KunstbuchAnzeiger - Kunst, Architektur, Fotografie, Design Anzeige Verlag Langewiesche Königstein | Blaue BĂŒcher
[Home] [Titel-Datenbank] [Druckansicht]
Themen
Recherche
Service

Titel-Datenbank

[zurück]

WASMUTH & ZOHLEN

 
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | vor>
 
Jung, In Ha: Auf der Suche nach dem Tektonischen Raum: Die Architektur von Jong Soung Kimm. Exploring Tectonic Space: Architecture of Jong Soung Kimm. Vorw. v. Neumeyer, Fritz. 2008. 120 S., 100 meist fb. Abb. 30 x 24 cm. Gb EUR 49,80 ISBN: 3-8030-0687-2 WASMUTH & ZOHLEN
Geboren 1935 in Seoul, liegen Jong Soung Kimms Wurzeln in Korea. Seine prĂ€genden Jahre als Architekt verbrachte er allerdings in Chicago. Ausgebildet am Illinois Institute of Technology (ITT), arbeitete er nach seinem Abschluss von 1961 bis 1972 im BĂŒro Mies van der Rohe. Seine Mitarbeit umfasste die Realisierung der Toronto-Domination Centre Banking Hall, der Empfangshalle im 54. Stockwerk des T-D Center, und das Ausstellungsdesign des neuen Brown Wing Museum of Fine Arts in Houston. Diese Projekte veranschaulichen die besondere Art, Raum zu gestalten, wie sie fĂŒr Mies und seine Mitarbeiter kennzeichnend war, und sollten auch die weitere Arbeit von Jong Soung Kimm beeinflussen.
1966 bis 1978 lehrte Kimm neben seiner praktischen Arbeit am ITT, kehrte dann aber nach Seoul zurĂŒck, wo er die Firma SAC International, Ltd., Architects-Consultants mitbegrĂŒndete. Als leitender Chefarchitekt schuf er dort eine beachtliche Anzahl von Bauwerken, unter anderem das international viel beachtete Weightlifting Gymnasium fĂŒr die Olympischen Spiele von 1988 in Seoul, verschiedene UniversitĂ€tsgebĂ€ude, Museen, das Hilton International Hotel in Seoul und die kĂŒrzlich fertiggestellte Zentrale eines internationalen Großunternehmens.
Jong Soung Kimms Arbeit ist jedoch nicht nur von der offensichtlichen Bewunderung fĂŒr Mies van der Rohe geprĂ€gt, sondern zeigt auch eine koreanische SensibilitĂ€t, begrĂŒndet durch die Kultur, in der er aufgewachsen ist. Sein Werk stellt daher eine einzigartige Verbindung dieser beiden Aspekte dar.
In Ha Jung, Professor an der Hanyang University in Seoul fĂŒr Architekturgeschichte und Architekturtheorie, arbeitete 2007 an der Graduate School of Design, Harvard University, an einer Studie ĂŒber moderne ostasiatische Architektur und Urbanismus mit. Er ist Autor zahlreicher Werke zur Modernisierung der koreanischen Architektur und des stĂ€dtischen Raums.
Sigurd Lewerentz: St. Petri. Church, Klippan 1962-66. Beitr. v. Ahlin, Janne /Wang, Wilfried. Hrsg. v. Wang, Wilfried. 2009. 144 S., zahlr. fb. Abb. u. sw. PlÀne 21 x 29,5 cm. (O'Neil Ford Monograph Series 2) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0698-8 WASMUTH & ZOHLEN
Located in the rural south of Sweden, a part of the world that is normally considered to be both a remote and cold place, even in summer, Klippan (Swedish for rock) is a village set in gently undulating agricultural fields. For this village, the Swedish architect Sigurd Lewerentz (1885-1975) was invited to design a church in 1962 at the age of 77. It was to become his most important commission, one that absorbed his typological concerns of earlier church designs (e.g. for Johanneberg) as well as formal interests that he held since the early 1930s. For architectural pilgrims the Church of St. Petri Klippan, the rock on the rock, has since become a counterpoint to another influential modern church – the Chapel of Notre Dame at Ronchamp (1955). Whereas the latter is plastic, of poured material, in other words: late Baroque, St. Petri Klippan is haptic, material, visceral to its essence. However, without Ronchamp, St. Petri Klippan would probably not have come about. Similar to other earlier buildings by Lewerentz, whether the Edstrand Villa in Falsterbo (1933-36) or the Theater in Malmö (1928-33), continental functionalism was a touchstone, but only a touchstone. Lewerentz, in concert with a number of colleagues such as Peter Celsing, Klas Anshelm, Bernt Nyberg and Bengt Edman, saw beyond the abstraction of the orthodox modernists to seek a credible materiality.
Thus St. Petri Klippan is both a modern as well as an archaic structure. The brickwork with its irregular mortar joints, its dark color and the light-absorbing interior, is modern in its vertical surfaces and archaic in its vaulting. The Corten steel structure in its materiality is modern, its color, almost merging with the bricks, is archaic. The overall composition of the church is archaically modern. To this day and for many architects searching for a reflective constructional basis for contemporary architecture, St. Petri Klippan is an ideal for another contemporary architecture: one that is matter-of-factual and poetic at the same time, clear and mysterious, immediately present as well as recessive, credible as architecture as much as it is background to the primary experience.
With this second O’Neil Ford Monograph, The Center for American Architecture and Design together with the O’Neil Ford Chair in Architecture at The University of Texas at Austin are documenting an outstanding example of contemporary architecture. This second volume includes the reproduction of extensive hitherto unpublished archival material as well as the results of a measured survey of the main church with a selection of details by students of the School of Architecture at The University of Texas at Austin. The monograph opens with three essays: the discursive context, its significance and its constructional history. It concludes with a comprehensive selection of photographs.
Herbert, Gilbert /Richter, Liliane: Through a Clouded Gass. Mendelsohn, Wijdeveld and the Jewish Connection. 2008. 200 S., 90 Abb., davon 3 fb. 26 x 20 cm. Pb EUR 34,80 ISBN: 3-8030-0693-7 WASMUTH & ZOHLEN
Ludwig, Annette: Die Architekten BrĂŒder Heinz und Bodo Rasch. Ein Beitrag zur Architekturgeschichte der zwanziger Jahre. 2008. 400 S., 220 Abb., davon 17 fb. 27 x 20 cm. Gb EUR 49,90 ISBN: 3-8030-0690-2 WASMUTH & ZOHLEN
KĂŒhne, lĂ€ngst vergessene Projekte, die Heinrich Klotz „zu den schönsten Arbeiten der frĂŒhen Moderne“ zĂ€hlte und die in ihrer Bedeutung, aber auch in ihrer kĂŒnstlerischen QualitĂ€t mit den Hauptwerken des russischen Konstruktivismus zu vergleichen sind, werden in dieser Publikation erstmals ausfĂŒhrlich gewĂŒrdigt und mit zahlreichen Abbildungen vorgestellt. Sie stammen von den Stuttgarter Architekten Heinz (1902–1996) und Bodo Rasch (1903–1995), die mit ihren Papier gebliebenen HĂ€ngekonstruktionen einen wichtigen Beitrag zur Hochhausdebatte der 1920er Jahre leisteten und das zugbeanspruchte Bauen der deutschen Nachkriegsmoderne vorwegnahmen.
Die Monographie ĂŒber die in einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft verbundenen Pioniere, die sich auf der Stuttgarter Weißenhofsiedlung 1927 als Möbeldesigner prĂ€sentierten und als Autoren wegweisender Publikationen der zwanziger Jahre hervortraten, basiert auf unveröffentlichten Quellen und unbekannt gebliebenen Schriftwechseln mit Ludwig Mies van der Rohe, Walter Gropius, Bruno Taut, Willi Baumeister und anderen prominenten Vertretern der Internationalen Avantgarde sowie ihrer wichtigsten Vermittler. Sie bildet einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der „anonymen“ Moderne und schließt ein Desiderat der architekturhistoriographischen Forschung; sie stellt darĂŒber hinaus aber auch einen aufschlussreichen Querschnitt durch die Bau- und Kulturgeschichte der Weimarer Republik dar.
Die erste Monographie ĂŒber eine fast vergessene Architektengemeinschaft
Die Wiederentdeckung zweier Pioniere der Moderne Auf der Grundlage bisher unveröffentlichter Quellen
Annette Ludwig ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Kunst- und Skulpturenmuseum der StÀdtischen Museen Heilbronn tÀtig und hat bereits mehrfach zu kunst- und architekturhistorischen Themen publiziert.
Burelli, Augusto R /Gennaro, Paola: Die Moschee von Sinan. Sinan's Mosque. Vorw. v. Voigt, Wolfgang. 2008. 116 S., 135 Abb, davon 70 fb. 32,5 x 24,5 cm. Pb EUR 39,80 ISBN: 3-8030-0696-1 WASMUTH & ZOHLEN
Im 16. Jahrhundert zeigte sich der hohe Stand der osmanischen Kultur unter anderem in den neuen Moscheen, die vor allem in der Hauptstadt Istanbul errichtet wurden. Die meisten von ihnen waren das Werk des Baumeisters Mimar Sinan (1492[?]–1588). Der Oberhofbaumeister der tĂŒrkischen Sultane, auch als „Michelangelo der Osmanen“ bekannt, hinterließ ein riesiges gebautes Werk, darunter allein hundert Moscheen, die fast alle noch vorhanden sind. Einige von ihnen werden stets genannt, wenn es um die höchsten Leistungen islamischer Baukunst und des Sakralbaus geht. Jede von ihnen ist mit einer Kuppel bekrönt, und jede von ihnen zeigt einen anderen Weg, die euklidischen Figuren der Geometrie miteinander in Harmonie zu bringen. Das vorliegende Buch prĂ€sentiert eine Auswahl von vier charakteristischen Moscheen Sinans, die zwischen 1562 und 1577 in Istanbul und Edirne entstanden sind, darunter die Selimiye Moschee in Edirne mit ihrer ĂŒber einem Achteck konstruierten Kuppel, die Sinan selbst als sein absolutes MeisterstĂŒck ansah.
Augusto Romano Burelli und Paola Gennaro haben diesen vier Bauten in den achtziger Jahren eine intensive Studie gewidmet, die dem Ziel diente, die in ihnen verborgenen architektonischen Prinzipien Sinans zu ergrĂŒnden. Als Methode wĂ€hlten sie die zeichnerische Rekonstruktion. Die Zeichnungen, die dabei entstanden, sind ĂŒber ihren bauwissenschaftlichen Wert hinaus eigenstĂ€ndige Kunstwerke.
Tempelhof. [Berlin] Fotos v. Meise, Maximilian. Beitr. v. Kosslick, Dieter /Vollenweider, Ingemar. 2008. 120 S., 60 fb. Abb. 27 x 24 cm. Gb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0697-X WASMUTH & ZOHLEN
Der unter Denkmalschutz stehende Komplex ist das drittgrĂ¶ĂŸte zusammenhĂ€ngende GebĂ€ude der Welt und der Ă€lteste in Betrieb befindliche Flughafen. In den 1930er Jahren erbaut, wurde er durch die LuftbrĂŒcke der Amerikaner in der Nachkriegszeit international berĂŒhmt. Nach vielen Jahren der zivilen Nutzung steht nun die Zukunft des Areals zur Disposition. Der Flughafen Tempelhof ist ein Mikrokosmos inmitten der Großstadt, eine abgeschlossene Welt mit vielschichtigen Erscheinungsbildern. Die unterschiedlichen Epochen und Nutzungen haben Spuren hinterlassen. Einerseits findet man die originale Architektur, die vielerorts nur noch in morbidem Zustand vorhanden ist, andererseits die skurrilen Überformungen der Nachkriegsjahrzehnte.
Dieses PhÀnomen der HeterogenitÀt an ein und demselben Ort wurde von dem Fotografen Maximilian Meisse untersucht. Die Bilder des Flughafens Tempelhof in Berlin entstanden in den Jahren 2006 bis 2008.
„Der Flugbetrieb wird eingestellt. Das Haus bleibt stehen, es ist denkmalgeschĂŒtzt. Die ĂŒblichen Ausstellungstafeln vielleicht in der Eingangshalle, deren Deckenhöhe lange schon mit Gipskartonplatten entnazifiziert worden ist, werden von einer kurzen, intensiven Geschichte erzĂ€hlen. Welthauptstadt, Krieg, LuftbrĂŒcke, City-Airport. Und sonst? Was wird mit all diesen Hallen und RĂ€umen in einem Haus ĂŒber 1000 Meter lang, drei Geschosse tief in die Erde gebaut, geschehen? Mehr AusstellungsflĂ€chen fĂŒr moderne Kunst? Shopping Mall, Business Center, Megadisco oder Techno Park? Dieses Haus hĂ€lt alles aus, wer aber soll das heute finanzieren und betreiben, in Berlin? FĂŒr die Zeit, bis es soweit ist, entwerfen diese Fotografien von leeren RĂ€umen und verlassenen Orten eine radikale, verschwenderische Alternative. Abschließen, Licht brennen lassen. Der SchlĂŒssel ist beim Kiosk am Abgang zur U-Bahnstation „Platz der LuftbrĂŒcke“ hinterlegt. Keine FĂŒhrungen, nur kleine Schilder auf der Wand, als Legenden zu den einzelnen Situationen und ihren Geschichten. Bilderphantasie zu einer utopischen Architektur.“
Ingemar Vollenweider
Duvshani, Gilead: Lines for Local Architecture in Israel. Vorw. v. Krier, Rob. Beitr. v. Schechori, Ran. 2008.260 S., zahlr. meist fb. Abb. 28 x 24 cm. Gb EUR 40,00 ISBN: 3-8030-0689-9 WASMUTH & ZOHLEN
In an era in which the world is becoming one global village, when buildings look the same in New York, Mumbai, Tel-Aviv or Tokyo, is there value to each place’s unique culture? Is architecture a consumer product like the automobile, TV and cell phone? Or does it have an extra cultural value that characterizes its place in society? What is local architecture? What are its characteristics in general and in a country like Israel in particular?
In this book, architect Gilead Duvhsani lays out before us a systematic creation process for local architecture. The process and approach are important for every student of architecture, architect and whoever is interested in architecture that derives from the essence of a place, as an antithesis to architecture with common denominators that are widespread all over the world today. Taking interest in Israel is both all-encompassing and of special significance – as a society that built within a few decades a new state, as a meeting grounds between different cultures and an area of difficult conflicts.
Gilead Duvshani was born and raised in Israel and studied architecture at the Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne. Since 1983 he has run a private practice in Tel-Aviv. He has led research programs, arranged exhibitions and has written extensively on Israeli architecture. He is a professor at the School of Design of the Holon Institute of Technology, and has taught in several schools in Israel and abroad.
Interrogating POP in Architecture. Hrsg.: Konrad, Daniela /Danziger, Jason. 2008.172 S., zahlr. meist fb. Abb. u. Zeichn. 20 x 17 cm. Pb EUR18,50 ISBN: 3-8030-0694-5 WASMUTH & ZOHLEN
Schillernde und faszinierende EntwĂŒrfe waren immer Ausnahmeerscheinungen und sind trotzdem fester Bestandteil zeitgenössischer Architektur und Baukunst. In jĂŒngerer Zeit hat die Tendenz zu einer ikonenhaften Architektur jedoch regelrecht inflationĂ€r zugenommen. Diese neuen Architekturikonen sind zu einer Herausforderung fĂŒr Bauweisen und Baukultur geworden und verĂ€ndern unsere Umgebung. Von den Medien gefeiert und von den Massen bewundert sollen die neuen Götzen auch Ihren Architekten dazu verhelfen, wie POP-Stars verehrt zu werden. INTERROGATING POP IN ARCHITECTURE erkundet das KulturphĂ€nomen POP unter dem Aspekt der Beeinflussung zeitgenössischer Architektur. Mit dem Ziel, „POP-Architektur“ begrifflich und inhaltlich genauer zu umreißen, werden Möglichkeiten und Grenzen fĂŒr die Übertragbarkeit von Erscheinungen in der Popkultur auf die Architektur untersucht. Dazu werden die Ergebnisse einer interdisziplinĂ€ren Arbeitsgruppe aus Studierenden und Lehrenden sowie GĂ€sten aus dem Bereich Architektur, Landschaftsarchitektur und Psychologie aufgezeichnet, die auf einem Symposium an der TU Berlin gemeinsam die Beziehungen zwischen POP und Architektur ergrĂŒndet und diskutiert haben.
Chile. House at Punta Pite, 2003-06 by Smiljan Radic /Crypt in the Cathedral of Santiago de Chile, 1999-2006 by Rodrigo Perez de Arce(O'Neil Ford Duograph Series, Vol. 1, The University of Texas at Austin). Fotos v. Alter, Kevin /Bianchi, Sebastian /Mardones, Patricio /Palma, Cristobal. Beitr. v. Alter, Kevin /Perez de Arce, Rodrigo /Radic, Smiljan /Wang, Wilfried. Hrsg. v. Alter, Kevin /Wang, Wilfried. 2008. 128 S., 16 sw. u. 82 fb. Abb., 47 Zeichn. 21,5 x 29 cm. Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0685-6 WASMUTH & ZOHLEN
From the magnificent and moving coast of Chile to the inner sanctum of colonial Chile, two projects give an in-depth insight into the intensity and quality of contemporary architecture there. In Smiljan Radic’s House in Punta Pite, archaic architecture and art are merged with precise details and modern design to create a home for a young family that is in constant and intimate contact with the elements. In Rodrigo Perez de Arce’s realized competition entry for the post-facto insertion of a crypt in the cathedral of Santiago de Chile, two cultures are synthesized in an architectural tour-de-force, this as the matter-of-fact modern language of the new crypt fits unquestionably into the layers of colonial architectural history.
On the face of it, Smiljan Radic’s House at Punta Pita and Rodrigo Perez de Arce’s crypt are two commissions that could not be further apart from each other: the one affirming the realm of the living, the other dedicated to the dead. As opposite as they might seem, the conceptual framework and design constraints that each building confronts define the temporal and spatial limits of architecture themselves. Each project is a fundamental instance of architecture’s need to constantly re-establish its temporal presence with every act of building. The first and the last house as it were: the one on the coastal paradise built for the financially independent “Adam” and the other right at the colonial heart of the city that bears the name of the biblical St. James, name giver to numerous cities in the Spanish speaking world (notably Santiago de Compostela in Spanish Galicia).
Both architects practice in the capital of Chile, both lead small offices, both have known each other for years and have been teachers at the School of Architecture at the Pontifical Catholic University of Chile. Despite the decades of political turmoil and economic instability, the School of Architecture under the long serving Dean Fernando Oyarzun has been a leader in the South American and international architectural discourse. Whereas the northern hemisphere has neglected the southern hemisphere not only in cultural matters, the curious and open minded, the critical and sensitive observers in Santiago de Chile have documented their breadth of awareness of contemporary architecture in their numerous and impressive publications, notably the journal ARQ and its related monographs.
Richly illustrated and insightfully notated, this first volume in the O’Neil Ford Duograph Series, like those that will follow, gives examples, two at a time, of what is best in architecture today yet overlooked around the world. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each issue will document in some detail one building each by two different architects from a single country. These buildings will be complemented by descriptions from the respective architects and external critics.
Die Riess. Fotografisches Atelier und Salon 1918-1932 in Berlin. Hrsg. v. Beckers, Marion /Moortgat, Elisabeth. 208 S., 120 Abb. in Duoton 28 x 23 cm. Gb Wasmuth Verlag, Berlin 2008. EUR 39,80 ISBN: 3-8030-3326-8 WASMUTH & ZOHLEN
„Ich habe die Rieß um eine Ausstellung ihrer Photographien gebeten, weil sie mit Objektiv und Gummiball Kunst macht“, schreibt Alfred Flechtheim 1925 im Katalog zur Ausstellung ihrer Portraits in seiner Galerie. Dass einer der tonangebenden KunsthĂ€ndler in Berlin Fotografien zeigt, mag fĂŒr seine Zeit ĂŒberraschen, dass er von Fotografien als Kunst spricht, lĂ€sst aufhorchen. Und Flechtheim war auch nicht der einzige, der die Portraits der Riess so einschĂ€tzte. Wilhelm von Bode, Generaldirektor der staatlichen Berliner Kunstsammlungen, sprach von „wirklichen Kunstwerken“ und der Arzt und Dichter Gottfried Benn schrieb eigens fĂŒr den Ausstellungskatalog ein Gedicht ĂŒber „die Iche“ hinter den Gesichtern, ĂŒber die „ZĂŒge des Nichts“ der Portraitierten. „Die Riess“ – wie sie von den Zeitgenossen genannt wurde – war zu ihrer Zeit allseits hoch gelobt. Die InternationalitĂ€t ihrer Klientel machte ihre legendĂ€ren Einladungen zum Tee im eigenen Salon weit ĂŒber Berlin hinaus bekannt.
Die aus einer jĂŒdischen Kaufmannsfamilie stammende Frieda Riess (geb. 1890) fĂŒhrte nach dem Ersten Weltkrieg ein reprĂ€sentatitives PortrĂ€tatelier am KurfĂŒrstendamm. Theaterleute, KĂŒnstler und Schriftsteller, TĂ€nzerinnen und VarietĂ©-Stars, aber auch der internationale Adel und Vertreter der neuen Diplomatie gehörten zu ihren Kunden. Zum ersten Mal, seit sie 1932 Berlin verlassen hat und wohl Mitte der 1950er Jahre in Paris starb, geben eine Retrospektive im Verborgenen Museum, Berlin, und dieses Begleitbuch Einblick in das Werk dieser trotz ihrer Bedeutung heute weithin vergessenen Gesellschaftsfotografin.
 Rezension lesen
Entwurfslehre - eine Suche. Teaching Design. Hrsg. v. Joppien, Jörg. 2008. 294 S., 96 Abb. 23 x 17 cm. Pb EUR 24,80 ISBN: 3-8030-3209-1 WASMUTH & ZOHLEN
Entwerfen ist ureigenste TĂ€tigkeit gestaltender Berufe. Die Architekten unterscheiden sich darin wesentlich von anderen Wissenschaftlern. Entwerfen ist ihr Forschen, denn jedes Projekt ist anders. Fraglich ist aber, ob Entwerfen auch unterrichtet werden kann und es dazu einer Lehre mit Methoden, Programmen, StundenplĂ€nen und einer Art Theorie bedarf. Talent ist der grĂ¶ĂŸte Feind jeglicher Lehre. Mancher Entwurf entwaffnet alle mĂŒhsam erarbeitete und begrĂŒndete Didaktik und entlarvt die Entwurfslehre als vorgeschĂŒtztes Etikett zur Erhaltung von Professorenjobs. Kurz gesagt, manche Studenten (vornehmlich gerne AnfĂ€nger) „treffen“, ohne ‚belehrt‘ worden zu sein. Die Entwurfslehre kann also und muss hinterfragt werden. Sie bleibt ĂŒber alle Zeiten hinweg ein sich weiterentwickelnder Prozess und etwas, an dem man dranbleiben muss – kurzum eine Suche. Und zudem eine Suche vor bildungspolitischem Hintergrund: Die Entwurfslehre verschlechtert sich. Ausbildungsbedingungen werden pauschal globalisiert, neue Medien unterwandern gĂ€ngige Lehrmethoden und entwerten persönliches Fachwissen, eine stetig sinkende Baukonjunktur steht im krassen Gegensatz zu der Anzahl der jĂ€hrlichen Architektur-Absolventen.
Die Entwurfslehre verbessert sich. Endlich ist es fĂŒr Studierende möglich, problemlos zu wechseln, neue Medien ermöglichen schnellere, bessere und andere ZugĂ€nge zur Architektur und Absolventen steht eine breite Palette von wechselnden Berufsmöglichkeiten zur VerfĂŒgung.
Die Entwurfslehre wird durch die Studienreform ausgehöhlt. Der Entwurf wird zum schmĂŒckenden Beiwerk aller NebenfĂ€cher. Egal, wie die Reformmodelle im Einzelnen aber nun heißen: Ein ordentlicher Entwurf mit grĂŒndlicher Vorarbeit und ausreichender Darstellung dauert noch immer mehr als ein Semester. Unter dem Gesichtspunkt, was Forschung in der Architekturlehre sei, wird gerade dieser Aspekt besonders wichtig. In jedem Fall verĂ€ndert sich die Entwurfslehre. Die Wahrung, ja Optimierung ihrer QualitĂ€t ist oberstes Anliegen der Fachleute. Der Lehrstuhl Grundlagen des Entwerfens der TU Dresden veranstaltete aus diesen GrĂŒnden am 29. und 30. April 2005 das Symposium „Entwurfslehre – Eine Suche“. Ziel war es, ein Forum zu schaffen, an dem Lehrende und Studierende Konzepte fĂŒr die Zukunft austauschen und gewinnen können. Die Teilnehmer prĂ€sentierten im Rahmen von Workshops, VortrĂ€gen und Berichten ihre Lehrkonzepte, -ziele, Aufgabenstellungen und Resultate und stellten sie zur Diskussion. Das besondere Augenmerk galt dabei nicht nur dem Kernbereich Entwurf und dessen Grundlehre, sondern auch anderen Disziplinen, die zur Entwurfslehre beitragen. Vorliegendes Buch dokumentiert die wesentlichen BeitrĂ€ge der Tagung.
Istanbuler Mitteilungen. Hrsg. v.Dt. ArchÀologisches Institut. Abt. Istanbul. Bd 57/2007: 2008. 728 S., 400 sw. Abb., 1 Falttaf. 26 x 19 cm. Ln EUR 68,00 ISBN: 3-8030-1648-7 WASMUTH & ZOHLEN
„Die BeitrĂ€ge der Istanbuler Mitteilungen widmen sich Einzelaspekten der ForschungstĂ€tigkeit des Deutschen ArchĂ€ologischen Instituts in der TĂŒrkei. Die AufsĂ€tze befassen sich eingehend mit der Geschichte des Gastlandes bis in die osmanische Zeit und schließen archĂ€ologische Ausgrabungsberichte ein. Peter Baumeister – Dorothea Roos – Turgut Saner, Die Kelosk Kale. Ein spĂ€tantiker GebĂ€udekomplex im tĂŒrkischen Euphratbogen; HĂŒseyin Cevizoglu, Becken und StĂ€nder der klassischen Zeit in Klazomenai. Ein Zwischenbericht; Alessandra Gilibert, FĂŒnf Quadersteine aus Karkemisch. Eine unbekannte eisenzeitliche Bestattung an der Herald’s Wall?; Adolf Hoffmann – Mustafa H. Sayar, Vorbericht zu den in den Jahren 2003 bis 2005 auf dem Berg Karasis (bei Kozan/Adana) und in seiner Umgebung durchgefĂŒhrten Untersuchungen; Elife Kiraz, Aphrodite-Statuetten aus Kleinasien. Zu Ikonographie, Funktion und Bedeutung; Lorenz Korn, Einige abbasidische Inschriften aus der Gazira; Hans Lohmann u.a., Forschungen und Ausgrabungen in der Mykale 2001–2006; Semra MĂ€gele – Julian Richard – Marc Waelkens, Ein spĂ€thadrianisches NymphĂ€um in Sagalassos (Pisidien, TĂŒrkei). Ein Zwischenbericht; Erhan Öztepe, Zu den Formen der Liegefalten und eingeritzten Linien in der griechischen Plastik; Aenne Ohnesorg – Mustafa BĂŒyĂŒkkolanci, Ein ionisches Kapitell mit glatten Voluten aus Ephesos; Cornelie Piok-Zanon, Dank an Demeter. Neue Gedanken zu Architektur und Bedeutung des Demeter-Kultes in Pergamon im spĂ€ten 3. Jh. v. Chr.; Richard Posamentir – Sergey Solovyov, Zur Herkunftsbestimmung archaisch-ostgriechischer Keramik. Die Funde aus Berezan in der Eremitage von St. Petersburg; Ulrich Ruppe, Neue Forschungen an der Stadtmauer von Priene – erste Ergebnisse; JĂŒrgen Seeher, SĂ€gen wie die Hethiter. Rekonstruktion einer Steinschneidetechnik im bronzezeitlichen Bauhandwerk; Karl Strobel – Christoph Gerber, Tavium (BĂŒyĂŒknefes, Provinz Yozgat) – Bericht ĂŒber die Kampagnen 2003–2005; Thomas Zimmermann, Kalinkaya-Toptastepe, eine chalkolithisch-frĂŒhbronzezeitliche Siedlung mit Nekropole im nördlichen Zentralanatolien. Die Grabfunde der Kampagnen von 1971 und 1973; Christoph Gerber, Zur Datierung der FrĂŒhbronzezeitI in Hassek HöyĂŒk. Korrektur und Nachtrag zu IstForsch 47; Martin Seyer, Ein neu entdecktes Felskammergrab in der Kibyratis“
Einblicke in den virtuellen Himmel. Neue und alte Bilder vom Inneren der Hagia Sophia in Instanbul. Hrsg. Helge Svenshon und UniversitÀts- und Landesbibliothek Darmstadt. Text und Katalog: Rudolf H. W. Stichel. 140 S., 68 auf Tafeln, dav. 11 fb. 29,7 x 21 cm, Pb., EUR 19,80 ISBN: 978-3-8030-0691-2 WASMUTH & ZOHLEN
In einem von der DFG geförderten Forschungsprojekt am Fachbereich Architektur der Technischen UniversitĂ€t Darmstadt, wird die Hagia Sophia in Istanbul unter neuen Aspekten untersucht und ihr spĂ€tantiker Zustand rekonstruiert. HierfĂŒr entstand ein CAD-Modell, das den Innenraum des vielgepriesenen ’Wunderbaues’ Kaiser Justinians in seiner alten, lichtdurchfluteten Gestalt und mit seiner ursprĂŒnglichen liturgischen Ausstattung simuliert. Da der alte Kirchenraum vor fast 1500 Jahren, wie durch zeitgenössische Quellen belegt, als Abbild des Himmels konzipiert wurde, entstanden im Computer gleichsam virtuelle Bilder eines virtuellen Himmelsbildes.
FĂŒr die laufenden Arbeiten waren die reichhaltigen BestĂ€nde der UniversitĂ€ts- und Landesbibliothek Darmstadt eine unverzichtbare Hilfe. Dabei wurde den Bearbeitern nach und nach bewusst, dass die hier gehĂŒteten Ă€lteren Werke zahlreiche Ansichten, besonders des Innenraumes der Hagia Sophia enthalten. Obwohl historische Abbildungen der Hagia Sophia in jĂŒngerer Zeit mehrfach Gegenstand der Forschung gewesen sind, konnte allein aus den DarmstĂ€dter BestĂ€nden weiteres, bisher unbeachtetes Material ergĂ€nzt und bisher ĂŒbersehene, wichtige Aspekte nachgetragen werden. Wenn auch diese Bilder vielfach inhaltliche und sachliche UnschĂ€rfen enthalten, scheinen sie doch fĂŒr die Wahrnehmung des Baues in vergangenen Zeiten von großer Bedeutung gewesen zu sein.
In einer Kabinettausstellung, die sich im Wesentlichen auf DarmstĂ€dter BestĂ€nde beschrĂ€nkt, werden die neuen, im Computer entstandenen Bilder der Hagia Sophia den Ă€lteren, auf traditionelle Art entstandenen Ansichten gegenĂŒber gestellt, und so der Öffentlichkeit ein Einblick in die Ergebnisse einer vielschichtigen aktuellen Forschung prĂ€sentiert. Zugleich bieten Ausstellung und Katalog eine erweiterte Materialvorlage fĂŒr zukĂŒnftige Forschungen.
Meinecke, Michael: Fayencedekorationen seldschukischer Sakralbauten in Kleinasien. 2 Bde/Tle. 1976. 780 S., Tl 1: 220 S. mit 26 Abb. u. 54 Taf. mit 194 Abb., Tl 2: Katalog, 560 S. mit 67 Abb. 26 x 19,5 cm. (Beih. z. d. Istanb. Mittlg. 13) Pb EUR 76,80 ISBN: 3-8030-1715-7 WASMUTH & ZOHLEN
Form Defining Strategies. Beitr. v. Agkathidis, Asterios /Bettum, Johan /Blaisse, Maria /Bramkamp, Anja /Hauschild, Moriz /Hudert, Markus /Karzel, RĂŒdiger /Schillig, Gabi /Schwarz, Michael. [Architekturtheorie Architekturstudium] Hrsg.: Agkathidis, Asterios. 2007. 126 S., 355 Abb., davon mehrere zwei 19 x 14 cm. Ebr EUR 14,80 ISBN: 3-8030-0688-0 WASMUTH & ZOHLEN
This book examines experimental design methodologies in the field of architecture and their implementation in academic settings. Theoretical considerations by guest essayists and numerous examples of conceptual designs compliment our holistic approach to the subject matter.
The studies collected here emerged during a two day workshop in 2006 with architecture students at the Technical University of Darmstadt. Due to this short time frame, parameters such as functional specifications and local context were not considered. The models that emerged are organizational systems that have been developed through diagrammatic thinking and are therefore capable of representing processed data and strategies.
The starting point of the teaching concept was a divergence from the usual methods and ways of thinking, allowing for new, innovative solutions to emerge during the design process. The development of novel spatial modules, in coherence with material and structural considerations, was actively encouraged. During the workshop various design techniques were applied that enabled the development of integrative spatial concepts.
Geometry played an essential role here. Studies were later developed by following given rules, converting them into diagrams then finally and perhaps most importantly, through the use of physical models.
Thereby the question of materiality becomes a crucial consideration: the characteristics of different materials that were used for the models did not just influence geometrical possibilities, but brought with them material specific effects, with which spatial qualities could be intensified, explored and organised.
This methodology is based on our conviction that working with physical models is indispensable even in today’s all-digital climate. Architects are able to explore unpredictable, unimagined, unexpected and exciting spatiality that can emerge organically during the design process. Novel, innovative spatial structures and systems are discovered and inform this process and subsequent decisions.
It becomes clear that the design process in architecture has to be understood as a conscious, sensible yet ambitious process to investigate and apply innovative notions of space to construction.
Dani Karavan. Retrospektive. Hrsg. Fritz Jacobi, Mordechai Omer, Jule Reuter. Beitr: Christoph Brockhaus, Nike BĂ€tzner, Fritz Jacobi, Dani Karavan, Angela Lammert, Eran Neuman, Mordechai Omer, Jule Reuter, Shva Salhoov, Tadayasu Sakai, Bettina Schaschke, Varda Steinlauf, Idith Zertal. 408 S., 386 meist fb. Abb., Dtsch/eng. Summeries, 26 x 29,5 cm, Gb., Wasmuth, Berlin 2007. EUR 49,80 ISBN: 978-3-8030-3325-3 WASMUTH & ZOHLEN
Das Besondere der kĂŒnstlerischen Arbeit von Dani Karavan (geb. 1930 in Tel Aviv ) ist es, Stadt- und LandschaftsrĂ€ume auf neue und bemerkenswerte Weise erfahrbar und erlebbar zu machen. Er geht bei dieser gestalterischen Verwandlung immer von der Geschichtlichkeit des Ortes aus und entwickelt mit seinen komplexen Zeichensetzungen vielfĂ€ltige gesellschaftliche, historische und politische BezĂŒge, die dem Betrachter durch eine ungewohnte und Ă€sthetisch höchst verdichtete Gestaltgebung bewusst werden. Aus den Potentialen der Erinnerung transformiert er neue sinnliche und kommunikative ErfahrungsrĂ€ume. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Prozess ein intensiver Dialog zwischen Mensch, Natur und Kunst.
Ausstellung und Katalog bieten einen umfassenden Überblick ĂŒber Karavans Schaffen; beginnend mit einem Einblick in die kĂŒnstlerischen AnfĂ€nge werden alle wichtigen Werkphasen und ihre bedeutenden Arbeiten vorgestellt, wobei seinen Hauptwerken, Karavans großen ortsspezifischen Environments im öffentlichen Raum, das besondere Augenmerk gilt. Das 1968 vollendete Negev Monument in Be’er Sheva in Erinnerung an den UnabhĂ€ngigkeitskrieg Israels 1947/48 trug ihm erste internationale Anerkennung ein: ein machtvolles, tektonisches SkulpturengefĂŒge, das in seiner archaischen Klarheit der streng geometrischen Formen zu einem beeindruckenden Signal der Behauptung in der kargen WĂŒstenlandschaft wurde.
Ein weiteres herausragendes Beispiel dieser kĂŒnstlerischen Arbeit ist die Walter Benjamin gewidmete Arbeit „Passages“ (1990–1994) in Portbou an der spanisch-französischen Grenze, dem Ort, an dem sich Benjamin auf der Flucht vor den Nazis 1940 das Leben nahm. Der Besucher schreitet eine schmale Treppe herab, die in das felsige Hochufer eingelassen ist und scheinbar im Nichts endet. Der Blick – durch eine eingelassene Glasscheibe mit einem Ausspruch von Benjamin leicht verfremdet – ist auf das sich verĂ€ndernde Meer gerichtet, das unmittelbar bewegtes Leben und endlose, ewige Weite gleichermaßen verkörpert. Die RealitĂ€t wird zum Ort der Meditation.
Dani Karavan, der heute in Paris und Tel Aviv lebt, hat seitdem seine Arbeiten in vielen LĂ€ndern realisiert, so in Israel, Italien, Frankreich, Deutschland, DĂ€nemark, den Niederlanden, Spanien, den USA, Korea, Japan und besonders in Deutschland. Seit seiner Teilnahme an der documenta 6 in Kassel 1977 ist Deutschland fĂŒr ihn zu einem der wichtigsten Orte seiner kĂŒnstlerischen Arbeit geworden, denn hier entstand eine ganze Reihe bedeutender Werke fĂŒr den öffentlichen Raum. Dazu gehören „Ma’alot“ in Köln (1979–1986), die „Straße der Menschenrechte“ (Way of Human Rights) in NĂŒrnberg (1989–1993), „Mima’amakim“ in Gelsenkirchen (1997) und „Grundgesetz 49“ in Berlin (2002).
 Rezension lesen
Seeger, Hartmut: Vom Königsschiff zum Basic Car. Entwicklungslinien und Fallstudien des Fahrzeugdesigns. 2008. 250 S., 360 meist fb.Abb. 27 x 22 cm. Pb EUR 38,00 ISBN: 978-3-8030-3208-9 WASMUTH & ZOHLEN
FĂŒr alle Interessenten des Fahrzeugdesign – moderner: Transportation Design – bietet dieses Werk das nötige Basiswissen. Das Fachbuch zeichnet wichtige Entwicklungslinien der internationalen Designentwicklungen nach, die anhand praktischer Fallstudien vertieft werden. Die Unterschiede zwischen „funktionalem Design“, „Prestigedesign“ oder dem „Extremfunktionalismus“ werden deutlich, sei es im Bezug auf die Design-Ästhetik, die Designgrundlage Ergonomie, den Menschen als Fahrer und Beifahrer oder das Interior- und Interface-Design. Die berufliche AusprĂ€gung der Industrial Designer ist Bestandteil dieser Entwicklungslinien.
Der Leser erfĂ€hrt, wie viele heute noch bekannte historische Land-, Luft- und Wasserfahrzeuge entstanden sind und nach welchen Kriterien sie zeitbedingt gestaltet wurden. Die internationale Designgeschichte wird mit ihrer lokalen AusprĂ€gung in Verbindung gesetzt, die wissenschaftlichen Grundlagen mit der konkreten Anwendung. Ein Fazit daraus ist eine neue und erweiterte Darstellung der Baukastentechnik von Fahrzeugen fĂŒr eine kundenorientierte Variantenbildung. Faszinierend sind die vielfĂ€ltigen Wechselwirkungen und Interdependenzen, die zwischen dem Schiffs-, Flugzeug- und Automobildesign aufscheinen.
Entwicklungslinien (Auswahl):
AnsĂ€tze zu einer Design-Ästhetik; Designgrundlage Ergonomie; Der Mensch als Maß der Fahrzeuge; Die Entwicklung des Interior- und Interface-Designs; Design Konstruktiv; Designvarianten aus BaukĂ€sten
Behandelte Fallbeispiele (Auswahl): Zeppelin-Luftschiffe; Maybach-Motoren und -Wagen; Dornier-Flugzeuge; Schienenfahrzeuge der ME Esslingen; Allgaier- und Porsche-Schlepper; Mercedes-FlĂŒgeltĂŒrer; SMART Fortwo
Zug, Beatrix: Kunst als Handeln. Aspekte einer Theorie der schönen KĂŒnste im Anschluss an John Dewey und Arnold Gehlen. 2007. 168 S. - 22 x 16,5 cm. Pb EUR 16,80 ISBN: 978-3-8030-3322-2 WASMUTH & ZOHLEN
Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Rekonstruktion der Kunstphilosophie John Deweys. Sie fĂŒhrt ĂŒber eine Auseinandersetzung mit seiner „Theorie der Erfahrung“, die eine Handlungstheorie ist. Am Beginn steht deshalb die systematische und chronologische Darstellung der Erkenntnistheorie in Deweys SpĂ€tphilosophie. Auf der Grundlage seiner Werke „Erfahrung und Natur“, „Kunst als Erfahrung“ und „Logik: Die Theorie der Forschung“ werden die Thesen und ErklĂ€rungsmodelle beschrieben, die er auch in seiner Kunstphilosophie verwendet. Im Ergebnis erweisen sich der Begriff der „QualitĂ€t“ und das FinalitĂ€tsproblem als grundlegend. Die Analyse von Deweys Kunstphilosophie zeigt, dass er den schönen KĂŒnsten einen bestimmten Handlungstyp zuweist und jede kunsttheoretische Erörterung seiner Strategie unterordnet, was zu unbefriedigenden Ergebnissen fĂŒhrt. Die Übertragung seines Modells des Problemlösens als Inbegriff von RationalitĂ€t auf das kĂŒnstlerische Schaffen enthĂ€lt ein Potenzial, das von ihm nur unzulĂ€nglich genutzt wird. Dass sein Problemlösungsmodell zu einer Theorie der Kunst ausgebaut werden kann, zeigt Arnold Gehlen, der es in eine Theorie des „experimentierenden Handelns“ transformiert. Direkte BezĂŒge auf Dewey finden sich in seinen Werken „Der Mensch“, „Urmensch und SpĂ€tkultur“ und in den „Zeit-Bildern“. FĂŒr Gehlen ist das „experimentierende Handeln“ fĂŒr die moderne Kultur grundlegend – und damit auch fĂŒr das Handeln in den schönen KĂŒnsten.
Brandes, Peter: Homer. Bildausgrabungen - Mnemosyne. Skulptur Grafik Keramik Illustrierte BĂŒcher. Beitr.: Bugge, M /Steen Due, O /Hölderlin, F /Zeruneith, K. 2007. 96 S., 80 fb. Abb. 23 x 30 cm. Gb EUR 24,80 ISBN: 978-3-8030-3320-8 WASMUTH & ZOHLEN
Der dĂ€nische KĂŒnstler Peter Brandes (geb. 1944) arbeitet auf so unterschiedlichen Gebieten wie Malerei, Grafik, Keramik, Bildhauerei und Fotografie und hat sich durch viele Einzelausstellungen (so z.B. in der Ny Carlsberg Glyptotek Kopenhagen oder im Kunstmuseum Tel Aviv) einen Namen gemacht hat. Das Katalogbuch zeigt eine Auswahl aus der Bandbreite seines Schaffens, legt jedoch den Schwerpunkt auf sein großes Interesse an der griechischen Antike, vor allem der homerischen Welt. Gezeigt und kunst- und kulturhistorisch analysiert werden u.a. Illustrationen und Skizzen zu Homers Werken sowie imaginĂ€re PortrĂ€ts des Dichters oder die eigens fĂŒr die TĂŒbinger Ausstellung gefertigten Bronzeskulpturen und Keramikobjekte, zu denen der KĂŒnstler durch Originalobjekte und AbgĂŒsse in den Sammlungen des Schlossmuseums inspiriert wurde.
Álvaro Siza. Bouça Resident's Association Housing. Porto 1972-77, 2005- 06. O'Neil Ford Monograph Series, Vol. 1 (The University of Texas at Austin). Photograph: Strauss, Bernhard. Beitr.: Fleck, Brigitte /Siza, Álvaro /Wang, Wilfried. Hrsg.: Fleck, Brigitte /Wang, Wilfried. 2007. 144 S., 162 meist fb. Abb. u. 63 PlÀne u. sw. Zeichn. 21 x 30 cm. (O'Neil Ford Monograph Series 1) Pb EUR 29,80 ISBN: 3-8030-0684-8 WASMUTH & ZOHLEN
In the history of architecture, for a building to be some three or four decades in the making is not such an unusual occurrence. The Bouça Residents’ Association Housing in Porto by Álvaro Siza (in association with António Madureira) spans thirty-three years from start to finish. The reasons for this delay are numerous. Álvaro Siza, whose oeuvre shows him to be one of the world’s most profound architects, has experienced many changes in fortunes.
In the 70s, Álvaro Siza was known in Portugal and admired by a few Spanish and Italian colleagues. Significant competition successes, particularly for the International Building Exhibition in Berlin (1984–7) marked Siza’s development in the 80s. By the 90s, Siza’s international reputation was unquestioned. After a long period without a commission in Porto itself, Siza’s authority in Porto was restored with the completion of the Faculty of Architecture of Porto University in 1985 and the Fundação Serralves in 1999. The awarding of the Pritzker Prize in 1992, the construction of the Portuguese Pavilion at Lisbon’s EXPO 98, the steady restoration of the conflagrated Chiado district (1988) in Lisbon throughout the 90s, all served to raise his national stature.
Thus even the municipal authorities could no longer ignore the embarrassment that was the fragmented and run-down first phase of the Bouça Housing scheme, especially at the time of Porto’s role as European Cultural Capital 2001.
This publication presents and appraises the completed project. With the luxury of the monographic format, the entire complex is documented in terms of its design development, its interim status and its final design. Siza’s sketches, many of which are published here for the first time, reveal the steady search for the appropriate solution.
This first volume of the O’Neil Ford Monograph Series, like those that will follow, uses the luxury of hundreds of images on almost as many pages, together with insightful essays, to once again assert the presence of the architectural book in the age of the internet. To this aim the Center for American Architecture and Design (CAAD) and the O’Neil Ford Chair in Architecture at the University of Texas at Austin, School of Architecture have joined forces. Each monograph sets out to document an important work of modern architecture economically, and permanently, in a format that allows the reader to study its contents close-at-hand.
< zurück | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | vor>
© 2003 Verlag Langewiesche [Impressum] [Nutzungsbedingungen]