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WASMUTH & ZOHLEN

 
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Scharein. Ein KĂŒnstlerportrĂ€t - A Portrait of the Artist. Beitr. v. Guttenberg, Karl Th zu /Gysi, Gregor /Krone, Klaus /Leinemann,JĂŒrgen /Piepenbrock, Hartwig /Piepenbrock, Maria Th /Prinz, Ursula /Raue, Peter /Scharein, GĂŒnter /Staudt, Erwin /Thierse,Wolfgang /Wall, Hans /Wiehager, Renate. Hrsg. v. Hansen, Stefan /Reuter, Edzard. 2006. 112 S., 80 meist fb. Abb., Beih. 28 S. mit 1 Interview 24,5 x 30,5 cm. Ln EUR 28,00 ISBN: 3-8030-3318-7 WASMUTH & ZOHLEN
1949 geboren, studierte GĂŒnter Scharein von 1969 bis 1979 in Hamburg, SaarbrĂŒcken und Berlin Kunsterziehung. Nach einigen Jahren LehrtĂ€tigkeit arbeitet er seit 1988 ausschließlich als freier Maler. Mit der vorliegenden Monographie besteht nun zum ersten Mal die Möglichkeit, seinen Arbeiten und Ansichten in einem Buch zu begegnen. Zugleich wird sein Werk in einem kunsthistorischen Kontext verankert und zu den monumental gedachten, spirituellen, monochromen Bildkonzepten der lyrisch-abstrakten Malerei der 1960er Jahre – von KĂŒnstlern wie beispielsweise Mark Rothko oder Barnett Newman – in Beziehung gesetzt.
Um 1968 setzte Scharein bei einem streng seriell aufgebauten, auf Schwarz-Weiß-Kontraste reduzierten Bildkonzept an, das seine VorlĂ€ufer in der Konkreten Kunst, der ZERO-Bewegung und der Op-Art hatte. In Anlehnung an die Rasterstruktur des fotografischen Bildes in Zeitschriften wechselt er ab 1976 zu einer Siebdrucktechnik, bei der er im Verlauf Hunderter von DruckvorgĂ€ngen die Grundfarben Rot, Blau, GrĂŒn und Gelb zu einem dichten, unzerreißbaren Bildplan verwebt. Schließlich geht er dazu ĂŒber, die Struktur dieser Siebdrucke in Pinselarbeiten aufzugreifen. Die Struktur- und FarbflĂ€chen seiner Bilder entstehen nun durch sich ĂŒberlagernde FarbablĂ€ufe aus Hunderten aufeinander abgemischter Farbtöne, zerlegt in Tausende einzelner handgemalter Punkte.
Schareins Bilder entfalten einen begrifflosen, farbatmosphĂ€risch aufgeladenen Raum um sich, welcher den Betrachter an den kultischen Ursprung von Kunst zurĂŒckfĂŒhrt. Der Betrachter muss mit seiner ganzen Erfahrung, seiner Sinnlichkeit und SpiritualitĂ€t auf diese Bilder antworten – oder sie werden ihm verschlossen bleiben. Sein extrem reduziertes Inventar – vier Farben und Punktraster – variiert Scharein ĂŒber Nuancen der Lichtdramaturgie. So erscheint in der Serie der blauen Bilder das Licht als Emanation spiritueller Energie aus dem Dunkel heraus, wĂ€hrend die aktuelle Serie der gelben Bilder die Lichthaltigkeit der Farbe selbst emotional bedeutsam werden lĂ€sst. Diese konsequente Reduktion als Basis der Bilder ist es, welche fĂŒr den kunstgeschichtlich versierten Besucher zugleich Momente der Farbgestaltung in der abendlĂ€ndischen Malerei in Erinnerung ruft.
„Wenn ich in meinem BildgedĂ€chtnis die abendlĂ€ndische Malerei nach den schönsten ‚Stellen’ durchforste, dann zĂ€hlt fĂŒr mich zu den frĂŒhen Höhepunkten der Befreiung der Farbe das Reflexlicht in den Bildern Vermeers. Schon die gemalten RĂ€ume Vermeers sind von einem farbhaltigen blĂ€ulichen oder grĂŒnlichen Licht erfĂŒllt, das von den Lokalfarben der Dinge auszustrahlen scheint und sich zu einem koloristischen Chiaroscuro verdichtet. Diese Lokalfarben selbst sind wieder in Lichtwerte verwandelt, indem ihre Stofflichkeit sich in irisierende Farbkörper auflöst, die sich aus punktkleinen Reflexen zusammensetzen.“ (Scharein)
Zug, Beatrix: Die Anthropologie des Raumes in der Architekturtheorie des frĂŒhen 20. Jahrhunderts. 2007. 112 S. 22 x 16 cm. Pb EUR 14,50 ISBN: 3-8030-0674-0 WASMUTH & ZOHLEN
„Die Studie von Beatrix Zug stellt die hohe Bedeutung der Theorie des Raumes des Kunstwissenschaftlers August Schmarsow (1853–1936) fĂŒr die Architekturtheorie des frĂŒhen 20. Jahrhunderts heraus. Dessen Definition der Architektur als ‚Raumgestalterin‘ wurde wegweisend fĂŒr die Architekturtheorie der frĂŒhen Moderne und ihrem VerstĂ€ndnis der Architektur als Raumkunst.
Schmarsows theoretische PrĂ€misse, die Anschauungsform des Raumes als Bedingung der Architektur zu setzen, wird von der Autorin in höchst kenntnisreicher Einordnung in ideengeschichtliche ZusammenhĂ€nge prĂ€zise analytisch erschlossen und anschaulich vermittelt. So kann der Einfluss von Wundt und Dilthey auf Schmarsows ganzheitlichen Ansatz nachgewiesen werden, um kunst- und naturwissenschaftliche, psychologische und physiologische AnsĂ€tze in einer Ästhetik zu vereinen, die sich als Wissenschaft von der Sinnlichkeit des Menschen und seinen Anschauungsformen begreift.
Besondere Hervorhebung verdienen die analytischen Betrachtungen der Autorin zur Schmarsow-Rezeption bei dem Kunstwissenschaftler Paul Zucker, in dessen Architekturtheorie die Kategorie des Raumes mit der Kategorie der Zeit durch den Begriff der zweckgerichteten Handlung verbunden wird. Anhand von Zuckers Schriften, die auf Schmarsow Bezug nehmen, kann die Autorin schlĂŒssig aufzeigen, wie der psychologisch begrĂŒndete Raumbegriff Schmarsows verkĂŒrzt rezipiert wird. Insgesamt muss der vorliegende Text als grundlegende Arbeit sowohl in Bezug auf das VerstĂ€ndnis der Architektur in der Schmarsow’schen Theorie als auch hinsichtlich der Schmarsow-Rezeption angesehen werden.“ Prof. Dr.-Ing. Fritz Neumeyer
Warhaftig, Myra: They Laid the Foundation. Lives and Works of German-Speaking Jewish Architects in Palestine 1918-1948. Aus d. Dt. v. Lerner, Andrea. 2., verÀnd. Aufl. 2007. 400 S., 475 fb. Ill. u. PlÀne 27 x 22 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-0676-9 WASMUTH & ZOHLEN
In the 1920s and in particular after the Nazis took over power in 1933 and introduced the Nuremberg Race Laws, more than 130 Jewish architects emigrated to Palestine. Their Buildings (e.g. by Alex Baerwald and Harry Rosenthal) had already made a significant contribution to the urban image of Berlin and they now set about laying the foundations of their new home in Palestine. This book by the Israeli architect Myra Warhaftig provides a comprehensive documentation of works of these architects: Kibbutzim, villages and cities with housing developments, hospitals, schools, universities, theatres, concert halls, administration buildings, etc.
The English language edition of the book also includes portraits of the lives and works of some persecuted Jews from Nazi Germany who started out as entrepreneurs when they arrived in Eretz Israel and who, with their descendants, have gone on to represent important branches of Israeli industry. These individuals also laid the foundation of Israel.
Pfeifer, GĂŒnter /Stefanovska, Biljana: Erfindung Wohnen. 10 Grundlagenvorlesungen. 2., verĂ€nd. u. erg. Aufl. 2007. 160 S., 106 Abb. 22 x 16 cm. Pb EUR 14,80 ISBN: 3-8030-0673-2 WASMUTH & ZOHLEN
Erfindung Wohnen? Muss das Wohnen neu erfunden werden? Ist es nicht selbstverstĂ€ndlich? „Finden“ und „Erfinden“ impliziert Suchen. Doch nach was suchen wir im Zusammenhang mit Wohnen?
Wohnen ist Behausung, in dem sich die eigenen und die kollektiven Lebenselemente entfalten, Behausung des Menschen als geistiges und leibliches Wesen, aber auch als Teil von Gesellschaft und Kultur.
Nun steckt im Begriff des Wohnens neben „gewöhnlich“ oder „ungewohnt“ aber auch die „Gewohnheit“. GeWohnheiten beruhen auf ehemaligen Erfindungen. Sie bestehen in KontinuitĂ€t und im Überliefern. Der heutige Wohnungsbau, der trotz der völlig verĂ€nderten Raumvorstellungen des Internet-Zeitalters immer wieder gleiche Lösungen produziert, beweist, wie sehr wir in diesen Strukturen gefangen bleiben. Dem Ändern des Gewohnten geht ein Denkprozess voraus – zu dem dieses Buch anregen will. Insbesondere sollen angehende Architekten zum Nachdenken ĂŒber „das Wohnen“ angeregt werden.
Aus dem Inhalt: Martin Heidegger – Bauen Wohnen Denken. Was kommt danach? Wohnen: Was ist das? Arbeiten; Schlafen; Kochen; Essen; Hygiene – Entleerung; Hygiene – Körperpflege/Baden; Spielen und Entspannen; Sammeln, speichern, lagern
Der Regierungsbunker. Hrsg. Bundesamt fĂŒr Bauwesen und Raumordnung und Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Projektleitung: Olaf Asendorf. Vorw.: Florian Mausbach, Hermann SchĂ€fer. Beitr.: Wolfgang Benz, Elke M. Geenen, Alexander Kierdorf, Bettina Lutz, Andreas Rossmann, Waldemar Schreckenberger, Bernd Stöver, Bruo Thoß, Markus Wolf. 2006. 116 S., 86 z. T. fb. Abb. 24 x 30 cm, Gb., EUR 39,00 ISBN: 978-3-8030-0671-6 WASMUTH & ZOHLEN
Der Regierungsbunker bei Marienthal an der Ahr, der in einem Atomkrieg Parlament und Regierung 30 Tage lang hĂ€tte beherbergen sollen, war eines der am besten gehĂŒteten Geheimnisse der Bonner Republik. Doch reicht die wechselvolle Geschichte des Bunkers weiter zurĂŒck als nur bis zum Kalten Krieg. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg als Tunnel einer MilitĂ€rbahn begonnen diente er im Zweiten Weltkrieg als KZ-Außenlager der V 1-Produktion, bevor er mit gigantischem Aufwand ab 1960 fĂŒr die Beherbergung der Regierung im Krisenfall ausgebaut wurde. Umfangreiches Bildmaterial sowie acht BeitrĂ€ge aus journalistischer, soziologischer, historischer, militĂ€rischer, geheimdienstlicher, politischer und baugeschichtlicher Perspektive gewĂ€hren in einer Publikation des Bonner Hauses der Geschichte und des Bundesamts fĂŒr Bauwesen und Raumordnung der Öffentlichkeit erstmals Einblicke in die Geschichte, die Funktion und das Innere des Bunkers, der nicht nur als Monument des Kalten Krieges ein bislang unbekannter Ort deutscher Geschichte ist.
Heinzmann, Friedrich: Die freie Bauherrengemeinschaft. Praktische Überlegungen aus juristischer Sicht und Vertragsmuster. 3. Aufl. 2006. 72 S. - 23,5 x 16,5. Gb. EUR 12,80 ISBN: 3-8030-0670-8 WASMUTH & ZOHLEN
Der Autor erlĂ€utert nun die rechtlichen Grundlagen des gemeinsame Bauens und legt Vertragsmuster vor, an denen sich potentielle Baugemeinschaften orientieren können. DarĂŒber hinaus geht er auf die praktischen und psychologischen Fragen ein, mit denen sich Baugemeinschaften auseinandersetzen mĂŒssen. Im Vordergrund steht dabei das VerhĂ€ltnis zwischen Planungssicherheit der Gemeinschaft einerseits und individueller FlexibilitĂ€t andererseits.
Der Autor: Dr. jur. Friedrich Heinzmann ist seit zehn Jahren juristischer Mitarbeiter der UniversitĂ€tsstadt TĂŒbingen, anfangs im Bereich Stadtentwicklung, aktuell als stellvertretender Leiter der Rechtsabteilung. Außerdem wirkt er als Lehrbeauftragter an der Hochschule fĂŒr Wirtschaft und Umwelt NĂŒrtingen-Geislingen im Fachbereich Immobilienwirtschaft.
Die Mudejar-Kunst. Spanien, Andalusien, Aragonien, Kastilien -La Mancha, Kastilien-León, Extremadura, Madrid. Islamische Ästhetik in christlicher Kunst. 2006. 316 S., 236 fb. Abb. 21,5 x 14,8 cm. (Museum ohne Grenzen ) Pb EUR 16,80 ISBN: 3-8030-4100-7 WASMUTH & ZOHLEN
Die Kunst der MudĂ©jares, der muslimischen Bevölkerung, die auch nach der Reconquista in Andalusien blieb, nimmt unbestritten eine einzigartige Stellung innerhalb der islamischen Kunstformen ein: Sie ist die sichtbare Manifestation eines wirklichen kulturellen Miteinanders, einer Verschmelzung zweier Kulturen, die außerhalb ihres politischen und religiösen Antagonismus eine fruchtbare kĂŒnstlerische Romanze eingingen. Die fĂŒr ihre Baukunst berĂŒhmten MudĂ©jares errichteten fĂŒr die christlichen Neuankömmlinge unzĂ€hlige PalĂ€ste, Klöster und Kirchen unter schöpferischer Bewahrung streng islamischer Formen. Die verschiedenen Regionen, durch die diese Ausstellungsstraße fĂŒhrt, sind die wichtigsten StĂ€tten jener Kunstwerke, die in großer Zahl und vielfĂ€ltigen Varianten von der ĂŒberschwĂ€nglichen VitalitĂ€t der MudĂ©jar-Kunst zeugen.
Von den Göttern zu Gott. FrĂŒhes Christentum im Rheinland Hrsg.: Rheinisches LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland und Rheinischer Verein fĂŒr Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Texte: Lothar Altringer, Albert Boulet, Lothar Bakker, Gerhard Bauchhenß, Wim Dijkman, Hubert Fehr, Jochen Giesler, Mathilde GrĂŒnewald, Silke GĂŒnnewig, Else Hartoch, Christoph Keller, Ulrike MĂŒssemeier, Peter Noelke, Thomas Otten, Bernd PĂ€ffgen, Sebastian Ristow, Winfried Schmitz. 2006. 144 S., 65 meist fb. Abb. 16 x 24 cm. Pb, EUR 16,80
Katalogbuch zur Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland vom 14. Dezember 2006 bis 15. April 2007. ISBN: 3-8030-1058-6 WASMUTH & ZOHLEN
Die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen UmbrĂŒche der Epoche zwischen dem 4. und 8. Jahrhundert bilden die Grundlagen des heutigen Europas. Kaum eine Region ist so reich an Objekten aus dieser bewegten Zeit wie das Rheinland. Die Ausstellung im Rheinischen LandesMuseum Bonn des Landschaftsverbandes Rheinland zeigt zum ersten Mal die bedeutendsten und schönsten Funde aus dem Gebiet zwischen Nijmegen und Speyer im historischen Kontext. Wissenschaftliche Grundlage bilden die intensiven Forschungen der letzten 20 Jahre, besonders in den alten RömerstĂ€dten an Rhein und Mosel.
Ca. 250 Exponate aus zahlreichen deutschen und internationalen Sammlungen – u.a. Waffen, Steinmonumente, GoldglĂ€ser, Fibeln, Schmuck, kostbare Handschriften und Modelle – dokumentieren den spannenden Übergang von den alten Kulten und Religionen der SpĂ€tantike bis zum christlichen Karolingerreich Kaiser Karls des Großen.
Die Ausstellung und das Katalogbuch entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Verein fĂŒr Denkmalpflege und Landschaftsschutz und Wissenschaftlern der UniversitĂ€ten Köln und Bonn.
Der reichbebilderte Band fĂŒhrt mit Einleitungstexten zur SpĂ€tantike, dem FrĂŒhmittelalter und der Karolingerzeit in das Thema ein. Herausragende Exponate werden in Text und Bild in Einzelartikeln gewĂŒrdigt. Der Anhang enthĂ€lt einen ausfĂŒhrlichen ReisefĂŒhrer zu den StĂ€tten des FrĂŒhen Christentums im Rheinland mit Bestandsbeschreibungen, Adressen, Öffnungszeiten und Literaturhinweisen. Drei Karten und eine Chronologie runden den Katalog ab.
Schmidle, Elisabeth: Fritz August Breuhaus. 1883-1960 - Kultivierte Sachlichkeit. 2006. 296 S., 259 Abb., 16 fb. Taf., mit 1 CD-ROM. 27 x 22 cm. Gb EUR 49,00 ISBN: 3-8030-0665-1 WASMUTH & ZOHLEN
„Das Haus der kultivierten Sachlichkeit“ nennt der Architekt Fritz August Breuhaus [de Groot] Ende der dreißiger Jahre seinen Entwurf fĂŒr ein Wohnhaus in Stuttgart. Diese Umschreibung charakterisiert auch seine DesignentwĂŒrfe Ă€ußerst treffend und grenzt sie gegen die klassische Moderne ab. Mit seiner von der Neuen Sachlichkeit abgeleiteten Stilvariante trĂ€gt Breuhaus dazu bei, die Akzeptanz avantgardistischer Ideen zu erhöhen und erzielt wesentlich bessere Verkaufszahlen als seine weniger kompromissbereiten Kollegen. Vom Architekten der DĂŒsseldorfer Gartenstadt und Entwerfer luxuriöser LandhĂ€user avanciert er zum Innenausstatter der modernsten und extravagantesten Verkehrsmittel seiner Zeit. FĂŒr die Innenausstattungen des Überseedampfers Bremen und der Zeppeline LZ 128 und LZ 129 Hindenburg entwickelt er Ende der zwanziger Jahre eine harmonische Synthese aus luxuriöser Inszenierung und sachlichem Funktionalismus.
Als geschickter Werbestratege publiziert Breuhaus ab 1935 all seine Bauten im Wasmuth Verlag. Elisabeth Schmidles Blick auf seine Arbeit als Designer rundet dieses Bild nun ab. Sie erfasst und interpretiert das umfangreiche und in seinen Sparten heterogene Werk erstmals systematisch und analysiert es unter den Aspekten Mythen und Legenden um Fritz August Breuhaus; Interieurs zwischen Historismus und Art DĂ©co; Breuhaus’ Konzept der „kultivierten Sachlichkeit“ und dessen Beitrag zur Moderne; EntwĂŒrfe fĂŒr die Vereinigten WerkstĂ€tten fĂŒr Kunst im Handwerk und die Deutschen WerkstĂ€tten; Moderne Zweckformen fĂŒr luxuriöses Reisen und Fritz August Breuhaus als Werbestratege. Ein Werkkatalog auf CD-Rom erweitert fĂŒr Forscher, Sammler und KunsthĂ€ndler die Recherchemöglichkeiten.
KĂŒbler, Andreas: Chronik Bau und Raum. Geschichte und Vorgeschichte des Bundesamtes fĂŒr Bauwesen und Raumordnung. Hrsg. v. Bundesamt f. Bauwesen. 2006. 400 S., 350 meist fb. Abb. 28 x 23 cm. Ln EUR 39,50 ISBN: 978-3-8030-0667-7 WASMUTH & ZOHLEN
Von Schinkels Bauten ĂŒber Kaiserreich, Weimar und NS-Zeit, den Neubeginn in Bonn bis hin zum Regierungsumzug und den jĂŒngsten Planungen staatlicher ReprĂ€sentationsbauten im In- und Ausland: Die „Chronik Bau und Raum“ stellt die Entwicklung der staatlichen Bauverwaltung von der GrĂŒndung des preußischen Oberbaudepartements im Jahr 1770 bis zum heutigen Bundesamt fĂŒr Bauwesen und Raumordnung (BBR) vor. Die Landeskunde und Raumordnung ist die zweite SĂ€ule des BBR. Als nationalsozialistische GrĂŒndung emanzipierte sie sich in der Bundesrepublik von ihren totalitĂ€ren Wurzeln und wurde zu einem wichtigen Instrument des Sozialstaates in seinem BemĂŒhen, gleichwertige LebensverhĂ€ltnisse in ganz Deutschland herzustellen. Beide SĂ€ulen, Bau und Raum zusammen, bilden heute den Kern der staatlichen Bauverwaltung, verantwortlich fĂŒr Wettbewerbe und BaudurchfĂŒhrung der reprĂ€sentativen Staatsbauten in Bonn, Berlin und im Ausland und Berater der Bundesregierung bei Aufgaben der Raumordnung, des StĂ€dtebaus, des Wohnungswesens und bei Grundsatzfragen des Bauwesens.
Aus dem Inhalt: Die Bauten K. F. Schinkels; Der Reichstagswettbewerb; Kaiserzeitliche Bauten; Öffentliche GebĂ€ude der Weimarer Republik im In- und Ausland; Albert Speers Planungen fĂŒr die „Welthauptstadt Germania“; Architektonischer Neubeginn der zweiten deutschen Republik in Bonn; Wiederaufbau des kriegszerstörten Berlins; Regierungsumzug; Neue Planungen zu staatlichen ReprĂ€sentationsbauten im In- und Ausland
Jacki, GĂŒnter: Looking for Transmission. Die Form als Argument. Vorw. v. Weidemann, Kurt. 2006. 224 S., 800 meist fb. Abb. 24 x 17 cm. Gb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-3203-2 WASMUTH & ZOHLEN
Studentenarbeiten (eine Auswahl):
Systematische Grundlagen, Zeichen, Schriftentwurf, Buch- und Magazinlayout, Experimentelle Typographie, Verpackungen, Fotografie, Semesterprojekte und Diplome

Eigene Arbeiten (eine Auswahl):
BĂŒcher und Kataloge, Zeichen, Schriftentwurf, Verpackungen, Plakate und BriefmarkenentwĂŒrfe

GĂŒnter Jacki war Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden KĂŒnste Stuttgart im Fachbereich Kommunikationsdesign. Als SchĂŒler von Walter Brudi, dem Nachfolger von Ernst Schneider, auf den die GrĂŒndung der Stuttgarter Schule in den 1920er-Jahren zurĂŒckgeht, war auch er in dieser Tradition ausgebildet. Schreibkunst, Schriftentwurf, Satz- und Buchgestaltung, Illustration, Linol- und Holzstich, Marken- und Zeichengestaltung sowie Plakatgestaltung waren die auf Zeit und Geduld angelegten Übungen zur selbstĂ€ndigen BerufsfĂ€higkeit. In der Ausbildung bei GĂŒnter Jacki standen MarktfĂ€higkeit und RentabilitĂ€t einer Arbeit nicht an erster Stelle. Wichtig war ihm der Weg ĂŒber Verwerfen und Weiterverfolgen, der zu Gewissheit, UrteilsfĂ€higkeit und Selbstsicherheit fĂŒhrt. GĂŒnter Jackis umfangreiches und wegweisendes Werk in freien und angewandten EntwĂŒrfen hat die Studierenden stets dazu angeregt, seinen Rat, seine ErklĂ€rungen und BegrĂŒndungen zu suchen und ihnen zur Selbstfindung verholfen. Dabei kommt – je nach Angemessenheit und Wirksamkeit – sowohl das Handwerkliche, das Mechanische, als auch das Elektronische zum Einsatz.
Gutes Design sieht sich dem steten Verlangen nach Schönheit verpflichtet, indem es nicht nach kurzfristigen Effekten, sondern nach einem anhaltenden, grundsĂ€tzlichen ‚Richtig-Sein‘ sucht. Aus den Arbeiten seiner Studenten lĂ€sst sich ein ĂŒberdurchschnittlich hohes Niveau ablesen. Jacki fĂŒhrt Individuen zur BerufsfĂ€higkeit und meidet modische GefĂ€lligkeiten.
Elisabeth Böhm. Stadtstrukturen und Bauten. Hrsg. Fristin Feireiss. Text: Kristin Freireiss, Hiltrud Kier, Manfred Sack. 2006. 108 S., 74 fb. Abb., 29,7 x 29,7 cm, Gb., EUR 45,00 ISBN: 3-8030-0668-6 WASMUTH & ZOHLEN
Dieses Buch gibt Einblick in die große Leistung der Architektin Elisabeth Böhm, die neben psychologischen und organisatorischen QualitĂ€ten vor allem ein enormes Maß an architektonischer KreativitĂ€t in das gemeinsame Lebenswerk mit ihrem berĂŒhmten Partner Gottfried Böhm und mit ihren Söhnen eingebracht hat und immer noch einbringt. Eine inhaltliche und visuelle Überraschung bilden die von ihr fĂŒr Europa und den asiatischen Raum entwickelten Stadtstrukturen. Sie sind ein PlĂ€doyer gegen die Zersiedlung der Landschaft und die Vereinsamung des Individuums.
Elisabeth Böhms Handzeichnungen geben diesem Buch mit ihrer starken IntensitĂ€t ĂŒber die architektonische Aussage hinaus die Anmutung eines Kunstbands.

Bauten und Projekte:
Lufthansa German Center, Peking
Erweiterung des Foyers des Stadttheaters Stuttgart
Bulgarische Botschaft der EU in Straßburg
Pariser Privatwohnung
Umbau einer alten Remise in 2 Wohnungen, Köln
Bulgarische Botschaft beim Vatikan
Villen in Italien
Memorial auf dem Ground Zero, New York u.a.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg. v.Dt. ArchÀologisches Institut. Abt. Istanbul. 55/2005: 2006. 408 S., zahlr. sw. Abb. 26 x 19 cm. Ln EUR 42,00 ISBN: 3-8030-1646-0 WASMUTH & ZOHLEN
StadtrÀume Orte Architektur. Urban Spaces Loci Architecture. Gerber Architekten. Hrsg. und Vorwort: Kurt Wettengl. Dtsch/Engl. 252 S. 365 meist fb. Abb., und PlÀne. 24 x 31 cm. Gb., EUR 49,90 Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung 7. 9. bis 5. 11. 2006 Dortmunder Museum am Ostwall. ISBN: 3-8030-0666-X WASMUTH & ZOHLEN
"StadtrĂ€ume – Orte – Architektur. Gerber Architekten" lautet der Titel einer Ausstellung, die im Herbst 2006 zunĂ€chst im Dortmunder Museum am Ostwall gezeigt wird. Der gleichnamige Ausstellungskatalog gibt einen Überblick ĂŒber 40 Jahre gebaute und nicht gebaute Architektur von Professor Eckhard Gerber. Entstanden ist eine Werkmonographie, die anhand von rund 70 Projekten – angefangen beim eigenen Ferienhaus am Karerpass aus dem Jahre 1978 ĂŒber die Staats- und UniversitĂ€tsbibliothek in Göttingen, den Konzertsaal der Hochschule fĂŒr Musik in Leipzig bis hin zum 2005 fertig gestellten RWE Tower in Dortmund sowie einem Entwurf fĂŒr eine Messeanlage in Ho Chi Minh/Saigon – einerseits die Entwicklung und andererseits die KontinuitĂ€t in der Arbeit von Gerber Architekten veranschaulicht. Die Projekte werden ĂŒbersichtlich mit einer Vielzahl von PlĂ€nen, Fotos und Perspektiven auf einer bis zu acht Seiten dargestellt. Einleitend beleuchten vier AufsĂ€tze von renommierten Architekturkritikern charakteristische Merkmale, die sich in allen EntwĂŒrfen und Bauten von Eckhard Gerber wiederfinden. Neben FunktionalitĂ€t und Orientierung sind dies vor allem Orte der Kommunikation und des Austauschs sowie der unmittelbare Bezug zu Stadt- und Landschaftsraum.
Abschließend informiert eine Auflistung ĂŒber alle in den Jahren 1966 bis 2006 entstandenen EntwĂŒrfe des BĂŒros, dessen AuftrĂ€ge fast ausschließlich aus Wettbewerbsgewinnen resultieren. Waren dies zunĂ€chst vor allem Wettbewerbe in Deutschland, liegt seit dem Gewinn des internationalen Wettbewerbs fĂŒr die King Fahad Nationalbibliothek in Riad im Jahre 2002 ein Schwerpunkt der TĂ€tigkeit von Gerber Architekten bei Projekten im arabischen Raum.

Der Ausstellungskatalog bietet zum ersten Mal in der vierzigjĂ€hrigen Geschichte von Gerber Architekten eine umfassende Werkschau des Dortmunder ArchitekturbĂŒros, das vom Wohnungsbau ĂŒber Hochschulen und Bibliotheken bis hin zu Laborbauten, SportstĂ€tten und BĂŒrogebĂ€uden, in nahezu allen Bereichen Projekte realisiert hat.
Koren, Leonard: Blumenkraft. Ästhetik und Erfolgsgeheimnis eines ungewöhnlichen BlumengechĂ€fts fĂŒr Floristen, Designer und Architekten. 2006. 112 S., 90 Abb. in Duoton. EUR 15,00 ISBN: 3-8030-3317-9 WASMUTH & ZOHLEN
Charme, Anmut und Zartheit sind die Prinzipien, die dieser neuen ‚Floristik‘ zugrunde liegen und die dem emotionalen BedĂŒrfnis nach Blumen als einem individuellen, kreativen und sinnlichen Kommunikationsmittel entsprechen

„Blumenkraft“ befindet sich im Erdgeschoss eines reich dekorierten Wiener Jugendstilhauses im 4. Wiener Bezirk, einem Umfeld, das urbane Trends mit dezentem bĂŒrgerlichen Komfort verbindet und in dem Galerien, CafĂ©s, Second-Hand-Boutiquen und ein Champagnerladen zum MĂŒĂŸiggang einladen. Christine, mit dem BlumengeschĂ€ft vertraut, Gregor, ein Innenarchitekt sowie ein Team junger experimentierfreudiger und innovativer Mitarbeiter mit und ohne Floristik-Ausbildung wollten neue Wege gehen und dabei auch kommerziell Erfolg haben. In einem völlig verbauten Ladenlokal wurden kannelierte GusseisenwĂ€nde freigelegt, hohe Decken sowie 350 qm LadenflĂ€che kamen zum Vorschein – ein fast sakraler Raum. Der Name des neuen GeschĂ€fts sollte die paradoxe Macht der Blumen verkĂŒnden. Blumen scheinen schwach und zerbrechlich, vermitteln aber visuelle, emotionale und spirituelle StĂ€rke: „Blumenkraft“.
Ein neun Meter langer Arbeitstisch aus rostfreiem Stahl beherrscht den Verkaufsraum, der mit Stahlregalen und Podesten spĂ€rlich möbliert ist. Ein Schieferboden, Beton und Glas sorgen fĂŒr Sauberkeit und gute Musikresonanz. Große HĂ€ngelampen verbreiten ein weiches sinnliches Licht. Die modernen Arrangements von „Blumenkraft“ zeichnen sich durch sensible surrealistische Verfremdungseffekte aus. Blumen werden kombiniert, die in der Natur nie zusammen vorkommen, da sie aus verschiedenen klimatischen, geographischen oder geologischen Zonen stammen wie Hyazinthen, Butterblumen, Flieder und Flamingoblumen. Ohne BlĂ€tter kommen die BlĂŒten in ihrer reinen Form besser zur Geltung. Selbst erfundene „Blumarien“ ersetzen die herkömmlichen Blumenvasen. Der Laden ist mittlerweile viel mehr als ein Aufsehen erregendes BlumengeschĂ€ft fĂŒr anspruchsvolle Kunden mit Geschmack. Er wurde zu einem sozialen Treffpunkt des Bezirks, Musik wird gehört, Freundschaften werden geschlossen, Kinder dort abgeladen, Menschen in allen Lebenslagen, in denen Blumen angebracht sind, individuell und kreativ beraten.
Der Autor:
Leonard Koren hat diverse BĂŒcher ĂŒber Design und Ästhetik verfasst, darunter auch den Bestseller: „Wabi-Sabi fĂŒr KĂŒnstler, Architekten und Designer. Japans Philosophie der Bescheidenheit“ (Ernst Wasmuth Verlag).
ArchtitekturfĂŒhrer zu Bauwerken der Moderne in Breslau /Wroclaw. sowie zu ausgewĂ€hlten Einzelbauten in der Umgebung. Hrsg.: Beelitz, Konstanze. 2006. 180 S., 60 Abb. 14 x 21 cm. Pb EUR 12,80 ISBN: 3-8030-0660-0 WASMUTH & ZOHLEN
Wrocław, das ehemalige Breslau, ist eine Stadt, die gerade heute – im Zuge der europĂ€ischen Osterweiterung – neues Interesse weckt. Dieser FĂŒhrer zu den noch erhaltenen Zeugnissen des Neuen Bauens der Stadt möchte auf ein gemeinsames Erbe Deutschlands und Polens neugierig machen und einen Beitrag zum Wiederentdecken und Erhalten teilweise vergessener Bauten leisten.
In der Zeit von 1910 bis 1933 war Breslau eines der Zentren der modernen Architektur in Deutschland. Hier begann die Karriere von Hans Poelzig mit seinem Wirken an der Kunstakademie und seinen Breslauer Bauten, hier realisierte der Stadtbaurat Max Berg seine Jahrhunderthalle und entwickelte sein Konzept der Einbindung von HochhĂ€usern in die Stadtstruktur, von hier aus leitete der Direktor der schlesischen HeimstĂ€tten Ernst May die Errichtung von Tausenden von SiedlerhĂ€usern in ganz Schlesien. August Endell, Adolf Rading, Hans Scharoun und Heinrich Lauterbach lehrten an der Kunstakademie und prĂ€gten maßgeblich das Bild der Breslauer Architektur. Berliner Architekten wie Erich Mendelsohn und Rudolf Salvisberg ergĂ€nzten und bereicherten mit ihren Großbauten wie dem Kaufhaus Petersdorff oder dem GeneralstabsgebĂ€ude diese Liste bemerkenswerter Namen.
Konstanze Beelitz und Niklas Förster haben sich dieser Aufgabe gestellt, haben die Zeugnisse des modernen Bauens in Breslau I Wrocław aufgespĂŒrt, fotografiert (einige Beispiele siehe unten) und ihre Geschichte recherchiert. Informationen zur heutigen Nutzung und Erhaltung, zu Besichtigungsmöglichkeiten und Adressen sowie Fotos und PlĂ€ne ergĂ€nzen die einzelnen Baubeschreibungen. Der Band ist ein Kompendium des heutigen Baubestandes der Moderne in Breslau – ein fĂŒr jeden Besucher der Stadt nĂŒtzlicher, ja unersetzlicher Begleiter.
Jonas, Carsten: Die Stadt und ihr Grundriss. Zu Form und Geschichte der deutschen Stadt nach derern Entfestigung und Eisenbahnanschluss. 2006. 260 S., 300 Abb. 16 x 22 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0653-8 WASMUTH & ZOHLEN
Ein Muss fĂŒr jeden, der sich mit StĂ€dtebau und Stadtplanung auseinander setzt: Hier werden die grundlegenden Muster und Merkmale deutscher StĂ€dte entschlĂŒsselt

Vergleicht man die Grundmuster der StĂ€dte in Deutschland, stĂ¶ĂŸt man auf unterschiedlichste AusprĂ€gungen. Hierbei zeigt sich, dass bei der Mehrzahl von ihnen ganz unterschiedliche Grundmuster in Variationen nebeneinander bestehen, die jeweils eine bestimmte Phase der stĂ€dtischen Entwicklung reprĂ€sentieren. Das ist nicht anders zu erwarten, da der weit ĂŒberwiegende Teil der deutschen StĂ€dte eine mehrhundertjĂ€hrige, nicht selten sogar ĂŒber tausendjĂ€hrige Geschichte vorzuweisen hat. Grob gesagt sind die meisten von ihnen in der Zeit zwischen dem 8./9. und der Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden, wĂ€hrend in den letzten beiden Jahrhunderten nur noch wenige gegrĂŒndet wurden: drei im 19. Jahrhundert, zwei zu Zeiten des Dritten Reiches und vier in der ehemaligen DDR.
Dieses Buch beschreibt nun die geschichtliche Entwicklung der deutschen Stadt, wobei es die den verschiedenen Entwicklungsphasen – quasi als genetischer Code – zuzuordnenden Grundmuster benennt und definiert. Es konzentriert sich dabei auf den Ă€ußeren Wandel dieser StĂ€dte in den zurĂŒckliegenden ca. 150 Jahren, damit auf die stadtbaugeschichtlich besonders bewegte Zeit seit ihrer Entfestigung und dem darauf nicht selten erfolgenden Eisenbahnanschluss. Es ging dem Autor dabei nicht um enzyklopĂ€dische VollstĂ€ndigkeit, es lag ihm vielmehr daran, exemplarische Beispiele nicht nur zu beschreiben, sondern – soweit dies notwendig erschien – auch zu bewerten.
Kaufmann, Eva M: Jakobs Traum und der Aufstieg des Menschen zu Gott. Das Thema der Himmelsleiter in der bildenden Kunst des Mittelalters. 2006. 208 S., 86 Abb. 19 x 27 cm. Pb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-4029-9 WASMUTH & ZOHLEN
Selten wird das komplexe WechselverhÀltnis von geistesgeschichtlicher Entwicklung und Bildsprache-/aussage, von Geistes- und Kunstgeschichte so deutlich wie hier
Vorstellungen einer „Himmelsleiter“ als Verbindung zwischen dem Göttlichen und dem Menschen fanden und finden sich in fast allen Religionen. Bei aller Unterschiedlichkeit in der inhaltlichen Ausgestaltung liegt ihnen stets das gleiche Grundanliegen zugrunde: die Überwindung der menschlichen Kontingenz, sei es durch einen ‚Abstieg Gottes zu den Menschen‘ oder einen ‚Aufstieg des Menschen‘. In diesem Sinn lĂ€sst sich die Himmelsleiter als komplexes kosmisches, eschatologisches Symbol sogar als Grundmotiv einer jeden Religion auffassen.
Eine spezifische Variante des Topos stellt die biblische ErzĂ€hlung von Jakobs Traum von der Himmelsleiter (Gen 28, 10–22) dar, deren bildlichen Darstellungen in der Kunst des byzantinischen wie lateinischen Mittelalters diese Untersuchung gewidmet ist – von den Ă€ltesten erhaltenen Werken der SpĂ€tantike bis zum Ende des 13. Jahrhunderts. Dabei ist festzustellen, dass der lateinische Westen des 12. Jahrhunderts die Motive des Jakobstraums und der Himmelsleiter bzw. des ‚Aufstiegs‘ des Menschen besonders differenziert und vielgestaltig in Bildwerke umgesetzt hat – ein deutliches Zeichen fĂŒr den damaligen Umbruch vom ‚Objektivismus‘ des FrĂŒhmittelalters hin zu einem stĂ€rker subjektivistisch geprĂ€gten Denken, der anhand der einzelnen Werke aus dieser Epoche beschrieben werden kann.
Im Mittelpunkt der Publikation steht die Frage nach der Deutung der Bilder, was zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den theologischen und allgemein geistesgeschichtlichen Auffassungen einerseits sowie andererseits der Einstellung zur Kunst und ihrer Funktion in jener Zeit fĂŒhrt.
Blaundos, Berichte zur Erforschung einer Kleinstadt im lydisch-phrygischen Grenzgebiet. Hrsg. v. DAI Istanbul /Filges, Axel. 2006. 364 S., 2 fb. Taf., 6 Falttaf., 3 Beil. 21 x 30 cm. (Istanb. Forsch. 48) Ln EUR 57,80 ISBN: 3-8030-1769-6 WASMUTH & ZOHLEN
Barkhofen, Eva M: Ost-Berlin und seine Bauten. Fotografien 1945-1990. Hrsg. v. Berlinische Galerie. 160 S., 170 Abb. 23 x 27 cm. Wasmuth, TĂŒbingen 2006. EUR 24,80 ISBN: 3-8030-0661-9 WASMUTH & ZOHLEN
Die so unverkennbar besondere stÀdtebauliche Entwicklung Ost-Berlins in Wort und Bild.
Die nach dem Zweiten Weltkrieg vollzogene Teilung Berlins und der Mauerbau hat in Ost-Berlin zu einem radikalen Bruch mit der architekturhistorischen KontinuitĂ€t gefĂŒhrt. Diese einmalige Situation, die Teilung einer Hauptstadt, in deren Struktur aus politischen GrĂŒnden massive Eingriffe vorgenommen wurden, begrĂŒndet die Bedeutung des Bildbandes.
Da Ost-Berlin im Brennpunkt des Kalten Krieges stand, erlangte die dortige Stadtplanung und Architektur fĂŒr die Selbstdarstellung der gesamten DDR eine weit reichende, architekturhistorische Bedeutung. Der Bildband zeigt die Werdung Ost-Berlins aus den TrĂŒmmern, dem Abriss, der Wiederherstellung, der Erneuerung der Stadtstrukturen, bis hin zu Kultur-, Sport- und Massenwohnungsbauten in zum Teil völlig unbekannten Details. Vor allem die verworfenen und nie realisierten Planungen, die in Modellen und Zeichnungen ĂŒberliefert sind, können zu einer neuen Gesamtschau der stĂ€dtebaulichen Entwicklung der ehemaligen Hauptstadt der DDR beitragen.
Die zum grĂ¶ĂŸten Teil erstmals veröffentlichten Fotografien sind dem ehemaligen Magistratsarchiv Ost-Berlins entnommen, das in die Architektursammlung der Berlinischen Galerie eingegangen ist.
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