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WASMUTH & ZOHLEN

 
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Gunther Klosinski. Unter Wegs und Abseits. Fotografien, Aphorismen, Gedichte. EinfĂŒhrung: Christoph Fasel. 2016. 160 S., 68 fb. Abb., 29 x 26 cm. Gb. EUR 35,00 ISBN: 978-3-8030-3384-0 WASMUTH & ZOHLEN
In diesem Band veröffentlicht Gunther Klosinski Fotos von "unterwegs", gewagte Blicke, grenzĂŒberschreitend, eingefangen auf unbekannten Wegen ins Neuland, auf Pfaden abseits des Mainstreams, Begegnungen mit Ungewohntem, Befremdlichem, mit unsagbar Schönem, aber auch Konfrontationen mit bedrĂŒckenden Erlebnissen, die betroffen machen und unter die Haut gehen. Es sind Momentaufnahmen, zu kleinen Ewigkeiten geronnen, die etwas von Spiegelbildern an sich haben, die zu Metaphern unserer Lebensreise werden, unseres Lebenswegs, der uns mit Menschen zusammenbringt, die so ganz anders und doch Ă€hnlich wie wir selbst sind. Den Fotos beigeordnet sind Aphorismen bzw. Epigramme und Gedichte, gedacht, um Assoziationen, welche die Bilder hervorrufen, zu erweitern, zu vertiefen – im Sinne eines "Addendum", einer Zugabe.
Moisej J. Ginzburg, Ignatij F. Milinis: Narkomfin, Moscow 1928–1930. Hrsg.: Udovički-Selb. Beitr.: Danilo; Khmelnitsky, Dmitry; Paperny, Vladimir. Engl. 2016. 192 S., 115 Abb duoton, 80 fb. Abb. 30 PlĂ€ne. 22 x 30 cm. Pb. EUR 29,80 CHF 30,70 ISBN: 978-3-8030-0788-9 WASMUTH & ZOHLEN
Der sechste Band der OŽNeil Ford Monograph-Reihe, herausgegeben vom Center for American Architecture and Design (CAAD) und dem OŽNeil Ford Chair in Architecture an der University of Texas at Austin. Jede dieser Monografien in englischer Sprache analysiert ein wichtiges Bauwerk moderner Architektur in fundierten Essays und an Hand von zahlreichen Fotos, Originalskizzen und PlÀnen. Die schön aufgemachten BÀnde ermöglichen so dem Leser ein ausgesprochen detailliertes Studium ausgesuchter architektonischer Werke.
The House of the Narkomfin was built, or better, "Montage" – as the Constructivist Moisej J. Ginzburg (1896–1946) preferred to call it – between 1928 and 1931. It is therefore contemporaneous with Le Corbusier®s Villa Savoye, as well as with Le Corbusier®s visit to Moscow. On a superficial level, they both share a common aesthetic that in France was nicknamed "le style paquebot," while the Narkomfin was soon called the "The Steamer," or even the "Agit-Steamer" in a symbolic reference to the boats of the Agit-Prop movement that carried the message of the Revolution along the rivers of the Soviet Union.
On a deeper level, the Narkomfin is more than a housing block with a recognizable style. It is the converging point of the history of Constructivism. It is the most sophisticated expression of a "social condenser," in Ginzburg®s words, where purposefully reassembled functional spaces are given an active role in transforming everyday social life. Echoing the Russian Formalist method of analytic editing, like the cinematic "montage of attractions" – to use Eisenstein®s expression – it stems from reconfigured semantic series of the notion of traditional abode, intended to transform everyday life – the "byt." In this sense, the Narkomfin – a building without precedent – is more than a symbol; it is, in a nutshell, the very program of Constructivism. It is also the zenith of five years of intensive experimentation under Soviet Russian government sponsorship, from 1926 and 1930, with new ways of dwelling, boasting emancipatory social relationships for women in particular.
Intended for the working class, these industrialized dwelling types sought ways to raise numbers without sacrificing quality. Widely transcending the confines of Soviet architectural practice itself, the Narkomfin anticipated by twenty years Le CorbusierÂŽs own experimental housing block in Marseille, which resulted directly from his visit to Moscow in 1928.
The Narkomfin was also the last building GinzburgÂŽs Society of Contemporary Architects (OSA) built with its team of brilliant young professionals, trained at the VHUTEMAS (the Soviet "BAUHAUS"), Mihail BarĆĄč in the first place. The 1930 Bolshevik Central Committee decree condemned the experimentation as "phantasies that would alienate people from the very idea of Socialism." The effort was now seen, under StalinÂŽs "Revolution from above," as diverting resources from the main goal of the 1928 Five-Year-Plan, aimed exclusively at rapid industrialization of the country. "Temporary" wooden barracks, lacking essential living amenities, supplanted in a permanent way OSAÂŽs innovative drive for affordable ways to raise the living standards of all, eliminating in the first the plague of shared apartments. GinzburgÂŽs resistance to the new trend, known as Socialist Realism, resulted however as late as 1938, in a sanatorium at Kislovodsk (the Caucasus) with front façades designed in the "Novecento" style to elude censorship. Hidden behind the sanatorium’s main façades – the only likely to be photographed – were tangible quotations of Le CorbusierÂŽs, Mies van der RoheÂŽs, and GropiusÂŽ architecture, including fragments of his own Narkomfin.
Die MĂŒnzstĂ€tte Damaskus von den Umayyaden bis zu den Mongolen. ca. 660-1260 AD. IVb1 Bilad aĆĄ-Ć am II. Hrsg.: Forschungsstelle fĂŒr Islamische Numismatik, Orientalisches Seminar der UniversitĂ€t TĂŒbingen. Bearb.: Lutz Ilisch. 2016. 78 S., 28 MĂŒnztafeln. 29 x 38 cm. Pb. EUR 59,00 ISBN: 978-3-8030-1104-6 WASMUTH & ZOHLEN
In Damaskus lag nicht nur zur Zeit der hier residierenden Umayyadenkalifen die zentrale MĂŒnzstĂ€tte des Islamischen Reichs, denn spĂ€ter ließen die europĂ€ischen Silberimporte infolge der mit den KreuzzĂŒgen angeknĂŒpften Handelsbeziehungen nach Europa die Damaszener SilberwĂ€hrung eine Verbreitung bis nach Anatolien und in den Iran hinein finden. Daneben lĂ€sst die MĂŒnzprĂ€gung das Auf und Ab der nach der GrĂŒndung von Baghdad an den Rand gedrĂ€ngten syrischen Hauptstadt verfolgen. Musste man bisher den Eindruck haben, dass die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt in den schwierigen Zeiten zwischen dem ersten Kreuzzug und der GrĂŒndung des Ayyubidenreichs unter Saladin auch zu einem RĂŒckgang der Geldwirtschaft gefĂŒhrt haben mochte, können hier erstmals kontinuierliche MĂŒnzreihen des seldschukischen Teilreichs von Damaskus vorgelegt werden. FĂŒr die nahöstliche ArchĂ€ologie ist der Band von Nutzen, weil die im Fundgut weit verbreiteten, meist undatierten umayyadischen und frĂŒhabbasidischen KupfermĂŒnzen des 8. Jahrhunderts hier durch die systematische Beobachtung von ÜberprĂ€gungen chronologisch geordnet und datiert werden.
Myths of Malawi. Ein Dialog in Bildern.Hrsg.: Kristina Heide. Grußworte: Christiane Bertels-Heering, Michael B. Kamphambe-Nkhoma, Johannes Scharlau. Texte: Kristina Heide, Klaus Hess. 2015. 118 S., 80 fb. Abb. 21 x 21 cm. Pb. EUR 14,80 ISBN: 978-3-8030-3378-9 WASMUTH & ZOHLEN
Der Ausstellungskatalog "MYTHS OF MALAWI – Ein Dialog in Bildern" fasst die Ergebnisse des Kunst- und Ausstellungsprojektes "Myths of Malawi – Malawian German Art Symposium" zusammen, das im April 2015 in Blantyre, Malawi stattfand. Weitere Ausstellungsorte sind Lilongwe, Hamburg, Berlin, Hannover und TĂŒbingen. Das Projekt wird seit Mai 2014 von Ellis Tayamika Singano, malawischer KĂŒnstler und Dr. Kristina Heide (Kris Heide), deutsche Kunsthistorikerin und KĂŒnstlerin entwickelt und betreut.
Ziel des Projektes ist es, durch den RĂŒckgriff auf die Mythen Malawis an eine prĂ€koloniale malawische IdentitĂ€t heranzutreten. Im Diskurs mit aktuellen, kĂŒnstlerischen Positionen Malawis und Deutschlands wird ein authentisches, zeitgemĂ€ĂŸes und selbstbewusstes Bild der heutigen Kultur Malawis gezeichnet.
Ein Meisterwerk des Empire.Das Palais Beauharnais in Paris. Beitr. Beyer, Andreas, Bonnte, Xavier; Ebeling, Jörg; Gady, Alexandre; Gaethgens, Thomas W.; Kirchner, Thomas, Krosigk, Klaus-Henning von; Leben, Ulrich; Lemeux-Fraitot, Sidonie. Fotos: Hammond, Francis. 2016. 348 S. zahlr. fb. Abb. 35 x 27 cm. EUR 128,00 CHF 131,60 ISBN: 978-3-8030-0814-5 WASMUTH & ZOHLEN
Das Palais Beauharnais, eines der schönsten StadtpalĂ€ste von Paris, ist seit zwei Jahrhunderten der bedeutendste Ort der deutsch-französischen Beziehungen. 1713 vom Architekt Germain Boffrand auf dem linken Seineufer errichtet, wurde das GebĂ€ude 1803 von EugĂšne de Beauharnais erworben. Gemeinsam mit seiner Mutter, der Kaiserin JosĂ©phine, ließ er seinen Palast von den bedeutendsten KĂŒnstlern und Kunsthandwerkern im Stil des frĂŒhen Empire ausstatten. 1818 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. gekauft, diente das GebĂ€ude zunĂ€chst als preußische Gesandtschaft, dann Botschaft. Seit 1968 beherbergt es die Residenz der Deutschen Botschafter in Paris. Als Ergebnis von mehr als zehn Jahren Forschungs- und Restaurierungsarbeit bietet dieser Band erstmals eine umfangreich dokumentierte Schilderung der Geschichtedes Bauwerks, seiner Bewohner und der herausragenden Raumausstattungen aus der Zeit Napoleons, die es zu einem Meisterwerk des Empirestils machen.
Mit BeitrĂ€gen von Andreas Beyer (Ordinarius fĂŒr Kunstgeschichte der Neuzeit an der UniversitĂ€t Basel), Xavier Bonnet (Kunsthistoriker, Polsterer, Restaurator), Jörg Ebeling (Wissenschaftlicher Abteilungsleiter am Deutschen Forum fĂŒr Kunstgeschichte Paris), Alexandre Gady (Professor fĂŒr Architekturgeschichte der Neuzeit an der UniversitĂ€t Paris-Sorbonne), Thomas W. Gaehtgens (Direktor des Getty Research Institute Los Angeles), Thomas Kirchner (Direktor des Deutschen Forums fĂŒr Kunstgeschichte Paris), Klaus-Henning von Krosigk (Gartenhistoriker und ehemaliger Gartenbaudirektor im Landesdenkmalamt Berlin), Ulrich Leben (Wissenschaftlicher Kurator in Waddesdon Manor, The Rothschild Collection), Sidonie Lemeux-Fraitot (Verantwortlich fĂŒr die Sammlung des MusĂ©e Girodet, Montargis), Hans Ottomeyer (Kunsthistoriker und ehemaliger PrĂ€sident der Stiftung Deutsches Historisches Museum in Berlin), Frank-Walter Steinmeier (Bundesminister des AuswĂ€rtigen)
Robert Schmidt 1869–1934. Stadtbaumeister in Essen und Landesplaner im Ruhrgebiet. Petz, Ursula von. 2016. 240 S., 38 Abb. 22 x 17 cm. Pb. EUR 24,80 CHF 25,50 ISBN: 978-3-8030-0790-2 WASMUTH & ZOHLEN
Robert Schmidt (1869–1934) veröffentlichte 1912 seine berĂŒhmt gewordene "Denkschrift" zur rĂ€umlichen Ordnung des Ruhrgebiets. Diese Schrift veranlasste die BĂŒrgermeister der StĂ€dte in der Region, 1919 den "Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk" ins Leben zu rufen. Von 1920 bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1932 war Schmidt Direktor dieser ersten regionalen Planungsgemeinschaft in Europa. In diesen Jahren stand das Ruhrgebiet, nicht zuletzt in der Folge der Vereinbarungen des Versailler Vertrags, vor großen Herausforderungen, die nur durch eine intensivere Koordination der StĂ€dte im Kohlenrevier bewĂ€ltigt werden konnten.
Schon frĂŒh hatte sich Schmidt dafĂŒr eingesetzt, die unkoordinierte rĂ€umliche Entwicklung der Region in geordnete Bahnen zu lenken und GrĂŒnrĂ€ume fĂŒr die arbeitende Bevölkerung zu sichern. Anregungen dazu erhielt er wĂ€hrend seiner langjĂ€hrigen TĂ€tigkeit in der Kommunalverwaltung der Stadt Essen. Sie machte ihn mit Entwicklungen im Ausland, insbesondere in den USA und in England, vertraut, die 1910 in den drei StĂ€dtebau-Ausstellungen in Berlin, DĂŒsseldorf und London prĂ€sentiert wurden. Seine praktische, doch immer auch visionĂ€re TĂ€tigkeit im Ruhrgebiet machte Schmidt auch im Ausland zu einer hoch geschĂ€tzten AutoritĂ€t. Erst zwei Generationen spĂ€ter wurde 1968 an der UniversitĂ€t Dortmund die erste deutsche FakultĂ€t fĂŒr Raumplanung gegrĂŒndet. Damit fand sein Anliegen endlich auch akademische Anerkennung.
Der zukunftsweisende "Siedlungsverband Ruhrkohlenbezirk" existiert unter dem verÀnderten Namen "Regionalverband Ruhr" noch heute.
Zeit Stadt Wert. Werke von Erik Sturm. Beitr.: Bischoff, André, Haist, Iris: Kaufmann, Susanne; Littmann, Pia, Malycha, Christian; Hrsg. Haist, Iris: Lange Christiane. 2016. 108 S. 54 meist fb. Abb. 25 x 18 cm. Pb. EUR 24,00 ISBN: 978-3-8030-3383-3 WASMUTH & ZOHLEN
"Stuttgart 21" verheißt einen "schnelleren", "smarteren", "saubereren" Bahnhof und soll damit als ein Synonym fĂŒr die funktionierende Stadt der Zukunft gelten. Die Stadt ist immer ein Ort des Verkehrs, etwa der Menschen, der GĂŒter oder des Geldes. Erik Sturm betrachtet die Dinge, nachdem sie ihre Funktion im Verkehr und in der stĂ€dtischen Kommunikation verloren haben. Diese Ă€sthetisch komplexen GegenstĂ€nde machen Stadtgeschichte auf neue Weise sinnlich erfahrbar.
Erik Sturm ist durch seine kĂŒnstlerische Auseinandersetzung mit den Randerscheinungen des Umbaus der Stadt bekannt geworden: Er geht auf Materialsuche an Baustellen, AbrisshĂ€usern, arbeitet mit untauglich gewordenen Stadtmöbeln wie beispielsweise PlakatsĂ€ulen, mit Bauwerkzeugen oder mit Feinstaubablagerungen auf FensterbĂ€nken. Mit seiner aus diesen Ablagerungen sowie Leim und Wasser selbst hergestellten "Staubfarbe Neckartorschwarz" macht Sturm die ansonsten unsichtbaren Feinstaubpartikel sichtbar.
Erik Sturm wurde kĂŒrzlich als einer der PreistrĂ€ger des Kunstförderpreises der Evangelischen Landeskirche in WĂŒrttemberg ausgezeichnet. Die Publikation erscheint zu seiner ersten Einzelausstellung im Hospitalhof Stuttgart.
Ernst Zinsser in Hannover. ArchitekturZeit. Möller, Hartmut . Vorwort: Auffarth, Sid. 2016.113 S., 104 fb. Abb. 18 x 29 cm. Gb. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-8030-0813-8 WASMUTH & ZOHLEN
Ernst Zinsser zĂ€hlt zweifellos zu den bedeutenden Vertretern der Nachkriegsmoderne Deutschlands. Aufgrund dĂŒrftiger medialer PrĂ€senz steht er jedoch zu Unrecht im Schatten seiner damaligen Berufskollegen – wie beispielsweise Friedrich Wilhelm Kraemer oder Dieter Oesterlen.
Der Diplom-Ingenieur Hartmut Möller entwickelte schon vor geraumer Zeit ein besonderes Faible fĂŒr die Architektur dieses herausragenden Baumeisters und beschĂ€ftigt sich bei wachsender Begeisterung mit dessen Werk. Als Chronist zur aktuellen Situation hat er im Laufe der vergangenen Monate zeitgenössische Fotos der GebĂ€ude angefertigt. WĂ€hrend des Prozesses ergaben sich Kontakte zu diversen derzeitigen EigentĂŒmern bzw. Nutzern, die im Wissen um die baukĂŒnstlerische QualitĂ€t auch seltene Einsichten ins Innenleben dieser Architekturperlen erlaubten. Die im Rahmen der ArchitekturZeit 2016 entstandene Ausstellung versteht sich als Hommage an einen Planer, der das Stadtbild Hannovers in den 50er-Jahren entschieden geprĂ€gt hat und somit auch heute eine angemessene WĂŒrdigung verdient. Sie fokussiert sich auf sieben Bauwerke und zeigt diese in Gesamtansichten, Fassadendetails und Innenraumbilder mit besonderer Charakteristik.
Die ergĂ€nzende Begleitpublikation deckt als Katalog zudem umfassend den vollstĂ€ndigen, noch erhaltenen – bisweilen stark umgebauten – Bestand aus Zinssers lokalem Oeuvre ab. Aus RĂŒcksicht auf die PrivatsphĂ€re wurde auf eine Dokumentation der Wohn- und ReihenhĂ€user verzichtet. MehrfamilienhĂ€user und GeschĂ€ftsbauten, die im laufenden Verkehr stehen, bilden hierbei Ausnahmen. Die unglaubliche FĂŒlle zeigt dabei Ernst Zinssers Tatendrang und VirtuositĂ€t in den unterschiedlichsten Bauaufgaben auf engstem Raum, wie sie vermutlich selten zu finden sein dĂŒrfte.
Der Autor: Hartmut Möller, 1975 geboren. Architekturstudium in Oldenburg und Praxissemester bei SITE / James Wines in New York. 2002 Mitorganisation der Ausstellung „Die Moderne als Modell“ im Horst-Janssen-Museum, Oldenburg. 2003 Redaktionspraktikum bei der db – deutsche bauzeitung. Diverse Zeitschriften- und Buchpublikationen. Lebt und arbeitet seit 2005 in Hannover.
Die Basilika am Kalekapi in Herakleia Perinthos. Bericht ĂŒber die Ausgrabungen von 1992–2010 in Marmara Ereglisi. Istanbuler Forschungen (55). Westphalen, Stephan. Mitwirkung (sonst.) Asgari, Nusin; Isin, Akuf; ÖztĂŒrk, Önder; Beitr.: Böhlendorf-Arslan, Beate; Demirel, E. Arzu; Rasch, JĂŒrgen J. 2016. 256 S. 335 z.T. fb. Abb. u. 4 Falttafeln . 30 x 21 cm. Leinen. EUR 33,00. ISBN: 978-3-8030-1776-5 WASMUTH & ZOHLEN
(ISSN 0723-4333) WĂ€hrend der langjĂ€hrigen Ausgrabungen in Marmara Ereglisi wurde mit der Basilika am Kalekapi und einem Abschnitt der unmittelbar benachbarten Stadtmauer ein architektonisches Ensemble des 5. Jahrhunderts freigelegt. Es ist in einer Zeit entstanden, als das antike Herakleia Perinthos Hauptstadt der spĂ€tantiken Provinz Europa und ĂŒber das Marmarameer und die "Via Egnatia" an die Fernhandelswege angebunden war. Die NĂ€he zu Konstantinopel macht sich in allen architektonischen Details bemerkbar, die in diesem Bericht neben Fragen nach der Metrologie und Bautechnik in ihrer ungewöhnlich reich erhaltenen MaterialitĂ€t ausfĂŒhrlich behandelt werden. Die InnenwĂ€nde waren mit Marmor, Stuck und Mosaik verkleidet, und die Seitenschiffe besaßen bemalte Decken. Besondere Beachtung verdienen jedoch die Mosaikböden, die sich in den Seitenschiffen und Atriumshallen großflĂ€chig erhalten haben.
Mit der Zerstörung der Basilika begann eine Phase der Nachnutzung, in der im Atrium eine Kapelle mit einem "opus sectile"-Boden eingebaut wurde. Über das Areal erstreckte sich ein Friedhof. Aus rund 70 GrĂ€bern wurden Skelette von rund 150 Individuen geborgen und anthropologisch untersucht. Keramik und Kleinfunde werden hier zum ersten Mal fĂŒr eine byzantinische Siedlung im tĂŒrkischen Teil Thrakiens in einer reprĂ€sentativen Auswahl vorgelegt. Ihre Auswertung ergab, dass die ersten Bestattungen im spĂ€ten 6. oder frĂŒhen 7. Jahrhundert erfolgten und das Areal im Lauf des 13. Jahrhunderts aufgegeben wurde.
Der Kuppelbau von Centcelles. Neue Forschungen zu einem enigmatischen Denkmal von Weltrang. Iberia Archaeologi 21). Hrsg.: Deutsches ArchÀologisches Institut, Abteilung Madrid; Hrsg.: Arbeiter, Achim; Korol, Dieter. 2016. 404 S. zahlr. meist fb.Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 99,90. ISBN: 978-3-8030-0242-6 WASMUTH & ZOHLEN
Seit den spĂ€ten 1950er Jahren befasste sich das DAI Madrid mit der bei Tarragona gelegenen spĂ€tantiken Villa von Centcelles und ihrem Kuppelmosaik, dem Ă€ltesten uns heute zu Gebote stehenden Werk seiner Art mit christlichem Bildgut (4. Jh.). Geleitet wurden die Arbeiten von H. Schlunk, maßgeblich beteiligt waren Th. Hauschild (Grabungen, Baugeschichte) und E. Hawkins (Konsolidierung der schwer geschĂ€digten Mosaiken). Wichtige Ergebnisse waren die denkmalgerechte PrĂ€sentation des Bildschmucks sowie eine erste große Veröffentlichung aus dem Jahr 1988.
Ein 2006 von MĂŒnster und Göttingen aus initiiertes Projekt hat sich erneut dem ganzen Villenkomplex gewidmet, aber naturgemĂ€ĂŸ den Dekor des großen Kuppelsaals wieder in den Mittelpunkt gestellt: Über den WĂ€nden mit ihren Malereiresten bietet das Mosaik der ĂŒber 10 m durchmessenden HemisphĂ€re in konzentrischen Ringen einen Jagdfries, einen Zyklus christlicher Bilder, eine wechselnde Folge von Jahreszeiten und prĂ€chtigen "Kathedra-Szenen" sowie im goldenen "Himmelsmedaillon" die Reste einer Figurengruppierung. Hinsichtlich der Gesamtdeutung haben bisher in der Forschung vor allem drei Lesarten miteinander
Elfenbeinstudien. Faszikel 3: Elefanten und Elfenbein auf der Iberischen Halbinsel und in Nordwestafrika. InterdisziplinÀre Studien zu Austauschsystemen im 3. und der ersten HÀlfte des 2. Jahrtausends v. Chr. ; Iberia Archaeologi(16/3). Schuhmacher, Th. X.. Hrsg.: Deutsches ArchÀologisches Institut, Abteilung Madrid ; Beitr.: Banerjee, A.; Dindorf, W.; Enzmann, F.; Mikdad, A.; Reischmann, Th.; Sastri, Ch.; Sauvage, Th.; Schwarz, J.-O.. 2016. 282 S. 58 Textabb. u. 6 Tafeln. 30 x 21 cm. Gb. EUR 64,00. ISBN: 978-3-8030-0243-3 WASMUTH & ZOHLEN
Der vorliegende Band stellt den dritten Faszikel von Iberia Archaeologica 16 zum Thema Elfenbeinforschungen dar. Nach der Publikation der Akten der in Alicante abgehaltenen Tagung zu Elfenbein in Faszikel 1 und der Monographie zu Elfenbeinobjekten der Kupferzeit und der FrĂŒhen Bronzezeit der Iberischen Halbinsel mit Faszikel 2 werden nun als letzter Teil des interdisziplinĂ€ren DFG-Projekts, das ĂŒber einen Zeitraum von insgesamt sechs Jahren an der Madrider Abteilung des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts in Madrid verfolgt wurde, die vom Neolithikum bis in die Bronzezeit datierenden Elfenbeinobjekte des Maghreb vorgelegt. Die Arbeit enthĂ€lt neben dem Katalog der behandelten StĂŒcke einen ausfĂŒhrlichen naturwissenschaftlichen Teil, in dem die mittels vielfĂ€ltiger Analysemethoden an Elfenbeinobjekten der Iberischen Halbinsel und des Maghreb gewonnenen Ergebnisse vorgelegt werden.
Ziel der Arbeit war es, die Routen des Imports von afrikanischem Elfenbein auf die Iberische Halbinsel und den im Gegenzug in Richtung Maghreb ablaufenden Austausch als ein konkretes Fallbeispiel der gesamten sich im 3. und der ersten HĂ€lfte des 2. Jahrtausends vor Christus im westlichen Mittelmeerraum abspielenden Austauschbeziehungen zu klĂ€ren. Dies erfolgt ĂŒber die Analyse der Fundkontexte, den typologischen Vergleich der aus Elfenbein gefertigten FundgegenstĂ€nde mit ihren möglichen Vorbildern und mittels der Kombination dieser Resultate mit den naturwissenschaftlichen Untersuchungen zur Bestimmung der Art und der geographischen Herkunft des Rohelfenbeins.
DarĂŒber hinaus werden in dem Band mit der Betrachtung der Objekte aus Elfenbein, die eine zum Ende des Neolithikums erstmals auftretende Innovation darstellen, auch Hinweise auf die Entstehung, die sozialen Ausdrucksformen und die Aktionsradien von chalkolithischen und frĂŒhbronzezeitlichen Eliten beleuchtet.
Der Tatenbericht des Yita‘’amar Watar bin Yakrubmalik aus Sinwah (Jemen). Zur Geschichte SĂŒdarabiens im frĂŒhen 1. Jahrtausend vor Christus. Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel (7). Nebes, Norbert. Hrsg.: Deutsches ArchĂ€ologisches Institut, Orient-Abteilung; Hrsg.: Nebes, Norbert; Beitr.: Gerlach, Iris; Schnelle, Mike. 2016. 152 S. 76 meist fb. Abb. 30 x 21 cm. Gb. EUR 25,00. ISBN: 978-3-8030-2203-5 WASMUTH & ZOHLEN
(ISSN 1437-6571) Die bei den Grabungen des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts im Almaqah-Tempel von Ṣirwaḥ (Jemen) freigelegte Monumentalinschrift des sabĂ€ischen Herrschers YitaÂŽÂŽamar Watar gehört zu den bedeutendsten Schriftzeugnissen, die wir von der Arabischen Halbinsel aus dem 1. Jahrtausend v. Chr. besitzen. Die hier vorgelegte Editio princeps gibt einen ausfĂŒhrlichen philologischen, historischen und geographischen Kommentar. In Verbindung mit der großen, nur wenige Jahrzehnte spĂ€ter entstandenen Inschrift des KaribÂŽil Watar und anderer Texte aus dem zeitlichen Umkreis kann ein historisches Szenario entworfen werden, welches die SabĂ€er nicht nur als den machtpolitischen Ordnungsfaktor im sĂŒdarabischen KrĂ€ftespiel aufzeigt, sondern auch neue RĂŒckschlĂŒsse auf die Konstitution des sabĂ€ischen Gemeinwesens im 8. und 7. Jahrhundert v. Chr. erlaubt. In einem ergĂ€nzenden Beitrag stellen Iris Gerlach und Mike Schnelle den Inschriftenstein in seinen archĂ€ologischen und bauhistorischen Kontext und weisen seine Bedeutung innerhalb der Kultinstallation des Heiligtums nach.
Regionalistische Strategien in der Architektur GraubĂŒndens. von 1900 bis in die Gegenwart. Fischer, Ulrike. 2016. 280 S. 134 Abb. u. einem 24-seitigen fb. Bildessay. 27 x 20 cm. Engl. Br. EUR 45,00. ISBN: 978-3-8030-0810-7 WASMUTH & ZOHLEN
Es sind die sichtbaren BezĂŒge und die erkennbaren, von regionaler Baukultur bis in die Gegenwart geprĂ€gten Orte, die im grĂ¶ĂŸer werdenden Spannungsfeld zwischen Globalisierung und regionaler IdentitĂ€t eine neue Bedeutung gewinnen. Regionale Baukultur ist aber keine Frage des Stils, sondern bedeutet im weitesten Sinne eine gesellschaftliche und kulturelle Haltung, die sich des Kapitals der Region bewusst und empfangsbereit fĂŒr regionale wie globale Prozesse ist. Denn erst im Spannungsfeld zwischen dem Eigenen und dem Fremden und in dem Bewusstsein, dass die unterschiedlichen Werte des Neuen und des Alten als Entwicklungspotential zu verstehen sind, kann eine Architektur entstehen, die, mit dem Ort verbunden, zur Erhaltung und FortfĂŒhrung kultureller IdentitĂ€t beitrĂ€gt.
Im Fokus dieses Buches steht die Untersuchung regionalistischer Tendenzen in der Architektur GraubĂŒndens, die in wiederkehrenden Phasen von 1900 bis in die Gegenwart deutlich werden. Wie zwischen 1905 und 1914 in der "Heimatschutzarchitektur" Nicolaus Hartmanns, Otto SchĂ€fers und Martin Rischs, nach 1945 in Bauwerken der Architekten Iachen Könz, Bruno Giacometti und Rudolf Olgiati und aktuell unter anderem in der Architektur Peter Zumthors und Gion A. Caminadas. AusgewĂ€hlte Bauwerke dieser Architekten, die beispielhaft fĂŒr eine Architektur stehen, die an regionale Baukultur anknĂŒpft, werden im jeweiligen gesellschaftlichen, historischen, geografischen und kulturellen Kontext analysiert und gewertet. Gerade die neueren Bauwerke der international bekannten Architekten Zumthor und Caminada haben in den letzten drei Jahrzehnten GraubĂŒnden der Architekturszene bekannt gemacht. So steht die Region auch fĂŒr eine Architektur, der es gelingt an alte Traditionen anzuknĂŒpfen, ohne sentimental zu werden und ins Folkloristische abzudriften.
ArchÀologischer Anzeiger / 2015/1. Hrsg.: Dtsches ArchÀologisches Institut, Zentrale Berlin; Fless, Friedericke; Rummel, Philipp von. 2015. 250 S. 271 meist fb. Abb. 28 x 21 cm. Gb. EUR 40,00. ISBN: 978-3-8030-2354-4 WASMUTH & ZOHLEN
Der "ArchĂ€ologische Anzeiger" (ISSN 0003-8105) ist seit 1889 eines der wichtigsten Publikationsorgane der deutschsprachigen und internationalen archĂ€ologischen Forschung. Die traditionsreiche Zeitschrift wird heute in zwei HalbbĂ€nden pro Jahrgang herausgebracht. Ab Jahrgang 2013 fĂŒhrt der Wasmuth Verlag die Zeitschrift in seinem Programm.
Im „ArchĂ€ologischen Anzeiger“ werden sowohl KurzbeitrĂ€ge zu aktuellen Forschungen als auch Berichte ĂŒber Grabungsprojekte des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts (DAI) sowie von Fachkollegen weltweit publiziert, hinzu kommt Wissenswertes aus dem DAI. SchwerpunktmĂ€ĂŸig informiert die Zeitschrift ĂŒber Themen aus dem Mittelmeerraum von der Vorgeschichte bis in die SpĂ€tantike, aber auch ĂŒber Projekte außerhalb des Kernbereichs der Alten Welt. Gedruckt wird die Publikation durchgĂ€ngig in Farbe.
Inhalt des 1. Halbbandes 2015:
Hans Lohmann: Ein verkannter mykenischer Dreifußkessel in den Staatlichen Museen zu Berlin – Judith Barringer: The Changing Image of Zeus in Olympia – Klaus Herrmann, Maria Sipsi, Karlheinz Schaldach: FrĂŒhe Arachnen. Über die AnfĂ€nge der Zeitmessung in Griechenland – FELDFORSCHUNGSBERICHTE: Andreas Schachner: Die Ausgrabungen in Boğazköy-HattuĆĄa 2014. Mit BeitrĂ€gen von Meltem Doğan-Alparslan, Dominique KrĂŒger, Sven KĂŒhn, Katharina Rusch, Daniel Schwemer und Harald StĂŒmpel – Helga Bumke, Jan Breder, Ivonne Kaiser, Bettina Reichardt, Ulf Weber: Didyma. Bericht ĂŒber die Arbeiten der Jahre 2010–2013. Mit BeitrĂ€gen von Maike Kohnert und Georg Pantelidis – Philipp Niewöhner: Die SĂŒdstadtthermen von Milet. Vom kaiserzeitlichen Baderundgang zum byzantinischen Doppelbad. Mit BeitrĂ€gen von Joachim Gorecki und Alice Waldner und unter Mitarbeit von Duygu Göçmen und Christina Klein
Theodor Fischer. Die Stuttgarter Jahre. Hajdu, Rose / HeißenbĂŒttel, Dietrich / Hajdu, Rose. 200. S., zahlr. fb. Abb. 27 x 24 cm, Gb. EUR 35,00 CHF 46,90 ISBN: 978-3-8030-0795-7 WASMUTH & ZOHLEN
Die Publikation „Theodor Fischer. Die Stuttgarter Jahre“ will das Werk des bedeutenden deutschen Architekten und StĂ€dtebauers in der Periode seiner grĂ¶ĂŸten Wirksamkeit wieder ins Bewusstsein rĂŒcken und auf seine AktualitĂ€t befragen. In der frĂŒhen Moderne, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gab es kaum einen einflussreicheren Architekten als Theodor Fischer. Keiner hat so schnell alle neuen Entwicklungen der Zeit, von der Gartenstadtbewegung bis zum englischen Landhaus, das neue Material Stahlbeton, die Kirchen- und Schulreform aufgegriffen, eigenstĂ€ndig verarbeitet, aber auch ganz eigene Impulse gesetzt. Als „eigentlicher Erzieher einer ganzen Architektengeneration“ (Fritz Schumacher) hat er die frĂŒhe Entwicklung der Moderne wie kein anderer Baumeister geprĂ€gt. Zu seinen SchĂŒlern gehörten nicht nur die Architekten der „Stuttgarter Schule“, unter anderem Paul Bonatz und Martin Elsaesser, sondern auch eminente Vertreter der Moderne wie Bruno Taut, Ernst May, Erich Mendelsohn oder Hugo HĂ€ring.
Die Stuttgarter Jahre
: 1901 kam Theodor Fischer nach Stuttgart. Es war der Beginn seiner LehrtĂ€tigkeit und fĂŒr seine Entwicklung als Architekt die fruchtbarste Zeit, nachdem er zuvor schon als Stadtplaner in MĂŒnchen die Leitlinien entwickelt hatte, nach denen sich die bayrische Landeshauptstadt im nĂ€chsten halben Jahrhundert entfalten sollte. Mit fast jedem neuen Bau schlĂ€gt der Architekt in seiner Stuttgarter Zeit neue Seiten auf. Im Gegensatz zur vorangegangenen historistischen Architektur, aber auch zum Jugendstil, der ihm als bloß dekorativ nicht ausreicht, plant Fischer, von den jeweiligen Anforderungen ausgehend, immer von Grund auf neu: In Gaggstatt gelangt er zu einer völlig neuen Organisation des Kirchenraums. Die Heusteigschule hat weit ĂŒber Stuttgart hinaus vorbildlich gewirkt. Die Reutlinger Arbeitersiedlung Gmindersdorf lĂ€sst sich als erste Gartenstadt Deutschlands begreifen. Eine heute weitgehend zerstörte Lagerhalle in der Stuttgarter Talstraße war einer der ersten Stahlbetonskelettbauten. Fischer begnĂŒgte sich nicht damit, AuftrĂ€ge anzunehmen. Er schrieb den Aufsatz: „Was ich bauen möchte“ und fand einen MĂ€zen in Louis Laiblin, dem Erben eines Pfullinger Papierfabrikanten, und einen weiteren in Gustav Siegle aus Stuttgart. So entstanden die Pfullinger Hallen, der Schönbergturm, Laiblins Residenz Erlenhof, in beiden Orten ArbeiterhĂ€user und in Stuttgart das Gustav- Siegle-Haus. Als Fischer Stuttgart 1908 wieder verließ und nach MĂŒnchen zurĂŒckkehrte, war er Vorsitzender des neu gegrĂŒndeten Deutschen Werkbunds.
Aktuell wie nie:
Fischers Werk seiner Stuttgarter Jahre ist nie angemessen gewĂŒrdigt worden: Der nachfolgenden Generation war er zu wenig radikal. Den Nationalsozialisten setzte er beherzt seine eigenen Ansichten entgegen. In der Nachkriegszeit galt seine Architektursprache bereits als veraltet. Erst Winfried Nerdinger hat sein Gesamtwerk 1989 wieder in den Blickpunkt gerĂŒckt. Dabei ist Fischer heute so aktuell wie nie. Seine Kritik an den Reißbrettplanungen der Investoren, seine Betonung von MaßstĂ€blichkeit und Ortsbezug können, richtig verstanden, heute unvermindert als vorbildlich gelten.
Eine Bestandsaufnahme in Fotografien von Rose Hajdu und Texten von Dietrich HeißenbĂŒttel:
Verglichen mit seiner spĂ€teren TĂ€tigkeit in MĂŒnchen hat Theodor Fischer in seiner Stuttgarter Zeit nicht sehr viel gebaut. Zum Teil kaum bekannt, wie zwei WohnhĂ€user in TĂŒbingen oder die ArbeiterhĂ€user im Stuttgarter Leonhardsviertel, sind viele seiner Bauten jedoch erstaunlich gut erhalten, einige wurden nach dem Krieg in verĂ€nderter Form von seinen SchĂŒlern wieder aufgebaut. Drei Kirchen, drei Schulen, zwei sogenannte VolkshĂ€user, vier Unternehmer-Villen, ArbeiterwohnhĂ€user in Reutlingen-Gmindersdorf, Stuttgart und Pfullingen sowie solch einzigartige Bauwerke wie der Schönbergturm bei Pfullingen, genannt „Pfullinger Onderhos“, und das Stuttgarter KunstgebĂ€ude wird dieses Buchprojekt in Fotografien von Rose Hajdu vor Augen fĂŒhren, erlĂ€utert in fachkundigen Texten von Dietrich HeißenbĂŒttel. Sie zeigen, wie Theodor Fischer die verschiedenen Bauaufgaben bearbeitet hat. Eine Bestandsaufnahme, die nicht nur dem lange vergessenen Baumeister der frĂŒhen Moderne Gerechtigkeit widerfahren lĂ€sst, sondern darĂŒber hinaus seine Lehren fĂŒr die heutige Zeit fruchtbar machen will.
Die Autoren:
Rose Hajdu, freie Fotografin mit den Schwerpunkten Architekturfotografie, Denkmalpflege, ArchĂ€ologie und Kunst, war 1978–81 Amtsfotografin des Landesdenkmalamts Baden-WĂŒrttemberg. Sie ist zuletzt mit drei BĂ€nden ĂŒber die Fischer-SchĂŒler Paul Bonatz und Martin Elsaesser hervorgetreten. Dietrich HeißenbĂŒttel, freiberuflicher Kunsthistoriker, Journalist und Dozent der UniversitĂ€t Stuttgart hat sich zuerst 2012 anlĂ€sslich des 150. Geburtstags von Theodor Fischer mit dem Werk des Architekten beschĂ€ftigt und darĂŒber in der SchwĂ€bischen Heimat publiziert. Er schreibt regelmĂ€ĂŸig zu Themen der Architektur und Kunst, u.a. fĂŒr die Stuttgarter Zeitung, die Esslinger Zeitung, die Kontext:Wochenzeitung und eine Reihe von Zeitschriften.
Die Publikation erscheint in Kooperation mit dem Deutschen Dokumentationszentrum fĂŒr Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (www.fotomarburg.de) und wird von der Evangelischen Landeskirche in WĂŒrttemberg unterstĂŒtzt. Sie ist allerdings zudem auf das Engagement weiterer Sponsoren oder auf andere Formen der UnterstĂŒtzung wie Anzeigen und Buchbestellungen angewiesen. Interessenten wenden sich bitte an den Ernst Wasmuth Verlag.
Französische Kunst-Keramik 1860–1920. Ein Handbuch. Makus, Horst. 584 S., 1200 fb. Abb. 31 x 25 cm. Gb. Wasmuth Verlag, TĂŒbingen 2015. EUR 128,00 CHF 131,60 ISBN: 978-3-8030-4032-9 WASMUTH & ZOHLEN
Der Zeitraum zwischen 1860 und dem Beginn des Ersten Weltkriegs gilt heute als ein Höhepunkt der europĂ€ischen und insbesondere auch der französischen Keramik. Eigen- und Ortsnamen wie Palissy, Oiron, Imari oder Isnik weisen stellvertretend auf die vielfĂ€ltigen europĂ€ischen Vorbilder und die Anregungen aus fremden Kulturen, Stilbezeichnungen wie Orientalismus, Japonismus und Art Nouveau zeigen die eigenstĂ€ndige Verarbeitung dieser Impulse, und Begriffe wie Barbotine, PĂąte-sur-pĂąte, Email mat veloutĂ©, GrĂšs tendre oder Kristallglasur stehen fĂŒr die Vielzahl eigener Entdeckungen.
Dieses Handbuch der französischen Kunstkeramik zwischen 1860 und 1920 bietet in dem einleitenden Überblick zunĂ€chst eine zusammenfassende Darstellung der kĂŒnstlerischen und technologischen Entwicklung von den retrospektiven Stilen in der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts ĂŒber den Höhepunkt des Art Nouveau bis zu seinen die Epoche des Art DĂ©co ĂŒberdauernden NachklĂ€ngen. Der Hauptteil enthĂ€lt in alphabetischer Anordnung ĂŒber 550 detaillierte biographische und werkgeschichtliche BeitrĂ€ge zu den Keramikern, ihren Mitarbeitern und den entwerfenden und ausfĂŒhrenden Malern und Bildhauern, Firmengeschichten der WerkstĂ€tten, Manufakturen und Fabriken sowie Angaben zu Galerien und HandelshĂ€usern, Ausstellungen und Salons; dazu kommen fast einhundert ausfĂŒhrliche ErlĂ€uterungen wichtiger Sachbegriffe. Über 700 Farbabbildungen von Objekten und historische Fotos runden das Bild ab.
Der Begriff Kunst-Keramik wird in einem umfassenden Sinn verstanden. AusdrĂŒcklich einbezogen wurden deshalb auch die in der Literatur hĂ€ufig vernachlĂ€ssigten oder ganz fehlenden großen Hersteller wie die Manufacture de Porcelaine Charles Pillivuyt oder G.D.V. BruĂšre, und ungeachtet der im Titel angegebenen zeitlichen Eingrenzung werden auch Hersteller wie Denert & Balichon, MĂ©tĂ©nier oder die FaĂŻencerie HĂ©raldique de Pierrefonds ausfĂŒhrlich behandelt, die den Stil des Art Nouveau popularisierten und seine von der Kritik lĂ€ngst verpönten Gestaltungen noch bis in die Mitte des Jahrhunderts transportierten. Die Reproduktion eines Kataloges von Pierrefonds und das Verzeichnis der Modellnummern von Denbac ermöglichen eine zeitliche Einordnung der meist entsprechend gekennzeichneten Objekte.
Das Buch fasst nicht nur den bestehenden Wissensstand zusammen, sondern kann auch bei bekannten und weniger bekannten Namen wie Henri Amirault, EugĂšne Collinot, ThĂ©odore Deck, Edmond Lachenal, ClĂ©ment Massier oder Optat und Paul Milet mit vielen bislang unbekannten Informationen aufwarten. Dazu kommen zahlreiche neue Ergebnisse – als Beispiele seien die Auflösung des Pseudonyms Henry-LĂ©on Robalbhen, die vollstĂ€ndige Geschichte des Ateliers de Glatigny oder die Biographie einschließlich der genauen Lebensdaten des geheimnisvollen Keramikers und GlaskĂŒnstlers AmĂ©dĂ©e de Caranza angefĂŒhrt.
FĂŒr den umfangreichen Abbildungsbestand standen Wiedergaben von ĂŒberwiegend unveröffentlichten Objekten aus mehreren öffentlichen und privaten Sammlungen zur VerfĂŒgung. Dadurch war es möglich, neben den neuen Namen auch bisher wenig beachtete oder unbekannt gebliebene Aspekte des keramischen Schaffens bekannter KĂŒnstler, WerkstĂ€tten und Manufakturen wie etwa Barbotine-Arbeiten von LĂ©on Pointu, Steinzeuge mit japonisierenden Überlaufglasuren von ClĂ©ment Massier oder Arbeiten aus den letzten Jahren der Manufaktur von ThĂ©odore Deck angemessen zu berĂŒcksichtigen. Eine Zusammenstellung von Marken und Signaturen und eine Bibliographie runden das Werk ab.
 Rezension lesen
Orte der Einkehr. [Kloster Wettenhausen] Fotos: Mueller, Verena. Gaida, Manfred. Text.: Gaida, Manfred; Mueller, Verena. 2015. 144 S., 104 Abb. duplex. 29 x 26 cm. Gb. EUR 29,80 CHF 30,70 ISBN: 978-3-8030-3369-7 WASMUTH & ZOHLEN
Das Kloster Wettenhausen blickt auf eine lange Geschichte zurĂŒck. GegrĂŒndet im 12. Jahrhundert, wurde es ĂŒber die einzelnen Kunstepochen innenarchitektonisch mit einzigartigen Gewerken ausgestattet. Seit 150 Jahren wird das Kloster von Dominikanerinnen gefĂŒhrt. Da der Nachwuchs an jĂŒngeren Schwestern fehlt, steht der Klosteranlage nun ein Nutzungswandel bevor.
Seit ihrem ersten Besuch sind die beiden Gestalter Verena Mueller und Manfred Gaida tief berĂŒhrt von der Schönheit und SpiritualitĂ€t dieses besonderen Ortes. Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Nutzungswandels entwickelten sie die Idee, das Kloster Wettenhausen in seinem momentanen Zustand fotografisch zu dokumentieren und die darin lebenden Dominikanerinnen in Fotografien und GesprĂ€chstexten zu portraitieren. Die Interviews mit den Schwestern geben einen berĂŒhrenden Einblick in die jeweiligen Lebensgeschichten und lassen uns teilhaben an ihren inspirierenden Lebensphilosophien.
Neben den reprĂ€sentativen RĂ€umen des Klosters werden in diesem Bildband auch Architekturaufnahmen jener RĂ€ume gezeigt, die fĂŒr die Öffentlichkeit nicht zugĂ€nglich sind. Liebevolle Details in den Bildern erzĂ€hlen von den Geschichten im Kloster.
Verena Mueller und Manfred Gaida lassen die SpiritualitĂ€t dieser außergewöhnlichen RĂ€ume in ihren Ă€sthetischen Schwarzweiß-Fotografien spĂŒrbar werden. Sie nehmen uns mit auf eine visuelle Entdeckungsreise durch das Kloster und zeigen in ihren Bildern viele RĂ€ume des Klosters, die als „Orte der Einkehr“ zum meditativen Betrachten anregen.
SĂŒdarabien im Altertum. Kommentierte Bibliographie der Jahre 1997 bis 2011. Epigraphische Forschungen auf der Arabischen Halbinsel (UG601), Band: 6. Autor: MĂŒller, Walter W. Hrsg.: Nebes, Norbert; Deutsches ArchĂ€ologisches Institut, Orient-Abteilung. 2014. 188 S., Gb. EUR 19,80 CHF 20,40 ISBN: 978-3-8030-2202-8 WASMUTH & ZOHLEN
"SĂŒdarabien im Altertum. AusgewĂ€hlte und kommentierte Bibliographie der Jahre 1997 bis 2011" ist die Fortsetzung eines 2001 erschienenen Bandes, in dem das Schrifttum aus den Jahren 1973 bis 1996 enthalten ist. Im vorliegenden Band werden 999 Titel, das heißt Monographien, AufsĂ€tze und Lexikonartikel, die im genannten Zeitraum weltweit veröffentlicht wurden, bibliographisch erfasst und kurz kommentiert. BerĂŒcksichtigt wurden nicht nur Publikationen auf deutsch, englisch, französisch und italienisch, sondern auch in russischer und arabischer Sprache. Titel aus frĂŒheren Jahren erschienen zunĂ€chst jahrgangsweise im bibliographischen Teil der Zeitschrift Archiv fĂŒr Orientforschung, Wien, und zwar bis zum Schrifttum des Jahres 2007, welches in AfO 52 (2011) veröffentlicht wurde. AusgewĂ€hlt betitelt sich die Bibliographie deshalb, weil archĂ€ologische BeitrĂ€ge, die nicht unmittelbar zu den altsĂŒdarabischen Hochkulturen in Beziehung stehen, in der Regel nicht oder nur selten aufgenommen wurden. Dagegen wurde versucht, auf dem Gebiet der Epigraphik möglichst VollstĂ€ndigkeit zu erreichen.
Wabi-Sabi. Woher? Wohin? WeiterfĂŒhrende Gedanken fĂŒr KĂŒnstler, Architekten und Designer. Koren, Leonard. 2015. 96 S., 26 Abb., 22 x 14 cm. Br. EUR 15.00 ISBN: 978-3-8030-3218-8 WASMUTH & ZOHLEN
Wabi-sabi ist ein wesentlicher Pfeiler der japanischen Ästhetik und kam in der klassischen Teezeremonie zum Ausdruck. Wurden dort zunĂ€chst kostbare Utensilien zumeist chinesischen Ursprungs verwendet, fand in der Zeit des wabi-Tees auch das heimische Einfache hohe WertschĂ€tzung. Fremdes wurde mit BodenstĂ€ndigem, Neues mit Altem, Teures mit Billigem, Kompliziertes mit Einfachem kontrastiert. Wabi-sabi beschreibt die „Schönheit unvollkommener, vergĂ€nglicher und unvollstĂ€ndiger Dinge, die Schönheit anspruchsloser, schlichter und unvollkommener Dinge“. Wabi-sabi entsteht im Geist des Betrachters, es ist keine den Dingen innewohnende Eigenschaft.
Was sind die historischen, aber auch die geistigen, metaphysischen Wurzeln? LĂ€sst sich die natĂŒrliche innere Schönheit von wabi-sabi in Worte fassen oder nur im AtmosphĂ€rischen erfassen? Und ist es sinnvoll oder ĂŒberhaupt möglich, Dinge bewusst wabi-sabi zu „machen“? Spielt wabi-sabi in der modernen Welt, die von HochglanzĂ€sthetik und allgegenwĂ€rtiger Digitalisierung geprĂ€gt ist, eine Rolle? Ist wabi-sabi im digitalen Bereich ĂŒberhaupt vorstellbar? Ist es nicht vielmehr der genaue Gegenpol? Hat es Zukunft? WĂŒrde sein allmĂ€hliches Verschwinden ĂŒberhaupt bemerkt?
Autor Leonard Koren vertieft die Thesen seines frĂŒheren Werks Wabi-sabi fĂŒr KĂŒnstler, Designer und Architekten und bezieht dabei den Leser unmittelbar ein in den Prozess, in dem wabi-sabi „entsteht“. Sprache, Bilder und Ă€ußere Form des Buches helfen, diese Einblicke zu vermitteln.
Ebenfalls lieferbar: Leonard Koren: Wabi-sabi, fĂŒr KĂŒnstler, Designer und Architekten, ISBN 978 3 8030 3064 1 (8. Aufl. 2015)
Gott und die Lust zur Mechanik. Zeitgenössische KĂŒnstler und das Erbe von Philipp MatthĂ€us Hahn. Hrsg.: Sedler, Irmgard. Beitr.: Sedler, Irmgard; Vogel, Thomas. 2015. 98. S., 80 fb. Abb. 5 Klapptafeln. 28 x 21 cm. Engl. Br. EUR 23,00 CHF 23,70 ISBN: 978-3-8030-3375-8 WASMUTH & ZOHLEN
Auch 275 Jahre nach der Geburt des Theologen und Pfarrers, Erfinders und Mechanikers Philipp MatthĂ€us Hahn (1739 –1790) fasziniert dessen Persönlichkeit in der heutigen Zeit, die in der Regel die Frömmigkeit und den Glauben in Spannung sieht zu einem kritischen Geist und der wissenschaftlichen Hinterfragung von Wirklichkeit und Leben. Denn Hahn, geboren in Zeiten des Umbruchs – hier pietistische SchwĂ€rmerei, dort aufklĂ€rerische Vernunft – fĂŒhrte in seiner Person und in seinem Schaffen die beiden Aspekte der Welterkenntnis zusammen: Er sah im irdischen Hier (Erde/Welt) den Ort der Offenbarung Gottes. Diesen in seiner göttlichen Ordnung so weit als möglich zu erkennen, galt ihm als der tiefste Ausdruck von Frömmigkeit. Und die Möglichkeit des Menschen, selber als Schöpfer im Kleinen zu arbeiten, in einer Maschine das Universum nachzubilden und die Ordnung Gottes hierĂŒber an die Welt zu vermitteln, das war ihm Aufgabe und Berufung.
Das vorliegende Katalogbuch dokumentiert das Ausstellungsprojekts „Gott und die Lust zur Mechanik. Zeitgenössische KĂŒnstler und das Erbe von Philipp MatthĂ€us Hahn“ im Museum im Kleihues-Bau Kornwestheim. AnlĂ€sslich des 275. Geburtstags Hahns entstanden Werke von 22 KĂŒnstlern aus der Region Stuttgart – in einer ebenso facettenreich wie sinnstiftend fĂŒr das Heute angegangenen Auseinandersetzung mit dem geistigen wie technischen Erbe des Philipp MatthĂ€us Hahn. Der thematische Spannungsbogen umfasst so unterschiedliche Aspekte wie die kĂŒnstlerische Erkundung der Welt in Chaos und Ordnung, die Suche nach dem Geist in der Materie, die Hinterfragung des Göttlichen und der conditio humana, die Technisierung der Welt oder die Vermenschlichung der Technik, der Umgang mit der Schöpfung und vieles mehr.
Die KĂŒnstler und KĂŒnstlerinnen: Johannes Enderle, Uwe Ernst, Gert Fabritius, Angelika Flaig, Uli Gsell, Ulli Heyd, Peter Otto Hilsenbek, Sabine Hoffmann, Johanna Jakowlev, Dietrich Klinge, Maria Magel, Daniel Man, Wolfgang Neumann, Dierk Ott, Kersten Paulsen, Frieder Preis, Roland Schauls, Stefanie Seiz-Kupferer, Josh von Staudach, Axel Teichmann, Claudia Thorban, Lucia Wichmann
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