Wellmann, Marc; Mitwirkung (sonst.): Schilling, Katharina; Wolff, Asja. 96 S. mit zahlr. teils fb. Abb. 24 x 20 cm. Pb. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3372-7 WASMUTH & ZOHLEN
Der Jahrestag der Schlacht von Waterloo (18. Juni 1815) dient dem Haus am LĂŒtzowplatz als Anlass fĂŒr die Auseinandersetzung mit Adolph von LĂŒtzow und dem nach ihm benannten Freikorps in Form einer Ausstellung zeitgenössischer KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler (24. April – 21. Juni 2015). Das unverzichtbare Katalogbuch beleuchtet eindringlich die historischen HintergrĂŒnde. Wer war dieser von LĂŒtzow, was verbindet sich mit seinem Namen? Eine hinter den Linien kĂ€mpfende Freiwilligeneinheit? Schwarze Uniformen und deutsche Flaggenfarben? KĂŒnstler und Intellektuelle im Kampf gegen Napoleon? Eine deutsche Jeanne de Arc?
Der preußische Krieg gegen Napoleon wird hier schlaglichtartig prĂ€sentiert, wobei das LĂŒtzowsche Freikorps, die Berliner Stadtgeschichte sowie Kunst und KĂŒnstler der Zeit im Mittelpunkt stehen: Angefangen bei Napoleons Besetzung Berlins, dem Beginn des Widerstandes in Deutschland, den AufstĂ€nden in anderen LĂ€ndern ĂŒber die Geschichte der Freikorps bis hin zu seinem Nachleben im kollektiven Bewusstsein des 19. und 20. Jahrhunderts.
Die Rezeptions- bzw. Wirkungsgeschichte glorifizierte seit dem spĂ€ten 19. Jahrhundert die Ereignisse unter immer stĂ€rker werdenden nationalistischen Gesichtspunkten. Zum Teil blutjunge Gymnasiasten und Studenten meldeten sich damals freiwillig zum Dienst bei den LĂŒtzowern. Sie trugen lange Haare und BĂ€rte, kleideten sich schwarz und kĂ€mpften fĂŒr Ideale, die tatsĂ€chlich nicht allein auf politische UnabhĂ€ngigkeit gerichtet waren, sondern in denen sich aufrechte patriotische Motive auch mit völkischen, xenophoben und leider immer wieder auch antisemitischen Impulsen als dunkle Vorboten des 20. Jahrhunderts vermischten. Unter einem anderen Blickwinkel, dem der frĂŒhen DDR, erschienen die LĂŒtzower wiederum als freiheitskĂ€mpfende Partisanen, deren "WaffenbrĂŒderschaft" mit russischen Kosaken als Modell fĂŒr eine damals aktuelle sozialistische Völkerfreundschaft diente.
Vor dem Hintergrund der PEGIDA-Demonstrationen und anderer nationalkonservativer und fremdenfeindlicher Tendenzen in Deutschland ist es angesagt, unser VerhĂ€ltnis zur Geschichte aus einer anderen Perspektive zu befragen. Und zwar genau in dem Sinne von Richard von WeizĂ€ckers Satz: "Wer aber vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind fĂŒr die Gegenwart."
Mit Werken von: Johannes Albers, Thomas Behling, Olivia Berckemeyer, John von Bergen, Marc Bijl, Norbert Bisky, Emmanuel Bornstein, Thorsten Brinkmann, Jeanno Gaussi, Axel Geis, Philip Grözinger, Ursus Haussmann, Uwe Henneken, Jenny Löbert, Jonathan Meese, Deimantas Narkevicius, Gerhard Richter, Römer + Römer.
Isa Dahl. 7° (Grad). 2015. Hrsg.: Sedler, Irmgard; Beitr.: Sedler, Irmgard. 84 S. 47 meist fb. Abb. 25 x 21 cm. Engl. Br. EUR 17,50. CHF 25,50 ISBN: 978-3-8030-3373-4 WASMUTH & ZOHLEN
Das Katalogbuch, das im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung im Museum der Stadt Kornwestheim im Kleihues-Bau entstand, vereint die bis dato noch nicht gezeigten oder aber veröffentlichten Werke aus den drei letzten Schaffensjahren der bekannten KĂŒnstlerin. Die Publikation vergegenwĂ€rtigt auf 84 Seiten (davon zwei Aufklappseiten) mit 50 Illustrationen und fotografischen Einblicken in die PrĂ€sentation einen unverkennbar eigenen Malstil, der in der Essenz den Prozess des Malens an sich thematisiert: Die GemĂ€lde zeigen eine lyrisch verdichtete Kunstwelt aus breiten oder aber zugespitzten Pinselbahnen, die sich auf den BildflĂ€chen zu rhythmisch-dynamischen Kompositionen verbinden. Es entsteht so ein wirkmĂ€chtiges Essay rund um Zeit, Raum, Licht, eine zeitgenössische Narration, sinnlich erzĂ€hlt mit den Mitteln der Malerei.
The richly illustrated and lavishly designed catalogue presents the intricate course of the exhibition and approaches the manifold, installational, graphical, and performative Ɠuvre of Kalin Lindena by comparisons with Oskar Schlemmer, Paul Scheerbart, Hilma af Klint, and Carl Gustav Jung as well as with StĂ©phane MallarmĂ©, Edgar Degas, or Paul ValĂ©ry in the comprehensive texts of Susanne Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart) and Lina Launhardt (author and independent curator, Berlin).
Kalin Lindena. 2015. Hrsg.: Malycha, Christian; Hrsg.: Kunstverein Reutlingen; Beitr.: Kaufmann, Susanne M.I.; Beitr.: Launhardt, Lina; Beitr.: Malycha, Christian; Maler: Lindena, Kalin; Mitwirkung (sonst.): Bax, Susanne. Dtsch/Engl. 64 S. 50 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. EUR 16,80. CHF 24,50 ISBN: 978-3-8030-3374-1 WASMUTH & ZOHLEN
Eigens fĂŒr Reutlingen hat Kalin Lindena (geb. 1977), jĂŒngst als Professorin an die Karlsruher Akademie berufen, einen choreografischen Parcours gestaltet, der den Kunstverein zum Schauplatz einer weitlĂ€ufigen Installation macht: mit halbtransparenten VorhĂ€ngen stattet sie 500 qm der lichten und freitragenden Halle aus und verwandelt diese in eine farbrauschende BĂŒhne.
Ausgang dafĂŒr ist Hans Jantzens am Kirchenfenster entwickelter Begriff der durchscheinenden oder „diaphanen Struktur“, der augenscheinlich macht, dass die farbige Durchlichtung, die in gotischen Buntglasfenstern oder eben in Lindenas Vorhangstoffen steckt, Innen- und Außenraum, das Nahe und das Ferne, Kunst und Lebenswelt, selbst Irdisches und Himmlisches als ein notwendig zusammengehöriges und sich wechselseitig erhellendes „Kontinuum“ in sich vereint.
Die AusstellungsflĂ€che wird so zu einem Auftrittsort: nicht allein fĂŒr Lindenas abstrakte Stahlplastiken, die sie mit filigran zeichnerischer Geste gibt und spielerisch verteilt an verschiedenen Stellen im Raum auftauchen lĂ€sst, sondern gerade auch fĂŒr uns. Schon beim Betreten der Ausstellungshalle befinden wir uns inmitten ihrer „Statisten“, so nennt sie diese Plastiken, die uns unmittelbar auffordern, die „statische“ Betrachterposition zu verlassen und auf der gegebenen RaumbĂŒhne selbst zu Protagonisten zu werden.
Denn in ihrer scheinbaren Statik greifen Lindenas Figuren ĂŒber sich hinaus, treten hinĂŒber in unsere DaseinssphĂ€re und laden uns ein, den Möglichkeitsraum, den die Ausstellung schafft, auf eigenen Wegen zu erkunden und unseren Ort darin zu finden.
Der reich illustrierte und großzĂŒgig gestaltete Katalog zeigt den ausschweifend weiten Ausstellungsparcours und nĂ€hert sich dem vielgestaltig installativen, zeichnerischen und performativen Schaffen von Kalin Lindena durch GegenĂŒberstellungen mit Oskar Schlemmer, Paul Scheerbart, Hilma af Klingt und Carl Gustav Jung sowie mit StĂ©phane MallarmĂ©, Edgar Degas oder Paul ValĂ©ry in den einsichtsvollen Texten von Susanne Kaufmann (Staatsgalerie Stuttgart), Lina Launhardt (Autorin und freie Kuratorin, Berlin).
Especially for Reutlingen Kalin Lindena (born 1977), appointed professor at the Karlsruhe Academy just recently, has created a choreographic course which turns the Kunstverein into the scene of an abundant installation: she provides it with semi-transparent curtains which transform 500 sqm of the bright and cantilever hall into a colour-glittering stage.
The vantage point for this is Hans Jantzen’s term of the translucent or “diaphane structure” which he formed surveying ecclesiastical glass-windows in order to demonstrate that the colourful translucence, inherent in the gothic stained glass windows or in Lindena’s very fabrics, unifies within itself interior and exterior space, the near and the far, art and life, even the mundane and the celestial as a necessarily associated and reciprocally elucidated “continuum”.
Thus, the exhibition space really turns it into a place of appearance: not only for Lindena’s abstract steel-sculptures, wielded with a delicately graphical gesture and playfully dispersed throughout the space, but most notably for us. As soon as we enter the exhibition hall we are amidst her “Statisten”, her “Extras” as she calls these sculptures, which immediately prompt us to abandon the “static” position of a beholder and become protagonists ourselves upon the stage of the given space.
In their alleged statics, Lindena’s figures extend beyond themselves, transgress into our sphere of being, and invite us to explore the space of possibilities her exhibition creates on our own paths and to attain our particular places amidst it.
Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre. 2015. Hrsg.: Köhler, Thomas; MĂŒller, Ursula; Berlinische Galerie; Beitr.: Buttlar, Adrian von; Flierl, Bruno; Frank, Hartmut; Heckmann, Anna Maria; Leinauer, Irma; Moos, Stanislaus von; MĂŒller, Ursula; Seehausen, Frank; Weilemann, Dirk. 208 S. 245 meist fb. Abb. 27 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0792-6 WASMUTH & ZOHLEN
Zerstört im Zweiten Weltkrieg und durch den Mauerbau geteilt, erlebte Berlin in den 1960er-Jahren einen wahrhaften Bauboom. BeflĂŒgelt von Aufbruchstimmung und Technikeuphorie entwarfen StĂ€dtebauer und Architekten radikal neue LebensrĂ€ume fĂŒr eine moderne Gesellschaft.
Oftmals zu Unrecht als inhuman und unansehnlich kritisiert, sind wichtige Zeugnisse dieser Bauepoche heute verschwunden, ĂŒberformt oder vom Abriss bedroht. Diese Publikation wirft erstmalig einen nĂ€heren Blick auf den Entstehungskontext, die formalen Aspekte und internationalen BezĂŒge der fĂŒr Ost- und West-Berlin entwickelten Bauten und Visionen.
Das Begleitbuch zur Ausstellung "Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre" in der Berlinischen Galerie, Berlin vom 29 Mai bis 26. Oktober 2015.
(For the English edition please see ISBN 978 3 8030 0793 3!)
STADT BAUEN 5. Deutscher StĂ€dtebaupreis 2014. 2015. Hrsg.: Durth, Werner; Deutsche Akademie fĂŒr StĂ€dtebau und Landesplanung. 128 S. zahlr. meist fb. Abb. 24 x 21 cm. EUR 32,00. CHF 42,90 ISBN: 978-3-8030-0796-4 WASMUTH & ZOHLEN
Der jĂŒngste Band der Reihe STADT BAUEN der Deutschen Akademie fĂŒr StĂ€dtebau und Landesplanung dokumentiert den Deutschen StĂ€dtebaupreis 2014 und zeigt erneut eine Leistungsbilanz der Stadtplanung in Deutschland in Reaktion auf aktuelle Probleme gesellschaftlichen Wandels.
Mit dem im Jahr 1979 ins Leben gerufenen Preis werden in der Bundesrepublik Deutschland realisierte stĂ€dtebaulicher Projekte prĂ€miert, die sich durch nachhaltige und innovative BeitrĂ€ge zur Stadtentwicklung im stĂ€dtischen und lĂ€ndlichen Kontext auszeichnen. Der Preis wird in zwei Sparten vergeben: Neben dem “klassischen“ StĂ€dtebaupreis außerdem ein Sonderpreis, der der Akzentuierung besonders dringlicher aktueller Handlungsfelder im StĂ€dtebau und in der Stadtplanung dient und fĂŒr das Jahr 2014 unter dem Titel „Neue Wege in der Stadt“ integrative und zukunftsweisende AnsĂ€tze bei der VerknĂŒpfung von weiterentwickelten Verkehrsarten mit neuen RaumqualitĂ€ten und MobilitĂ€tssystemen zum Thema hatte.
PreistrÀger Deutscher StÀdtebaupreis 2014:
IBA Weltquartier, Hamburg-Wilhelmsburg. IBA Hamburg GmbH
Hofstatt, Stadthaus Sendlinger Straße, MĂŒnchen. Meili, Peter GmbH
Auszeichnungen:
Gartenstadt Drewitz, Postdam-Drewitz. Projektkommunikation Hagenau GmbH
Schilde-Park, Bad Hersfeld. Wette + KĂŒneke Landschaftsarchitekten
Neue Ortsmitte Wettstetten. Bembé Dellinger Architekten und Stadtplaner GmbH
PreistrÀger Sonderpreis 2014:
Neugestaltung Fischmarkt, Erfurt. StadtplanungsbĂŒro Wilke
Auszeichnungen:
Park am Gleisdreieck, Berlin. Partner Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten
Ausbau Goethe- und Germaniastraße, Kassel. Planungsgemeinschaft Landschaft + Freiraum
Timeless City Architecture. Collage Eglise Coppia. 2015. Brenner, Klaus Theo. 204 S. zahlr. meist fb. Abb. 26 x 20 cm. EUR 42,00. CHF 43,20 ISBN: 978-3-8030-0791-9 WASMUTH & ZOHLEN
Das Leitthema dieses Buches ist die ins Bild gesetzte Frage nach der Verwertbarkeit historischer Vorbilder fĂŒr die moderne Stadtarchitektur. Dabei spielt die „Collage“ die Rolle der Provokation im Sinne von Verfremdung und Inbesitznahme von ins Nostalgische tendierenden historischen Stadtbildern. „Eglise“ ist eine geradezu berauschende Bildersammlung französischer Stadtkirchen als Fallbeispiel zum Thema Stadt-Objekt-Objekt-Stadt und die „Coppie“ zeigen die Beziehung zwischen aktuellen Bauten aus dem BĂŒro „Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur“ und historischen Monumenten im Sinne einer Übereinstimmung in essentiellen Elementen der Baugestalt, dies verbunden mit der These, dass die moderne Architektur bei aller Klarheit und gestalterischen IdentitĂ€t als Stadthaus und, ohne eine stilistische Kopie zu sein, im historisch gewachsenen Kosmos der Stadtarchitektur beheimatet ist. Dieser Kosmos der Stadtarchitektur ist, und das ist das Ergebnis dieser Entwurfsrecherche, fĂŒr Kenner nicht nur historisch zeitĂŒbergreifend und umfasst mehr als 2.000 Jahre Stadtbaugeschichte, er ist auch international. Die gute Stadt mit ihren elementaren Eigenschaften ist ein internationales KulturphĂ€nomen.
Nach „Urban Space“ (ISBN 978 3 8030 0768 1) legt Klaus Theo Brenner mit diesem Buch eine weitere spannende Analyse des Stadtraumes an Hand eines umfangreichen Bildmaterials vor.
ArchÀologischer Anzeiger 2014/2. Zeitschrift des Deutschen ArchÀologischen Instituts, Zentrale Berlin, 2. Halbband 2014. Hrsg.: Deutsches ArchÀologisches Institut, Zentrale Berlin; Dally, Ortwin; Fless, Friederike. 2015. 230S. 28 x 21 cm. 337 meist fb. Abb. EUR 38,00. CHF 50,90. ISBN: 978-3-8030-2353-7 WASMUTH & ZOHLEN
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg.: Deutsches ArchÀologisches Institut, Abteilung Istanbul; Bachmann, Martin; Pirson, Felix. 2015. Dtsch/Engl. 264S. 26 x 19 cm. 99 teils fb. Abb. EUR 24,90. CHF 35,50. ISBN: 978-3-8030-1655-3 WASMUTH & ZOHLEN
Schmuck als urbaner Prozess. KĂŒnstlerische Handlungen im stĂ€dtischen Raum. Dokumentation eines Forschungsprojekts / Artistic Interventions in Urban Space. Documentation of a Research Project. Hrsg.: Holder, Elisabeth; Schillig, Gabi. Beitr.: Anna, Susanne; Dorner, Willi; Drohsel, Karsten Michael; Holder, Elisabeth; Maas, Barbara; Oyama, Yuka; Schillig, Gabi; Tang, Rennie K. Dtsch/Engl. 2015. 400 S., zahlr. meist fb. Abb. 21 x 15 cm, Engl.Br. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0784-1 WASMUTH & ZOHLEN
Seit 2012 kooperieren das Stadtmuseum Landeshauptstadt DĂŒsseldorf und der Fachbereich Design der Fachhochschule DĂŒsseldorf im Rahmen eines gemeinsamen Forschungs- und Ausstellungsprojekts. Unter dem Titel „Schmuck als urbaner Prozess“ wurden die Ergebnisse in einer Ausstellung prĂ€sentiert und liegen hiermit nun auch in Buchform vor.
Studierende untersuchten angeleitet von den Professorinnen Elisabeth Holder und Gabi Schillig in Seminaren und Kursen verschiedene Erscheinungsformen von Schmuck im urbanen Raum. Gestalterische und kĂŒnstlerische Experimente haben zu neuen, die gewohnten Definitionen von Schmuck ĂŒberschreitenden, auf den Stadtraum bezogenen Objekten, performativen Systemen, Aktionen, temporĂ€ren oder permanenten Installationen und Interventionen gefĂŒhrt. Die konzeptionelle Struktur der Ausstellung bildet ein breites und vielfĂ€ltiges Spektrum der entwickelten kĂŒnstlerische Prozesse ab, die den Stadtraum auf unterschiedliche Weise transformieren.
Die entstandenen Konzepte reichen von ortsunabhĂ€ngigen Gestaltungen, die in den Kategorien Material und Inspiration zusammen gefasst sind, bis hin zu ortsspezifischen und ortsbezogenen Formen der Interaktion mit ausgewĂ€hlten Orten und Situationen, die den Kategorien Exploration, BĂŒhne, Anlass und Aufforderung zugeordnet sind. Alle Projekte sind verbunden durch eine analytische und prozesshafte Untersuchung des DĂŒsseldorfer Stadtraums, sowie durch eine experimentelle Vorgehensweise und vielfĂ€ltige mediale Dokumentation der entstandenen Arbeiten. Durch sie wird unsere Wahrnehmung des stĂ€dtischen Raums verĂ€ndert und neue urbane RĂ€ume der Interaktion und Partizipation geschaffen.
"Schmuck als urbaner Prozess" is a research and exhibition project initiated in 2012 by the Design Department of the DĂŒsseldorf University of Applied Sciences and the Stadtmuseum of the City of DĂŒsseldorf, the capital city of the State of North Rhine-Westphalia. Under the same title, the results were shown in an exhibition and are now presented in this book. In various seminars and courses and under the guidance of Professors Elisabeth Holder and Gabi Schillig, students explored the different manifestations of jewellery or adornment in urban space. The creative and artistic experiments led to new objects, performative systems, actions, temporary or permanent installations and interventions that are based on urban space and transcend the definition of jewellery. The conceptual structure of the exhibition is a broad and diverse range of developed artistic processes that transform the urban space in different ways.
The concepts presented in the exhibition range from site-unspecific designs that fall under the categories of Material and Inspiration, to site-specific and site-related forms of interaction with selected places and situations that are sorted in the categories of Exploration, Stage, Occasion, and Invitation. All the projects are linked by an analytical and process-oriented exploration of the DĂŒsseldorf cityscape, as well as by an experimental approach and diverse media documentation of the resulting works. Through them, our perception of urban space is changed and new urban spaces of interaction and participation are created.
"Schmuck”, the German term for jewellery, denotes many forms of adornment and decoration that greatly differ from what we normally understand as jewellery.
Richard Neutra. Möbel / Richard Neutra. Furniture. Der Körper und die Sinne / The body and senses. Lamprecht, Barbara. Hrsg.: VS Vereinigte Spezialmöbelfabriken, Tauberbischofsheim; Vorwort von MĂŒller, Thomas. 2015. Dtsch/Engl. 92 S. 65 z.T. fb. Abb. 29 x 21 cm. Engl.Br. EUR 19,80. CHF 28,50 ISBN: 978-3-8030-3217-1 WASMUTH & ZOHLEN
Mit seinen lichtdurchfluteten HĂ€usern prĂ€gte Richard J. Neutra (1892–1970) – Amerikaner mit österreichischen Wurzeln – die kalifornische modernistische Architekturszene und wurde damit zu einem der wichtigsten Vertreter in der modernen Architekturhistorie. Ganz anders als bei seinen Zeitgenossen, wie z.B. Aalto, Breuer, Jacobsen and ProuvĂ©, blieben jedoch Neutras MöbelentwĂŒrfe lange Zeit weitgehend unbeachtet. Wieder ins allgemeine Bewusstsein gebracht, wurden sie erst, als Dion Neutra – Sohn und zugleich Firmenpartner – die EntwĂŒrfe seines Vaters in Kooperation mit der Spezialmöbelfabrik VS nachzubauen begann.
In vorliegender Publikation untersucht Barbara Lamprecht ausfĂŒhrlich diesen Werkkomplex Neutras. Bezugnehmend auf die originalen Zeichnungen und PatentplĂ€ne erlĂ€utert die Autorin die Details der MöbelstĂŒcke, zeigt aber darĂŒber hinaus, dass Neutras eigentliches Interesse darauf abzielte, fĂŒr seine Kunden eine ausgewogene Wohnlandschaft zu kreieren, eben inklusive der Möbel. SĂ€mtliche Elemente – Möbel, Licht, GebĂ€ude, umgebende Natur und die weitere Landschaft – sollten ein Gesamtkunstwerk ergeben, von Neutra „Sensorium“ bzw. „Seelenanker“ genannt.
With his houses flooded with light Austria-American architect Richard J. Neutra (1892–1970) shaped the scene of Californian Modernism. From there he rose to be one of the most influential names in the history of modern architecture, but in contrast to his peers – like Aalto, Breuer, Jacobsen and ProuvĂ© – Neutra’s work on furniture designs has long been undiscovered. Author Barbara Lamprecht fills a gap with studying the extensive but little known furniture range by Neutra that had faded into obscurity for a long time, until Dion Neutra, Neutra’s son and architectural partner, started the work on the designs with German manufacturer VS. Referring to the original sketches and patent drawings the author focuses the details of the furniture designs and gives the bigger picture in showing how Neutra intended to create balanced environments for his clients, including furniture. Each element: furniture, lighting, building, nature and landscape, all worked together as a Gesamtwerk to create a “sensorium,” a “soul anchorage” as Neutra called the environments.
AXEL TEICHMANN. KOORDINATEN. Hrsg.: Sedler, Irmgard; Beitr.: Baumann, Claus; Sedler, Irmgard. 2015. Dtsch/Engl. 96 S. 79 meist fb. Abb. 28 x 22 cm. Gb. EUR 28,00. CHF 38,50 ISBN: 978-3-8030-3370-3 WASMUTH & ZOHLEN
Axel Teichmann thematisiert in seiner Arbeit „Technik“ und „Technologisierung des Lebens“ in einer rĂ€tselhaften, fĂŒr Interpretationen offenen Art. Technische Artefakte prĂ€sentieren sich in seinem OEuvre in einer antiquiert anmutenden Weise: Angestrengt oder gar ĂŒberfordert wirkende Personen sind zwischen diesen Erzeugnissen eingespannt dargestellt – zwischen Schöpfungen, die im vorigen Jahrhundert noch fĂŒr Innovation standen, inzwischen aber ein lĂ€ngst Vergangenes reprĂ€sentieren. Entsprechend antiquiert scheint die Wahl seiner kĂŒnstlerischen Ausdrucksmittel zu sein, jedenfalls im Vergleich zu zeitgenössischer digitaler Kunst. Doch gerade die Distanz, die dadurch geschaffen wird, ist eine der StĂ€rken von Teichmanns Werken: Sie erzeugt Raum fĂŒr Reflexionen. So scheinen beispielsweise die skulpturalen Werke von Menschen, die sich in niedrigpixelgraphischer Darstellung nahezu auflösen, kritisch auf unsere digitalisierte Welt anzuspielen.
Bekanntlich macht erst eine interpretative Auseinandersetzung Kunst zu einer lebendigen. Die Koordinaten dafĂŒr sind in Teichmanns Werken in großartiger Weise gegeben.
The main theme of Axel Teichmann‘s work is “technology” and the “technologisation of life” in a mysterious form, that is also open for interpretation. Technical artifacts represent themselves in his oeuvre in a seemingly antiquated way: Straining or even overwhelmed acting persons are shown clamped between technical artifacts – between artifacts that once stood for innovation in the last century but now represent a distant past. At first glance his choice of artistic expression seems to be oldfashioned, at least compared to contemporary digital art. But it is precisely this distance that is created by one of the strengths of Teichmann‘s works: It creates space for reflection. Thus, for example, the sculptural depictions of people, that seem to dissolve in low-pixel graphic display, allude to criticism of our digitized world.
As it is generally known – only an interpretive discussion brings art to life. The coordinates for that are given by Teichmann®s works in an excellent way.
Der entfesselte Blick. The Unfettered Gaze. Die BrĂŒder Rasch und ihre Impulse fĂŒr die moderne Architektur. The Rasch Brothers and their Influence on Modern Architecture. Hrsg.: Marta Herford gGmbH; Vorwort von Leuschel, Klaus; NachtigĂ€ller, Roland; Beitr.: Adam, Hubertus; BruchhĂ€user, Axel; Kirsch, Karin; Leuschel, Klaus; Ludwig, Annette; MĂĄ?el, Otakar; Marzona, Egidio; NachtigĂ€ller, Roland; Stolz, Katharina; StĂŒrzebecher, Jörg. 2014. Dtsch/Engl. 240 S. meist fb. Abb. 29 x 23 cm. Pb. EUR 39,80. CHF 52,90 ISBN: 978-3-8030-0780-3 WASMUTH & ZOHLEN
Als Architekten, Möbeldesigner, Typografen und Buchgestalter arbeiteten Heinz (1902–1996) und Bodo Rasch (1903–1995) zwischen 1926 und 1930 in einer höchst kreativen Arbeitsgemeinschaft zusammen. Nicht zuletzt als frĂŒhe "Netzwerker" und visionĂ€r denkende Ideengeber entwickelten die BrĂŒder Rasch eine FĂŒlle von Projekten, die sie mit einem Schlag auf Augenhöhe der Protagonisten des "Neuen Bauens" brachten.
Ihre frĂŒhen HĂ€ngehĂ€user und kĂŒhnen Ideen zu modularen oder auch luftgefĂŒllten Haus-Konstruktionen sind einzigartig in der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts. Besonders mit ihren HĂ€ngehĂ€usern setzten die BrĂŒder Rasch einen unverwechselbaren Maßstab, deren Spuren sich in den folgenden Architektengenerationen weiterverfolgen lassen. Eine exquisite Auswahl des FrĂŒhwerks aus dem MoMA in New York und dem CCA in Montreal steht dabei im Zentrum der Publikation, die fokussierte Einblicke in die Zusammenarbeit der BrĂŒder eröffnet.
ErgĂ€nzt werden diese durch Container-, HĂ€nge- und pneumatische Architekturen von ĂŒber 20 renommierten ArchitekturbĂŒros wie etwa Archigram, Egon Eiermann, Foster + Partners, COOP HIMMELB(L)AU, Bertrand Goldberg, Kengo Kuma u.a., die das hohe kreative Potential der BrĂŒder Rasch in einem neuen Licht erscheinen lassen.
Mit Michael Beutler, Erika Hock, Luka Fineisen, Ernesto Neto und Martin Pfeifle entdecken außerdem fĂŒnf zeitgenössische KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler auf aktuelle Weise die inspirierenden Momente der BrĂŒder Rasch und stiften mit ihren Werken neue Beziehungen zwischen vergangenen Ideen und zukĂŒnftigen Visionen.
Die Stadt und ihre Geschichte. Utopien und Modelle und was aus ihnen wurde. Jonas, Carsten. 2014. 448 S. zahlr. Abb., 22 x 17 cm, Pb. EUR 29,80 CHF 40,90 ISBN: 978-3-8030-0765-0 WASMUTH & ZOHLEN
Diese Geschichte des StĂ€dtebaus – von seinen AnfĂ€ngen und der griechisch-römischen Antike bis in heutige Tage – stellt die Frage nach den in den jeweiligen Epochen vorhandenen stadtplanerischen und stĂ€dtebaulichen Leitbildern in den Mittelpunkt: nach Utopien, Modellen und Ordnungsvorstellungen. Solche Leitbilder werden an der Wirklichkeit gemessen: ob und inwieweit es zu Realisierungen kam, die, wenn vorhanden, exemplarisch genauer beschrieben werden. Ab dem 19. Jahrhundert konzentriert sich die Untersuchung nahezu ausschließlich, doch detailliert auf den deutschsprachigen Kulturraum, wĂ€hrend sie fĂŒr die Zeiten davor – wenn auch eher ĂŒberblicksartig – darĂŒber hinausgeht.
Nicht nur im – abgesehen von eschatologischen Vorstellungen – weitgehend leitbildlosen Mittelalter gab es Phasen, in denen fĂŒr Stadtplanung und StĂ€dtebau bestenfalls begrenzte Ordnungsvorstellungen existierten, so vom Beginn des Barocks mit seinem Hang zu Symmetrie und AxialitĂ€t ĂŒber die Zeit des Klassizismus mit seiner Vorliebe fĂŒr ausgewogene Asymmetrien bis hin zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Renaissance war dagegen eine Zeit der „aktiven Leitbilder“: solchen, die offensiv und ohne den bestehenden StĂ€dten nennenswerte Beachtung zu schenken, zu – vermeintlich – völlig neuen stadtplanerischen oder stĂ€dtebaulichen Ufern riefen. Auch die Modelle im Deutschland der 1960er Jahre ließen den Bestand gedanklich beiseite, an dessen Stelle sie geometrisch-anorganische bzw. biologistisch-organische, jedenfalls richtungslose Strukturen setzen wollten. "Reaktive Leitbilder" wie z.B. in der Zeit um 1900 oder die Utopien und Modelle der spĂ€ten 1920er Jahre, die teilweise Ende der 1960er Jahre wiederaufgegriffen wurden, gingen dagegen – bei aller dezidierter Kritik – von den vorhandenen StĂ€dten aus, die es zu reformieren galt. Vielleicht weil die Umsetzung hĂ€ufig den Erwartungen nicht entsprach, wird in Deutschland derzeit wieder auf – vor allem stadtplanerisch funktions- und stĂ€dtebaulich formlastige – Leitbilder verzichtet.
Geometriken. HĂŒckler, Alfred. 2014. 128 S. zahlr. fb. Abb. 26 x 19 cm. Engl. Br. EUR 38,80. CHF 51,90 ISBN: 978-3-8030-3216-4 WASMUTH & ZOHLEN
Geometriken sind geometrische Konstrukte, die ausgeprĂ€gt Ă€sthetisch wirken: im Sinne der Konstruktiv-konkreten Kunst als reine Selbstdarstellungen geometrischer Möglichkeiten. Sie entstehen, indem gefundene und erfundene einfache geometrische Grundmotive mit bekannten oder erdachten Vorgehensweisen behandelt werden. Alfred HĂŒcklers Kreationen zeigen, "wie schön Logik sein kann" und wirken "wie Ikonen des einundzwanzigsten Jahrhunderts" (Otto Patzelt). Die Freude darĂŒber soll dieses Buch exemplarisch vermitteln. Das geschieht durch Grafiken, die sich anhand von vier besonders ergiebigen und einfachen EntwurfsansĂ€tzen herausgebildet haben. Warum die Geometriken im Zusammenhang mit Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte entstanden sind, wird im Textteil geklĂ€rt, diesen abschließend erlĂ€utert Klaus Lehmann, wann Geometrie Kunst wird.
Alfred HĂŒckler konzipierte, entwarf, konstruierte und gestaltete von 1954 bis 1975 technische GerĂ€te in der Industrie und betrieb seit 1962 bis 1990 Forschungen und weiterbildende Maßnahmen unterschiedlicher Art, um Konstruktion und Formgestaltung zu verbinden. So wurde er 1970 an die Kunsthochschule Berlin-Weißensee berufen, um das Studium im Produktdesign auf diesen unauflösbaren Zusammenhang praktisch und theoretisch auszurichten. Hinzu kamen 1978 die Designgeometrie als eigenstĂ€ndiges Lehrgebiet und seit 1981 Erkundungen zur Ästhetik der Sachverhalte, die der Autor, Professor fĂŒr Designgrundlagen, Entwerfen und Produktlehre, ĂŒber seine Emeritierung 1996 hinaus bis heute weiterfĂŒhrte. Dabei entstandene Geometriken als u.a. Grafiken und Skulpturen zeigte er mehrfach in Einzelausstellungen zur Konstruktiv-konkreten Kunst. Einige befinden sich in Museen und öffentlichen Sammlungen. Von 1991 bis 1996 war er zugleich Rektor der Kunsthochschule Weißensee, Hochschule fĂŒr Gestaltung.
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