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WASMUTH & ZOHLEN

 
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Frick, Dieter: Theorie des StÀdtebaus, zur baulich-rÀumlichen Organisation von Stadt. 2006. 196 S., 5 sw. u. 3 fb. Abb. 16 x 22 cm. Pb EUR 25,00 ISBN: 3-8030-0654-6 WASMUTH & ZOHLEN
Die baulich-rĂ€umliche Dimension von Stadt- und Raumplanung, der StĂ€dtebau, dominiert in der Praxis, wird in der Theorie jedoch unterbewertet. Dies deutlich zu machen und einen Weg zur Abhilfe zu beschreiben, ist das erste Anliegen dieses Buches. Daneben möchte es dazu beitragen, die verbreitete Sprachunsicherheit im Bereich des StĂ€dtebaus durch möglichst klare Begriffsbestimmungen einzugrenzen und diese in ein System erklĂ€render und normativer Theorie einzuordnen. Im Mittelpunkt steht dabei die „baulich-rĂ€umliche Organisation“ von Stadt. Der Begriff versteht sich analytisch – wie diese baulich-rĂ€umlich organisiert ist –, wie auch normativ: Wie sie organisiert werden soll. Die Zielvorstellungen werden wie die einzelnen Handlungsfelder (Stadterweiterung, -erneuerung, -umbau), an denen sie zu konkretisieren sind, systematisch dargestellt. Dies mĂŒndet in einer Darstellung der geeignet erscheinenden Konzeptionen fĂŒr eine kĂŒnftige Stadtform. Schließlich werden die derzeit gĂ€ngigen Verfahren und Instrumente der Stadtplanung auf ihre KompatibilitĂ€t mit den zuvor entwickelten Begriffen und ihren Inhalten untersucht und damit zugleich die Theorie auf die Praxis bezogen.
Traversinersteg. [GraubĂŒnden] Fotografisches Tagebuch 14. April - 16. August 2005. Beitr. v. Baus, Ursula /Sachsse, Rolf /Schlaich, Jörg. Hrsg.: Dechau, Wilfried. 2006. 96 S., 70 drucklackierten Abb. 28 x 38 cm. Gb EUR 78,00 ISBN: 3-8030-0662-7 WASMUTH & ZOHLEN
Großformatiger Bildband mit etwa 70 meist ganzseitigen Fotos vom Bau des Traversinerstegs, einer FußgĂ€ngerbrĂŒcke in den GraubĂŒndner Alpen
JĂŒrg Conzett hat schon viele ungewöhnliche BrĂŒcken gebaut. Die Punt da Suransuns, eine der weltweit schönsten FußgĂ€ngerbrĂŒcken, wurde 1999, wie jetzt auch der Traversinersteg, im Zuge des Viamala-Wanderweges nach seinen PlĂ€nen gebaut – eine grazile HĂ€ngebandbrĂŒcke aus mit FlachstahlbĂ€ndern vorgespanntem Andeerer Granit. Wer den eigenwilligen Ingenieur JĂŒrg Conzett kennt, weiß, dass er Wiederholungen meidet. So plante er 2005 fĂŒr das Traversinertobel zwar ebenfalls eine HĂ€ngebrĂŒcke, diesmal aber aus Holz, vorgespannt und ausgesteift durch ein Seilfachwerk. Wilfried Dechau hat die Bauarbeiten – vom Aushub der Fundamente ĂŒber das spannende Spannen der Seile bis zum letzten Handgriff der Zimmerleute am Handlauf der FußgĂ€ngerbrĂŒcke – mit der Kamera begleitet. Er war auf der Baustelle den Handwerkern genauso auf den Fersen wie den Ingenieuren und hat nicht nur das allmĂ€hliche Werden der BrĂŒcke in Bildern festgehalten, sondern auch die Konzentration und Anspannung in den GesichtszĂŒgen feinfĂŒhlig protokolliert. In diesem Bildband geht es nicht nur um eine FußgĂ€ngerbrĂŒcke in schwindelnder Höhe, es geht um das Abenteuer des Bauens und die Faszination des Ingenieurberufes schlechthin.
Der Autor: Wilfried Dechau war viele Jahre Chefredakteur einer Fachzeitschrift fĂŒr Architekten und Ingenieure. Sein besonderes Augenmerk galt dabei immer der Fotografie. UnzĂ€hlige Fotos, viele Texte und AktivitĂ€ten legen Zeugnis davon ab. 1995 hat er den seither alle zwei Jahre international ausgelobten Architekturfotografie-Preis architekturbild ins Leben gerufen. 1996 verfasste er ein Buch ĂŒber die Architekturfotografie (»architektur abbilden«), 2003 hat er den Verein architekturbild e.v. gegrĂŒndet, dessen Ziel es ist, das kĂŒnstlerische Niveau der Architekturfotografie zu fördern. 2001 wurde seine Fotoserie zum Bau der kurze Zeit weltweit grĂ¶ĂŸten HĂ€ngebrĂŒcke ĂŒber den Storebelt mit dem Kodak Fotokalenderpreis ausgezeichnet. Seit 2005 widmet sich Dechau vor allem der Aufgabe, das Bauen selbst im Bild festzuhalten und nicht nur das fertige Bauwerk.
Sanghae, Yi /Hyejin, Song: Chongmyo. Der Königliche Ahnenschrein. [Korea, Seoul] 2005. 160 S., 70 Abb., davon 24 fb., PlÀne. 23 x 28 cm. Gb EUR 58,00 ISBN: 3-8030-0656-2 WASMUTH & ZOHLEN
Andreas Eckardt, der die koreanische Kunst in Westeuropa bekannt machte, schrieb einst in seiner "Geschichte der koreanischen Kunst": "Es ist nicht ĂŒbertrieben (...) [herauszustellen], dass Korea vielfach die schönsten, oder sagen wir besser, klassischsten Kunstwerke Ostasiens geliefert hat, verschieden von der oft ĂŒbertriebenen und manchmal verzerrten Kunstform Chinas und der manchmal zu gefĂŒhlvollen und zur Schablone ausgearteten Kunst Japans." Dies zeigt sich vor allem in der Architektur des Königlichen Ahnenschreins in Seoul, der die Herrschaft der Yi- oder Choson-Dynastie (1392-1910) begrĂŒnden und zu einer nach konfuzianischer Lehre idealen Gesellschaft beitragen sollte.
Die Errichtung des Schreins war eine der ersten wichtigen Baumaßnahmen der Yi-Dynastie, die den Konfuzianismus als Staatsideologie propagierte. König T'aejo ließ 1395 im Zentrum seiner neuen Hauptstadt Hanyang den Kyongbok-Palast und rechts von ihm, im Osten, den Königlichen Ahnenschrein sowie links von ihm, im Westen, den Erd- und Getreidealtar erbauen. Denn es heißt im Buch der Riten, dass fĂŒr einen König, der in seinem Palast nach SĂŒden blickte, "zu seiner Rechten der Altar fĂŒr die Erd- und Getreidegottheit und zu seiner Linken der Königliche Ahnenschrein liegen sollte". - Nach konfuzianischer Lehre bedeutete Regieren mit dem Blick nach SĂŒden, dem Gebot der Gerechtigkeit zu folgen. Aufschwung und Untergang eines Staates wurden mit "Existenz und Verfall des Königlichen Ahnenschreins und des Erd- und Getreidealtars" umschrieben.
Der Königliche Ahnenschrein: Chongmyo (aus chong: Grundlage, Ursprung, Vorfahr und myo: Schrein fĂŒr Seelentafeln) beherbergt die Seelentafeln der Könige und Königinnen der Yi-Dynastie. Er ist der wichtigste Ort fĂŒr die Ahnenriten, denen im Konfuzianismus höchste Bedeutung zukommt: Hier wird mit den königlichen Ahnenseelen Kontakt aufgenommen, sie werden mit Musik erfreut, Opfer werden dargebracht, d. h. den Verstorbenen wird wie Lebenden aufgewartet. Die Zeremonien finden heute am ersten Maisonntag jeden Jahres statt.
König Sejong errichtete 1421 hinter dem Chongmyo die Halle des ewigen Friedens, die ebenfalls Seelentafeln von Königen aufnahm. Nach der Zerstörung des Ahnenschreins wĂ€hrend des Imjin-Krieges wurde er von König Kwanghae 1608 in seiner heutigen Form mit den lĂ€ngs nebeneinander liegenden, nun zusammengehörenden Bauteilen Haupthalle und Halle des ewigen Friedens wiederaufgebaut. Das Bauwerk wurde nach chinesischem Vorbild errichtet, ist aber im Gegensatz zu den prunkvollen und komplexen Bauten der Ming- und Qing-Dynastien in Peking in Struktur und Dekoration von Maßhaltung und Verzicht gekennzeichnet. Bei der Tanch'Ăłng-Bemalung wurde bei Farben und Mustern Ă€ußerste ZurĂŒckhaltung geĂŒbt. Auch die den Hof des Schreins definierenden Architekturelemente sind einfach gehalten. Seelenweg, Steinterrasse, Treppe und Einfriedung sind auf das Mindestmaß reduziert. Diese GedrĂ€ngtheit und Schlichtheit steigern noch die Erhabenheit des Königlichen Ahnenschreins.

Ein zum UNESCO-Weltkulturerbe zÀhlendes Bauwerk, das die konfuzianische Gedankenwelt in Architektur umsetzt, wird in diesem Buch in all seiner besonderen Schönheit prÀsentiert.
J.S.K. Architekten. Gestaltete Funktion /Vision and Function. Vorw. v. Flagge, Ingeborg. Beitr. v. BĂŒrk, Gunter P J /Freyend, EckartJ von /Joos, Helmut /Santifaller, Enrico. 2005. 180 S., 320 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0637-6 WASMUTH & ZOHLEN
Die 100 Bauten und aktuellen Projekte der Architekten von J.S.K, die in diesem Buch in PlĂ€nen und Fotos vorgestellt werden, zeichnen sich durch Sachlichkeit, Klarheit und RationalitĂ€t aus. Es sind diese Eigenschaften, welche die vielseitige TĂ€tigkeit dieses international tĂ€tigen deutschen ArchitekturbĂŒros, das zu den heute fĂŒhrenden zĂ€hlt, besonders auszeichnen und interessant machen. Ihre Werke vereinigen Wirtschaftlichkeit und den technologisch letzten Stand – FunktionalitĂ€t – mit Forderungen nach ReprĂ€sentation und Ästhetik – gelungener Gestaltung –, sind dabei auch ökologisch sinnvoll und beziehen das jeweilige Umfeld mit ein. Schwerpunkte dieses großzĂŒgig bebilderten Buches, das auch ein Werkverzeichnis des BĂŒros enthĂ€lt, bilden Verwaltungs- und BĂŒrogebĂ€ude, HochhĂ€user, Hotels, Messehallen und Arenen, Technologie- und Innovationsparks sowie Verkehrsbauten oder auch die Modernisierung in denkmalgeschĂŒtzter Substanz. Auch zahlreiche in frĂŒheren Verlagswerken noch im Planungsstadium prĂ€sentierte Projekte von J.S.K werden hier als fertige Bauten gezeigt – als gelungene Beispiele der Umsetzung der seit der GrĂŒndung des BĂŒros bestehenden Unternehmensphilosophie: bei jeder Aufgabe ein ausgewogenes VerhĂ€ltnis von innovativen Konzepten und praxisbewusster Realisierung anzustreben und zu allererst fĂŒr den Menschen und seine BedĂŒrfnisse zu bauen. Neben eigentliche J.S.K-Bauten treten in diesem Band auch solche des PlanungsbĂŒros SIAT GmbH in MĂŒnchen, dessen Übernahme durch J.S.K im Sommer 2005 erfolgte. Die speziellen Kenntnisse und Erfahrungen dieser Planer – etwa beim Bau von Forschungsanlagen, Bildungseinrichtungen, Industrie- und Produktionswerken, aber auch bei Studien und Facility-Management-Konzepten – ergĂ€nzen und erweitern das ohnehin breite Portfolio von J.S.K noch einmal betrĂ€chtlich.
Aus dem Inhalt:
HochhĂ€user: Campanile, Skyper, MAX, Metzler-/LHB-Bank und Rebstockpark in Frankfurt, GAP 15, Oberbilk und Oberkassel in DĂŒsseldorf, Iceberg, Swiss Tower, AL-Zubara- und QIPCO Office Tower in Qatar, Flower of the East Hotel auf Kish Island; BĂŒro- und VerwaltungsgebĂ€ude: Frankfurter Welle, Broker und Office Center Frankfurt, HWI DĂŒsseldorf, DLZ Nord Berlin-Ostkreuz, Siemens Rail Automation Academy Braunschweig, EuropĂ€isches Patentamt und Siemens BĂŒrogebĂ€ude in MĂŒnchen, T-online unternehmenszentrale in Darmstadt, DaimlerChrysler Warschau; Modernisierte Bauten: Knorr Bremse Berlin, ThailĂ€ndische Botschaft in Berlin, Alvearium in Frankfurt, Hohenzollernwerk in DĂŒsseldorf, BĂŒrocenter FĂŒrstenhof in Leipzig; Technologie- und Innovationsparks in NĂŒrnberg, MĂŒnchen, Ratingen, Frankfurt, Köln, Oberkochem, Berlin, Leipzig und Budapest; Hotels, Messehallen und Arenen, Kongress- und Einkaufszentren in Mainz, Bonn, DĂŒsseldorf, Frankfurt, Hannover, Berlin, Warschau und Qatar; Verkehrsprojekte: Bahnhöfe Papestraße und Ostkreuz in Berlin, FlughĂ€fen in Frankfurt, DĂŒsseldorf, Berlin, MĂŒnchen und Warschau etc.
Zielgruppen:
Architekten, Architekturinteressierte, Stadt- und Landschaftsplaner
Bornemann, Manfred /Soltys, Beatrice: TorhĂ€user öffnen TĂŒren. [Ludwigsburg] 2005. 96 S., 84 meist fb. Abb. 17 x 28 cm. Ebr EUR 14,90 ISBN: 3-8030-0659-7 WASMUTH & ZOHLEN
Wacht- und ZollhĂ€user haben eine lange Tradition. Jahrhunderte hindurch hat die Obrigkeit TorhĂ€user bauen lassen, um die ZugĂ€nge von Burgen und Schlössern, von Stadt- und Provinzgrenzen zu bewachen. Und um Zoll- und Wegegeld zu kassieren. Viele dieser WachthĂ€user sind mit den Jahren verschwunden, einzelne GebĂ€ude haben die StĂŒrme der Zeit ĂŒberdauert, und manche Stadt ist stolz, ein sorgfĂ€ltig restauriertes, zivil genutztes Torhaus im Stadtbild zeigen zu können.
Die Stadt Ludwigsburg hat nicht nur ein Torhaus, sondern gleich sechs solcher GebĂ€ude aus dem 18. und dem frĂŒhen 19. Jahrhundert, die als ErinnerungstĂŒcke der frĂŒheren Stadtbefestigung ĂŒbrig geblieben sind. Jahrzehnte lang haben die barocken TorhĂ€user der einstigen Stadtbefestigung im Schatten des öffentlichen Interesses gestanden. Jetzt hat die Stadt die historischen GebĂ€ude mit finanzieller UnterstĂŒtzung der „WĂŒstenrot Stiftung Ludwigsburg“ sanieren lassen und sie in ein erweitertes Kulturangebot eingebunden.
Baulich zeigt das Sanierungsprogramm, wie man in vorbildlicher Weise mit modernen architektonischen Mitteln auf die historische Bausubstanz und die kĂŒnftigen Nutzer eingehen kann. Thematisch bieten die öffentlich zugĂ€nglichen Programme in den TorhĂ€usern ein Angebot, das die kulturelle Arbeit in der Stadt bereichert und auch auswĂ€rtige GĂ€ste neugierig macht. Das anspruchsvoll in Wort und Bild gestaltete Buch nimmt den Leser mit auf einen Rundgang durch die kleinen, aber feinen AusstellungshĂ€user, in denen der Besucher reizvolle Einblicke gewinnt – auf die moderne Innenarchitektur und auf die thematische Vielfalt unter dem Motto „Historie-Gegenwart-Zukunft“, das die ehemaligen WachthĂ€user heute wieder verbindet.
Sichten Neun. Jahresausstellung 2005 des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt. Hrsg.: Kilian, Tim /Mertens, Patrick/Notthoff, Geraldine /Valiano, Arion. 2005. 272 S., 650 fb. Abb., 19 3 D Bilder, mit 1 3D Brille 23 x 28 cm Pb EUR 19,80 ISBN: 3-8030-0658-9 WASMUTH & ZOHLEN
Eine EinfĂŒhrung in Arbeitsweisen und Visionen einer heranwachsenden Generation junger Architekten/innen

Zum nunmehr neunten Mal haben engagierte Architekturstudenten der Technischen UniversitĂ€t Darmstadt die besten Studienarbeiten der vergangenen beiden Semester ĂŒberprĂŒft und geordnet. Was vor Jahren als interne Leistungsschau begann, hat sich im Lauf der Zeit zu einer weit ĂŒber Darmstadts Grenzen hinaus bekannten und angesehenen Ausstellung entwickelt.
Um die diesjĂ€hrige Ausstellung auch rĂ€umlich erfahrbar zu machen, werden die Exponate auf mehreren Ebenen in der Halle der Centralstation gezeigt, um zu verdeutlichen, dass Architektur sich in drei Dimensionen bewegt. Ein weiteres innovatives Vorhaben des diesjĂ€hrigen Sichten-Teams besteht darin, den bislang universitĂ€tsinternen Vergleich der Studienleistungen auf nationaler Ebene auszuweiten. So wurden andere Hochschulen dazu eingeladen, eine Auswahl ihrer Studienleistungen im Rahmen von "Sichten Neun" zu prĂ€sentieren. Die UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin stellt beispielsweise einige Arbeiten im DarmstĂ€dter Club „das Stella“ aus. Außerdem bestehen enge Kontakte zu Hochschulen in Hamburg, Delft und Barcelona; Anfang 2006 geht "Sichten Neun" sogar auf Reisen und macht Station in Berlin und Florenz. Durch die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen soll ein Dialog, ein gegenseitiger Austausch ermöglicht werden. Langfristig ist das Ziel, Sichten zu einem nationalen, wenn nicht internationalen PrĂ€sentations- und Vergleichsforum auszubauen.
Ägypten Griechenland Rom. Abwehr und BerĂŒhrung. Hrsg. v. Beck, Herbert /Bol, Peter C /BĂŒckling, Maraike. 2005. 700 S., 650 fb. Abb. 28 x 21 cm. Pb. EUR 35,80 ISBN: 3-8030-1057-8 WASMUTH & ZOHLEN
Interkulturelle Kontakte in der Antike: Hier wird anschaulich, wie sich ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. Ägypten, Griechenland und Rom in Kunst und Kultur gegenseitig beeinflussten und befruchteten.
InterdisziplinĂ€rer Austausch in der Forschung: Hier manifestiert sich eine bisher nicht gekannte Zusammenarbeit zweier traditionell so unterschiedlich angelegter wissenschaftlicher Disziplinen wie der Ägyptologie und der Klassischen ArchĂ€ologie
Den Anstoß zu diesem Projekt gab die lebensgroße Statue Alexanders d. Gr. aus Rosengranit, die im Jahr 2000 fĂŒr das Liebieghaus in Frankfurt erworben werden konnte. Sie stellt den makedonischen Welteroberer als Ă€gyptischen Pharao dar. Der traditionelle, ganz auf Vorderansicht angelegte Typus hat bei der Umsetzung durch einen griechischen KĂŒnstler allerdings eine ungewohnte Belebung erfahren: So sind z.B. die Bewegungen und Asymmetrien der Statue sowie die Modellierung des Gesichts der Ă€gyptischen Formensprache eigentlich fremd. Hier ergaben sich Fragen zur gegenseitigen kulturellen Beeinflussung. In welcher Weise wurde die Kunst Griechenlands und Roms durch Ă€gyptische Vorbilder geprĂ€gt? Und wie reagierte Ägypten wiederum auf die Begegnung mit griechischen und römischen Ausdrucksformen? Mit dem Versuch, Antworten zu finden und sie an prachtvollen Marmorskulpturen und Sarkophagen, Sphingen, kostbaren Gemmen, feinsten Ă€gyptischen Glaswaren, griechischer Keramik und vielen anderen herausragenden Objekten zu veranschaulichen, werden in diesem Band, der die gleichnamige Ausstellung im StĂ€delschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main begleitet, gegensĂ€tzliche Formen des kulturellen Austauschs betrachtet: In Ägypten sperrte man sich zunĂ€chst gegen das Fremde, hinter dem nach Ă€gyptischer Weltanschauung das Chaos stand. Erst die Eroberung durch Alexander d. Gr. hat diese kategorische Ablehnung aufgeweicht. Die nicht ohne WiderstĂ€nde fortschreitende Hellenisierung ĂŒberlagerte die altĂ€gyptische Kultur immer mehr und zog letztlich Ihren Untergang nach sich. In Griechenland hatte man sich dagegen schon frĂŒh eindringlich mit der Ă€gyptischen Kultur auseinander gesetzt. Von ihrer genuinen Bedeutung abgelöst wurde sie zur Quelle kĂŒnstlerischer Inspirationen. Ägyptische Vorbilder und Techniken trugen wesentlich zur Ausbildung der griechischen Architektur und der griechischen Großplastik bei und bereicherten die Ikonographie. Auch in Rom und seinen Provinzen brachte man der Ă€gyptischen Kultur nicht zuletzt wegen ihres hohen Alters eine besondere Bewunderung entgegen. Ägyptische Obelisken dienten der kaiserlichen ReprĂ€sentation, Ă€gyptische oder Ă€gyptisierende Motive schmĂŒckten öffentliche und private RĂ€ume. Kulte Ă€gyptischer Gottheiten verbreiteten sich ĂŒber das ganze römische Reich.
Fast 400 erlesene Kunstwerke aus 80 Museen und Sammlungen in aller Welt sind hier erstmals in einem Band versammelt. Sie bieten einen – oftmals ĂŒberraschenden – Blick auf die kĂŒnstlerische Bedeutung der Kontakte zwischen den antiken Kulturen Ägypten, Griechenland und Rom.
40 international renommierte Wissenschaftler – Ägyptologen, Klassische ArchĂ€ologen und Althistoriker – entschlĂŒsseln die HintergrĂŒnde und mannigfaltigen Aspekte dieser Kulturbegegnungen.
Dokkaebi. Korean Motifs - Koreanische Motive. Beitr. Yim, Young-joo. Hrsg. Ahn, Sang-Soo. 2005. 292 S., 66 Bildtaf. 22 x 30 cm. Ln. EUR 38,- ISBN: 3-8030-0657-0 WASMUTH & ZOHLEN
Der Dokkaebi, ein Fabelwesen, ist tief im Herzen der Koreaner verwurzelt. Weder Gott noch Geist noch Mensch, verfĂŒgt er ĂŒber ZauberkrĂ€fte, die er zum Guten oder zum Bösen verwenden kann. Die chinesischen Schriftzeichen, die seinen Namen wiedergeben, bedeuten „einbeiniger Geist“. In Sagen und MĂ€rchen wird ausfĂŒhrlich von ihm berichtet. Er ist auch als Kobold, Buhmann oder Gespenst bezeichnet worden, weil er die Menschen verhext, ihnen Streiche spielt und sie mit seinen dĂ€monischen FĂ€higkeiten zum Narren hĂ€lt.
Auf zahllosen TĂŒren, Ziegeln, Dachpfannen und Bodenkacheln, in Zeichnungen und Malereien finden sich in Korea Dokkaebi-Darstellungen. Sie stehen im Zusammenhang mit den vier Gottheiten des Windes, der Wolken, des Regens und des Donners. Weit aufgerissene Augen, vier dolchartige ZĂ€hne, struppiges dunkelrotes Haar, Hörner auf dem Kopf sowie Raubtierklauen vervollstĂ€ndigen den Furcht erregenden Anblick. Ähnlich wie unser RĂŒbezahl spielen Dokkaebis den VorĂŒbergehenden unberechenbare Streiche. Gute Menschen werden mitunter mit Reichtum ĂŒberschĂŒttet, schlechten wird das Leben schwer gemacht. Mit ihren Zauberkeulen und ihren RosshaarhĂŒten können sie aber auch WĂŒnsche erfĂŒllen. In diesem Band wird eine Sammlung traditioneller Dokkaebi-Darstellungen vorgelegt, wie sie in der bildenden Kunst und als Architekturdekor vorkommen. KĂŒnstler, Designer und an Korea interessierte Leser haben so Zugang zu einem Aspekt ostasiatischer Kunst, der im Westen bisher so gut wie völlig unbekannt war, bis Dokkaebis begannen, auf Tattoos und T-Shirts oder in PC-Spielen aufzutauchen und an ihre magischen KrĂ€fte zu erinnern.
Guichard, Pierre: Al Andalus. Acht Jahrhunderte muslimischer Zivilisation in Spanien. 2005. 288 S., 233 meist fb. Abb. u. 7 Ktn 22 x 27 cm. Gb EUR 48,- ISBN: 3-8030-4028-0 WASMUTH & ZOHLEN
Mit dem Eindringen arabischer Armeen in Spanien im frĂŒhen 8. Jahrhundert begann eine fast 800 Jahre andauernde islamische PrĂ€senz auf dem Boden der Iberischen Halbinsel. Mit der spanisch-muslimischen bzw. ‚andalusischen‘ Zivilisation, die sich nun hier entfaltete, verbinden sich bedeutende Errungenschaften des mittelalterlichen Islam: die Moschee in CĂłrdoba, die Alhambra in Granada oder die Werke eines Averroes. Die Geschichte dieses BrĂŒckenlands zwischen Orient und Okzident fasziniert noch heute Abend- wie MorgenlĂ€nder, die diese Kultur beide fĂŒr sich beanspruchen. Vor allem die Epoche des umaiyadischen Kalifats wird gerne als "goldenes Zeitalter" ĂŒberhöht, indem die Vertreter der drei monotheistischen Weltreligionen im Schatten der großen Werke der Antike, aber auch in den Gassen von CĂłrdoba, Granada und Toledo harmonisch zusammenlebten und sich gegenseitig befruchteten.
Der Autor zĂ€hlt zu einer Reihe spanischer und französischer Historiker, die in jĂŒngerer Zeit diesem Bild durch eine intensivierte Forschungsarbeit auf den Grund gehen. Er bietet hier eine reich illustrierte Gesamtschau der kulturell und kĂŒnstlerisch so außerordentlich fruchtbaren spanisch-muslimischen Zivilisation und ihrer Beziehungen zur Welt des christlichen Mittelalters.
Eine Kulturgeschichte des muslimischen Spanien, die uns diese Epoche in neuem – von den Fakten gestĂŒtztem – Licht entdecken lĂ€sst.
Eines der wichtigsten Nachschlagewerke zum Thema, nun auch in deutscher Sprache
Aus dem Inhalt:
al-Andalus als Provinz des Kalifats von Damaskus; die Krise Mitte des 8. Jahrhunderts; das umaiyadische Emirat; das umaiyadische Kalifat von CĂłrdoba; die Taifa-Reiche; Almoraviden; Almohaden; die Reconquista des 13. Jahrhunderts; das Ende etc. Der Autor:
Pierre Guichard ist Professor fĂŒr Mittelalterliche Geschichte an der UniversitĂ€t LumiĂšre-Lyon II.
Sung-eun, Choi: Buddha. Bildnisse aus Stein in Korea. 2005. 332 S., 223 fb. Abb. 16 x 22 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-3313-6 WASMUTH & ZOHLEN
Eine durch die enge Verbindung von Text und Bild ungewöhnlich anschauliche Darstellung der Entwicklung einer herausragenden koreanischen Kunstform und ihrer religiösen Bedeutung
Im Mittelpunkt des Buches stehen steinerne Buddha-Bildnisse aus verschiedenen Epochen: von der Zeit der „Drei Königreiche“ in Korea (57 v. Chr. – 608 n. Chr.) ĂŒber diejenige des Groß-Silla-Reichs (676–935) und der Koryo-Dynastie (935–1392) bis zu den seltener werdenden Beispielen der Yi-Dynastie (1392–1910). 78 von ihnen werden in großartigen Fotos vorgestellt, die sie jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln zeigen, wĂ€hrend die Autorin den kĂŒnstlerischen Stil wie die religiöse Bedeutung der einzelnen Objekte aufschlĂŒsselt.
Wie in China oder Japan wurden auch in Korea Buddha-Bildnisse in den unterschiedlichsten Materialien gefertigt, doch wurde hier schon frĂŒh der Stein zum bevorzugten Darstellungsmittel. Die steinernen Bilder beziehen ihre Bedeutung auch aus der Tatsache, dass sie zumeist noch an ihrem Entstehungsort zu finden sind, also in ihrem Kontext, damit auch ihrem politischen und kulturellen Umfeld gesehen werden können. Die frĂŒhesten erhalten Steinbilder und -reliefs stammen aus der 2. HĂ€lfte des 6. Jahrhunderts, wobei sich QualitĂ€t und QuantitĂ€t im 7. Jahrhundert drastisch steigerten, was zur BlĂŒtezeit der koreanischen Steinmetzkunst im 8. Jahrhundert ĂŒberleitete, einer Periode des Groß-Silla-Reichs, in der dank der Patronage der königlichen Familie und der Aristokratie zahllose Bildnisse sehr unterschiedlicher Ausdrucksformen gefertigt wurden. In der Koryo-Ära spielte der Buddhismus eine herausragende Rolle, was steinerne Buddha-Reliefs sehr populĂ€r machte; auch die ĂŒber das Land verteilten Kolossalbildnisse kĂŒnden von dieser Zeit. Die ablehnende Haltung der Yi-Dynastie gegenĂŒber dem Buddhismus fĂŒhrte schließlich zu einem Niedergang der Kunstform.
Aus dem Inhalt:
Die koreanische Buddha-Darstellung in der Zeit der „Drei Königreiche“; im Groß-Silla-Reich; Buddha-Statuen und -Reliefs wĂ€hrend der „SpĂ€ten Drei Reiche“ und der Epoche der Koryo-Dynastie; die Bildnisse in der Zeit der Abwendung vom Buddhismus unter der Yi-Dynastie
Die Autorin:
Song-Ă»n-Ch'oe ist Professorin fĂŒr Kunstgeschichte an der Duksung Women UniversitĂ€t in Seoul.
GEDOK-Haus Stuttgart. Vor- und Grußworte: Kathy Kaaf, Wolfgang Schuster, Michael Sieber. Texte: Ralf Christoferi, Elke Lauterbach, Kerstin Renz, Rita E. TĂ€ubner, Friederike Voß. 2005. 128 S., 100 Abb., dav. 20 fb., 17 x 23 cm, Gb., Wasmuth Verlag, TĂŒbingen 2010. EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0648-6 WASMUTH & ZOHLEN
Der JubilĂ€umsband zum 50-jĂ€hrigen Bestehen eines wichtigen Forums fĂŒr nationale und internationale Kunst und herausragenden Vertreters der Wohnbauarchitektur der 1950er-Jahre. Die GEDOK e.V., die grĂ¶ĂŸte und traditionsreichste interdisziplinĂ€re KĂŒnstlerinnenorganisation, wurde 1926 mit dem Anliegen gegrĂŒndet, weibliche Talente und kreative Initiativen zu fördern, und setzt sich heute ĂŒber ein Netzwerk von Kontakten zu Kultur, Politik und Medien fĂŒr die Belange von KĂŒnstlerinnen aller Sparten ein. 1955 errichtete die Stuttgarter Sektion des Verbands – um „Leben und Arbeiten miteinander zu verbinden“ – ein Atelierwohnhaus speziell fĂŒr solche Frauen. Grit Bauer-Revellio, die den unter Stuttgarter Architektinnen ausgeschriebenen Wettbewerb gewann, entwarf hier mit ihrem Erstlingswerk ein GebĂ€ude, das in der Stuttgarter Wohnlandschaft jener Zeit einzigartig ist. Die SchĂŒlerin von Richard Döcker bekannte sich dabei zu den Ideen und Formen des Neuen Bauens. Das Gestaltungskonzept setzt neben dem Primat der Konstruktion auf Farbe und Materialkontraste. Jedes Detail ist durchdacht, vieles eigens fĂŒr den Bau entwickelt. Grit Bauer-Revellios souverĂ€ner Umgang mit den architekturgeschichtlichen Vorbildern sowie die von ihr erreichte konstruktive VerschrĂ€nkung von Tradition und Moderne und ĂŒberzeugende Durchdringung von Nutzung und Gestaltung wurden 1959 mit dem renommierten Paul-Bonatz-Preis der Stadt Stuttgart gewĂŒrdigt.
Das GEDOK-Haus bietet 27 Wohnateliers, eine Galerie fĂŒr Ausstellungen und Konzerte sowie einen Ballettsaal. Das offene kommunikative Konzept des Hauses ermöglicht bis heute einen lebendigen Austausch zwischen jungen KĂŒnstlerinnen und damit die kreative Begegnung von Musik, Literatur und Tanz, von Angewandter und Bildender Kunst. Mit seiner Galerie und dem Konzertsaal sowie dem vielfĂ€ltigen Angebot an Ausstellungen, Konzerten und Vortragsreihen, Performances, Lesungen und Workshops wurde es zu einem bedeutenden Stuttgarter Kulturzentrum. In diesem Band, der anlĂ€sslich seines 50-jĂ€hrigen Bestehens erscheint, wird es erstmals umfassend vorgestellt und gewĂŒrdigt.
Aus dem Inhalt:
PortrĂ€t der Initiatorin des GEDOK-Hauses, Elle Hoffmann; die architekturgeschichtliche Stellung und Bedeutung des Hauses; GesprĂ€che mit der Architektin Grit Bauer-Revellio und der Bildhauerin Eva Zippel, einer der ersten Bewohnerinnen des Hauses; das vielfĂ€ltige Programm der GEDOK; die Geschichte des KĂŒnstlerinnen-Vereins GEDOK etc.
Steinzeug und Seladon. Handbuch der koreanischen Kunst. Band 1. Von Bang, Byung-sun /Lee, Jong-min /Chang, Ki-hoon /Choi, Kun. 2005. 280 S., 236 fb. Abb. 13 x 17 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 3-8030-3314-4 WASMUTH & ZOHLEN
Eine verstĂ€ndliche, aktuelle und leserliche EinfĂŒhrung in zwei wichtige Bereiche aus Koreas reichem kĂŒnstlerischen Erbe
Das zweibĂ€ndige Handbuch im handlichen Format ist reich an Inhalt – es enthĂ€lt alle wichtigen Informationen zur koreanischen Töpferkunst und ihrer Entwicklung.
Ausgrabungsfunde belegen die Existenz von Steinzeug in Korea seit prĂ€historischen Zeiten. Eine große Rolle spielte es in der Periode des Groß-Silla-Reichs (676–935), als es in allen Lebensbereichen eingesetzt wurde. Die nachfolgende Koryo-Dynastie (935–1392) wird gerne mit dem Seladon-Porzellan identifiziert. Die grĂŒne Ware wurde von China ĂŒbernommen, doch entwickelte sich in Korea ein unabhĂ€ngiger Koryo-Stil, der selbst im Ursprungsland hoch geschĂ€tzt wurde.
Die Yi-Dynastie (1392–1910) propagierte den Konfuzianismus auf Kosten des Buddhismus, der im religiös-philosophischen Bereich zuvor dominiert hatte. Da weißes Porzellan mit der Lehre des Konfuzius in Verbindung gebracht wurde, ersetzte es nun nach und nach die Seladonware im tĂ€glichen Leben der Menschen. So verĂ€nderte der politisch-kulturelle Wandel im Land auch das Kunsthandwerk. Die Punch’óng-Ware, die von einer großen Freiheit in Form und Design bestimmt wurde und ganz neue, fĂŒr Keramik ungewöhnliche Wege ging, entwickelte sich zuerst am Ende des 14. Jahrhunderts und wurde vor allem von den unteren Gesellschaftsschichten verwendet. Die staatlichen Manufakturen der Yi-Dynastie, die weißes Porzellan fĂŒr den Hof produzierten, drĂ€ngten sie jedoch immer mehr ins Abseits, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand. WĂ€hrend weißes Porzellan die Philosophie und Kultur der Yi-Aristokratie verkörperte: Einfachheit, Anspruchslosigkeit sowie IntegritĂ€t, praktisch und schlicht war und deshalb auch im Alltag eingesetzt wurde, galten Seladon-Keramiken als edle, kostbare Ware.
Den Autoren beider BĂ€nde zur Entwicklung dieser Waren ist es gelungen, die einzelnen Gebiete neu zu erschließen, indem sie ĂŒber Herstellung wie historische Bedeutung ausgewĂ€hlter Objekte informieren. Bilder von Vergleichsobjekten, Landkarten, Tabellen, Glossare und Biographien unterstĂŒtzen die Darstellungen.
Die Autoren:
Byung-sun Bang ist Professor fĂŒr ArchĂ€ologie und Kunstgeschichte an der Korea UniversitĂ€t in Seoul, Jong-min Lee Chef-Kurator des Haegang Ceramic Art Museums und Professor fĂŒr ArchĂ€ologie und Kunstgeschichte an der Chungbuk National University. Ki-hoon Chang arbeitet als Chef-Kurator am Joseon Royal Kiln Museum in Kwangju, Kun Choi ist Direktor dieses Museums und unterrichtet an der Hongik UniversitĂ€t Geschichte der koreanischen Keramik.
Jaeyeol Kim ist stellvertretender Direktor des Ho-Am-Kunstmuseums. Er unterrichtet Geschichte der koreanischen Keramik an der NationaluniversitÀt in Seoul.
Hans van Heeswijk. Architecten. Beitr. v. Ibeling, Mels C /Heeswijk, Hans van /Tiesing, Frank. Englische Ausgabe. 2005. 530 S., 500 fb. Abb., PlÀne 19 x 25 cm. Pb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0652-X WASMUTH & ZOHLEN
Hans van Heeswijk. Architecten. Beitr. v. Ibeling, Mels C /Heeswijk, Hans van /Tiesing, Frank. 2005. 530 S., 500 fb. Abb., fb. Abb. u. PlÀne, 19 x 25 cm. Pb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0655-4 WASMUTH & ZOHLEN
Hans van Heeswijks ArchitekturbĂŒro wurde 1985 in Amsterdam gegrĂŒndet und machte sich aufgrund seiner Innovationsfreude schnell einen Namen. Mittlerweile ist eine Vielzahl unterschiedlichster EntwĂŒrfe, Bauten und anderer Aufgaben in Angriff genommen und realisiert worden, darunter BĂŒrogebĂ€ude, öffentliche GebĂ€ude, Museen, BrĂŒcken, Modernisierungen, GeneralĂŒberholungen und Innenausstattungen, aber auch Arbeiten im Bereich des Product design.
All diese Projekte bestechen durch Intelligenz und makellose Perfektion in der AusfĂŒhrung, eine Tugend, die in Zeiten knapper Budgets immer seltener wird. Formal wirken die EntwĂŒrfe von Hans van Heeswijk Architekten zunĂ€chst zurĂŒckhaltend, um dann bei nĂ€herer Betrachtung durch subtile Artikulationen zu ĂŒberraschen. Jedes Detail wirkt ĂŒberzeugend – die Aura ruhiger Gelassenheit, die diese Arbeiten ausstrahlen, ist typisch fĂŒr Bauten, die mit großer Sorgfalt und GrĂŒndlichkeit komponiert wurden.
Die vorliegende Monographie dokumentiert die Arbeit und Philosophie von Hans van Heeswijk Architecten wĂ€hrend der letzten 10 Jahre. Auch das neueste Projekt, der kĂŒrzlich erteilte Auftrag zur Generalinstandsetzung des Hermitage Museums in Amsterdam, wird hier bereits vorgestellt.
Essays von Hans van Heeswijk und Hans Ibelings sowie ein GesprÀch zwischen Hans van Heeswijk und dem hollÀndischen Reichsbaumeister Mels Crouwel ergÀnzen den bis ins Detail illustrierten Projektteil.
Aus dem Inhalt:
Öffentliche Bauten: Satelietmuseum der Hermitage in Amsterdam; Artothek und Museum, Breda; Rathaus und Bibliothek, Heerhugoward; Schul- und BĂŒrogebĂ€ude, Amsterdam. BĂŒrobauten: Sportsaal und ArchitekturbĂŒro Hans van Heeswijk Architecten, Amsterdam; Geo-Informationsdienst, Delft; Constellation und Convair Building am Flughafen Schiphol. Umnutzungen: Parkgaragen Daalwijkdreef, Amsterdam. Wohnbauten: Dapperbuurt, Amsterdam; IJdoornlaan, Amsterdam. Infrastrukturelle Bauten: U-Bahn-Station Parkweg, Schiedam; BrĂŒcke Papendorp, Utrecht; BrĂŒcken Deventer; Zouthavenbrug, Amsterdam. Renovierungen: Wohnbauten Brandaris, Nordwachter und IJdoorn, Zaandam u.v.a.

Zielgruppen:
Architekten, Architekturinteressierte, Stadtplaner
Krier, Rob: Figuren. Gezeichnetes Tagebuch. 14.6.94 - 1.9.94. 2005. 264 S., 127 fb. Abb. 12 x 17 cm. Ln EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3311-X WASMUTH & ZOHLEN
Zeichnungen und Skulpturen: das kĂŒnstlerische Werk des bekannten Architekten.
Der 1938 in Luxemburg geborene Architekt Rob Krier ĂŒbernahm nach seinem Studium an der TU MĂŒnchen einen Lehrauftrag fĂŒr Entwerfen an der Technischen UniversitĂ€t Wien. Gleichzeitig unterhielt er dort ein ArchitekturbĂŒro, bis er 1993 nach Berlin umsiedelte und Christoph Kohl als Juniorpartner aufnahm. Bekannt wurde Krier insbesondere durch seine Bauten im Rahmen der IBA Berlin (Ritterstraße, Rauchstraße), in die er seine Vorstellungen von Stadtraum einbringen konnte, sowie die stĂ€dtebauliche Gesamtanlage Kirchsteigfeld bei Potsdam. Mit seinen BeitrĂ€gen zur erneuten Einbeziehung traditioneller Raumkompositionen in den StĂ€dtebau der Nachkriegszeit gewann er auch internationale Beachtung. Er gilt als Anwalt einer Stadtarchitektur, die ĂŒber die bloße NĂŒtzlichkeit hinaus auch zur Verschönerung des Lebensumfelds beitragen soll. Die Beachtung des menschlichen Maßstabs beim Bau, die Bevorzugung des individualisierten, parzellierten HĂ€userblocks und die soziale RĂŒckdimensionierung von Architektur zielen auf die Wiederbelebung des Viertels oder Quartiers.
Zeitgleich zur monographischen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt vom 6. August bis 30. Oktober erscheinen zwei kleinformatige BĂ€nde, die zum einen das zeichnerische Schaffen Rob Kriers, zum anderen sein bildhauerisches Werk dokumentieren. Seine unablĂ€ssige kĂŒnstlerische ProduktivitĂ€t in diesen Bereichen ist fĂŒr ihn ebenso wichtig wie die RationalitĂ€t des Bauens: „Mein Traum ist es immer gewesen, beides zu verbinden.“
Seine Skulpturen sind der BodenstĂ€ndigkeit verpflichtet, ihre Sinnlichkeit ist aus dem tĂ€glichen Leben gegriffen. „Ich nutze die Sprache der Bewegung des menschlichen Körpers, der lautlosen Gestik, die noch in der Erstarrung alle Bereiche der GefĂŒhlswelt erahnen lĂ€sst.“ Diese Körpergebilde streben nach Idealen, die kaum zu erreichen sind, und lassen auch bedrohliche Seiten aufscheinen. Die Suche nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit Ă€ußert sich in immer neuen Interpretationen: „Die TrĂ€ume, die mich verfolgen, sind mit Schwermut beladen. Sie sind sich der UnerfĂŒllbarkeit ihrer Begierden bewusst.“ – Rob Kriers Zeichnungen und Figuren sind all dies und zugleich Studien und Modelle im Hinblick auf einen spĂ€teren Dialog mit der Architektur; ein imaginĂ€rer Standpunkt begleitet sie unsichtbar, ein leerer Sockel oder eine Nische im öffentlichen Raum, an Straßen, PlĂ€tzen, GĂ€rten und an GebĂ€uden, wartet auf sie. Es ist die implizite Sehnsucht nach dem architektonischen Kontext und dem Gesamtkunstwerk.
Krier, Rob: Figuren. In Ton moduliert 1994-2002. 2005. 376 S., 291 fb. Abb. - 12 x 17 cm Ln EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3312-8 WASMUTH & ZOHLEN
Zeichnungen und Skulpturen: das kĂŒnstlerische Werk des bekannten Architekten.
Der 1938 in Luxemburg geborene Architekt Rob Krier ĂŒbernahm nach seinem Studium an der TU MĂŒnchen einen Lehrauftrag fĂŒr Entwerfen an der Technischen UniversitĂ€t Wien. Gleichzeitig unterhielt er dort ein ArchitekturbĂŒro, bis er 1993 nach Berlin umsiedelte und Christoph Kohl als Juniorpartner aufnahm. Bekannt wurde Krier insbesondere durch seine Bauten im Rahmen der IBA Berlin (Ritterstraße, Rauchstraße), in die er seine Vorstellungen von Stadtraum einbringen konnte, sowie die stĂ€dtebauliche Gesamtanlage Kirchsteigfeld bei Potsdam. Mit seinen BeitrĂ€gen zur erneuten Einbeziehung traditioneller Raumkompositionen in den StĂ€dtebau der Nachkriegszeit gewann er auch internationale Beachtung. Er gilt als Anwalt einer Stadtarchitektur, die ĂŒber die bloße NĂŒtzlichkeit hinaus auch zur Verschönerung des Lebensumfelds beitragen soll. Die Beachtung des menschlichen Maßstabs beim Bau, die Bevorzugung des individualisierten, parzellierten HĂ€userblocks und die soziale RĂŒckdimensionierung von Architektur zielen auf die Wiederbelebung des Viertels oder Quartiers.
Zeitgleich zur monographischen Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt vom 6. August bis 30. Oktober erscheinen zwei kleinformatige BĂ€nde, die zum einen das zeichnerische Schaffen Rob Kriers, zum anderen sein bildhauerisches Werk dokumentieren. Seine unablĂ€ssige kĂŒnstlerische ProduktivitĂ€t in diesen Bereichen ist fĂŒr ihn ebenso wichtig wie die RationalitĂ€t des Bauens: „Mein Traum ist es immer gewesen, beides zu verbinden.“
Seine Skulpturen sind der BodenstĂ€ndigkeit verpflichtet, ihre Sinnlichkeit ist aus dem tĂ€glichen Leben gegriffen. „Ich nutze die Sprache der Bewegung des menschlichen Körpers, der lautlosen Gestik, die noch in der Erstarrung alle Bereiche der GefĂŒhlswelt erahnen lĂ€sst.“ Diese Körpergebilde streben nach Idealen, die kaum zu erreichen sind, und lassen auch bedrohliche Seiten aufscheinen. Die Suche nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit Ă€ußert sich in immer neuen Interpretationen: „Die TrĂ€ume, die mich verfolgen, sind mit Schwermut beladen. Sie sind sich der UnerfĂŒllbarkeit ihrer Begierden bewusst.“ – Rob Kriers Zeichnungen und Figuren sind all dies und zugleich Studien und Modelle im Hinblick auf einen spĂ€teren Dialog mit der Architektur; ein imaginĂ€rer Standpunkt begleitet sie unsichtbar, ein leerer Sockel oder eine Nische im öffentlichen Raum, an Straßen, PlĂ€tzen, GĂ€rten und an GebĂ€uden, wartet auf sie. Es ist die implizite Sehnsucht nach dem architektonischen Kontext und dem Gesamtkunstwerk.
Hillenbrand, Robert: Kunst und Architektur des Islam. 2005. 290 S., 190 sw. u. 80 fb. Abb. 15 x 21 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-4027-2 WASMUTH & ZOHLEN
Eine zugleich umfassende wie kompakte Darstellung der Entwicklung der KĂŒnste im islamischen Kulturkreis, wie es sie bisher in deutscher Sprache nicht gegeben hat
Ein Muss fĂŒr jeden, der etwas ĂŒber Kunst und Islam erfahren will
Robert Hillenbrand, der nicht nur in England als die fĂŒhrende AutoritĂ€t auf dem Gebiet der Erforschung islamischer Kunst gilt, verfolgt in diesem Buch, das sich als grundlegende EinfĂŒhrung in dieses Thema versteht, die Entwicklung einer außergewöhnlich vielfĂ€ltigen Spannbreite von Kunstformen: Architektur, Kalligraphie, Buchillumination, Malerei, Keramik, Textilien, Metallarbeiten, um nur einige zu nennen. Er bietet in seinem reich illustrierten Werk einen ausgewogenen Überblick zu diesem weit gefassten Thema – das immerhin 1000 Jahre und geographisch den ausgedehnten Wirkungsbereich muslimisch geprĂ€gter Zivilisation umspannt –, indem er den Schwerpunkt auf bestimmte bedeutende Werke legt, die fĂŒr die verschiedenen Stile und Schulen als reprĂ€sentativ gesehen werden können. Diese ausgewĂ€hlten Beispiele, die in Erscheinung und Wirkung sehr anschaulich beschrieben werden, sind gleichsam ‚Botschafter‘ fĂŒr die jeweilige Kunstform. Die ‚großen Namen‘ der islamischen Architektur und Kunst – wie der Felsendom, die Alhambra oder Rashid al-Dins „Weltgeschichte“ – stehen dabei neben weniger bekannten, doch genauso faszinierenden Arbeiten, die den Leser die Vielfalt und Tiefe islamischer Kunst erahnen lassen.
Dem Autor gelingt es auch, die richtige Balance zwischen zweckmĂ€ĂŸigen GegenstĂ€nden fĂŒr den Alltagsgebrauch und Luxusobjekten, die fĂŒr die Herrschaftsschicht gefertigt wurden, zu finden. Die Besonderheiten, fĂŒr welche die einzelnen Dynastien stehen, werden herausgearbeitet wie auch die engen Beziehungen, die zwischen den jeweiligen politischen, religiösen und ökonomischen Gegebenheiten und dieser Kunst bestanden. Vor allem werden die Werke dabei auch mit dem Leben ihrer Schöpfer in Verbindung gebracht, so dass der Leser auch etwas ĂŒber das Leben in und außerhalb der PalĂ€ste in der muslimischen Welt erfĂ€hrt.
Aus dem Inhalt:
Kunst und Architektur der Umaiyaden, Abbasiden, Fatimiden, Seldschuken, Atabegs, Mamluken sowie der Dynastien im islamischen Westen, der Ilkhane und Timuriden, der Safawiden und der Osmanen
Der Autor:
Robert Hillenbrand ist seit 1989 Professor fĂŒr Islamische Kunst an der UniversitĂ€t Edinburgh.
Kim, Jaeyeol: Weisses Porzellan und Punch'Ăłng-Keramik. Handbuch der koreanischen Kunst. Band 2. 2005. 312 S., 220 fb. Abb. 13 x 17 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 3-8030-3315-2 WASMUTH & ZOHLEN
Eine verstĂ€ndliche, aktuelle und leserliche EinfĂŒhrung in zwei wichtige Bereiche aus Koreas reichem kĂŒnstlerischen Erbe

Das zweibĂ€ndige Handbuch im handlichen Format ist reich an Inhalt – es enthĂ€lt alle wichtigen Informationen zur koreanischen Töpferkunst und ihrer Entwicklung.
Ausgrabungsfunde belegen die Existenz von Steinzeug in Korea seit prĂ€historischen Zeiten. Eine große Rolle spielte es in der Periode des Groß-Silla-Reichs (676–935), als es in allen Lebensbereichen eingesetzt wurde. Die nachfolgende Koryo-Dynastie (935–1392) wird gerne mit dem Seladon-Porzellan identifiziert. Die grĂŒne Ware wurde von China ĂŒbernommen, doch entwickelte sich in Korea ein unabhĂ€ngiger Koryo-Stil, der selbst im Ursprungsland hoch geschĂ€tzt wurde.
Die Yi-Dynastie (1392–1910) propagierte den Konfuzianismus auf Kosten des Buddhismus, der im religiös-philosophischen Bereich zuvor dominiert hatte. Da weißes Porzellan mit der Lehre des Konfuzius in Verbindung gebracht wurde, ersetzte es nun nach und nach die Seladonware im tĂ€glichen Leben der Menschen. So verĂ€nderte der politisch-kulturelle Wandel im Land auch das Kunsthandwerk. Die Punch’óng-Ware, die von einer großen Freiheit in Form und Design bestimmt wurde und ganz neue, fĂŒr Keramik ungewöhnliche Wege ging, entwickelte sich zuerst am Ende des 14. Jahrhunderts und wurde vor allem von den unteren Gesellschaftsschichten verwendet. Die staatlichen Manufakturen der Yi-Dynastie, die weißes Porzellan fĂŒr den Hof produzierten, drĂ€ngten sie jedoch immer mehr ins Abseits, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand.
WĂ€hrend weißes Porzellan die Philosophie und Kultur der Yi-Aristokratie verkörperte: Einfachheit, Anspruchslosigkeit sowie IntegritĂ€t, praktisch und schlicht war und deshalb auch im Alltag eingesetzt wurde, galten Seladon-Keramiken als edle, kostbare Ware.
Den Autoren beider BĂ€nde zur Entwicklung dieser Waren ist es gelungen, die einzelnen Gebiete neu zu erschließen, indem sie ĂŒber Herstellung wie historische Bedeutung ausgewĂ€hlter Objekte informieren. Bilder von Vergleichsobjekten, Landkarten, Tabellen, Glossare und Biographien unterstĂŒtzen die Darstellungen.
Schreiber, Gudrun: Faszination Shal. Persische Woll- und Kaschmirstoffe im Vergleich. 2005. 96 S., 30 sw. u. 65 fb. Abb. 21 x 28 cm. Pb EUR 39,90 ISBN: 3-8030-3310-1 WASMUTH & ZOHLEN
Dieses Buch lĂ€sst auf exemplarische Weise erkennen, wie in einem Kulturkreis das Ă€sthetische Empfinden verbunden mit den technischen Möglichkeiten einer bestimmten Zeit zu exklusiven textilen Produkten, die höchste gesellschaftliche Anerkennung genießen, fĂŒhren kann. So geschehen mit Woll- und Kaschmirstoffen in Persien vor allem im 18. und 19. Jahrhundert, die eine Sonderstellung in der höfischen Kleidergeschichte einnehmen. FĂŒr mehr als tausend Jahre war in den Kulturen des Orients wie in denen des Okzidents Seide das Material des Hofes und der Herrschenden gewesen. WĂ€hrend die Autorin die Geschichte ihrer Ablösung durch die Shal-Fabrikate in Persien und deren weitere Entwicklung nachzeichnet, eröffnet sie interessante Einblicke in die iranische Lebenswelt vergangener Zeiten. Die textilkulturelle Untersuchung begleitet jedoch auch eine Beschreibung der technikgeschichtlichen HintergrĂŒnde der Produktion von Woll- und Kaschmirstoffen. Hier zeigt sich dann auch, wie sehr der Einfluss neuer technischer Entwicklungen die Gestaltung und Realisierung solcher Textilien wie auch letztendlich ihren Niedergang bestimmen kann. Auf der Grundlage von Einzelanalysen - wobei der Autorin fĂŒr die Untersuchung zahlreiche Beispiele zur VerfĂŒgung standen - werden die eingesetzten Materialien, die Herstellungsmethoden und -techniken sowie die Struktur und die typischen Muster bestimmt. Trotz aller Schwierigkeiten und Unsicherheiten, die stets mit der Herausarbeitung von Unterscheidungsmerkmalen einher gehen, die fĂŒr eine gesicherte Zu- und Einordnung historischer Textilien nach Provenienzen relevant sind, gelingt es, Kriterien fĂŒr eine Abgrenzung der persischen Shals gegenĂŒber vergleichbaren indischen und europĂ€ischen Stoffen zu entwickeln.
Eine gelungene Analyse der gestalterischen, textiltechnischen und textilchemischen Aspekte des "Shal" - eines exklusiven KleidungsstĂŒcks, das Land und Leute in Iran ĂŒber Jahrhunderte prĂ€gte.

Aus dem Inhalt:
Die Bedeutung der Stoffe im historischen Verlauf von den ersten Hinweisen bis zum Ende der Shal-Tradition Anfang des 20. Jahrhunderts; Formen und Materialien der Kleidung in Persien in dieser Zeit und ihre gesellschaftliche Bedeutung; Textilien im Wohnbereich, im sakralen Bereich, im Zeremoniell der Feste; die Rohstoffe; allgemeine Produktionsbedingungen; Methoden und Techniken; im Vergleich mit indischen Wirkarbeiten und europÀischen Schals: Struktur der Shals und Ornamentik; eine Analyse der Woll- und Kaschmirstoffe mit dem Versuch einer Zuschreibung von Provenienzen.
Tunesien Ifriqiya. 13 Jahrhundert Kunst und Architektur. Hrsg. Museum ohne Grenzen. 2003. 312 S., 230 fb. Abb., 15 Planskizzen 15 x 21 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-4103-1 WASMUTH & ZOHLEN
Seit dem 9. Jahrhundert konnte Ifriqiya ĂŒber Syrien und Ägypten mesopotamische sowie auch andalusische EinflĂŒsse in sich aufnehmen und diese weiterentwickeln, ohne mit berberischen, karthagischen, römischen und byzantinischen Traditionen brechen zu mĂŒssen: ein vollendeter Synkretismus, dessen zahlreiche Zeugnisse noch heute in Tunesien sichtbar sind, von den majestĂ€tischen Bey-Residenzen in der Hauptstadt bis hin zur strengen Ibaditen-Architektur auf Djerba. Ribats, Moscheen, Medinas, Zawiyas, Ksur und Ghurfas sĂ€umen geschichtstrĂ€chtige Landstriche, die es auf dieser Ausstellungsstraße zu entdecken lohnt.
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